Planungshandbuch - Sichern von Wireless LANs mit Zertifikatsdiensten

Kapitel 6: Entwerfen der WLAN-Absicherung mit 802.1X

Veröffentlicht: 10. Nov 2004 | Aktualisiert: 24. Nov 2004
Auf dieser Seite
EinführungEinführung
802.1X und Verschlüsselung zum Absichern von WLANs802.1X und Verschlüsselung zum Absichern von WLANs
Authentifizierung mit Zertifikaten oder KennwörternAuthentifizierung mit Zertifikaten oder Kennwörtern
Voraussetzungen für die LösungVoraussetzungen für die Lösung
Überlegungen zu WLAN-SicherheitsoptionenÜberlegungen zu WLAN-Sicherheitsoptionen
Festlegen der für 802.1X-WLANs erforderlichen SoftwareeinstellungenFestlegen der für 802.1X-WLANs erforderlichen Softwareeinstellungen
Weitere ÜberlegungenWeitere Überlegungen
ZusammenfassungZusammenfassung

Einführung

In diesem Kapitel werden die Architektur und der Entwurf der 802.1X-basierten sicheren WLAN-Komponenten für die WLAN-Lösung beschrieben. Es werden die Entwurfsentscheidungen veranschaulicht, die bei den Komponenten zur Absicherung eines drahtlosen Netzwerks zum Tragen kamen, und die Gründe für diese Entscheidungen dargelegt.

Das Kapitel soll Ihnen vor allem dabei helfen zu bestimmen, inwieweit sich der Entwurf für Ihre eigene Organisation eignet. Wenn vorhanden, werden neben der in der Lösung verwendeten Option auch noch etwaige Entwurfsalternativen angegeben. Um Ihnen beim Verständnis der Auswirkungen des Schrittes zu helfen, ohne Sie dabei auf andere Dokumente verweisen zu müssen, werden einige Themen hier ausführlicher erläutert als unbedingt erforderlich.

Voraussetzungen für das Kapitel

Bevor Sie dieses Kapitel lesen, sollten Sie mit den Konzepten von 802.11-basierten WLANs, 802.1X-basierter Netzwerkzugriffssteuerung, RADIUS (Remote Authentication Dial-In User Service), Microsoft® Internet Authentication Service (IAS) sowie den Optionen zur Bereitstellung von WLANs unter Microsoft Windows®  XP Professional vertraut sein. Nähere Informationen zu diesen Themen finden Sie in den Dokumenten, auf die am Ende dieses Kapitels im Abschnitt "Weitere Informationen" verwiesen wird. Eine besonders wertvolle Informationsquelle stellen das Microsoft Windows Server 2003 Resource Kit und das Microsoft Windows Server 2003 Deployment Kit (beide in englischer Sprache) dar.

Kapitelüberblick

Die folgende Abbildung zeigt die Gliederung des Kapitels.

Abbildung 6.1: Planen der WLAN-Absicherung mit 802.1X

Abbildung 6.1: Planen der WLAN-Absicherung mit 802.1X

Dieses Kapitel beschäftigt sich mit den folgenden sechs Hauptschritten:

1.

Verwenden von 802.1X und Verschlüsselung zur Absicherung von WLANs. WLANs haben zwei Hauptsicherheitsschwachstellen, die von jedem ausgenutzt werden können, der einen kompatiblen WLAN-Adapter besitzt. Neben einer Beschreibung dieser beiden Sicherheitsschwachstellen erhalten Sie in diesem Kapitel Informationen zu folgenden Themen:

Erzwingen eines sicheren Zugriffs auf das Netzwerk durch Konfigurieren von IEEE-802.1X-konformen WLAN-Zugriffspunkten (APs) als RADIUS-Clients zum Senden von Zugriffsanforderungen und Kontoführungsnachrichten an die RADIUS-Server. Diese RADIUS-Server (auf denen IAS ausgeführt wird) steuern den Netzwerkzugriff über zentralisierte RAS-Richtlinien.

Absichern der zwischen den WLAN-Geräten und -APs gesendeten Daten durch 128-Bit-WEP-Verschlüsselung oder WPA-Verschlüsselung und durch die in der 802.11X-Netzwerkhardware vorhandenen Integritätsfeatures. Die Absicherung der Daten verhindert das Abhören und Ausnutzen der über Funk übertragenen Daten.

2.

Entscheiden zwischen zertifikat- oder kennwortbasierter Authentifizierung. Microsoft bietet systemeigene Unterstützung für verschiedene Arten von Authentifizierungsprotokollen an, die mit dem 802.1X-Protokoll arbeiten. Zur Authentifizierung werden vor allem Kennwörter und digitale Zertifikate eingesetzt. Die von Ihnen für Ihre Organisation gewählte Authentifizierungsmethode kann erheblichen Einfluss auf die für Ihre Lösung erforderliche Infrastruktur haben. Dieses Kapitel soll Ihnen helfen zu entscheiden, welche Methode sich für Ihre Organisation am besten eignet.

3.

Auflistungder Voraussetzungen. Bevor Sie mit der Erarbeitung Ihres Entwurfs beginnen, müssen Sie die Umgebungsvoraussetzungen für die Lösung kennen. Dazu gehören Voraussetzungen bezüglich der Clientcomputer, der Serverinfrastruktur und der WLAN-Ausrüstung. In diesem Abschnitt werden die Voraussetzungen erläutert.

4.

Überlegungen zu den verschiedenen WLAN-Sicherheitsoptionen. Die Planung der Sicherheitsoptionen ist ein komplexer Vorgang, bei dem auch die Hardwareeinkäufer, die Verantwortlichen für die Erarbeitung von Sicherheitsrichtlinien, Usability-Experten, Netzwerktechniker und Netzwerkadministratoren einbezogen werden sollten. Zusammen mit diesen Fachleuten sind die folgenden in diesem Kapitel erläuterten Punkte zu besprechen:

Festlegen von Anforderungen an die Netzwerkautorisierung

Auswählen einer Strategie zur Clientkonfiguration

Bestimmen von Verschlüsselungsanforderungen

Entwerfen einer WLAN-Infrastruktur

Überlegungen zu WLAN-Gruppenrichtlinien

5.

Bestimmen der Softwareeinstellungen für 802.1X-WLANs. Für die 802.1X-WLAN-Absicherung müssen Sie sowohl eine IAS-Netzwerkzugriffsrichtlinie als auch ein Active Directory® -Verzeichnisdienst-Gruppenrichtlinienobjekt (GPO) für Clientcomputer konfigurieren. Dies wird in diesem Abschnitt genau erklärt.

6.

Zusätzliche Überlegungen. In diesem Abschnitt werden kurz Themen angesprochen, die von dieser Lösung nicht abgedeckt werden, jedoch Auswirkungen auf Ihre Umgebung haben könnten. Dabei handelt es sich um folgende Faktoren:

Unterstützen von servergespeicherten Profilen und mobilen Benutzern

Unterstützen von Clients ohne WLAN-Verbindungen

802.1X und Verschlüsselung zum Absichern von WLANs

Der Einsatz von Industriestandards wie IEEE  802.11 und 802.11b hat die immer weitere Verbreitung von WLANs zur Folge. Mithilfe von WLANs kann ein Benutzer in einem Gebäude oder auf dem Firmengelände von unterschiedlichen Stellen aus auf das Netzwerk zugreifen, sofern sich der Benutzer in der Nähe eines WLAN-AP befindet.

WLANs sind zwar sehr bequem, bergen jedoch eine Reihe von Sicherheitsrisiken, wie z. B.:

Jeder, der über einen kompatiblen WLAN-Adapter verfügt, kann auf das Netzwerk zugreifen.

Signale in drahtlosen Netzwerken verwenden Funkwellen zum Senden und Empfangen von Informationen. Jeder, der sich in einer geeigneten Entfernung von einem WLAN-AP befindet, kann sämtliche Daten erkennen und empfangen, die vom und an den AP gesendet werden.

Das erste Sicherheitsrisiko können Sie dadurch ausschließen, dass Sie IEEE  802.1X-WLAN-APs als RADIUS-Clients konfigurieren, damit Zugriffsanforderungen und Kontoführungsmeldungen an RADIUS-Server gesendet werden, auf denen IAS ausgeführt wird. IAS authentifiziert Benutzer sowie Geräte und steuert den Netzwerkzugriff durch zentralisierte RAS-Richtlinien.

Das zweite Sicherheitsrisiko können Sie dadurch ausschließen, dass Sie Daten schützen, die zwischen den drahtlosen Geräten und WLAN-APs versendet werden. Verwenden Sie dazu die in die Netzwerkausstattung von 802.11 integrierten Funktionen der 128-Bit-WEP-Verschlüsselung oder der WPA-Verschlüsselung.

Die statische WEP enthält schwerwiegende Sicherheitsmängel und bietet keine systemeigene Verwaltung der Verschlüsselungsschlüssel zur regelmäßigen Aktualisierung der Schlüssel. Dies kann dazu führen, dass Unbefugte die Verschlüsselungsschlüssel ermitteln und für ihre Zwecke einsetzen können. Bei der auf Zertifikaten basierenden Authentifizierung ermöglicht der IAS das dynamische Zuweisen strenger WEP-Schlüssel an Clientcomputer, auf denen Windows XP ausgeführt wird. Darüber hinaus können WEP-Schlüssel regelmäßig neu generiert werden, um Angriffstools außer Kraft zu setzen, die zur Ermittlung dieser Schlüssel eingesetzt werden.

WPA ist Bestandteil des Sicherheitsstandards 802.11i für 802.11-basierte WLAN-Geräte. Diese Methode bietet eine erweiterte Verschlüsselung, die eine wesentlich höhere Sicherheit bietet als die statische WEP. Die in diesem Handbuch beschriebene Lösung eignet sich auch für den Einsatz mit WPA (dafür ist WPA-fähige Hardware und ein Update für den Windows XP-Client erforderlich).

Authentifizierung mit Zertifikaten oder Kennwörtern

Microsoft bietet systemeigene Unterstützung für verschiedene Authentifizierungsmethoden an, die mit dem 802.1X-Protokoll eingesetzt werden können. In der Regel müssen Organisationen bei der Authentifizierung von WLAN-Clients wählen, ob die Authentifizierung auf Zertifikaten oder Kennwörtern basieren soll.

Wie bereits erwähnt, kann die Wahl der Authentifizierungsmethode einen erheblichen Einfluss darauf haben, welche Infrastruktur Sie für Ihre Lösung benötigen. Der 802.1X-Standard verwendet ein Authentifizierungsschema mit der Bezeichnung EAP (Extensible Authentication Protocol), das es Ihnen ermöglicht, mit verschiedenen Authentifizierungstypen zu arbeiten.

In der folgenden Tabelle werden die in einer Microsoft 802.1X-Infrastruktur verwendbaren EAP-Typen samt ihrer Vor- und Nachteile beschrieben.

Tabelle 6.1: Vorteile und Nachteile der EAP-Typen

FeaturePEAPEAP-TLSEAP-MD5

Gegenseitige Authentifizierung

Gegenseitige Authentifizierung

Gegenseitige Authentifizierung

Nur Clientauthentifizierung

Dynamische Schlüsselgenerierung und zeitgesteuerte Neugenerierung

Generierung bei Authentifizierung und Neugenerierung in festgelegten Zeitabständen

Generierung bei Authentifizierung und Neugenerierung in festgelegten Zeitabständen

Keine dynamische Schlüsselgenerierung oder Neugenerierung: Basiert auf statischen Schlüsseln

Stärke der Sicherheitstechnologie

Möglichkeit der Verwendung starker Kennwortauthentifizierung oder digitaler Zertifikate

Stärkste Authentifizierung

Schwache Sicherheitstechnologie

Schutz der Benutzeranmeldeinformationen

Schutz durch TLS-Tunnel (Transport Layer Security)

Zertifikatbasierte Authentifizierung mit Schutz durch TLS-Tunnel (Transport Layer Security)

Anfällig für Angriff auf Wörterbuch

Benutzerfreundlichkeit bei Implementierung

Weit gehende Unterstützung und bei Windows-Clients systemeigen verfügbar

PKI erforderlich. Weit gehende Unterstützung und bei Windows-Clients systemeigen verfügbar

Einfach, aber für drahtlosen Einsatz nicht zu empfehlen

Flexibilität bei Anmeldeinformationen

Alle genehmigten EAP-Typen mit TLS-Tunnel, einschließlich EAP-MSCHAPv2 (kennwortbasierte Methode)

Nur digitale Zertifikate

Nur Kennwort

Die Empfehlung für den EAP-Typ lautet bei der zertifikatbasierten Clientauthentifizierung EAP-TLS und bei der kennwortbasierten Clientauthentifizierung EAP-MSCHAPv2 innerhalb von PEAP, auch als "PEAP-EAP-MSCHAPv2" bezeichnet.

Die kennwortbasierte 802.1X-Authentifizierung mit PEAP und MSCHAPv2 ist eine kostengünstige und robuste Lösung. Sie eignet sich für Organisationen, die noch keine Zertifikatinfrastruktur implementiert haben und keine Zertifikate für andere Zwecke, wie z. B. für ein EFS (Encrypting File System) oder VPN, benötigen. Die Migration von der kennwortbasierten 802.1X-Authentifizierung zur zertifikatbasierten Authentifizierung ist problemlos möglich. Auf diese Weise kann Ihre Organisation später von einer Authentifizierungsmethode auf die andere Methode umsteigen.

Zu beachten ist, dass auch bei einer kennwortbasierten Lösung mit PEAP auf jedem RADIUS-Server ein Zertifikat erforderlich ist. Wägen Sie daher die Kosten, die mit dem Erwerb der Serverzertifikate von einem kommerziellen Zertifikatanbieter verbunden sind, sorgfältig gegen den Nutzen einer Zertifikatinfrastruktur für Ihre Organisation ab.

In der vorliegenden Lösung wird die zertifikatbasierte Clientauthentifizierung verwendet, da diese Authentifizierungsmethode eine höhere Sicherheit bietet. Die Authentifizierungsmethode verwendet das Protokoll EAP-TLS (Extensible Authentication Protocol-Transport Layer Security).

Anweisungen dazu, wie Sie eine kennwortbasierte 802.1X-Lösung mit PEAP und MSCHAPv2 bereitstellen können, finden Sie in Kapitel 2 "Auswählen einer Strategie für die WLAN-Absicherung" und im ergänzenden Lösungshandbuch Sichern von WLANs mit PEAP und Kennwörtern, auf das am Ende dieses Kapitels verwiesen wird.

Voraussetzungen für die Lösung

Bevor Sie mit der Erarbeitung Ihres Entwurfs beginnen, müssen Sie die Umgebungsvoraussetzungen für die Lösung kennen. In diesem Abschnitt werden die Voraussetzungen erläutert.

Anforderungen für Clientcomputer

Die Lösung wurde mithilfe von Windows  XP Professional mit Service Pack  1 entwickelt und getestet. Diese Version bietet bestimmte 802.1X- und WLAN-Funktionen, die eine äußerst kostengünstige und einfach zu verwaltende Lösung ermöglichen.

Die Lösung wurde auf Clientcomputern mit Windows XP Professional und Windows XP, Tablet PC Edition getestet. Beide Windows XP-Versionen bieten eine automatische Zertifikatsregistrierung und die Erneuerung der computer- und benutzerspezifischen WLAN-Authentifizierungszertifikate, die für die Clientauthentifizierung mit EAP-TLS erforderlich sind. Allein dadurch lassen sich die Kosten, die normalerweise mit Zertifikaten und folglich mit einer zertifikatbasierten 802.1X-Lösung verbunden sind, deutlich senken.

Microsoft stellt auch 802.1X-Clients für Windows 2000 (als kostenloses Download verfügbar) sowie für Windows 9x und Microsoft Windows NT® 4.0 bereit (für Kunden mit einer Supportvereinbarung kostenlos verfügbar). Diese Clients wurden mit der vorliegenden Lösung jedoch nicht getestet.

Erforderliche Server-Infrastruktur

Diese Lösung basiert auf den Zertifikatsdiensten und den IAS-Komponenten von Windows Server 2003. Einige Funktionen der Zertifikatsdienste und von IAS wurden speziell für 802.1X-basierte WLANs entwickelt. Einige der in dieser Lösung verwendeten Funktionen enthalten bearbeitbare Zertifikatvorlagen und RAS-Richtlinieneinstellungen, die es Ihnen ermöglichen, die für das 802.1X-Protokoll erforderlichen Einstellungen zur Bereitstellung zu vereinfachen.

Die Lösung wurde sowohl für Windows Server 2003- als auch für Windows 2000-Active Directory-Umgebungen konzipiert. Getestet wurde sie allerdings nur auf Windows Server 2003-Domänencontrollern. Bei Bedarf können Sie auf den vorhandenen Domänencontrollern den Internetauthentifizierungsdienst (IAS) installieren. Informationen dazu, was im Zusammenhang mit dieser Option bei der Ausführung von IAS und Domänencontrollern auf demselben Server zu beachten ist, finden Sie in Kapitel 5, "Entwerfen der RADIUS-Infrastruktur für die WLAN-Absicherung".

Erforderliche WLAN-Ausstattung

Bei dieser Lösung wird davon ausgegangen, dass in Ihrer Organisation bereits eine durchdachte und voll funktionsfähige WLAN-Infrastruktur vorhanden ist. Dieses Handbuch enthält daher keinerlei Anweisungen zur Gestaltung des WLAN, also z. B. zu Fragen der Positionierung von WLAN-Zugriffspunkten (APs) und zur Kanalauswahl. Wenn Ihre Organisation noch keine WLAN-Infrastruktur besitzt, müssen Sie zunächst unter fachkundiger Anleitung eine solche Infrastruktur aufbauen, bevor Sie mit der Bereitstellung der WLAN-Sicherheitskomponenten beginnen.

Die Netzwerkhardware muss 802.1X und 128-Bit-WEP für die Verschlüsselung unterstützen. In den Anweisungen zu dieser Lösung wird davon ausgegangen, dass die WLAN-Infrastruktur fehlerfrei funktioniert und dass entweder gar keine Sicherheitskontrollfunktionen oder nur grundlegende 802.11-Sicherheitskontrollfunktionen aktiviert sind. Bei der Migration von 802.11-WLANs vom Typ "Gemeinsamer Schlüssel" (statische WEP) oder vom Typ "Offenes System" (ungesichert) ist praktisch genauso vorzugehen. Es sollte möglich sein, solche Migrationen ohne größere Probleme durchzuführen.

Überlegungen zu WLAN-Sicherheitsoptionen

Falls Sie dies noch nicht getan haben, so sollten Sie sich genügend Zeit nehmen, eine WLAN-Sicherheitsrichtlinie für Ihr Unternehmen zu planen. Bei der Planung sollten die Hardwareeinkäufer, die Verantwortlichen für die Erarbeitung von Sicherheitsrichtlinien, Usability-Experten, Netzwerktechniker und Netzwerkadministratoren einbezogen werden. Im Rahmen der Besprechung Ihrer Sicherheitsrichtlinien mit diesen Mitarbeitern sollte erörtert werden, wie Ihre Organisation den vorhandenen Bedrohungen begegnen will und welche Sicherheitsmaßnahmen diesbezüglich ergriffen werden sollen.

In jedem Fall sollten Ihre WLAN-Sicherheitsrichtlinien dokumentiert und allen Benutzern Ihres Netzwerks zugänglich gemacht werden. Diese Lösung umfasse Sicherheitsmaßnahmen zur Reduzierung der mit der modernen WLAN-Technologie verbundenen Risiken. Sie ist jedoch nicht in der Lage, den Risiken zu begegnen, die dadurch entstehen, dass Benutzer in Ihrer Organisation ungesicherte, improvisierte Netzwerke und inoffizielle WLAN-APs betreiben.

Entscheidung zwischen benutzer- und computerbasierter Authentifizierung

Wenn es um die Identifikation bei einer WLAN-Infrastruktur geht, ist die Benutzerauthentifizierung sinnvoll. Um eine umfassende Sicherheitslösung für Ihr WLAN zu gewährleisten, empfiehlt es sich jedoch in den meisten Fällen, eine computer- (bzw. geräte)basierte Authentifizierung zu implementieren.

Zahlreiche Funktionen in Windows  XP Professional erfordern eine aktive Netzwerkverbindung. Durch die Verwendung der 802.1X-Computerauthentifizierung wird sichergestellt, dass die WLAN-Netzwerkverbindung bereits während des Hochfahrens des Computers eingerichtet wird, bevor der Benutzer den Windows-Anmeldebildschirm zu sehen bekommt. Der Computer führt eine Neuauthentifizierung beim WLAN aus, nachdem der Benutzer sich abgemeldet hat, und sorgt so dafür, dass stets eine Verbindung zum Netzwerk vorhanden ist.

Tabelle 6.2: Argumente für die Verwendung einer Computerauthentifizierung

FeatureSzenario, bei dem eine Computerauthentifizierung erforderlich ist

Active Directory-Gruppenrichtlinie für Computer

Die computerbasierte Gruppenrichtlinie wird beim Starten des Computers und in zeitgesteuerten Abständen angewendet auch dann, wenn kein Benutzer beim Windows-Betriebssystem angemeldet ist.

Netzwerkanmeldeskripts

Netzwerkanmeldeskripts werden bei der ersten Benutzeranmeldung ausgeführt.

Systemverwaltungs-Agenten

Systemverwaltungs-Agenten, wie die in Microsoft Systems Management Server (SMS) integrierten, erfordern oft einen Netzwerkzugriff, bei dem der Benutzer nicht eingreifen muss.

Remotedesktopverbindung

Wenn kein Benutzer am Computer angemeldet ist, kann über die Windows-Remotedesktopverbindung auf die Computer zugegriffen werden.

Freigegebene Ordner

Auf einem Computer freigegebene Dateien und Ordner stehen auch dann noch zur Verfügung, wenn kein Benutzer auf dem betreffenden Computer angemeldet ist.

Die beste Strategie ist die Verwendung der benutzerbasierten Authentifizierung, wenn dies möglich ist, und die Verwendung der computerbasierten Authentifizierung, wenn dies erforderlich ist. Diese Lösung macht vom Standardverhalten des Windows XP Professional-802.1X-Clients Gebrauch, d. h., wenn kein Benutzer an der Computerkonsole angemeldet ist, wird eine Computerauthentifizierung durchgeführt, wenn sich ein Benutzer bei Windows anmeldet, erfolgt eine Benutzerauthentifizierung, und wenn sich der Benutzer abmeldet, kommt es wieder zu einer Computerauthentifizierung. Damit ist sichergestellt, dass bei der Authentifizierung im Netzwerk zu Kontoführungszwecken nach Möglichkeit die benutzerspezifischen Anmeldeinformationen zur Anwendung kommen, dass aber, wenn kein Benutzer angemeldet ist, auch die Windows-Funktionen fehlerfrei ausgeführt werden, für die Netzwerkzugriff erforderlich ist.

Prüfen von zertifikatbasierten Anmeldeinformationen

Es ist wichtig, dass im Rahmen Ihrer Strategie zur zertifikatbasierten WLAN-Authentifizierung die Anmeldeinformationen auf ihre Gültigkeit geprüft werden. Durch eine Überprüfung auf gesperrte Zertifikate können Sie verhindern, dass Clientzertifikate verwendet werden, die auf verloren gegangenen oder gestohlenen Computern gespeichert waren. Indem die Clients gezwungen werden, die Serverzertifikate zu verifizieren, lassen sich ausgeklügelte Man-in-the-Middle-Angriffe mit inoffiziellen APs und RADIUS-Servern besser verhindern.

Windows bietet eine umfassende Unterstützung bei der Überprüfung von Zertifikaten im Rahmen von zertifikatbasierten Vorgängen. Sowohl IAS als auch die 802.1X-Features von Windows XP Professional können dank dieser Unterstützung prüfen und gewährleisten, dass die für EAP-TLS verwendeten Zertifikate gültig sind und eine vertrauenswürdige Sicherheitsprinzipale darstellen.

Tabelle 6.3: IAS-Prüfung der Clientzertifikate

IAS-Prüfung der ClientzertifikateStandardverhaltenVon dieser Lösung verwendete Einstellungen

Ist das Zertifikat noch gültig?

Aktiviert

Keine Änderung

Kann eine Zertifikatkette zu einem vertrauenswürdigen Stamm erstellt werden?

Aktiviert

Keine Änderung

Enthält das Zertifikat die erforderlichen Schlüsselverwendungen und Anwendungsrichtlinien?

Aktiviert

Keine Änderung

Beweist der Client den Besitz durch Signatur mit einem privaten Schlüssel?

Aktiviert

Keine Änderung

Wird das Zertifikat auch nicht gesperrt?

Aktiviert

Keine Änderung

Windows XP Professional prüft die IAS-Serverzertifikate bereits standardmäßig.

Tabelle 6.4: Prüfung der IAS-Zertifikate durch Windows XP

Prüfung der IAS-Zertifikate durch Windows XPStandardverhaltenVon dieser Lösung verwendete Einstellungen

Ist das Zertifikat noch gültig?

Aktiviert

Keine Änderung

Kann eine Zertifikatkette zu einem vertrauenswürdigen Stamm erstellt werden?

Aktiviert

Keine Änderung

Enthält das Zertifikat die erforderlichen Schlüsselverwendungen und Anwendungsrichtlinien?

Aktiviert

Keine Änderung

Beweist der Server den Besitz durch Signatur mit einem privaten Schlüssel?

Aktiviert

Keine Änderung

Bei der Authentifizierung im WLAN kann der Clientcomputer keine vollständige Überprüfung des Serverzertifikats auf eine eventuelle Sperre hin durchführen, weil der Netzwerkzugriff erst verfügbar ist, wenn die Authentifizierung erfolgreich abgeschlossen wurde.

Sie sollten auch in Erwägung ziehen, die folgenden zusätzlichen Optionen zur Prüfung der Anmeldedaten (die vom Client ausgeführt werden) zu aktivieren, um die Sicherheit der Gültigkeitsprüfung zu erhöhen.

Tabelle 6.4: Erweiterte Prüfung der Anmeldedaten des IAS-Zertifikats durch Windows XP

Prüfung der IAS-Zertifikate durch Windows XPStandardverhaltenVon dieser Lösung verwendete Einstellungen

Der Zertifikatantragsteller entspricht einem DNS-Zeichenfolgenwert, den Sie auf dem Client konfigurieren können.

Nicht aktiviert

Keine Änderung

Explizite Auswahl von vertrauenswürdigen Stamm-CAs, zu denen das Serverzertifikat eine Verkettung herstellen könnte

Nicht aktiviert

Aktiviert

Beachten Sie, dass die Benutzer bei Aktivierung der Option zur Überprüfung von Antragstellernamen auf Clientcomputern aufgefordert werden, sich für eine Vertrauensstellung zu entscheiden. Darüber hinaus müssen Sie einen Verwaltungsprozess implementieren, damit die Antragstellernamen der zugelassenen Serverzertifikate auf den WLAN-Clients auf dem aktuellen Stand gehalten werden. Verwenden Sie dazu die Gruppenrichtlinienobjekteinstellungen für Drahtlosnetzwerkrichtlinien. Aus diesen Gründen sollte die Option bei dieser Lösung nicht implementiert werden. In einer Umgebung mit hohen Sicherheitsanforderungen sollten Sie bei der Entscheidung, ob eine Prüfung auf höherem Niveau erforderlich ist, auch die Gefahren berücksichtigen, die durch inoffizielle IAS-Server mit WLAN-APs entstehen.

Die explizite Auswahl vertrauenswürdiger Stamm-CAs mindert das Risiko, dass Serverzertifikate von anderen CAs in der Liste der vertrauenswürdigen Stamm-CAs gefälscht sind. Allerdings macht diese Einstellung einen zusätzlichen Verwaltungsprozess erforderlich, mit dem sichergestellt wird, dass die Änderungen an vertrauenswürdigen Stamm-CAs sich auch in den WLAN-Clienteinstellungen widerspiegeln. Diese Einstellungen werden ebenfalls durch die Gruppenrichtlinienobjekteinstellungen der Drahtlosnetzwerkrichtlinien bereitgestellt.

Festlegen von Anforderungen für die Netzwerkautorisierung

Die Hauptziele bei der Entwicklung von Verwaltungsrichtlinien für den Netzwerkzugriff sind eine möglichst genaue Übereinstimmung mit den Sicherheitsrichtlinien in der Organisation und eine Minimierung der Verwaltungskosten. Unter diesen Aspekten bietet es sich an, mit einer zentralisierten Darstellung von Netzwerkautorisierungsrichtlinien, wie z. B. RAS-Richtlinien, zu arbeiten.

Hinweis: Bei dieser Lösung erfolgt die Verwaltung der Netzwerkautorisierung durch eine IAS-RAS-Richtlinie. Weitere Informationen zu den Entscheidungen, die bei der Auswahl eines Verwaltungsmodells für RAS-Richtlinien eine Rolle spielen, erhalten Sie in den im Abschnitt "Weitere Informationen" am Ende dieses Kapitels genannten Dokumenten.

Für jedes Unternehmen sollte eine flexible und gleichzeitig einfache Verwaltung der Netzwerkautorisierung im Vordergrund stehen. Eine vereinfachte Verwaltung kann dadurch erreicht werden, dass die Anzahl der RAS-Richtlinien verringert wird, ohne dabei die Einhaltung der Sicherheitsrichtlinien des Unternehmens zu beeinträchtigen.

Festlegen von Verbindungskriterien

IAS-RAS-Richtlinien können Verbindungen entweder zulassen oder ablehnen. Eine Richtlinie enthält verschiedene Kriterien, die erfüllt sein müssen, damit ein Verbindungsversuch erfolgreich verläuft. Mit der ersten gefundenen Richtlinie, die einer bestimmten Verbindung entspricht, wird bestimmt, ob der Zugriff zugelassen wird oder nicht. Die wichtigsten Verbindungsattribute, die die in der Richtlinie festgelegten Kriterien erfüllen müssen, lauten:

Gruppenmitgliedschaften

Verbindungsart

Uhrzeit

Authentifizierungsmethoden

Darüber hinaus können Sie viele andere weitergehende Filterkriterien festlegen, wie z. B.:

Identität des Zugriffsservers

Telefonnummer des Zugriffsclients oder MAC-Adresse (Media Access Control)

Sollen die Einwahleigenschaften des Benutzerkontos ignoriert werden?

Soll unautorisierter Zugriff erlaubt werden?

Die vorliegende Lösung verwendet IAS-Verbindungskriterien, die auf der Domänensicherheitsgruppe und dem Typ des Quellnetzwerks (und nicht auf der Uhrzeit, der Authentifizierungsmethode oder anderen Kriterien) basieren. Dadurch wird sichergestellt, dass die RAS-Richtlinien für einen bestimmten Netzwerkzugriffstyp (z. B. drahtlos, VPN, drahtgebunden oder DFÜ) und Clientgruppen erstellt werden, die Richtlinienkriterien aber möglichst weit gefasst sind, um die Anzahl der erforderlichen Richtlinien zu minimieren.

Hinweis: Diese Lösung verwendet zur Festlegung, welche Benutzer und Computer auf das WLAN zugreifen dürfen, benutzerdefinierte Sicherheitsgruppen ("Remote Access Policy – Wireless Users" und "Remote Access Policy – Wireless Computers"). Wenn alle Domänenbenutzer und -computer auf das WLAN zugreifen können sollen, können Sie diesen benutzerdefinierten Sicherheitsgruppen die Gruppen "Domänenbenutzer" und "Domänencomputer" hinzufügen und so die Verwaltung vereinfachen.

Festlegen von Verbindungsbeschränkungen

Nachdem eine Verbindung autorisiert wurde, legt die RAS-Richtlinie zudem Verbindungsbeschränkungen und andere Attribute fest, die für diese Verbindung gelten sollen. Zu diesen Attributen gehören u. a.:

Trennung der Sitzung bei Leerlauf

Maximale Sitzungslänge

Verschlüsselungsstärke

IP-Paketfilter

Zusätzlich können Sie der Verbindung die folgenden Attribute zuweisen:

IP-Adresse für PPP-Verbindungen (Point-to-Point Protocol)

Statische Routen

Die Anzahl der RAS-Richtlinien, die Ihre Organisation benötigt, richtet sich hauptsächlich nach der Anzahl der verschiedenen Benutzertypen, die einen Zugriff auf das WLAN benötigen. So benötigen z. B. Vollzeitangestellte in den meisten Organisationen einen vollständigen, uneingeschränkten Zugriff auf das gesamte Unternehmensnetzwerk. Dagegen müssen Vertrags- und Geschäftspartner oft nur auf bestimmte Anwendungen in Subnetzen zugreifen.

Verbindungseinschränkungsprofile unterscheiden sich je nach RAS-Richtlinie. Wenn unterschiedliche Verbindungseinschränkungsprofile benötigt werden, sind daher auch mehrere RAS-Richtlinien erforderlich.

In der folgenden Tabelle werden die verschiedenen Benutzertypen anhand von Beispielen beschrieben. Außerdem enthält die Tabelle Beispiele für Verbindungseinschränkungen, die Sie mithilfe von RAS-Richtlinien anwenden können.

Tabelle 6.6: Beispiele für WLAN-Verbindungseinschränkungen

Typ der BenutzergruppeBeispiel für Verbindungseinschränkung

Vollzeitangestellte

Authentifizierter uneingeschränkter Zugriff auf das Unternehmensnetzwerk

Vertrags- oder Geschäftspartner

Authentifizierter eingeschränkter Zugriff auf bestimmte Netzwerke und Anwendungen

Gäste

Nicht authentifizierter Zugriff auf reine Internetsegmente für das Webbrowsing oder VPN-Zugriff auf die Quellorganisation

Bei dieser Lösung wird lediglich Support für authentifizierte Vollzeitangestellte konfiguriert. Deshalb ist nur eine einzelne RAS-Richtlinie mit einem vereinfachten Verbindungseinschränkungsprofil erforderlich. Falls in Ihrer Organisation weitere Anforderungen zu berücksichtigen sind, beispielsweise die Unterstützung von eingeschränktem Zugriff durch Benutzer auf das WLAN, müssen Sie zusätzliche RAS-Richtlinien dafür hinzufügen. Weitere Informationen zum Planen zusätzlicher Arten von RAS-Richtlinien erhalten Sie in den Dokumenten, die im Abschnitt "Weitere Informationen" am Ende dieses Kapitels aufgeführt sind.

Auswählen einer Strategie zur Clientkonfiguration

Das Automatisieren der Konfigurationseinstellungen für Clientcomputer ist ein wichtiger Schritt zur Senkung der mit der Bereitstellung einer WLAN-Absicherung verbundenen Kosten. Außerdem können durch diese Automatisierung Supportprobleme minimiert werden, die sich aus falsch konfigurierten Einstellungen ergeben.

Windows XP Professional verfügt über ausgereifte Features, mit denen sich der Aufwand für das manuelle Konfigurieren und Neukonfigurieren der 802.1X-Sicherheitseinstellungen reduzieren lässt. Mit Windows Server 2003 ist es darüber hinaus möglich, die Clientkonfiguration mithilfe der Einstellungen für Drahtlosnetzwerkrichtlinien in der Gruppenrichtlinienfunktion vollständig zu automatisieren. Diese Lösung verwendet zum automatischen Konfigurieren aller WLAN-Clients die Drahtlosnetzwerkrichtlinien-Funktion in Windows Server 2003.

Sie können den Clientcomputern diese Gruppenrichtlinienobjekteinstellungen schon zuweisen, bevor diese WLAN-Netzwerkschnittstellenkarten (WLAN-NICs) erhalten. Auf diese Weise können die Endbenutzer einfach die WLAN-NICs installieren und mithilfe der über das Gruppenrichtlinienobjekt (GPO) bereitgestellten WLAN-Einstellungen automatisch eine Verbindung zum sicheren 802.1X-WLAN herstellen.

Festlegen von Verschlüsselungsanforderungen

Bei der Festlegung einer Strategie für den Schutz Ihres WLAN-Verkehrs sollten Sie berücksichtigen, dass die Sicherheitsbedrohungen, denen die 802.11-WEP-Verschlüsselung ausgesetzt ist, einer ständigen Weiterentwicklung unterliegen. Wie bereits zuvor erwähnt, ist es für bestimmte böswillige Benutzer möglich, die kryptografischen Schwachstellen in WEP für Angriffe zur Ermittlung des WEP-Verschlüsselungsschlüssels auszunutzen. Für einen solchen Angriff muss der Eindringling mehrere Millionen Pakete abfangen, die alle mit demselben Verschlüsselungsschlüssel gesichert wurden.

Daher besteht die beste Strategie zur Bekämpfung der Sicherheitsgefahren für ein WEP-basiertes WLAN darin sicherzustellen, dass die zum Verschlüsseln des Netzwerkverkehrs verwendeten Schlüssel in regelmäßigen Abständen erneuert werden. Eine solche Erneuerung kann so häufig erfolgen, dass ein Angreifer nicht mehr in der Lage ist, ausreichend Verkehr abzufangen, um den Verschlüsselungsschlüssel erfolgreich zu ermitteln. Erreichen können Sie dies, indem Sie die IAS-RADIUS-Optionen so festlegen, dass eine automatische Neuauthentifizierung der Clients erzwungen wird, was dann zu einer Neugenerierung des WEP-Schlüssels führt.

Bei dieser Lösung werden die IAS-RADIUS-Optionen so konfiguriert, dass sich Windows XP-Clients alle zehn Minuten neu authentifizieren müssen. Damit wird die kurze Gültigkeit der WEP-Sitzungsschlüssel gewährleistet. Diese Entscheidung wurde auf Grundlage der zum Zeitpunkt des Verfassens dieses Beitrags bekannten WEP-Angriffstools und -szenarien getroffen. Die einfache WEP-Verschlüsselung enthält eine Reihe von Schwachstellen, wie z. B. die schlechte Sequenzierung des Initialisierungsvektors (IV), die ein Angreifer ausnutzen kann, um die Schlüssel noch schneller zu ermitteln. Stellen Sie daher sicher, dass Ihre APs weniger vorhersehbare und damit stärkere IVs generieren können.

Wichtig: Ein Sitzungszeitlimit von 10 Minuten ist für viele Szenarien eventuell zu kurz. Kurze Zeitlimits bedeuten eine hohe Last auf den IAS-Servern. Darüber hinaus ist es bei kurzen Zeitlimits auch eher möglich, dass die IAS-Server vorübergehend nicht verfügbar sind, wodurch die Clients ihre Verbindung zum WLAN verlieren. Aus diesen Gründen können Sie ein längeres Zeitlimit von 60 Minuten verwenden, ohne dass die Sicherheit des WLAN ernsthaft in Gefahr gerät.

Durch die Verwendung von EAP-TLS ist sichergestellt, dass während des TLS-Verhandlungsprozesses eindeutige WEP-Sitzungsschlüssel erstellt und diese sicher im Netzwerk zwischen den einzelnen Komponenten der Lösung transportiert werden. Im Unterschied zur statischen WEP werden die Verschlüsselungsschlüssel nie wiederverwendet und zu keinem Zeitpunkt von Clients gemeinsam genutzt.

Auswählen einer Strategie für die WLAN-Migration

Wenn Sie bereits mit einem WLAN arbeiten, sollten Sie vorab eine Migrationsstrategie planen, damit Benutzer und Umgebung möglichst wenig gestört werden.

Studien haben gezeigt, dass bei vielen Organisationen 802.11-basierte WLANs im Einsatz sind, bei denen auf Netzwerkauthentifizierung oder Datenschutz verzichtet wird. Diese Art der 802.11-Netzwerksicherheitsstrategie bezeichnet man als Authentifizierung mit offenem System. Bei anderen Organisationen sind statische Schlüssel zur Netzwerkauthentifizierung und Verschlüsselung implementiert. Diese Art der 802.11-Netzwerksicherheitsstrategie wird auch als Authentifizierung mit gemeinsamem Schlüssel bezeichnet.

Die Migration von Netzwerksicherheitsmodellen auf 802.1X-Absicherung läuft mit offenem System ähnlich ab wie mit gemeinsamem Schlüssel. Ein Hauptunterschied liegt darin, dass die Absicherung mit gemeinsamem Schlüssel einen gewissen Sicherheitsschutz bietet, weshalb die Migration von diesem Sicherheitstyp aus für viele Unternehmen bequemer ist.

Die Migration von einer dieser Authentifizierungsstrategien zum 802.1X-Sicherheitsmodell umfasst typischerweise die folgenden Schritte:

1.

Bereitstellen von Zertifikaten für Computer und Benutzer Dies sollte im Vorfeld der 802.1X-Bereitstellung abgeschlossen sein, um sicherzustellen, dass die Zertifikate auch auf den mobilen Computern installiert sind, von denen aus nur gelegentlich auf das lokale Netzwerk zugegriffen wird.

2.

Konfigurieren der RAS-Richtlinien für drahtlosen Zugriff auf IAS-Servern Dazu gehört die Anleitung zum Konfigurieren einer RAS-Richtlinie.

3.

Bereitstellen der WLAN-Konfigurationen auf Clientcomputern Für das neue 802.1X-fähige Netzwerk ist normalerweise ein neuer Netzwerkname (Service Set ID, SSID) erforderlich. Die Netzwerkeinstellungen für diese SSID können Sie mithilfe einer Active Directory-Gruppenrichtlinie bereitstellen. WLAN-Gruppenrichtlinien müssen mit einem ausreichendem zeitlichen Vorlauf vor der Neukonfiguration der WLAN-APs bereitgestellt werden, um sicherzustellen, dass alle mobilen Computer, die nur gelegentlich auf das Netzwerk zugreifen, mit den entsprechenden WLAN-GPO-Einstellungen versorgt werden.

4.

Konfigurieren der WLAN-APs für die 802.1X-Absicherung Dieser Schritt wird typischerweise direkt vor Ort durchgeführt, z. B. in den einzelnen Gebäuden in der Netzwerkumgebung. Sie sollten entsprechende Rollback-Verfahren einplanen, falls es zu unerwartetem Verhalten kommt. Setzen Sie außerdem genügend Helpdeskmitarbeiter ein, um eine Überlastung des Supports zu vermeiden.

Wie bei allen Migrationsstrategien kommt es auf eine sorgfältige Planung an. Beim Konfigurieren der Clientcomputer und WLAN-APs kann es unbeabsichtigterweise zu Störungen in Ihrer Umgebung kommen. Sie sollten daher die beabsichtigten Änderungen vor der Bereitstellung gründlich testen.

Hinweis: Einige WLAN-APs unterstützen das Konfigurieren eines 802.11-Kanals für die statische WEP-Absicherung und eines anderen 802.11-Kanals für 802.1X. Aufgrund von Problemen mit der Kanaltrennung bei 802.11 ist diese Strategie jedoch für viele Organisationen nicht praktikabel.

Besprechen Sie mit den Herstellern Ihrer WLAN-Geräte, inwiefern diese in der Lage sind, WLAN-APs und WLAN-NIC-Upgrades auf WPA zu unterstützen. WPA wird in Windows XP SP2 unterstützt. Außerdem gibt es von Microsoft auch eine entsprechende Aktualisierung für Windows XP ohne SP2. Planen Sie darüber hinaus für die Zukunft eine Aktualisierung Ihrer WLAN-Infrastruktur auf die Unterstützung des Standards 802.11i ein. Im Rahmen einer solchen Aktualisierung ist wahrscheinlich auch eine Aktualisierung der Firmware auf Ihren APs und WLAN-NICs erforderlich.

Dieses Handbuch beschäftigt sich nicht mit der Migrationsplanung für Produktions-WLANs, die auf herstellerspezifische Sicherheitsoptionen oder eine Absicherung mit offenem System/gemeinsamem Schlüssel zurückgreifen. Hilfe bei der ausführlichen Planung einer Migration von Produktions-WANs erhalten Sie bei Ihrem Microsoft-Ansprechpartner. Sie können sich auch an den Microsoft Account Executive wenden, der Ihnen einen Mitarbeiter von Microsoft Consulting Services vermittelt.

Entwerfen der WLAN-Netzwerkinfrastruktur

Eine ausführliche Diskussion über 802.11-basierte WLAN-Geräte und Netzwerkentwurf würde den Rahmen dieses Handbuchs übersteigen. Allgemeine Hinweise und Anleitungen zu diesem Thema finden Sie im WLAN-Kapitel im Microsoft Windows Server 2003 Deployment Kit.

Bei der Entwicklung der Lösung wurde auf eine Unterstützung verschiedenster Produkte von unterschiedlichen Netzwerkgeräteherstellern Wert gelegt. Ausführliche Anleitungen zur Planung und Einbindung konkreter WLAN-AP-Produkte würden jedoch den Rahmen dieser Lösung sprengen.

Bei der Entscheidung zu den Sicherheitseinstellungen und der Sicherheitsverwaltung Ihrer 802.11-Geräte sollten Sie sich in der Dokumentation zu Ihrer Hardware über die folgenden Themen informieren:

SSID-Name und Standardkennwort – Das Thema umfasst das Ändern des standardmäßigen SSIDs auf allen Zugriffspunkten (Access Points, APs) und das Auswählen einer Strategie, bei der es darum geht, ob APs so konfiguriert werden sollen, dass sie ihre SSIDs senden.

Ändern des standardmäßigen Konsolenkennworts und der Zeichenfolgen für SNMP (Simple Network Management Protocol) – Das Thema umfasst das Ändern des standardmäßigen Verwaltungskennworts und der Zeichenfolgen für den Zugriff auf WLAN-APs sowie deren Wartung im Lauf der Zeit.

Sichere Verwaltung von WLAN-APs – Das Thema behandelt die Verwendung sicherer Kommunikationen bei der Verwaltung von WLAN-APs. Dazu werden Protokolle wie SSH (Secure Shell) oder HTTP (Hypertext Transfer Protocol) mit SSL oder TLS eingesetzt.

RADIUS-Clienteinstellungen – Das Thema umfasst das Konfigurieren von APs zum Verwenden von RADIUS-Server zur Authentifizierung und Kontoführung. Das Konfigurieren von APs für einen primären und einen sekundären RADIUS-Server, die Verwendung starker geheimer RADIUS-Schlüssel und das Attribut "Message Authenticator" werden in Kapitel 5, "Entwerfen der RADIUS-Infrastruktur für die WLAN-Absicherung" und in Kapitel 9, "Implementieren der Infrastruktur für die WLAN-Absicherung" ausführlich beschrieben. Kapitel 9 enthält zudem Anweisungen zur Verwendung eines bereitgestellten Skripts zur Erstellung starker geheimer RADIUS-Schlüssel.

VLAN-Switching und Filtern von Datenverkehr – Hier wird anhand verschiedener Szenarios untersucht, wie sich mithilfe von VLANs der Zugriff auf bestimmte Benutzertypen einschränken lässt. IAS kann auf RAS-Richtlinien basierende RADIUS-Werte bereitstellen, um die automatisierte Auswahl geeigneter VLANs während der Verbindung mit Clients zu unterstützen. Weitere Informationen zu den IAS-Optionen zur Angabe von VLANs für WLAN-APs finden Sie in den Dokumentationen, die im Abschnitt "Weitere Informationen" am Ende dieses Kapitels aufgeführt werden.

Taktik zur Vermeidung des Überschreitens von Gebäudegrenzen bei WLAN-Radioübertragungen – Das Thema behandelt u.  a. das Positionieren von APs, die beispielsweise nicht an Außenwänden oder Fenstern liegen sollten. Außerdem wird beschrieben, wie die Sendestärke von APs, falls möglich, gesenkt werden kann, damit nur der erforderliche Bereich abgedeckt ist, und nicht etwa Bereiche wie Parkplätze unabsichtlich empfangen können.

Erkennung inoffizieller WLAN-APs – Das Thema behandelt das aktive und regelmäßige Durchsuchen des Unternehmensnetzwerks nach inoffiziellen APs. Dazu werden WLAN-Verwaltungstools wie NetStumbler oder AirMagnet verwendet, die auf Windows  XP und Windows  CE basieren.

Weitere Informationen zu diesen Themen und zur Konfiguration von WLAN-APs entnehmen Sie bitte der jeweiligen Herstellerdokumentation, oder wenden Sie sich an einen Experten. Einige der Punkte werden auch im Thema "802.11 Wireless Network Technical Reference" in der Windows Server 2003 Technical Reference (in englischer Sprache) behandelt, zu der es im Abschnitt "Weitere Informationen" am Ende dieses Kapitels einen entsprechenden Link gibt.

Überlegungen zu WLAN-Gruppenrichtlinien

Sprechen Sie die Strategie zum Anwenden von WLAN-Gruppenrichtlinien auf Clientcomputer mit Ihren für die Domänen-GPOs zuständigen Administratoren ab. Die folgende Tabelle enthält eine Aufstellung der wichtigsten Entscheidungen, die Sie für Ihre eigene Umgebung treffen müssen, sowie der Einstellungen, die für diese Lösung ausgewählt wurden.

Tabelle 6.7: Planen einer Drahtlosnetzwerkrichtlinie

Überlegungen für die DrahtlosnetzwerkrichtlinieStrategie für die LösungEinzelheiten der Lösung

Kriterien für Richtlinienanwendung

Active Directory-Sicherheitsgruppenfilter zur Integration ausgewählter Computer

Drahtlosnetzwerkrichtlinie Globale Computergruppe

Anzahl erforderlicher GPOs

Einzelne Drahtlosnetzwerkrichtlinie

Das in dieser Lösung verwendete GPO heißt "Drahtlosnetzwerkrichtlinie".

GPO-Standort

Vom Domänenobjekt erstellt und angewendet

woodgrovebank.com

Anzahl der innerhalb der Richtlinie konfigurierten WLAN-Profile

Für Unternehmen, die 802.1X implementieren, wird ein WLAN-Profil implementiert.

Das GPO enthält ein WLAN-Profil für Umgebungen, die ihr WLAN nicht für die Produktion verwenden.

Sie können ggf. zusätzliche WLAN-Profile hinzufügen, um eine phasenweise Migration von einem vorhandenen Produktions-WLAN durchzuführen.

Hinweis: Diese Lösung gewährt einer benutzerdefinierten Sicherheitsgruppe ("Drahtlosnetzwerkrichtlinie – Computer") die Berechtigung "Richtlinie anwenden" für das GPO "Drahtlosnetzwerkrichtlinie". Welche Computer die WLAN-GPO-Einstellungen erhalten, richtet sich daher nach der Zugehörigkeit zu dieser Gruppe. Wenn alle Computer die WLAN-Konfigurationseinstellungen erhalten sollen, können Sie die Gruppe "Domänencomputer" bzw. "Authentifizierte Benutzer" zu dieser Gruppe hinzufügen und so die Verwaltung vereinfachen. Sie sollten sich dabei aber im Klaren sein, dass damit die Richtlinieneinstellungen auf alle Server und Clients in der Domäne ("Domänencomputer") bzw. in der Gesamtstruktur ("Authentifizierte Benutzer") angewendet werden.

Diese Lösung verwendet eine einfache Verwaltungsstrategie für Drahtlosnetzwerkrichtlinien, die darin besteht, dass ein einzelnes GPO erstellt und mit dem Domänenobjekt verbunden wird. Das bedeutet, dass alle Computer in der Domäne, die ebenfalls Mitglied der Gruppe "Drahtlosnetzwerkrichtlinie Computer" sind, die Richtlinieneinstellungen erhalten. Es empfiehlt sich häufig, weitergehende Standards für die Gruppenrichtlinienverwaltung zu erstellen und Ihre Drahtlosnetzwerkrichtlinien entsprechend anzuwenden. Viele Organisationen benötigen aber nur ein Gruppenrichtlinienobjekt "Drahtlosnetzwerkrichtlinie" (auch wenn Sie beschließen, dieses GPO mit einem anderen Standort als dem Domänenobjekt zu verbinden).

Festlegen der für 802.1X-WLANs erforderlichen Softwareeinstellungen

Zur Gewährleistung der 802.1X-WLAN-Absicherung müssen Sie die folgenden beiden wichtigen Softwarekomponenten der Lösung konfigurieren:

IAS-Netzwerkzugriffsrichtlinie

Active Directory-Gruppenrichtlinie für Clientcomputer

Die IAS-Netzwerkzugriffsrichtlinie ist das Kernstück Ihrer Lösung für die Verwaltung des Netzwerkzugriffs. Auf jedem IAS-basierten RADIUS-Server werden auf automatisierte Weise Einstellungen bereitgestellt, die Ihre WLAN-Sicherheitsrichtlinie repräsentieren. Die Richtlinie beinhaltet Einstellungen für:

RAS-Richtlinien

Verbindungsanforderungsrichtlinien

RAS-Richtlinien sorgen dafür, dass der Zugriff auf Ihre Netzwerke ausschließlich über Ihre WLAN-APs erfolgt. Verbindungsanforderungsrichtlinien legen fest, wie RADIUS-Anforderungen von verschiedenen WLAN-APs verarbeitet werden, die als RADIUS-Clients konfiguriert wurden.

Eine Active Directory-Gruppenrichtlinie für Clientcomputer enthält sämtliche Einstellungen, die auf Windows XP-basierten Clientcomputern bereitgestellt werden. Diese Gruppenrichtlinie beeinflusst die Clientinteraktion mit den WLAN-APs, dem RADIUS-Server und anderen drahtlosen Netzwerken.

Konfigurieren von RAS-Richtlinien

Sie müssen die Erstellung von RAS-Richtlinien auf IAS-Servern so planen, dass sie der Unternehmensstrategie für drahtlosen Netzwerkzugriff entsprechen. Beim Erstellen und Konfigurieren von RAS-Richtlinien müssen für jede Richtlinie die folgenden drei Einstellungstypen eingerichtet werden:

Richtlinienbedingungen

Richtlinienberechtigung

Richtlinienprofil

Die Lösung verwendet eine einzelne RAS-Richtlinie, die Vollzeitangestellten uneingeschränkten Zugriff auf das drahtlose Netzwerk ermöglicht. In der folgenden Tabelle werden die Bedingungen für die RAS-Richtlinien aufgeführt, die für diese Lösung ausgewählt wurden.

Tabelle 6.8: Bedingungen für RAS-Richtlinien

RichtlinienbedingungÜbereinstimmende BedingungKommentar

NAS-Porttyp

"Wireless–Other"

oder

"Wireless–IEEE 802.11"

Dadurch wird erkannt, dass eingehende Anfragen von WLAN-AP-Hardware stammen.

Windows-Gruppe

Mitglied in Sicherheitsgruppe "RAS-Richtlinie Drahtloser Zugriff"

Dabei handelt es sich um eine domänenspezifische universelle Sicherheitsgruppe, die verschachtelte globale Gruppen für Benutzer und Computer enthält, die auf das WLAN zugreifen können.

Die Richtlinienberechtigung für die RAS-Richtlinie in dieser Lösung ist auf Zugriff gewähren gesetzt, und Benutzerkonten sind mit der Einstellung Zugriff über RAS-Richtlinien steuern konfiguriert.

In der folgenden Tabelle werden die in dieser Lösung verwendeten Profiloptionen der RAS-Richtlinie aufgeführt. Um den Anforderungen Ihrer Umgebung zu entsprechen, müssen Sie möglicherweise zusätzliche Einstellungen hinzufügen.

Tabelle 6.9: Profiloptionen für die RAS-Richtlinie

ProfiloptionProfileinstellungKommentar

Einwähleinschränkungen – Gibt die zugelassene Sitzungslänge für Clients in Minuten an.

10 Minuten

Mit dieser Einstellung werden Clientcomputer gezwungen, sich alle zehn Minuten neu zu authentifizieren und neue Verschlüsselungsschlüssel zu erstellen.

Authentifizierung EAP-Methode

Smartcard oder anderes Zertifikat

Bei dieser Einstellung wird "EAP -TLS" als EAP-Typ für das drahtlose Profil ausgewählt.

RADIUS-Attribut "Ignore-User-Dial-in-Properties"

Attribut auf "True" gesetzt

Das Attribut gewährleistet, dass die Einwähleinstellungen (z.  B. Rückruf) der Active Directory-Benutzerkonten nicht an WLAN-APs gesendet werden. Dadurch sollen Probleme vermieden werden, die bei einigen Netzwerkszugriffsprodukten auftreten könnten.

RADIUS-Attribut "Termination-Action"

Attribut auf "RADIUS Request" gesetzt

Das Attribut gewährleistet, dass, wenn Clients zur Reauthentifizierung gezwungen werden, deren Verbindung von WLAN-APs nicht wieder getrennt wird.

Wichtig: Ein Sitzungszeitlimit von 10 Minuten ist für viele Szenarien eventuell zu kurz. Kurze Zeitlimits bedeuten eine hohe Last auf den IAS-Servern. Darüber hinaus ist es bei kurzen Zeitlimits auch eher möglich, dass die IAS-Server vorübergehend nicht verfügbar sind, wodurch die Clients schneller ihre Verbindung zum WLAN verlieren. Aus diesen Gründen können Sie ein längeres Zeitlimit von 60 Minuten verwenden, ohne dass die Sicherheit des WLAN ernsthaft in Gefahr gerät.

Konfigurieren von Verbindungsanforderungsrichtlinien

Sie müssen planen, wie IAS RADIUS-Anforderungen verarbeitet, wenn er als RADIUS-Server und als ein RADIUS-Proxy arbeitet. Überlegungen zur Auswahl der RADIUS-Rolle für IAS finden Sie in Kapitel 5, "Entwerfen der RADIUS-Infrastruktur für die WLAN-Absicherung".

Unabhängig davon, welche Rolle Sie für den IAS-Server auswählen, müssen Sie die folgenden Komponenten der Verbindungsanforderungsrichtlinien konfigurieren, bevor der Zugriff auf das WLAN möglich ist:

Richtlinienbedingungen

Richtlinienprofil

In dieser Lösung wird als RADIUS-Server IAS verwendet. Daher werden die Verbindungsanforderungen lokal auf dem jeweiligen Server verarbeitet. Die Einstellungen in der folgenden Tabelle zeigen die Richtlinienbedingungen auf, die in der Verbindungsanforderungsrichtlinie für die Lösung konfiguriert worden sind.

Hinweis: Die Einstellungen der Verbindungsanforderungsrichtlinie in dieser Lösung verwenden die Standardwerte der Windows Server 2003-IAS-Installation.

Tabelle 6.10: Bedingungen der Verbindungsanforderungsrichtlinie

RichtlinienbedingungÜbereinstimmende Bedingung Kommentar

"Date-And-Time-Restrictions"

"Sun 00:00–24:00; Mon 00:00–24:00; Tue 00:00–24:00; Wed 00:00–24:00; Thu 00:00–24:00;
Fri 00:00–24:00;
Sat 00:00–24:00"

Diese Bedingung der standardmäßigen Verbindungsanforderungsrichtlinie gewährleistet, dass die eingehenden Verbindungsanforderungen mit der Richtlinie übereinstimmen.

In der folgenden Tabelle werden die Profileinstellungen aufgelistet, die in der Verbindungsanforderungsrichtlinie für diese Lösung verwendet wurden.

Tabelle 6.11: Profileinstellungen für die Verbindungsanforderungsrichtlinie

ProfiloptionProfileinstellungKommentar

Authentifizierung

Authentifizierungsanforderung auf diesem Server

Diese Einstellung sorgt dafür, dass Anforderungen direkt gegenüber Active Directory authentifiziert und nicht an weitere RADIUS-Server weitergeleitet werden.

Konfigurieren von Gruppenrichtlinien für Clientcomputer

Um über Drahtlosnetzwerkrichtlinien (IEEE 802.11) die WLAN-Einstellungen und 802.1X-Sicherheitseinstellungen auf Clientcomputern konfigurieren zu können, muss vor der Verwendung der Active Directory-Gruppenrichtlinie eine entsprechende Planung erfolgen. In diesem Abschnitt werden einige der für diese Lösung gewählten Einstellungen beschrieben und die Hintergründe für die Auswahl dargelegt. Die Drahtlosnetzwerkrichtlinien (IEEE 802.11) finden Sie im Objekt "\Computerkonfiguration\Windows-Einstellungen\Sicherheitseinstellungen\Richtlinien für Drahtlosnetzwerke (IEEE 802.11)" im Gruppenrichtlinienobjekt-Editor.

Konfigurieren der WLAN-Einstellungen

Die WLAN-Einstellungen können Sie konfigurieren, indem Sie die Eigenschaften der WLAN-Richtlinienobjekte in der Gruppenrichtlinie bearbeiten. Dazu gehören die folgenden Typen von Eigenschaften:

Allgemeine Einstellungen

Bevorzugte Netzwerke

Netzwerkeigenschaften

In der folgenden Tabelle werden die allgemeinen Einstellungen der Drahtlosnetzwerkrichtlinie für diese Lösung veranschaulicht.

Tabelle 6.12: Allgemeine Einstellungen für Drahtlosnetzwerkrichtlinien

OptionEinstellungKommentar

Name

Client-Computer drahtlose Konfiguration

Dieser Wert kann an die in Ihrer Organisation verwendeten Benennungsstandards angepasst werden.

Netzwerktypen, auf die zugegriffen werden soll

Jedes verfügbare Netzwerk (Zugriffspunkte bevorzugt)

Diese Einstellung verhindert, dass Clientcomputer eine Verbindung zu anderen Computern herstellen, die mit derselben SSID wie Ihr 802.1X-fähiges Netzwerk konfiguriert sind. Das Zulassen von Ad-hoc-Netzwerkvorgängen ermöglicht es aber Mitarbeitern, bei Bedarf andere Netzwerke zu verwenden (z. B. von zuhause aus). Daher bleibt diese Einstellung aktiviert.

Automatische Verbindung mit nicht bevorzugten Netzwerken

Deaktiviert

Mit Windows XP Professional können Benutzer sich automatisch über verfügbare drahtlose Netzwerke benachrichtigen lassen, ohne dass eine automatische Verbindung hergestellt werden muss. Auf diese Weise lässt sich ein gutes Verhältnis zwischen Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit schaffen.

Sie müssen auf der Registerkarte Bevorzugte Netzwerke der Drahtlosnetzwerkrichtlinie einen Eintrag für Ihre neue 802.1X-WLAN-SSID erstellen. Wurde ein bevorzugtes Netzwerk erstellt, müssen Sie die Standardwerte der Netzwerkeigenschaften bearbeiten.

In der folgenden Tabelle werden die Netzwerkeigenschaftseinstellungen für das neu aktivierte 802.1X-Netzwerk in der Drahtlosnetzwerkrichtlinie aufgeführt, die für die Lösung festgelegt wurden.

Tabelle 6.13: Eigenschafteneinstellungen für die Drahtlosnetzwerkrichtlinie

OptionEinstellungKommentar

Name

MSSWLAN

Ändern Sie diesen Wert, um ihn den in Ihrer Organisation verwendeten Benennungsstandards anzupassen. Achten Sie bei der Benennung auf jeden Fall darauf, dass der Name mit keinem vorhandenen Produktions-WAN übereinstimmt.

Drahtlosnetzwerkschlüssel (WEP) Datenverschlüsselung (WEP aktiviert)

Aktiviert

Eine Verschlüsselung ist unerlässlich, um die Sicherheit des WLAN-Verkehrs in 802.11-Netzwerken zu schützen. Falls Sie 802.11-Netzwerke unterstützen, müssen Sie sicherstellen, dass diese durch WEP oder eine andere Form der Verschlüsselung geschützt werden.

Drahtlosnetzwerkschlüssel (WEP) Netzwerkauthentifizierung (Freigabemodus)

Deaktiviert

Die Sicherheitsstrategie mit gemeinsamem Schlüssel bei 802.11-Netzwerken basiert auf statischen WEP-Schlüsseln. Bei dieser Lösung wird 802.1X zur RADIUS-Authentifizierung gegen Active Directory verwendet. Daher ist diese Option deaktiviert.

Drahtlosnetzwerkschlüssel (WEP) Netzwerkschlüssel wird automatisch bereitgestellt

Aktiviert

Bei Aktivierung dieser Einstellung kann 802.1X automatisch dynamische WEP-Sitzungsschlüssel für die Verschlüsselung des Netzwerkverkehrs bereitstellen.

Dabei handelt es sich um ein (Ad-hoc-)Netzwerk zwischen einzelnen Computern; es werden keine WLAN-APs verwendet.

Deaktiviert

Diese Einstellung in der Lösung verwendet den 802.11-WLAN-Infrastrukturmodus mit WLAN-APs, die für 802.1X konfiguriert sind, und kein Ad-hoc-Netzwerk zwischen einzelnen Computern.

Konfigurieren der 802.1X-Einstellungen auf Clientcomputern

802.1X-Einstellungen können Sie über Ihre Drahtlosnetzwerkrichtlinie konfigurieren. Dies betrifft die folgenden Typen von Einstellungen:

802.1X-Parameter

EAP-Typ

Prüfen von Anmeldeinformationen

Verhalten bei der Computerauthentifizierung

In der folgenden Tabelle werden die 802.1X-Einstellungen für das neu aktivierte 802.1X-Netzwerk in der Drahtlosnetzwerkrichtlinie für diese Lösung aufgeführt.

Tabelle 6.14: 802.1X-Einstellungen für die Drahtlosnetzwerkrichtlinie

OptionEinstellungKommentar

Netzwerkzugriffsteuerung mit IEEE 802.1X aktivieren

Aktiviert

Durch diese Option kann der Clientcomputer in Netzwerken verwendet werden, die mit 802.1X gesichert sind.

EAPOL-Startmeldung

Übertragen

Nach dieser Meldung startet der Client den Authentifizierungsprozess.

Parameter (Sekunden) Max. Start

3

Mit diesem Wert wird festgelegt, wie viele aufeinander folgende EAPOL-Startmeldungen (EAP over LAN) der Client überträgt, nachdem er keine Antwort erhalten hat. Die Standardeinstellung für diesen Wert sollte nur geändert werden, wenn dies unbedingt erforderlich ist.

Parameter (Sekunden) Wartezeitraum

60

Der Wert legt fest, wie lange ein Client wartet, bevor er versucht, eine fehlgeschlagene 802.1X-Authentifizierung erneut durchzuführen. Die Standardeinstellung für diesen Wert sollte nur geändert werden, wenn dies unbedingt erforderlich ist.

Parameter (Sekunden) Startzeitraum

60

Dieser Wert legt das Zeitintervall fest, in dem EAPOL-Startmeldungen erneut gesendet werden. Die Standardeinstellung für diesen Wert sollte nur geändert werden, wenn dies unbedingt erforderlich ist.

Authentifizierungszeitraum

30

Dieser Wert legt das Zeitintervall fest, in dem 802.1X-Anforderungsnachrichten neu versendet werden, wenn keine Antwort eingegangen ist. Die Standardeinstellung für diesen Wert sollte nur geändert werden, wenn dies unbedingt erforderlich ist.

EAP-Typ

Smartcard oder anderes Zertifikat

Mit dieser Option wird "EAP-TLS" als EAP-Typ festgelegt.

In der folgenden Tabelle werden die EAP-Einstellungen für das neu aktivierte 802.1X-Netzwerk in der Drahtlosnetzwerkrichtlinie für diese Lösung aufgeführt.

Tabelle 6.15: EAP-Einstellungen für Drahtlosnetzwerkrichtlinien

OptionEinstellungKommentar

Beim Herstellen der Verbindung

Zertifikat auf diesem Computer verwenden

Mit dieser Option wird festgelegt, dass statt auf Smartcards basierender Anmeldeinformationen softwarebasierte Zertifikate und private Schlüssel verwendet werden.

Zertifikat auf diesem Computer verwenden Einfache Zertifikatauswahl verwenden (empfohlen)

Aktiviert

Wenn diese Option aktiviert ist, wird festgelegt, dass Windows versucht, auf Basis der Zertifikateigenschaften das richtige Zertifikat auszuwählen. Sie können diese Option deaktivieren, um im Rahmen der Fehlerbehebung manuell das richtige Zertifikat auszuwählen.

Serverzertifikat überprüfen

Aktiviert

Wenn diese Option aktiviert ist, wird überprüft, ob das dem Client während der EAP-TLS-Authentifizierung angezeigte Zertifikat gültig ist. (Das Zertifikat ist gültig, wenn der DNS-Name des IAS-Servers im Zertifikat korrekt und das Zertifikat für die Serverauthentifizierung noch nicht abgelaufen und mit einer Stamm-CA im Zertifikatsspeicher des Clients verbunden ist.)

Serverzertifikat überprüfen Verbindung mit diesen Servern herstellen

Deaktiviert

Wenn aktiviert, ermöglicht diese Option das Prüfen des Suffix für den vollqualifizierten Domänennamen in der Antragstellerzeile des Serverzertifikats. Dadurch wird eine Sprechblase auf Clientcomputern generiert, die als Eingabeaufforderung für die Vertrauensgenehmigung des IAS-Servers dient. Wägen Sie den Nutzen gegen die Sicherheit ab, wenn Sie diese Option auswählen.

Serverzertifikat überprüfen Verbindung mit diesen Servern herstellen Wert

Leer

Mit diesem Wert wird das Suffix für den vollqualifizierten Domänennamen festgelegt, der mit der Betreffzeile des Zertifikats übereinstimmen muss, das während der EAP-TLS-Authentifizierung auf dem Client angezeigt wird.

Vertrauenswürdige Stamm-CAs

Unternehmens-CA ausgewählt

Die Option ermöglicht es Administratoren, die vertrauenswürdigen Stamm-CAs anzugeben, zu dem die Anmeldeinformationen des 802.1X-Serverzertifikats eine Verkettung herstellen dürfen. Sie können für diese Option eigene vertrauenswürdige Stamm-CAs auswählen.

Anderen Namen für die Verbindung verwenden

Deaktiviert

Wenn aktiviert, ermöglicht diese Option die Angabe eines anderen Benutzernamens als dem, der in dem Zertifikat enthalten ist, das während der EAP-TLS-Authentifizierung angezeigt wird. Diese Option ist bei dieser Lösung deaktiviert.

In der folgenden Tabelle werden die Computerauthentifizierungseinstellungen für das neu aktivierte 802.1X-Netzwerk in der Drahtlosnetzwerkrichtlinie für diese Lösung aufgeführt.

Tabelle 6.16: Optionen für das Verhalten bei der 802.1X-Computerauthentifizierung

OptionEinstellungKommentar

Als Gast authentifizieren, wenn Benutzer- oder Computerinformationen nicht verfügbar sind

Deaktiviert

Wenn diese Einstellung aktiviert ist, wird geprüft, ob der Computer versucht, sich als Gast zu authentifizieren, wenn keine Anmeldeinformationen verfügbar sind. Das bietet sich bei öffentlichen WLANs oder für Gäste des Unternehmens an.

Als Computer authentifizieren, wenn Computerinformationen verfügbar sind

Aktiviert

Diese Einstellung muss aktiviert sein, um sicherzustellen, dass in Fällen, in denen Benutzer nicht interaktiv am Computer angemeldet sind, eine Computerauthentifizierung stattfindet.

Computerauthentifizierung

Mit wiederholter Benutzerauthentifizierung

Mit dieser Standardoption ist sichergestellt, dass Benutzeranmeldeinformationen verwendet werden, wenn möglich. Wenn Benutzer allerdings nicht am Computer angemeldet sind, werden Computeranmeldeinformationen verwendet, um sicherzustellen, dass jederzeit eine Netzwerkverbindung verfügbar ist.

Weitere Überlegungen

Hier werden weitere Themen besprochen, die von dieser Lösung nicht abgedeckt werden, jedoch Auswirkungen auf Ihre Umgebung haben könnten.

Unterstützen von servergespeicherten Profilen und mobilen Benutzern

Auf EAP-TLS basierende 802.1X-Komponenten von Windows sind davon abhängig, dass Zertifikate und Informationen zu privaten Schlüsseln im Zertifikatsspeicher auf Ihren Clientcomputern verfügbar sind. In vielen Organisationen arbeiten mobile Benutzer mit Notebooks oder Tablet-PCs, die sie überall hin mitnehmen. Die Zertifikate und Schlüsselinformationen sind daher stets verfügbar.

Umfasst Ihre WLAN-Strategie aber auch Benutzer, die Computer gemeinsam nutzen, könnte eine Implementierung servergespeicherter Profile sinnvoll sein. Mit servergespeicherten Profilen können Sie sicherstellen, dass private Schlüsselinformationen und Zertifikate stets für die Verwendung in Ihrer 802.1X-basierten Umgebung verfügbar sind.

Alternativ dazu können Sie mithilfe der Drahtlosnetzwerkrichtlinie Computer, auf denen Windows XP ausgeführt wird, so konfigurieren, dass eine reine Computerauthentifizierung durchgeführt wird. Die Option ist zwar in dieser Lösung nicht implementiert, sie könnte jedoch für manche Unternehmen vorteilhaft sein.

Unterstützen von Clients ohne WLAN-Verbindungen

Für große Organisationen ist es zwar nicht üblich, es gibt aber Umgebungen, in denen überhaupt kein drahtgebundenes LAN vorhanden ist. Eine drahtgebundene LAN-Infrastruktur ist jedoch erforderlich, damit Clientcomputer einer Domäne beitreten und Zertifikate und Gruppenrichtlinien empfangen können. Ohne Computer- und Benutzerzertifikate und die entsprechende WLAN-Clientkonfiguration können Benutzer nicht auf 802.1X-basierte WLANs zugreifen. Dieser Fakt gilt auch für Organisationen, bei denen ein drahtgebundenes Netzwerk im Einsatz ist, das grundsätzlich eine 802.1X-Authentifizierung erfordert.

Falls Sie über keine WLAN-Infrastruktur verfügen, können Sie auch mit einer Strategie arbeiten, bei der Benutzer über "PEAP-MSCHAPv2" kennwortbasierte Anmeldeinformationen an den RADIUS-Server senden. Über die webbasierten Registrierungsseiten der Zertifikatsdienste wird die Verbindung zu einem kontrollierten VLAN hergestellt. Von dort können Benutzer Zertifikate registrieren und installieren, um mithilfe von "EAP-TLS" vollen Zugriff auf das Unternehmens-WLAN zu erhalten. Momentan liegt eine solche Strategie außerhalb der Möglichkeiten dieser Lösung. Erforderlich wären eine zusätzliche RAS-Richtlinie auf den IAS-Servern sowie ein bestimmter VLAN-Entwurf.

Zusammenfassung

In diesem Kapitel wurde beschrieben, wie mithilfe des 802.1X-Protokolls eine WLAN-Absicherung entworfen werden kann. Dazu gehören Aufgaben wie das Bestimmen der WLAN-Voraussetzungen, das Abwägen von Sicherheitsüberlegungen, das Erarbeiten einer Strategie sowie weitere Überlegungen. Wenn Sie Ihren Entwurf auf Basis der in diesem Kapitel behandelten Optionen entwickelt haben, sollten Sie in der Lage sein, eine 802.1X-basierte WLAN-Absicherung in Ihrer Umgebung bereitzustellen.

Der in diesem Kapitel vorgestellte Entwurf wird in den späteren Kapiteln, die sich mit dem Aufbau und dem Betrieb der Lösung beschäftigen, für die Implementierung der 802.1X-WLAN-Sicherheitsinfrastruktur verwendet.

Weitere Informationen

Weitere Informationen zur Absicherung von WLANs bieten die folgenden Quellen:

Product Documentation for Windows Server 2003 unter http://www.microsoft.com/windowsserver2003/proddoc/default.mspx (in englischer Sprache)

Die Produktdokumentation enthält eine Übersicht über die IAS-Features, eine Konfigurationsanleitung und Informationen zu empfohlenen Vorgehensweisen für die Bereitstellung.

Die Microsoft-Lösung Sichern von WLANs mit PEAP und Kennwörtern ist verfügbar unter http://www.microsoft.com/germany/sicherheit/guidance/modules/peap/0.mspx.

Kapitel "IAS Technical Reference" der Microsoft Windows Server Technical Reference unter http://www.microsoft.com/resources/documentation/windowsServ/2003/all/techref/en-us/W2K3TR_ias_intro.asp (in englischer Sprache)

Dieses Kapitel enthält umfangreichere technische Informationen zu IAS als die Produktdokumentation und empfiehlt sich daher als Referenzquelle für weiterführende Informationen.

Microsoft Windows Server 2003 Technical Reference und Microsoft Windows Server 2003 Deployment Kit unter http://www.microsoft.com/windows/reskits/default.asp (in englischer Sprache)

Kapitel "Deploying a Wireless LAN" des Handbuchs Deploying Network Services im Microsoft Windows Server 2003 Deployment Kit unter http://www.microsoft.com/windowsserver2003/techinfo/reskit/deploykit.mspx (in englischer Sprache)

Dieses Kapitel enthält Bereitstellungshilfen für den Einsatz von IAS in einer Vielzahl von Szenarien, die den Rahmen dieser Anleitung zur Absicherung von WLANs sprengen würden, bei Entwurfsentscheidungen jedoch hilfreich sein können.

Eine ausführliche Übersicht über 802.1X-WLANs, WLAN-Sicherheitsprobleme und zugehörige Standards finden Sie auf der Website The Unofficial 802.11 Security Web Page unter http://www.drizzle.com/~aboba/IEEE/ (in englischer Sprache)

Informationen zu WLAN-Lösungen und Industrieinformationen bietet die Wi-Fi Alliance-Website unter http://www.wi-fialliance.org (in englischer Sprache)

Für Informationen zum Thema WLAN einschließlich Hintergrundinformationen, Marktstudien, Whitepapers und Trainingsprogramme besuchen Sie das Wireless-LAN-Association (WLANA) Learning Center unter http://www.wlana.org/learning_center.html (in englischer Sprache)

Informationen zu EAP-TLS, EAPOL, EAP-RADIUS, RADIUS und weiteren Internet-Standards, die im Zusammenhang mit 802.1X verwendet werden, finden Sie auf der Website der Internet Engineering Task Force (IETF) unter http://www.ietf.org/ (in englischer Sprache)

Informationen zu relevanten WLAN-Standards, wie 802.11, 802.11a, 802.11b, 802.1X, 802.11i u. a, finden Sie auf der Website IEEE Wireless Standards Zone unter http://standards.ieee.org/wireless/ (in englischer Sprache)

Die 802.11 Wireless Technical Reference ist unter folgender Adresse verfügbar: http://www.microsoft.com/resources/documentation/windowsServ/2003/all/techref/en-us/W2K3TR_wir_intro.asp (in englischer Sprache)


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