Auf dieser SeiteModulübersichtIn diesem Modul werden die Konfigurationsmöglichkeiten behandelt, die beim Entwerfen einer wirksamen Sicherungs- und Wiederherstellungslösung für eine Unternehmensorganisation berücksichtigt werden sollten. Es werden die Vor- und Nachteile verschiedener Technologien erläutert, die zur Sicherung und Wiederherstellung von Systemen eingesetzt werden können. Zielsetzung
BetrifftDie Informationen in diesem Modul gelten für folgende Produkte und Technologien:
Verwendung dieses ModulsIn diesem Modul werden die zur Konfiguration von Sicherungs- und Wiederherstellungsdiensten in einer Windows-Umgebung verfügbaren Optionen ausführlich behandelt. Empfehlungen für eine erfolgreiche Arbeit mit diesem Modul:
Entwurf von Sicherungs- und WiederherstellungsdienstenUnternehmen sind für den erfolgreichen Geschäftsbetrieb auf wichtige Daten angewiesen. Sicherungs- und Wiederherstellungstechnologien bilden die Grundlage für Datenschutzstrategien, mit deren Hilfe Organisationen ihre Anforderungen in Bezug auf die Verfügbarkeit von Daten und den Zugriff auf Daten erfüllen können. Datenzentren können redundante Komponenten und Fehlertoleranztechnologien (zum Beispiel Serverclusterdienste, Software- oder Hardwarespiegelungen) verwenden, um eine hohe Verfügbarkeit durch Replizierung wichtiger Daten sicherzustellen. Diese Technologien allein können jedoch durch beschädigte oder gelöschte Daten verursachte Probleme nicht lösen, die infolge von Anwendungsfehlern, Viren, Sicherheitsverletzungen oder Benutzerfehlern auftreten können. Unter Umständen kann es auch erforderlich sein, Informationen für Wirtschaftsprüfungen oder aus rechtlichen Gründen in archivierter Form aufzubewahren. Diese Anforderung kann sich auch auf Transaktionsdaten, Dokumente und aus der Zusammenarbeit resultierende Informationen wie E-Mails erstrecken. Es muss daher eine Datenschutzstrategie mit einem umfassenden Sicherungs- und Wiederherstellungsplan zur Verfügung stehen, durch die Daten vor Ausfällen oder Notfällen jeglicher Art geschützt und alle relevanten Industrieanforderungen bezüglich der Datenaufbewahrung erfüllt werden. Dieses Modul beinhaltet Hilfestellungen und Anleitungen zum Erstellen einer Sicherungs- und Wiederherstellungslösung auf Unternehmensebene. Definition der DiensteEs gibt eine Reihe von Technologien, die verschiedene Möglichkeiten zur Realisierung von Sicherung und Wiederherstellung bieten. Sie sollten auf Grundlage der für Ihr Unternehmen definierten Geschäftsanforderungen und SLAs (Service Level Agreement, Vereinbarung über die Bereitstellung von Diensten) für jeden vom Datenzentrum bereitgestellten Dienst eine spezifische Technologie auswählen. Beispielsweise könnte ein Messagingdienst als wichtigster, vom Datenzentrum bereitgestellter Dienst eingestuft werden. Einer SLA für diesen Messagingdienst würden daher mehr Ressourcen zugewiesen werden als den SLAs anderer Dienste. SLAs müssen in Zusammenarbeit mit den Benutzern jedes Dienstes definiert werden. Obwohl in diesem Modul der SLA-Definitionsprozess nicht in allen Einzelheiten beschrieben wird, bieten das in " Anhang 1 " dieses Moduls enthaltene Arbeitsblatt für Kunden und das Handbuch MSA 2.0 Planning Guide einen guten Ausgangspunkt für die weitere Arbeit. Nachdem Sie eine ausführliche Analyse der geschäftlichen Anforderungen durchgeführt und für jeden Dienst beiderseitig annehmbare SLAs definiert haben, können Sie die technischen Aspekte der Sicherungs- und Wiederherstellungslösung untersuchen. In den folgenden Abschnitten werden die verschiedenen Sicherungsmodi, -arten und -topologien sowie die beim Entwerfen von Sicherungs- und Wiederherstellungslösungen zu berücksichtigenden Faktoren erläutert. SicherungsstrategienBei der Planung einer Sicherungslösung sollten verschiedene Faktoren berücksichtigt werden. Dies umfasst zum Beispiel eine genaue Auswahl der Daten, die tatsächlich gesichert werden müssen, eine sorgfältige Planung von Sicherungen und die Auswahl geeigneter Sicherungsarten. Vermeiden unnötiger SicherungenBeim Entwerfen einer Sicherungsstrategie wird häufig die vollständige Sicherung aller Server einer Umgebung in Betracht gezogen. Bedenken Sie jedoch, dass das Ziel in einer erfolgreichen Wiederherstellung der Umgebung nach einem Ausfall oder einer Störung besteht. Die Sicherungsstrategie sollte sich daher auf folgende Punkte konzentrieren:
Wenn alle Server vollständig gesichert werden, müssen erhebliche Datenmengen wiederhergestellt werden. Obwohl moderne Bandspeicher- und -sicherungssysteme eine schnelle Datenwiederherstellung ermöglichen, wird die Ausfallzeit unter Umständen unnötig verlängert, wenn sämtliche Daten von einem Bandlaufwerk wiederhergestellt werden müssen. Beispielsweise müssen bei den meisten Sicherungssystemen folgende Schritte ausgeführt werden:
Je mehr Dateien gesichert werden, desto länger dauert der Sicherungsvorgang und - was noch wichtiger ist - desto länger dauert auch die Wiederherstellung der Dateien. Wenn ein Notfall eintritt, muss schnell gehandelt werden. Der Wiederherstellungsvorgang sollte daher so kurz wie möglich sein. Zudem wird durch umfangreiche Sicherungen, die in regelmäßigen Abständen ausgeführt werden, die Netzwerkleistung beeinträchtigt, sofern kein ausgewiesenes Sicherungsnetzwerk eingerichtet wurde. Nach der Definition einer optimalen Sicherungsstrategie für die Umgebung muss unbedingt zunächst eine Testwiederherstellung für das gesamte zu überwachende Netzwerk durchgeführt werden. Durch diesen Test können mögliche Problemfelder erkannt und nützliche Erfahrungen zur Wiederherstellung von Systemen in der Umgebung gewonnen werden, ohne dem zeitlichen Druck zur Wiederherstellung eines Produktionssystems in der Praxis zu unterliegen. Auswählen eines geeigneten Zeitpunktes für SicherungenFür jede Umgebung sind verschiedene Möglichkeiten zur Durchführung einer effektiven Sicherung denkbar, bei der die Arbeit der Benutzer möglichst wenig eingeschränkt wird. Beispielsweise unterscheidet sich die Sicherung einer E-Commerce-Umgebung von der Sicherung einer LAN-Infrastruktur in einem Unternehmen. In einem Unternehmensnetzwerk ist der Netzwerkverkehr außerhalb der Hauptgeschäftszeiten in der Regel weit geringer als in der übrigen Zeit. In einer E-Commerce-Umgebung hingegen steigt die Nutzung des Netzwerks im Allgemeinen am frühen Abend an und kann unter Umständen bis in die frühen Morgenstunden auf diesem Niveau bleiben, insbesondere dann, wenn die Kunden in verschiedenen Zeitzonen beheimatet sind. Aus diesem Grund lässt sich in manchen Fällen die ideale Zeit zur Sicherung einer Umgebung nicht eindeutig bestimmen. Sie können jedoch durch Einhaltung der folgenden Richtlinien die Beeinträchtigungen für die Benutzer verringern:
Auswählen des geeigneten SpeichermediumsNeben der Festlegung der Sicherungsart und des Zeitpunktes für die Sicherung sollten Sie die verfügbaren Speichermedientypen ermitteln und entsprechend auswählen. Beachten Sie bei der Auswahl eines Speichermediums die folgenden Faktoren:
In Tabelle 1 sind die Vor- und Nachteile gebräuchlicher Sicherungsmedientypen aufgeführt. Tabelle 1: Vergleich der Sicherungsmedientypen
SicherungsmodiDurch den Sicherungsmodus wird festgelegt, auf welche Weise die Sicherung mit Bezug auf die zu sichernden Daten ausgeführt wird. Es gibt zwei Datensicherungsmodi:
OnlinesicherungenOnlinesicherungen werden ausgeführt, während das System online ist. Bei dieser Strategie wird die Verfügbarkeit nur in einem geringen Maße beeinträchtigt. Derartige Sicherungen werden sehr häufig bei Anwendungen eingesetzt, die rund um die Uhr verfügbar sein müssen, wie zum Beispiel Microsoft Exchange Server und Microsoft SQL Server. Beide genannten Anwendungen unterstützen Onlinesicherungen. VorteileVorteile bei Onlinesicherungen:
NachteileNachteile bei Onlinesicherungen:
OfflinesicherungenOfflinesicherungen werden ausgeführt, nachdem das System und die Dienste offline geschaltet wurden. Diese Art von Sicherung wird verwendet, wenn Snapshots eines Systems benötigt werden oder die betreffende Anwendung keine Onlinesicherungen unterstützt. VorteileVorteile bei Offlinesicherungen:
Nachteil
SicherungsartenBei Online- und Offlinesicherungen können verschiedene Sicherungsarten verwendet werden. Aus den SLAs, dem Sicherungszeitfenster und den vorgegebenen Wiederherstellungszeiten einer Umgebung ergibt sich, welches Sicherungsverfahren beziehungsweise welche Kombination verschiedener Sicherungsverfahren für die Umgebung am besten geeignet ist. Vollständige SicherungenEine vollständige Sicherung erfasst jedes Datenelement, auch alle Dateien auf allen Festplatten. Jede einzelne Datei wird als gesichert markiert, indem das Attribut Archiv gelöscht oder zurückgesetzt wird. Mit einer aktuellen vollständigen Bandsicherung kann ein Server zu jedem beliebigen Zeitpunkt vollständig wiederhergestellt werden. VorteileVorteile von vollständigen Sicherungen:
NachteileNachteile von vollständigen Sicherungen:
Inkrementelle SicherungenBei einer inkrementellen Sicherung wird jedes Datenelement gespeichert, dass seit der letzten vollständigen oder inkrementellen Sicherung geändert wurde. Zur Wiederherstellung eines Servers werden eine vollständige Bandsicherung (Alter der Sicherung ist unerheblich) sowie alle nachfolgenden inkrementellen Sicherungen benötigt. Bei einer inkrementellen Sicherung werden Dateien als gesichert markiert. Hierzu wird das Attribut Archiv gelöscht beziehungsweise zurückgesetzt. VorteileVorteile von inkrementellen Sicherungen:
NachteileNachteile von inkrementellen Sicherungen:
Differenzielle SicherungenBei differenziellen Sicherungen werden nur die seit der letzten vollständigen Sicherung geänderten Daten gespeichert. Um eine vollständige Systemwiederherstellung durchzuführen, benötigen Sie ein Band mit einer vollständigen Sicherung und das Band mit der letzten differenziellen Sicherung. Die Dateien werden bei diesem Verfahren nicht als gesichert markiert (das heißt das Attribut Archiv wird nicht gelöscht). Vorteil
NachteileNachteile von differenziellen Sicherungen:
SicherungstopologienUrsprünglich gab es nur eine Art von Speichertechnologie, für die Sicherungen erforderlich waren. Hierbei waren Festplatten direkt an die Speicheradapter der Server angeschlossen. Heute wird diese Art von Speicher als DAS (Direct-Attached Storage, Direkt angeschlossener Speicher) bezeichnet. Der gesamte Bereich der Sicherung und Wiederherstellung hat sich mit der Entwicklung von Technologien wie SAN und NAS deutlich geändert. Insbesondere bieten SAN-Umgebungen Möglichkeiten zur Optimierung und Vereinfachung des Sicherungs- und Wiederherstellungsprozesses. Sicherungs- und Wiederherstellungstopologien können nach den Speichertechnologien (DAS, NAS oder SAN) klassifiziert werden, die gesichert werden müssen. Daher sind folgende Topologien für die entsprechenden Speichertypen verfügbar: lokale Serversicherung, NAS-Sicherungen über ein LAN und SAN-basierte Systeme. Lokale Serversicherung und -wiederherstellungIn einer lokalen Serversicherungskonfiguration ist jeder Server mit einem eigenen Sicherungsgerät verbunden, in der Regel über einen SCSI-Bus. Es wird keine LAN-Bandbreite beansprucht, auf dem lokalen Server müssen die Speichermedien jedoch manuell verwaltet werden. In Abbildung 1 ist ein typischer lokaler Sicherungs- und Wiederherstellungsmechanismus für Server dargestellt. ![]()
Abbildung 1
VorteileVorteile einer lokalen Serversicherung und -wiederherstellung:
NachteileNachteile einer lokalen Serversicherung und -wiederherstellung:
LAN-basierte Sicherung und WiederherstellungLAN-basierte Sicherungsinstallationen sind eine gebräuchliche Lösung für Unternehmen und werden bereits seit längerem eingesetzt. Sicherungssoftware für Unternehmensnetzwerke verwendet eine mehrstufige Architektur, in der einige Sicherungsserver Aufträge starten und Metadaten (auch als Steuerungsdaten bezeichnet) über die zu sichernden Daten sammeln, während andere Server (als Medienserver bezeichnet) den eigentlichen Auftrag zur Verwaltung der Daten ausführen, die an die Bandlaufwerke übertragen werden. Sicherungstechnologien für Unternehmensnetzwerke bestehen in der Regel aus drei Komponenten:
In Abbildung 2 ist der logische Aufbau eines Sicherungs- und Wiederherstellungssystems für ein LAN dargestellt. ![]()
Abbildung 2
VorteileVorteile einer LAN-basierten Serversicherung und -wiederherstellung:
NachteileNachteile einer LAN-basierten Serversicherung und -wiederherstellung:
Die Sicherung von NAS-Geräten kann mithilfe von Sicherungsagenten oder über NDMP (Network Data Management Protocol) erfolgen. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt "Dienstentwurf für NAS-Geräte" im Modul " Entwurf der Sicherungs- und Wiederherstellungsdienste ". SAN-basierte Sicherung und WiederherstellungDie Möglichkeit zur Integration der Festplattenspeicher-Subsysteme und des Sicherungs- und Wiederherstellungssystems bietet Ihnen verschiedene Varianten zur Bereitstellung von Datenschutzlösungen in SAN-basierten Umgebungen. Durch die zugrunde liegenden SAN-Technologien stehen mehrere Alternativen für die Sicherung und Wiederherstellung von Daten in einer SAN-Speicherumgebung zur Verfügung. Ausführliche Informationen zu den Möglichkeiten finden Sie im Abschnitt "Dienstentwurf" im Modul " Entwurf der Sicherungs- und Wiederherstellungsdienste ". In Abbildung 3 ist ein Szenario für eine SAN-basierte Sicherung dargestellt. ![]()
Abbildung 3
VorteileVorteile einer SAN-basierten Serversicherung und -wiederherstellung:
NachteileNachteile einer SAN-basierten Serversicherung und -wiederherstellung:
Verwenden von Snapshot-Technologien für Sicherung und WiederherstellungSnapshots sind ein Verfahren, bei dem ein einheitliches Abbild eines bestimmten Dateisystems oder Datenträgers zu einem bestimmten Zeitpunkt erstellt wird. Durch die Verwendung von Snapshots bei Sicherung und Wiederherstellung kann ein leistungsfähiger Datenschutz und eine Lösung mit hoher Verfügbarkeit bereitgestellt werden, die Produktionsserver und Netzwerkressourcen in ihrer Leistung kaum oder gar nicht beeinträchtigt. Sie können einen Snapshot als Bezugspunkt für einen Sicherungsvorgang verwenden. Nach der Aufnahme des Snapshots können die primären Daten weiter bearbeitet werden, ohne dass dies Auswirkungen auf den Sicherungsvorgang hat. Dieses Verfahren ermöglicht kurze Sicherungs- und Wiederherstellungszeiten. Snapshot-Technologien können in zwei allgemeine Kategorien unterteilt werden:
Die Auswahl einer geeigneten Variante sollte basierend auf der Anzahl der Hostsysteme und den Produktionsdaten erfolgen, von denen Snapshots erstellt werden müssen. Da der Snapshot selbst keine Funktionalität für Sicherung- und Wiederherstellung beinhaltet, müssen die Snapshot- und Sicherungsvorgänge in die zur Verwaltung der Daten verwendete Anwendung integriert werden, um eine einheitliche und zuverlässige Version der Daten auf dem Sicherungsmedium zu erhalten. In Abbildung 4 ist ein softwarebasierter Snapshot unter Verwendung eines Copy-on-Write-Prozesses dargestellt. Hinweis: Hardwarebasierte Snapshots sind direkt von der ausgewählten Hardwarelösung abhängig und werden daher an dieser Stelle nicht ausführlich behandelt. ![]()
Abbildung 4
Aus diesem Schema ist ersichtlich, dass die Festplattenschreibvorgänge überwacht werden, damit sie in einem Copy-on-Write-Prozess repliziert werden können. Bei Aufnahme eines Snapshots wird der geänderte Datenblock als Abbild für die Sicherung mit der geänderten Blockpositionsadresse verwendet, die durch den Copy-on-Write-Prozess identifiziert wurde. Es gibt verschiedene Verfahren, die bei Verwendung von Snapshot-Technologien in einer Sicherungs- und Wiederherstellungslösung für Unternehmen eingesetzt werden können. Volumeschattenkopie ist eine Funktion von Windows Server 2003, die eine Infrastruktur zum Erstellen von snapshotbasierten Kopien einzelner oder mehrerer Datenträger zu einem bestimmten Zeitpunkt bietet. Volumeschattenkopie-DiensteDie Möglichkeiten einer umfassenden Nutzung der Vorteile von SANs für die Sicherung wird durch das Fehlen hersteller- und plattformübergreifender Software eingeschränkt, die zur einfacheren Verwaltung komplexere Aufgaben übernehmen kann. Um Probleme bei Kompatibilität und Interoperabilität zu beheben, wurden Volumeschattenkopie-Dienste in Windows Server 2003 integriert. Volumeschattenkopie ist ein Verfahren zum schnellen Erstellen von Datenkopien und zum Verwalten von Sicherungen und Snapshots. Dieser Dienst bietet ein standardmäßiges Verfahren für Windows-Anwendungen zur Interaktion mit Funktionen zum zeitpunktgenauen Kopieren (hardware- oder softwarebasiert) von jedem beliebigen Hersteller, so dass unabhängige Softwareanbieter die von der Speicherhardware gebotenen Möglichkeiten optimal ausnutzen können. Windows Server 2003 Enterprise und Datacenter unterstützen Snapshots mit Hardwareübertragung unter der Voraussetzung, dass der Hardwarehersteller einen Anbieter für den Volumeschattenkopie-Dienst bereitstellt. In Verbindung mit Microsoft Windows XP-Clients können Benutzer mit Volumeschattenkopie ebenfalls alte Kopien ihrer Dateien abrufen, ohne dass Supportpersonal zur Wiederherstellung angefordert werden muss. Dadurch verringert sich der erforderliche Zeit- und Kostenaufwand zur Wiederherstellung alter Dateien. Verwenden von Festplatten für stufenweise Sicherungen (Staging)Festplatten bieten eine kostengünstige und sinnvolle Alternative für das Speichern häufig wechselnder Daten. Mit Festplatten kann bei Bedarf auch eine zweite Kopie wichtiger Daten abgerufen werden. Obwohl das Risiko von Systemausfällen durch Systemfehlertoleranz und RAID-Technologien bis zu einem bestimmten Grad verringern wird, kann sich die Sicherung selten genutzter oder weniger wichtiger Daten mit diesen Verfahren als kostspielig erweisen. Eine mögliche Strategie ist daher die Implementierung einer stufenweisen Speicherung von Sicherungen und Snapshots auf einer lokalen oder SAN-basierten Festplatte. Daten können ständig von Festplatte zu Festplatte kopiert werden. Im Gegensatz hierzu werden Sicherungen auf Band in regelmäßigen Intervallen durchgeführt. Die Häufigkeit der Sicherungen ist abhängig von den Anforderungen an die betreffende Implementierung. Stufenweise Sicherungen bieten den entscheidenden Vorteil, dass die Daten vor der Übertragung auf Bandkassetten an einen sekundären Speicherort verschoben werden können. Sie können Datenkopien so planen, dass nur eine minimale Zusatzlast für Server und Anwendungen entsteht. Gleichzeitig erhöht sich die Verfügbarkeit der Daten vor der Speicherung auf Band. Durch das Verschieben einer Datenkopie in einen sekundären Onlinespeicher vor dem Verschieben auf das Sicherungsband wird gewährleistet, dass aktuelle Daten, die noch nicht auf Band gesichert wurden, schnell abgerufen werden können. Außerdem wird eine temporäre zweite Speicherebene geschaffen, aus der Sie Daten auf Band verschieben können, ohne dass langwierige Prozeduren zur Bandwiederherstellung erforderlich sind. Dies gilt auch dann, wenn die Kapazität für Onlinespeicherungen von Snapshots auf Daten der letzten 24 Stunden begrenzt ist. Sie können Daten auf Band verschieben und den Festplattenspeicher für die Speicherung eines neuen Snapshots freigeben. Da nicht die primären Onlinedaten, sondern eine Kopie des Snapshots gesichert wird, nimmt die Sicherung kaum Zeit in Anspruch. In Abbildung 5 ist die Verwaltung der Sicherungs- und Snapshotdaten vor der Archivierung auf Band dargestellt. ![]()
Abbildung 5
ZusammenfassungDieses Modul bietet eine ausführliche Beschreibung der Konfigurationsoptionen, die für den Entwurf einer effektiven Sicherungs- und Wiederherstellungslösung auf Unternehmensebene zur Verfügung stehen. Bei der Auswahl einer Sicherungs- und Wiederherstellungsstrategie für Ihre Umgebung müssen Sie festlegen, welche Speichermedien, Sicherungsmodi und Sicherungsarten verwendet werden sollen, um die Wiederherstellungszeiten bei einem potenziellen Systemausfall zu minimieren. Sie müssen ebenfalls festlegen, welche Topologie für die betreffende Umgebung am besten geeignet ist: lokale Serversicherung und -wiederherstellung, LAN-basierte Sicherung und Wiederherstellung oder SAN-basierte Sicherung und Wiederherstellung. Anhang 1 — Arbeitsblatt für den Sicherungs- und WiederherstellungsdienstIn diesem Anhang finden Sie unterstützende Hinweise zum Erstellen einer Aufgabenspezifikation für den Entwurf eines Sicherungs- und Wiederherstellungsdienstes. Verwenden Sie dieses Dokument als Ausgangsbasis für ein individuell angepasstes Arbeitsblatt für künftige Entwürfe eines Sicherungs- und Wiederherstellungsdienstes. Informationen für DienstbenutzerDieses Arbeitsblatt unterstützt Sie bei der Konfiguration eines Sicherungsplanes und einer Aufbewahrungsrichtlinie für jeden einzelnen Dienst. Wenn eine Option für Ihren Dienst nicht relevant ist, muss im entsprechenden Feld "Nicht zutreffend" eingetragen werden. In den folgenden Abschnitten werden die Informationen aufgeführt, die zur Bereitstellung eines Sicherungs- und Wiederherstellungsdienstes für ein Netzwerk oder einen Server erforderlich sind. DienstnameGeben Sie den Namen des Dienstes an. GeräteinformationenGeben Sie die Netzwerk- oder Servergeräteinformationen wie folgt an:
ClusterdienstBei einem Dienst mit Clusterkonfiguration müssen die folgenden Informationen angegeben werden:
ZoneninformationenDie Netzwerkarchitektur besteht aus den folgenden Netzwerken, von denen jedes verschiedene Zonen umfasst:
DateneigenschaftenSie müssen die Eigenschaften der zu sichernden Daten wie folgt angeben:
Daten-, Programm- und KonfigurationspfadeDer Sicherungsadministrator muss Laufwerkbuchstaben und Pfad kennen, um die Sicherung für einen Dienst fehlerfrei konfigurieren und die Sicherungsleistung optimieren zu können. Ein Dienst kann Daten unter Umständen an verschiedenen Speicherorten auf einem Server speichern. Alle Werte müssen gemeinsam aufgeführt sein: c:\daten\*.* , d:\benutzer\*.* Folgende Informationen müssen an dieser Stelle angegeben werden:
BerichteFordert der Diensteigentümer oder Serveradministrator eine Berichterstattung über den Sicherungsstatus? Bei der Berichterstattung sollten folgende Punkte berücksichtigt werden:
SicherungszeitraumWelcher Zeitrahmen steht für die Durchführung einer Sicherung zur Verfügung? Beispiel: Die Sicherung sollte um 2:00 Uhr morgens beginnen und um 4:00 Uhr morgens abgeschlossen sein. Folgende Punkte sollten berücksichtigt werden:
DatenspeicherungGibt es besondere Anforderungen in Bezug auf die Daten? Geben Sie hierzu folgende Informationen an:
Betrachten Sie das folgende Szenario aus MSA1.5 für Exchange als Beispiel.
In Tabelle 2 sind die erforderlichen Dienstinformationen zusammengefasst. Tabelle 2: Vorlage für erforderliche Sicherungsdienstinformationen
Tabelle3: Vorlage zur Planung von Datenpfaden
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