Betriebshandbuch - Sichern von Wireless LANs mit Zertifikatsdiensten

Kapitel 12: Verwalten der RADIUS-Infrastruktur für die WLAN-Absicherung

Veröffentlicht: 10. Nov 2004 | Aktualisiert: 24. Nov 2004
Auf dieser Seite
EinführungEinführung
Notwendige WartungsaufgabenNotwendige Wartungsaufgaben
Erforderliche TechnologienErforderliche Technologien
Administrative Rollen für RADIUS und WLAN-AbsicherungAdministrative Rollen für RADIUS und WLAN-Absicherung
Aufgaben  BetriebAufgaben Betrieb
Aufgaben  SupportAufgaben Support
Aufgaben  OptimierungAufgaben Optimierung
Aufgaben  ÄnderungAufgaben Änderung
KonfigurationstabellenKonfigurationstabellen
Weitere InformationenWeitere Informationen

Einführung

Dieses Kapitel beschreibt die Betriebsverfahren, die für die Verwaltung der RADIUS-Infrastruktur (Remote Authentication Dial-In User Service) und der Absicherung von lokalen Drahtlosnetzwerken (WLANs) erforderlich sind, die im Rahmen dieser Anleitung zur Absicherung von WLANs implementiert wurden. Die Struktur basiert auf den Kategorien und Konzepten des Microsoft Operations Framework (MOF), wie sie in Kapitel 10, "Einführung in das Betriebshandbuch", beschrieben wurden.

Dieses Kapitel soll Ihnen bei der Implementierung eines umfassenden Managementsystems für Ihre RADIUS-Infrastruktur und WLAN-Absicherung helfen. Dies umfasst auch sämtliche Setupaufgaben, die zur Überwachung und Wartung des Systems zu erledigen sind. Außerdem enthält das Kapitel die Routineaufgaben, die für einen reibungslosen Betrieb der Infrastruktur anfallen, sowie Verfahren zum Umgang mit Supportanfragen, Änderungsverwaltung und der Leistungsoptimierung des Systems.

Das Kapitel ist in zwei Hauptteile untergliedert. Der erste Teil besteht aus zwei kurzen Abschnitten, "Notwendige Wartungsaufgaben" und "Administrative Rollen für RADIUS und WLAN-Absicherung", die vollständig gelesen werden sollten. Sie enthalten fundamentale Informationen zur Einrichtung einer ordnungsgemäß verwalteten Umgebung für das System. Der Rest des Kapitels soll in erster Linie als Referenz dienen. Manche Aufgaben in den Referenzabschnitten müssen von Ihnen bei der Bereitstellung des Systems implementiert werden; sie sind jedoch im Abschnitt "Notwendige Wartungsaufgaben" eindeutig gekennzeichnet.

Obwohl Sie nicht sämtliche Einzelheiten der Referenzabschnitte in sich aufnehmen müssen, sollten Sie sich mit ihrem Inhalt vertraut machen, so dass Sie bei Bedarf bestimmte Informationen schnell auffinden können.

Voraussetzungen für das Kapitel

Sie sollten mit den in Kapitel 10, "Einführung in das Betriebshandbuch", beschriebenen MOF-Konzepten vertraut sein. Eine fundierte Kenntnis von MOF ist nicht erforderlich.

Insbesondere sollten Sie mit den Konzepten von RADIUS und dem Microsoft® Internetauthentifizierungsdienst (Internet Authentication Service, IAS) sowie mit 802.11-, 802.1X- und EAP-TLS-Konzepten vertraut sein. Weitere Informationen zu diesen technischen Themen finden Sie in den Literaturhinweisen der Kapitel des Planungshandbuchs.

Zudem sind Kenntnisse von Microsoft Windows® 2000 Server (oder höher) auf den folgenden Gebieten erforderlich:

Grundlegende Betriebs- und Wartungsverfahren von Microsoft Windows Server 2003 (einschließlich der Verwendung von Tools wie Ereignisanzeige, Computerverwaltung und NTBackup).

Konzepte und Tasks der Active Directory® -Verzeichnisdienste. Dazu zählen Active Directory-Struktur und -Tools, Bearbeiten von Benutzern, Gruppen und anderen Active Directory-Objekten sowie die Verwendung von Gruppenrichtlinien.

Sicherheitskonzepte des Windows-Systems, z. B. Benutzer, Gruppen, Überwachung, Zugriffssteuerungslisten; Verwendung von Sicherheitsvorlagen; Zuweisung von Sicherheitsvorlagen mithilfe von Gruppenrichtlinien oder Befehlszeilenprogrammen.

IAS-Administration

Windows Scripting Host (WSH) und Skriptsprache Microsoft Visual Basic® Scripting Edition (VBScript). Kenntnisse der Syntax zur Batchprogrammierung können sich bei der Arbeit mit den bereitgestellten Skripts als nützlich erweisen, sind jedoch nicht unbedingt erforderlich.

Bevor Sie mit diesem Kapitel fortfahren, sollten Sie die damit zusammenhängenden Kapitel im Planungshandbuch und im Einrichtungshandbuch lesen und die Architektur und das Design der Lösung verstehen.

Kapitelüberblick

In der folgenden Liste werden die einzelnen Hauptabschnitte dieses Kapitels beschrieben.

Notwendige Wartungsaufgaben. Umfasst zwei Tabellen, in denen die Aufgaben zur Einrichtung des Managementsystems sowie die zur Wartung des Systems durchzuführenden Routineaufgaben aufgeführt werden.

Administrative Rollen. Beschreibt die in der Lösung eingesetzten administrativen Rollen, die jeweiligen Berechtigungen dieser Rollen und sowie ihre Zuordnung zu den MOF-Rollenclustern und den für die Lösung definierten administrativen Sicherheitsgruppen.

Aufgaben Betrieb. Beinhaltet sämtliche Aufgaben, die mit der normalen Wartung der RADIUS-Infrastruktur und der WLAN-Absicherung in Zusammenhang stehen. Dazu zählen Überwachung, Sicherungen sowie Verzeichnis- und Sicherheitsoperationen.

Aufgaben Support. Umfasst alle Verfahren in Bezug auf eine Wiederherstellung nach Systemproblemen. Dieser Abschnitt beinhaltet die Wiederherstellung aus einer Sicherung sowie Verfahren zur Behandlung eines fehlgeschlagenen IAS-Servers.

Aufgaben Optimierung. Umfasst bestimmte Aufgaben zur Kapazitätsplanung.

Aufgaben Änderung. Umfasst gängige Aufgaben hinsichtlich der Vornahme von Änderungen an der IAS-Serverkonfiguration und ihrer kontrollierten Freigabe für die Produktionsumgebung. Weiterhin zählen hierzu Verfahren zur Erfassung und Wartung wichtiger Konfigurationsinformationen für den IAS-Server.

Problembehandlung. Beinhaltet Verfahren, die Ihnen bei der Behebung von Problemen helfen sollen, die im Zusammenhang mit der RADIUS-Infrastruktur und WLAN-Sicherheit auftreten können. Zudem enthält dieser Abschnitt Beschreibungen nützlicher Problembehandlungstools sowie Verfahren, mit denen die Protokollierung verschiedener Komponenten ermöglicht wird.

Konfigurationstabellen. Dieser Abschnitt umfasst eine Untergruppe der in den Kapiteln des Einrichtungshandbuchs verwendeten Konfigurationsparameter. Diese Werte werden im Text der hier aufgeführten Verfahren als Beispiele verwendet.

Weitere Informationen. Enthält eine Auflistung zusätzlicher Informationsquellen, auf die im Text verwiesen wird.

Notwendige Wartungsaufgaben

Dieser Abschnitt führt die wichtigsten Aufgaben auf, die Sie für den erfolgreichen Betrieb der RADIUS-Infrastruktur und WLAN-Absicherung durchführen müssen. Diese Aufgaben sind in zwei Tabellen aufgeführt: anfängliche Aufgaben vor und während des Setups sowie fortlaufende Aufgaben im Betrieb. Die in den Tabellen aufgeführten Aufgaben werden später im Text ausführlich beschrieben. Die Aufgaben werden nach MOF-Quadrant gruppiert, und die MOF-Dienstverwaltungsfunktion, zu der die Aufgabe gehört, wird neben der Aufgabe aufgeführt, damit Sie die erforderliche Aufgabe schneller finden.

Dieser Abschnitt enthält außerdem eine Liste der Tools und Technologien, die in den Verfahren in diesem Kapitel eingesetzt werden.

Erste Setupaufgaben

In der folgenden Tabelle werden die für die Inbetriebnahme der RADIUS-Infrastruktur und WLAN-Absicherung erforderlichen Aufgaben aufgeführt. Je nach den von Ihnen eingesetzten Standards und Vorgehensweisen müssen Sie möglicherweise nicht alle Aufgaben durchführen. Sie sollten sich jedoch die einzelnen Aufgabenbeschreibungen durchlesen und dann entscheiden. Einige dieser Aufgaben müssen vielleicht zu einem anderen Zeitpunkt erneut durchgeführt werden. Wenn zum Beispiel ein neuer IAS-Server installiert wird, müssen Sie die zugehörigen Sicherungs- und Überwachungsaufgaben konfigurieren.

Tabelle 12.1: Erste Setupaufgaben

AufgabennameDienstverwaltungsfunktion (SMF)

Betrieb

 

Hinzufügen von RADIUS-Clients zu IAS-Servern

Netzwerkadministration

Aktivieren von WLAN-Einstellungen auf Computern

Verzeichnisdienstadministration

Hinzufügen von Computern und Benutzern zu RAS-Richtliniengruppen

Verzeichnisdienstadministration

Kategorisieren von Überwachungswarnmeldungen

Dienstüberwachung und -steuerung

Überwachen von Kapazitätseinschränkungen des IAS

Dienstüberwachung und -steuerung

Konfigurieren von Exporten der IAS-Konfiguration

Speicherverwaltung

Exportieren der RADIUS-Clientkonfiguration

Speicherverwaltung

Konfigurieren der IAS-Datenverzeichnissicherung

Speicherverwaltung

Testen der IAS-Sicherung

Speicherverwaltung

Optimierung

 

Bestimmen der Spitzenlast auf dem IAS-Server

Kapazitätsverwaltung

Bestimmen von Speicher- und Sicherungsanforderungen auf dem IAS-Server

Kapazitätsverwaltung

Änderung

 

Verwalten von Betriebssystemupdates

Änderungsverwaltung
Veröffentlichungsverwaltung

Wartungsaufgaben

Die folgende Tabelle enthält eine Aufstellung der Aufgaben, die regelmäßig ausgeführt werden müssen, um eine einwandfreie Funktion der RADIUS-Struktur und WLAN-Absicherung zu gewährleisten. Sie können diese Tabelle als Hilfe für die Ressourcenplanung und den Zeitplan für die Administration des Systems heranziehen.

Einige dieser Aufgaben müssen Sie möglicherweise nie ausführen. Diese Entscheidung sollten Sie jedoch erst nach genauer Durchsicht der Einzelheiten treffen. Bestimmte Aufgaben wiederum müssen bei Bedarf und andere nach einem Zeitplan erledigt werden. Nach dem Hinzufügen eines RADIUS-Clients auf dem IAS-Server müssen Sie zum Beispiel unbedingt eine(n) Sicherung/Export der Serverkonfiguration durchführen, auch wenn dies laut Zeitplan noch nicht vorgesehen ist. Auf derartige Aufgaben wird in der Spalte "Häufigkeit" verwiesen. Auch werden Abhängigkeiten dieser Art in den Aufgabendetails erörtert.

Tabelle 12.2: Laufende Wartungsaufgaben

AufgabennameHäufigkeit

Hinzufügen von RADIUS-Clients zu IAS-Servern

Beim Hinzufügen von drahtlosen Zugriffspunkten (WLAN-APs) zum Netzwerk

Entfernen von RADIUS-Clients auf dem IAS-Server

Beim Entfernen von drahtlosen Zugriffspunkten (WLAN-APs) aus dem Netzwerk

Aktivieren von WLAN-Einstellungen auf Computern

Beim Hinzufügen von Computern zum Netzwerk

Hinzufügen von Computern und Benutzern zu RAS-Richtliniengruppen

Beim Gewähren von WLAN-Zugriff für Mitarbeiter

Exportieren der RADIUS-Clientkonfiguration

Beim Hinzufügen von drahtlosen Zugriffspunkten (WLAN-APs) zum Netzwerk

Testen der IAS-Sicherung

Monatlich

Zugreifen auf IAS-RADIUS-Anforderungsprotokolle

Täglich oder wöchentlich
(je nach Sicherheitsanforderungen)

Überprüfen der IAS-RADIUS-Authentifizierungsereignisprotokolle

Täglich oder wöchentlich
(je nach Sicherheitsanforderungen)

Archivieren und Löschen von IAS-RADIUS-Protokolleinträgen

Monatlich

Verwalten von Betriebssystemupdates

Täglich

Erforderliche Technologien

In den folgenden Tabellen sind die in diesem Handbuch verwendeten Technologien und Tools aufgelistet.

Tabelle 12.3: Erforderliche Technologien

NameQuelle

MMC-Snap-In "Active Directory-Benutzer und -Computer"

Windows Server 2003

MSS-Skripts

Diese Lösung

Texteditor

Editor Windows Server 2003

Windows-Taskplanerdienst

Windows Server 2003

SchTasks.exe

Windows Server 2003

Windows-Sicherungsprogramm

Windows Server 2003

Ereignisanzeige

Windows Server 2003

Systemmonitor

Windows Server 2003

Net.exe

Windows Server 2003

Überwachungskonsole

Microsoft Operations Manager (MOM)

Wechselmedien zur Speicherung außerhalb des Computers

Diskette, CD-RW oder Band

Sichern des IAS-Servers

Netzwerksicherungsdienst
oder
lokaler Sicherungsdienst

Gruppenrichtlinien-Verwaltungskonsole

Webdownloads von Microsoft.com

IASParse

Windows Server 2003 Support Tools

Microsoft Access 2002

Microsoft Office  XP

Tabelle 12.4: Empfohlene Technologien

NameQuelle

Überwachungskonsole

Microsoft Operations Manager oder anderes Dienstüberwachungssystem

E-Mail-Infrastruktur für betriebsbezogene Warnmeldungen (Alternative zu MOM)

SMTP-/POP3-/IMAP-Server und -Client, z. B. Microsoft Exchange Server und Client für Microsoft Outlook®

Eventquery.vbs

Windows Server 2003

Tools zur Kapazitätsplanung

Microsoft Operations Manager oder andere Tools zur Kapazitätsplanung

System zur Verteilung von Sicherheitsupdates

Microsoft Systems Management Server
oder
Microsoft Software Update Services

Administrative Rollen für RADIUS und WLAN-Absicherung

An der Verwaltung der RADIUS-Infrastruktur und der WLAN-Absicherung sind zahlreiche unterschiedliche Rollen beteiligt. In den folgenden beiden Abschnitten werden sie in Haupt- und Nebenrollen eingeteilt.

Hauptrollen für RADIUS-Infrastruktur und WLAN-Absicherung

Die Rollen in der folgenden Tabelle sind für die Verwaltung einer RADIUS-Infrastruktur und WLAN-Absicherung unbedingt notwendig.

Tabelle 12.5: Hauptrollen für RADIUS-Infrastruktur und WLAN-Absicherung

RollennameBereichBeschreibung

Internet Authentication Service Administrator

Unternehmen

Administration und Konfiguration des IAS

Internet Authentication Service Auditor

Unternehmen

Überwachung, Archivierung und Löschen der RADIUS-Protokolle auf den IAS-Servern

Internet Authentication Service Backup Operators

Unternehmen

Sicherung und Wiederherstellung der IAS-Konfiguration und -Verlaufsdaten

WLAN Helpdesk Staff

Unternehmen

Leitende verantwortliche Helpdeskmitarbeiter für die Behandlung von WLAN-Problemen

Nebenrollen für RADIUS-Infrastruktur und WLAN-Absicherung

Die betrieblichen Rollen in der folgenden Tabelle sind für die Verwaltung der RADIUS-Infrastruktur und WLAN-Absicherung nicht von essenzieller Bedeutung, unterstützen die Hauptrollen jedoch in ihren Aufgaben.

Tabelle 12.6: Nebenrollen für RADIUS-Infrastruktur und WLAN-Absicherung

RollennameBereichBeschreibung

Monitor Operator

Unternehmen

Überwachung des laufenden Betriebs

Capacity Planner

Unternehmen

Leistungs- und Lastanalyse zur Vorhersage zukünftiger Anforderungen

Active Directory Administrator

Unternehmen

Konfiguration und Support der Active Directory-Infrastruktur

Active Directory Operations

Unternehmen

Alltägliche Wartung des Verzeichnisses, einschließlich Sicherheitsgruppenwartung, Kontoerstellung usw.

Desktop Administrator

Unternehmen

Konfiguration und Support von Desktopcomputern

Änderungs-Gremium

Unternehmen

Vertreter aus Technik und Geschäft, deren Zustimmung für Änderungen an der Infrastruktur benötigt wird

Zuordnen von Rollen zu Sicherheitsgruppen

Die folgende Tabelle enthält die für diese Lösung definierten Sicherheitsgruppen und gibt eine kurze Beschreibung der Zuständigkeiten und Berechtigungen der einzelnen Gruppen.

Für IAS-Server werden die für die jeweiligen Rollen geltenden Berechtigungen mithilfe der lokalen Sicherheitsgruppe und der Domänensicherheitsgruppe zugewiesen. Die Rollengruppen werden mit Domänenkonten aufgefüllt. Einzelne Konten können auch Mitglieder mehrerer oder aller Rollengruppen sein, wenn die Sicherheits- und IT-Richtlinien Ihres Unternehmens dies zulassen.

Tabelle 12.7: Zuordnung von RADIUS- und WLAN-Sicherheitsrollen zu Sicherheitsgruppen

RollennameDomänensicherheitsgruppeLokale SicherheitsgruppeBerechtigungen

Internet Authentication Service Administrator

IAS Admins

Administrators

Vollständige Administration des IAS-Servers, einschließlich Starten/Beenden des IAS-Dienstes und Ändern seiner Konfiguration

Internet Authentication Service Auditors

IAS Security Auditors

Nicht zutreffend

Lesen und Löschen der RADIUS-Anforderungsprotokolldateien auf dem Protokolldatenträger

IAS Backup Operators

Nicht zutreffend

Backup Operators

Sicherung und Wiederherstellung des Systemstatus und der IAS-Konfiguration

WLAN Helpdesk Staff

Nicht zutreffend

Nicht zutreffend

Arbeitet mit IAS Administrators zusammen, um IAS-Authentifizierungsprobleme zu lösen. (Dieser Rolle können in bestimmten Fällen Leseberechtigungen für dieselben Ressourcen wie IAS-Sicherheitsprüfern gewährt werden.)

Aufgaben Betrieb

Der Betriebsquadrant umfasst alle betriebsbezogenen IT-Standards, -Verfahren und -Prozesse, die in regelmäßigen Abständen auf Dienstlösungen angewendet werden müssen, um die vordefinierten Servicelevels zu erzielen und zu erhalten. Das Ziel dieses Quadranten besteht darin, eine verlässliche Durchführung der manuellen und automatisierten Aufgaben im Alltagsbetrieb zu erreichen.

Dieser Abschnitt enthält Informationen zu folgenden SMFs:

Netzwerkadministration

Verzeichnisdienstadministration

Sicherheitsadministration

Speicherverwaltung

Dienstüberwachung und -steuerung

Aufgabenplanung

Für die übrigen SMFs gibt es keine Aufgaben:

Systemverwaltung

Netzwerkverwaltung

Druck- und Ausgabeverwaltung

Hinweis: Für jede Aufgabenbeschreibung wird eine Zusammenfassung der folgenden Informationen angegeben: Sicherheitsanforderungen, Häufigkeit und erforderliche Technologien.

Netzwerkverwaltung

Die Netzwerkverwaltung ist verantwortlich für den Entwurf und die Wartung der physischen Netzwerkkomponenten, z. B. Server, Router, Switches und Firewalls. Bei Drahtlosnetzwerken umfassen diese Komponenten WLAN-APs (Wireless Access Points; drahtlose Zugriffspunkte) sowie die zu ihrer Unterstützung erforderlichen RADIUS-Server.

Hinzufügen von RADIUS-Clients zu IAS-Servern

WLAN-APs müssen über Berechtigungen zur Authentifizierung und Kontoführung mit IAS-Servern verfügen. Das Aktivieren eines neuen WLAN-APs als RADIUS-Client ist eine der wenigen inkrementellen Veränderungen, die auf einem bereitgestellten IAS-Produktionsserver vorgenommen werden müssen. Mit diesem Task werden die WLAN-APs zur Teilnahme an RADIUS-Authentifizierung und Kontoführung mit dem IAS-Server berechtigt. Führen Sie diese Aufgabe jedes Mal durch, wenn neue WLAN-APs bereitgestellt und zur Teilnahme an der Netzwerkauthentifizierung konfiguriert wurden.

Zusammenfassung

Sicherheitsanforderungen: Mitglied der Sicherheitsgruppe für IAS Admins

Häufigkeit: Beim Hinzufügen von WLAN-APs zum Netzwerk

Erforderliche Technologien:

IAS-MMC-Snap-In

MSS-Skripts (für den Skriptbefehl "GenPwd")

Diskettenlaufwerk oder anderes Laufwerk für beschreibbare Wechselmedien

Diskette oder anderes beschreibbares Wechselmedium

Aufgabendetails

Um höchste Sicherheit zu gewährleisten, sollten Sie für das Hinzufügen eines WLAN-APs zu einem IAS-Server jeweils ein einmaliges, zufällige gewähltes Kennwort (einen "geheimen Schlüssel") verwenden. Wird dieser RADIUS-Schlüssel für mehrere WLAN-APs verwendet, erhöht sich das Risiko, dass der geheime Schlüssel nicht lange geheim bleibt.

Bei Windows Server 2003 Enterprise Edition können Administratoren WLAN-APs massenweise zu IAS-Servern hinzufügen, indem sie ein dediziertes RADIUS-Client-Subnetz hinzufügen und einen gemeinsamen geheimen Schlüssel verwenden. Zwar vereinfacht dies die Verwaltung der geheimen Schlüssel, führt jedoch zu einer weniger sicheren Lösung als der Einsatz individueller Schlüssel.

Bei dieser Lösung werden verschlüsselte, zufällig gewählte geheime Schlüssel verwendet, die über das mit diesen Handbüchern gelieferte Skript "GenPwd" generiert werden.

So fügen Sie RADIUS-Clients einzeln zu IAS-Servern hinzu

1.

Klicken Sie im IAS-MMC-Snap-In mit der rechten Maustaste auf den Ordner RADIUS-Clients, und klicken Sie dann auf Neuer RADIUS-Client.

2.

Geben Sie den Angezeigten Namen und die Clientadresse (IP oder DNS) des WLAN-APs ein. Sie sollten möglichst IP-Adressen statt DNS-Namen verwenden, da IAS versucht, jeden RADIUS-Client beim Starten des Servers aufzulösen. In umfangreichen Umgebungen mit zahlreichen WLAN-APs kann eine Auflösung von DNS-Namen zu längeren Startzeiten führen. Klicken Sie auf Weiter.

3.

Wählen Sie als Clienthersteller RADIUS-Standard aus, und geben Sie anschließend den gemeinsamen geheimen Schlüssel für diesen WLAN-AP ein.

Hinweis: Die folgenden Schritte setzen die Verwendung einer Diskette oder eines anderen beschreibbaren Wechselmediums voraus. Nehmen Sie einen formatierten Datenträger und beschriften Sie ihn mit "RADIUS-Clients für <Servername>".

4.

Mithilfe des Skripts "GenPwd", das im Lieferumfang dieser Handbücher enthalten ist, können Sie einen zufälligen, starken Schlüssel für die Verwendung von einzelnen WLAN-APs generieren, wenn diese als RADIUS-Clients konfiguriert sind. GenPwd generiert einen geheimen Schlüssel und speichert ihn zusammen mit dem Anzeigenamen für jeden RADIUS-Client in einer Datei Clients.txt. GenPwd fügt die Informationen der Datei Clients.txt automatisch im aktuellen Verzeichnis im CSV-Format (kommagetrennte Werte) hinzu. Sollten Sie über eine andere Methode zur Generierung und Speicherung von starken RADIUS-Schlüsseln verfügen, können Sie diese anstelle von GenPwd in den folgenden Schritten einsetzen.

Hinweis: GenPwd generiert eine base64-codierte, verschlüsselte Zufallszeichenfolge mithilfe einer CryptoAPI-Funktion. Es verwendet nicht die VBScript-Funktion zur Generierung von Zufallszahlen.

5.

Öffnen Sie die Eingabeaufforderung, und wechseln Sie zu A:\. Der Verzeichnispfad für das Dateisystem ist von großer Bedeutung, da neue Informationen automatisch an die Datei Clients.txt im aktuellen Verzeichnis angehängt werden. Sollte die Datei Clients.txt noch nicht vorhanden sein, wird sie erstellt.

6.

Führen Sie den folgenden Befehl aus. Achten Sie darauf, <Clientname> durch Anzeigenamen des WLAN-APs zu ersetzen. Dabei kann es sich um einen DNS-Namen, eine IP-Adresse oder eine andere Zeichenfolge handeln:

cscript //job:GenPwd C:\MSSScripts\wl_tools.wsf /client:Clientname

Sobald die kommagetrennte Datei erstellt ist, kann sie als Referenz oder zur weiteren Bearbeitung leicht in ein Tabellenblatt oder in eine Datenbank importiert werden.

Wichtig: Geheime RADIUS-Schlüssel sollten für jeden IAS-Server und WLAN-AP in regelmäßigen Abständen geändert werden. Verwenden Sie GenPwd oder ein ähnliches Programm zur Erstellung starker Schlüssel, und speichern Sie den neuen Schlüssel und den Namen des WLAN-APs in der Datei Clients.txt. Die Daten in der Datei Clients.txt sind extrem sicherheitskritisch. Kopieren Sie diese Datei nicht auf den Server, sondern bewahren Sie sie an einem sicheren Ort auf, beispielsweise in einem Tresor.

7.

Geben Sie im IAS-MMC-Snap-In den gemeinsamen RADIUS-Schlüssel in die Felder Gemeinsamer geheimer Schlüssel und Gemeinsamen geheimen Schlüssel bestätigen ein. Wählen Sie Anforderung muss das Attribut "Message Authenticator" enthalten aus, und klicken Sie auf Fertig stellen.

Hinweis: Bei manchen RADIUS-Clients müssen herstellerspezifische Attribute (vendor-specific attributes, VSA) konfiguriert werden, damit sie ordnungsgemäß funktionieren. Informationen zu den VSA-Anforderungen finden Sie in Ihrer herstellerspezifischen Dokumentation.

Entfernen von RADIUS-Clients aus IAS-Servern

Das Entfernen nicht mehr verwendeter APs als RADIUS-Clients ist eine der wenigen inkrementellen Änderungen, die auf einem bereitgestellten IAS-Produktionsserver vorgenommen werden müssen. Mit diesem Schritt wird die Teilnahme von WLAN-APs an der RADIUS-Authentifizierung und -Kontoführung mit dem IAS-Server verhindert. Führen Sie diese Aufgabe jedes Mal durch, wenn APs zurückgezogen werden, um ihre Teilnahme an der RADIUS-Authentifizierung und -Kontoführung zu deaktivieren.

Zusammenfassung

Sicherheitsanforderungen: Mitglied der Gruppe IAS Administrators

Häufigkeit: Beim Entfernen von WLAN-APs aus dem Netzwerk

Erforderliche Technologien:

IAS-MMC-Snap-In

Notepad.exe oder anderer Texteditor

Aufgabendetails

Entfernen Sie jeden AP einzeln aus IAS. Außerdem sollten Sie den entsprechenden Eintrag in der Datei Clients.txt löschen. Diese Datei befindet sich auf der RADIUS-Client-Diskette, die an einem sicheren Ort aufbewahrt wird. Die Datei Clients.txt wird mit dem Verfahren erstellt, das unter "Hinzufügen von RADIUS-Clients zu IAS-Servern" erläutert wird.

So entfernen Sie RADIUS-Clients aus dem IAS-Server

1.

Wählen Sie im IAS-MMC-Snap-In den Ordner RADIUS-Client aus.

2.

Wählen Sie im rechten Fensterbereich den Eintrag für den zu entfernenden Client aus, und klicken Sie auf Löschen.

3.

Wenn Sie zur Bestätigung aufgefordert werden, klicken Sie auf Ja.

Hinweis: Die folgenden Schritte erfordern den Einsatz einer Diskette oder eines anderen Wechselmediums mit der Beschriftung "RADIUS-Clients für Server <Servername>", deren Erstellung weiter oben erläutert wurde. Vergewissern Sie sich, dass Sie den richtigen Datenträger für den entsprechenden Server verwenden, um Datenverlust zu vermeiden.

4.

Nehmen Sie die RADIUS-Client-Diskette für diesen Server zur Hand, und öffnen Sie die Datei A:\Clients.txt im Editor.

5.

Suchen Sie den Eintrag für den RADIUS-Client, der zurückgezogen werden soll, und löschen Sie ihn.

Verzeichnisdienstadministration

Verzeichnisdienste ermöglichen Benutzern und Anwendungen das Aufspüren von Netzwerkressourcen wie Benutzern, Servern, Anwendungen, Tools, Diensten und anderen Informationen. Verzeichnisdienstadministration beschäftigt sich mit dem Alltagsbetrieb sowie der Wartung und dem Support des Unternehmensverzeichnisses. Durch Verzeichnisdienstadministration wird sichergestellt, dass Informationen für jeden autorisierten Antragsteller über das Netzwerk in einem einfachen und organisierten Verfahren erreichbar sind.

Aktivieren von WLAN-Zugriff für Benutzer und Computer

Zur Aktivierung des Zugriffs auf das WLAN müssen drei verschiedene Aufgaben durchgeführt werden. Diese Aufgaben werden alle über die Mitgliedschaft von Sicherheitsgruppen gesteuert und können somit leicht mithilfe eines VBScript-, Jscript- oder Batchdateiskripts automatisiert werden. Sie werden hier getrennt dokumentiert, da viele Unternehmen sie in unterschiedlichen Phasen ihres WLAN-Rollouts vornehmen.

Wichtig: In dieser Lösung werden benutzerdefinierte Sicherheitsgruppen eingesetzt, um zu steuern, welche Benutzer und Computer WLAN-Zertifikate und Richtlinieneinstellungen erhalten und welchen Benutzern und Computern der Zugriff auf das WLAN über IAS gestattet ist. Für diese drei Tasks werden unterschiedliche Sicherheitsgruppen verwendet, um eine stufenweise durchgeführte Bereitstellung von Zertifikaten, Richtlinieneinstellungen und WLAN-Zugriff zu ermöglichen. Sollten Sie eine weniger präzise Steuerung wünschen, können Sie jeweils alle Benutzer und Computer aktivieren. Am einfachsten können Sie alle Benutzer und Computer hinzufügen, wenn Sie alle Domänenbenutzer oder alle Domänencomputer der entsprechenden Gruppe für Zertifikatsregistrierung, WLAN-Gruppenrichtlinien (nur Computer) und WLAN-Zugriff hinzufügen.

So aktivieren Sie WLAN-Zugriff für einen Computer

1.

Folgen Sie dem Verfahren "Aktivieren der automatischen Registrierung (oder Autoregistrierung) eines Zertifikatstyps für einen Benutzer oder Computer" in Kapitel 11, und fügen Sie das Computerkonto der Zertifikatsregistrierungsgruppe AutoEnroll Client Authentication Computer Certificate hinzu.

2.

Führen Sie das Verfahren "Aktivieren von WLAN-Einstellungen auf Computern" (weiter unten in diesem Abschnitt) durch, um die entsprechenden Netzwerkeinstellungen auf dem Computer bereitzustellen. Fügen Sie das Computerkonto zur Richtliniengruppe Drahtlosnetzwerkrichtlinie Computer hinzu.

3.

Führen Sie das Verfahren "Hinzufügen von Computern und Benutzern zu RAS-Richtliniengruppen" (weiter unten in diesem Abschnitt) durch, um den Computer zur Verbindungsherstellung mit dem WLAN zu autorisieren. Fügen Sie das Computerkonto zur RAS-Sicherheitsgruppe Remote Access Policy – Wireless Computers hinzu.

Wichtig: Diese Schritte können in einer beliebigen Reihenfolge erfolgen. Bei einer umfangreichen Bereitstellung können sie wesentlich früher als die Aktivierung der WLAN-Hardware durchgeführt werden. Der Computer muss mindestens einmal neu gestartet werden, um die Gruppenmitgliedschaften zu erhalten, die ihm in den jeweiligen Verfahren zugewiesen wurden. Das Anmeldetoken des Computers läuft zwar nach einer gewissen Zeit ab, was zu einer Aktualisierung der Gruppenmitgliedschaften führt, dieser Prozess kann jedoch bis zu eine Woche in Anspruch nehmen.
Zum Empfang der anfänglichen Zertifikate und WLAN-Einstellungen muss der Computer an ein drahtgebundenes Netzwerk angeschlossen sein. Die Erneuerung von Zertifikaten und künftige Änderungen an den WLAN-Einstellungen erfolgen über das WLAN.

So aktivieren Sie WLAN-Zugriff für einen Benutzer

1.

Folgen Sie dem Verfahren "Aktivieren der automatischen Registrierung (oder Autoregistrierung) eines Zertifikatstyps für einen Benutzer oder Computer" in Kapitel 11, und fügen Sie das Benutzerkonto der Zertifikatsregistrierungsgruppe AutoEnroll Client Authentication – User Certificate hinzu.

2.

Stellen Sie sicher, dass sich der Benutzer mit einem autorisierten und konfigurierten WLAN-Computer anmeldet (gemäß der Beschreibung im vorangegangenen Verfahren). Es ist besonders wichtig, dass der Computer mit den richtigen WLAN-Richtlinieneinstellungen konfiguriert wurde.

3.

Führen Sie das Verfahren "Hinzufügen von Computern und Benutzern zu RAS-Richtliniengruppen" (weiter unten in diesem Abschnitt) durch, um den Computer zur Verbindungsherstellung mit dem WLAN zu autorisieren. Fügen Sie das Computerkonto der RAS-Sicherheitsgruppe RAS-Richtlinie drahtloser Benutzer hinzu.

Wichtig: Diese Schritte können in einer beliebigen Reihenfolge erfolgen. Auch können sie jederzeit vor der eigentlichen Bereitstellung und Aktivierung der WLAN-Hardware durchgeführt werden. Die Benutzer müssen sich mindestens einmal ab- und wieder anmelden, um die Gruppenmitgliedschaften zu erhalten, die ihnen in den jeweiligen Verfahren zugewiesen wurden. Das Anmeldetoken des Benutzers läuft zwar nach einer gewissen Zeit ab, was zu einer Aktualisierung der Gruppenmitgliedschaften führt, dieser Prozess kann jedoch bis zu eine Woche in Anspruch nehmen.
Der Computer muss an ein drahtgebundenes Netzwerk angeschlossen sein, damit die Benutzer die anfänglichen Zertifikate erhalten. Zertifikatserneuerungen werden über das WLAN empfangen.

Aktivieren von WLAN-Einstellungen auf Computern

Die Konfiguration von WLAN-Einstellungen (wie z. B. 802.11- und 802.1X-Einstellungen) auf Clientcomputern wird durch Active Directory-Gruppenrichtlinien automatisiert. Durch Hinzufügen der Computer zu Sicherheitsgruppen können Sie steuern, welche Computer diese WLAN-Einstellungen empfangen. Die Sicherheitsgruppen dienen zur Filterung des Gruppenrichtlinienobjekts (Group Policy Object, GPO), so dass die Richtlinieneinstellungen nur Mitgliedern der Gruppe zugewiesen werden. Führen Sie diese Aufgabe jedes Mal aus, wenn ein neuer Computer in die Umgebung eingeführt wird, der das Drahtlosnetzwerk nutzt.

Zusammenfassung

Sicherheitsanforderungen: Domänenadministrator oder Berechtigung zum Hinzufügen von Benutzern zur Sicherheitsgruppe "Drahtlosnetzwerkrichtlinie Computer" in Active Directory

Häufigkeit: Beim Hinzufügen von mobilen Computern zum Netzwerk

Erforderliche Technologien: MMC-Snap-In "Active Directory-Benutzer und -Computer".

Aufgabendetails

Sobald die Drahtlosnetzwerkrichtlinien konfiguriert und funktionsfähig sind, ist das Hinzufügen von Computern zu den Sicherheitsgruppen, die die Zuweisung der Richtlinie steuern, relativ einfach.

So fügen Sie Computer zur Sicherheitsgruppe für WLAN-Gruppenrichtlinien hinzu

1.

Suchen Sie im MMC-Snap-In "Active Directory-Benutzer und -Computer" die Sicherheitsgruppe "Drahtlosnetzwerkrichtlinie Computer", die der zuzuweisenden WLAN-Richtlinie entspricht. Sie müssen als Benutzer mit Berechtigungen zum Ändern der Mitgliedschaft bei dieser Gruppe angemeldet sein.

2.

Fügen Sie den Computer zu der ausgewählten Sicherheitsgruppe hinzu.

Hinweis: Der Computer muss neu gestartet werden, um diese neue Gruppenmitgliedschaft aufzuweisen und um die WLAN-Richtlinien zuzuweisen. Bei der ersten Zuweisung einer WLAN-Richtlinie muss der Computer an ein drahtgebundenes Netzwerk angeschlossen sein, um die WLAN-Einstellungen empfangen zu können. Alle nachfolgenden Änderungen können dann über ein WLAN erfolgen.

Hinzufügen von Computern und Benutzern zu Sicherheitsgruppen für RAS-Richtlinien

Durch das Hinzufügen von Computern und Benutzern zur Sicherheitsgruppe für RAS-Richtlinien wird der Zugriff auf das WLAN autorisiert. IAS verwendet die Mitgliedschaft in dieser Gruppe innerhalb der RAS-Richtlinie als Bedingung, die erfüllt sein muss, bevor ein Zugriff erlaubt wird. Um eine erfolgreiche Autorisierung im WLAN zu ermöglichen, müssen Sie den RAS-Richtliniengruppen Computer und Benutzer hinzufügen.

Zusammenfassung

Sicherheitsanforderungen: Domänenadministrator oder Berechtigung zum Ändern von Mitgliedschaften der Sicherheitsgruppen "Remote Access Policy – Wireless Users" und "Remote Access Policy – Wireless Computers" in Active Directory

Häufigkeit: Beim Gewähren von WLAN-Zugriff für Benutzer

Erforderliche Technologien: MMC-Snap-In "Active Directory-Benutzer und -Computer".

Aufgabendetails

Nachdem die Sicherheitsgruppen für RAS-Richtlinien erstellt wurden, ist das Hinzufügen zusätzlicher Computer und Benutzer zu den Sicherheitsgruppen, die den WLAN-Zugriff steuern, relativ einfach.

So fügen Sie Benutzer zur Sicherheitsgruppe für RAS-Richtlinien hinzu

1.

Melden Sie sich bei einem Verwaltungscomputer als Domänenadministrator oder Benutzer mit der Berechtigung zum Ändern von Mitgliedschaften der Sicherheitsgruppe "Remote Access Policy – Wireless Users" an.

2.

Suchen Sie im MMC-Snap-In "Active Directory-Benutzer und -Computer" die Sicherheitsgruppe "Remote Access Policy – Wireless Users" aus, die der RAS-Richtlinie entspricht, die den Zugriff auf das WLAN steuert.

3.

Fügen Sie den Benutzer zu der ausgewählten Sicherheitsgruppe hinzu.

Hinweis: Der Benutzer muss sich ab- und dann erneut anmelden, um die neue Gruppenmitgliedschaft zu erhalten und auf das WLAN zugreifen zu können.

So fügen Sie Computer zur Sicherheitsgruppe für RAS-Richtlinien hinzu

1.

Melden Sie sich bei einem Verwaltungscomputer als Domänenadministrator oder Benutzer mit Berechtigung zum Ändern von Mitgliedschaften der Sicherheitsgruppe "Remote Access Policy – Wireless Computers" an.

2.

Suchen Sie im MMC-Snap-In "Active Directory-Benutzer und -Computer" nach der Sicherheitsgruppe "Remote Access Policy – Wireless Computers", die der RAS-Richtlinie entspricht, die den Zugriff auf das WLAN steuert.

3.

Fügen Sie den Computer zu der ausgewählten Sicherheitsgruppe hinzu.

Hinweis: Der Computer muss neu gestartet werden, um diese neue Gruppenmitgliedschaft zu erhalten und auf das WLAN zugreifen zu können.

Dienstüberwachung und -steuerung

Mit der Überwachung von Diensten können Administration die IT-Umgebung in Echtzeit kontrollieren.

Bei Verweisen auf Microsoft Operations Manager (MOM) in diesem Abschnitt wird davon ausgegangen, dass Ihre MOM-Installation den Anweisungen im MOM Operations Guide entspricht. MOM ist jedoch keine zwingende Voraussetzung; es wird lediglich zur Veranschaulichung verwendet. Informationen zum MOM Operations Guide finden Sie im Abschnitt "Weitere Informationen" am Ende dieses Kapitel.

Kategorisieren von Überwachungswarnmeldungen

Ihr Überwachungssystem sollte der Administration lediglich wichtige Warnmeldungen übermitteln. Wenn alle Fehler zu Vorfällen eskaliert werden, könnte Ihr Team schnell die Übersicht darüber verlieren, welche Meldungen dringend sind und welche Meldungen eine längerfristige Beobachtung erfordern.

Zusammenfassung

Sicherheitsanforderungen: Keine

Häufigkeit: Setupaufgabe

Erforderliche Technologien: Überwachungskonsole (z. B. MOM)

Aufgabendetails

Folgende Kategorien für Warnmeldungen werden in diesem Handbuch verwendet. Nur die ersten drei Kategorien "Dienst nicht verfügbar", "Sicherheitsverletzung" und "Kritischer Fehler" sollten auf der Überwachungskonsole Warnmeldungen erzeugen, denen umgehend Beachtung geschenkt werden muss. Fehler und Warnungen werden nicht als dringend angesehen und sollten zur Behebung an das RADIUS- und WLAN-Supportteam weitergeleitet werden. Im Folgenden handelt es sich um die in MOM standardmäßig eingesetzten Ereigniskategorien. In den nachfolgenden Aufgabenbeschreibungen wird darauf Bezug genommen.

Tabelle 12.8: Kategorien für Warnmeldungen

WarnmeldungskategorieBeschreibung

Dienst nicht verfügbar

Eine Anwendung oder Komponente ist nicht mehr vollständig verfügbar.

Sicherheitsverletzung

Eine Anwendung wurde gehackt oder kompromittiert.

Kritischer Fehler

In einer Anwendung ist ein kritischer Fehler aufgetreten, der die Aufmerksamkeit der Administration erfordert (wenn auch nicht unbedingt sofort). Die Anwendung läuft nur noch eingeschränkt, kann aber die meisten kritischen Funktionen ausführen.

Fehler

In einer Anwendung ist ein kurzzeitiges Problem aufgetreten, das nicht sofort oder möglicherweise gar nicht von der Administration behandelt werden muss. Die Anwendung läuft durchschnittlich gut und kann alle kritischen Funktionen ausführen.

Warnung

Eine Anwendung generiert eine Warnmeldung, die keine sofortige oder möglicherweise gar keine Aktion von der Administration erfordert. Die Anwendung läuft durchschnittlich gut und kann alle kritischen Funktionen ausführen. Wenn dieses Problem weiterhin besteht, können jedoch Fehler, kritische Fehler oder Situationen auftreten, in denen der Dienst nicht mehr verfügbar ist.

Information

Informationsmeldung der Anwendung. Die Anwendung oder Komponente läuft durchschnittlich gut und führt alle kritischen und nicht kritischen Funktionen aus.

Erfolg

Erfolgsmeldung der Anwendung. Die Anwendung oder Komponente läuft durchschnittlich gut und führt alle kritischen und nicht kritischen Funktionen aus.

Überwachen von Kapazitätseinschränkungen des IAS

Das rechtzeitige Erkennen möglicher Kapazitätseinschränkungen ist notwendig, um einen optimalen Betrieb zu gewährleisten. Wenn sich Subsysteme den Grenzen ihrer Betriebskapazität nähern, ist ein deutlicher Abfall der Leistung zu verzeichnen (in der Regel auf nicht lineare Weise). Daher ist es wichtig, Kapazitätstrends zu überwachen und Tendenzen zu identifizieren, die auf eine künftige Kapazitätseinschränkung hindeuten.

Zusammenfassung

Sicherheitsanforderungen: Die von der Überwachungslösung vorgeschriebenen Berechtigungen

Häufigkeit: Setupaufgabe

Erforderliche Technologien:

Systemmonitor

Konsolidierung der Leistungsindikatoren (z. B. durch MOM)

Überwachungskonsole (z. B. MOM)

Tools zur Kapazitätsplanung

Aufgabendetails

Die folgenden Leistungsindikatoren haben sich als die Hilfreichsten erwiesen, wenn es um das Erkennen von Kapazitätsengpässen von IAS geht. Prozessor und Festplatte sind die vom IAS am häufigsten verwendeten Ressourcen und weisen daher eher auf einen Engpass hin als Speicher und Netzwerk.

Tabelle 12.9: Auf IAS-Kapazitätseinschränkungen zu überwachende Elemente

LeistungsobjektLeistungsindikatorInstanz

Prozessor

% Prozessorzeit

_Total

Physischer Datenträger

% Datenträgerzeit

_Total

Physischer Datenträger

Durchschnittl. Warteschlangenlänge der Datenträger-Lesevorgänge

_Total

Physischer Datenträger

Durchschnittl. Warteschlangenlänge der Datenträger-Schreibvorgänge

D: (IASDATA)

Netzwerkschnittstelle

Gesamtzahl Bytes/s

Netzwerkadapter

Arbeitsspeicher

% Zugesicherte verwendete Bytes

---

Weitere allgemeine Informationen zu Kapazitätseinschränkungen und den zugehörigen Leistungsindikatoren finden Sie unter den Literaturhinweisen im Abschnitt "Weitere Informationen" am Ende dieses Kapitels.

Weiterhin ist es sehr wichtig, dass Sie Leistungsindikatoren der unterstützenden Infrastruktur überwachen. Hierzu zählen:

IAS-Kommunikation mit Active Directory. IAS verwendet Active Directory für Authentifizierung und Autorisierungsdienste.

RADIUS-Clients wie z. B. WLAN-APs. Diese Clients kommunizieren sowohl mit anderen Clients als auch mit IAS über EAP (Extensible Authentication Protocol) und das RADIUS-Protokoll.

Clientbezogene Kommunikation mit Active Directory. Drahtlose Clients setzen Active Directory-Domänencontroller für die Authentifizierung von Gruppenrichtlinien und systemeigenen Domänen ein.

Speicherverwaltung

Die Speicherverwaltung beschäftigt sich mit dem Speichern von Daten vor Ort oder an entfernten Orten zum Zweck der Datenwiederherstellung und verlaufsgerechten Archivierung. Das verantwortliche Team muss dabei die physische Absicherung von Sicherungskopien und Archiven gewährleisten. Ziel der Speicherverwaltung ist die Definition, Nachverfolgung und Pflege von Daten und Datenressourcen in der IT-Produktionsumgebung.

Konfigurieren des Exports der IAS-Konfiguration

Mit dieser Aufgabe wird ein nächtlicher Task geplant, bei dem der Teilstatus der IAS-Konfiguration exportiert wird, um die Wiederherstellung des Systems nach einer Datenbeschädigung zu ermöglichen. Der vollständige IAS-Konfigurationsstatus umfasst zudem die RADIUS-Clientkonfiguration, bei der es sich um sicherheitskritische, vertrauliche Informationen handelt. Daher wird der Export des RADIUS-Client-Teils des Konfigurationsstatus an anderer Stelle detailliert beschrieben. Für eine vollständige Wiederherstellung aller IAS-Server benötigen Sie beide Sicherungsarten.

Eine vollständige Sicherung des IAS-Servers umfasst sämtliche Konfigurationsparameter des Betriebssystems sowie andere Statusinformationen, von denen der IAS-Server abhängt. Diese Aufgabe wurde entwickelt, damit der Server und die optionale IAS-Komponente erneut installiert werden können und der Konfigurationsstatus wiederhergestellt werden kann. Diese Konfiguration ermöglicht die Wiederherstellung der Betriebsfähigkeit eines Servers, der sich nicht mehr in einem bekannten Konfigurationsstatus befindet (nicht mehr zuverlässig ist) oder dessen Sicherheit beeinträchtigt ist.

Zusammenfassung

Sicherheitsanforderungen: Mitglied der Sicherheitsgruppe lokaler Administratoren

Häufigkeit: Setupaufgabe

Erforderliche Technologien:

MSS-Skripts

Windows-Taskplanerdienst

SchTasks.exe

Aufgabendetails

Im Folgenden wir ein geplanter Task zur nächtlichen Sicherung des Konfigurationsstatus des IAS-Servers erstellt. Für die IAS-Sicherung wird vorausgesetzt, dass Ihr Unternehmen über ein System zur Serversicherung verfügt; die in diesem Verfahren erstellte Sicherungsdatei muss von Ihrem Sicherungssystem gesichert werden können. Bei Ihrem Hauptsicherungssystem kann es sich um eine Netzwerksicherung, SAN-Sicherung (Storage Area Network, lokales Speichernetzwerk) oder eine Sicherung auf einem lokalen Gerät handeln. Es wird außerdem davon ausgegangen, dass Sie in Ihrer Lösung eine nächtliche Sicherung der Serverplatten durchführen.

Konfigurieren einer IAS-Konfigurationssicherung

1.

Planen Sie die Sicherung für einen nächtlichen Durchlauf, indem Sie folgenden Befehl eingeben. Mit diesem Befehl wird die Ausführung des Auftrags jede Nacht um 02:00 Uhr festgelegt.

SCHTASKS /Create /RU system /SC Daily /TN "IAS Backup" /TR \"C:\MSSScripts\IASExport.bat\" /ST 02:00

(Dieser Befehl wird u. U. auf mehreren Zeilen dargestellt, geben Sie ihn jedoch in einer Zeile ein.)

Hinweis: Der umgekehrte Schrägstrich und die Anführungszeichen (\") auf beiden Seiten des Skriptnamens "C:\MSSScripts\IASExport.bat" sind nur erforderlich, wenn im Datei- oder Pfadnamen eingebettete Leerzeichen enthalten sind. Der umgekehrte Schrägstrich dient als "Escapezeichen" für die Anführungszeichen vor und nach dem Skriptnamen, so dass Skriptname und -pfad als Teil der SCHTASKS-Befehlszeile gespeichert werden. Diese Zeichen können weggelassen werden, wenn der Pfadname keine Leerzeichen enthält.

2.

Konfigurieren Sie Ihr Sicherungssystem so, dass es jede Nacht den Inhalt des Verzeichnisses D:\IASConfig auf einem Wechselmedium sichert. Stellen Sie das Skript mit den Bedingungen möglichst so zum Überprüfen von Datum und Uhrzeit ein, dass die von der Datei IASExport.bat erstellten IAS-Konfigurationstextdateien weniger als 24 Stunden alt sind. Wenn die Dateien einen Datums- und Zeitstempel besitzen, der älter als 24 Stunden ist, bedeutet dies, dass die letzte Sicherung fehlgeschlagen ist oder noch ausgeführt wird.

Hinweis: Das Skript IASExport.bat kann als Ausgangspunkt für diese Aufgabe verwendet werden. Sie können die Logik des Skripts IASExport.bat so ändern, dass Fehlerzustände aus dem innerhalb des Skripts verwendeten Tool netsh Ereignisse oder Benachrichtigungen generieren, die von der Administration wahrgenommen werden.

Im Verzeichnis D:\IASConfig können Sie die Windows-Dateiüberwachung aktivieren und Prüfer der Serversicherheit anweisen, Überwachungsdaten regelmäßig auf ungewöhnliche Vorgänge (z.  B. fehlgeschlagene Zugriffsversuche) zu überprüfen. Die Informationen im Verzeichnis D:\IASConfig könnten einem Angreifer Hinweise für das Umgehen der Netzwerkzugriffssteuerung liefern.

Exportieren der RADIUS-Clientkonfiguration

Sie müssen die RADIUS-Clientkonfiguration aus dem IAS-Server exportieren, um sicherzustellen, dass diese Informationen auch nach einem schweren Serverausfall wiederhergestellt werden können. Die RADIUS-Clientinformationen sind sicherheitskritisch, da sie geheime RADIUS-Schlüssel enthalten, die jeweils für einen Server und einen WLAN-AP verwendet werden. Daher werden RADIUS-Clientdaten auf Wechselmedien exportiert, die sie an einem sicheren Ort aufbewahren sollten. Die exportierten RADIUS-Client-Konfigurationsdaten sind in der Regel für jeden IAS-Server unterschiedlich.

Für eine vollständige Wiederherstellung der IAS-Serverkonfiguration müssen Sie die RADIUS-Client-Konfigurationsdaten wiederherstellen, die in dieser Aufgabe erstellt werden, sowie die IAS-Systemkonfigurationsdaten, die mit dem Skript IASExport.bat im vorangegangenen Verfahren erstellt wurden.

Zusammenfassung

Sicherheitsanforderungen: Mitglied der Sicherheitsgruppe für IAS Admins

Häufigkeit: Setupaufgabe

Erforderliche Technologien:

MSS-Skripts

Diskette oder anderes beschreibbares Wechselmedium

Aufgabendetails

RADIUS-Clientinformationen werden mithilfe des Befehls netsh exportiert. Dieses Handbuch enthält eine Batchdatei, mit der RADIUS-Clientinformationen auf eine Diskette oder andere beschreibbare Wechselmedien exportiert werden.

So exportieren Sie die RADIUS-Clientkonfiguration

1.

Melden Sie sich bei dem IAS-Server an, von dem aus Sie die RADIUS-Clientdaten speichern möchten. Führen Sie an einer Eingabeaufforderung den folgenden Befehl aus:

C:\MSSScripts\IASClientExport.bat

2.

Gehen Sie allen angezeigten Fehlern und Warnungen nach, und beheben Sie diese. Führen Sie das Skript anschließend erneut aus.

3.

Bewahren Sie das Sicherungsmedium angemessen auf. Diese Sicherungsdaten sind extrem sicherheitskritisch, da sie geheime Schlüssel enthalten, die verwendet werden könnten, um sich Zugang zu Ihrem Unternehmens-WLAN zu verschaffen. Sie müssen diese Daten mit demselben Sicherheitsbewusstsein behandeln wie den IAS-Server selbst. Sie sollten die Sicherungsdaten nicht an demselben Standort aufbewahren, an dem sich der IAS-Server befindet, so dass Sie den IAS-Server wiederherstellen können, falls die gesamte Computerausstattung am Standort zerstört oder unbrauchbar wird.

Konfigurieren der Sicherung der IAS-Datenverzeichnisse

Diese Aufgabe leitet Sie durch die Sicherung der einzelnen Verzeichnisse des IAS-Servers, um sicherzustellen, dass nach einem schweren Serverereignis eine vollständige Wiederherstellung des IAS-Konfigurationsstatus sowie der RADIUS-Protokolldaten möglich ist. Eine vollständige Sicherung des IAS-Servers umfasst sämtliche Konfigurationsparameter des Betriebssystems sowie andere Systemstatusinformationen, von denen der IAS-Server abhängt.

Zusammenfassung

Sicherheitsanforderungen: Mitglied der Sicherheitsgruppe lokaler Backup Operators

Häufigkeit: Setupaufgabe

Erforderliche Technologien:

Windows-Sicherungsprogramm oder Unternehmenssicherungssystem

Windows-Taskplanerdienst

SchTasks.exe

Aufgabendetails

In dieser Aufgabe werden die Verzeichnisse aufgelistet, die unbedingt gesichert werden müssen, damit eine vollständige Wiederherstellung des IAS-Konfigurationsstatus sowie der Protokolldaten sichergestellt ist. Hierbei wird vorausgesetzt, dass Sie ein entsprechendes Unternehmenssicherungssystem für Ihre Server einsetzen. Bei diesem System kann es sich um eine Netzwerksicherung, SAN-Sicherung oder eine Sicherung auf einem lokalen Gerät handeln. Es wird außerdem davon ausgegangen, dass die Serversicherung Ihres Unternehmens nachts im Anschluss an die Sicherung des IAS-Konfigurationsstatus (02:00 Uhr) ausgeführt wird, um die Platten des IAS-Servers zu sichern.

So konfigurieren Sie die IAS-Datenverzeichnissicherung

1.

Überprüfen Sie, ob die Sicherung des IAS-Konfigurationsstatus ordnungsgemäß geplant ist und erfolgreich ausgeführt wird. Die geplante Aufgabe für den IAS-Konfigurationsstatus gibt den IAS-Konfigurationsstatus an Dateien auf der Festplatte aus.

2.

Erstellen Sie mithilfe des Editors im Verzeichnis D:\IASLogs eine Datei namens backuptest.txt. Geben Sie in der Datei die Beschreibung Zur Überprüfung der Sicherung und Wiederherstellung ein. Speichern Sie die Datei, und beenden Sie den Editor. Diese Datei benötigen Sie später zum Überprüfen der Wiederherstellung des IAS-Konfigurationsstatus.

Konfigurieren Sie das Serversicherungssystem Ihres Unternehmens so, dass es eine vollständige, inkrementelle oder differenzielle Sicherung der folgenden Verzeichnisse durchführt:

D:\IASConfig

D:\IASLogs

3.

Überprüfen Sie in den Protokolldateien des Serversicherungssystems, dass keine Fehler oder Warnungen aufgetreten sind. Falls Fehler oder Warnungen aufgetreten sind, können Sie die Skripts für den Export der IAS-Konfiguration manuell ausführen und eine erneute vollständige Sicherung beider Verzeichnisse durchführen.

4.

Bewahren Sie das Sicherungsmedium angemessen auf. Diese Sicherungsdaten sind sicherheitskritisch, da sie Informationen über die Konfiguration der Serversoftware enthalten, die von Angreifern zum Zugriff auf das WLAN Ihres Unternehmens verwendet werden könnten. Sie müssen diesen Daten dieselben Sicherheitsvorkehrungen zukommen lassen wie dem IAS-Server selbst. Sie sollten die Sicherungsdaten nicht an demselben Standort aufbewahren, an dem sich der IAS-Server befindet, so dass Sie den IAS-Server wiederherstellen können, falls die gesamte Computerausstattung am Standort zerstört oder unbrauchbar wird.

Testen der IAS-Sicherung

Zweck dieser Aufgabe ist es sicherzustellen, dass Sicherungsprozess und Sicherungstechnologie einwandfrei funktionieren, indem Sie eine Testwiederherstellung der gesicherten Daten durchführen. Eine vollständige Wiederherstellung einer Sicherung auf separater Serverhardware ist die beste Methode, um herauszufinden, ob Ihre Sicherungsverfahren wie gewünscht funktionieren. Dieses Verfahren wurde jedoch entwickelt, damit Kunden ohne Zugang zu zusätzlicher Serverhardware ihre Wiederherstellungsverfahren mit einem gewissen Risiko auf Produktionshardware testen können. Beim Testen der Wiederherstellungsverfahren auf Produktionsservern besteht das Risiko, dass eine teilweise Wiederherstellung den Server unbrauchbar macht.

Durch das Testen der Sicherungen soll gewährleistet werden, dass nach einem schweren Serverereignis alle Schritte bekannt und frei von verfahrensmäßigen oder technischen Fehlern sind, die eine Wiederherstellung der Daten behindern könnten.

Die Wiederherstellungsdaten für den IAS-Server umfassen die folgenden Komponenten:

Exportdaten des IAS-Konfigurationsstatus. Diese befinden sich im Verzeichnis D:\IASConfig. Bei einer Wiederherstellung von Band werden diese Informationen verwendet, um die Konfiguration zurück auf den IAS-Server zu importieren. Sie werden mithilfe der Schritte unter "Konfigurieren des Exports der IAS-Konfiguration" in diesem Kapitel erstellt.

Exportdaten des RADIUS-Clients. Diese befinden sich auf der Diskette bzw. dem Wechselmedium mit der Beschriftung "RADIUS-Clients für <Servername>". Diese Informationen dienen zur Wiederherstellung der RADIUS-Clientkonfiguration auf dem IAS-Server und werden anhand des Verfahrens unter "Exportieren der RADIUS-Clientkonfiguration" in diesem Kapitel erstellt.

RADIUS-Anforderungsprotokolldaten. Diese befinden sich im Verzeichnis D:\IASLogs. Bei der Wiederherstellung vom Band enthalten diese Informationen Verlaufsdaten, die von IAS-Prüfern verwendet werden. Diese Daten werden im Laufe der Zeit erstellt, wenn der IAS-Dienst RADIUS-Informationen auf Platte schreibt.

Vor dem Ausführen einer Testwiederherstellung sollten Sie einen manuellen Export der Exportdaten der IAS-Konfiguration und des RADIUS-Clients durchführen. Anschließend sollten Sie eine außerplanmäßige Sicherung der Serverdaten auf speziellen Bänder durchführen und diese Sicherungskopien aufbewahren, um sie im Falle eines Problems bei der Testwiederherstellung einsetzen zu können. Mit diesem Ansatz wird das Risiko einer nur teilweisen Wiederherstellung eines Produktionsservers aufgrund fehlerhafter Bänder oder anderer Fehler reduziert, die bei einer normalen Sicherung unbemerkt auftreten können.

Zusammenfassung

Sicherheitsanforderungen: Local Administrators oder Backup Operators auf dem Testcomputer

Häufigkeit:

Vor Inbetriebnahme des IAS-Servers

Monatlich

Bei Änderung der Sicherungsprozesse oder -technologie

Erforderliche Technologien:

Windows-Sicherungsprogramm oder Unternehmenssicherungssystem

MSS-Skripts

Aufgabendetails

Diese Aufgabe beschreibt detailliert die Wiederherstellung und Überprüfung von IAS-Daten. Alle drei Typen von Daten werden wiederhergestellt und anschließend anhand spezieller Verfahren überprüft. Stellen Sie sicher, dass Sie eine aktuelle und vollständige Sicherung (z. B. die der letzten Nacht) verwenden, die erfolgreich abgeschlossen wurde. Vergewissern Sie sich vor Testbeginn ebenfalls, dass auf dem Zielserver seit der letzten Sicherung keine Verwaltungsvorgänge (z. B. eine Konfigurationsänderung) ausgeführt wurden.

Wenn Sie versuchen, die Wiederherstellung auf einer Erstinstallation von Windows Server 2003 durchzuführen, müssen vorab die Schritte zur Servereinrichtung aus Kapitel 8, "Implementieren der RADIUS-Infrastruktur für die WLAN-Absicherung", durchgeführt werden, um sicherzustellen, dass Serverhardware und -software ordnungsgemäß für IAS konfiguriert sind.

Hinweis: Möglicherweise müssen Sie in den wiederhergestellten WLAN-RAS-Richtlinien das neu installierte RAS und IAS Server Authentication Certificate erneut auswählen.

So testen Sie die IAS-Sicherung

Hinweis: Der erste Schritt dieser Vorgehensweise ist optional und dient zum Einsatz in einer Testumgebung auf Serverhardware, bei der es sich nicht um Produktionshardware handelt. Hiermit soll sichergestellt werden, dass die Wiederherstellung eines Servers auch in einem instabilen Zustand oder in einem Zustand, in dem die Sicherheit beeinträchtigt ist, möglich ist.

1.

Um einen instabilen Server oder einen Server mit beeinträchtigter Sicherheit (etwa einer Virusinfektion) wiederherzustellen, installieren Sie Windows Server 2003 gemäß den Anweisungen im Kapitel 8, "Implementieren der RADIUS-Infrastruktur für die WLAN-Absicherung", neu. Stellen Sie dabei sicher, dass die MSS-Skripts vom Distributionsmedium in das Verzeichnis C:\MSSScripts auf dem Server kopiert werden.

2.

Wechseln Sie zum Verzeichnis D:\IASLogs, und suchen Sie nach der Datei backuptest.txt. Falls die Datei nicht vorhanden ist, fahren Sie mit dem nächsten Schritt fort. Sollte die Datei backuptest.txt vorhanden sein, löschen Sie die Datei. Die Datei backuptest.txt wurde im Verfahren "Konfigurieren der Sicherung der IAS-Datenverzeichnisse" erstellt. Sie wird zusammen mit den IAS RADIUS-Anforderungsprotokollen gesichert. Anhand dieser Datei können Sie überprüfen, ob Sie Daten aus der Sicherung wiederherstellen können, ohne die RADIUS-Protokolle ebenfalls wiederherstellen zu müssen. Sie können stattdessen auch die aktuelle RADIUS-Anforderungsprotokolldatei im Verzeichnis D:\IASLogs wiederherstellen. Das Überschreiben von Protokolldateidaten kann jedoch einen Datenverlust zur Folge haben, sollte die Wiederherstellung fehlschlagen.

3.

3. Öffnen Sie das IAS-MMC-Snap-In, wählen Sie die Eigenschaften des Objekts Internetauthentifizierungsdienst (lokal) aus, und überprüfen Sie die Registerkarte Allgemein. Hängen Sie den Text (Wiederherstellungstest) an das Feld Serverbeschreibung an. Klicken Sie auf OK, um das Dialogfeld mit den IAS-Eigenschaften zu schließen. Durch Ändern der Serverbeschreibung können Sie erkennen, ob die zuvor gesicherten IAS-Konfigurationseinstellungen wiederhergestellt wurden. Nach Wiederherstellung der vorherigen IAS-Konfigurationseinstellungen sollte die Zeichenfolge Serverbeschreibung durch den ursprünglichen Wert überschrieben worden sein und der Text (Wiederherstellungstest) nicht mehr angezeigt werden.

4.

Klicken Sie im MMC-Snap-In Internetauthentifizierungsdienst mit der rechten Maustaste auf den Ordner RADIUS-Client, und wählen Sie anschließend Neuer RADIUS-Client aus. Geben Sie Wiederherstellungstest als Angezeigter Name und 127.0.0.1 als Clientadresse (IP oder DNS) ein. Geben Sie in den Feldern Gemeinsamer geheimer Schlüssel und Gemeinsamen geheimen Schlüssel bestätigen ein Kennwort für diesen RADIUS-Client ein, und klicken Sie anschließend auf Fertig stellen. Bei einer erfolgreichen Wiederherstellung sollten die RADIUS-Clientinformationen überschrieben werden und dieser neue RADIUS nicht mehr vorhanden sein.

5.

Nehmen Sie die Sicherungsmedien zur Hand, die Sie testen möchten (z. B. die planmäßige Sicherung der letzten Nacht), und verwenden Sie diese zur Wiederherstellung der folgenden Daten auf der Festplatte des Servers:

D:\IASConfig\*.*

D:\IASLogs\BACKUPTEST.TXT

6.

Führen Sie das folgenden Skript auf einer Befehlszeile aus, um die zuvor als Textdateien gespeicherte IAS-Konfiguration in der IAS-Datenbank wiederherzustellen. Überprüfen Sie alle bei der Ausführung des Skripts aufgetretenen Fehler oder Warnungen.

C:\MSSScripts\IASImport.bat

Hinweis: Die folgenden Schritte erfordern den Einsatz einer Diskette oder eines anderen Wechselmediums mit der Beschriftung "RADIUS-Clients für Server <Servername>". Vergewissern Sie sich, dass Sie den richtigen Datenträger für den entsprechenden Server verwenden, um einen Datenverlust zu vermeiden.

7.

Nehmen Sie den Datenträger zur Hand, auf dem die Konfiguration des RADIUS-Clients für diesen Server gespeichert wurde, und legen Sie ihn in das entsprechende Laufwerk des Servers ein. Führen Sie das folgende Skript auf einer Befehlszeile aus. Überprüfen Sie alle bei der Ausführung des Skripts aufgetretenen Fehler oder Warnungen.

C:\MSSScripts\IASClientImport.bat

8.

Schließen Sie das MMC-Snap-In Internetauthentifizierungsdienst, und öffnen Sie es erneut. Wählen Sie unter dem Objekt Internetauthentifizierungsdienst (lokal) die gewünschten Eigenschaften aus, und überprüfen Sie auf der Registerkarte Allgemein, dass der Text (Wiederherstellungstest) nicht mehr im Feld Serverbeschreibung angezeigt wird. Klicken Sie auf OK, um das Dialogfeld mit den IAS-Eigenschaften zu schließen.

9.

Wählen Sie den Ordner RADIUS-Client aus, und überprüfen Sie, dass der RADIUS-Client Wiederherstellungstest in der Liste der Clients im rechten Fensterbereich nicht mehr angezeigt wird.

10.

Alle anderen Einstellungen im MMC-Snap-In Internetauthentifizierungsdienst sollten den Einstellungen vor dem Wiederherstellungstest entsprechen.

11.

Wechseln Sie zum Verzeichnis D:\IASLogs, und überprüfen Sie, ob die Datei backuptest.txt vorhanden ist. Wenn in diesem Verfahren aufgeführten Wiederherstellungsschritte auf einem Produktionsserver durchgeführt wurden, lassen Sie die Protokolldateien von einem IAS-Prüfer überprüfen, um sicherzustellen, dass diese intakt und aktuell sind, zumindest bis zum Zeitpunkt der Sicherung.

12.

Lagern Sie das Sicherungsmedium und die Diskette erneut an einem sicheren Ort.

Sicherheitsadministration

Die Sicherheitsadministration trägt die Verantwortung für die Aufrechterhaltung einer sicheren Umgebung. Sicherheit ist ein wichtiger Bestandteil der IT-Infrastruktur eines jeden Unternehmens. In den meisten Informationssystemen mit einem wackligen Sicherheitsfundament wird es früher oder später zu einer Sicherheitsverletzung kommen.

Zugreifen auf IAS-RADIUS-Anforderungsprotokolle

IAS kann optional verschiedene Ereignisse von RADIUS-Anfragen seitens WLAN-APs bis zu RADIUS-Anforderungsprotokollen auf der Festplatte des Servers aufzeichnen. RADIUS-Protokolle sind aus verschiedenen Gründen nützlich. So können sie zum Beispiel beim Erkennen potenzieller Angriffe auf das System und nicht autorisierter Zugriffe auf das Unternehmensnetzwerk helfen. Diese Aufgabe beschreibt die verschiedenen Verfahren zur Überprüfung von RADIUS-Anforderungsprotokollen. Eine ausführliche Erläuterung der Analyse von RADIUS-Anforderungsprotokollen würde jedoch den Rahmen dieses Handbuchs überschreiten.

Zur Analyse von RADIUS-Anforderungsprotokollen können verschiedene Methoden eingesetzt werden, da diese Protokolle als Text im IAS-Format oder Datenbank-Importformat gespeichert werden. Diese Lösung verwendet für Protokolldateien das Datenbank-Importformat, da das Importieren dieser Dateien in Anwendungen, die kommagetrennten Text interpretieren können, relativ einfach ist. Einige dieser Verfahren zur Überprüfung von RADIUS-Anforderungsprotokollen sind:

Direktes Durchsuchen der Protokolldateien mit dem Dienstprogramm IASPARSE. Dieses Tool ist in den Windows Server 2003 Support Tools verfügbar und wird aus Gründen der Leistung in der Regel auf dem IAS-Server selbst installiert. Daher ist eine Remotedesktopverbindung (oder eine andere Methode zur Remoteausführung) erforderlich. Standardmäßig ist diese Lösung nicht für die Unterstützung dieses Verfahrens zur Überprüfung von Protokolldateien konfiguriert.

Importieren von Protokolldateien von einem remoten Verwaltungscomputer in Microsoft Access 2002. Mit diesem Verfahren kann der Administrator die Protokolle für spontane Abfragen oder als Teil eines umfassenderen Berichts- und Archivierungsschemas in eine Microsoft Access-Tabelle importieren. Für die vorliegende Lösung wurde diese Methode zur Überprüfung von Protokolldateien gewählt, da sie sowohl relativ unkompliziert als auch flexibel ist. Unternehmen sollten eventuell auch das folgende Verfahren für eine Protokollierung mithilfe von Microsoft SQL Server™ 2000 in Betracht ziehen.

Zugreifen auf die Protokollinformationen über einen zentralen SQL Server 2000-Cluster, auf dem Daten mithilfe von MSDE 2000-basierter Protokollierung auf den jeweiligen IAS-Servern repliziert wurden. Jeder IAS-Server zeichnet Protokolldaten auf seiner lokalen Instanz von MSDE auf. Das Einrichten dieses Szenarios ist relativ komplex; daher hat Microsoft ein Whitepaper verfasst und Code entwickelt, um Sie bei diesem Prozess zu unterstützen. Für Unterstützung bei der Einrichtung der SQL-Protokollierung nach diesem Verfahren wenden Sie sich an Ihren Microsoft-Partner oder Ihren Microsoft Account Executive, der Ihnen den für Sie zuständigen Partner oder die entsprechenden Microsoft Consulting Services-Mitarbeiter nennen kann.

Zusammenfassung

Sicherheitsanforderungen: Mitglied der Sicherheitsgruppe für IAS Security Auditors

Häufigkeit: Täglich oder wöchentlich (je nach Sicherheitsanforderungen)

Erforderliche Technologien:

IASPARSE

Microsoft Access

Microsoft Excel

Aufgabendetails

Bei dieser Lösung werden RADIUS-Anforderungsprotokolle auf jedem Server generiert und auf einem eigens hierfür vorgesehenen Datenträger gespeichert. Die Schritte für den Zugriff auf diese Protokolldateien umfassen das Herstellen einer Netzwerkverbindung zu jedem IAS-Server sowie das Überprüfen und anschließende Löschen von nicht mehr benötigten Protokolldateien. Die IAS-Server in dieser Lösung sind so konfiguriert, dass sie für jeden Monat eine neue RADIUS-Anforderungsprotokolldatei erstellen. Sie können dieses Intervall jedoch ändern, um es Ihren jeweiligen Anforderungen anzupassen.

Die mit Access erstellte Tabelle wird passend zu den Datentypen formatiert, die die einzelnen Felder enthalten. Dieses Beispiel zeigt Ihnen, wie Sie eine neue Tabelle erstellen. Sie können jedoch auch ein Protokoll in eine vorhandene Tabelle importieren.

So importieren Sie RADIUS-Anforderungsprotokolldateien in Microsoft Access

1.

Melden Sie sich bei einer Verwaltungsarbeitsstation als Mitglied der Active Directory-Sicherheitsgruppe für IAS-Sicherheitsprüfer an, und verbinden Sie ein Laufwerk mit dem IAS-Server, dessen Protokolle überprüft werden sollen. Geben Sie auf einer Befehlszeile den folgenden Befehl ein (ersetzen Sie dabei "HQ-IAS-01" durch den Namen Ihres IAS-Servers):

NET USE X: \\HQ-IAS-01\IASLogs

2.

Suchen Sie nach der Protokolldatei, die dem gewünschten Monat entspricht. Der Name der Protokolldatei verwendet ein Namensformat, in dem das Datum der Dateierstellung angegeben ist. Erstellen Sie eine Kopie der Protokolldatei, und benennen Sie diese Kopie mit der Dateierweiterung .txt um.

3.

Fügen Sie die zwei vollständigen Zeilen aus der Textdatei C:\MSSScripts\IASAccessPrep.txt an den Beginn der kopierten Protokolldatei ein. Die erste Zeile enthält die Attributnamen der einzelnen Felder des Protokolls. Access verwendet diese Attributnamen zum Erstellen der Feldnamen in der Tabelle. Das Verwenden von Attributnamen in der Tabelle erleichtert die Interpretation der Protokolleinträge. Die zweite Zeile wird von Access zum Erstellen des geeigneten Datentyps für die jeweiligen Spalten der Tabelle verwendet. Nach dem Importieren der Protokolldatei sollten Sie diese Einträge aus der Access-Tabelle löschen.

4.

Klicken Sie in Access 2002 auf Leere Datenbank. Geben Sie unter Neue Datenbankdatei einen Dateinamen ein, und klicken Sie anschließend auf Erstellt eine Tabelle in der Datenblattansicht. Klicken Sie nacheinander auf Datei, Externe Daten und Importieren.

5.

Klicken Sie nacheinander auf Importieren, Dateityp, Textdateien, suchen Sie die IAS-Protokolldatei, wählen Sie die Datei aus, und klicken Sie anschließend auf Importieren. Klicken Sie im Textimport-Assistenten auf Erweitert.

6.

Klicken Sie auf Importspezifikation:

7.

Klicken Sie unter Dateiformat auf Mit Trennzeichen.

8.

Wählen Sie unter Feldtrennzeichen die Option , (Komma) aus.

9.

Wählen Sie unter Textqualifizierer die Option " (Anführungszeichen) aus.

10.

Wählen Sie unter Daten, Zeiten und Zahlen die Option Vierstellige Jahreszahlen und Führende Nullen in Datumswerten aus, und geben Sie die gewünschte Datumsreihenfolge (z. B. MTJ), das Datumstrennzeichen (z. B. /Schrägstrich), das Zeittrennzeichen (z. B. : Doppelpunkt) sowie das Dezimalzeichen (z. B. , Komma) an.

11.

Klicken Sie im Dialogfeld Textimport-Assistent auf Weiter, wählen Sie Erste Zeile enthält Feldnamen aus, und klicken Sie anschließend auf Weiter. Wählen Sie In einer neuen Tabelle aus, und klicken Sie dann auf Weiter.

12.

Lassen Sie die Standardeinstellungen unter Feldoptionen unverändert, und klicken Sie anschließend auf Weiter. Klicken Sie auf Primärschlüssel automatisch hinzufügen, und klicken Sie anschließend auf Weiter. Geben Sie unter Importieren in Tabelle den Namen der neuen Tabelle ein. Klicken Sie auf Fertig stellen.

13.

Geben Sie im Dialogfeld Dateiname:Datenbank den Namen Ihrer Datenbank ein, und klicken Sie anschließend auf Öffnen, um die Tabelle anzuzeigen.

Überprüfen der IAS-RADIUS-Authentifizierungsereignisprotokolle

Sicherheitsprüfer können diese Aufgabe in regelmäßigen Abständen ausführen, um festzustellen, ob es nicht autorisierte Zugriffe auf das drahtlose Netzwerk gegeben hat. In den internen Sicherheitsrichtlinien des Unternehmens ist möglicherweise festgelegt, dass RADIUS-Authentifizierungsereignisse im Ereignisprotokoll regelmäßig überprüft werden müssen, um nicht autorisierte Zugriffe oder die Verwendung gestohlener Zertifikatsinformationen festzustellen. Sie können auch ein Verwaltungstool wie MOM einsetzen, das Warnmeldungen generiert, wenn verdächtige Ereignisse verzeichnet werden.

Diese Aufgabe ist optional und kann als Alternative zur oben beschriebenen IAS-RADIUS-Protokollierung angesehen werden. Um diese Aufgabe ausführen zu können, müssen Sie entweder als IAS-Administrator oder lokaler Administrator des Servers angemeldet sein.

Zusammenfassung

Sicherheitsanforderungen: Mitglied der Gruppe der IAS Admins oder der Gruppe der lokalen/integrierten Administratoren

Häufigkeit: Täglich oder wöchentlich (je nach Sicherheitsanforderungen)

Erforderliche Technologien:

Ereignisanzeige

Optional: EventCombMT oder EventFilter aus dem Windows Server 2003 Resource Kit

Aufgabendetails

Diese Aufgabe ist für IT-Umgebungen geeignet, in denen es keine Trennung zwischen IAS-Prüfern und IAS-Systemadministratoren gibt. Anders als beim vorherigen Verfahren können hier RADIUS-Protokolle von Operatoren angezeigt werden, bei denen es sich nicht um lokale Administratoren des Servers handelt. Bei dieser Lösung wird Sicherheitsprüfern keine Berechtigung als lokale Administratoren gewährt. Bevor Sie diese Aufgabe durchführen können, müssen Sie den Prüfer der Sicherheitsgruppe für IAS Admins in Active Directory hinzufügen.

So überprüfen Sie das Ereignisprotokoll mithilfe der Ereignisanzeige auf fehlgeschlagene Authentifizierungsversuche

1.

Melden Sie sich bei einem der IAS-Server als IAS-Administrator an.

2.

Öffnen Sie die Ereignisanzeige. (Klicken Sie dazu nacheinander auf Start, Alle Programme und Verwaltung.)

3.

Klicken Sie auf Systemereignisprotokoll.

4.

Klicken Sie im Menü Ansicht auf Filter.

5.

Wählen Sie unter Ereignisquelle die Option IAS und unter Ereignis-ID die Option 2 aus.

6.

Gehen Sie allen mehrmals aufgetretenen Authentifizierungsfehlern oder sonstigen verdächtigen Einträgen nach.

Hinweis: Sie können auch das Tool Eventquery (in Windows XP and Windows Server 2003) sowie die Tools EventFilter oder EventCombMT aus dem Windows Server 2003 Resource Kit einsetzen, um IAS-Ereignisse zu überprüfen.

Archivieren und Löschen der IAS-RADIUS-Protokolldateien

IAS verfügt über eine Funktion, mit der die älteste IAS-RADIUS-Protokolldatei gelöscht wird, wenn auf dem Datenträger für die Protokollierung kein Platz mehr verfügbar ist. Sollten Sie diese automatische Funktion nicht verwenden, müssen Sie IAS-RADIUS-Anforderungsprotokolldateien manuell archivieren und löschen, um sicherzustellen, dass IAS über ausreichend Speicherplatz verfügt. Bei mangelndem Speicherplatz stoppt IAS die Bearbeitung der Authentifizierung und Kontoführung für Anforderungen von WLAN-APs. Die Protokollarchivierung kann auch mithilfe eines Skripts oder einer automatisierten SQL Server 2000-Replikationsstrategie (siehe "Zugreifen auf IAS-RADIUS-Anforderungsprotokoll" weiter vorne in diesem Kapitel) automatisiert werden.

Hinweis: Bei dieser Lösung wird die IAS-Funktion verwendet, um die älteste Protokolldatei automatisch zu löschen, wenn der Datenträger voll ist.

Zusammenfassung

Sicherheitsanforderungen: Mitglied der Sicherheitsgruppe für Active Directory IAS-Prüfer

Häufigkeit: Monatlich

Erforderliche Technologien: Systemeigene Windows-Befehle

Aufgabendetails

Es gibt zahlreiche Methoden zum Archivieren und Löschen der Anforderungsprotokolle für RADIUS-Authentifizierung und -Kontoführung. Zum Beispiel kann ein serverbasiertes Sicherungsskript IAS-Sicherheitsprüfer per E-Mail darüber informieren, dass die Sicherung von Protokolldateien erfolgreich abgeschlossen wurde. Ein Sicherheitsprüfer kann dann eine Verbindung zum IAS-Server herstellen und die ältesten Protokolldateien löschen. Ein IAS-Prüfer kann RADIUS-Protokolldateien auch auf einem Band oder mithilfe eines an den Verwaltungscomputer angeschlossenen CD-Brenners auf einer CD-RW speichern und dann eine Verbindung zum IAS-Server herstellen und die ältesten, nicht mehr erforderlichen Protokolldateien löschen.

Bei dieser Lösung wird IAS so konfiguriert, dass jeden Monat eine neue Protokolldatei angelegt wird.

Sie sollten eine Strategie entwickeln, bei der ausreichend Daten online verfügbar bleiben, um Netzwerkzugriffsinformationen für verschiedene Szenarien zu rekonstruieren. Wenn beispielsweise die Daten von drei Monaten online in drei getrennten Protokolldateien vorliegen, sind möglicherweise nur die letzten beiden Dateien erforderlich, um Netzwerkzugriffsinformationen zu rekonstruieren, die zum Nachverfolgen von Sicherheitsereignissen erforderlich sind. Daher können Sie in diesem Fall die älteste der drei Dateien archivieren und löschen.

Detaillierte Informationen zur Sicherung von RADIUS-Anforderungsprotokollen sowie anderen IAS-Daten finden Sie unter "Konfigurieren der Sicherung der IAS-Datenverzeichnisse" in diesem Kapitel. Diese Aufgabe leitet Sie durch das Archivieren und Löschen von RADIUS-Protokollen mithilfe einer Administrationsstation.

So archivieren und löschen Sie RADIUS-Anforderungsprotokolldateien

1.

Melden Sie sich bei einer Administrationsarbeitsstation als Mitglied der IAS Security Auditors an.

2.

Verbinden Sie ein Laufwerk mit dem IAS-Server, auf dem die Protokolldateien archiviert werden sollen. Geben Sie dazu folgenden Befehl ein (ersetzen Sie dabei "HQ-IAS-01" durch den Namen Ihres IAS-Servers):

NET USE X: \\HQ-IAS-01\IASLogs

3.

Stellen Sie fest, welche die ältesten Protokolldateien auf dem IAS-Server sind, die archiviert und vom Server gelöscht werden sollen. Verwenden Sie NTBACKUP, den Befehl copy oder ein anderes Dienstprogramm, um die ausgewählten Protokolldateien aus der Onlinefreigabe auf einem anderen Datenträger zu archivieren.

4.

Löschen Sie alle nicht mehr benötigten Protokolldateien aus der Onlinefreigabe.

Aufgaben Support

Die SMFs im Support-Quadranten umfassen sowohl reaktive als auch proaktive Aufgaben zur Aufrechterhaltung der erforderlichen Servicelevels. Die reaktiven Funktionen hängen von den Fähigkeiten eines Unternehmens ab, auf Probleme schnell und angemessen reagieren zu können. Die wünschenswerteren, proaktiven Funktionen dienen der Vermeidung von Dienstunterbrechungen, indem Probleme erkannt und behoben werden, bevor sie zu einer Beeinträchtigung der Servicelevels führen. Dies geschieht durch eine sorgfältige Überwachung der Dienstlösung auf bestimmte Schwellenwerte und durch ausreichende Reaktionszeiten für die Administration, die so auf potenzielle Probleme reagieren kann, bevor diese zu Ausfällen führen. Dieser Quadrant steht in engem Zusammenhang mit der unter "Aufgaben Betrieb" beschriebenen SMF für Dienstüberwachung und -steuerung. Durch Dienstüberwachung und -steuerung werden wichtige Informationen bereitgestellt, anhand derer Admin- und Supportmitarbeiter Probleme feststellen können. Die in diesem Abschnitt beschriebenen Verfahren beziehen sich auf die gängigsten Probleme und sollen Ihnen bei ihrer Beseitigung helfen.

Dieser Abschnitt enthält Informationen zu folgenden SMFs:

Vorfallverwaltung

Für die übrigen SMFs gibt es keine Aufgaben:

Problemverwaltung

Servicedesk

Hinweis: Für jede Aufgabenbeschreibung wird eine Zusammenfassung der folgenden Informationen angegeben: Sicherheitsanforderungen, Häufigkeit und erforderliche Technologien.

Vorfallverwaltung

Bei der Vorfallverwaltung werden Fehler und Unterbrechungen behandelt, die beim Einsatz von IT-Diensten entstehen und von Kunden oder IT-Partnern gemeldet werden. Es geht hierbei in erster Linie um eine schnellstmögliche Wiederherstellung der Umgebung und die Minimierung von nachteiligen Auswirkungen auf Geschäftsabläufe sowie die Gewährleistung höchstmöglicher Qualität und Verfügbarkeit von Diensten. Der hier beschriebene Normalzustand entspricht dabei dem im Service Level Agreement (SLA) definierten Normalzustand.

Hinweis: Informationen zu allgemeinen Problembehandlungsfragen im Zusammenhang mit dem Windows XP-WLAN-Client finden Sie in den Verweisen unter "Weitere Informationen" am Ende dieses Kapitels.

Überprüfen des Status des Ordners der Client-Netzwerkverbindungen

Der Ordner "Netzwerkverbindungen" und die Benachrichtigungssymbole in Windows XP geben Informationen zum Status der WLAN-Authentifizierung. Mit dieser Aufgabe kann ein Endbenutzer oder ein Helpdesk-Mitarbeiter den Status der WLAN-Verbindung auf dem Clientcomputer überprüfen. Wenn eine Authentifizierung zusätzliche Informationen vom Benutzer erfordert (z. B. die Auswahl eines oder mehrerer Benutzerzertifikate), wird eine Sprechblase mit entsprechenden Anweisungen für den Benutzer angezeigt. Diese Aufgabe wird während der Problembehandlung verwendet.

Zusammenfassung

Sicherheitsanforderungen: Mitglied der Sicherheitsgruppe der lokalen Administratoren, um Änderungen an den WLAN-Einstellungen vornehmen zu können

Häufigkeit: Bei der Behandlung eines Benutzerproblems

Erforderliche Technologien: Windows XP Professional

Aufgabendetails

Im Ordner "Netzwerkverbindungen" wird der Status der Authentifizierung durch den Text angegeben, der unter dem Namen der Verbindung für den entsprechenden WLAN-Netzwerkadapter angezeigt wird.

Wenn Sie den Status der Verbindung überprüfen, können Sie auf der Registerkarte Allgemein die Signalstärke und auf der Registerkarte Support die Konfiguration der IP-Adresse anzeigen. Wenn der WLAN-Adapter über eine Adresse für das Automatic Private IP Addressing (APIPA) verfügt (169.254.0.0/16) oder wenn er in den TCP/IP-Eigenschaften des Adapters mit einer alternativen IP-Adresse konfiguriert wurde, war die Authentifizierung zwar nicht erfolgreich, der drahtlose Windows XP-Client ist jedoch weiterhin dem WLAN-AP zugeordnet. Wenn die Authentifizierung fehlschlägt und die Zuordnung weiterhin besteht, wird der WLAN-Adapter von Windows aktiviert und der normale Konfigurationsprozess von TCP/IP durchgeführt. Da in diesem Beispiel keine erfolgreiche Authentifizierung des Clients beim WLAN stattfand, kann kein DHCP-Server (Dynamic Host Configuration Protocol) gefunden werden daher konfiguriert TCP/IP automatisch eine APIPA oder eine alternative Adresse. In solchen Fällen sollten Sie den Grund für die fehlgeschlagene WLAN-Authentifizierung auf dem IAS-Server untersuchen oder die Ablaufverfolgung auf dem Clientcomputer aktivieren und überprüfen.

So überprüfen Sie den Status im Ordner "Netzwerkverbindungen"

Klicken Sie nacheinander auf Start und Ausführen, geben Sie ncpa.cpl ein, und klicken Sie anschließend auf OK.

Aktivieren und Deaktivieren der Ablaufverfolgung auf Clientcomputern

Windows unterstützt eine ausführliche Ablaufverfolgung, um Helpdeskmitarbeiter und Entwickler bei der Behebung von Problemen mit Softwarekomponenten zu unterstützen. Ablaufverfolgung bietet ein höheres Maß an Ausführlichkeit als Ereignisprotokolle; gewonnene Informationen werden in Textprotokolldateien gespeichert.

Um ausführliche Informationen über den Authentifizierungsprozess für EAP (Extensible Authentication Protocol) zu erhalten, müssen Sie die Ablaufverfolgung für die Komponenten EAPOL (EAP over LAN) und RASTLS (Remote Access Service Transport Layer Security) aktivieren.

Zusammenfassung

Sicherheitsanforderungen: Mitglied der Sicherheitsgruppe lokaler Administratoren

Häufigkeit: Bei Bedarf bei der Behandlung von Client-WLAN-Problemen

Erforderliche Technologien:

Windows  XP  Professional

Notepad.exe

Aufgabendetails

Nachdem die folgenden Befehle ausgeführt wurden, versuchen Sie den Authentifizierungsprozess erneut, und öffnen Sie die Dateien Eapol.log und Rastls.log im Ordner %SystemRoot%\Tracing.

So aktivieren Sie die Ablaufverfolgung auf Clientcomputern

Führen Sie die folgenden Befehle aus:

netsh ras set tracing eapol enabled

netsh ras set tracing rastls enabled

So deaktivieren Sie die Ablaufverfolgung auf Clientcomputern

Führen Sie die folgenden Befehle aus:

netsh ras set tracing eapol disabled

netsh ras set tracing rastls disabled

Hinweis: Die Ablaufverfolgung beansprucht Systemressourcen, und es werden mit der Zeit sehr große Protokolldateien erstellt. Deaktivieren Sie deshalb die Ablaufverfolgung, wenn die Fehlerbehandlung abgeschlossen ist.

Überprüfen von Domänennamenzeichenfolgen auf Clientcomputern

Die folgende Aufgabe kann von Nutzen sein, wenn Sie auf Clientcomputern die Domänennamenüberprüfung für Zertifikate aktiviert haben. Diese Einstellung ist in der vorliegenden Lösung nicht aktiviert, da sie potenziell verwirrende WLAN-Dialogfelder für Benutzer generieren könnte. In Windows XP Professional SP1 ist diese Option ebenfalls standardmäßig deaktiviert.

Clientcomputer können während der gegenseitigen EAP-TLS-Authentifizierung keine Zertifikatssperrungsüberprüfung durchführen, da die Speicherorte von Zertifikatssperrlisten (Certificate Revocation Lists, CRLs) in der Regel erst zur Verfügung stehen, nachdem der Zugriff auf das WLAN gewährt wurde. Windows-Clients können jedoch den gesamten oder eines Teil des Servernamens in dem vom IAS-Server vorgelegten Zertifikat überprüfen. Diese Funktionalität wird in den Einstellungen für Drahtlosnetzwerkrichtlinien im Gruppenrichtlinienobjekt für WLAN-Clients konfiguriert. (Für diese Einstellungen wird eine ähnliche Benutzeroberfläche angezeigt wie für die Einstellungen für Drahtlosnetzwerke in den Netzwerkadaptereigenschaften auf dem Clientcomputer.)

Wenn der WLAN-Client versucht, das Serverzertifikat zu überprüfen, und Sie im Feld Connect if the server name ends with einen falschen Wert für die IAS-Serverdomäne eingegeben haben, schlägt die Authentifizierung fehl. Sie müssen diese Aufgabe möglicherweise bei der Behandlung von Problemen mit der Clientauthentifizierung ausführen, wenn Sie die Option Verbindung mit diesen Servern herstellen aktiviert haben.

Zusammenfassung

Sicherheitsanforderungen: Mitglied der Sicherheitsgruppe lokaler Administratoren

Häufigkeit: Beim Setup oder bei der Behandlung von Benutzer-WLAN-Problemen

Erforderliche Technologien: Windows XP Professional

Aufgabendetails

Anhand dieser Aufgabe können Sie überprüfen, ob die Domänennamenzeichenfolge im Dialogfeld Eigenschaftender Netzwerkverbindung des WLAN-Netzwerkadapters auf dem Client oder im GPO für Drahtlosnetzwerkrichtlinien richtig angezeigt wird.

So überprüfen Sie die Domänennamenzeichenfolge auf Clientcomputern

1.

Klicken Sie nacheinander auf Start und Ausführen, geben Sie ncpa.cpl ein, und klicken Sie anschließend auf OK.

2.

Zeigen Sie die Eigenschaften der drahtlosen Netzwerkverbindung an.

3.

Wählen Sie auf der Registerkarte Drahtlose Netzwerke unter Bevorzugte Netzwerke die Netzwerk-SSID (Service Set Identifier) des Zielnetzwerks aus, und zeigen Sie dessen Eigenschaften an.

4.

Zeigen Sie auf der Registerkarte Authentifizierung die Eigenschaften an, und vergewissern Sie sich, dass die Zeichenfolge Connect if the server name ends with den jeweiligen Domänennamen für die IAS-Server entspricht.

Anzeigen von IAS-Authentifizierungsereignissen im Ereignisprotokoll

Standardmäßig werden erfolgreich und nicht erfolgreich verlaufene Clientauthentifizierungsversuche im Systemereignisprotokoll auf den IAS-Servern aufgezeichnet. Diese Aufzeichnungen können bei der Problembehandlung sehr hilfreich sein. Die Ereignisprotokollierung ist im IAS-MMC-Snap-In auf der Registerkarte Dienst für die IAS-Servereigenschaften standardmäßig für alle Arten von IAS-Ereignissen (abgelehnte, verworfene und erfolgreiche Authentifizierungsereignisse) aktiviert.

Mit dieser Aufgabe können IAS-Administratoren die Helpdeskmitarbeiter bei der Behandlung von Problemen mit der Computer- und Benutzerauthentifizierung unterstützen, indem Sie Authentifizierungsereignisse in den IAS-Server-Ereignisprotokollen anzeigen.

Sollten IT-Helpdeskmitarbeiter Zugriff auf Informationen für die Authentifizierung von drahtlosen Clients in den Ereignisprotokollen des IAS-Systems benötigen, haben Sie verschiedene Möglichkeiten:

Bitten Sie einen IAS-Administrator um Hilfe, der zur Sicherheitsgruppe der IAS Admins gehört und daher über Zugriff auf die Meldungen im Ereignisprotokoll des IAS-Systems verfügt. Diese Option wird hier verwendet.

Setzen Sie ein unternehmenseigenes Verwaltungssystems für Ereignisprotokolle (z. B. MOM) ein, um Protokolle an einen Speicherort zu exportieren, an dem die Helpdeskmitarbeiter Zugriff darauf haben.

Gewähren Sie Helpdeskmitarbeitern Leseberechtigungen für die Freigabe "IASLogs" und das zugehörige NTFS-Verzeichnis D:\IASLogs. Erklären Sie den Mitarbeitern, wie sie mithilfe von Tools wie IASPARSE (siehe Beschreibung unter "Zugreifen auf IAS-RADIUS-Anforderungsprotokolle" in diesem Kapitel) Protokolldateien durchsuchen können. Die meisten Kunden sollten sich für diese Option entscheiden, da sie den wenigsten Aufwand erfordert und keine besonders großen Sicherheitsrisiken mit sich bringt.

Das Gewähren von Zugriff auf die IAS-Systemereignisprotokolle kann ein Sicherheitsrisiko darstellen. Dies gilt besonders für Server, auf denen IAS- und Domänencontroller-Serverrollen kombiniert sind.

Zusammenfassung

Sicherheitsanforderungen: Mitglied der Sicherheitsgruppe der lokalen IAS-Administratoren oder einer Gruppe mit Lese-/Schreibzugriff auf das Systemereignisprotokoll

Häufigkeit: Bei der Behandlung von Problemen der Clientauthentifizierung

Erforderliche Technologien: Ereignisanzeige-MMC-Snap-In oder EventCombMT aus dem Windows Server 2003 Resource Kit

Aufgabendetails

Die Anzeige von Authentifizierungsversuchen im Systemereignisprotokoll ist nützlich bei der Problembehandlung von Authentifizierungsversuchen, die von IAS abgelehnt wurden. Wenn mehrere RAS-Richtlinien konfiguriert sind, können Sie das Protokoll verwenden, um den Namen der RAS-Richtlinie zu ermitteln, die den Verbindungsversuch akzeptiert oder abgelehnt hat (siehe "Policy-Name" in der Ereignisbeschreibung). Darüber hinaus gibt das Authentifizierungsereignis (Quelle: IAS, Ereigniskennung 1 für Annahme und 2 für Ablehnung) Gründe an, für die zugehörige Beschreibungen existieren, die in Windows Server 2003 unter "Hilfe und Support" erläutert werden.

Die Aktivierung der Protokollierung von IAS-Ereignissen und das Lesen des Textes der IAS-Authentifizierungsereignisse im Systemereignisprotokoll sind die beste Vorgehensweise zur Behandlung von Problemen gescheiterter IAS-Authentifizierungen.

So zeigen Sie das Systemereignisprotokoll für Authentifizierungsereignisse an

1.

Klicken Sie nacheinander auf Start und Ausführen, geben Sie Eventvwr ein, und klicken Sie anschließend auf OK.

2.

Wählen Sie Systemereignisprotokoll aus.

3.

Wählen Sie im Menü Ansicht die Option Filter aus, wählen Sie unter Ereignisquelle die Option IAS aus, und klicken Sie anschließend auf OK.

Aktivieren und Deaktivieren der Ablaufverfolgung auf dem IAS-Server

Windows unterstützt eine ausführliche Ablaufverfolgung, um Helpdeskmitarbeiter und Entwickler bei der Behebung von Problemen mit Softwarekomponenten zu unterstützen. Die Ablaufverfolgung stellt ausführlichere Informationen als die Ereignisprotokolle bereit und speichert diese in Textprotokolldateien.

Windows Server 2003 verfügt über eine umfassende Funktion zur Ablaufverfolgung, die Sie bei der Behandlung komplexer Probleme mit bestimmten Komponenten einsetzen können. Mit dem Befehl netsh können Sie die Komponenten in Windows Server 2003 aktivieren, für die Ablaufverfolgungsinformationen in Dateien aufgezeichnet werden sollen.

Zusammenfassung

Sicherheitsanforderungen: Mitglied der Sicherheitsgruppe lokaler Administratoren auf dem IAS-Server

Häufigkeit: Bei Bedarf bei der Behandlung von Problemen mit der Client-WLAN-Verbindung

Erforderliche Technologien:

Netsh

Editor

Regedit

Aufgabendetails

Verwenden Sie den Befehl netsh, um die Ablaufverfolgung für bestimmte oder für alle Komponenten zu aktivieren oder zu deaktivieren. Die nützlichsten Komponenten zur Ablaufverfolgung von EAP-TLS-basierten 802.1X-Authentifizierungsfehlern sind folgende:

IASSAM (die Datei Iassam.log im Ordner %systemroot%\tracing). Dieses Protokoll ist die am häufigsten für IAS-Probleme verwendete Ablaufverfolgungsdatei, da sie Funktionen (z. B.Knacken von Benutzernamen, Anbinden an einen DC, Überprüfen von Anmeldefunktionen) beschreibt. Sie ist das "Herzstück" der IAS-Ablaufverfolgungsdateien und wird in der Regel zum Debuggen von Fehlern im Zusammenhang mit Authentifizierung benötigt.

RASTLS (die Datei Rastls.log im Ordner %systemroot%\tracing). Dieses Protokoll enthält die meisten wichtigen Debug-Informationen für alle Authentifizierungen in Verbindung mit EAP und PEAP. Allerdings ist diese Protokolldatei nicht einfach zu lesen. Microsoft arbeitet daran, Informationen für eine vereinfachte Interpretation dieser Daten zu erstellen.

Die folgenden Informationen zur Ablaufverfolgung für IAS werden für die Fehlerbehandlung bei der 802.1X-Authentifizierung mithilfe von EAP-TLS in der Regel nicht benötigt, können aber für die Fehlerbehandlung anderer Tasks nützlich sein:

IASRAD (die Datei Iasrad.log im Ordner %systemroot%\tracing). Diese Protokolldatei zeichnet alle mit dem RADIUS-Protokoll in Zusammenhang stehenden Vorgänge auf. Sie beschreibt alle Ports, die der Server abhört, usw. Beim Debuggen von Problemen auf dem IAS-Server wird dieses Protokoll ebenfalls selten verwendet.

IASSDO (die Datei Iassdo.log im Ordner %systemroot%\tracing). Das IASSDO-Protokoll enthält Informationen zu den Transaktionen zwischen der Benutzeroberfläche und den MDB-Dateien, in denen die Konfiguration des Servers sowie das Wörterbuch gespeichert sind. Dieses Protokoll dient zum Debuggen von Problemen hinsichtlich Diensten oder Benutzeroberfläche.

So aktivieren Sie die Ablaufverfolgung auf dem IAS-Server

Führen Sie die netsh-Befehle aus, die den gewünschten Ablaufverfolgungsinformationen entsprechen. Bei der Behebung von 802.1X-Authentifizierungsfehlern mithilfe von EAP-TLS werden die Protokolle IASSAM und RASTLS empfohlen.

Die entsprechenden netsh-Befehle lauten:

netsh ras set tracing iassam enabled

netsh ras set tracing rastls enabled

netsh ras set tracing iasrad enabled

netsh ras set tracing iassdo enabled

So deaktivieren Sie die Ablaufverfolgung auf dem IAS-Server

Führen Sie die netsh-Befehle aus, die den Ablaufverfolgungsinformationen entsprechen, die Sie deaktivieren möchten.

Die entsprechenden netsh-Befehle lauten:

netsh ras set tracing iassam disabled

netsh ras set tracing rastls disabled

netsh ras set tracing iasrad disabled

netsh ras set tracing iassdo disabled

Hinweis: Da die Ablaufverfolgung Systemressourcen beansprucht, sollten Sie sie nur sporadisch einsetzen, um Netzwerkprobleme zu behandeln. Nach der Überprüfung der Ablaufverfolgungsdaten bzw. der Feststellung der Ursache des Problems sollten Sie die Ablaufverfolgung sofort deaktivieren.

Da IASSAM-Ablaufverfolgungsprotokolle standardmäßig nur einen Umfang von maximal einem Megabyte (1 MB) erreichen können, besteht die Gefahr, dass zu Zeiten starker Auslastung wertvolle Daten überschrieben werden. Führen Sie die nachfolgenden Schritte aus, um die Größe des IASSAM-Ablaufverfolgungsprotokolls auf 15 MB festzulegen. Bei Erreichen einer Protokollgröße von 15 MB wird die Datei in IASSAM.old umbenannt und eine neue IASSAM.log erstellt. Durch dieses Verfahren wird es möglich, 30 MB an Protokolldaten auf dem Server zu speichern.

So legen Sie für die IASSAM-Ablaufverfolgungsdatei eine Größe von 15 MB fest

1.

Starten Sie Regedit.exe.

2.

Suchen Sie nach folgendem Registrierungsschlüssel: \HKLM\Software\Microsoft\Tracing\.

3.

Aktualisieren Sie den Schlüssel IASSAM mit dem Wert MaxFileSize, dem Typ REG_DWORD sowie dem Datenwert 0xF00000.

Aktivieren der SChannel-Protokollierung auf dem IAS-Server

Secure Channel (SChannel) ist ein Sicherheitsunterstützungsanbieter (Security Support Provider, SSP), der eine Reihe von Internet-Sicherheitsprotokollen wie Secure Sockets Layer (SSL) und Transport Level Security (TLS) unterstützt.

Zusammenfassung

Sicherheitsanforderungen: Mitglied der Sicherheitsgruppe lokaler Administratoren

Häufigkeit: Bei Bedarf bei der Behandlung von Problemen mit Clientverbindungen auf dem IAS-Server

Erforderliche Technologien:

Regedit

Editor

Aufgabendetails

Die Protokollierung von nicht erfolgreichen Prüfungen von Clientzertifikaten ist ein SChannel-Ereignis, das nicht standardmäßig auf dem IAS-Server aktiviert ist.

So aktivieren Sie die SChannel-Protokollierung auf dem IAS-Server

Ändern Sie zur Aktivierung von zusätzlichen SChannel-Ereignissen den folgenden Registrierungsschlüsselwert von 1 (Typ REG_DWORD, Daten 0x00000001) in 3 (Typ REG_DWORD, Daten 0x00000003):

HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\SecurityProviders
\SCHANNEL\EventLogging

Achtung: Die inkorrekte Bearbeitung der Registrierung kann Ihrem System erhebliche Schäden zufügen. Vor der Änderung der Registrierung sollten Sie unbedingt alle wichtigen Daten auf dem Computer sichern.

Sie sollten SChannel-Protokollierung nach der Problembehandlung unbedingt deaktivieren, da sie Ressourcen beansprucht und das Ereignisprotokoll mit unerwünschten Einträgen überschwemmen kann.

Aufgaben Optimierung

Der Aufgabenbereich, der in diesem Quadranten abgedeckt wird, beinhaltet die SMFs zur Kostenverwaltung bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung oder Verbesserung der Servicelevels. Dazu gehören das Analysieren von Ausfallzeiten/Vorfällen, Prüfung von Kostenstrukturen, Mitarbeiterbewertungen, Verfügbarkeiten und Leistung sowie Kapazitätsvorhersagen.

Dieser Abschnitt enthält Informationen zu folgenden SMFs:

Kapazitätsverwaltung

Für die übrigen SMFs gibt es keine Aufgaben:

Servicelevelverwaltung

Finanzverwaltung

Verfügbarkeitsverwaltung

Verwaltung der Service-Kontinuität

Mitarbeiterverwaltung

Hinweis: Für jede Aufgabenbeschreibung wird eine Zusammenfassung der folgenden Informationen angegeben: Sicherheitsanforderungen, Häufigkeit und erforderliche Technologien.

Kapazitätsverwaltung

Die Kapazitätsverwaltung beinhaltet die notwendigen Prozesse für die Planung, Dimensionierung und Überwachung der Dienstlösungskapazitäten, so dass diese den im SLA vereinbarten Parametern entsprechen. Dieser Prozess erfordert Informationen zu Nutzungsszenarien, Mustern und Spitzenauslastung der Dienstlösung sowie die festgelegten Leistungsanforderungen.

Bestimmen der Spitzenlast auf dem IAS-Server

In diesem Abschnitt finden Sie Angaben zur wahrscheinlichen maximalen Auslastung des IAS-Servers.

Für IAS-RADIUS-Server, die ordnungsgemäß dimensioniert und konfiguriert sind, stellt die Leistung in der Regel kein Problem dar. Die Belastung von IAS-RADIUS-Servern ist zu Spitzenlastzeiten am höchsten, also z. B. in den Morgenstunden, wenn sich viele Benutzer gleichzeitig anmelden, kurz nach einem größeren Netzwerkausfall oder bei einem Ausfall des RADIUS-Servers nach einem Failover von WLAN-APs auf einen Sicherungsserver.

Zusammenfassung

Sicherheitsanforderungen: Keine

Häufigkeit: Setupaufgabe

Erforderliche Technologien: Keine

Aufgabendetails

In internen Tests hat Microsoft herausgefunden, dass IAS auch bei moderatem Hardwareeinsatz Spitzenlasten erreichen können. Dies ist für die meisten Kundenanforderungen ausreichend. Die Anzahl von Authentifizierungen, die IAS bearbeiten kann, wird am besten in Authentifizierungen pro Sekunde angegeben. Es hat sich gezeigt, dass IAS auf einem Intel Pentium 4-Server mit 2 GHz und Windows Server 2003 mit Active Directory auf einem separaten Intel Pentium 4-Server mit 2 GHz die folgenden Leistungswerte erreicht.

Tabelle 12.10: Bestimmen der Last auf dem IAS-Server

AuthentifizierungstypAuthentifizierungen pro Sekunde

Neue EAP-TLS-Authentifizierungen

36

Neue EAP-TLS-Authentifizierungen mit Offload-Card-Unterstützung

50

Fast-Reconnect-Authentifizierungen

166

Hinweis: Für die Richtigkeit dieser Informationen wird keine Gewähr übernommen; sie dienen ausschließlich als Richtlinien für die Kapazitätsplanung und nicht zum Leistungsvergleich:

IAS kann so konfiguriert werden, dass datenträgerbasierte Textprotokolle mit unterschiedlichen Mengen an RADIUS-Anforderungsinformationen erstellt werden. Aufgrund des erhöhten Aufwands, der sich für die RADIUS-Server aus der RADIUS-Protokollierung ergibt, sollten Sie einen hochleistungsfähigen Datenträger zur Speicherung der RADIUS-Protokolle einplanen. Langsame Festplattensubsysteme können die IAS-RADIUS-Antworten an WLAN-APs verzögern. Dies wiederum kann zu Zeitüberschreitungen bei der Protokollierung und zu einer unnötigen Nutzung der sekundären RADIUS-Server durch die WLAN-APs im Rahmen einer Failover-Strategie führen. Weitere Informationen zu den Optionen für die RADIUS-Protokollierung finden Sie in Kapitel 5, "Entwerfen der RADIUS-Infrastruktur für die WLAN-Absicherung".

Darüber hinaus führt die Aktivierung der Ablaufverfolgungsfunktionen für Windows 2003 Server-Software (siehe vorherigen Abschnitt "Aktivieren und Deaktivieren der Ablaufverfolgung auf dem IAS-Server") zu einer zusätzlichen Belastung der IAS-Server. Jedoch kann dies in manchen Fällen für die Behandlung von Netzwerkzugriffsproblemen erforderlich sein. IAS-Server sollten ausreichend Kapazität aufweisen, um für eine begrenzte Zeitdauer mit aktivierter Ablaufverfolgung arbeiten und die Produktionslast dennoch bewältigen zu können.

Bestimmen von Speicher- und Sicherungsanforderungen auf dem IAS-Server

In diesem Abschnitt finden Sie Angaben zur Planung der Speicheranforderung von IAS. Diese Angaben sollen im Rahmen der Kapazitätsplanung bei der Berechnung des künftig erforderlichen Speicherplatzes für Online- und Offline-Sicherungen behilflich sein.

Zusammenfassung

Sicherheitsanforderungen: Keine

Häufigkeit: Bei Bedarf

Erforderliche Technologien: Keine

Aufgabendetails

IAS-RADIUS-Protokolldateien sind die einzige Komponente auf IAS-Servern, für die eine Planung der Speicherkapazität erforderlich ist. RADIUS-Anforderungsprotokolle für diese Lösung sind so konfiguriert, dass jeden Monat ein neues Protokoll erstellt wird. Bei den Hardwaretests während der Entwicklung dieser Lösung wurde eine dedizierte 18-GB-Festplatte für die Speicherung von Protokolldateien verwendet.

Schätzen Sie zunächst die Auslastung der IAS-Server in Ihrer Umgebung, wählen Sie anschließend die Protokollierungsoptionen aus, und testen Sie schließlich die Einstellungen in einer Testumgebung, um die Authentifizierung von drahtlosen Clients beim IAS und die damit verbundene Generierung von Protokolldaten zu simulieren. Die folgende Berechnung ist ein Beispiel für die Berechnung der geschätzten Auslastung:

Die durchschnittliche Anzahl von Benutzern pro WLAN-AP beträgt 25 (Benutzer oder Computer). Jeder Benutzer bzw. Computer führt eine erste Authentifizierung durch, gefolgt von einer erneuten Authentifizierung alle 10 bis 60 Minuten (abhängig von den jeweiligen Sicherheitsanforderungen). Jede Authentifizierung erzeugt 1 KB Protokollinformationen, die auf dem Datenträger gespeichert werden. Protokolliert werden Authentifizierungsanforderungen und Überprüfungsanforderungen. Zwischenzeitliche Anforderungen werden nicht protokolliert (die Dateigröße variiert je nach ausgewählten Protokollierungsoptionen). Berechnen Sie den Speicherplatz für die Protokollierung, der pro WLAN-AP pro Stunde auf dem Datenträger benötigt wird, wenn 25 Benutzer unterstützt werden. Schätzen Sie anschließend, wie viele WLAN-APs Ihr IAS-Server bei hoher Auslastung des Netzwerks oder einem Server-Failover unterstützen kann.

Die Daten der IAS-RADIUS-Anforderungsprotokolle können sehr stark komprimiert werden. Obwohl dies für den normalen Betrieb nicht empfohlen wird, kann bei Bedarf die Datenkomprimierung für den Ordner mit den RADIUS-Anforderungsprotokolldateien aktiviert werden. Rechnen Sie auf einem IAS-Server, auf dem Daten komprimiert werden müssen, mit einer zusätzlichen Auslastung.

Zeitfenster für die Sicherung von IAS-RADIUS-Protokolldateien

Wenn eine Netzwerksicherung unter idealen Bedingungen mit einem dedizierten Switch mit einer Bandbreite von 100 Mbit/s (Megabit pro Sekunde) Daten an den Sicherungsserver senden kann, kann eine Datenbank mit 3 GB plus 500 MB Informationen zum Systemstatus innerhalb von 15 bis 20 Minuten gesichert werden.

Aufgaben Änderung

In diesen Quadranten fallen Prozesse und Verfahren zur Aufnahme, Überprüfung, Genehmigung und Integration von Änderungen in einer verwalteten IT-Umgebung. Änderungen können Hard- und Software sowie bestimmte Prozesse und Vorgänge betreffen.

Ziel des Änderungsprozesses ist die Einführung neuer Technologien, Systeme, Anwendungen, Hardware, Tools und Prozesse sowie Veränderungen an Rollen und Verantwortlichkeiten ohne großen Verzug und mit möglichst geringen Auswirkungen auf den Betrieb.

Änderungsverwaltung

Die SMF "Änderungsverwaltung" ist für die Verwaltung von Änderungen in einer IT-Umgebung zuständig. Eines der Hauptziele der Änderungsverwaltung besteht darin, dafür Sorge zu tragen, dass alle Beteiligten die Auswirkungen einer anstehenden Änderung kennen und verstehen. Da die meisten Systeme eng miteinander verzahnt sind, wirken sich Änderungen in einem Teil des Systems häufig sehr stark auf andere Bereiche aus. Um nachteilige Auswirkungen abzufangen oder zu eliminieren, versucht die Änderungsverwaltung sämtliche betroffenen Systeme und Prozesse vor Bereitstellung der Änderung zu identifizieren. Meist wird dabei auf die Produktionsumgebung abgezielt; es sollten jedoch auch die wichtigsten Integrations-, Test- und Bereitstellungsumgebungen berücksichtigt werden.

Alle Veränderungen an der RADIUS-Infrastruktur und der WLAN-Absicherung sollten dem folgenden MOF-Standardprozess für die Änderungsverwaltung folgen:

1.

Änderungsanforderung. Die formal korrekte Anfrage nach einer Änderung durch Einreichen einer Änderungsanforderung (Request for Change, RFC).

2.

Änderungsklassifizierung. Zuweisen einer Priorität und einer Kategorie, wobei zu berücksichtigende Kriterien die Auswirkungen auf Benutzer und Infrastruktur sowie die Dringlichkeit der Änderung einschließen. Hierdurch werden Richtung und Zeitrahmen für die Änderung bestimmt.

3.

Änderungsautorisierung. Die Beurteilung und anschließende Genehmigung oder Ablehnung der Änderung durch den Änderungsmanager oder das Änderungsgremium (CAB, Change Advisory Board), das sich aus Stellvertretern aus dem IT- und dem Geschäftsbereich zusammensetzt.

4.

Änderungsentwicklung. Planung und Entwicklung der notwendigen Prozesse und Verfahren. Dieser Schritt hängt sehr stark vom Umfang der Änderung ab und beinhaltet die wiederholte Begutachtung der gesteckten Zwischenziele.

5.

Änderungsveröffentlichung. Die Veröffentlichung und Bereitstellung der Änderung in die Produktionsumgebung.

6.

Änderungsprüfung. Prozess nach der Implementierung, in dessen Verlauf bewertet wird, ob die gesteckten Ziele erreicht wurden und ob die Änderung erhalten bleiben kann oder zurückgenommen werden muss.

In den folgenden Abschnitten finden Sie Verfahren zur Änderungsentwicklung für einige Schlüsselaufgaben, die Sie wahrscheinlich für Ihre Umgebung benötigen. Jeder Änderungsentwicklung ist dabei ein korrespondierendes Verfahren zur Veröffentlichung zugeordnet, das beschreibt, wie Sie die Änderung in Ihre Produktionsumgebung überführen.

Verwalten von Betriebssystemupdates

Die Verwaltung von Sicherheitsupdates für RADIUS- und WLAN-Softwarekomponenten ist Bestandteil der allgemeinem Patchverwaltung von Windows. Dieses Thema wird in zwei Lösungshandbüchern von Microsoft behandelt, in denen die Bereitstellung von Windows-Systemupdates mithilfe von Microsoft Systems Management Server (SMS) bzw. Microsoft Software Update Services (SUS) beschrieben wird. Im Abschnitt "Weitere Informationen" am Ende dieses Kapitels erhalten Sie Informationen dazu, wie Sie diese Dokumentationen beziehen können.

Die Patchverwaltung umfasst Veröffentlichungs- und Konfigurationsverwaltungskomponenten sowie eine Komponente zur Änderungsverwaltung. Alle drei SMFs werden in den Dokumentationen behandelt, auf die im vorangegangenen Absatz verwiesen wurde.

Konfigurationstabellen

Die folgenden Tabellen enthalten standort- und lösungsspezifische Konfigurationswerte, die von den Verfahren in diesem Kapitel verwendet werden. Diese Tabellen sind Teil der Planungskonfigurationstabellen in Kapitel 8, "Implementieren der RADIUS-Infrastruktur" und Kapitel 9, "Implementieren der Infrastruktur für die WLAN-Absicherung", und werden hier lediglich zu Referenzzwecken aufgeführt.

Standortspezifische Konfigurationsparameter

Tabelle 12.11: Benutzerdefinierte Konfigurationsobjekte

KonfigurationsobjektEinstellung

DNS-Name der Stammdomäne der Active Directory-Gesamtstruktur

woodgrovebank.com

NetBIOS-Name (Network basic input/output system) der Domäne

WOODGROVEBANK

Servername des primären IAS-Servers

HQ-IAS-01

Servername des sekundären IAS-Servers

HQ-IAS-02

Konfigurationsparameter der Lösung

Tabelle 12.12: Durch die Lösung vorgegebene Konfigurationsobjekte

KonfigurationsobjektEinstellung

[Konten] Vollständiger Name der administrativen Gruppe, die die IAS-Konfiguration kontrolliert

IAS Admins

[Konten] Vor-Windows-2000-Name der administrativen Gruppe, die die IAS-Konfiguration kontrolliert

IAS Admins

[Konten] Vollständiger Name der Gruppe, die Anforderungsprotokolle für IAS-Authentifizierung und -Kontoführung aus Sicherheitsgründen überprüft

IAS Security Auditors

[Konten] Prä-Windows-2000-Name der Gruppe, die Anforderungsprotokolle für IAS-Authentifizierung und -Kontoführung aus Sicherheitsgründen überprüft

IAS Security Auditors

[Konten] Globale Active Directory-Gruppe, die Benutzer enthält, die 802.1X- Authentifizierungszertifikate benötigen

AutoEnroll Client Authentication User Certificate

[Konten] Globale Active Directory-Gruppe, die Computer enthält, die 802.1X- Authentifizierungszertifikate benötigen

AutoEnroll Client Authentication Computer Certificate

[Konten] Globale Active Directory-Gruppe, die IAS-Server enthält, die 802.1X-Authentifizierungszertifikate benötigen

AutoEnroll RAS und IAS Server Authentication Certificate

[Konten] Prä-Windows-2000-Name für die globale Active Directory-Gruppe, die IAS-Server enthält, die 802.1X-Authentifizierungszertifikate benötigen

AutoEnroll RAS und IAS Server Authentication Certificate

[Konten] Globale Active Directory-Gruppe für die Benutzer, denen der Zugriff auf das drahtlose Netzwerk erlaubt wird

Remote Access Policy – Wireless Users

[Konten] Globale Active Directory-Gruppe für die Computer, denen der Zugriff auf das drahtlose Netzwerk erlaubt wird

Remote Access Policy – Wireless Computers

[Konten] Universelle Active Directory-Gruppe, die sowohl die Gruppe für drahtlose Benutzer als auch die Gruppe für drahtlose Computer enthält

Remote Access Policy – Wireless Access

[Konten] Globale Active Directory-Gruppe, die Computer enthält, die über die Gruppenrichtlinien von Active Directory für das drahtlose Netzwerk konfiguriert werden müssen

Wireless Network Policy – Computers

[Zertifikate] Zertifikatsvorlage zur Generierung von Zertifikaten zur Clientauthentifizierung für Benutzer

Client Authentication User

[Zertifikate] Zertifikatsvorlage zur Erstellung von Zertifikaten zur Clientauthentifizierung für Computer

Client Authentication Computer

[Zertifikate] Zertifikatsvorlage zur Erstellung von Zertifikaten zur Serverauthentifizierung, die von IAS verwendet werden

RAS und IAS Server Authentication

[Skripts] Pfad für Installationsskripts

C:\MSSScripts

[Skripts] Batchdatei für Export von IAS-Konfigurationen

IASExport.bat

[Skripts] Batchdatei für Import von IAS-Konfigurationen

IASImport.bat

[Skripts] Batchdatei für Export von IAS-RADIUS-Clientkonfigurationen

IASClientExport.bat

[Skripts] Batchdatei für Import von IAS-RADIUS-Clientkonfigurationen

IASClientImport.bat

[Konfig] Pfad für Konfigurations-Sicherungsdateien

D:\IASConfig

[Anforderungsprotokolle] Speicherort der Anforderungsprotokolle zur IAS-Authentifizierung und -Prüfung

D:\IASLogs

[Anforderungsprotokolle] Freigabename der RADIUS Anforderungsprotokolle

IASLogs

[RAS-Richtlinie] Name der Richtlinie

Drahtlosen Zugriff zulassen

[Gruppenrichtlinie] Name des Microsoft Active Directory-GPO

Drahtlosnetzwerkrichtlinie

[Gruppenrichtlinie] Drahtlosnetzwerkrichtlinie im GPO

Client-Computer drahtlose Konfiguration

Weitere Informationen

Weitere Informationen zum MOF-Prozessmodell und zum MOF-Teammodell finden Sie auf der Microsoft Operations Framework-Webseite unter www.microsoft.com/technet/itsolutions/cits/mo/mof/default.mspx (in englischer Sprache).

Weitere Informationen zu Kapazitätseinschränkungen und den entsprechenden Leistungsindikatoren finden Sie im Microsoft Knowledge Base-Artikel Q146005, Optimieren der Leistung von Windows NT, unter http://support.microsoft.com/default.aspx?scid=146005.

Weitere Informationen zur Problembehandlung bei Drahtlosnetzwerken finden Sie in den folgenden Dokumenten:

Microsoft Knowledge Base-Artikel Q313242 Problembehandlung bei drahtlosen Netzwerkverbindungen in Windows XP unter http://support.microsoft.com/?scid=313242.

Whitepaper Troubleshooting Windows XP IEEE 802.11 Wireless Access unter www.microsoft.com/windowsxp/pro/techinfo/administration/
networking/troubleshooting.asp (in englischer Sprache)

Informationen zur Bereitstellung von MOM finden Sie im MOM 2000 SP1 Operations Guide unter www.microsoft.com/resources/documentation/mom/2000sp1/all/opsguide/en-us/1_in781g.mspx (in englischer Sprache).

Informationen zur Patchverwaltung mit Microsoft SMS 2003 finden Sie in Patchverwaltung mit Microsoft Systems Management Server 2003 unter www.microsoft.com/germany/technet/datenbank/articles/900199.mspx.

Informationen zur Patchverwaltung mithilfe der Microsoft Software Update Services finden Sie in Patch Management Using Microsoft Software Update unter www.microsoft.com/technet/itsolutions/techguide/msm/swdist/pmsus/pmsus251.mspx (in englischer Sprache).

Weitere Informationen zur Verwaltung von Sicherheitspatches für die Microsoft-Plattform finden Sie in Improve Platform Manageability unter http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=16284 (in englischer Sprache).

Informationen zum Download und der Verwendung der Gruppenrichtlinien-Verwaltungskonsole (Group Policy Management Console, GPMC) finden Sie in Enterprise Management with the Group Policy Management Console unter www.microsoft.com/windowsserver2003/gpmc/default.mspx (in englischer Sprache).


**
In diesem Beitrag
**