Leitfaden - Sicherung und Wiederherstellung

Erweiterte Konfiguration von Sicherungs- und Wiederherstellungsdiensten für Windows 2000-Datenzentren

Aktualisiert: 10. Mrz 2004
Auf dieser Seite

						Modulübersicht
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						Zielsetzung
					Zielsetzung

						Betrifft
					Betrifft

						Verwendung dieses Moduls
					Verwendung dieses Moduls

						SAN-Konfiguration (Storage Area Network, Lokales Speichernetzwerk)
					SAN-Konfiguration (Storage Area Network, Lokales Speichernetzwerk)

						CommServe
					CommServe

						MediaAgent
					MediaAgent

						Bibliotheks- und Laufwerkvorgänge
					Bibliotheks- und Laufwerkvorgänge

						Client-Auftragsergebnisse
					Client-Auftragsergebnisse

						iDataAgents
					iDataAgents

						Verwalten der Notfallwiederherstellung
					Verwalten der Notfallwiederherstellung

						Zusammenfassung
					Zusammenfassung

Modulübersicht

In diesem Modul werden die erweiterten Verfahren des in der Handbuchreihe "Sicherungs- und Wiederherstellungslösung für Datenzentren in einer Windows 2000-Umgebung" verwendeten Galaxy-Systems beschrieben. Zu diesen Verfahren zählen die SAN-Konfiguration (Storage Area Network, Lokales Speichernetzwerk) und die Konfiguration von CommServe, MediaAgents, Bibliotheken und Laufwerken sowie von iDataAgents. Darüber hinaus werden umfassende Anweisungen und Richtlinien zur Wiederherstellung bei Notfällen bereitgestellt.

Zielsetzung

Entwerfen und Bereitstellen der CommVault Galaxy-Software für erweiterte Funktionalität

Konfigurieren von CommServe

Effektive Verwendung von MediaAgents

Effektive Verwendung von iDataAgents

Entwerfen einer Wiederherstellungsstrategie für Notfälle

Betrifft

Die Informationen in diesem Modul gelten für folgende Produkte und Technologien:

Microsoft Windows 2000-Betriebssystem unter Verwendung der CommVault Galaxy-Software

Verwendung dieses Moduls

In diesem Modul finden Sie Informationen zu den Sicherungs- und Wiederherstellungsdiensten für Windows 2000-Umgebungen mit der CommVault Galaxy-Software.

Empfehlungen für eine erfolgreiche Arbeit mit diesem Modul:

Lesen Sie die zugehörigen Verfahrenshinweise " Sichern und Wiederherstellen von Windows 2000-Datenzentren ". Hier finden Sie Anweisungen zum Konfigurieren der Grundfunktionen der CommVault Galaxy-Software.

Lesen Sie das Modul " Sicherungs- und Wiederherstellungsdienste - Übersicht ". Hier finden Sie eine Einführung zu den einzelnen Sicherungs- und Wiederherstellungsdiensten in einer Windows-Umgebung.

Lesen Sie das Modul " Konfigurieren der Sicherungs- und Wiederherstellungsdienste ". In diesem Modul werden die verfügbaren Sicherungs- und Wiederherstellungstechnologien ausführlich erläutert.

Lesen Sie das Modul " Entwurf der Sicherungs- und Wiederherstellungsdienste ". In diesem Modul wird der Entwurf von Sicherungs- und Wiederherstellungsdiensten für eine Unternehmensumgebung erläutert.

SAN-Konfiguration (Storage Area Network, Lokales Speichernetzwerk)

Beim Konfigurieren eines SAN müssen mehrere Punkte hinsichtlich der Konfiguration, Adressierung und Zuordnung berücksichtigt werden. Darüber hinaus sollten Sie sich der Fehler bewusst sein, die bei diesen Vorgängen unter Umständen auftreten können.

SAN-Konfiguration - Übersicht

Bei der Verwendung von Galaxy in einer SAN-Umgebung sind einige Besonderheiten in Bezug auf die Konfiguration zu beachten. Allgemeine Informationen zur Konfiguration von Galaxy in einer SAN-Umgebung finden Sie im englischen Handbuch Galaxy Media Management Administration Guide .

Allgemeines zum SAN-Setup

Bei einem SAN handelt es sich um ein Fibre-Channel-Netzwerk (FC-Netzwerk) zur Übertragung von Sicherungsdaten. Durch ein SAN wird die Sicherungs- und Wiederherstellungsleistung optimiert und eine Überbelastung des Unternehmens-LAN vermieden, so dass zusätzliche Netzwerkkapazitäten für die Kommunikation und für normale Geschäftsvorgänge verfügbar sind.

Die SAN-Umgebung kann so konfiguriert werden, dass mit der Funktion zur dynamischen Laufwerkfreigabe (DDS oder Dynamic Drive Sharing) Laufwerke in mehreren MediaAgents in einer CommCell in der SAN-Umgebung freigegeben werden.

Im Folgenden sind die grundlegenden SAN-Komponenten aufgeführt:

Hostbusadapter (HBA)
Für alle mit einem FC-Netzwerk verbundenen Computer wird ein spezieller Adapter, der Hostbusadapter oder HBA, benötigt, mit dessen Hilfe über FC-Kabel Signale gesendet und empfangen werden.

Brücke, Router oder Gateway
Mit diesen Vorrichtungen werden FC-Signale in für SCSI-Geräte geeignete Signale umgewandelt (FC-zu-SCSI-Kommunikation) und umgekehrt. Über einen Gateway kann darüber hinaus eine Verbindung zwischen einem FC-Netzwerk und systemeigenen FC-Vorrichtungen hergestellt werden (FC-zu-FC-Kommunikation). Brücken, Router und Gateways werden zum Verbinden von Servern und Speicherkomponenten mit dem SAN verwendet.

Hub
In einer FC-AL-Topologie (Fibre Channel Arbitrated Loop) sind Server und Speichergeräte über einen zentralen fehlertoleranten Hub mit dem Netzwerk verbunden.

Switch
In einer komplexeren FC-Switch-Netzwerkumgebung handelt es sich beim Switch um die zentrale Komponente der Fabric, oder Infrastruktur, des Netzwerks. Server und Speichergeräte sind mit dem Switch verbunden, der über eine intelligentere Technologie und mehr Bandbreite als der Hub verfügt.

Fibre Channel-Konfigurationen

Es liegen zwei grundlegende SAN-Konfigurationen vor: die FC-AL-Topologie (Fibre Channel Arbitrated Loop) und die FC-SW-Topologie (Switched Fibre Channel). Bei einer FC-AL handelt es sich um einen logischen FC-Ring, in dem alle Geräte miteinander verbunden sind. Dabei werden die Geräte über einen Hub verbunden, so dass Bandbreiten- und Speicherressourcen im Netzwerk zusammengefasst und von allen Geräten gemeinsam verwendet werden (siehe Abbildung 1).

Fibre Channel Arbitrated Loop

Abbildung 1
Fibre Channel arbitrated loop

Bei einer FC-SW-Konfiguration werden zwischen Hosts und Sicherungsgeräten virtuelle Schleifen erstellt (siehe Abbildung 2). Dabei kann jeder Host ausschließlich die jeweils virtuell verbundenen Speichergeräte verwenden.

Fibre Channel Switched Fibre

Abbildung 2
Fibre Channel switched fibre

SAN-Adressierung - Übersicht

Um der Galaxy-Software den Zugriff auf Sicherungsgeräte zu ermöglichen, müssen im System Informationen darüber vorhanden sein, welches physische Gerät einer bestimmten SCSI-Adresse zugeordnet ist. Wenn ein MediaAgent direkt mit einem Speichergerät verbunden ist, wird die SCSI-Adresse durch die physische SCSI-Verbindung festgelegt und im SAN zwischen dem MediaAgent und dem SCSI-Sicherungsgerät ein FC-Netzwerk hinzugefügt. Dennoch wird die Kommunikation im FC-Netzwerk zwischen dem MediaAgent und dem Sicherungsgerät weiterhin über das SCSI-Protokoll hergestellt. Folglich muss der MediaAgent jedem physischen Gerät eine SCSI-Adresse zuordnen können.

Eine SCSI-Adresse umfasst drei Kennungen. In Tabelle 1 sind die Komponenten einer SCSI-Adresse und die zugehörigen Komponenten im FC-SW- beziehungsweise FC-AL-Adressierungsschema aufgeführt.

Tabelle 1: SCSI-Adresskomponenten

SCSI-Adresskomponente FC-AL* FC-SW

Bus

Schleife

Fabric

Ziel

Arbitrated Loop - Physische Adresse (AL_PA)

Port_ID

LUN (Logical Unit Number)

LUN

LUN

* Sowohl bei einer Schleife als auch bei einer Fabric handelt es sich um eine Sammlung adressierbarer Geräte. In der Praxis entspricht dieser Teil der Adresse i. d. R. der Portnummer des HBA, über den der Host mit dem FC-Netzwerk verbunden ist.

SCSI-LUN-Zuordnungsrichtlinien für SAN-Bibliotheken

Hinweis: In der Dokumentation des Hardwareherstellers finden Sie Anweisungen zum Festlegen von SCSI-Zielen für Speichergeräte sowie zur SCSI-zu-FC-Adresszuordnung für SAN-Router.

Die folgenden Richtlinien für SCSI-Ziele sind keine zwingenden Anforderungen. Es handelt sich um Empfehlungen für eine vereinfachte Systemverwaltung. Die LUN-Richtlinien müssen jedoch eingehalten werden, damit der ordnungsgemäße Betrieb des Systems gewährleistet ist.

Richtlinien für SCSI-Ziele

Beim Zuweisen von SCSI-Zielen zu Speichergeräten in einem SAN sollten Sie die nachstehenden Richtlinien befolgen:

Weisen Sie jeden Medienwechsler einem SCSI-Ziel zu, das eine niedrigere Ziffer aufweist als die Ziele der Medienwechsler-Laufwerke.

Beim Festlegen der SCSI-Ziele sollten Sie SCSI-Zielnummern in Übereinstimmung mit den physischen Laufwerken in aufsteigender Reihenfolge zuweisen. Dem Laufwerk mit der physischen Adresse mit der niedrigsten Ziffer (zum Beispiel Laufwerk 0) wird demnach die niedrigste SCSI-Zielnummer zugeordnet und dem Laufwerk mit der physischen Adresse mit der höchsten Ziffer (zum Beispiel Laufwerk 4) die höchste SCSI-Zielnummer. Dabei werden die restlichen Laufwerke in entsprechender Reihenfolge zugewiesen. Es empfiehlt sich, wenn möglich, den Medienwechsler der Bibliothek auf 0 zu setzen, das erste Laufwerk auf Ziel 1, das zweite Laufwerk auf Ziel 2 usw.

Hinweis: Physische Laufwerkstandorte werden je nach Bibliothek unterschiedlich nummeriert. So trägt das erste Laufwerk in einer Bibliothek möglicherweise die Ziffer 0 und wird in einer anderen Bibliothek mit 1 beziffert. Ausführliche Angaben zur entsprechenden Bibliothek finden Sie in der jeweiligen Herstellerdokumentation.

Wenn mehrere SCSI-Ports mit einer Bibliothek verbunden sind, sollten Sie die SCSI-Ports in der Reihenfolge der physischen Geräte verbinden. Verbinden Sie den ersten SCSI-Port beispielsweise mit dem Medienwechsler und den Laufwerken 1 und 2, den nächsten SCSI-Port mit den Laufwerken 3 und 4 usw.

Versuchen Sie, jedem Gerät ein eindeutiges SCSI-Ziel zuzuweisen, auch Geräten an unterschiedlichen SCSI-Ports. Dadurch können die Laufwerke zu einem späteren Zeitpunkt gegebenenfalls einfacher identifiziert werden.

Richtlinien für Fibre-Channel-LUNs

Beim Zuweisen von Fibre-Channel-LUNs zu Speichergeräten in einem SAN müssen folgende Richtlinien eingehalten werden:

Weisen Sie jedem Medienwechsler eine LUN zu, deren Ziffer niedriger ist als die LUNs der Medienwechsler-Laufwerke. Andernfalls werden die Laufwerke möglicherweise der falschen Bibliothek zugeordnet oder fälschlicherweise als eigenständige Laufwerke erkannt.

Beginnen Sie beim Zuweisen von LUNs bei jedem Router mit der Ziffer 0, und setzen Sie die Nummerierung in aufsteigender Reihenfolge fort. Lassen Sie in der Nummerierungsreihenfolge keine Ziffer aus. Legen Sie die LUN wenn möglich so fest, dass sie mit dem SCSI-Ziel des Gerätes übereinstimmt.

In den folgenden Abbildungen sind mehrere Szenarien zur Verdeutlichung der Richtlinien für SCSI-Ziele und LUNs dargestellt.

Konfiguration mit einem Router und mehreren Bibliotheken

Abbildung 3
Konfiguration mit einem Router und mehreren Bibliotheken

In Abbildung 3 ist eine Konfiguration mit einem Router dargestellt, der mit mehreren Bibliotheken verbunden ist. Von links nach rechts wird in der Abbildung Folgendes dargestellt: Ein MediaAgent mit einem HBA ist über einen FC-Switch mit einem SAN-Router verbunden. Im FC-Netzwerk werden SAN-Geräte mit FC-LUNs adressiert, die über die durch den Routerhersteller bereitgestellte LUN-Zuordnungsschnittstelle festgelegt werden. Der Router ist über SCSI-Busse und -Kabel mit zwei Bibliotheken verbunden. In den Bibliotheken ist jedem Gerät ein SCSI-Ziel zugewiesen, das über die vom Hersteller der Bibliothek bereitgestellte Schnittstelle festgelegt wird. Hierbei kommen die folgenden Richtlinien zum Tragen:

SCSI-Ziel

Weisen Sie beim Zuordnen von SCSI-Zielen zuerst Ziel 0 und anschließend die restlichen Ziele in aufsteigender Reihenfolge zu. Das Ziel mit der niedrigsten Ziffer in jeder Bibliothek wird jeweils dem Medienwechsler der Bibliothek zugewiesen.

LUN

Weisen Sie beim Zuordnen von FC-LUNs zuerst die Ziffer 0 und anschließend nachfolgende LUNs in aufsteigender Reihenfolge zu.

In Abbildung 3 werden lediglich die Aspekte der SCSI- und FC-Adressen dargestellt, die häufig von Benutzern konfiguriert werden. In Abbildung 4 werden dagegen die vollständigen über den Router ausgeführten Adressübersetzungen zwischen SCSI-Adressen (Bus, Ziel, LUN) und FC-Adressen (Schleife, AL_PA, LUN) sowie die über den HBA im MediaAgent ausgeführten umgekehrten Adressübersetzungen dargestellt. Bei den SCSI-Adressen im linken Bereich handelt es sich um die Adressen, über die die SAN-Geräte mithilfe des Galaxy-Dienstprogramms Library and Drive Configuration identifiziert werden. Weitere Informationen zu diesem Dienstprogramm finden Sie im englischen Handbuch Galaxy CommCell Media Management Guide .

Beachten Sie, dass in der Adresse im linken Bereich von Abbildung 4 der Wert 0 zu Schleife, AL_PA sowie zum SCSI-Bus und -Ziel zugewiesen wurde. Die tatsächlichen Werte sind von der jeweiligen SAN-Konfiguration abhängig.

Adressübersetzung bei einem Router und mehreren Bibliotheken

Abbildung 4
Adressübersetzung bei einem Router und mehreren Bibliotheken

Mit der in Abbildung 5 dargestellten Konfiguration für mehrere Router und eine Bibliothek kann die Leistung einer Bibliothek mit vielen Laufwerken maximiert werden.

Konfiguration mit mehreren Routern und einer Bibliothek

Abbildung 5
Konfiguration mit mehreren Routern und einer Bibliothek

Von links nach rechts wird in der Abbildung Folgendes dargestellt: Ein MediaAgent mit einem HBA ist in einem FC-Netzwerk mit einem SAN-Switch verbunden. Der Switch ist mit zwei SAN-Routern verbunden. Im FC-Netzwerk werden SAN-Geräte mit FC-LUNs adressiert, die über die durch den Routerhersteller bereitgestellte LUN-Zuordnungsschnittstelle festgelegt werden. Der Router ist über SCSI-Busse und -Kabel mit einer Bibliothek mit sechs Laufwerken verbunden. In der Bibliothek ist jedem Gerät ein SCSI-Ziel zugewiesen, das über die vom Hersteller der Bibliothek bereitgestellte Schnittstelle festgelegt wird. Hierbei kommen die folgenden Richtlinien zum Tragen:

SCSI-Ziel
Weisen Sie beim Zuordnen von SCSI-Zielen zuerst Ziel 0 und anschließend die restlichen Ziele in aufsteigender Reihenfolge zu. Das Ziel mit der niedrigsten Ziffer in der Bibliothek wird dem Medienwechsler der Bibliothek zugewiesen. Bei einer Bibliothek mit weiteren Laufwerken wird Ziel 7 übersprungen, da für den SCSI-Controller standardmäßig die SCSI-ID 7 verwendet wird. Die Zuweisung wird mit Ziel 8 fortgesetzt.

LUN
Weisen Sie beim Zuordnen von FC-LUNs zuerst die Ziffer 0 und anschließend die restlichen LUNs in aufsteigender Reihenfolge zu. Beginnen Sie die LUN-Nummerierung für den zweiten Router wieder mit 0.

In Abbildung 5 werden lediglich die Aspekte der SCSI- und FC-Adressen dargestellt, die häufig von Benutzern konfiguriert werden. In Abbildung 6 werden dagegen die vollständigen über den Router ausgeführten Adressübersetzungen zwischen SCSI-Adressen (Bus, Ziel, LUN) und FC-Adressen (Schleife, AL_PA, LUN) sowie die über den HBA im MediaAgent ausgeführten umgekehrten Adressübersetzungen dargestellt. Bei den SCSI-Adressen im linken Bereich handelt es sich um die Adressen, über die die SAN-Geräte mithilfe des Galaxy-Dienstprogramms Library and Drive Configuration identifiziert werden. (Informationen zu diesem Dienstprogramm finden Sie im englischen Handbuch Galaxy CommCell Media Management Guide .) In den Adressen im linken Bereich wird jeder Router als einzelnes SCSI-Ziel dargestellt.

Adressübersetzung bei mehreren Routern und einer Bibliothek

Abbildung 6
Adressübersetzung bei mehreren Routern und einer Bibliothek

Beachten Sie, dass in der Adresse im linken Bereich von Abbildung 6 bestimmte Werte zu Schleife, AL_PA sowie zum SCSI-Bus und SCSI-Ziel zugewiesen wurden. Die tatsächlichen Werte sind von der jeweiligen Systemkonfiguration abhängig.

Vermeiden von häufig auftretenden SAN-Fehlern

Beim Einrichten eines SAN für die Verwendung der Galaxy-Software muss vor allem darauf geachtet werden, dass jedes physische Gerät in der CommCell ausschließlich einer SCSI-Adresse (Bus, Ziel und LUN) entspricht und dass diese SCSI-Adresse in allen SAN-Schichten immer einheitlich verwendet wird. Wenn ein Gerät mit mehreren SCSI-Adressen angegeben ist oder im Netzwerk für ein Gerät mehrere Instanzen einer Adresse vorhanden sind, tritt unter Umständen ein Ressourcenkonflikt auf, wenn unterschiedliche MediaAgents gleichzeitig auf dasselbe Laufwerk zugreifen.

Einheitliche Adressierung von Geräten

Im FC-Netzwerk konvertieren die physisch mit den Speichergeräten verbundenen Router, Brücken oder Gateways die SCSI-Adressen der im FC-Netzwerk verwendeten Geräte in LUNs.

Jeder mit dem SAN verbundene MediaAgent verfügt über einen HBA. Über den HBA werden unter anderem die vom Router erzeugten FC-Adressen in SCSI-Adressen zurückkonvertiert und für den MediaAgent zur Verfügung gestellt. Bei unterschiedlichen HBAs werden für die Zuordnung von FC- zu SCSI-Adressen verschiedene Algorithmen verwendet. Dies führt möglicherweise dazu, dass im Galaxy-Dienstprogramm Library and Drive Configuration ein Laufwerk unter zwei verschiedenen Kennungen angezeigt wird. Dadurch treten unter Umständen Ressourcenkonflikte auf.

Darüber hinaus werden bei unterschiedlichen Routern, Gateways oder Brücken möglicherweise verschiedene SCSI-zu-FC-Zuordnungsalgorithmen verwendet.

Hinweis: Alle mit einem SAN verbundenen MediaAgents müssen über einen HBA der gleichen Marke und vom gleichen Modell sowie über die gleichen Treiber- und Firmwareversionen verfügen. Nur so ist gewährleistet, dass die SCSI-Adressierungskonvention bei allen Geräten im SAN übereinstimmt. Darüber hinaus müssen Router der gleichen Marke und vom gleichen Modell verwendet werden. Zudem sollten immer die jeweils aktuellen Treiber- und Firmwareversionen verwendet werden.

Vermeiden von dynamischen Adressänderungen

Eine FC-Adresse kann entweder auf der AL_PA/Port_ID-Ebene oder auf der LUN-Ebene geändert werden. In beiden Fällen ändert sich dabei auch die über den HBA konvertierte SCSI-Adresse der entsprechenden Geräte. Wenn sich die SCSI-Adresse eines konfigurierten Gerätes ändert, kann über die Galaxy-Software nicht mehr auf dieses Gerät zugegriffen werden. In den folgenden Abschnitten wird erläutert, auf welche Weise die Adressstabilität in einem SAN sichergestellt wird.

AL_PAs und Port_IDs

AL_PAs und Port_IDs können folgendermaßen festgelegt werden:

Freie Adressierung
Bei diesem Adressierungsschema müssen an einem Gerät manuell Adressschalter eingestellt werden, damit es einer permanenten AL_PA zugewiesen wird. (Eine Port_ID beinhaltet neben der AL_PA Informationen über den Fabricport, an dem das Gerät angeschlossen ist.)

Dynamische Adressierung
Bei diesem Schema werden AL_PAs automatisch FC-Geräten (zum Beispiel Routern, Gateways, HBAs) zugewiesen, wenn diese mit dem Netzwerk verbunden werden. Beim Hinzufügen oder Entfernen von Geräten werden die Adressen von anderen Geräten im Netzwerk jedoch möglicherweise erneut zugewiesen, so dass mit der Galaxy-Software nicht auf diese Geräte zugegriffen werden kann. Nach der Änderung der AL_PA eines Routers sind alle verbundenen Bibliotheken in der Galaxy-Software nicht mehr verfügbar.

Adressen können auch bei Verwendung der freien Adressierung automatisch zugewiesen werden. Wenn für die Switches an zwei Geräten dieselbe AL_PA angegeben ist, wird dem ersten im Netzwerk erkannten Gerät diese Adresse zugewiesen, während dem zweiten Gerät automatisch eine dynamische Adresse zugeordnet wird.

Hinweis: Wenn sich die AL_PAs nicht ändern sollen, verwenden Sie die freie Adressierung, und achten Sie darauf, dass jedem Gerät eine eindeutige AL_PA zugewiesen ist. Befolgen Sie die AL_PA-Richtlinien, wenn die Port_IDs nicht geändert werden sollen. Ändern Sie darüber hinaus nicht die Fabricports von konfigurierten Geräten.

Einige Gateways können nur bei Aktivierung der dynamischen Adressierung mit FC-Switches verwendet werden. Bei anderen SAN-Gateways kann die dynamische Adressierung nicht deaktiviert werden. Aktivieren Sie in beiden Fällen die dynamische Adressierung.

LUNs

Fibre-Channel-LUNs werden durch Brücken, Router und Gateways festgelegt, die die SCSI-Adressen (SCSI-Port, Ziel und LUN) der verbundenen Geräte in FC-Adressen konvertieren. Bei Routern liegen zwei Adressierungsoptionen vor:

Manuell

Bei diesem Adressierungsschema muss die LUN für alle am Router angeschlossenen Geräte manuell festgelegt werden.

Automatisch

Bei diesem Adressierungsschema weist der Router den angeschlossenen Geräten automatisch LUNs zu. Beim Hinzufügen oder Entfernen von Geräten werden die Adressen von anderen angeschlossenen Geräten jedoch möglicherweise erneut zugewiesen. Mit der Galaxy-Software kann dann nicht mehr auf das entsprechende Gerät zugegriffen werden.

LUNs müssen beginnend mit der Ziffer 0 nummeriert werden. Sie müssen in fortlaufender Reihenfolge nummeriert werden (das heißt keine Ziffer darf ausgelassen werden).

Hinweis: Durch Verwendung der manuellen Adressierung wird gewährleistet, dass die LUNs von Geräten, die an einem Router angeschlossen sind, nicht geändert werden. Achten Sie darauf, dass jedem Gerät eine eindeutige LUN zugewiesen ist und dass die LUNs beginnend mit der Ziffer 0 in fortlaufender Reihenfolge nummeriert sind. Bei der ersten Konfiguration des SAN empfiehlt sich unter Umständen die Verwendung der automatischen Adressierung, damit die Kriterien zur Nummerierung der LUNs eingehalten werden. Anschließend können Sie im manuellen Modus die gleichen Adressen festlegen, die über den Router automatisch zugewiesen wurden.

SAN-Konfiguration - Zusammenfassung

Es folgen die grundsätzlichen SAN-Konfigurationsverfahren zur erfolgreichen Erkennung und Verwendung von SAN-Speichergeräten in der Galaxy-Software:

Alle mit einem SAN verbundenen MediaAgents müssen über einen HBA der gleichen Marke und vom gleichen Modell sowie über dieselben Treiber- und Firmwareversionen verfügen. Es müssen Router der gleichen Marke und vom gleichen Modell verwendet werden. Hiermit wird sichergestellt, dass für alle Geräte im SAN dieselbe FC-zu-SCSI-Adressübersetzung verwendet wird.

Es müssen die jeweils aktuellen Firmware- und Gerätetreiberversionen verwendet werden.

Durch Verwendung der freien anstelle der dynamischen Adressierung wird sichergestellt, dass AL-PAs und Port_IDs nicht geändert werden.

Allen Geräten ist jeweils eine eindeutige AL_PA zugewiesen.

Der Fabricport von konfigurierten Geräten, die mit einem Switch-Netzwerk verbunden sind, darf nicht geändert werden.

Beim Festlegen von AL_PAs im manuellen Modus muss die Nummerierung in fortlaufender Reihenfolge beginnend mit der Ziffer 0 (Voraussetzung in Betriebssystemen) eingehalten werden.

Durch Verwenden des manuellen Adressierungsmodus wird verhindert, dass LUNs bei Änderungen der SCSI-Konfiguration durch SAN-Router geändert werden.

Durch Befolgen der SCSI-Konfigurationsrichtlinien beim Festlegen von SCSI-Zielen für Speichergeräte wird die Systemverwaltung erheblich erleichtert.

CommServe

Zahlreiche Aspekte von CommServe müssen auf bestimmte Weise oder können je nach entsprechender Sicherungs- und Wiederherstellungslösung konfiguriert werden.

Lizenzverwaltung

Alle Komponenten von Galaxy (MediaAgents, Bibliotheken und Clients) können nur mit der jeweils entsprechenden Lizenz verwendet werden. Beim Erwerb der Galaxy-Software wird eine Installationslizenz mitgeliefert. Diese Installationslizenz gilt für die gesamte CommCell und enthält die entsprechenden Angaben zu Lizenztyp und -anzahl für alle CommCell-Komponenten in der CommCell-Konfiguration. Die CommServe-Komponente enthält keinen gesonderten Lizenztyp und keine gesonderte Lizenzanzahl; diese Angaben sind automatisch in der CommCell-Konfiguration aufgeführt.

Mit dem Galaxy License Administration-Feature werden folgende Funktionen ausgeführt:

Anzeigen und Aktualisieren aller Lizenzinformationen

Überwachen der installierten Komponenten

Die Lizenzinformationen für die gesamte CommCell, einschließlich Typ und Anzahl der installierten Komponenten, werden im Fenster License Administration angezeigt. Beim Installieren oder Deinstallieren einer Komponente wird die Anzahl des betreffenden Lizenztyps aktualisiert und die neue Konfiguration angezeigt.

Aktualisieren der CommServe-IP-Adresse

Beim Aktualisieren der CommServe-IP-Adresse muss die CommServe-Lizenz ebenfalls aktualisiert werden. Vor der Adressänderung muss über den CommVault-Support eine aktualisierte Lizenz angefordert werden. Über den CommVault-Support erhalten Sie Unterstützung beim Ändern der IP-Adresse und beim Aktualisieren der Lizenz mithilfe der Lizenzverwaltung.

Lizenztypen

Je nach Situation werden in der Galaxy-Software die folgenden Lizenztypen verwendet:

Tabelle 2: Galaxy-Lizenztypen

Lizenztyp Beschreibung

Testlizenz

Für die Installation einer Galaxy-CommCell kann anfangs eine Testlizenz verwendet werden. Galaxy kann während der Dauer dieser Testlizenz zur Evaluierung verwendet werden.

Permanente Lizenz

Es liegen zwei permanente Lizenztypen vor: die Installationslizenz und die Versionsaktualisierungslizenz.
Die Installationslizenz wird bei neuen CommCell-Installationen verwendet. Die Versionsaktualisierungslizenz wird zum Aktualisieren der Galaxy-Installation von einer Version auf eine neue Version eingesetzt.

Aktualisierungslizenz

Aktualisierungslizenzen sind permanente Lizenzen und werden für folgende Vorgänge verwendet: Konvertieren einer Testlizenz in eine permanente Lizenz.
Hinzufügen von Komponenten zu einer vorhandenen Galaxy-Softwareinstallation. Ändern der CommServe-IP-Adresse.
Verwalten der Lizenzdatenbank. Bei Aktualisierungslizenzen handelt es sich immer um permanente Lizenzen.

Hinweis: Anweisungen zum Erwerb und zur Verwendung einer Lizenz erhalten Sie bei Ihrem Galaxy-Softwareanbieter. Befolgen Sie nach dem Erwerb der Lizenz die Anweisungen zum Aktualisieren der vorhandenen Lizenz.

Speichern Sie die Installationslizenzdatei an einem sicheren Speicherort, da diese Datei beim Ausführen eines Wiederherstellungsvorgangs (ExpressRecovery) benötigt wird.

Lizenzverwaltung

Mit dem Galaxy License Administration-Feature können Sie eine vorhandene Lizenz prüfen und aktualisieren.

Im Fenster License Administration werden folgende Informationen angezeigt:

Sofern zutreffend das Ablaufdatum der Lizenz

Installierte Lizenztypen in der CommCell

Gesamtanzahl pro Lizenztyp

Anzahl der verwendeten Lizenzen pro Typ

Im Folgenden wird die Anzeige und Aktualisierung von Lizenzen erläutert.

So öffnen Sie das Fenster "License Administration"

1.

Klicken Sie im CommCell Browser mit der rechten Maustaste auf CommServe und dann auf License Administration .

2.

Im Fenster License Administration werden der Status der vorhandenen Lizenzen für die CommCell und die zugehörigen Galaxy-Softwarekomponenten angezeigt:

In diesem Fenster werden einige oder alle der folgenden Optionen angezeigt:

Tabelle 3: Angezeigte Optionen im Fenster "License Administration"

Option Art der angezeigten Daten

CommCell ID

Eindeutige Seriennummer der entsprechenden CommCell.

CommServe ID

IP-Adresse des CommServe-Computers.

Activation Key

Automatisch erzeugter Schlüssel für die aktuelle Version der Lizenzdatei

OEM ID

Eindeutige Kennungsnummer des OEM-Herstellers. Dies gilt nur, wenn es sich bei der vorhandenen CommCell-Lizenz um eine Testlizenz handelt.

OEM License Type

Ausgestellter Lizenztyp für den OEM-Hersteller. Dies gilt nur, wenn es sich bei der vorhandenen CommCell-Lizenz um eine Testlizenz handelt.

Expiration Date

Ablaufdatum der CommCell-Lizenz. Dies gilt nur, wenn es sich bei der vorhandenen CommCell-Lizenz um eine Testlizenz handelt. Nach Ablauf der Lizenz können in Galaxy keine Vorgänge mehr durchgeführt werden.

License Type

Angabe der Galaxy-Softwarekomponente für die jeweilige Anwendung (iDataAgent für das Microsoft Windows 2000-Betriebssystem, MediaAgent für Windows 2000, Bibliothekssteuerungsmodul usw.)

Total

Gesamtanzahl der Lizenzen für diesen Lizenztyp

Used

Anzahl der verwendeten Lizenzen für diesen Lizenztyp

Expiration Date (for CommCell components)

Eventuelles Ablaufdatum für den aufgeführten Lizenztyp; permanente Lizenzen haben kein Ablaufdatum.

Hinweis: Die Spalten im Fenster License Administration können durch Klicken auf die entsprechende Spaltenüberschrift sortiert werden.

Aktualisieren einer Lizenz

Mithilfe dem License Administration-Feature können Sie eine Galaxy-Lizenz in folgenden Situationen aktualisieren:

Verlängern der Testlizenz

Ändern der Testlizenz in eine permanente Lizenz. Hierdurch können Galaxy-Vorgänge nach dem Ablaufdatum der Testlizenz übergangslos fortgesetzt werden.

Hinzufügen von Softwarekomponenten (zum Beispiel einen MediaAgent) zu einer vorhandenen CommCell oder Erhöhen der Anzahl an Lizenzen für eine vorhandene CommCell

Aktualisieren der IP-Adresse des CommServe-Computers

Eine CommCell-Lizenz kann auf zwei Arten aktualisiert werden: entweder über die Galaxy-Konsole oder über die Befehlszeile an der Eingabeaufforderung, wenn die Galaxy-Konsole nicht verfügbar ist.

So aktualisieren Sie die CommCell-Lizenz über die Galaxy-Konsole

1.

Legen Sie den Datenträger mit der aktualisierten Lizenzdatei in das Laufwerk des CommServe-Computers ein.

2.

Klicken Sie im Fenster License Administration auf Update License .

3.

Geben Sie im Dialogfeld Open den Speicherort der Lizenzdatei an, und klicken Sie dann auf Open .

Nach Abschluss des Vorgangs wird die erfolgte beziehungsweise fehlgeschlagene Lizenzaktualisierung folgendermaßen angezeigt:

Erfolg: Im Fenster License Administration werden automatisch die neuen aktualisierten Daten angezeigt.

Fehler: In einem Popupfenster wird ein Fehler bei der Aktualisierung angezeigt.

Hinweis: Wenn das Fenster License Administration nicht automatisch aktualisiert wird, schließen und öffnen Sie es wieder.

4.

Klicken Sie nach erfolgter Aktualisierung auf OK . (Wenden Sie sich andernfalls an den Galaxy-Softwareanbieter.)

Gültigkeit der Lizenz und IP-Adresse von CommServe

Wenn Sie die IP-Adresse von CommServe nach dem Installieren der Galaxy-Software ändern, verliert die CommCell-Lizenz ihre Gültigkeit. Dadurch kann die Galaxy-Software unter Umständen erst wieder ausgeführt werden, nachdem die Lizenz mit der neuen IP-Adresse aktualisiert wurde. Zum Aktualisieren der Lizenz benötigen Sie eine Lizenz zum Ändern der IP-Adresse vom Galaxy-Anbieter. Befolgen Sie anschließend die Anweisungen unter "Aktualisieren einer Lizenz" weiter oben in diesem Modul.

Überprüfen des Lizenzablaufs

Wenn Sie die CommCell-Installationslizenz nicht in eine permanente Lizenz geändert haben und das Ablaufdatum der Installationslizenz erfahren möchten, können Sie das Ablaufdatum in der CommCell-Konsole überprüfen. Im Galaxy Event Viewer werden Informationen zum Lizenzablauf zu einem festgesetzten Zeitpunkt vor dem eigentlichen Ablaufdatum der Lizenz angezeigt. Im Event Viewer wird ein Ereignis protokolliert, wenn die CommServe-Lizenz innerhalb von 10 Tagen abläuft. Die Ereignismeldung wird bei jeder Sicherungsart ausgelöst (auch bei einer synthetischen vollständigen Sicherung).

Reaktion bei Ablauf der Lizenz

Das Ablaufen der Installationslizenz macht sich durch mindestens ein Symptom bemerkbar. Die Ursachen dieser Symptome können durch Überprüfen des Event Viewer oder verschiedener Protokolldateien im Ordner \Galaxy\Log Files ermittelt werden (siehe entsprechende Angaben in der nachstehenden Aufstellung). Bei Ablauf der Installationslizenz erhalten Sie bei Ihrem Galaxy-Softwareanbieter entsprechende Anweisungen. Es folgt eine Aufzählung der Symptome:

Es werden keine Sicherungen ausgeführt. Wenn keine anderen Symptome vorliegen, überprüfen Sie das Ablaufdatum der iDataAgent-Lizenz folgendermaßen:

Prüfen Sie, ob im Event Viewer Folgendes angezeigt wird: failure to initialize backup request, invalid or no license for application type anw_typ . Application name is anw_name .

Überprüfen Sie in der Datei jobmanager.log , ob das Ablaufdatum einer Anwendungslizenz überschritten wurde.

Der MediaAgent wird nicht neu gestartet. Überprüfen Sie in diesem Fall das Ablaufdatum der MediaAgent-Lizenz folgendermaßen:

Überprüfen Sie im Event Viewer, ob das Ablaufdatum einer Anwendungslizenz überschritten wurde.

Überprüfen Sie in der Datei cvd.log , ob das Ablaufdatum einer Anwendungslizenz überschritten wurde.

Nur der Event Manager-Dienst (Evmgrs) und die Galaxy-Konsole sind aktiviert. Aktualisieren Sie in diesem Fall die Lizenz über die Galaxy-Konsole.

Die Lizenz ist abgelaufen. Erwerben Sie bei CommVault Systems entweder eine Volllizenz oder eine erweiterte Lizenz. Aktivieren Sie anschließend Ihre Lizenz über die Galaxy-Konsole.

Zielverzeichnis von CommServe ExpressRecovery-Sicherungen

Beim ExpressRecovery-Sicherungsziel muss es sich um ein Verzeichnis mit einem UNC-Netzwerkpfad (Universal Naming Convention) handeln, vorzugsweise in der Windows-Domäne des CommServe-Computers. Wenn Sie ein Laufwerk außerhalb der Windows-Domäne des CommServe-Computers angeben, muss bei der Konfiguration der Freigabe der Schreibzugriff für die ExpressRecovery-Sicherungen aktiviert werden.

Hinweis: Es wird dringend empfohlen, den Speicherort der ExpressRecovery-Sicherungen zu notieren und diese Informationen an einem sicheren Ort aufzubewahren.

Als Zielpfad sollte kein lokales Verzeichnis auf dem CommServe-Computer angegeben werden. Die ExpressRecovery-Sicherungen können zwar auf der lokalen Festplatte des CommServe-Computers gespeichert werden, möglicherweise kann CommServe bei Hardwarefehlern des Computers jedoch nicht neu erstellt werden. Der Pfad kann darüber hinaus keinem Netzwerklaufwerk zugeordnet werden.

Auf dem Sicherungslaufwerk sollte ausreichend Speicherplatz für die ExpressRecovery-Sicherungen verfügbar sein. Es wird ein Speicherplatz von 1 GB empfohlen, wobei die Vorgaben für die einzelnen Systeme unterschiedlich ausfallen. Anfangs wird wahrscheinlich kein so großer Speicherplatz benötigt. Da eine ExpressRecovery-Sicherung jedoch ein Abbild der Microsoft SQL Server-Datenbank enthält, benötigen die Sicherungen genauso viel Speicherplatz wie die Datenbank.

ExpressRecovery-Sicherungen können nur gestartet werden, wenn SQL Server unter dem Systemkonto ausgeführt wird. Wenn bei ExpressRecovery-Sicherungen von Anfang an Fehler auftreten, überprüfen Sie in der Dienststeuerung, ob SQL Server unter dem Systemkonto angemeldet ist. Ändern Sie andernfalls den SQL Server-Dienst so, dass er unter dem Systemkonto ausgeführt wird, starten Sie dann den SQL Server-Dienst und anschließend die Galaxy-Dienste neu.

In der Regel genügt eine ExpressRecovery-Sicherung pro Tag und System. Dies ist jedoch von den für die Sicherungen implementierten Einstellungen für die Aufbewahrungsdauer und den Löschzeitplänen abhängig. Als Faustregel sollte für jede weitere ExpressRecovery-Sicherung mit einem zusätzlichen Speicherplatz von 1 GB gerechnet werden. Wenn die ExpressRecovery-Sicherungen nicht gestartet werden können, wird eine entsprechende Meldung angezeigt. Überprüfen Sie in diesem Fall den verfügbaren Speicherplatz auf dem Sicherungslaufwerk.

Der Zielpfad für Sicherungen wird anfangs bei der CommServe-Installation festgelegt. Dieser Zielpfad kann jedoch jederzeit im Dialogfeld CommCell Properties auf der Registerkarte ER Backup geändert werden.

Durch den Sicherungszielpfad wird das Verzeichnis angegeben, in dem die nächste vollständige ExpressRecovery-Sicherung gespeichert wird. Differenzielle Sicherungen werden immer im gleichen Verzeichnis wie die letzte vollständige Sicherung gespeichert.

Wenn Sie den Sicherungszielpfad ändern und keine vollständige ExpressRecovery-Sicherung ausführen, wird die erste Sicherung standardmäßig in eine vollständige Sicherung umgewandelt.

Wenn Sie bei der CommServe-Installation für die ExpressRecovery-Sicherungen ein nicht lokales Zielverzeichnis angeben, müssen Sie den Benutzernamen und das Kennwort des Kontos eingeben, das nach Abschluss der Installation beziehungsweise Aktualisierung für den Zugriff auf das Sicherungsverzeichnis verwendet wird. Bei diesem Konto muss es sich um ein Domänenkonto mit Zugriffsrechten für das Sicherungszielverzeichnis handeln. (Benutzername und Kennwort können auf der Registerkarte ER Backup des Dialogfelds CommCell Properties eingegeben werden.)

Sie können das bei der Installation angegebene ExpressRecovery-Verzeichnis erst ändern, nachdem im Dialogfeld CommCell Properties auf der Registerkarte General ein ExpressRecovery-Benutzerkonto eingegeben wurde. Dieser Eintrag muss unabhängig davon vorgenommen werden, ob es sich beim Originalverzeichnis beziehungsweise dem neuen Sicherungszielverzeichnis jeweils um ein lokales oder Remoteverzeichnis handelt. Achten Sie beim Ändern des ExpressRecovery-Verzeichnisses in einen neuen nicht lokalen Pfad darauf, dass das Konto in ein Domänenkonto mit Zugriffsberechtigung für den neuen Pfad geändert wird.

Hinweis: Überprüfen Sie im Galaxy Event Viewer regelmäßig, ob bei ExpressRecovery-Sicherungen Fehler aufgetreten sind.

So definieren oder ändern Sie das ExpressRecovery-Zielverzeichnis

Zum Durchführen dieses Vorgangs muss im Galaxy-System die Administrative Management-Funktion aktiviert sein:

1.

Klicken Sie im CommCell Browser mit der rechten Maustaste auf CommServe und dann auf Properties .

2.

Geben Sie im Dialogfeld CommCell Properties auf der Registerkarte ER Backup im Feld Back Up Metadata to einen Sicherungspfad ein, indem Sie entweder auf Browse klicken oder direkt einen Pfad angeben. Das Verzeichnis muss als gültiger UNC-Netzwerkpfad im folgenden UNC-Format eingegeben werden:

\\Server\Freigabe\Pfad

Galaxy Service Control Manager

In diesem Modul wird beschrieben, wie Galaxy-Dienste gestartet und angehalten werden, dennoch wird empfohlen, die Dienste nicht zu unterbrechen. Sie sollten es nach Möglichkeit vermeiden, Galaxy-Dienste anzuhalten. Sie sollten alle Verfahren in diesem Modul durcharbeiten und genau verstehen, bevor Sie versuchen, sie zu implementieren.

In der Standardeinstellung werden alle Galaxy-Dienste automatisch gestartet, wenn Sie ein System starten, auf dem die Galaxy-Software installiert ist.

Hinweis: Galaxy-Dienste müssen ausgeführt werden, damit Sicherungen, Wiederherstellungen und alle Galaxy-Aufträge ordnungsgemäß ausgeführt werden. In der Regel sollten Sie alle Galaxy-Dienste ausführen lassen.

Wenn Sie die Galaxy-Dienste eines bestimmten Systems anhalten, stehen die Funktionen, die von den Diensten dieses Systems abhängig sind, den verbleibenden Komponenten der CommCell nicht mehr zur Verfügung. Es wird dringend empfohlen, dass Sie alle Aufträge anhalten oder abbrechen, bevor Sie Galaxy-Dienste anhalten. Alle unterbrochenen Zusatzkopieaufträge müssen neu gestartet werden, nachdem die Galaxy-Dienste angehalten und neu gestartet worden sind. Werden die CommServe- oder Basisdienste angehalten, werden alle Vorgänge in Galaxy beendet, die von diesem CommServe abhängig sind. Da alle Galaxy-Dienste von den Basisdiensten abhängig sind, werden durch Anhalten der Basisdienste alle Galaxy-Dienste beendet.

Dienstkonfigurationen in Galaxy

Wie in Tabelle 4 gezeigt, müssen alle Computerkonfigurationen in Galaxy mindestens die Basisdienste beinhalten. Das gilt für alle installierten Galaxy-Komponenten (zum Beispiel CommServe und MediaAgents) und den zugehörigen Galaxy-Diensten. Wenn mehrere Galaxy-Komponenten auf einem bestimmten Computer installiert sind, verwaltet dieser auch alle zugehörigen Dienste.

Tabelle 4: Galaxy-Komponenten und -Dienste

Galaxy-Komponenten Zutreffende Galaxy-Dienste Enthaltene Dienste

Nur Client (beliebiges Galaxy-System)

Galaxy-Basisdienste

Galaxy Client Event Manager
Galaxy-Kommunikationsdienst

Nur CommServe

Galaxy-Basisdienste

Galaxy Client Event Manager
Galaxy-Kommunikationsdienst

CommServe-Dienste von Galaxy

Galaxy Application Manager
Galaxy Job Manager
Galaxy Media & Library Manager
Galaxy Server Event Manager

Nur MediaAgent

Galaxy-Basisdienste

Galaxy Client Event Manager Galaxy-Kommunikationsdienst

MediaAgent-Dienste von Galaxy

Galaxy Media Mount Manager
DMS (Drive Management Service, Laufwerksverwaltungsdienst)
LMS (Library Management Service, Bibliotheksverwaltungsdienst)
HINWEIS: LMS und DMS gelten nur für Band- und optische Bibliotheken des Managers für nicht entfernbaren Speicher (RSM).

Dienstabhängigkeiten in Galaxy

Wenn ein Galaxy-System mehrere Galaxy-Komponenten verwendet, bestehen folgende Dienstabhängigkeiten (siehe Tabelle 5).

Tabelle 5: Dienstabhängigkeiten in Galaxy

Verwenden von Galaxy Service Control Manager für folgende Zwecke: Hat folgende Auswirkungen:

Anhalten aller Galaxy-Dienste

Hält alle Galaxy-Dienste für dieses System an.

Starten aller Galaxy-Dienste

Startet alle Galaxy-Dienste für dieses System.

Anhalten der Basisdienste

Hält alle Galaxy-Dienste für dieses System an, da sämtliche Galaxy-Dienste von den Basisdiensten abhängig sind.

Starten der Basisdienste

Startet lediglich die Basisdienste.
Das Neustarten der anderen Galaxy-Dienste kann einzeln oder durch gleichzeitiges Neustarten aller Dienste erfolgen.

Anhalten der CommServe-Dienste

Hält nur die CommServe-Dienste an.
Vorgänge für alle Galaxy-Ressourcen, die von diesem CommServe abhängig sind, werden angehalten.

Starten der CommServe-Dienste

Startet die Basisdienste und die CommServe-Dienste.

Anhalten der MediaAgent-Dienste

Hält nur den MediaAgent-Dienst an.

Starten der MediaAgent-Dienste

Startet die Basisdienste und die MediaAgent-Dienste.

Steuern der Galaxy-Dienste

Da durch die Galaxy-Komponentenkonfiguration eines Systems (CommServe, MediaAgent, Clientcomputer) festgelegt wird, welche Galaxy-Dienste auf diesem System ausgeführt werden, müssen Sie die für die einzelnen Systeme am besten geeigneten Verfahren wählen, um die Galaxy-Dienste anzuhalten:

Starten und Anhalten aller Galaxy-Dienste (dringend empfohlen)

Starten und Anhalten der Basisdienste

Starten und Anhalten der CommServe-Dienste

Starten und Anhalten der MediaAgent-Dienste

Hinweis: Sie können entweder den Galaxy Service Control Manager oder das Dialogfeld Dienste von Windows verwenden, um den Status der Galaxy-Dienste anzuzeigen. Wenn Sie jedoch Galaxy-Dienste anhalten und starten möchten, verwenden Sie ausschließlich den Galaxy Service Control Manager, und folgen Sie dabei einem der hier beschriebenen Verfahren.

Starten und Anhalten aller Galaxy-Dienste

Die folgenden Verfahren erläutern, wie sämtliche Galaxy-Dienste auf einem lokalen System angehalten und neu gestartet werden. Mit der Option zum Anhalten aller Galaxy-Dienste werden sämtliche Galaxy-Dienste auf dem lokalen Computer beendet, unabhängig davon, welche Komponenten installiert sind (beispielsweise CommServe oder Client). Diese Option ist besonders nützlich, wenn mehrere Komponenten installiert sind und Sie die Galaxy-Dienste für sämtliche dieser Komponenten anhalten möchten.

Bevor Sie beginnen, halten Sie mit dem Job Controller alle Aufträge an oder brechen Sie diese ab. Wahlweise können Sie auch warten, bis ein Auftrag abgeschlossen ist.

So halten Sie alle Galaxy-Dienste an

1.

Klicken Sie auf Start , wählen Sie Programme , Galaxy , und klicken Sie dann auf Galaxy Service Control Manager .

2.

Klicken Sie im Dialogfeld Galaxy Service Control Manager im Feld Services auf Galaxy Base Services .

3.

In der Standardeinstellung ist die Option Auto-Start Services when OS Starts aktiviert, das heißt dass alle vom lokalen System verwendeten Galaxy-Dienste bei Neustart des Systems automatisch gestartet werden. Wenn Sie alle Galaxy-Dienste manuell starten möchten, deaktivieren Sie mit dieser Option das automatische Starten der Dienste.

4.

Klicken Sie auf Stop , um alle Galaxy-Dienste anzuhalten.
Nachdem die CommServe-Dienste angehalten wurden, wird im Dialogfeld Galaxy Service Control Manager der Status für All Galaxy Services von Running auf Stopped aktualisiert.

5.

Sie können auch überprüfen, welche Dienste Sie angehalten haben, indem Sie in der Systemsteuerung auf Dienste klicken.

So starten Sie alle Galaxy-Dienste

1.

Klicken Sie auf Start , wählen Sie Programme , Galaxy , und klicken Sie dann auf Galaxy Service Control Manager .

2.

Klicken Sie im Dialogfeld Galaxy Service Control Manager im Feld Services auf Galaxy Base Services .

3.

In der Standardeinstellung ist die Option Auto-Start Services when OS Starts aktiviert, das heißt dass alle vom lokalen System verwendeten Galaxy-Dienste bei Neustart des Systems automatisch gestartet werden. Wenn Sie alle Galaxy-Dienste manuell starten möchten, deaktivieren Sie mit dieser Option das automatische Starten der Dienste.

4.

Klicken Sie auf Start , um alle Galaxy-Dienste neu zu starten.
Nachdem die Dienste neu gestartet wurden, wird im Dialogfeld Galaxy Service Control Manager der Status für All Galaxy Services von Stopped auf Running aktualisiert.

5.

Sie können auch überprüfen, welche Dienste Sie neu gestartet haben, indem Sie in der Systemsteuerung auf Dienste klicken.

6.

Setzen Sie alle Aufträge fort, die Sie vor dem Anhalten sämtlicher Galaxy-Dienste beendet haben.

Starten und Anhalten der Basisdienste

Die folgenden Verfahren erläutern, wie die Basisdienste angehalten und neu gestartet werden.

Hinweis: Durch Anhalten der Basisdienste werden alle Galaxy-Dienste (für das lokale System) automatisch beendet. Jedoch werden durch einen Neustart der Basisdienste nicht automatisch alle Galaxy-Dienste neu gestartet. Nach dem Anhalten der Basisdienste können Sie entweder sämtliche Galaxy-Dienste neu starten oder jeden Dienst (Basis-, CommServe- und MediaAgent-Dienst) separat neu starten.

Bevor Sie beginnen, halten Sie mit dem Job Controller alle Aufträge an oder brechen Sie diese ab. Wahlweise können Sie auch warten, bis ein Auftrag abgeschlossen ist.

So halten Sie die Basisdienste an

1.

Klicken Sie auf Start , wählen Sie Programme , Galaxy , und klicken Sie dann auf Galaxy Service Control Manager .

2.

Klicken Sie im Dialogfeld Galaxy Service Control Manager im Feld Services auf Galaxy Base Services .

3.

In der Standardeinstellung ist die Option Auto-Start Services when OS Starts aktiviert, das heißt dass alle vom lokalen System verwendeten Galaxy-Dienste bei Neustart des Systems automatisch gestartet werden. Wenn Sie alle Galaxy-Dienste manuell starten möchten, deaktivieren Sie mit dieser Option das automatische Starten der Dienste.

4.

Klicken Sie auf Stop , um die Basisdienste anzuhalten.

5.

Wenn Sie zum Fortfahren aufgefordert werden, klicken Sie nur dann auf Yes , wenn die anderen Dienste angehalten werden können. Nachdem die Basisdienste angehalten wurden, wird im Dialogfeld Galaxy Service Control Manager der Status für Galaxy Base Services von Running auf Stopped aktualisiert.

6.

Sie können auch überprüfen, welche Dienste Sie angehalten haben, indem Sie in der Systemsteuerung auf Dienste klicken.

So starten Sie die Basisdienste

1.

Klicken Sie auf Start , wählen Sie Programme , Galaxy , und klicken Sie dann auf Galaxy Service Control Manager .

2.

Klicken Sie im Dialogfeld Galaxy Service Control Manager im Feld Services auf Galaxy Base Services .

3.

In der Standardeinstellung ist die Option Auto-Start Services when OS Starts aktiviert, das heißt dass alle vom lokalen System verwendeten Galaxy-Dienste bei Neustart des Systems automatisch gestartet werden. Wenn Sie alle Galaxy-Dienste manuell starten möchten, deaktivieren Sie mit dieser Option das automatische Starten der Dienste.

4.

Klicken Sie auf Start , um die Basisdienste neu zu starten. Nachdem die Basisdienste neu gestartet wurden, wird im Dialogfeld Galaxy Service Control Manager der Status für Galaxy Base Services von Stopped auf Running aktualisiert.

5.

Sie können auch überprüfen, welche Dienste Sie angehalten haben, indem Sie in der Systemsteuerung auf Dienste klicken.

6.

Setzen Sie alle Aufträge fort, die Sie vor dem Anhalten der Basisdienste beendet haben.

Anhalten und Starten der CommServe-Dienste

Die folgenden Verfahren erläutern, wie die CommServe-Dienste angehalten und neu gestartet werden.

Hinweis: Durch Anhalten der CommServe-Dienste werden auch alle Vorgänge von Galaxy in der CommCell beendet.

Bevor Sie beginnen, halten Sie mit dem Job Controller alle Aufträge an oder brechen Sie diese ab. Wahlweise können Sie auch warten, bis ein Auftrag abgeschlossen ist.

So halten Sie die CommServe-Dienste an

1.

Klicken Sie auf Start , wählen Sie Programme , Galaxy , und klicken Sie dann auf Galaxy Service Control Manager .

2.

Klicken Sie im Dialogfeld Galaxy Service Control Manager im Feld Services auf Galaxy CommServe Services .

3.

In der Standardeinstellung ist die Option Auto-Start Services when OS Starts aktiviert, das heißt dass alle vom lokalen System verwendeten Galaxy-Dienste bei Neustart des Systems automatisch gestartet werden. Wenn Sie alle Galaxy-Dienste manuell starten möchten, deaktivieren Sie mit dieser Option das automatische Starten der Dienste.

4.

Klicken Sie auf Stop , um die CommServe-Dienste anzuhalten. Nachdem die CommServe-Dienste angehalten wurden, wird im Dialogfeld Galaxy Service Control Manager der Status für Galaxy CommServe Services von Running auf Stopped aktualisiert.

5.

Sie können auch überprüfen, welche Dienste Sie angehalten haben, indem Sie in der Systemsteuerung auf Dienste klicken.

So starten Sie die CommServe-Dienste

1.

Klicken Sie auf Start , wählen Sie Programme , Galaxy , und klicken Sie dann auf Galaxy Service Control Manager .

2.

Klicken Sie im Dialogfeld Galaxy Service Control Manager im Feld Services auf Galaxy CommServe Services .

3.

In der Standardeinstellung ist die Option Auto-Start Services when OS Starts aktiviert, das heißt dass alle vom lokalen System verwendeten Galaxy-Dienste bei Neustart des Systems automatisch gestartet werden. Wenn Sie alle Galaxy-Dienste manuell starten möchten, deaktivieren Sie diese Option und somit die Autostart-Funktion.

4.

Klicken Sie auf Start , um die CommServe-Dienste neu zu starten. Nachdem die CommServe-Dienste neu gestartet wurden, wird im Dialogfeld Galaxy Service Control Manager der Status für Galaxy CommServe Services von Stopped auf Running aktualisiert.

5.

Sie können auch überprüfen, welche Dienste Sie gestartet haben, indem Sie in der Systemsteuerung auf Dienste klicken.

6.

Setzen Sie alle Aufträge fort, die Sie vor dem Anhalten der CommServe-Dienste beendet haben.

Anhalten und Starten der MediaAgent-Dienste

Die folgenden Verfahren erläutern, wie die für den MediaAgent geltenden Galaxy-Dienste angehalten und neu gestartet werden.

Hinweis: Durch Anhalten oder Starten der MediaAgent-Dienste werden lediglich der Dienst des Galaxy Media Mount Manager, der DMS und der LMS angehalten oder gestartet. Dies bedeutet, dass Vorgänge für sämtliche Galaxy-Ressourcen, die von diesem MediaAgent abhängen, angehalten oder gestartet werden.

Bevor Sie beginnen, halten Sie mit dem Job Controller alle Aufträge an oder brechen Sie diese ab. Wahlweise können Sie auch warten, bis ein Auftrag abgeschlossen ist.

So halten Sie die MediaAgent-Dienste an

1.

Klicken Sie auf Start , wählen Sie Programme , Galaxy , und klicken Sie dann auf Galaxy Service Control Manager .

2.

Klicken Sie im Dialogfeld Galaxy Service Control Manager im Feld Services auf Galaxy MediaAgent Services .

3.

In der Standardeinstellung ist die Option Auto-Start Services when OS Starts aktiviert, das heißt dass alle vom lokalen System verwendeten Galaxy-Dienste bei Neustart des Systems automatisch gestartet werden. Wenn Sie alle Galaxy-Dienste manuell starten möchten, deaktivieren Sie mit dieser Option das automatische Starten der Dienste.

4.

Klicken Sie auf Stop , um die MediaAgent-Dienste anzuhalten. Nachdem die MediaAgent-Dienste angehalten wurden, wird im Dialogfeld Galaxy Service Control Manager der Status für Galaxy MediaAgent Services von Running auf Stopped aktualisiert.

5.

Sie können auch überprüfen, welche Dienste Sie angehalten haben, indem Sie in der Systemsteuerung auf Dienste klicken.

So starten Sie die MediaAgent-Dienste

1.

Klicken Sie auf Start , wählen Sie Programme , Galaxy , und klicken Sie dann auf Galaxy Service Control Manager .

2.

Klicken Sie im Dialogfeld Galaxy Service Control Manager im Feld Services auf Galaxy CommServe Services .

3.

In der Standardeinstellung ist die Option Auto-Start Services when OS Starts aktiviert, das heißt dass alle vom lokalen System verwendeten Galaxy-Dienste bei Neustart des Systems automatisch gestartet werden. Wenn Sie alle Galaxy-Dienste manuell starten möchten, deaktivieren Sie mit dieser Option das automatische Starten der Dienste.

4.

Klicken Sie auf Start , um die MediaAgent-Dienste neu zu starten. Nachdem die MediaAgent-Dienste neu gestartet wurden, wird im Dialogfeld Galaxy Service Control Manager der Status für Galaxy MediaAgent Services von Stopped auf Running aktualisiert.

5.

Sie können auch überprüfen, welche Dienste Sie gestartet haben, indem Sie in der Systemsteuerung auf Dienste klicken.

6.

Setzen Sie alle Aufträge fort, die Sie vor dem Anhalten der MediaAgent-Dienste beendet haben.

Vorgangszeitfenster

Ein Vorgangszeitfenster ist ein täglicher Zeitraum, in dem ein bestimmter Vorgangstyp durchgeführt werden darf. Diese Funktion soll hauptsächlich verhindern, dass unerwartete, zeitaufwändige Vorgänge andere normale Vorgänge unterbrechen. Vorgangszeitfenster können entweder für die gesamte CommCell oder für einen spezifischen iDataAgent eingerichtet werden. Standardmäßig können alle Vorgänge jederzeit ausgeführt werden.

Wenn ein Auftrag außerhalb seines Vorgangszeitfensters gestartet wird, ist dieser solange ausstehend bis das Vorgangszeitfenster gültig ist. (Dies wird im Fenster Job Controller dadurch angezeigt, dass der Auftrag dort als ausstehend aufgeführt wird.) Wenn Sie beispielsweise Sicherungen auf ein Vorgangszeitfenster zwischen 18:00 und 7:00 Uhr beschränken, bleibt eine für 13:00 Uhr geplante Sicherung bis 18:00 Uhr ausstehend.

Wenn ein Auftrag während seines Vorgangszeitfensters gestartet wird, jedoch nicht fertig gestellt werden kann, bevor das Vorgangszeitfenster abläuft, wird dieser Auftrag folgendermaßen von Galaxy gehandhabt:

Aufträge, die neu gestartet werden können (solche, die an dem Zeitpunkt wiederaufgenommen werden können, an dem sie angehalten wurden), sind nach Ablauf des Zeitfensters solange ausstehend, bis das Vorgangszeitfenster erneut gültig ist. Sie werden dann neu gestartet. Wenn wie im vorhergehenden Beispiel ein Sicherungsvorgang nach 7:00 Uhr noch nicht fertig gestellt ist, ist dieser bis 18:00 Uhr ausstehend und wird dann fortgesetzt.

Aufträge, die nicht neu gestartet werden können, werden so lange ausgeführt, bis sie abgeschlossen sind.

CommCell-Vorgangszeitfenster

Sie können über die Registerkarte Operation Window des Dialogfelds CommCell Properties Vorgangszeitfenster für die gesamte CommCell erstellen. In Tabelle 6 sind die möglichen Optionen aufgelistet, die auf dieser Registerkarte angezeigt werden.

Tabelle 6: Optionen des Vorgangszeitfensters

Option Beschreibung

Alle Sicherungen

Definiert den täglichen Zeitraum, in dem Sicherungen (mit Ausnahme von vollständigen Sicherungen) durchgeführt werden können.

Vollständige Sicherungen

Definiert den täglichen Zeitraum, in dem vollständige Sicherungen durchgeführt werden können. Damit dieses Vorgangszeitfenster wirksam ist, muss es sich auf der CommCell-Ebene innerhalb des Vorgangszeitfensters All Backups befinden.

Synthetische vollständige Sicherungen

Definiert den Zeitraum, in dem synthetische vollständige Sicherungsvorgänge durchgeführt werden können. Damit dieses Vorgangszeitfenster wirksam ist, muss es sich auf der CommCell-Ebene innerhalb des Vorgangszeitfensters All Backups befinden. Informationen zu synthetischen vollständigen Sicherungen finden Sie in der Onlinehilfe für die iDataAgents, die diese Sicherungsart unterstützen.

ExpressRecovery-Sicherungen

Definiert den Zeitraum, in dem ExpressRecovery-Sicherungen durchgeführt werden können.

Wiederherstellungen

Definiert den täglichen Zeitraum, in dem Standard-Wiederherstellungsvorgänge durchgeführt werden können.

Zusatzkopien

Definiert den Zeitraum, in dem Zusatzkopievorgänge durchgeführt werden können.

Auf dieser Registerkarte befindet sich außerdem die Zeitzone für den CommServe (zum Beispiel Eastern Standard Time ).

So legen Sie ein Vorgangszeitfenster auf der CommCell-Ebene fest

Zum Durchführen dieses Verfahrens müssen Sie über Administratorrechte für das Galaxy-System verfügen.

1.

Klicken Sie im CommCell Browser mit der rechten Maustaste auf CommServe und dann auf Properties .

2.

Legen Sie auf der Registerkarte Operation Window die gewünschten Start- und Endzeiten der Vorgangszeitfenster fest.

iDataAgent-Vorgangszeitfenster

Vorgangszeitfenster können auf der iDataAgent-Ebene für Sicherungs- und Wiederherstellungsvorgänge festgelegt werden.

Werden die Vorgangszeitfenster auf der iDataAgent-Ebene festgelegt, gelten sie nur für jene Vorgänge, die vom betreffenden iDataAgent eingeleitet werden. Die auf CommCell-Ebene festgelegten Vorgangszeitfenster gelten für die gesamte CommCell. Wenn Sie für einen bestimmten Vorgang Vorgangszeitfenster auf beiden Ebenen festlegen, erstreckt sich die Gültigkeit des Vorgangszeitfensters über die Zeitspanne, die beide Ebenen gemeinsam haben. Wenn Wiederherstellungen beispielsweise zwischen 13:00 und 17:00 Uhr auf der CommCell-Ebene und zwischen 14:00 und 18:00 Uhr für einen bestimmten iDataAgent zulässig sind, gilt für diesen iDataAgent als effektives Vorgangszeitfenster für Wiederherstellungen die Zeitspanne zwischen 14:00 und 17:00 Uhr. Wiederherstellungen, die von einem anderen iDataAgent stammen, sind jedoch immer noch zwischen 13:00 und 17:00 Uhr gültig (dies entspricht dem CommCell-Vorgangszeitfenster), vorausgesetzt dass kein Vorgangszeitfenster für die Wiederherstellung für diesen iDataAgent vorhanden ist.

Weitere Informationen zu den auf der iDataAgent-Ebene festgelegten Vorgangszeitfenstern finden Sie in der Onlinehilfe mit spezifischen Informationen für iDataAgents.

Auftragsprioritäten

Anhand von Auftragsprioritäten wird in Galaxy festgelegt, welcher von mehreren gleichzeitig ausgeführten Aufträgen auf begrenzte Ressourcen (wie zum Beispiel Medienlaufwerke und Sicherungsmedien) zugreifen darf. Der Auftrag mit der höchsten Priorität kann auf die Ressourcen zugreifen. Wenn mehrere Aufträge die gleiche Priorität haben, erhält der Auftrag den Vorrang, der zuerst auf die Ressource zugreift. Wenn ein Auftrag fertig gestellt wurde, weist das System die wieder frei gewordenen Ressourcen dem nächsten Auftrag zu. Wenn ein Auftrag fehlschlägt, versucht das System eine Stunde später einen Neustart. Dieser Versuch wird maximal 72-mal wiederholt (Standardeinstellung).

Mit welcher Methode Galaxy Aufträge verarbeitet, ist auch von der Auftragskategorie abhängig. Wie bereits erwähnt, gibt es zwei Auftragskategorien: Aufträge, die neu gestartet werden können und Aufträge, die nicht neu gestartet werden können. Wenn ein ausgeführter Auftrag Ressourcen verwendet, die von einem anderen Auftrag mit höherer Priorität angefordert werden, findet die Verarbeitung durch Galaxy auf eine der zwei folgenden Weisen statt:

Wenn der ausgeführte Auftrag neu gestartet werden kann, wird dieser von Galaxy unterbrochen und die Ressourcen werden dann dem Auftrag mit der höheren Priorität zugewiesen. (Es wird gewartet, bis die Ressourcen erneut verfügbar sind. Der unterbrochene Auftrag wird dann fortgesetzt.)

Wenn der ausgeführte Auftrag nicht neu gestartet werden kann, wird er ungeachtet der Priorität des neuen Auftrags abgeschlossen.

Hinweis: Aufträge zum Löschen von Archiven können nicht gestartet werden, wenn aktuell Wiederherstellungen, Sicherungsindex-Wiederherstellungen oder Zusatzkopievorgänge durchgeführt werden.

Auftragsprioritätsübersicht

Beim Starten eines Auftrags, wird diesem vom Galaxy Job Manager eine Prioritätsnummer zugewiesen: Je kleiner die Zahl ist, um so höher ist die Priorität. Die Priorität eines bestimmten Auftrags ergibt sich folgendermaßen:

Priorität des Vorgangstyps

Priorität des Clientcomputers, der den Vorgang ausführt

Priorität des iDataAgent-Typs, auf dem der Vorgang eingeleitet wurde

Prioritätsvorrang (die Gewichtung der Priorität des Clientcomputers in Bezug auf die Priorität des iDataAgent)

Auftragsprioritätsnummer

Auftragsprioritätsnummern setzen sich aus drei Ziffern zusammen; führende Nullen werden unterdrückt. Die einzelnen Ziffern dieser Zahl stellen verschiedene Prioritätsfelder dar (siehe Abb. 7).

Auftragsprioritätsnummern

Abbildung 7
Auftragsprioritätsnummern

Die erste Ziffer stellt die Priorität des Auftragsvorgangs dar. Die zweite und dritte Ziffer stehen in der Standardeinstellung für die Prioritäten des Clientcomputers beziehungsweise des iDataAgent. Sie können auch die Reihenfolge ändern, so dass sie für die Prioritäten des iDataAgent beziehungsweise des Clientcomputers stehen. In den folgenden Abschnitten werden diese einzelnen Themen noch genauer erörtert.

Vorgangspriorität

Prioritäten werden von Galaxy für alle Vorgangstypen zugewiesen. Diese Prioritäten, die die erste und wichtigste Ziffer der dreistelligen Prioritätsnummer darstellen, sind feststehend und können nicht geändert werden. In Tabelle 7 werden die Prioritätszuweisungen aufgeführt. Wiederherstellungsvorgänge haben die höchste und synthetische vollständige Sicherungen die niedrigste Priorität.

Tabelle 7: Vorgangsprioritäten

Auftragsvorgang Zugewiesene Priorität

Wiederherstellungen

0

Sicherungskopien

1

Synthetisch vollständig

3

Priorität von Clientcomputern

In der Standardeinstellung wird allen Clientcomputern dieselbe Priorität (9 bis zur niedrigsten) von Galaxy zugewiesen. Daher werden alle Clientcomputer vom Job Manager gleichwertig behandelt. Sie können die Prioritäten sämtlicher Clientcomputer so ändern, dass Vorgänge, die auf diesen ausgeführt werden, im Vergleich zu Vorgängen auf anderen Clientcomputern eine höhere Priorität erhalten.

So ist es beispielsweise denkbar, dass Vorgänge, die von einem bestimmten Dateiserver eingeleitet werden, Vorrang gegenüber von Benutzercomputern stammenden Vorgängen erhalten. In einem solchen Fall würden Sie dem Dateiserver im Vergleich zu den anderen Computern in der CommCell eine höhere Clientpriorität zuweisen.

Die Clientpriorität wird auf Clientcomputer-Ebene konfiguriert.

Priorität von iDataAgents

In der Standardeinstellung wird allen iDataAgents in der CommCell dieselbe Priorität (9 bis zur niedrigsten) von Galaxy zugewiesen. Infolgedessen behandelt der Job Manager alle iDataAgents mit gleicher Priorität. Sie können die Prioritäten sämtlicher iDataAgents so ändern, dass ihren Vorgängen im Vergleich zu anderen iDataAgents eine höhere Priorität zugeordnet wird.

So ist es beispielsweise denkbar, dass Sicherungs- und Wiederherstellungsvorgänge von Datenbanken für Microsoft Exchange Server Vorrang gegenüber Dateisystemvorgängen von Windows 2000 erhalten. In einem solchen Fall würden Sie dem Datenbank-iDataAgent für Exchange 2000 Server eine höhere Priorität als dem iDataAgent für Windows 2000 zuweisen.

Die Priorität von iDataAgents wird auf CommCell-Ebene konfiguriert. Aus diesem Grunde ist die Priorität, die Sie einem iDataAgent zuweisen, für von diesem iDataAgent stammende Vorgänge gültig und für alle Clientcomputer in der CommCell wirksam.

Standardauftragsprioritäten

Die Standardwerte der Auftragsprioritätsnummern für die verschiedenen Vorgangstypen sind in Tabelle 8 aufgeführt.

Tabelle 8: Standardauftragsprioritäten

Auftragsvorgang Standardauftragspriorität

Löschen des Archivs

0

ExpressRecovery-Sicherungen

1

Wiederherstellen

99

Sicherung

199

Zusatzkopie

299

Synthetische vollständige Sicherung

399

Das Löschen von Archiven und ExpressRecovery-Sicherungen sind keinem Client oder iDataAgent zugeordnet. Daher hat die Prioritätsnummer keine zweite und dritte Stelle. Dieses sind die Galaxy-Aufträge mit der höchsten Priorität. Der Zusatzkopiervorgang ist ebenfalls keinem Client oder iDataAgent zugeordnet, so dass Galaxy die Priorität von 299 beibehält. Das bedeutet, dass er eine niedrigere Priorität als Sicherungs- und Wiederherstellungsvorgänge hat.

Anpassen von Auftragsprioritäten

Die Prioritäten für administrative Vorgänge (zum Beispiel Löschen von Archiven, Zusatzkopien und ExpressRecovery-Sicherungen) werden von Galaxy zugewiesen und können nicht angepasst werden. Sie können jedoch die Prioritäten von Clientvorgängen anpassen (zum Beispiel Sicherungen, Wiederherstellungen und synthetische vollständige Sicherungen). Ändern Sie dazu folgende Werte:

Prioritätsvorrang

Priorität von Clientcomputern

Priorität von iDataAgents

Prioritätsvorrang

In der Standardeinstellung hat der Clientcomputer, für den die zweite Ziffer steht, Vorrang vor dem iDataAgent, der durch die dritte Ziffer repräsentiert ist. Sie können die Reihenfolge dieser Ziffern umkehren, um einen entgegengesetzten Vorrang zu erhalten, damit der iDataAgent Vorrang vor dem Clientcomputer erhält.

Im folgenden Beispiel sehen Sie die Auswirkungen, die der Prioritätsvorrang haben kann, wenn Sie Prioritäten von Clientcomputern und iDataAgents anpassen. Angenommen, es gibt zwei Clientcomputer mit den Namen opal und coal . Der Client opal ist ein Dateiserver, der den iDataAgent für Windows 2000 verwendet. Der Client coal führt Exchange Server aus und verwendet den Datenbank-iDataAgent für Exchange 2000 Server.

Die Auftragsprioritäten für Sicherungsvorgänge auf den einzelnen Clientcomputern werden in Tabelle 9 aufgeführt. Beachten Sie, dass verschiedene Sicherungsvorgänge abhängig vom festgelegeten Prioritätsvorrang eine höhere Priorität (niedrigere Zahl) aufweisen. Wenn der Prioritätsvorrang für Clients festgelegt wird, verfügt die Dateisystemsicherung von opal über die höhere Priorität. Wenn der Prioritätsvorrang für iDataAgent festgelegt wird, verfügt die Exchange-Datenbanksicherung von coal über die höhere Priorität. Die entsprechenden Vorgänge für Wiederherstellungen und synthetische vollständige Sicherungen würden zu ähnlichen Ergebnissen führen.

Tabelle 9: Prioritätsvorrangseinstellungen

Prioritätsvorrangseinstellung

Vorgang

Client

iDataAgent

Sicherung, Dateisystem für Windows 2000, Client opal

186

168

Sicherung, Exchange-Datenbank, Client coal

194

149

Anzeigen von Auftragsprioritäten

In der Standardeinstellung werden im Fenster Job Controller keine Prioritäten von ausgeführten Aufträgen angezeigt. Zum Anzeigen der Auftragsprioritäten für alle Aufträge müssen Sie die Spalte Priority aktivieren (siehe Onlinehilfe).

Auftragssteuerung

Mit dem Job Controller können Sie Aufträge verwalten und ausführliche Informationen anzeigen. Informationen über einen Auftrag werden fortwährend aktualisiert und sind im Fenster Job Controller verfügbar, solange der Auftrag existiert. Nach Fertigstellung eines Auftrags werden die ihn betreffenden Daten aus dem Fenster Job Controller entfernt. Wenn es sich bei diesem Auftrag um einen Sicherungs- oder Wiederherstellungsvorgang gehandelt hat, können Sie die Auftragsinformationen immer noch über die Verlaufsfunktion für Sicherungen beziehungsweise Wiederherstellungen abrufen. Informationen über das Anzeigen des Sicherungs- und Wiederherstellungsverlaufs finden Sie in den Informationen zu iDataAgents in der Onlinehilfe.

Fenster "Job Controller"

Bevor Sie mit dem Verwalten von Aufträgen beginnen, sollten Sie mit folgenden Elementen vertraut sein:

Dialogfelder Job Details

Fenster Job Controller

Im Fenster Job Controller werden alle aktuellen Aufträge in der CommCell angezeigt. In Tabelle 10 werden die Informationen angezeigt, die standardmäßig vom Job Controller eingeblendet werden.

Tabelle 10: Informationen in der Anzeige "Job Controller"

Job ID

Eine in der CommCell eindeutige numerische Kennung, anhand derer die Sicherungs-, Wiederherstellungs- und Verwaltungsaufträge identifiziert werden.

iDataAgent

Das Galaxy-Softwaremodul, in dem der Auftrag erstellt wurde (beispielsweise iDataAgent für Windows 2000).

User

Der Galaxy-Benutzer, der den Auftrag erstellt hat.

Operation

Beschreibung des durchgeführten Auftrags (Sicherung, Wiederherstellung usw.).

Status

Status des aktuellen Auftrags

Client Computer

Für Sicherungsvorgänge: Der Computer, auf dem der Vorgang ausgeführt wird. Für Wiederherstellungsvorgänge: Der Computer, von dem die wiederhergestellten Daten ursprünglich gesichert wurden.

Progress

Eine Statusleiste, die den Auftragsfortschritt anzeigt. Die Fortschrittsanzeige wird bei bestimmten Vorgängen (zum Beispiel für die Archivlöschung) oder für die Anfangsphasen einiger Sicherungsvorgänge nicht angezeigt.

Priority (standardmäßig nicht eingebelendet)

Auftragsprioritätsnummer

Start (standardmäßig nicht eingeblendet)

Die Uhrzeit (und das Datum), zu der (dem) der Auftrag begonnen wurde.

Elapsed (standardmäßig nicht eingeblendet)

Die regelmäßig aktualisierte Zeit, die seit Beginn des Auftrags verstrichen ist.

So öffnen Sie den Job Controller und ordnen die Spalten neu

Normalerweise wird das Fenster Job Controller angezeigt, wenn Sie das erste Mal die CommCell-Konsole öffnen. Wenn Sie das Fenster Job Controller geschlossen haben, können Sie es wie folgt wieder öffnen:

1.

Klicken Sie in der CommCell-Konsole auf das Symbol Job Controller .

2.

Ordnen Sie die Spalten neu an, indem Sie auf eine Spaltenüberschrift klicken und die Spalte dann an eine andere Position ziehen. Die Spaltenanordnung wird zurückgesetzt, wenn Sie das Fenster Job Controller schließen und wieder öffnen.

So blenden Sie Spalten im "Job Controller" ein beziehungsweise aus

1.

Klicken Sie auf das Fenster Job Controller , um es zu aktivieren.

2.

Klicken Sie in der CommCell-Konsole im Menü View auf Table . Eine Liste der Job Controller-Spalten wird eingeblendet, wobei alle angezeigten Spalten mit einem Häkchen versehen sind.

3.

Klicken Sie auf den Namen einer aktivierten Spalte, um sie auszublenden. Klicken Sie auf den Namen einer deaktivierten Spalte, um sie einzublenden.

Hinweis: Es können nicht weniger als drei Spalten angezeigt werden.

Steuern von Galaxy-Aufträgen

Mit dem Job Controller können Sie Aufträge manuell steuern. Verwenden Sie dazu die in Tabelle 11 angezeigten Vorgänge.

Table 11: Job Controller-Vorgänge

Suspend

Hält einen Auftrag vorübergehend an. Ein angehaltener Auftrag ist nicht beendet und kann daher zu einem späteren Zeitpunkt erneut gestartet werden. Nur Aufträge, die neu gestartet werden können, können angehalten werden.

Resume

Setzt einen angehaltenen Auftrag fort und wechselt den Status wieder zu Waiting , Pending oder Running . Dies ist von der Verfügbarkeit der Ressourcen oder dem Status des Vorgangsfensters sowie den Einstellungen für die Aktivitätensteuerung abhängig.

Kill

Beendet einen Auftrag.

View Events

Ermöglicht das Anzeigen der Ereignisse für den Auftrag.

Detail

Zeigt Informationen über den ausgewählten Auftrag an.

Die Möglichkeit zum Anhalten bestimmter Aufträge ist von deren Auftragskategorie (erneut startfähig oder nicht) abhängig.

Auftragsstatus-Stufen

Aufträge können sich in einer von acht möglichen Statusstufen befinden (siehe Tabelle 12).

Tabelle 12: Auftragsstatus-Stufen

Status Beschreibung

Running

Der Auftrag ist aktiv und kann auf die erforderlichen Ressourcen zugreifen.

Waiting

Der Auftrag ist aktiv und wartet, dass Ressourcen (zum Beispiel Medienlaufwerke) verfügbar werden oder dass interne Prozesse starten.

Interrupt Pending

Galaxy hat den Auftrag angehalten und wartet auf die Fertigstellung von verknüpften Prozessen, bevor der Auftrag gestoppt wird.

Pending

Galaxy hat den Auftrag angehalten und startet ihn ohne Eingreifen des Benutzers wieder neu. Ein anstehender Auftrag (Pending) wartet eventuell auf ein gültiges Vorgangsfenster oder ist unter Umständen fehlgeschlagen und wartet darauf, dass Galaxy ihn neu startet.

Stop Pending

Sie haben den Auftrag angehalten und Galaxy wartet auf die Fertigstellung von verknüpften Prozessen, bevor der Auftrag gestoppt wird.

Stopped

Sie haben den Auftrag mit der Option Suspend manuell gestoppt. Er wird erst fertig gestellt, wenn Sie ihn mit der Option Resume neu starten.

Kill Pending

Der Auftrag wurde beendet, und Galaxy wartet auf die Fertigstellung von verknüpften Prozessen, bevor der Auftrag gelöscht wird.

Killed

Der Auftrag wurde beendet und aus dem Fenster Job Controller entfernt.

Es ist vom Status eines Auftrags abhängig, welche Job Controller-Aktionen ( Kill , Suspend oder Resume ) ausgeführt werden können und welcher Status daraus resultiert (siehe Tabelle 13).

Tabelle 13: Verfügbare Auftragsstatus-Aktionen

Ursprünglicher Status Verfügbare Aktionen Neuer Status

Running

Suspend

Stopped

 

Kill

Nicht zutreffend

Waiting

Suspend

Stopped

 

Kill

Nicht zutreffend

Interrupt Pending

Nicht zutreffend

Nicht zutreffend

Pending

Suspend

Stopped

 

Kill

Nicht zutreffend

Stop Pending

Nicht zutreffend

Nicht zutreffend

Stopped

Resume

Kehrt zum Status, zu den Ressourcen und anderen Bedingungen des Ausgangszustandes zurück, wenn diese zulässig sind.

 

Kill

Nicht zutreffend

Kill Pending

Nicht zutreffend

Nicht zutreffend

So halten Sie einen Auftrag an

Zum Durchführen dieses Verfahrens müssen Sie über Auftragsverwaltungsrechte für das Galaxy-System verfügen.

1.

Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Auftrag und anschließend auf Suspend .

2.

Der Auftragsstatus wird zu Stopped geändert. (Unter Umständen ändert sich der Auftragsstatus vorübergehend zuerst zu Stop Pending , solange ein Vorgang fertig gestellt wird.)

So setzen Sie einen angehaltenen Auftrag fort

1.

Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Auftrag und anschließend auf Resume .

2.

Der Job Manager versucht, den Auftrag neu zu starten. Der Auftragsstatus wird zu Waiting , Pending oder Running geändert.

So löschen Sie einen Auftrag

1.

Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Auftrag und anschließend auf Kill .

2.

Wenn Sie sicher sind, dass Sie den Auftrag löschen möchten, klicken Sie in der angezeigten Bestätigungsmeldung auf Yes .

Hinweis: Unter Umständen ändert sich der Auftragsstatus vorübergehend zu Kill Pending , solange der Vorgang fertig gestellt wird. Anschließend wechselt der Auftragsstatus zu Killed , und der Auftrag wird aus dem Fenster Job Controller entfernt.

3.

Klicken Sie im Dialogfeld Job Status auf Detail , um das Dialogfeld Job Details für den beendeten Auftrag anzuzeigen. Sie können auch auf OK klicken, um das Dialogfeld zu schließen.

So zeigen Sie Ereignisse für einen bestimmten Auftrag an

1.

Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Auftrag und anschließend auf View Events .

2.

Das Fenster All Found Events wird angezeigt. In diesem Fenster können Sie alle Ereignisse anzeigen, die mit einem bestimmten Auftrag verbunden sind. Weitere Informationen finden Sie in der Onlinehilfe.

So zeigen Sie Details für einen bestimmten Auftrag an

1.

Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Auftrag und anschließend auf Details .

2.

Das entsprechende Detailfenster wird angezeigt (zum Beispiel das Fenster Backup Job Details for Job ID ). Weitere Informationen finden Sie in der Onlinehilfe.

Dialogfelder "Job Status" und "Job Details"

Wenn einzelne Aufträge fertig gestellt werden, fehlschlagen oder endgültig gelöscht werden, wird von Galaxy das Dialogfeld Job Status angezeigt. Dazu muss allerdings das Fenster Job Controller geöffnet sein. Wenn dieses Fenster nicht geöffnet ist, wird das Dialogfeld nicht angezeigt. Klicken Sie im Dialogfeld Job Status auf Detail , um das Dialogfeld Job Details für den fertig gestellten Vorgang anzuzeigen.

Über das Fenster Job Controller können Sie Informationen für die folgenden Auftragstypen anzeigen:

Sicherungskopien

Wiederherstellungen

Synthetische vollständige Sicherungen

Zusatzkopien

ExpressRecovery-Sicherungen

Die Dialogfelder Job Details enthalten eine Vielzahl von Informationen über einen ausgewählten Auftrag. Diese Informationen können nützlich sein, um Status und Fortschritt von Aufträgen zu bestimmen.

Aktivitätensteuerung

Mit der Aktivitätensteuerungsfunktion können Sie in der Galaxy-Hierarchie Sicherungs- und/oder Wiederherstellungsvorgänge auf drei Stufen aktivieren beziehungsweise deaktivieren (siehe Tabelle 14).

Tabelle 14: Aktivitätensteuerungsoptionen

CommCell

Ermöglicht das Aktivieren/Deaktivieren aller Sicherungs- und/oder Wiederherstellungsvorgänge für sämtliche Client-Computer in der CommCell.

Client-Computer

Ermöglicht das Aktivieren/Deaktivieren aller Sicherungs- und/oder Wiederherstellungsvorgänge auf einem spezifischen Client-Computer.

Client-Computer/iDataAgent

Ermöglicht das Aktivieren/Deaktivieren der Sicherungs- und/oder Wiederherstellungsvorgänge eines bestimmten iDataAgent auf einem spezifischen Client-Computer.

Reihenfolge der Prioritäten

Wenn Vorgänge deaktiviert sind, verfügt die CommCell-Ebene über die höchste Priorität. Dem Client-Computer/iDataAgent ist die niedrigste Priorität zugeordnet. Wenn Sie beispielsweise Sicherungen auf der CommCell-Ebene deaktivieren, werden - unabhängig von den entsprechenden Einstellungen der einzelnen Client-Computer und Client/iDataAgents - alle Sicherungen in der CommCell deaktiviert. Wenn Sicherungen auf der CommCell-Ebene jedoch aktiviert sind, können die Sicherungsvorgänge immer noch auf der Client-Computer- oder Client/iDataAgent-Ebene deaktiviert werden.

In der Standardeinstellung sind alle Vorgänge auf allen Ebenen der Galaxy-Hierarchie aktiviert.

Zugriff auf die Aktivitätensteuerungsfunktion

Sie können auf Aktivitätensteuerungsfunktion über die Registerkarte Activity Control des zugehörigen Dialogfelds Properties zugreifen. Wenn Sie zum Beispiel die Aktivitätensteuerungsfunktion auf der CommCell-Ebene aufrufen möchten, öffnen Sie die Registerkarte Activity Control des Dialogfelds CommCell Properties . Informationen zur Anwendung der Aktivitätensteuerung auf einen bestimmten Client-Computer/iDataAgent finden Sie in der entsprechenden Onlinehilfe.

So aktivieren beziehungsweise deaktivieren Sie Sicherungs- und Wiederherstellungsvorgänge

Sie müssen über Administratorenrechte auf der CommCell-Ebene für das Galaxy-System verfügen, um dieses Verfahren durchführen zu können.

1.

Klicken Sie mit der rechten Maustaste im CommCell Browser auf CommServe , client computer oder client iDataAgent und anschließend auf Properties .

2.

Aktivieren beziehungsweise deaktivieren Sie auf der Registerkarte Activity Control eine oder beide der folgenden Optionen:

Enable Backup
Ist diese Option aktiviert, können Sicherungen durchgeführt werden. Bei deaktivierter Option sind Sicherungen deaktiviert. Sicherungen können nicht gestartet werden. Sicherungen mit dem Status Running oder Waiting werden jedoch abgeschlossen. Sicherungen mit dem Status Stopped können erst fortgesetzt werden, wenn sie wieder aktiviert werden. (Im Job Controller wird der jeweilige Auftragsstatus angezeigt.) Sicherungen mit dem Status Pending werden erst nach Aktivierung ausgeführt.

Enable Restore
Ist diese Option aktiviert, können Wiederherstellungen durchgeführt werden. Bei deaktivierter Option sind Wiederherstellungen deaktiviert und können nicht gestartet werden. Wiederherstellungen mit dem Status Running werden vollständig ausgeführt. Wiederherstellungen mit dem Status Pending werden erst ausgeführt, wenn sie aktiviert werden.

CommCell-Benutzer und -Gruppen

Die Benutzerverwaltung ist ein wichtiger Aspekt der CommCell-Administration. Nur durch eine sachgemäße Benutzerverwaltung erhalten Benutzer sicheren Zugriff auf Galaxy CommCell.

Dieser Abschnitt bietet einen Überblick über das Galaxy-Benutzerverwaltungssystem und erläutert die Verfahrensweise zum Erstellen von Benutzerkonten und Benutzergruppen sowie zum Zuweisen von Ressourcen an Benutzer und Gruppen.

CommCell-Ressourcen

CommCell-Ressourcen sind verwaltbare Dateneinheiten in der CommCell. Sie führen Vorgänge aus oder haben konfigurierbare Attribute, oder sie verfügen über beide genannte Eigenschaften. Jede CommCell-Datenbank verfügt über die folgenden Ressourcen:

CommServe

Jeden Clientcomputer

Jeden Client-iDataAgent

Jeden MediaAgent

Jede Bibliothek

Jede Speicherrichtlinie

Der Client-iDataAgent stellt eine Kombination von Client-Computer und individuellem iDataAgent dar. Mit dieser Kombination können Sie individuelle iDataAgents auf einem Client-Computer je nach Bedarf für unterschiedliche Benutzergruppen bereitstellen.

Benutzerzugriff

Der Zugriff auf Ressourcen und Funktionen einer Galaxy CommCell wird anhand einer Kombination der folgenden Faktoren ermöglicht oder verweigert:

CommCell-Ressourcen

Berechtigungen

Benutzergruppen

Benutzerkonten

Mit dieser Verfahrensweise kann ein CommCell-Administrator jedem Galaxy-Benutzer genau die erforderlichen Berechtigungen zuweisen. Diese Anforderungen können in Abhängigkeit von den Aufgaben, zu deren Ausführung die einzelnen Benutzer in der Lage sein müssen, auch variieren.

In Abbildung 8 wird ein Beispiel für eine Verteilung der Ressourcen in der CommCell angezeigt.

Verteilung der CommCell-Ressourcen

Abbildung 8
Verteilung der CommCell-Ressourcen

Berechtigungen (Benutzerrechte)

Berechtigungen sind Benutzerrechte, mit denen Benutzer eine Vielzahl von Funktionen in der CommCell ausführen können. Zu diesen Funktionen gehören routinemäßige Vorgänge, wie zum Beispiel Sichern oder Wiederherstellen von Daten, sowie verwaltende Vorgänge, wie zum Beispiel Lizenzverwaltung, Archivlöschung oder Benutzerkontenverwaltung. Tabelle 15 beinhaltet die Galaxy-Berechtigungen und die ihnen zugeordneten Ressourcen sowie eine Erläuterung der damit verbunden Vorgänge.

Verknüpfen von Ressourcen und Berechtigungen

Jede Berechtigung und die damit verbundenen Vorgänge wirken sich nur auf einen Ressourcentyp aus. Beispiel: Die Berechtigung zur Sicherung, die alle Benutzern in einer bestimmten Benutzergruppe zum Durchführen von Sicherungen bei Bedarf berechtigt, betriffft nur die Client-iDataAgent-Ressourcen. Die Berechtigung kann jedoch nicht auf eine Bibliotheksressource angewendet werden, da Bibliotheken nicht eigenständig Sicherungen einleiten. Wählen Sie bei der Erstellung einer Benutzergruppe die für die Ressource geeigneten Berechtigungen aus, die dieser Gruppe zugewiesen werden sollen. Tabelle 15 listet die verfügbaren Galaxy-Berechtigungen auf:

Tabelle 15: Galaxy-Berechtigungen

Berechtigungen (Benutzerrechte) Ressourcen Verbundene Vorgänge

Lizenzberechtigungen:

License Management (Lizenzverwaltung)

CommCell

Aktualisieren von Lizenzschlüsseln

CommCell-Verwaltungsrechte:

Job Management (Auftragsverwaltung)

CommCell

Anhalten, Fortsetzen und Beenden von Aufträgen

 

Administrative Management (Administrative Verwaltung)

CommCell

Löschen von Aufträgen
Serverkonfiguration
Initiieren von Zusatzkopien
ExpressRecovery
Aktivieren/Deaktivieren von Sicherungen und Wiederherstellungen (CommCell)
Definieren von Vorgangsfenstern auf CommCell-Ebene
Planen von Funktionen für administrative Aufträge
Ändern des Netzwerkkennworts
Andere administrative Aufträge
Festlegen von Mailservern für Warnmeldungen
Bibliotheks- und Laufwerkkonfiguration
NAS
Clientkonfiguration

 

Report Management (Berichtsverwaltung)

CommCell

Ausführen von Berichten
Planen von Berichtsfunktionen

 

Storage Policy Management (Verwaltung von Speicherrichtlinien)

CommCell

Erstellen/Löschen von Speicherrichtlinien
Hinzufügen/Löschen von Kopien
Markieren von vollen aktiven Medien
Migrieren von Medien

 

User Management (Benutzerverwaltung)

CommCell

Hinzufügen/Löschen von Benutzern/Benutzergruppen
Aktivieren/Deaktivieren von Benutzern
Aktivieren/Deaktivieren von Benutzergruppen
Verknüpfen von Gruppen mit Objekten

 

Alert Management (Warnhinweisverwaltung)

Alle

Hinzufügen/Löschen von Warnhinweisen für Benutzer

Bibliotheks- und MediaAgent-
Verwaltungsrechte:

Library Management (Bibliotheksverwaltung)

Library (Bibliothek)

Verschieben von Medien zwischen Scratchpools
Erstellen/Löschen neuer Scratchpools
Erkennen von Medien
Importieren/Exportieren von Medien
Markieren von Laufwerken als bereinigt
Ersetzen von Laufwerken
Zurücksetzen des Filers
Zurücksetzen der Bibliothek
Einstellen von Laufwerken als online/offline
Migrieren von magnetischen Bibliotheken

 

 

CommCell

Bearbeiten der Eigenschaften von Speicherressourcen

 

MediaAgent Management (MediaAgent-Verwaltung)

MediaAgent

Ändern von MediaAgent-Eigenschaften

 

 

CommCell

Erzwungenes Zurücksetzen der MediaAgent-Konfiguration

iDataAgent-Berechtigungen:

iDataAgent Management (iDataAgent-Verwaltung)

Client-iDataAgent

Aktivieren/Deaktivieren von Sicherungen und Wiederherstellungen (Client- oder iDataAgent-Ebene)
Erstellen/Bearbeiten/Entfernen von Sicherungssätzen und Subclients
Definieren von Vorgangsfenstern auf iDataAgent-Ebene
Erzwungenes Zurücksetzen der iDataAgent-Konfiguration

 

 

CommCell

Erzwungenes Zurücksetzen der Clientkonfiguration

Sicherungs- und Wiederherstellungsberechtigungen:

Backup (Sicherung)

Client-iDataAgent

Sicherungsvorgänge bei Bedarf

 

Browse/Restore (Durchsuchen/Wiederherstellen)

Client-iDataAgent

Durchsuchungs- und Wiederherstellungsvorgänge bei Bedarf

 

iDataAgent Scheduling (iDataAgent-Planung)

Client-iDataAgent

Planen von Sicherungs- und Wiederherstellungsvorgängen (Für diesen Vorgang sind außerdem Berechtigungen zum Sichern beziehungsweise Durchsuchen/Wiederherstellen erforderlich.)

Hinweis: Benutzer können sich auch ohne Berechtigung zum Verwalten von Warnmeldungen selbst zu einer Warnmeldung hinzufügen. Sie können jedoch keine anderen Benutzer zu einer Warnmeldung hinzufügen.

Benutzergruppen

Benutzergruppen sind mit benannte logische Einheiten (so genannte Container), denen Berechtigungen, Systemressourcen und Benutzer zugewiesen werden. Durch diese Anordnung erhalten Sie ein extrem flexibles System, mit dem Sie nicht nur die Rechte für Mitglieder der Gruppe, sondern auch die Ressourcen festlegen können, auf die die Benutzer zugreifen können. Einer Gruppe zugewiesene Benutzer erhalten die Rechte der Gruppe sowie Zugriff auf die Gruppenressourcen.

Der vom Galaxy-System vordefinierten Hauptbenutzergruppe werden alle verfügbaren Rechte und Systemressourcen zugewiesen. Diese Gruppe ist permanent, das heißt sie kann nicht entfernt werden, und die Rechte sowie der Zugriff auf Systemressourcen kann nicht eingeschränkt werden. Alle anderen Benutzergruppen werden so erstellt und verwaltet, wie dies von Mitgliedern der Gruppen gewünscht wird, die über Benutzerverwaltungsrechte verfügen.

Benutzer cvadmin

In der Hauptbenutzergruppe gibt es einen permanenten Benutzer, der den Namen cvadmin trägt. Galaxy erstellt diesen Benutzer automatisch. Es handelt sich um den Standard-CommCell-Administrator, dessen Benutzername nicht geändert werden kann. Als Mitglied der Hauptbenutzergruppe verfügt der Benutzer cvadmin über alle verfügbaren Rechte in einer CommCell. Mit diesen Rechten kann cvadmin jederzeit Benutzer, Gruppen und Benutzerkonten erstellen. Beachten Sie, dass cvadmin der Hauptgruppe weitere Benutzer zuweisen kann. Dadurch erhalten diese ebenfalls die vollständigen Zugriffsrechte.

CommCell-Benutzerkonten

Alle CommCell-Benutzer verfügen über ein CommCell-Benutzerkonto, das grundlegende, Galaxy-bezogene Informationen über den Benutzer enthält. Benutzer, die Gruppen angehören, welche über Benutzerverwaltungsrechte verfügen, können CommCell-Benutzerkonten erstellen. Die CommCell-Benutzerkonten werden speziell zum Überwachen des CommCell-Zugriffs erstellt.

Benutzer können auch Mitglieder mehrerer Gruppen sein (und über sämtliche Rechte aller Gruppen verfügen). Wenn ein Benutzer nicht Mitglied einer Gruppe ist, verfügt er über keine Rechte und kann die CommCell-Konsole nur zur Anzeige verwenden.

CommCell-Benutzerkonten unterscheiden sich von Windows-Benutzerkonten. Sie dienen anderen Zwecken und sollten nicht als untereinander austauschbar angesehen werden. CommCell-Benutzer müssen nicht zwingend über ein Windows-Benutzerkonto verfügen.

Verwalten von Benutzergruppen

Benutzergruppen stellen eine praktische Einrichtung zum Zuweisen gemeinsamer Berechtigungen und Ressourcen für eine Gruppe von Benutzern dar. Sie können beliebig viele Benutzergruppen erstellen, die jeweils über eine beliebige Kombination an zugewiesenen Rechten verfügen können.

Eine ordnungsgemäße Benutzergruppenverwaltung erfordert ein gewisses Maß an Planung. Eine optimale Planung hilft Ihnen, die Anzahl der Gruppen zu minimieren, was vom Standpunkt eines Administrators her wünschenswert ist.

Berücksichtigen Sie bei der Planung Ihrer Benutzergruppenstrategie folgende Fragen:

Wer benötigt Zugriff auf das Galaxy-System?

Welche Aufgaben müssen die einzelnen Galaxy-Benutzer durchführen können?

Welche Sicherheitsanforderungen benötigen Sie als Administrator?

Die Verwaltung von Galaxy-Benutzergruppen umfasst folgende Verwaltungsaufgaben:

Erstellen von Benutzergruppen

Ändern von Benutzergruppen

Löschen von Benutzergruppen

Erstellen von Benutzergruppen

Benutzergruppen werden für Benutzer erstellt, die Zugriff auf das Galaxy-System benötigen. Jede Benutzergruppe repräsentiert eine andere Benutzerkategorie mit unterschiedlichen Rechten und CommCell-Ressourcen. In den Verfahren in diesem Abschnitt werden folgende Aspekte hinsichtlich der Erstellung von Benutzergruppen erläutert:

Sofortige Zuweisung
Sie können beim Erstellen einer Benutzergruppe die Benutzer, Rechte und CommCell-Ressourcen sofort zuweisen.

Nicht spezifizierte Zuweisung
Als Alternative können Sie Zuweisungen nicht festlegen. Der Benutzer kann dann lediglich Suchvorgänge in der CommCell ausführen.

So erstellen Sie eine Benutzergruppe

Für dieses Verfahren müssen Sie über Benutzerverwaltungsrechte für das Galaxy-System verfügen.

1.

Klicken Sie im CommCell Browser mit der rechten Maustaste auf CommCell User Groups und dann auf New User Group .

2.

Geben Sie im Dialogfeld New User Group Properties auf der Registerkarte General folgende Informationen ein:

Name
Den Namen, den Sie der Benutzergruppe zuweisen möchten. (maximal 32 Zeichen. Fügen Sie keine nachgestellten Leerzeichen an.)

Description
Aussagekräftige Informationen zur näheren Bestimmung der Benutzergruppe. Möglicherweise gehören die Benutzer der Gruppe einer Abteilung oder Organisation an. Die Gruppe kann auch mit einem spezifischen Computer oder einer CommCell-Funktion verbunden sein (zum Beispiel Sicherungen).

Hinweis: Wenn Sie die Benutzergruppe inaktiv (ohne Benutzer, Rechte oder Verknüpfungen) lassen möchten, klicken Sie im Dialogfeld New User Group Properties auf OK .

3.

Wählen Sie Enabled aus, wenn Sie die Gruppe aktivieren möchten (Standardeinstellung). Wenn Sie die Gruppe vorerst inaktiv lassen möchten, deaktivieren Sie die Option Enabled .

4.

Wenn die Benutzergruppe sämtliche Galaxy-Rechte haben soll, wählen Sie All Capabilities . Andernfalls lassen Sie diese Option deaktiviert.

5.

Wenn die Benutzergruppe mit allen CommCell-Ressourcen verknüpft werden soll, wählen Sie All Associations . Andernfalls lassen Sie diese Option deaktiviert.

Hinweis: Die Optionen All Capabilities und All Associations sind sehr leistungsfähig. Wenn sie falsch zugewiesen werden, besteht die Gefahr, dass alle Funktionen und Ressourcen der CommCell Benutzern offen gelegt werden, die möglicherweise nicht über die geeignete Ausbildung oder entsprechenden Kenntnisse verfügen. Aus diesem Grunde sind diese Optionen standardmäßig deaktiviert.

6.

Zu diesem Zeitpunkt haben Sie alle Informationen eingegeben, die zum Erstellen der Benutzergruppe erforderlich sind. Allerdings haben Sie der Gruppe noch keine Benutzer und auch keine Galaxy-Berechtigungen oder CommCell-Ressourcen zugewiesen. Wenn Sie All Capabilities nicht aktiviert haben, verfügt die Benutzergruppe über keinerlei Berechtigungen. Wenn Sie All Associations nicht aktiviert haben, verfügt die Benutzergruppe über keinerlei zugewiesene CommCell-Ressourcen.

So weisen Sie einer Benutzergruppe Galaxy-Berechtigungen zu

1.

Klicken Sie im Dialogfeld New User Group Properties auf die Registerkarte Capabilities .

2.

Weisen Sie der Benutzergruppe die Berechtigungen wie folgt zu:

Wenn Sie einer Benutzergruppe eine Berechtigung zuweisen möchten, klicken Sie im Fenster Available Capabilities auf die Berechtigung und danach auf die Schaltfläche < .

Wenn Sie einer Benutzergruppe eine Berechtigung entziehen möchten, klicken Sie im Fenster Assigned Capabilities auf die Berechtigung und danach auf die Schaltfläche > .

Wiederholen Sie diesen Schritt für jede weitere Berechtigung, die Sie hinzufügen oder entfernen möchten.

3.

Klicken Sie abschließend auf OK .

So weisen Sie einer Benutzergruppe Benutzer zu

Sie können einer Benutzergruppe im Dialogfeld New User Group Properties vorhandene Benutzer zuweisen. Dieses Verfahren empfiehlt sich, wenn Sie Gruppenmitgliedschaften für einzelne Gruppen festlegen möchten. Wahlweise können Sie Benutzergruppenmitgliedschaften für einzelne Benutzer festlegen.

1.

Klicken Sie im Dialogfeld New User Group Properties auf die Registerkarte Users .

2.

Weisen Sie der Benutzergruppe die Benutzer wie folgt zu:

Wenn Sie einer Benutzergruppe einen Benutzer zuweisen möchten, klicken Sie im Fenster Available Users auf den Benutzernamen und danach auf die Schaltfläche < .

Wenn Sie einen Benutzer aus einer Benutzergruppe entfernen möchten, klicken Sie im Fenster Member Users auf den Benutzernamen und danach auf die Schaltfläche > .

Wiederholen Sie diesen Schritt für jeden weiteren Benutzer, den Sie hinzufügen oder entfernen möchten.

3.

Klicken Sie abschließend auf OK .

Zuweisen von CommCell-Ressourcen zu einer Benutzergruppe

Durch die Zuweisung von CommCell-Ressourcen erhalten Mitglieder einer Gruppe die Möglichkeit, Galaxy-Vorgänge bezüglich der zugewiesenen Ressourcen durchzuführen. Die Art dieser Vorgänge ist abhängig von den Galaxy-Berechtigungen, die der Gruppe zugewiesen wurden. Wenn eine Ressource, wie zum Beispiel ein Clientcomputer, nicht mit einer Benutzergruppe verknüpft ist, können die Benutzer dieser Gruppe keine Galaxy-Vorgänge ausführen, an denen dieser Clientcomputer beteiligt ist. Wenn jedoch bei Erstellung der Benutzergruppe die Option All Associations bereits aktiviert wurde, ist die Gruppe mit allen Ressourcen in der CommCell verknüpft und den Benutzern stehen alle CommCell-Ressourcen zur Verfügung.

Sie können einer Benutzergruppe die folgenden Ressourcen zuweisen:

CommServe

Jeden Clientcomputer

Jeden Client-iDataAgent

Jeden MediaAgent

Jede Bibliothek

Jede Speicherrichtlinie

Diese Ressourcen unterstützen jeweils spezifische Funktionen innerhalb der Galaxy-CommCell.

So verknüpfen Sie eine CommCell-Ressource mit einer Benutzergruppe beziehungsweise heben diese Verknüpfung auf

Verwenden Sie dieses Verfahren zum Verknüpfen einer CommCell-Ressource mit einer Benutzergruppe, die bereits erstellt wurde. Bevor Sie mit diesem Verfahren beginnen, sollten Sie wissen, welche Ressourcen Sie mit einer Benutzergruppe verknüpfen möchten.

1.

Klicken Sie mit der rechten Maustaste im CommCell Browser auf die CommCell-Ressource, die Sie mit einer Benutzergruppe verknüpfen möchten, und klicken Sie anschließend auf Properties .

2.

Klicken Sie im Dialogfeld Properties auf die Registerkarte Security . Im Fenster Associated Groups werden die Namen der Benutzergruppen angezeigt, mit denen die Ressource verknüpft ist. Die Hauptgruppe wird stets aufgelistet, da mit ihr immer alle Ressourcen verknüpft sind.

3.

Wenn Sie einer Benutzergruppe die ausgewählte Ressource zuweisen möchten, klicken Sie im Fenster Available Groups auf die gewünschte Gruppe und danach auf die Schaltfläche << . Wiederholen Sie diesen Schritt für alle Gruppen, die Sie der ausgewählten Ressource zuweisen möchten.

4.

Wenn Sie die Verknüpfung der Ressource mit einer Benutzergruppe aufheben möchten, kehren Sie das Verfahren um. Klicken Sie dazu im Fenster Associated Groups auf die Benutzergruppe, deren Verknüpfung mit der ausgewählten Ressource Sie aufheben möchten, und klicken Sie anschließend auf die Schaltfläche >> . Wiederholen Sie diesen Schritt für jede weitere Benutzergruppe, deren Verknüpfung mit dieser Ressource Sie entfernen möchten.

5.

Klicken Sie abschließend auf OK .

Ändern von Benutzergruppen

Mit Galaxy können Sie die folgenden Eigenschaften von Benutzergruppen ändern:

Beschreibung

Zugewiesene Berechtigungen

Zugewiesene CommCell-Ressourcen

Zugewiesene Benutzer

Aktiviert/Deaktiviert

Hinweis: Auch wenn die Änderung eines Benutzergruppennamens nicht möglich ist, können Sie die Gruppe löschen und dann eine neue Gruppe mit gleichen Attributen unter einem neuen Namen erstellen.

Alle Änderungen werden sofort wirksam. Dabei spielt es keine Rolle, ob ein Benutzer der Benutzergruppe gerade angemeldet ist.

So ändern Sie die Eigenschaften einer Benutzergruppe

1.

Klicken Sie im CommCell Browser auf CommCell User Groups .

2.

Klicken Sie mit der rechten Maustaste im rechten Fensterbereich des CommCell Browser auf die Benutzergruppe, deren Eigenschaften Sie ändern möchten, und klicken Sie anschließend auf Properties .

3.

Ändern Sie im Dialogfeld User Group Properties die Eigenschaften nach Bedarf.

4.

Klicken Sie abschließend auf OK .

Löschen von Benutzergruppen

Gelegentlich ist es erforderlich, Benutzergruppen zu löschen. Dies kann der Fall sein, wenn die CommCell eine Größe erreicht hat, bei der Sie Benutzerverantwortlichkeiten neu verteilen und umstrukturieren müssen oder wenn die Funktionen oder die Mitgliedschaft einer bestimmten Benutzergruppe veraltet sind. Unter diesen Umständen ist es empfehlenswert, die Benutzergruppe zu löschen und eine neue zu erstellen, anstelle die vorhandene Benutzergruppe zu ändern. Mit dem folgenden Verfahren werden Sie durch diesen Prozess geführt.

Hinweis: Die Hauptbenutzergruppe Master kann nicht gelöscht werden. Diese Benutzergruppe fungiert als primäre Benutzergruppe für CommCell-Administratoren (cvadmin) und bleibt daher immer verfügbar. Die einzige änderbare Eigenschaft der Hauptbenutzergruppe ist das Feld Description .

Für dieses Verfahren müssen Sie über Benutzerverwaltungsrechte für das Galaxy-System verfügen.

So löschen Sie eine Benutzergruppe

1.

Klicken Sie im CommCell Browser auf das Symbol CommCell User Groups .

2.

Klicken Sie mit der rechten Maustaste im rechten Fensterbereich des CommCell Browser auf die zu löschende Benutzergruppe, und klicken Sie anschließend auf Delete .

3.

Wenn Sie aufgefordert werden, den Löschvorgang zu bestätigen, klicken Sie zum Löschen der Benutzergruppe auf Yes . Wenn Sie den Löschvorgang abbrechen und die Benutzergruppe beibehalten möchten, klicken Sie auf No .

Verwalten von Benutzerkonten

Die Verwaltung der Galaxy-Benutzerkonten umfasst folgende Aufgaben:

Erstellen von Benutzerkonten

Ändern von Benutzerkonten

Löschen von Benutzerkonten

Erstellen von Benutzerkonten

Benutzerkonten werden für Benutzer erstellt, die Zugriff auf das Galaxy-System benötigen. Jeder Benutzer muss über ein separates Konto verfügen. Wenn Sie ein Benutzerkonto erstellen, können Sie dieses sofort den verfügbaren Benutzergruppen zuweisen oder das Konto ohne Zuweisungen belassen. Die folgenden Verfahren erläutern beide Vorgänge.

Für dieses Verfahren müssen Sie über Benutzerverwaltungsrechte für das Galaxy-System verfügen.

So erstellen Sie ein Benutzerkonto

1.

Klicken Sie mit der rechten Maustaste im CommCell Browser auf CommCell Users , und klicken Sie anschließend auf New User .

2.

Geben Sie im Dialogfeld New User Properties auf der Registerkarte General die folgenden erforderlichen Informationen ein:

User Name
Der Name, den der Benutzer eingeben muss, wenn er sich am Galaxy-System anmeldet. (maximal 32 Zeichen. Fügen Sie keine nachgestellten Leerzeichen an.)

Password
Das Kennwort, das Sie dem Benutzer zu Beginn zuweisen. (maximal 32 Zeichen. Fügen Sie keine nachgestellten Leerzeichen an.) (Benutzer können ihre Kennwörter selbst ändern.)

Confirm Password
Eine Bestätigung des Kennworts.

3.

Optional können Sie die folgenden zusätzlichen Benutzerinformationen eingeben:

Full Name
Der richtige Name der Person, der das Konto zugewiesen wurde. (maximal 32 Zeichen. Fügen Sie keine nachgestellten Leerzeichen an.)

Description
Einige aussagekräftige Informationen über den Benutzer, wie zum Beispiel Berufsbezeichnung, Abteilung oder Name des Unternehmens.

E-Mail
Die E-Mail-Adresse des Benutzers.

4.

Wenn Sie das Benutzerkonto sofort aktivieren möchten, wählen Sie Enabled (Standardeinstellung). Wenn Sie das Konto erstellen, es jedoch vorerst inaktiv lassen möchten, deaktivieren Sie die Option Enabled .

5.

Wenn das Kennwort des Benutzers in regelmäßigen Abständen ablaufen soll, wählen Sie Age Password und dann die Anzahl der Tage, für die das Kennwort gültig ist. Wenn das Benutzerkennwort nicht ablaufen soll, lassen Sie diese Option deaktiviert (Standardeinstellung). Wenn unter Password Age eine Dauer von einem Tag eingetragen wird, bedeutet dies, dass das Kennwort um Mitternacht am aktuellen Tag ablaufen wird.

Hinweis: Nur wenn Sie das Benutzerkonto einer Benutzergruppe zuweisen, verfügt der Benutzer nach der Anmeldung über Galaxy-Berechtigungen.

6.

Entscheiden Sie, ob der neue Benutzer einer Benutzergruppe zugewiesen werden soll:

Um den Benutzer ohne Zuweisungen zu belassen, klicken Sie im Dialogfeld New User Properties auf OK .

Um den Benutzer einer Benutzergruppe zuzuweisen, klicken Sie auf die Registerkarte User Groups und folgen Sie den nachstehenden Anweisungen.

Im Folgenden wird gezeigt, wie mithilfe des Dialogfelds User Properties ein Benutzer einer oder mehreren Benutzergruppen zugewiesen wird. Dieses Verfahren ist hilfreich, um Gruppenmitgliedschaften für einzelne Benutzer festzulegen. Wahlweise können Sie Benutzergruppenmitgliedschaften für einzelne Gruppen festlegen.

So weisen Sie einen Benutzer einer Benutzergruppe zu

1.

Klicken Sie auf die Registerkarte User Groups des Dialogfelds New User Properties .

2.

Weisen Sie den Benutzer den Benutzergruppen wie folgt zu:

Um den Benutzer einer Benutzergruppe zuzuweisen, klicken Sie im Fenster Available Groups auf die Gruppe und anschließend auf die Schaltfläche < .

Um den Benutzer aus einer Benutzergruppe zu entfernen, klicken Sie im Fenster Member Groups auf die Gruppe und anschließend auf die Schaltfläche > .

3.

Klicken Sie abschließend auf OK .

Ändern von Benutzerkonten

Im Galaxy-System können Sie die folgenden Eigenschaften von Benutzerkonten ändern:

Password - Kennwort (und dessen Gültigkeitsdauer)

Full name - Vollständiger Name

Description - Beschreibung

E-mail address - E-Mail-Adresse

Aktiviert/Deaktiviert

Benutzergruppen-Mitgliedschaften

Hinweis: Sie können die Eigenschaft User Name nicht ändern. Sie können jedoch ein Konto löschen und dann ein neues Konto unter einem anderen Benutzernamen erstellen. Die einzigen Eigenschaften, die Sie für das Benutzerkonto cvadmin ändern können, sind das Kennwort und die E-Mail-Adresse.

Alle Änderungen werden sofort wirksam. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Benutzer gerade angemeldet ist. Folgende Ausnahme ist jedoch zu beachten: Wenn ein Benutzer gerade angemeldet ist und Sie sein Konto deaktivieren, kann er die CommCell-Konsole weiter verwenden. Allerdings erhält er keinen Zugriff mehr, nachdem er sich abgemeldet hat.

Für dieses Verfahren müssen Sie über Benutzerverwaltungsrechte für das Galaxy-System verfügen.

So ändern Sie die Eigenschaften eines Benutzerkontos

1.

Klicken Sie im CommCell Browser auf das Symbol CommCell Users .

2.

Klicken Sie mit der rechten Maustaste im rechten Fensterbereich des CommCell Browser auf den Benutzer, dessen Kontoeigenschaften Sie ändern möchten, und klicken Sie anschließend auf Properties .

3.

Ändern Sie im Dialogfeld User Properties die Eigenschaften nach Bedarf.

4.

Klicken Sie abschließend auf OK .

Löschen von Benutzerkonten

Zu den häufigen Aufgaben bei der Benutzerverwaltung gehört das Löschen von Benutzerkonten. Der Löschvorgang tritt umgehend in Kraft, sofern der zu löschende Benutzer derzeit nicht am Galaxy-System angemeldet ist. In diesem Fall kann der gelöschte Benutzer die CommCell-Konsole weiterhin verwenden. Allerdings erhält er keinen Zugriff mehr, nachdem er sich abgemeldet hat.

Hinweis: Das Benutzerkonto cvadmin kann nicht gelöscht werden. Der Benutzer cvadmin fungiert als primärer CommCell-Administrator und bleibt daher immer aktiviert.

Zum Durchführen dieses Verfahrens müssen Sie über Benutzerverwaltungsrechte (Berechtigung User Management ) für das Galaxy-System verfügen.

So löschen Sie ein Benutzerkonto

1.

Klicken Sie im CommCell Browser auf das Symbol CommCell Users .

2.

Klicken Sie mit der rechten Maustaste im rechten Fensterbereich von CommCell Browser auf den zu löschenden Benutzer, und klicken Sie anschließend auf Delete .

3.

Wenn Sie aufgefordert werden, den Löschvorgang zu bestätigen, klicken Sie zum Löschen des Benutzers auf Yes . Wenn Sie den Löschvorgang abbrechen möchten, klicken Sie auf No .

Netzwerkkennwort für CommCell

Das Netzwerkkennwort für CommCell ist eine interne Sicherheitsmaßnahme, die gewährleisten soll, dass Galaxy-Datenübertragungen nur zwischen CommCell-Computern stattfinden. Standardmäßig weist Galaxy jedem CommCell-Computer ein eigenes Kennwort zu. Dieses CommCell-Netzwerkkennwort für einen CommCell-Computer können Sie bei Bedarf neu definieren. Zur Definition eines neuen Kennworts ist das alte Kennwort nicht erforderlich. Voraussetzung ist jedoch, dass Sie über Administratorrechte (Berechtigung Administrative Management ) verfügen.

Hinweis: Das CommCell-Netzwerkkennwort ist kein Kennwort auf Benutzerebene. Die Benutzer werden nicht zur Eingabe dieses Kennworts aufgefordert. Es wird ausschließlich intern verwendet.

Zum Durchführen dieses Verfahrens müssen Sie über Administratorrechte für das Galaxy-System verfügen.

1.

Klicken Sie mit der rechten Maustaste im CommCell Browser auf das Symbol CommCell , und klicken Sie anschließend auf Change Network Password .

2.

Wählen Sie im Dialogfeld Change Network Password den Computer aus, dessen Netzwerkkennwort Sie ändern möchten.

3.

Geben Sie im Feld New Password das neue Netzwerkkennwort ein, und wiederholen Sie Ihre Eingabe im Feld Confirm Password .

4.

Klicken Sie abschließend auf OK . Galaxy ändert das Kennwort des ausgewählten Computers.

Planen von Aufträgen

Durch das Planen von Aufträgen in der CommCell wird sichergestellt, dass zu schützende Daten automatisch und in regelmäßigen Abständen gesichert werden.

Entwerfen von Sicherungszeitplänen

Zum Planen von Sicherungen verwenden Sie entweder den Schedule Wizard oder den CommCell Browser. Im CommCell Browser können Sie Sicherungen auf verschiedenen Ebenen in der Browserstruktur planen. Klicken Sie dazu mit der rechten Maustaste auf die zu sichernde Dateneinheit, und wählen Sie die gewünschten Menüoptionen aus.

Wenn Ihr iDataAgent Sicherungssätze unterstützt, können Sie eine Sicherung für einen Subclient oder einen vollständigen Sicherungssatz planen. Das Planen mit Sicherungssätzen bietet den Vorteil, dass alle Subclients in einem Schritt geplant werden können.

Hinweis: Beachten Sie bei der Aufstellung eines Sicherungsplans für einen vollständigen Sicherungssatz, dass auf allen Subclients zum geplanten Zeitpunkt eine Sicherung initiiert wird. Wenn mindestens zwei Clients einer Speicherrichtlinie zugeordnet sind, werden deren Sicherungen seriell ausgeführt. Das heißt, dass ein Subclient die Sicherung zum angegebenen Zeitpunkt ausführt und die anderen Clients bis zur Verfügbarkeit der Speicherrichtlinie in eine Warteschlange gestellt werden.

Abhängig vom iDataAgent ermöglicht Ihnen Galaxy, einige oder alle der folgenden Punkte zu planen:

Vollständige Sicherungen

Inkrementelle Sicherungen

Differenzielle Sicherungen

Synthetische vollständige Sicherungen

Im Voraus gewählte Sicherungen (Der genaue Typ der im Voraus gewählten Sicherungen ist von der Auswahl abhängig, die Sie während der iDataAgent-Installation treffen.)

Vorbereitung:

Wenn Sie einen Sicherungszeitplan erstellen, sollten Sie einen vollständigen Sicherungszyklus festlegen. Stellen Sie sicher, dass sich die Sicherungen eines vollständigen Sicherungszyklus ergänzen. Wenn ein Plan zum Beispiel tägliche inkrementelle Sicherungen sowie wöchentliche vollständige Sicherungen vorsieht, müssen Sie darauf achten, dass bei den inkrementellen Sicherungen der Tag übersprungen wird, an dem planmäßig die vollständige Sicherung ausgeführt wird. Dadurch werden unnötige Sicherungen und Kollisionen vermieden.

Wenn Sie Sicherungen zur Einrichtung eines vollständigen Sicherungszyklus planen, müssen Sie beachten, dass der vollständige Sicherungszyklus den zugehörigen Aufbewahrungszeitraum umfasst. Wenn Sie für einen ganzen Sicherungssatz planen, müssen Sie die Aufbewahrungszeiten der Speicherrichtlinien für alle zugehörigen Subclients beachten.

Wenn die CommCell über mehrere Clientcomputer verfügt, sollten Sie die Sicherungen koordinieren, um Medien-, Medienlaufwerk- und mögliche Netzwerkkonflikte zu minimieren.

Um alle Daten für einen iDataAgent auf einem Clientcomputer zu sichern, müssen Sie Sicherungspläne entweder für alle Subclients im iDataAgent oder für einen Sicherungssatz definieren (wenn Sicherungssätze unterstützt werden).

Prüfen Sie, ob ein Zeitfenster für die Art des zu planenden Sicherungsvorgangs erstellt wurde. Wenn ein Zeitfenster vorhanden ist, müssen Sie die Sicherung so planen, dass sie innerhalb des gültigen Zeitraums stattfindet.

Entwerfen von Wiederherstellungsplänen

Ein geplanter Wiederherstellungsvorgang hat den Vorteil, dass Sie die Wiederherstellung nicht manuell einleiten müssen.

Wenn Ihre CommCell über mehrere Clientcomputer verfügt, sollten Sie den Wiederherstellungsvorgang als Vorbereitungsmaßnahme so koordinieren, dass Konflikte mit Medien, Medienlaufwerken sowie mögliche Netzwerkkonflikte minimiert werden. Prüfen Sie, ob ein Zeitfenster für Wiederherstellungsvorgänge eingerichtet wurde. Wenn ein Zeitfenster vorhanden ist, müssen Sie die Wiederherstellung so planen, dass sie innerhalb des gültigen Zeitraums stattfindet.

Die folgenden Verfahren sind in der Onlinehilfe unter dem Thema "Job scheduling" zu finden:

Adding a scheduled job (Hinzufügen eines geplanten Auftrags)

Modifying a scheduled job (Ändern eines geplanten Auftrags)

Deleting a scheduled job (Löschen eines geplanten Auftrags)

Einrichten von Feiertagen, an denen keine geplanten Aufgaben ausgeführt werden

Galaxy ermöglicht Ihnen das Einrichten von Feiertagen, an denen geplante Aufgaben nicht ausgeführt werden. Diese Funktion wirkt sich nur auf geplante Aufgaben aus und betrifft alle geplanten Aufgaben. (Nicht geplante Aufgaben können ausgeführt werden.) Feiertage werden auf der CommCell-Ebene definiert und in der CommServe-Zeitzone ausgewertet.

Sie können einen Feiertag für ein bestimmtes Datum eines gegebenen Jahres oder für einen bestimmten Monat/Tag im Jahr einrichten. Nur ein Feiertag pro Datum ist zulässig. Wenn Sie einen Feiertag festlegen, der jedes Jahr gelten soll, werden dadurch alle Feiertage ersetzt, die eventuell bereits für diesen Monat/Tag und das angegebene Jahr eingerichtet wurden.

Feiertage können auch hinzugefügt oder gelöscht werden. Feiertage werden, sofern es sich nicht um jährlich wiederkehrende Feiertage handelt, immer automatisch gelöscht, nachdem sie verstrichen sind. Jährlich wiederkehrende Feiertage laufen niemals ab. Ereignisse und Warnmeldungen werden für geplante Elemente gesendet, die aufgrund von Feiertagen übersprungen werden.

So fügen Sie einen Feiertag hinzu oder löschen diesen

1.

Klicken Sie mit der rechten Maustaste im CommCell Browser auf das Symbol CommCell, und klicken Sie anschließend auf Set Holidays . Im Fenster Holidays werden die aktuellen Feiertage angezeigt.

2.

Fügen Sie Feiertage hinzu oder löschen Sie sie.

Benachrichtigungen über Warnmeldungen

Warnmeldungen werden von Galaxy in Form einer E-Mail-Nachricht gesendet. Galaxy verwendet den auf der Registerkarte General des Eigenschaftendialogfeld von CommCell ausgewiesenen Mailserver, um den Empfänger der Nachricht darüber zu informieren, dass ein bestimmtes Galaxy-Ereignis eingetreten ist oder eine Benutzeraktion durchgeführt wurde.

Wenn Sie zum Beispiel einen Warnhinweis für den Fall von Änderungen an CommCell-Eigenschaften konfigurieren, wird bei der Änderung einer Eigenschaft auf CommCell-Ebene eine Warnmeldung an den dafür ausgewiesenen Benutzer gesendet. Wenn Sie einen Warnhinweis für erfolgreiche Sicherungen auf der Clientcomputerebene konfigurieren, erhalten die ausgewählten Benutzer bei jeder erfolgreichen Sicherung für alle auf diesem Client installierten iDataAgents eine Warnmeldung.

Zum Konfigurieren von Warnmeldungen wählen Sie ein oder mehrere Ereignisse aus und legen anschließend fest, welche Benutzer Warnmeldungen für die ausgewählten Ereignisse erhalten sollen. Die für die Konfiguration von Warnmeldungen zur Verfügung stehenden Ereignisse werden für das betreffende Objekt auf der Registerkarte Alert des Dialogfelds Properties aufgelistet. Sie können Warnhinweise für CommCell, Clients, iDataAgent, Instanzen, MediaAgent, Bibliotheken oder Speicherrichtlinien konfigurieren.

Warnmeldungen die auf einer höheren Ebene der Galaxy-Hierarchie konfiguriert werden, gelten für alle untergeordneten Ebenen. Wenn Sie beispielsweise einen Warnhinweis für erfolgreiche Sicherungen auf der Clientcomputerebene konfigurieren, initiieren sämtliche erfolgreichen Sicherungen für alle iDataAgents auf diesem Client eine Warnmeldung.

Galaxy-Funktionen und Warnmeldungen

Über die Funktionen von Galaxy können Systemadministratoren spezifischen Benutzergruppen Berechtigungen zum Ausführen bestimmter Vorgänge in Galaxy zuweisen Durch das anschließende Hinzufügen von Benutzern zu diesen Benutzergruppen kann der Systemadministrator festlegen, welche Benutzer welche Vorgänge in Galaxy ausführen dürfen.

Über die Verwaltung von Warnmeldungen (Option Alert Management ) kann der Systemadministrator steuern, welche Benutzerkonten die Berechtigung zum Konfigurieren von Warnmeldungen erhalten. Benutzer können unabhängig von ihrer Gruppenzugehörigkeit eigene Warnmeldungen konfigurieren. Um jedoch Warnmeldungen für andere Benutzer konfigurieren zu können, müssen Sie zu einer der folgenden Benutzergruppen gehören:

Hauptgruppe (Gruppe Master )

Einer Benutzergruppe, die über die Berechtigung zum Verwalten von Warnmeldungen für das Objekt verfügt, für das Sie die Warnmeldung konfigurieren möchten. Wenn Sie zum Beispiel eine Warnmeldung für den iDataAgent oder MediaAgent für das Dateisystem eines anderen Benutzers konfigurieren möchten, muss die Benutzergruppe mit der Berechtigung zum Verwalten von Warnmeldungen den iDataAgent- oder MediaAgent-Objekten für dieses Dateisystem zugeordnet sein.

Der Hauptbenutzergruppe werden standardmäßig alle Galaxy-Berechtigungen zugeordnet. Sie ist mit allen Objekten in der Galaxy-Hierarchie verknüpft.

Zum Konfigurieren von Warnbenachrichtigungen sind Administratorrechte oder Berechtigungen zum Verwalten von Warnmeldungen für das Galaxy-System erforderlich.

So konfigurieren Sie Benachrichtigungen für Warnmeldungen

1.

Klicken Sie in der CommCell-Struktur mit der rechten Maustaste auf das Symbol CommCell , und klicken Sie anschließend auf Properties .

2.

Wählen Sie auf der Registerkarte General einen E-Mail-Server für die Verwaltung von Warnmeldungen aus, und wählen Sie dann auf der Registerkarte Alert die zu konfigurierenden Ereignisse aus:

Alert
Die Kategorie der Warnmeldungen. Warnmeldungen werden nur auf der Ebene angezeigt, auf der sie gelten.

Event
Die einzelnen Ereignisse oder Bedingungen, die Warnmeldungen auslösen.

Users
Liste der Benutzer, die bei Auftreten des Ereignisses eine E-Mail erhalten.

Edit
Zeigt das Fenster User Alert an, in dem Sie Benutzer festlegen, denen bei bestimmten Ereignissen Benachrichtigungen zugesendet werden. Das Fenster User Alert enthält die folgenden Felder:

Users to be Notified. Die aufgelisteten Benutzer erhalten Warnmeldungen für die ausgewählten Ereignisse.

Available Users . Diese Benutzer können Warnmeldungen für die ausgewählten Ereignisse erhalten.

3.

Klicken Sie auf Edit , und wählen Sie den Benutzer aus, den Sie zur Liste Users to be Notified hinzufügen möchten. Klicken Sie dazu auf die Schaltfläche < . Um einen Benutzer aus der Liste Users to be Notified zu entfernen, klicken Sie auf die Schaltfläche > .

4.

Klicken Sie auf OK , um die zu benachrichtigenden Benutzer zu bestätigen, und klicken Sie dann erneut auf OK .

Verfügbare Warnmeldungen

In Tabelle 16 werden die Warnmeldungen aufgelistet, die auf den einzelnen Ebenen von CommCell angezeigt werden können.

Tabelle 16: CommCell-Warnmeldungen

Warnmeldung Comm-Cell Client iDataAgent Instance Media-Agent Bibliothek (Band) Bibliothek (Magnetisch) Storage Policy (Speicherrichtlinie)

Scheduler

 

 

 

 

 

 

 

 

Added (Hinzugefügt)

X

 

 

 

 

 

 

 

Deleted (Gelöscht)

X

 

 

 

 

 

 

 

Failed to Schedule Job (Auftrag konnte nicht geplant werden)

X

 

 

 

 

 

 

 

Holidays Modified (Feiertage wurden geändert)

X

 

 

 

 

 

 

 

Modified (Geändert)

X

 

 

 

 

 

 

 

Scheduled Job Ran Late (Geplanter Auftrag wurde spät ausgeführt)

X

 

 

 

 

 

 

 

Skipped Due to Holiday (Wegen Feiertag übersprungen)

X

 

 

 

 

 

 

 

Skipped Scheduled Jobs (Geplante Aufträge übersprungen)

X

 

 

 

 

 

 

 

Löschen von Archiven

 

 

 

 

 

 

 

 

Completed With Warning(s) (Mit Warnung(en) abgeschlossen)

X

 

 

 

 

 

 

 

Failed (Fehlgeschlagen)

X

 

 

 

 

 

 

 

Failed to Start (Start fehlgeschlagen)

X

 

 

 

 

 

 

 

Job Aborted (Auftrag abgebrochen)

X

 

 

 

 

 

 

 

Killed by User (Abbruch durch Benutzer)

X

 

 

 

 

 

 

 

Succeeded (Erfolgreich)

X

 

 

 

 

 

 

 

Zusatzkopie

 

 

 

 

 

 

 

 

Completed With Warning(s) (Mit Warnung(en) abgeschlossen)

X

 

 

 

 

 

 

 

Failed (Fehlgeschlagen)

X

 

 

 

 

 

 

 

Failed to Start (Start fehlgeschlagen)

X

 

 

 

 

 

 

 

Job Aborted (Auftrag abgebrochen)

X

 

 

 

 

 

 

 

Killed by User (Abbruch durch Benutzer)

X

 

 

 

 

 

 

 

Succeeded (Erfolgreich)

X

 

 

 

 

 

 

 

Synthetische vollständige Sicherung

 

 

 

 

 

 

 

 

Completed With Warning(s) (Mit Warnung(en) abgeschlossen)

X

 

 

 

 

 

 

 

Failed (Fehlgeschlagen)

X

 

 

 

 

 

 

 

Failed to Start (Start fehlgeschlagen)

X

 

 

 

 

 

 

 

Job Aborted (Auftrag abgebrochen)

X

 

 

 

 

 

 

 

Job Interrupted (Auftrag unterbrochen)

X

 

 

 

 

 

 

 

Job Restarted (Auftrag erneut gestartet)

X

 

 

 

 

 

 

 

Killed by User (Abbruch durch Benutzer)

X

 

 

 

 

 

 

 

Resumed by User (Fortsetzung durch Benutzer)

X

 

 

 

 

 

 

 

Succeeded (Erfolgreich)

X

 

 

 

 

 

 

 

Suspended by User (Angehalten durch Benutzer)

X

 

 

 

 

 

 

 

Express Recovery

 

 

 

 

 

 

 

 

Backup set(s) Pruned (Sicherungs-Datensätze gekürzt)

X

 

 

 

 

 

 

 

Completed With Warning(s) (Mit Warnung(en) abgeschlossen)

X

 

 

 

 

 

 

 

Failed (Fehlgeschlagen)

X

 

 

 

 

 

 

 

Failed to Start (Start fehlgeschlagen)

X

 

 

 

 

 

 

 

Job Aborted (Auftrag abgebrochen)

X

 

 

 

 

 

 

 

Killed by User (Abbruch durch Benutzer)

X

 

 

 

 

 

 

 

Succeeded (Erfolgreich)

X

 

 

 

 

 

 

 

CommCell

 

 

 

 

 

 

 

 

Alert Modified (Warnung geändert)

X

 

 

 

 

 

 

 

CommCell Database Disk Space Low (Festplattenspeicher der CommCell-Datenbank nicht ausreichend)

X

 

 

 

 

 

 

 

Forced Deconfigure (Zurücksetzen der Konfiguration erzwungen)

X

 

 

 

 

 

 

 

Properties Modified (Eigenschaften geändert)

X

 

 

 

 

 

 

 

Unauthorized Attempt to Alter Properties (Nicht autorisierter Versuch, Eigenschaften zu ändern)

X

 

 

 

 

 

 

 

Unauthorized Attempt to Modify Alerted Users (Nicht autorisierter Versuch zum Ändern der gewarnten Benutzer)

X

 

 

 

 

 

 

 

Sicherung

 

 

 

 

 

 

 

 

Failed (Fehlgeschlagen)

X

X

X

X

 

 

 

 

Failed to Start (Start fehlgeschlagen)

X

X

X

X

 

 

 

 

Job Aborted (Auftrag abgebrochen)

X

X

X

X

 

 

 

 

Job Interrupted (Auftrag unterbrochen)

X

X

X

X

 

 

 

 

Job Restarted (Auftrag erneut gestartet)

X

X

X

X

 

 

 

 

Killed by User (Abbruch durch Benutzer)

X

X

X

X

 

 

 

 

Resumed by User (Fortsetzung durch Benutzer)

X

X

X

X

 

 

 

 

Succeeded (Erfolgreich)

X

X

X

X

 

 

 

 

Suspended by User (Angehalten durch Benutzer)

X

X

X

X

 

 

 

 

Wiederherstellen

 

 

 

 

 

 

 

 

Failed (Fehlgeschlagen)

X

X

X

X

 

 

 

 

Failed to Start (Start fehlgeschlagen)

X

X

X

X

 

 

 

 

Job Aborted (Auftrag abgebrochen)

X

X

X

X

 

 

 

 

Killed by User (Abbruch durch Benutzer)

X

X

X

X

 

 

 

 

Succeeded (Erfolgreich)

X

X

X

X

 

 

 

 

Client Properties (Client-Eigenschaften)

 

 

 

 

 

 

 

 

New Content Added (Neuer Inhalt hinzugefügt)

X

X

X

X

 

 

 

 

Properties Modified (Eigenschaften geändert)

X

X

X

X

 

 

 

 

Unauthorized Attempt to Alter Properties (Nicht autorisierter Versuch, Eigenschaften zu ändern)

X

X

X

X

 

 

 

 

MediaAgent

 

 

 

 

 

 

 

 

Properties Modified (Eigenschaften geändert)

X

 

 

 

X

 

 

 

Switched On/Off-line (Online/Offline geschaltet)

X

 

 

 

X

 

 

 

Unauthorized Attempt to Alter Properties (Nicht autorisierter Versuch, Eigenschaften zu ändern)

X

 

 

 

X

 

 

 

Bibliothek

 

 

 

 

 

 

 

 

Below Low Media Threshold (Unterhalb der unteren Medienschwelle)

X

 

 

 

X

X

X

 

Duplicate Barcode/Label (Barcode/Label duplizieren)

X

 

 

 

X

X

 

 

Enabled/Disabled (Aktiviert/Deaktiviert)

X

 

 

 

X

X

 

 

Magnetic Library Out of Space (Unzureichender Speicher in magnetischer Bibliothek)

X

 

 

 

X

 

X

 

Properties Modified (Eigenschaften geändert)

X

 

 

 

X

X

X

 

Switched On/Off-line (Online/Offline geschaltet)

X

 

 

 

X

X

X

 

Thresholds Exceeded (Schwellenwerte überschritten)

X

 

 

 

X

X

 

 

Unauthorized Attempt to Alter Properties (Nicht autorisierter Versuch, Eigenschaften zu ändern)

X

 

 

 

X

X

X

 

Band

 

 

 

 

 

 

 

 

Media is Not in Library (Medien nicht in Bibliothek)

X

 

 

 

X

X

 

 

Mount Error (Bereitstellungsfehler)

X

 

 

 

X

X

 

 

No Spare Media (Keine verfügbaren Medien)

X

 

 

 

X

X

 

 

Unmount Error (Nicht-Bereitstellungsfehler)

X

 

 

 

X

X

 

 

Speicherrichtlinie

 

 

 

 

 

 

 

 

Properties Modified (Eigenschaften geändert)

X

 

 

 

 

 

 

X

Unauthorized Attempt to Alter Properties (Nicht autorisierter Versuch, Eigenschaften zu ändern)

X

 

 

 

 

 

 

X

Zusatzkopie

Um diese Funktion vollständig zu verstehen, sollten Sie über grundlegende Kenntnisse in der Konfiguration von Speicherrichtlinien verfügen.

Zusatzkopie - Übersicht

In Galaxy werden Sicherungskopien nur von einer primären Kopie erstellt. Mithilfe von Zusatzkopien können Sie die Sicherungsdaten, die in einer primären Kopie erstellt wurden, aus den primären Kopien in alle sekundären Kopien einer Speicherrichtlinie kopieren. Hierbei wird eine genaue Kopie der Daten in den einzelnen Archivdateien der primären Kopie erstellt. Die Daten stehen nach dem Kopieren für den zuvor für die Kopie festgelegten Aufbewahrungszeitraum zur Verfügung.

Zusatzkopien können zum Erstellen einer zweiten, schnell verfügbaren Sicherungskopie verwendet werden. Die primären und sekundären Kopien werden auf unterschiedlichen Medien und je nach Konfiguration häufig auch in anderen Bibliotheken gespeichert. Wenn die primäre Kopie verloren geht, zum Beispiel durch einen Ausfall des Speichermediums oder einen Bibliotheks- beziehungsweise Netzwerkfehler, kann anstelle der primären Kopie eine sekundäre Kopie verwendet werden. Der Betrieb kann auf diese Weise fortgeführt werden, und für die erforderlichen Reparaturen müssen keine Sicherungs- und Wiederherstellungsvorgänge unterbrochen werden.

Beim Erstellen einer Zusatzkopie geben Sie die Speicherrichtlinie an, für die die Kopien erstellt werden sollen. Die primäre Kopie der ausgewählten Speicherrichtlinie dient als Datenquelle. Liegt für die Speicherrichtlinie keine sekundäre Kopie vor, muss in dieser Speicherrichtlinie eine neue Kopie definiert werden. Mithilfe von Zusatzkopien können keine Daten in eine andere Speicherrichtlinie kopiert werden.

Beim Starten einer Zusatzkopie werden durch Galaxy alle ungelöschten Daten (das heißt alle Daten, sofern noch kein Löschen stattgefunden hat, oder die nach dem Löschvorgang verbleibenden Daten) von der primären Kopie auf alle aktiven sekundären Kopien innerhalb der Speicherrichtlinie kopiert. Siehe dazu Abbildung 9 (nicht aktivierte sekundäre Kopien sind am Zusatzkopiervorgang nicht beteiligt).

Hinweis: Beim Löschen werden alle Daten entfernt, die den definierten Aufbewahrungszeitraum überschritten haben.

Zusatzkopien im Vergleich zu Standardsicherungskopien

Eine Zusatzkopie sollte nicht mit einer Standardsicherung verwechselt werden. Die beiden Vorgänge sind voneinander unabhängig, abgesehen davon, dass einer Zusatzkopie natürlich eine Sicherungskopie vorausgehen muss. In allen weiteren Punkten unterscheiden sich die beiden Vorgänge und müssen entsprechend auch einzeln gestartet beziehungsweise geplant werden. Ein Sicherungsvorgang betrifft einen einzelnen Subclient, dessen Inhalte vom Clientcomputer in die primäre Kopie der Speicherrichtlinie kopiert werden. Bei einer Zusatzkopie wird nicht auf Subclients zugegriffen. Stattdessen werden gesicherte Daten aus der primären Kopie in eine oder mehrere sekundäre Kopien kopiert. Wenn die Zusatzkopie lediglich die Sicherungsdaten eines Subclients erfassen soll, muss sichergestellt werden, dass für den Subclient eine dedizierte Speicherrichtlinie vorliegt.

Aufbewahrungszeiten, Subclients und Kopien

Die Aufbewahrungszeiten werden für jede Kopie einzeln definiert. Für Zusatzkopievorgänge ist dies wichtig, da so die unterschiedlichen Aufbewahrungszeiten für die primären Sicherungskopien und die Zusatzkopien festgelegt werden können.

Beim Erstellen sekundärer Kopien sollte die entsprechende Aufbewahrungszeit gleich oder größer als die Aufbewahrungszeit der primären Kopien gewählt werden. Dadurch wird sichergestellt, dass die Daten der sekundären Kopie nicht vor den entsprechenden primären Daten gelöscht werden.

Hinweis: Zur Förderung einer konsistenten Datenverfügbarkeit im gesamten Dateisystem sollte sichergestellt werden, dass alle Subclients in einem Sicherungssatz entweder mit derselben Speicherrichtlinie oder mit Speicherrichtlinien verknüpft sind, deren primäre Kopien den gleichen Aufbewahrungszeitraum aufweisen.

In Abbildung 9 sind die Beziehungen zwischen Aufbewahrungszeiten und Kopien dargestellt.

Aufbewahrungszeiten und Kopien

Abbildung 9
Aufbewahrungszeiten und Kopien

Das Beispiel aus Abbildung 9 impliziert die in folgender Tabelle aufgeführten Schlussfolgerungen.

Tabelle 17: Aufbewahrungszeiten und Kopien - Schlussfolgerungen

Speicherrichtlinie Kopie Beschreibung

A

1

Dies ist die primäre Kopie der Speicherrichtlinie A. Sie verfügt über eine Aufbewahrungszeit von zwei Wochen sowie über zwei vollständige Sicherungszyklen. Da es sich hierbei um die primäre Kopie handelt, wird sie automatisch für alle Sicherungskopien von Subclients verwendet, die mit dieser Speicherrichtlinie verknüpft sind. Darüber hinaus werden alle Sicherungsdaten dieser Kopie auf Grundlage derselben Kriterien beibehalten.

 

2

Dies ist eine sekundäre Kopie, die zum Erstellen von Zusatzkopien der Speicherrichtlinie A verwendet wird. Für diese Kopie sind für alle Subclients unbegrenzte Aufbewahrungszeiten angegeben. Derartige Aufbewahrungszeiten sind angemessen, wenn Medien für einen unbestimmten Zeitraum gespeichert werden sollen.

B

1

Dies ist die primäre Kopie der Speicherrichtlinie B. In diesem Beispiel wird sie für die Sicherung des Standardsubclients für das Dateisystem auf dem Clientcomputer Ruby verwendet.

Heraufstufen einer sekundären zu einer primären Kopie

Wenn eine primäre Kopie verloren geht, zum Beispiel durch einen Bibliotheks- oder Netzwerkfehler, sind alle Sicherungsvorgänge aus der übergeordneten Speicherrichtlinie außer Funktion. Außerdem können Wiederherstellungsvorgänge möglicherweise nicht erfolgreich abgeschlossen werden. In Galaxy können Sie Daten mithilfe sekundärer Kopien sichern und abrufen und dadurch Reparaturen vornehmen, ohne Vorgänge in Galaxy unterbrechen zu müssen. Sollte die primäre Kopie inoperabel sein, können Sie möglicherweise eine sekundäre Kopie zu einer primären Kopie heraufstufen.

Hinweis: Damit eine sekundäre Kopie zu einer primären Kopie heraufgestuft werden kann, müssen beide Kopien synchronisiert werden, das heißt in der sekundären Kopie müssen alle ungelöschten Daten aus der primären Kopie enthalten sein. Ohne Synchronisierung kann die Heraufstufung nicht durchgeführt werden. In Galaxy wird eine entsprechende erklärende Meldung angezeigt. Zur Beibehaltung der Synchronisierung zwischen der primären Kopie und den sekundären Kopien sollten Sie nach Beendigung eines Sicherungsauftrags einen Zusatzkopievorgang ausführen.

Beachten Sie, dass die Aufbewahrungszeit der Daten (und alle definierten Attribute der sekundären Kopie) bei der Heraufstufung beibehalten wird. Da die Aufbewahrungszeit sekundärer Kopien meist größer oder gleich der der primären Kopie ist, müssen die Aufbewahrungszeiten der neuen primären und sekundären Kopien nach dem Heraufstufen eventuell entsprechend angepasst werden.

Im Falle einer inoperablen primären Kopie, können sekundäre Kopien für Wiederherstellungsvorgänge oder Zusatzkopievorgänge verwendet werden.

Verwenden sekundärer Kopien für Wiederherstellungsvorgänge

Wenn die primäre und die sekundäre Kopie nicht synchronisiert sind, kann die sekundäre Kopie nicht zur primären Kopie heraufgestuft werden. Mithilfe der Funktion Copy Precedence (Kopiepriorität) kann jedoch eine sekundäre Kopie festgelegt werden, aus der die Daten wiederhergestellt werden sollen.

Verwenden sekundärer Kopien für Zusatzkopievorgänge

Sekundäre Kopien sind Komponenten aus Speicherrichtlinien, die bei Zusatzkopievorgängen verwendet werden. So können mehrere Kopien oder Remotekopien von Sicherungsmedien zum Zwecke der Archivierung oder Wiederherstellung im Notfall erstellt werden. Vereinfacht gesagt, ist eine Zusatzkopie die exakte Kopie der in einer Speicherrichtlinie gespeicherten Daten. Es kann eine beliebige Anzahl von Zusatzkopien erstellt und nach Bedarf eine dieser Kopien zur primären Kopie heraufgestuft werden (sofern beide Kopien synchronisiert sind). Zusatzkopien werden nacheinander aktualisiert und können geplant werden. Durch die Priorität der Kopien wird festgelegt, welche Zusatzkopie als erste aktualisiert wird. Mithilfe von Zusatzkopien können Sie ohne Auswirkungen auf den Client mehrere redundante Kopien von Sicherungsdaten erstellen.

Bei einem Wiederherstellungsvorgang wird von Galaxy zunächst die primäre Kopie der angeforderten Daten gesucht. Wenn keine primäre Kopie der Daten verfügbar ist (zum Beispiel wegen zuvor gelöschter Daten), versucht Galaxy, die Daten aus einer sekundären Kopie abzurufen.

Hinweis: Obwohl eine sekundäre Kopie dieselbe Bibliothek wie die primäre Kopie verwenden kann, sollte die sekundäre Kopie zur Verwendung einer anderen Bibliothek konfiguriert werden. So können Datenverluste beim Versagen einer einzelnen Bibliothek vermieden werden.

Zusatzkopie - Zusammenfassung

Sekundäre Kopien sind Komponenten aus Speicherrichtlinien, die bei Zusatzkopievorgängen verwendet werden.

Speicherrichtlinien werden durch Aktivieren des Kontrollkästchens Active im Dialogfeld Copy Name Properties aktiviert.

Aktivieren Sie im Dialogfeld Copy Name Properties das Kontrollkästchen Hardware Compression , um die Hardwarekomprimierung für alle Daten zu aktivieren, die mit der Kopie in der Speicherrichtlinie gesichert werden.

Eine Softwarekomprimierung, die entweder auf dem Client- oder MediaAgent-Computer aktiviert werden kann, ist nur verfügbar, wenn die Hardwarekomprimierung deaktiviert ist.

Jede sekundäre Kopie einer Speicherrichtlinie kann durch Aktivieren des Kontrollkästchens Primary Copy im Dialogfeld Copy Name Properties zu einer primären Kopie heraufgestuft werden.

Sekundäre Kopien können nur heraufgestuft werden, wenn sie mit der primären Kopie synchronisiert wurden (das heißt beide müssen dieselben Sicherungsdaten enthalten).

Bei einem Zusatzkopievorgang werden die sekundären Kopien gemäß der angegebenen Priorität mit der primären Kopie synchronisiert.

Zusatzkopievorgänge können nach Bedarf oder regelmäßig nach einem festgelegten Plan durchgeführt werden.

Ein Löschen der primären Kopie einer Speicherrichtlinie ist in Galaxy nicht möglich.

Nach dem Löschen einer sekundären Kopie einer Speicherrichtlinie können die darin enthaltenen Daten nicht wiederhergestellt werden.

Alle einer gelöschten Speicherrichtliniekopie zugeordneten Medien werden unmittelbar danach für die Archivlöschung freigegeben.

Priorität von Kopien

Beim Konfigurieren einer Kopie wird dieser durch Galaxy automatisch eine bestimmte Priorität zugewiesen, die nach Bedarf geändert werden kann. Bei einem Wiederherstellungsvorgang kann die Priorität der Kopie angegeben werden, aus der die Daten wiederhergestellt werden sollen. Im Folgenden finden Sie einige Szenarien, in denen dies hilfreich sein kann:

Die primäre Kopie steht aufgrund eines Hardwarefehlers nicht mehr für den Wiederherstellungsvorgang zur Verfügung.

Die Wiederherstellung durch eine sekundäre Kopie erfolgt von einer magnetischen Festplatte. Dies ist effizienter, als die Wiederherstellung aus der primären Kopie in der Bandbibliothek.

Wenn die Wiederherstellung aus einer bestimmten Kopie erfolgen soll und in dieser Kopie die erforderlichen Daten nicht verfügbar sind, werden die verbleibenden Kopien von Galaxy nicht durchsucht, und der Wiederherstellungsvorgang schlägt fehl. Beispiel: Eine Speicherrichtlinie enthält drei Kopien. Zwei dieser Kopien leiten Daten an Bibliothek A weiter, während die dritte Kopie Daten an Bibliothek B weiterleitet. Wenn festgelegt wird, dass die Wiederherstellung mit der Kopiepriorität 3 erfolgen soll, wird in Galaxy die Wiederherstellung aus Kopie 3 erzwungen, ohne dass vorher in der primären Kopie gesucht wird. Ist Datei A in Kopie 3 nicht verfügbar (zum Beispiel durch vorheriges Löschen von Daten), schlägt der Wiederherstellungsvorgang fehl.

Beachten Sie beim Wiederherstellen nach Kopiepriorität, dass Wiederherstellungsdaten ggf. durch mehr als eine Speicherrichtlinie gesichert werden und diesen Richtlinien mehrere Kopien zugeordnet sein können. Durch die Angabe einer Priorität für den Wiederherstellungsvorgang werden die Daten für alle zugeordneten Speicherrichtlinien aus der Kopie mit der angegebenen Priorität wiederhergestellt. Sollten die Daten für eine der Speicherrichtlinien nicht in dieser Kopie verfügbar sein, kann der Wiederherstellungsprozess nicht erfolgreich abgeschlossen werden.

Zusatzkopien - Beispiele

Um Ihnen ein besseres Verständnis der Funktionsweise von Zusatzkopien zu ermöglichen, wird im folgenden Abschnitt dargestellt, wie sich Zusatzkopien unter verschiedenen Bedingungen verhalten. Aus praktischen Gründen werden dabei zunächst die einfacheren und dann komplexere Szenarien beschrieben.

Zusatzkopie für einen einzelnen Datenstrom und Subclient

Das Beispiel in Abbildung 10 zeigt das Erstellen von Zusatzkopien, wenn die Speicherrichtlinie nur einen Subclient sichert und dieser Subclient nur einen Datenstrom verwendet. Im Beispiel werden die Daten eines Subclients für das Dateisystem in einer dedizierten Speicherrichtlinie gesichert. Unter diesen Bedingungen schreibt die primäre Kopie die Daten in eine einzelne Mediengruppe.

Zusätzliche Annahmen:

Der Subclient wird drei Mal in der Woche gesichert, wobei jede Woche eine vollständige Sicherung erfolgt. (Die vollständigen Sicherungen sind mit F1 und F2 bezeichnet.)

Der Subclient ist neu (und verfügt daher über keinen Sicherungsverlauf).

Die mit diesem Subclient verbundene Speicherrichtlinie verfügt lediglich über eine aktive sekundäre Kopie (Kopie 2).

Die für diese Speicherrichtlinie geltenden Aufbewahrungszeiten lauten wie folgt:

Zwei Wochen und drei vollständige Sicherungszyklen für die primären Kopien

Keine Einschränkung für die sekundäre Kopie

Zusatzkopie für einen einzelnen Datenstrom und Subclient - Ausgangspunkt

Abbildung 10
Zusatzkopie für einen einzelnen Datenstrom und Subclient - Ausgangspunkt

Es wurden über einen Zeitraum von zwei Wochen regelmäßig Sicherungskopien erstellt. Vor der dritten vollständigen Sicherung wird eine Zusatzkopie (A1) initiiert. Diese Zusatzkopie kopiert alle Daten vom primären Sicherungsmedium auf die sekundäre Kopie 2.

In Abbildung 11 ist der weitere zeitliche Verlauf dargestellt. In den zwei folgenden Wochen werden zwei weitere Sicherungen und Zusatzkopien erstellt. Am Ende der dritten Woche wird eine zweite Zusatzkopie (A2) initiiert.

Zusatzkopie für einen einzelnen Datenstrom und Subclient - Nach drei Wochen

Abbildung 11
Zusatzkopie für einen einzelnen Datenstrom und Subclient - Nach drei Wochen

Diesmal werden nur die Sicherungen kopiert, die seit der letzten Zusatzkopie erstellt wurden (die vollständige Sicherung F3 und die beiden folgenden inkrementellen Kopien).

Am Ende der vierten Woche wird eine dritte Zusatzkopie (A3) initiiert. Wie zuvor werden nur die Sicherungen kopiert, die seit der letzten Zusatzkopie erstellt wurden.

Auf dem primären Sicherungsmedium ist der erste Sicherungssatz abgelaufen und wird gelöscht. Diese Daten bleiben jedoch, entsprechend der festgelegten Aufbewahrungszeit, auf dem Medium der Zusatzkopie verfügbar. Die nächsten Beispiele zeigen, wie sich das Erstellen von Zusatzkopien auf Daten auswirkt, deren Gültigkeit abgelaufen ist.

Zusatzkopie für einen Subclient mit mehren Datenströmen

Ob ein Subclient mehrere Datenströme unterstützt, ist abhängig vom iDataAgent, dem der Subclient angehört. Viele iDataAgents, insbesondere iDataAgents für die Sicherung von Dateisystemdaten, bieten keine Unterstützung für mehrere Datenströme. Ausführliche Informationen zu den einzelnen iDataAgents finden Sie im entsprechenden Galaxy Client Administration Guide .

In diesem Beispiel sichert der Subclient die Daten in einer dedizierten Speicherrichtlinie.

Folgende Zusatzbedingungen werden angenommen:

Der Subclient wird drei Mal in der Woche gesichert, wobei jede Woche eine vollständige Sicherung erfolgt. (Die vollständigen Sicherungen sind mit F1 und F2 bezeichnet.)

Der Subclient ist neu (bisher kein Sicherungsverlauf).

Der Subclient wurde zur Sicherung mit zwei Datenströmen konfiguriert.

Die diesem Subclient zugeordnete Speicherrichtlinie verfügt lediglich über eine sekundäre Kopie (Kopie 2).

Die für diese Speicherrichtlinie geltenden Aufbewahrungszeiten lauten wie folgt:

Zwei Wochen und drei vollständige Sicherungen für die primären Kopien.

Keine Einschränkung für die sekundäre Kopie.

Es wurden über einen Zeitraum von zwei Wochen regelmäßig Sicherungskopien erstellt. Vor der dritten vollständigen Sicherung wird eine Zusatzkopie (A1) initiiert. Diese Zusatzkopie kopiert die Daten beider Datenströme vom primären Sicherungsmedium auf die sekundäre Kopie 2.

Starten einer Zusatzkopie

Zur Vermeidung von leistungsmindernden Medienkonflikten sollte kein Zusatzkopievorgang gestartet werden, wenn die ausgewählte Speicherrichtlinie in einen Sicherungs- oder Wiederherstellungsvorgang eingebunden ist. In solch einem Fall kann die Zusatzkopie keine Dateien vom primären Speicher in den sekundären Speicher kopieren. Welche Speicherrichtlinien in einen Auftrag eingebunden sind, können Sie im Fenster Job Controller unter Details überprüfen.

Hinweis: Es kann keine Zusatzkopie erstellt werden, wenn die Quellbibliothek mit einem Windows-MediaAgent und die Zielbibliothek mit einem UNIX-MediaAgent verbunden ist. Ebenso kann keine Zusatzkopie erstellt werden, wenn die Quellbibliothek mit einem UNIX-MediaAgent und die Zielbibliothek mit einem Windows-MediaAgent verbunden ist.

Für die folgenden Vorgänge müssen Sie über Administratorrechte für das Galaxy-System verfügen.

So starten Sie eine Zusatzkopie sofort

1.

Klicken Sie mit der rechten Maustaste im CommCell Browser auf die Speicherrichtlinie, für die eine Zusatzkopie gestartet werden soll, und klicken Sie anschließend auf Auxiliary Copy .

2.

Wenn die Daten auf einem neuen Sicherungsband gespeichert werden sollen, aktivieren Sie im Fenster Auxiliary Copy die Option Start New Media . Klicken Sie anschließend auf OK .

3.

Nach dem Abschluss der Zusatzkopie wird eine entsprechende Meldung angezeigt. Klicken Sie auf OK .

Zusatzkopien können auch geplant werden. Für die folgenden Vorgänge müssen Sie über Administratorrechte für das Galaxy-System verfügen.

So planen Sie eine oder mehrere Zusatzkopien

1.

Klicken Sie mit der rechten Maustaste im CommCell Browser auf die Speicherrichtlinie, für die eine Zusatzkopie geplant werden soll, und klicken Sie anschließend auf Auxiliary Copy .

2.

Wenn die Daten auf einem neuen Sicherungsband gespeichert werden sollen, aktivieren Sie im Fenster Auxiliary Copy die Option Start New Media . Klicken Sie anschließend auf Schedule .

3.

Wählen Sie im Dialogfeld Schedule Details die gewünschten Zeitplanoptionen aus, und klicken Sie anschließend auf OK . Für die Zusatzkopie wurde ein Zeitplan erstellt.

4.

Beim Ausführen der Zusatzkopie wird nach Abschluss der Kopie eine entsprechende Meldung angezeigt. Klicken Sie auf OK .

Erstellen einer sekundären Kopie

Mithilfe von sekundären Kopien können Sie eindeutige Konfigurationen für mehrere Kopien von Sicherungsdaten einrichten. Diese Konfiguration kann eindeutige Aufbewahrungszeiten oder Medienzuweisungen für eine bestimmte Kopie der Sicherungsdaten beinhalten. Unabhängig von der Anzahl der Kopien behandelt Galaxy alle zusätzlich zur primären Kopie erstellten Kopien einer Speicherrichtlinie als sekundäre Kopien.

So erstellen Sie eine sekundäre Kopie

1.

Doppelklicken Sie im CommCell Browser auf den CommCell-Stamm, bis die Speicherrichtlinie angezeigt wird. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Speicherrichtlinie, und wählen Sie New Copy Name aus.

2.

Geben Sie im Dialogfeld Copy Name Properties folgende Informationen ein:

Geben Sie im Feld Name einen Namen für die sekundäre Kopie ein.

Wählen Sie im Feld Library die Bibliothek aus, der die Kopie der Speicherrichtlinie zugeordnet werden soll. Wenn Sie für die primäre Kopie einen Magnetspeicher ausgewählt haben, wählen Sie für die sekundäre Kopie ein Bandspeichergerät aus. Wenn es sich bei der ausgewählten Bibliothek um eine Bandbibliothek handelt, geben Sie den Laufwerkpool und den Scratchpool in der Bibliothek an.

Durch Aktivieren des Kontrollkästchens Primary Copy Name wird diese Kopie der Speicherrichtlinie als primäre Kopie definiert. Bei allen Subclientsicherungen, die dieser Speicherrichtlinie zugeordnet sind, werden die Sicherungsdaten auf die primäre Kopie geschrieben. Ist das Kontrollkästchen Primary Copy Name nicht aktiviert, wird diese Kopie der Speicherrichtlinie als sekundäre Kopie definiert. Sekundäre Kopien werden beim Erstellen von Zusatzkopien verwendet.

Wenn das Kontrollkästchen Hardware Compression aktiviert ist, werden alle in dieser Kopie der Speicherrichtlinie gesicherten Daten komprimiert. Ist das Kontrollkästchen Hardware Compression nicht aktiviert, wird keine Hardwarekomprimierung verwendet. Für die Kopie der Speicherrichtlinie kann dann eine Softwarekomprimierung auf MediaAgent- oder Clientebene ausgewählt werden. Die Softwarekomprimierung wird auf iDataAgent-Ebene konfiguriert. Weitere Informationen zur Softwarekomprimierung finden Sie in allen iDataAgent-Trainingsmodulen.

Durch die Auswahl des Kontrollkästchen Active wird die Kopie der Speicherrichtlinie aktiviert. Aktivierte Speicherrichtlinienkopien können Daten von und zum zugewiesenen Medium übertragen. Wird das Kontrollkästchen Active nicht aktiviert, bleibt die Kopie der Speicherrichtlinie deaktiviert, und es können keine Daten von und zum zugewiesenen Medium übertragen werden.

Vergewissern Sie sich, dass das Kontrollkästchen Active aktiviert ist, legen Sie die Aufbewahrungsparameter auf 180 Tage und sechs Zyklen fest, und klicken Sie abschließend auf OK .

Heraufstufen einer Speicherrichtlinienkopie

In Galaxy können Sie eine sekundäre Kopie einer Speicherrichtlinie zu einer primären Kopie heraufstufen. Durch diese Funktion können bei Hardwarefehlern (zum Beispiel von MediaAgent, Bibliothek usw.) im Pfad der primären Kopie Reparaturen durchgeführt werden, ohne hierfür die Speicherrichtlinienvorgänge unterbrechen zu müssen. Nach dem Heraufstufen der Kopie wird für alle Sicherungsvorgänge der Speicherrichtlinie die neue primäre Kopie verwendet. Galaxy definiert die vorherige primäre Kopie automatisch als eine sekundäre Kopie. Alle aktuellen, sekundären Kopien einer Speicherrichtlinie können zur primären Kopie heraufgestuft werden. Beim Heraufstufen einer sekundären Kopie zur primären Kopie, wird die vorherige primäre Kopie automatisch zu einer sekundären Kopie herabgestuft. Beim Heraufstufen einer sekundären Kopie bleiben die Konfigurationseinstellungen der Kopie erhalten. Dazu gehören auch die Aufbewahrungsparameter der Kopie.

Folgendes ist vor dem Heraufstufen einer sekundären Kopie zu beachten:

Damit eine sekundäre Kopie zu einer primären Kopie heraufgestuft werden kann, müssen beide Kopien synchronisiert werden (das heißt dass in beiden dieselben Daten enthalten sein müssen). Ohne Synchronisierung kann die Heraufstufung nicht durchgeführt werden. In Galaxy wird eine entsprechende erklärende Meldung angezeigt. Führen Sie zum Synchronisieren der Kopien einen Zusatzkopievorgang aus. Anweisungen hierzu finden Sie im Galaxy CommServe Administration Guide .

Die Konfiguration der Kopien sollte nicht geändert werden, während die übergeordnete Speicherrichtlinie eine Sicherung, Wiederherstellung oder Zusatzkopie erstellt.

Achten Sie darauf, dass der Aufbewahrungszeitraum der sekundären Kopien größer oder gleich dem der primären Kopie ist. Die Aufbewahrungszeiträume der neuen primären und sekundären Kopie müssen ggf. nach dem Heraufstufen angepasst werden.

So stufen Sie eine sekundäre zu einer primären Kopie herauf

1.

Klicken Sie mit der rechten Maustaste im CommCell Browser auf die heraufzustufende Kopie, und klicken Sie anschließend auf Properties .

2.

Aktivieren Sie im Dialogfeld Copy Name Properties auf der Registerkarte General das Kontrollkästchen Primary Copy Name .

3.

Sie werden von Galaxy aufgefordert, die Auswahl zu bestätigen. Klicken Sie auf OK , um den Vorgang fortzusetzen.

4.

Die ausgewählte Kopie wird von Galaxy zur primären Kopie für die Speicherrichtlinie heraufgestuft.

Die Kontrollkästchen Primary Copy im rechten Fensterbereich von CommCell Browser zeigen an, ob die Kopie tatsächlich heraufgestuft wurde.

Festlegen der Kopiepriorität von Speicherrichtlinienkopien

Beim Initiieren einer Zusatzkopie werden alle Sicherungen in der primären Kopie, die seit der letzten Zusatzkopie nicht kopiert wurden, nach Priorität in die sekundären Kopien der Speicherrichtlinie kopiert. Durch das Festlegen der Priorität kann die Reihenfolge festgelegt werden, in der sekundäre Kopien mit der primären Kopie synchronisiert werden.

So legen Sie eine Kopiepriorität fest

1.

Doppelklicken Sie im CommCell Browser auf den CommCell-Stamm, bis die gewünschte Speicherrichtlinie angezeigt wird. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Speicherrichtlinie, und klicken Sie anschließend auf Properties .

2.

Klicken Sie im Dialogfeld Storage Policy Properties auf die Registerkarte Precedence .

3.

Klicken Sie auf die Kopie, deren Priorität geändert werden soll, und geben Sie dann mit den Pfeiltasten die Priorität der Kopie an. Wenn Sie die neue Priorität festgelegt haben, klicken Sie zum Registrieren der Änderungen auf OK .

Löschen einer sekundären Speicherrichtlinienkopie

Ein Löschen der primären Speicherrichtlinienkopien ist in Galaxy nicht möglich. Eine primäre Kopie kann nur durch Löschen der Speicherrichtlinie selbst gelöscht werden. Nach dem Löschen einer Speicherrichtlinienkopie können die darin enthaltenen Daten nicht wiederhergestellt werden. Alle einer gelöschten Speicherrichtliniekopie zugeordneten Medien werden unmittelbar danach für die Archivlöschung freigegeben.

Hinweis: Durch das Löschen einer sekundären Kopie werden auch alle bisher nicht gelöschten Daten in dieser Kopie gelöscht.

So löschen Sie eine sekundäre Kopie

1.

Klicken Sie mit der rechten Maustaste im CommCell Browser auf die zu löschende sekundäre Kopie, und klicken Sie anschließend auf Delete .

2.

Sie werden von Galaxy aufgefordert, das Löschen zu bestätigen. Klicken Sie auf OK , um den Vorgang fortzusetzen. Die ausgewählte Kopie wird von Galaxy gelöscht und aus dem CommCell Browser entfernt.

Löschen von Archiven - Übersicht und Verfahren

Mit Galaxy gesicherte Daten (Sicherungen, Zusatzkopien und synthetische vollständige Sicherungen) stehen für einen gewissen Zeitraum, der als Aufbewahrungszeit bezeichnet wird, für die Wiederherstellung zur Verfügung. Die Dauer der Aufbewahrungszeit kann durch die Angabe bestimmter Parameter geändert werden. In der Regel wird ein Zeitraum in Tagen und die Anzahl der vollständigen Sicherungszyklen angegeben, die verfügbar sein müssen.

Beim Löschen des Archivs, das entweder geplant oder manuell erfolgt, werden Daten gelöscht, deren Aufbewahrungszeitraum abgelaufen ist. Nicht gelöschte Daten bleiben für das System vollständig verfügbar und können wiederhergestellt werden. Wenn keine Datenlöschungen vorgenommen werden, bleiben sämtliche Daten unabhängig von den Aufbewahrungseinstellungen verfügbar.

Archivlöschungen können nicht gleichzeitig mit Wiederherstellungen, Zusatzkopien oder synthetischen vollständigen Sicherungen ausgeführt werden. Wenn Sie während einer Archivlöschung beziehungsweise eines anderen der genannten Vorgänge versuchen, einen weiteren, inkompatiblen Vorgang zu starten, werden Sie in einer Meldung in der Ereignisanzeige darauf hingewiesen, dass der zweite Vorgang nicht gestartet werden konnte.

Wenn auf Band gespeicherte Daten ihre Aufbewahrungszeit überschreiten und das Dienstprogramm zum Löschen des Archivs ausgeführt wird, erfolgt eine logische Löschung der Daten. Das bedeutet, dass die Daten aus der Galaxy-Datenbank entfernt werden. Nach dem Löschen aller Daten auf einem Medium kann es wiederverwendet werden. Hierzu wird es in den Scratchpool zurückgeführt, der aktuell mit der auf das Medium schreibenden Speicherrichtlinienkopie verbunden ist.

Folgende Verfahren werden in diesem Abschnitt beschrieben:

Anzeigen von Sicherungen und Medien, die gelöscht beziehungsweise wiederverwendet werden können

Planen eines Löschauftrags

Starten eines Löschauftrags

So zeigen Sie Sicherungen und Medien an, die gelöscht beziehungsweise wiederverwendet werden können

1.

Klicken Sie mit der rechten Maustaste im CommCell Browser auf CommServe , und klicken Sie anschließend auf Archive Pruning .

2.

Wählen Sie im Dialogfeld Archive Pruning Option das Dialogfeld Forecast aus.

3.

Im Dialogfeld Archive Pruning wird auf der Registerkarte Prunable Backups eine Liste der Sicherungen angezeigt, deren Aufbewahrungszeit abgelaufen ist. Für die einzelnen Sicherungen werden folgende Informationen angezeigt: der Computer, von dem die Sicherungen erstellt wurde, iDataAgent, Softwareinstanz (wenn zutreffend), Sicherungssatz, Subclient und Sicherungszeit.

4.

Im Dialogfeld Archive Pruning wird auf der Registerkarte Media Recycled eine Liste der Medien angezeigt, die beim nächsten Löschen von Sicherungsdaten wiederverwendet werden. Folgende Informationen werden angezeigt: die Speicherrichtlinie und die Kopie, denen das Medium zugewiesen ist und durch die die Daten gesichert wurden, der Scratchpool, dem das Medium nach dem Löschen zugewiesen wird, und die Anzahl der Medien in dieser Speicherrichtlinie und Kopie, die wiederverwendet werden.

5.

Klicken Sie zum Initiieren einer sofortigen Löschung auf Prune Now .

6.

Sobald in einer Meldung der Abschluss der Löschung angezeigt wird, klicken Sie auf OK .

Hinweis: Gelöschte Daten können nicht wiederhergestellt werden.

So planen Sie einen Löschauftrag

1.

Klicken Sie mit der rechten Maustaste im CommCell Browser auf CommServe , und klicken Sie anschließend auf Archive Pruning . Wählen Sie im Dialogfeld Archive Pruning Option die Option Schedule aus, und klicken Sie auf OK . Im Fenster Schedule Details wird die Registerkarte Schedule Details angezeigt.

2.

Legen Sie die Details für den Zeitplan fest.

3.

Klicken Sie zum Anzeigen einer Auftragszusammenfassung für den von Ihnen geplanten Löschauftrag im Fenster Schedule Details auf die Registerkarte Job Summary . Klicken Sie andernfalls auf OK .

So starten Sie einen Löschauftrag

1.

Klicken Sie mit der rechten Maustaste im CommCell Browser auf CommServe , und klicken Sie anschließend auf Archive Pruning .

2.

Wählen Sie im Dialogfeld Archive Pruning Option die Option Prune Now aus, und klicken Sie auf OK .

3.

Wenn Sie die Löschung wirklich durchführen möchten, klicken Sie im angezeigten Meldungsfeld Warning auf Yes . (Wenn Sie überprüfen möchten, welche Sicherungen gelöscht werden, klicken Sie auf No , und wählen Sie Forecast aus, bevor Sie fortfahren.)

Regeln für das Löschen des Archivs

Jeder iDataAgent in Galaxy folgt beim Löschen des Archivs einem festgelegten Regelsatz. Des Weiteren greifen einige iDataAgents auf denselben Regelsatz zu. Das bedeutet, dass ein Regelsatz zum Löschen des Archivs für mehrere iDataAgents gelten kann.

Für folgende iDataAgents gilt derselbe Regelsatz zum Löschen des Archivs:

Dateisystem

Betriebssystem Windows NT

Windows 2000

Exchange 5.5

Exchange 2000

Netware

Für folgende iDataAgents gilt ein jeweils eindeutiger Regelsatz zum Löschen des Archivs:

Microsoft SQL Server 7.0

Microsoft SQL Server 2000

Celera (NAS)

Oracle

Network Appliance (NAS)

Ausführliche Informationen zu den jeweiligen Regeln zum Löschen des Archivs finden Sie im entsprechenden Galaxy Client Administration Guide.

Galaxy-Berichte

Mit dem Galaxy-System können Sie eine Reihe von Berichten erstellen, die jeweils auf einen bestimmten Aspekt der Datenverwaltung zugeschnitten sind, wie zum Beispiel Zeitplan, Ereignisverwaltung, Medienverwaltung und Löschen des Archivs. Eine Liste der verschiedenen Galaxy-Berichte finden Sie im Galaxy CommCell Administration Guide .

Hinweis: Das Erscheinungsbild einiger Galaxy-Berichte kann je nach verwendetem Browser und Version abweichen. Darüber hinaus kann es vorkommen, dass ein Galaxy-Bericht zu groß ist und beim Drucken abgeschnitten wird.

Filter für Berichte

Klicken Sie zum Anzeigen des Fensters Report Filter auf der Standardsymbolleiste der CommCell-Konsole auf das Symbol Reports .

Galaxy-Berichte können angepasst werden, indem je nach ausgewähltem Berichtstyp nach einer Reihe von Sortierungskriterien gefiltert wird. So können beispielsweise Berichte für alle Auftragskennungen (Standard) oder für eine bestimme Auftragskennung erstellt werden.

Wählen Sie den Bericht aus, der unter Verwendung des Filters für Berichte erstellt werden soll. Legen Sie die Filterkriterien fest, und erstellen Sie den Bericht. Das Fenster Report Filter kann je nach Berichtstyp variieren.

Anforderungen an Webbrowser

Berichte werden im Standardwebbrowser angezeigt. Wenn die CommCell-Konsole in einem Webbrowser ausgeführt wird, erfolgt die Anzeige des Berichts im selben Browser.

Hinweis: Wenn Berichte remote in einem Webbrowser oder einer CommCell-Konsole angezeigt werden sollen, muss auf dem CommServe-Computer zunächst Microsoft Internetinformationsdienste (IIS) installiert und konfiguriert werden. Ausführliche Informationen zur Installation von CommServe finden Sie im Galaxy Quick Start Guide (englisches Handbuch).

Löschen von Berichtsdateien

Für jeden erzeugten Bericht wird eine HTML-Datei erstellt, die für mindestens zwei Tage nach Erstellung des Berichts gespeichert wird. Nach Ablauf von zwei Tagen wird die HTML-Datei automatisch beim nächsten Erstellen eines Berichts (beliebigen Typs) gelöscht.

Berichtstypen

Folgende Berichtstypen sind in Galaxy verfügbar:

Archive Pruning Report (Bericht zum Löschen des Archivs)
Berichte über abgelaufene Sicherungen (die gelöscht werden können) und wiederzuverwendende Medien.

Auxiliary Copy Report (Bericht über Zusatzkopien)
Listet den Status aller Archivdateien auf, die mit der letzten Zusatzkopie kopiert wurden, und zeigt an, ob der Kopiervorgang erfolgreich war.

Backup History Report (Bericht zum Sicherungsverlauf)
Verlaufsprotokoll der Sicherungsvorgänge der CommCell.

Backups On Media Report (Bericht zu Sicherungen auf Medien)
Enthält Informationen zu Sicherungen und den ihnen zugeordneten Medien und Bibliotheken.

Event Report (Ereignisbericht)
Listet die Galaxy-Systemereignisse auf.

Job Schedule Report (Bericht zum Auftragszeitplan)
Listet die für einen bestimmten Zeitraum geplanten Aufträge auf.

Library and Drive Report (Bibliotheks- und Laufwerkbericht)
Enthält Informationen zu Medienlaufwerken und Speicherbibliotheken.

Media in Library Report (Bericht zu Medien in Bibliotheken)
Liefert ausführliche Informationen zu einzelnen Medien in einer Bibliothek.

Media in Storage Policy Copies Report (Bericht zu Medien in Speicherrichtlinienkopien)
Liefert ausführliche Informationen zu einzelnen Medien, die ausgewählten Speicherrichtlinien und Kopien zugeordnet sind.

Bericht zur Mediensystemwartung (Media Management Housekeeping Report)
Enthält Informationen zu Bändern und Laufwerken, die gewartet werden müssen.

NAS Network Data Management Protocol (NDMP) Backup Archives Report (Bericht zu NAS-NDMP-Sicherungsarchiven)
Enthält Informationen zu Sicherungsarchiven und den ihnen zugeordneten Speicherrichtlinien.

Restore History Report (Bericht zum Wiederherstellungsverlauf)
Verlaufsprotokoll der Wiederherstellungsvorgänge der CommCell.

Scratch Pool Report (Scratchpool-Bericht)
Zeigt den Status der Scratchpools der CommCell an.

Storage Policy Report (Bericht zur Speicherrichtlinie)
Listet die Eigenschaften und Medien auf, die den CommCell-Speicherrichtlinien zugeordnet sind.

Erstellen von Galaxy-Berichten

Informationen zum Erstellen von Berichten finden Sie im englischsprachigen Galaxy CommCell Administration Guide .

Wiederherstellen von CommServe

Ausführliche Informationen zu Notfallverfahren und Wiederherstellungsvorgängen für CommServe finden Sie unter "CommServe Recovery Procedures" in Anhang A des Galaxy CommServe Administration Guide . Lesen Sie das für Ihre Konfiguration zutreffende Thema, in diesem Fall "Recovering a CommServe/MediaAgent". Unter diesem Thema werden die Vorgehensweisen und das Notfallwiederherstellungstool beschrieben, das während der Wiederherstellung verwendet wird. Vergewissern Sie sich, dass alle Speichergeräte (Bandgeräte) konfiguriert sind, bevor Sie eine CommserveER-Wiederherstellung durchführen.

Hinweis: In Galaxy 3.1 GSP1 ist vor dem Ausführen von CommserveER ein zusätzlicher Schritt erforderlich. Ändern Sie vor der Konfiguration der Laufwerke und Bibliotheken in Galaxy die Eigenschaften in der Taskleiste von backup01 in BACKUP01 .

So führen Sie eine Wiederherstellung von CommServe durch

1.

Klicken Sie auf Start , zeigen Sie auf Programme , klicken Sie auf Galaxy , klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Drive and Library Configuration , und klicken Sie anschließend auf Properties .

2.

Ändern Sie unter startup den Hostnamen von backup01 in BACKUP01 , und klicken Sie anschließend auf Apply .

3.

Um zu überprüfen, ob diese Korrektur erfolgreich installiert wurde, klicken Sie auf Start . Zeigen Sie anschließend auf Programme , klicken Sie auf Galaxy , klicken Sie auf Drive and Library Configuration , und vergewissern Sie sich, dass der gesamte Text im Fenster nicht mehr ausgeblendet ist, sondern in Fettschrift angezeigt wird.

Die zum Wiederherstellen von CommServe verwendete Methode ist abhängig vom Status der CommServeER-Sicherungsdaten:

Wenn die Magnetkopie der CommServeER-Sicherungsdaten verloren gegangen ist oder beschädigt wurde, müssen die Daten vor dem Ausführen von CommServeER von Band abgerufen werden. Suchen Sie, wie im Deployment Guide (englisches Handbuch) beschrieben, das Band für den CommServeER-Subclient, und führen Sie entsprechend dem unter "DRRestoreGUI" beschriebenen Verfahren die Wiederherstellung der Daten durch. Sie müssen zuerst CommServe (und MediaAgent) installieren. Das Verfahren wird unter "CommServe Recovery Procedures" in Anhang A des Galaxy CommServe Administration Guide beschrieben. Führen Sie anschließend zum Abrufen der CommServeER-Daten DRRestoreGUI aus, und fahren Sie mit den Anweisungen unter CommServe Recovery Procedures fort.

Wenn die Magnetkopie der CommServer-Sicherungsdaten verfügbar ist, überspringen Sie die Schritte für DRRestoreGUI, und folgen Sie den Anweisungen im Galaxy CommServe Administration Guide .

Hinweis: Vor der CommserveER-Wiederherstellung müssen alle ursprünglichen Speichergeräte ordnungsgemäß installiert und konfiguriert werden.

DRRestoreGUI

Mit dem Notfallwiederherstellungstool ( DRRestoreGUI.exe ) können zuvor gesicherte Galaxy-Daten im Notfall wiederhergestellt werden. Es können Sicherungsdaten für das Dateisystem und ExpressRecovery-Sicherungsdaten von optischen, magnetischen oder Bandmedien wiederhergestellt werden. Mithilfe von DRRestoreGUI können Daten von Medien in einem frei wählbaren Ziel wiederhergestellt werden.

So können mit DRRestoreGUI Medien wiederhergestellt werden

1.

Vergewissern Sie sich, dass sich keine Bänder in den Laufwerken befinden.

2.

Doppelklicken Sie nach der Neuinstallation von CommServe im Verzeichnis Galaxy\Base\SystemTools auf DRRestoreGUI.exe . Das Galaxy-Fenster Disaster Recovery wird angezeigt.

3.

Bei Verwendung eines Bandes oder einer optischen Bibliothek, die nicht in RSM integriert ist, klicken Sie auf Tape Detect . Nach Abschluss der Erkennung werden die verfügbaren Laufwerke unter Tape Mount Path angezeigt.

4.

Klicken Sie auf Library Detect . Eine Inventur der Bibliothek wird gestartet. Nach Abschluss der Erkennung sollten im Fenster das Band und der Barcode angezeigt werden.

5.

Wählen Sie den Barcode aus, unter dem die CommServeEr-Daten gespeichert sind. (Der Barcode des 'CSER'-Bandes sollte während der Bereitstellung von CommServe notiert werden.)

6.

Klicken Sie auf Catalog Tape . Bei der Katalogisierung werden die Archivdateiinformationen vom Medium gelesen. In einem Dialogfeld wird die Meldung " Operation Finished. Check DRRecovery.log for details " angezeigt (Vorgang abgeschlossen. Detaillierte Informationen finden Sie in der Protokolldatei DRRecovery.log ). Klicken Sie auf OK .

7.

Im vorangegangenen Schritt wurde eine Archivdatei erstellt. Diese Datei wird im Verzeichnis Galaxy\Base\SystemTools gespeichert. Die Nummer der Archivdatei ist im Dateinamen durch ein x gekennzeichnet: Archive File ID x Catalog.txt . Die Datei mit dem Namen Archive File ID 1 Catalog.txt hat zum Beispiel die Archivdateikennung 1 .

8.

Schließen Sie DRRestoreGUI. Dadurch wird die Bereitstellung des Bandes aufgehoben.

9.

Öffnen Sie DRRestoreGUI. Klicken Sie auf Tape Detect . Klicken Sie auf Library Detect . Wählen Sie den Barcode aus. Wählen Sie nicht Catalog Tape aus.

10.

Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Archive File To Restore , und geben Sie die Kennung der Archivdatei ein. Sie finden die Kennung im Namen der in Schritt 5 erstellten Archivdatei.

11.

Wenn in der Archivdatei der Verzeichnispfad C:\CSER angegeben ist, werden die Daten in C:\CSER auf diesem CommServe-Computer wiederhergestellt. Wählen Sie bei Bedarf die Option Optional Restore Path aus, und geben Sie ein anderes Verzeichnis für die Wiederherstellung ein.

12.

Klicken Sie auf Start Restore . Das Band wird bereitgestellt, und die Dateien werden in dem in der Archivdatei angegebenen Speicherort wiederhergestellt. In einem Dialogfeld wird die Meldung " Operation Finished. Check DRRecovery.log for details " angezeigt (Vorgang abgeschlossen. Detaillierte Informationen finden Sie in der Protokolldatei DRRecovery.log ). Klicken Sie auf OK .

13.

Überprüfen Sie, ob die Daten am Zielspeicherort richtig wiederhergestellt wurden.

Das im Anhang A des Galaxy CommServe Administration Guide beschriebene Verfahren zur Wiederherstellung von CommServe ist damit abgeschlossen.

MediaAgent

Es müssen verschiedene MediaAgent-Optionen konfiguriert oder auf die spezifische Sicherungs- und Wiederherstellungslösung abgestimmt werden.

Verwalten von Medien

Eine optimale Medienverwaltung wird durch das Erstellen eines geschlossenen Medienverwaltungszyklus erreicht. Das regelmäßige Löschen von Archiven ist für einen solchen geschlossenen Medienverwaltungszyklus von großer Bedeutung. Aus folgenden Gründen erfordert eine effektive Medienverwaltung die Festlegung eines Rotationsschemas für Medien:

Durch Demarkationspunkte (feste Abgrenzungen) zwischen Mediensätzen können Medien leichter wiederverwendet werden.

Die Auswirkungen von Medienfehlern (zum Beispiel bei Bändern) auf die Wiederherstellung von Daten werden verringert.

Der Kosten- und Verwaltungsaufwand wird bei gleichzeitigem Schutz der Daten optimiert.

Einführung zu geschlossenen Medienverwaltungszyklen

Durch einen Medienverwaltungszyklus werden die möglichen Status beschrieben, in denen sich ein verwendetes Medium befinden kann. Es gibt vier Grundstatus:

Spare (Ersatz)
Steht für die Datenspeicherung zur Verfügung und ist einem Scratchpool zugeordnet.

Active (Aktiv)
Auf das Medium kann aktuell geschrieben werden. Wenn Daten an die Speicherrichtlinienkopie gesendet werden, die der Mediengruppe dieses Mediums zugeordnet ist, werden die Daten auf dieses Medium geschrieben.

Used (Verwendet)
Enthält erforderliche Daten, wird jedoch nicht mehr beschrieben.

Expired (Abgelaufen)
Enthält keine erforderlichen Daten mehr und kann wiederverwendet werden.

Ein geschlossener Medienverwaltungszyklus ermöglicht die automatische Wiederverwendung von Medien, indem sichergestellt wird, dass die Medien automatisch alle Status durchlaufen. Ohne einen geschlossenen Medienverwaltungszyklus muss der Administrator kontinuierlich Reservemedien in einer externen Quelle bereithalten und die Medien manuell von einem Status in den nächsten überführen.

Häufig planen Administratoren Sicherung und Aufbewahrung, ohne die Anzahl und die Quelle der für die gespeicherten Daten erforderlichen Medien zu berücksichtigen. Dies kann zu unerwarteten Ausgaben, zusätzlichem Verwaltungsaufwand oder einem fehlerhaften Datenschutz führen.

Die Rolle von Archivlöschungen

Das Hauptziel bei Archivlöschungen besteht darin, Medien für die Wiederverwendung freizugeben. Dies ist die Schlüsselfunktion, mithilfe der ein Administrator einen geschlossenen Medienverwaltungszyklus erstellen kann. Ohne Löschungen können Medien nicht wiederverwendet werden.

Bei Bandmedien werden durch Archivlöschungen die Metadateninformationen gelöscht, die auf die gesicherten Daten zeigen. Nach dem Löschen aller Zeiger auf ein bestimmtes Band wird dieses in den entsprechenden Scratchpool verschoben und als wiederverwendbar gekennzeichnet. Die Sicherungsdaten auf dem Band müssen nicht gelöscht werden, da sie bei der Wiederverwendung automatisch überschrieben werden. Die nach dem Löschen des Archivs noch auf dem Band befindlichen Daten können jedoch von Galaxy ohne Metadatenzeiger nicht wiederhergestellt werden.

Bei Bibliotheken mit magnetischen Datenträgern wird ein anderes Verfahren verwendet, da beim Löschen des Archivs, zusätzlich zu den Metadatenzeigern, auch die eigentlichen Sicherungsdaten gelöscht werden. Dies ist erforderlich, da ein Überschreiben des magnetischen Datenträgers ohne vorheriges Löschen der Daten nicht möglich ist. Durch dieses Verfahren wird automatisch Speicherplatz für die Wiederverwendung durch Galaxy bereitgestellt.

Die auf Sicherungsdaten verweisenden Zeiger können gelöscht werden, sobald sie ihre festgelegten Aufbewahrungszeiten überschritten haben. Welche Metadatenzeiger gelöscht werden, ist abhängig von den Aufbewahrungsparametern des Kopienamens der zugeordneten Speicherrichtlinie. Beachten Sie, dass Galaxy so lange Wiederherstellungen durchführen kann, bis die Zeiger auf die Sicherungsdaten gelöscht werden. Beachten Sie auch, dass Löschungen die gesamte CommCell betreffen und nicht für eine bestimmte Speicherrichtlinie durchgeführt werden können.

Folgende Punkte sollten Sie zusätzlich beim Festlegen der Löschberechtigungen beachten. Erstens, wenn in einer Speicherrichtlinie mehrere aktive Kopienamen vorhanden sind, wird von Galaxy berechtigterweise angenommen, dass in dieser Speicherrichtlinie Zusatzkopien durchgeführt werden sollen. Bevor diese Zusatzkopie nicht ausgeführt wurde, können in der Speicherrichtlinie keine Daten gelöscht werden. Wahlweise können die anderen Kopienamen deaktiviert werden, um dennoch eine Löschung zu erzwingen. In diesem Fall geht jedoch die Synchronisierung der Sicherungsdaten in den Kopien verloren. Die ordnungsgemäße Wiederherstellung von Daten aus diesen Kopien kann dadurch unmöglich werden.

Zweitens müssen in Galaxy bestimmte Anforderungen beachtet werden, die die ständige Wiederherstellbarkeit von Daten in einem Zyklussatz gewährleisten. Ein Zyklussatz umfasst eine vollständige (beziehungsweise synthetisch vollständige) Sicherung und alle dieser Sicherung zugeordneten inkrementellen beziehungsweise differenziellen Sicherungen. In Galaxy können innerhalb eines Zyklussatzes keine erforderlichen Ausgangsdaten gelöscht werden. Das heißt, dass inkrementelle beziehungsweise differenzielle Sicherungen immer einer vollständigen Sicherung zugeordnet sein müssen. Galaxy setzt voraus, dass vor dem Löschen von Daten aus einem Zyklus alle Sicherungsdaten in diesem Zyklus ihre Aufbewahrungsparameter überschritten haben müssen.

Drittens dürfen Archivlöschungen nicht zu Zeiten geplant werden, zu denen bereits Sicherungen stattfinden sollen. Bei einer Archivlöschung werden nicht abgeschlossene Sicherungen als verfügbar und erfolgreich eingestuft, obwohl der erfolgreiche Abschluss einer solchen Sicherung noch nicht gewährleistet ist. Dies kann zu unerwünschten Ergebnissen führen.

Wie häufig sollte eine Archivlöschung durchgeführt werden? Dies ist abhängig von der verbleibenden Kapazität des Sicherungsspeichers, den Aufbewahrungsparametern und dem Zeitplan für Sicherungen. Da die meisten Zyklussätze einen Zeitraum von einer Woche umfassen, sollten Administratoren mindestens einmal pro Woche eine Archivlöschung planen. Beim Löschen des Archivs werden nur Datensätze gelöscht, die für die Löschung freigegeben sind. Archivlöschungen können daher ohne Bedenken häufiger, auch täglich, durchgeführt werden. Durch häufige Löschungen werden Reservemedien früher zur Verfügung gestellt, gleichzeitig muss der Administrator jedoch schneller reagieren, wenn eine Archivlöschung ausgesetzt werden muss.

Medienrotation

Beim Planen eines Rotationsschemas für Medien wird für einen bestimmten Zeitraum die Verwendung einzelner Medien (oder Mediensätze) und unterschiedlicher Sicherungsarten für die Datenspeicherung geplant. Durch die Medienrotation wird die Gefahr eines Datenverlustes beim Ausfall eines oder mehrerer Speichermedien minimiert.

Speichermedien sind zahlreichen Risiken ausgesetzt. Wechselbandmedien oder magnetooptische Medien können verloren gehen, beschädigt werden, abnutzen oder so stark beansprucht werden, dass eine Datenwiederherstellung unmöglich wird. Magnetische Medien können durch Hardwarefehler verloren gehen. Derartige Fehler lassen sich durch die Verwendung einer RAID-Konfiguration (Redundant Array Of Independent Disks) bis zu einem gewissen Grad vermeiden. Wenn Daten nur auf einem einzelnen Medium gespeichert werden, erhöht sich das Risiko eines Verlusts der Sicherungsdaten, da dieses Medium als einziges die benötigten Daten enthält.

Durch die Medienrotation wird sichergestellt, dass für die Wiederherstellung eines Mediums beziehungsweise Mediensatzes nicht auf andere verwendete Medien zugegriffen werden muss. Dies wird durch eine getrennte, unabhängige Verwaltung der einzelnen Sicherungssätze erreicht. Die Sätze werden dann innerhalb eines festgelegten Zeitraumes abwechselnd verwendet. Mehrere Sicherungssätze mit unterschiedlichen Verwendungszeiten und -raten können miteinander kombiniert werden und ermöglichen so den gewünschten Schutz.

Beachten Sie, dass die Vermeidung von Datenverlusten durch eine Rotation der Medien auch zu höheren Kosten für Medien und Verwaltung führt. Daher wurden verschiedene Rotationsverfahren entwickelt, mit denen ein bestmöglicher Kompromiss zwischen Mehraufwand und Risikovermeidung erreicht wird.

Es stehen unterschiedliche Rotationsschemas für unterschiedliche Systeme, Umgebungen und spezielle Unternehmensanforderungen zur Verfügung.

Medienrotationssysteme

Sie sollten mindestens zwei Mediensätze bereitstellen, die abwechselnd für Sicherungen verwendet werden. Ohne einen zweiten Mediensatz gehen die Daten bei einem Versagen der Festplatte unwiderruflich verloren. Der so bereitgestellte Schutz ist noch nicht optimal, da eine physische Auslagerung der Medien an einen zweiten Standort nicht unterstützt wird.

Bei der Verwendung zweier Mediensätze muss entschieden werden, wie häufig Sicherungen durchgeführt werden sollen. Bei größeren Abständen zwischen den Sicherungen steigt die Gefahr, dass im betreffenden Zeitraum geänderte Daten verloren gehen. Wird ein System nur sehr wenig verwendet, ist dieses Minimalschema sinnvoll, und wöchentliche Sicherungen sind mehr als ausreichend. Wenn ein System jedoch stärker beansprucht wird, ist es sinnvoller, täglich Sicherungen durchzuführen und ein umfassenderes Rotationsschema zu definieren.

Gut strukturierte Medienrotationsschemas beinhalten mehrere Mediensätze und stellen einen umfassenden Dateiversionsverlauf bereit, so dass zu einem bestimmten Zeitpunkt vorhandene Dateiversionen wiederhergestellt werden können, wie dies zum Beispiel nach einem Virusangriff erforderlich ist. Weit verbreitet sind Rotationspläne, die bis zu drei Generationen berücksichtigen oder nach einem genau festgelegten Schema auf die einzelnen Mediensätze zugreifen (bekannt unter den Bezeichnungen "Grandfather-Father-Son" (GFS) und "Tower of Hanoi"). Beide Verfahren bieten eine weit zurückreichenden Dateiversionsverlauf und umfassende Wiederherstellungsfunktionen.

Implementieren von Medienrotationsschemas

Die Unterstützung von Medienrotationsschemas durch Galaxy ist abhängig von den iDataAgents. In Tabelle 18 wird die Medienrotationsunterstützung für jeden iDataAgent aufgelistet.

Tabelle 18: Unterstützte Medienrotationssysteme

iDataAgent Medienrotationsunterstützung Bemerkungen

Dateisystem (Windows NT und Windows 2000, Netware und UNIX)

Mehrere Sicherungssätze und synthetische vollständige Sicherungen

Jeder Satz verfügt über identische Subclients und unterschiedliche Speicherrichtlinien

Transaktionsprotokolle (Exchange, SQL Server, IBM Lotus Notes, Oracle Server)

Zusatzkopie

Die Kontinuität der Transaktionsprotokolle ist von entscheidender Bedeutung.

NAS (NetApps und EMC Celera)

Keine

Zusatzkopien beziehungsweise mehrere Sicherungssätze werden nicht unterstützt

Mehrere Sicherungssätze

Galaxy-iDataAgents für das Dateisystem unterstützen die Verwendung mehrerer Sicherungssätze. So können Subclients als Duplikate konfiguriert und verschiedenen Speicherrichtlinien, und damit verschiedenen Mediensätzen, zugeordnet werden. Für jeden Satz in einem Medienrotationsplan sollte ein Sicherungssatz erstellt und die Sicherungen zugeordneter Subclients ausgehend vom Medienrotationsplan geplant werden. Zum Wiederherstellen muss der zu verwendende Sicherungssatz beziehungsweise das Medium ausgewählt werden.

Synthetische vollständige Sicherungen

Mithilfe von synthetischen vollständigen Sicherungen können Sie auf einem neuen Medium eine vollständige Sicherung erstellen, ohne dass hierfür auf den Client zugegriffen wird. Bei dieser Wiederherstellung innerhalb der Sicherung werden alle vorherigen Sicherungen auf einem neuen Band zusammengeführt. Beachten Sie, dass bei einer synthetischen vollständigen Sicherung keine Clientdaten abgerufen werden und diese deshalb keinen Ersatz für regelmäßig durchgeführte Sicherungen darstellt. Wenn eine synthetische vollständige Sicherung unmittelbar vor einer normalen vollständigen Sicherung auf ein neues Medium geplant wird, steht auf einem separaten Satz von Bändern eine isolierte vollständige Sicherung zur Verfügung, die anschließend exportiert und an einen entfernten physischen Standort ausgelagert werden kann. Zur Wiederherstellung muss ein Zeitpunkt zwischen der letzten Sicherung und der synthetischen vollständigen Sicherung angegeben werden.

Zusatzkopie

Durch Zusatzkopien werden Sicherungsdaten auf mehreren Kopien und Medien synchronisiert. Bei Anwendungen, die zur Wiederherstellung Transaktionsprotokolle benötigen, ist das Erstellen einer Zusatzkopie die einzige Möglichkeit, mithilfe von mehreren Mediensätzen die Gefahr von Datenverlusten aufgrund eines beschädigten Mediums zu minmieren. Eine Möglichkeit der Notfallwiederherstellung besteht darin, einen Kopienamen zu deaktivieren und die Kopie anschließend auszulagern.

Migrieren von Medien zwischen Speicherrichtlinienkopien

Durch die Migration von Medien wird die Flexibilität der Medienverwaltung verbessert. Wenn beispielsweise eine Bibliothek beschädigt wird, können Sie die Ausrichtung der Metadatenzeiger auf dem CommServe-Computer so ändern, dass sie auf die Medien in einer anderen Speicherrichtlinie und damit auf eine andere Bibliothek verweisen.

Für die Medienmigration gelten folgende Beschränkungen:

Medien müssen zwischen Bibliotheken kompatibel sein.

Medien können nicht von einem Windows-MediaAgent in einen UNIX-MediaAgent oder umgekehrt migriert werden.

Aus einer Bibliothek kann in ein eigenständiges Laufwerk migriert werden, umgekehrt ist dies jedoch nicht möglich.

So migrieren Sie Medien

1.

Entfernen Sie die Medien manuell aus der Quellbibliothek, und legen Sie sie in die Zielbibliothek ein.

2.

Klicken Sie mit der rechten Maustaste im CommCell Browser auf die zu migrierende Speicherrichtlinienkopie, und wählen Sie anschließend Migrate Media aus.

3.

Galaxy listet die Medien dieser Speicherrichtlinienkopie auf, und Sie werden erneut aufgefordert, die Medien aus der ursprünglichen Bibliothek zu entfernen. Klicken Sie auf OK , um den Vorgang fortzusetzen.

4.

Wählen Sie folgende Zielspeicherorte aus: MediaAgent, Bibliothek, Masterlaufwerkpool, Laufwerkpool und Scratchpool. Klicken Sie abschließend auf OK .

5.

Geben Sie im folgenden Dialogfeld an, ob die Zielbibliothek und die Laufwerke kompatibel sind. Klicken Sie auf OK .

6.

Sobald in einer Meldung die erfolgreiche Migration des Mediums bestätigt wird, klicken Sie zum Beenden des Vorgangs auf Close .

Gültigkeitszeiträume von Medien

Medien müssen ersetzt werden, bevor Abnutzungserscheinungen auftreten. Zu diesem Zweck können Sie in Galaxy verschiedene Medienereignisse verfolgen (zum Beispiel Softwarefehler, Bereitstellungsvorgang usw.). Für jedes Medium wird vom System festgehalten, wie oft ein Ereignis eintritt. Wenn die Anzahl der Ereignisse den zuvor festgelegten Schwellenwert überschreitet, wird das Medium im Bericht zur Mediensystemwartung (Media Management Housekeeping Report) aufgelistet und angezeigt, dass das Medium ausgewechselt werden muss.

Die Ereignisschwellenwerte können für jeden Medientyp festgelegt werden. Sie können also angeben, wie viele Ereignisse eines bestimmten Typs auftreten dürfen, bevor ein Medium als unverlässlich eingestuft wird. Wenn der Schwellenwert für ein Ereignis überschritten wird, sendet Galaxy eine Meldung an das Ereignisprotokoll und gibt bei entsprechender Konfiguration die Warnmeldung Threshold Exceeded (Schwellenwert überschritten) aus.

Hinweis: Informationen zu den empfohlenen Wartungskriterien finden Sie in der Dokumentation des Medienherstellers.

In Galaxy können Sie verschiedene Schwellenwerte für die Gültigkeit festlegen. Siehe dazu Tabelle 19.

Tabelle 19: Gültigkeitsschwellenwerte für Medien

Schwellenwert Beschreibung

Number of mounts (Anzahl der Bereitstellungen)

Gibt an, wie häufig ein Medium in einem Laufwerk bereitgestellt werden darf, bevor es ausgewechselt werden muss.

Number of soft errors (since cleanup) (Anzahl der Softwarefehler seit der Reinigung)

Gibt an, wie viele Softwarefehler beim Lesen und Schreiben auf ein Medium auftreten dürfen, bevor das Medium ausgewechselt werden muss.

Number of years (Anzahl der Jahre)

Der Zeitraum, über den ein Medium verwendet werden darf.

Number of writes (Anzahl der Schreibvorgänge)

Gibt an, wie oft Daten auf ein Medium geschrieben werden dürfen, bevor es als abgelaufen gekennzeichnet wird.

Number of reads (Anzahl der Lesevorgänge)

Gibt an, wie oft Daten von einem Medium gelesen werden dürfen, bevor es als abgelaufen gekennzeichnet wird.

Number of reuses (Anzahl der Wiederverwendungen)

Gibt an, wie oft ein Medium wiederverwertet werden darf, bevor es als abgelaufen gekennzeichnet wird.

Number of hard errors (Anzahl der Hardwarefehler)

Gibt an, wie viele Hardwarefehler beim Lesen und Schreiben auf ein Medium auftreten dürfen, bevor es als abgelaufen gekennzeichnet wird.

Informationen zum Ändern der Schwellenwerte für die Medienwartung finden Sie in der englischsprachigen Onlinehilfe unter " Media Expiration Parameters ".

Verwalten des Indexcache

Jeder MediaAgent verwaltet einen Indexcache in einem reservierten Festplattenbereich, in dem die Indexdaten von Galaxy gespeichert werden. Indexdaten werden in Galaxy verwendet, um Suchvorgänge und Wiederherstellungen effizient durchführen zu können. Obwohl diese Indexdaten aus Sicherheitsgründen auf dem Sicherungsmedium gespeichert werden, erstellt Galaxy eine zusätzliche Kopie im Indexcache des MediaAgents, der die Sicherung verwaltet. Auf die Daten im Indexcache kann beim Durchsuchen oder Wiederherstellen schneller zugegriffen werden als auf die Daten auf dem Sicherungsmedium.

Galaxy verwaltet den Cache so, dass im Cache die zuletzt verwendeten Daten verfügbar sind. Wenn die Kapazität des Cache ausgeschöpft ist, überschreibt Galaxy zuerst die Indexdaten, die am längsten nicht verwendet wurden. Wenn für einen Wiederherstellungsvorgang Indexdaten benötigt werden, die sich nicht mehr im Cache befinden, werden die Indexdaten vom Sicherungsmedium wiederhergestellt.

Die Indexdaten werden im Verzeichnis index-cache abgelegt. Die Menge der Indexdaten, die im Cache gespeichert werden können, entspricht dem verfügbaren Speicherplatz in diesem Verzeichnis. Dieser ist abhängig von der Größe der Partition, auf der sich das Verzeichnis index-cache befindet, und von den anderen auf derselben Partition gespeicherten Daten (sofern vorhanden). (Eine Partition ist eine logisch definierte Einheit auf einer Festplatte, wobei eine Festplatte mehrere Partitionen enthalten kann.)

Um sicherzustellen, dass der für die Indexdaten benötigte Speicherplatz nicht durch andere Dateien belegt wird, kann für das Verzeichnis eine separate Partition erstellt werden. Die Partition sollte so dimensioniert werden, dass vier Prozent der durch MediaAgent verwalteten Daten aufgenommen werden können. Das bedeutet, dass vier Prozent der Datenmenge zu speichern sind, die für Wiederherstellungen durch diesen MediaAgent maximal zur Verfügung stehen kann.

Hinweis: Der Indexcache eines MediaAgents darf nicht in einem Verzeichnis auf einem komprimierten Laufwerk gespeichert werden.

Berechnen des für das Verzeichnis "Index-Cache" benötigten Speicherplatzes

Folgende Punkte müssen beim Berechnen des erforderlichen Speicherplatzes beachtet werden:

Die Clients, die den betreffenden MediAgent für Sicherungs- und Wiederherstellungsvorgänge nutzen.

Der für eine vollständige Sicherung jedes Clients ungefähr benötigte Speicherplatz.

Der für inkrementelle oder differenzielle Sicherungen jedes Clients ungefähr benötigte Speicherplatz.

Die Höchstzahl der für jeden Client aufbewahrten vollständigen Sicherungen und Teilsicherungen.

Beispiel: Ein MediaAgent verwaltet die Sicherung von fünf Dateisystemclients. Jeder Client verfügt über eine Festplatte mit 2 GB, auf der Dateisystemdaten gespeichert sind. Für jeden Client werden pro Woche eine vollständige und zwei inkrementelle Sicherungen durchgeführt. Die Aufbewahrungszeit für die Clients beträgt 21 Tage und drei vollständige Sicherungszyklen. (Weitere Informationen über Aufbewahrungszeiten finden Sie in den Übersichtskapiteln zu den einzelnen iDataAgents im Galaxy Client Administration Guides ). Der für den Indexcache benötigte Speicherplatz wird wie folgt berechnet:

Der für eine vollständige Sicherung aller Clients benötigte maximale Speicherplatz beträgt 5 * 2 GB = 10 GB.

Wenn für jede inkrementelle Sicherung 100 MB veranschlagt werden, beträgt der für eine inkrementelle Sicherung aller Clients benötigte Speicherplatz 5 * 100 MB = 500 MB, also 0,5 GB.

Jeder Sicherungszyklus besteht aus einem vollständigen und zwei inkrementellen Sicherungen. Folglich wird für einen einzelnen Sicherungszyklus aller MediaAgent-Clients ungefähr 11 GB Speicherplatz benötigt (10 GB für die vollständige Sicherung und 0,5 GB * 2 = 1 GB für die inkrementellen Sicherungen).

Die Aufbewahrungszeit erfordert, dass für die Wiederherstellung zu jedem Zeitpunkt drei vollständige Sicherungszyklen zur Verfügung stehen müssen. Der insgesamt benötige Speicherplatz für Dateisystemsicherungen beträgt daher 3 * 11 GB, beziehungsweise 33 GB. Dies ist die geschätzte maximale Datenmenge, die zur Wiederherstellung mit MediaAgent benötigt wird.

Vier Prozent dieser Datenmenge sind 0,04 * 33 GB = 1,32 GB.

Folglich sollten 1,32 GB des Speicherplatzes für das Indexcache-Verzeichnis vorgesehen werden.

In diesem Beispiel wird eine sehr einfache Konfiguration mit nur einem iDataAgent und einheitlichen Anforderungen für alle Clientcomputer beschrieben. Häufig verfügen Clientcomputer jedoch über mehrere iDataAgents. Der für die jeweiligen Datentypen benötigte Speicherplatz muss daher noch dazu addiert werden. Unterschiedliche Computer können stark voneinander abweichende Speicheranforderungen aufweisen. So kann ein Exchange-Server beispielsweise sehr viel mehr Speicherplatz benötigen als ein Desktopcomputer. Auch die unterschiedlichen Aufbewahrungszeiten verschiedener Clients müssen mit in die Berechnung eingehen.

Freigeben von Bibliotheken

Zur optimalen Nutzung der Band- und/oder optischen Bibliotheken können mithilfe von Galaxy die Medienwechsler und Laufwerke in einer Bibliothek unterschiedlichen MediaAgents in der CommCell zugeordnet werden. Für alle Laufwerke in einer Bibliothek, die durch einen bestimmten MediaAgent gesteuert werden, wird ein Masterlaufwerkpool erstellt. (Obwohl der Medienwechsler einer Bibliothek an einen MediaAgent angeschlossen ist, haben alle angeschlossenen MediaAgents über eine zentrale Software Zugriff auf den Medienwechsler). Im Folgenden werden einige Anwendungsbereiche freigegebener Bibliotheken beschrieben:

Bibliotheken können über verschiedene SCSI-Karten oder in einem SAN direkt freigegeben werden. Mithilfe der dynamischen Laufwerksfreigabe (DDS) können in einem SAN auch Laufwerke innerhalb einer Bibliothek freigegeben werden. Weitere Informationen zur Interaktion von Galaxy und SANs finden Sie in der englischsprachigen Galaxy Pre-Installation Checklist .

Mit MediaAgent werden freigegebenen Bibliotheken höhere Verarbeitungsgeschwindigkeiten ermöglicht. Wenn mehrere Aufträge gleichzeitig ausgeführt werden, kann die Leistung durch Lastenverteilung über mehrere MediaAgents erhöht werden.

In einigen Fällen empfiehlt es sich zur Verringerung des Netzwerkverkehrs, große Sicherungskopien von einem Clientcomputer direkt an eine Bibliothek zu senden. So kann beispielsweise bei einer sehr großen Datenbank auf einem Clientcomputer die MediaAgent-Software auf diesem Client installiert werden. Der Client beziehungsweise der MediaAgent wird dann an eine Bibliothek angeschlossen, und die Sicherung wird direkt an die Bibliothek gesendet, ohne dabei das Netzwerk zu verwenden. Durch das Freigeben von Bibliotheken können Sie einige Laufwerke in einer Bibliothek auf diese Weise nutzen, während die anderen Laufwerke weiterhin für normale Netzwerkvorgänge zur Verfügung stehen.

Im Masterlaufwerkpool sind alle physischen Laufwerke der Bibliothek enthalten. Diese kann für alle mit dieser Bibliothek verbundenen MediaAgents freigegeben werden. Die logische Gruppe der Laufwerke in einer einzelnen Bandbibliothek, die von einem bestimmten MediaAgent verwaltet werden, wird als Laufwerkpool bezeichnet.

In Abbildung 13 ist eine direkt angeschlossene Bibliothek dargestellt, die für drei MediaAgents freigegeben ist. Beachten Sie, dass jeder dieser MediaAgents auch mit weiteren Bibliotheken verbunden werden kann.

Direkt angeschlossene freigegebene Bibliothek

Abbildung 13
Direkt angeschlossene freigegebene Bibliothek

Folgende Funktionen der MediaAgents sind in Abbildung 13 dargestellt:

MediaAgent 1
Steuert den Medienwechsler der Bibliothek und die dem Masterlaufwerkpool 1 zugewiesenen Laufwerke 1 und 2.

MediaAgent 2
Steuert die dem Masterlaufwerkpool 2 zugewiesenen Laufwerke 3 und 4. Darüber hinaus ist dieser MediaAgent der Host einer großen SQL Server-Datenbank und ein SQL Server-Galaxy-Client.

MediaAgent 3
Steuert die dem Masterlaufwerkpool 3 zugewiesenen Laufwerke 5, 6 und 7.

Dynamische Laufwerkfreigabe

In Abbildung 14 wird eine Bibliothek gezeigt, die über ein SAN mit der dynamischen Laufwerkfreigabe (DDS) freigegeben ist. Eine Bandbibliothek mit vier Laufwerken ist für drei MediaAgents freigegeben. Beachten Sie, dass jeder dieser MediaAgents auch mit weiteren Bibliotheken verbunden werden kann.

Dynamische Laufwerkfreigabe

Abbildung 14
Dynamische Laufwerkfreigabe

Folgendes ist in Abbildung 14 zu beachten:

Für alle MediaAgents sind dieselben vier Laufwerke freigegeben (Dynamische Laufwerkfreigabe).

Von MediaAgent 1 wird der Medienwechsler der Bibliothek gesteuert.

Jeder MediaAgent verfügt über einen Laufwerkpool der für die Bibliothek in einem Masterlaufwerkpool gruppiert ist.

Wenn die Steuerung der Laufwerke in einer Bibliothek auf mehrere MediaAgents aufgeteilt wird, ist zur Vermeidung von Ressourcenkonflikten Folgendes zu beachten:

Wenn bei begrenzter Verfügbarkeit einer Bibliotheksressource, diese zwischen mehreren MediaAgents aufgeteilt wird, sind Ressourcenkonflikte wahrscheinlicher als bei einer nicht freigegebenen Bibliothek.

Bei der Konfiguration von Speicherrichtlinien wird die Höchstzahl der gleichzeitig durch eine beliebige Kopie der Speicherrichtlinie erstellbaren Datenströme durch die Anzahl der Laufwerke aus dem kleinsten, mit einer beliebigen Kopie der Speicherrichtlinie verbundenen Laufwerkpool bestimmt. Weitere Informationen zu Speicherrichtlinien, Kopien und Ressourcenkonflikten finden Sie im Galaxy Client Administration Guide für Ihren iDataAgent.

Durch die Wechselmedienverwaltung (RSM) gesteuerte Bibliotheken

Galaxy kann die Windows 2000-Wechselmedienverwaltung verwenden, um Vorgänge in Ihrer Bibliothek unterstützen. Mithilfe der Wechselmedienverwaltung kann eine Bibliothek für mehrere Anwendungen freigegeben werden. Folgendes ist zu überprüfen, bevor Galaxy zur Verwendung der Wechselmedienverwaltung konfiguriert wird:

1.

Alle Galaxy-Bibliotheken auf dem MediaAgent-Computer müssen die Wechselmedienverwaltung verwenden. Wechselmedienbibliotheken sollten nicht mit Bibliotheken gemischt werden, die nicht über diese Funktion verfügen.

2.

Es sind die richtigen Bibliotheken und Laufwerke vorhanden. So überprüfen Sie Ihre Bibliotheken und Laufwerke

Vergewissern Sie sich im Geräte-Manager , dass der angeschlossene Medienwechsler, die Bandlaufwerke oder optischen Laufwerke für die Bibliothek vorhanden sind.

Sollten Laufwerke in der Liste fehlen, starten Sie die Geräteerkennung, und installieren Sie die entsprechenden Treiber. Weitere Informationen hierzu finden Sie im Herstellerhandbuch der Bibliothek beziehungsweise des Laufwerks.

3.

Der Wechselmediendienst muss aktiviert sein. Gehen Sie dazu folgendermaßen vor:

Klicken Sie im Fenster Computerverwaltung auf das Symbol Dienste , und vergewissern Sie sich, dass der Dienst Wechselmedien in der Spalte Status als Gestartet angezeigt wird.

Wenn der Dienst nicht als Gestartet angezeigt wird, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Wechselmedien und anschließend auf Eigenschaften . Wählen Sie unter Starttyp die Option Automatisch aus. Klicken Sie auf Übernehmen . Klicken Sie anschließend mit der rechten Maustaste auf Wechselmedien , und wählen Sie die Option Starten aus.

4.

Die Medienwechsler dürfen nicht deaktiviert sein, und alle Zielbibliotheken müssen funktionieren (bei Verwendung des Wechselmedien-Snap-Ins in der Microsoft Management Console (MMC) werden Medien und Laufwerke im Ordner Wechselmedien/Ressourcen angezeigt.)

Hinweis: Für die automatische Konfiguration der Wechselmedienverwaltung von Windows 2000 müssen sich alle Laufwerke in der Bibliothek an einem SCSI-Bus befinden. Andernfalls muss die Konfiguration manuell vorgenommen werden.

5.

Nicht erkannte und/oder importierte Medien müssen in den freien Medienpool verschoben werden. Wenn Sie dies mithilfe des MMC-Snap-Ins Wechselmedien ausführen, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Medium, das im Ordner /Wechselmedien/Medienpools/Importmedien beziehungsweise /Nicht erkannte Medien verfügbar ist, und anschließend auf Vorbereiten .

6.

Klicken Sie im Fenster Medienvorbereitung bestätigen auf Ja , und klicken Sie zur Bestätigung jeder einzelnen Medienbezeichnung erneut auf Ja .

7.

Wenn sich die ausgewählten Medien im freien Pool befinden, sind diese Verfügbar und können durch Galaxy zugeordnet werden.

So konfigurieren Sie eine Bibliothek, die den Wechselmediendienst für Galaxy verwendet

Vergewissern Sie sich zunächst, dass die von Galaxy verwendeten Bibliotheken im Wechselmediendienst funktionieren. (Wenn die Bibliotheken mit dem Wechselmediendienst funktionieren, erkennt Galaxy die vorhandenen Wechselmediengeräte automatisch im Fenster Galaxy Library and Drive Configuration ). Vergewissern Sie sich außerdem, dass die erforderliche manuelle Vorbereitung für freie Medien ausgeführt wurde.

Hinweis: Es können Bibliotheken mit und ohne Barcodescanner verwendet werden.

1.

Blenden Sie das Fenster Galaxy Library and Drive Configuration ein.

2.

Suchen Sie die durch die MediaAgents gesteuerten Geräte, mit denen auf die Bibliothek zugegriffen wird. Die Geräte werden von Galaxy erkannt und im Fenster Galaxy Library and Drive Configuration angezeigt. Ihr jeweiliger Erkennungsstatus wird dabei wie folgt angezeigt: not configured , RSM enabled oder RSM detect success .

3.

Zum Ändern der Bibliothekseigenschaften klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Bibliothek, und wählen Sie die Option Properties aus.

4.

Im Dialogfeld Galaxy Library Properties können folgende Eigenschaften geändert werden:

Alias
Der benutzerdefinierte Name der Bibliothek. In Galaxy wird dieser Name im CommCell Browser der Bibliothek angezeigt. Zur einfacheren Systemadministration empfiehlt es sich, für den Alias der Bibliotheken einen beschreibenden Namen zu wählen.

Door Check Seconds
Durch dieses in Sekunden angegebene Intervall wird festgelegt, wie häufig das System prüft, ob die Tür der Bibliothek geöffnet ist. Wenn die Tür bei einer solchen Überprüfung geöffnet ist, wird durch das System nach Schließen der Tür eine vollständige Inventur durchgeführt. Wenn bei geöffneter Tür Medien manuell in die Bibliothek eingefügt oder entfernt wurden, wird die Inventur entsprechend aktualisiert. Wenn die Tür im Intervall zwischen den Überprüfungen geöffnet und geschlossen wird, kann dies vom System nicht erkannt werden, und es erfolgt keine Aktualisierung der Inventur der Bibliothek.

5.

Wenn Sie die Änderungen übernehmen möchten, klicken Sie auf OK .

6.

Klicken Sie im Dialogfeld Galaxy Library and Drive Configuration mit der rechten Maustaste auf die zu konfigurierende Bibliothek, und klicken Sie anschließend auf Configure .

7.

In einer Bestätigungsaufforderung werden Sie gefragt, ob die Bibliothek wirklich konfiguriert werden soll. Klicken Sie auf Yes , um mit der Konfiguration fortzufahren.

8.

In einer Bestätigungsaufforderungen werden Sie gefragt, ob alle Laufwerke innerhalb der Bibliothek konfiguriert werden sollen.

Wenn die Laufwerke einzeln konfiguriert werden sollen, klicken Sie auf No .

Wenn alle Laufwerke in der Bibliothek gleichzeitig konfiguriert werden sollen (beispielsweise bei einer typischen Bibliotheksinstallation), klicken Sie auf Yes .

Der Status der Bibliothek wechselt zu RSM configured . Wenn alle zugewiesenen Laufwerke konfiguriert werden, ändert sich der Status der Laufwerke (und des übergeordneten Laufwerkpools) ebenfalls.

So schützen Sie die Wechselmediendienst-Datenbank vor Fehlern

1.

Erstellen Sie auf dem MediaAgent-Computer, auf dem sich die Wechselmediendienst-Datenbank befindet, einen neuen, ausschließlich für die Wechselmediendienst-Datenbank bestimmten Sicherungssatz.

2.

Um eine Sicherungskopie des gesamten Computers zu vermeiden, müssen Sie gegebenenfalls die Standardinhalte des Subclients zurücksetzen. Dies liegt darin begründet, dass der durch den Standard festgelegte Inhaltseintrag der Standardsubclients "\" lautet. Dies bedeutet, dass alles auf dem Computer gesichert wird, das nicht durch andere Subclients definiert oder gefiltert wird. Zum Vermeiden einer Sicherung des gesamten Computers, setzten Sie den Inhalt des Standardsubclients auf einen kleinen Ordner beziehungsweise eine Datei auf dem Computer zurück.

3.

Verwenden Sie eine einer Bibliothek zugeordnete Speicherrichtlinie, die nicht von dieser Wechselmedienverwaltung gesteuert wird.

4.

Erstellen Sie für den Sicherungssatz, in dem die Wechselmediendienst-Datenbank enthalten ist, regelmäßige Sicherungszeitpläne. Es können auch manuell regelmäßige Sicherungen dieses Sicherungssatzes durchgeführt werden.

So stellen Sie die Wechselmediendienst-Datenbank wieder her

1.

Klicken Sie auf dem MediaAgent-Computer, auf dem sich die Wechselmediendienst-Datenbank befindet, mit der rechten Maustaste auf den Sicherungssatz, und wählen Sie die Option Restore System Databases aus. Wählen Sie im Fenster Restore System Databases Options lediglich die Option RSM database aus, und klicken Sie auf OK .

2.

Wenn der Wiederherstellungsvorgang erfolgreich abgeschlossen wurde, starten Sie erneut den Wechselmediendienst beziehungsweise (wenn nötig) den Computer.

Wiederherstellen eines MediaAgents

Informationen über Notfall-Wiederherstellungsvorgänge bei einem MediaAgent finden Sie im englischsprachigen Galaxy CommServe Administration Guide .

Bibliotheks- und Laufwerkvorgänge

Bibliotheken, Laufwerkpools und eigenständige Laufwerke können innerhalb Ihrer Sicherungs- und Wiederherstellungslösung verwaltet werden.

Masterlaufwerkpool

Im Masterlaufwerkpool sind alle Laufwerke der Bibliothek enthalten, die für alle mit dieser Bibliothek verbundenen MediaAgents freigegeben werden können.

Für den Masterlaufwerkpool sind im Galaxy MediaAgent Administration Guide folgende Verfahren verfügbar:

Konfigurieren eines Masterlaufwerkpools

Überprüfen der SCSI-Zuordnung der Laufwerke in einem Masterlaufwerkpool beziehungsweise Laufwerkpool

Anzeigen der Eigenschaften des Masterlaufwerkpools

Entkonfigurieren eines Masterlaufwerkpools

Laufwerkpool

Ein Laufwerkpool besteht aus einer Gruppe von Laufwerken in einer einzelnen Bandbibliothek, die durch einen festgelegten MediaAgent gesteuert wird.

Für Laufwerkpools sind im Galaxy MediaAgent Administration Guide folgende Verfahren verfügbar:

Konfigurieren eines Laufwerkpools

Anzeigen der Eigenschaften eines Laufwerkpools

Entkonfigurieren eines Laufwerkpools

Bibliotheksinventur

Von Galaxy wird eine Inventur aller Medien verwaltet, die jeder Bibliothek zugeordnet sind. Die Inhalte der Inventur werden dabei mithilfe des Vorgangs inventory bewertet, durch den die Steckplätze und Barcodes beziehungsweise On Media Label (OML) aller in der Bibliothek gefundenen Medien identifiziert werden. In einem Laufwerk bereitgestellte Medien werden nicht in die Inventur einbezogen. Wenn ein Medium aus dem Laufwerk entfernt und zurück in den Steckplatz gebracht wurde, wird die Inventur von Galaxy mit dem Barcode des Mediums (oder Benutzernamen) aktualisiert.

Hinweis: Mithilfe des Inventurvorgangs kann herausgefunden werden, welche Medien sich in einer Bibliothek befinden. Wenn jedoch neue Medien verwendet werden sollen, fordert Galaxy zusätzliche Informationen an, die mit dem Erkennungsvorgang abgefragt werden.

Der Inventurvorgang, der je nach Einstellung der einzelnen Bibliotheken einige Minuten dauern kann, wird in der Regel unter folgenden Bedingungen durchgeführt:

Die Tür der Bibliothek wird geöffnet und wieder geschlossen.

Die Stromversorgung der Bibliothek wird eingeschaltet.

Für die Bibliothek wird ein Zurücksetzungsvorgang angefragt, obwohl nicht in allen Bibliotheken der Befehl full inventory durch den Befehl reset library aufgerufen wird.

Darüber hinaus wird von vielen Bibliotheksmodellen unter folgenden Umständen eine vollständige Inventur durchgeführt:

Die Bibliothek wird zum ersten Mal installiert und konfiguriert.

Der Bibliotheks- und Medienverwaltungsdienst von CommServe wird neu gestartet (dies erfolgt beim Neustart von CommServe).

Der Bibliotheksverwaltungsdienst (LMS - Library Management Service) der Bibliothek wird angehalten und erneut gestartet (dies erfolgt beim Neustart des MediaAgents).

Die Inventur wird außerdem aktualisiert, wenn Medien durch den Mailslot einer Bibliothek importiert oder exportiert werden.

Hinweis: Durch Einlegen von Medien in einen Mailslot und anschließendes Schließen des Mailslots kann in einigen Bibliotheken ein vollständiger Inventurvorgang (anstelle einer Aktualisierung der Inventur) ausgelöst werden.

Wenn für eine Bibliothek ein Inventurvorgang oder eine Aktualisierung ausgeführt wird, stellt Galaxy die Bibliothek solange offline, bis der Vorgang erfolgreich abgeschlossen wurde. Das bedeutet, dass keine neuen Sicherungs- oder Wiederherstellungsvorgänge gestartet werden können, bis die Inventur abgeschlossen ist. Da von der Inventur keine Medien betroffen sind, die bereits in Laufwerken bereitgestellt sind, kann eine ausgeführte Sicherung beziehungsweise Wiederherstellung solange durchgeführt werden, wie dazu kein Zugriff auf nicht bereitgestellte Medien erforderlich ist.

Ausführliche Informationen zum Anzeigen der Inventur einer Bibliothek finden Sie in der Onlinehilfe unter " Library Inventory ".

Importieren von Medien

Hinweis: Vergewissern Sie sich, dass der im Medium verwendete Barcode mit dem Barcodeleser der Bibliothek kompatibel ist (Informationen zu kompatiblen Bezeichnungsformaten finden Sie in der Herstellerdokumentation zur Bibliothek). Das Importieren von Medien mit inkompatiblen Barcodes kann zu einem Ausfall aller Vorgänge in der Bibliothek führen.

Beim Importieren handelt es sich um den Vorgang, bei dem ausgelagerte Medien einer Bibliothek in die Steckplätze der Bibliothek transportiert werden. Medien können auf zwei Weisen importiert werden:

Sie können Medien über den Mailslot der Bibliothek importieren (wenn ein Mailslot vorhanden ist).

Sie können die Bibliothekstür öffnen und Medien in die Steckplätze einlegen.

Das Importieren von Medien über einen Mailslot bietet folgende Vorteile:

Die durch einen Mailslotimport ausgelöste Bestandsaktualisierung ist weniger zeitaufwändig als der vollständige Inventurvorgang, der beim Öffnen und anschließenden Schließen der Bibliothekstür ausgelöst wird.

Wenn zum Importieren neuer Medien über den Mailslot der Galaxy-Importvorgang verwendet wird, kann das neue Medium von Galaxy automatisch erkannt werden.

Wenn Sie die Tür öffnen und Medien einlegen, muss ein Suchvorgang initiiert werden. Dieser Erkennungsvorgang muss auch dann gestartet werden, wenn der Galaxy-Importvorgang beim Importieren über den Mailslot nicht verwendet wird. Unter bestimmten Umständen empfiehlt es sich jedoch die Bibliothekstür zu öffnen, auch wenn ein Mailslot verfügbar ist. Wenn Sie beispielsweise viele Medien gleichzeitig in eine Bibliothek transportieren möchten, geht dies möglicherweise schneller durch Öffnen der Tür als durch Verwenden des Mailslots.

Bei Bibliotheken, die den Wechselmediendienst verwenden, sollten die Medien mit dem MMC-Snap-In Wechselmedien importiert werden.

Hinweis: Wenn Sie keinen Mailslot verwenden, sollten Sie beim Öffnen der Tür darauf achten, dass keine Medien in den Bibliothekslaufwerken bereitgestellt sind. Bei einigen Bibliotheksmodellen (zum Beispiel ATL 200 und ATL 500) führt das Öffnen der Tür dazu, dass die Bereitstellung aller Medien, einschließlich der in Gebrauch befindlichen, aufgehoben wird. Hierdurch können Inkonsistenzen in der Datenbank sowie Fehler bei den ausgeführten Aufträgen auftreten.

Ausführliche Informationen zum Importieren von Medien in eine Band- beziehungsweise optische Bibliothek finden Sie in der Onlinehilfe unter " Library Operations ".

Erkennen von Medien

Bevor durch Galaxy ein neues, nicht erkanntes Medium verwendet werden kann, müssen in einem Vorgang, der als Erkennung bezeichnet wird, zunächst bestimmte Informationen zu diesem Medium gesammelt werden. Nach dem Erkennen eines Mediums und dem Eintrag seiner Informationen in die Galaxy-Datenbank wird dieses Medium katalogisiert. Galaxy speichert die Medieninformationen dauerhaft. Ein exportiertes und dann wieder in die Bibliothek importiertes Medium muss daher nicht erneut erkannt werden.

Hinweis: Da Medieninformationen durch Galaxy gespeichert werden, kann ein bestimmter Barcode in einer CommCell nur für ein einziges Medium verwendet werden. Ein Barcode sollte daher nur einmal verwendet werden, auch wenn das zugehörige Medium dauerhaft aus CommCell entfernt wurde.

Wenn Medien über den Mailslot einer Bibliothek importiert werden, können diese durch den Importvorgang automatisch erkannt werden. Wenn neue Medien durch Öffnen der Bibliothekstür und anschließendes Einlegen importiert werden, muss der Erkennungsvorgang manuell gestartet werden.

Hinweis: Obwohl nur nicht katalogisierte Medien erkannt werden müssen, wird empfohlen, bei jedem Öffnen der Bibliothekstür und anschließendem Einlegen der Medien einen Erkennungsvorgang auszuführen.

Für ein importiertes Medium erfolgen durch das System folgende Zuweisungen:

Das Medium wurde bereits katalogisiert. Das Medium gehört zum Scratchpool oder zu einer Speicherrichtlinienkopie, der es vor dem Exportieren zugewiesen wurde.

Das Medium ist noch nicht katalogisiert und wird erfolgreich erkannt. Das Medium wird durch das System dem von Ihnen gewählten Scratchpool zugewiesen.

Das Medium ist noch nicht katalogisiert und wurde nicht erfolgreich erkannt. Das Medium wird vom System der Gruppe Nicht erkannte Medien zugewiesen.

Ausführliche Informationen zum Erkennen von Medien in einer Bibliothek finden Sie in der Onlinehilfe unter " Library Inventory ".

Exportieren von Medien

Beim Exportieren handelt es sich um den Vorgang, bei dem Medien physisch aus einer Bibliothek entfernt werden. Nach dem Exportieren von Medien sind die zugehörigen Daten im Galaxy-System nicht mehr direkt verfügbar. Wenn für einen Vorgang (zum Beispiel Wiederherstellungs- oder Zusatzkopie) Daten aus einem exportierten Medium benötigt werden, muss das Medium hierfür erneut importiert werden. Die Informationen zu exportierten Medien bleiben im Galaxy-System gespeichert, so dass diese Medien beim erneuten Importieren nicht neu gesucht werden müssen.

Medien können auf zwei Arten exportiert werden:

Medien können über den Mailslot der Bibliothek exportiert werden (sofern ein solcher vorhanden ist).

Sie können die Bibliothekstür öffnen und Medien aus den Steckplätzen entfernen.

Das Exportieren von Medien über einen Mailslot hat einen Vorteil: Die durch einen Mailslotexport ausgelöste Bestandsaktualisierung ist weniger zeitaufwändig als der vollständige Inventurvorgang, der beim Schließen der Bibliothekstür ausgelöst wird. Unter bestimmten Umständen empfiehlt es sich jedoch die Bibliothekstür zu öffnen, auch wenn ein Mailslot verfügbar ist. Wenn Sie beispielsweise viele Medien gleichzeitig aus einer Bibliothek entfernen möchten, geht dies möglicherweise schneller durch Öffnen der Tür als durch Verwenden des Mailslots. Medien, in die gerade Daten geschrieben oder aus denen gerade Daten gelesen werden, können nicht exportiert werden. Beim Exportieren eines Mediums sollten eine Beschreibung des Speicherorts und die entsprechenden Verweisinformationen eingegeben werden.

Hinweis: Beim Entfernen von Medien aus einigen Bibliotheken sowie beim Schließen der Mailslots einiger Bibliotheken wird möglicherweise ein vollständiger Inventurvorgang (und keine Bestandsaktualisierung) ausgelöst.

Ausführliche Informationen zum Exportieren von Medien aus einer Band- beziehungsweise optischen Bibliothek finden Sie in der Onlinehilfe unter " Library Operations ".

Zurücksetzen einer Bibliothek und eines Laufwerks

Durch Zurücksetzen einer Bibliothek wird die Bereitstellung aller Bänder in den Laufwerken der Bibliothek aufgehoben. Alle Laufwerke und die Bibliothek werden zur erneuten Verwendung zurückgesetzt.

Durch Zurücksetzen eines Laufwerks wird die Bereitstellung des Bandes in diesem Laufwerk aufgehoben. Das Laufwerk wird zur erneuten Verwendung zurückgesetzt. Dieser Vorgang kann auch bei einem eigenständigen Laufwerk ausgeführt werden.

Ausführliche Informationen zum Zurücksetzen einer Bibliothek finden Sie in der Onlinehilfe unter " Library Operations ".

Reinigen von Laufwerken

Vergewissern Sie sich vor Ausführen der Reinigung eines Laufwerks, dass ein Reinigungsmedium in den Reinigungsmedienpool eingelegt wurde.

Der Reinigungsvorgang des Laufwerks kann nicht durchgeführt werden, wenn in dem zu reinigenden Laufwerk gerade ein Auftrag ausgeführt wird. Vergewissern Sie sich vor dem Starten des Vorgangs, dass das Laufwerk verfügbar ist.

Der Reinigungsvorgang für Laufwerke ist für eigenständige Laufwerke, optische Bibliotheken beziehungsweise durch den Wechselmediendienst gesteuerte Bibliotheken nicht verfügbar.

Damit von Galaxy der Reinigungsvorgang für Laufwerke durchgeführt werden kann, muss zuvor im vorderen Menü der Bibliothek die automatische Laufwerkreinigung deaktiviert werden. Beispielsweise können für die Exabyte X80-Bibliothek folgende Schritte zur Deaktivierung der automatischen Laufwerkreinigungsfunktion durchgeführt werden:

1.

Wechseln Sie in den LCD-Modus: Wählen Sie im Hauptmenü die Option RobotControl und anschließend LCD aus, und klicken Sie auf Save .

2.

Ändern Sie den automatischen Reinigungsmodus: Wählen Sie im Hauptmenü die Option ConfigMenu und anschließend AutoclnSetup aus, und klicken Sie auf DisableAutocln .

3.

Wechseln Sie in den SCSI-Modus: Wählen Sie im Hauptmenü die Option RobotControl und anschließend SCSI aus, und klicken Sie auf Save .

Weitere Informationen zum Reinigen von Laufwerken finden Sie im englischsprachigen CommVault Galaxy CommCell Media Management Administration Guide .

Mediengruppen und Scratchpools

Ein Scratchpool ist ein Repository von Medien, die zur Verwendung bereitstehen. Die für eine Sicherung, eine synthetische vollständige Kopie oder eine Zusatzkopie benötigten neuen Medien werden vom System aus dem Scratchpool entnommen.

Durch folgende Verfahren werden Medien dem Scratchpool zugeführt:

Zuweisen an einen Scratchpool. Medien werden einem Scratchpool zugewiesen, wenn diese von außerhalb der Bibliothek physisch importiert werden.

Logisches Neuzuweisen zwischen Scratchpools. Medien aus einem Scratchpool können einem weiteren Scratchpool neu zugewiesen werden.

Zurückgeben an einen Scratchpool. Nach dem Löschen von Daten werden die Medien an einen Scratchpool zurückgegeben.

Jede Bibliothek verfügt über einen Standard-Scratchpool, der von Galaxy beim Konfigurieren der Bibliothek erstellt wird. Wenn vom System für die Bibliothek eine Speicherrichtlinienkopie erstellt wird (beispielsweise beim Konfigurieren der Bibliothek beziehungsweise eines zugehörigen Laufwerkpools), wird die primäre Speicherrichtlinie dem Standard-Scratchpool zugewiesen. Neu importierte Medien in der Bibliothek werden (sofern nicht anders festgelegt) diesem Scratchpool zugewiesen. Sie können eine beliebige Anzahl zusätzlicher Scratchpools erstellen und diese den unterschiedlichen Speicherrichtlinien zuweisen, die auf die Bibliothek zugreifen. Darüber hinaus kann als Standardeinstellung für die Bibliothek auch ein benutzerdefinierter Scratchpool angegeben werden. (Informationen zu Speicherrichtlinien, Speicherrichtlinienkopien und zum Wechseln des mit einer Speicherrichtlinie verbundenen Scratchpools finden Sie im Galaxy Client Administration Guide für die jeweiligen iDataAgents.)

Durch das Erstellen von Scratchpools und dem anschließenden Zuweisen zu festgelegten Speicherrichtlinienkopien wird sichergestellt, dass für wichtige Vorgänge stets die benötigten Medien bereitstehen. Angenommen, für einen Dateiserver mit unternehmenswichtigen Daten und eine Reihe von Benutzercomputern sollen regelmäßig Sicherungen durchgeführt werden. Hier muss nun vermieden werden, dass die verfügbaren Medien für nebensächliche Computersicherungen verbraucht werden und die wichtigere Sicherung des Dateiservers dadurch fehlschlägt. Sie erreichen dies, indem Sie einen Scratchpool ausschließlich für die Speicherrichtlinienkopie erstellen, die die Dateiserver-Sicherungen durchführt.

Mit Galaxy ist es darüber hinaus möglich, Medien zwischen Scratchpools zu verschieben. Wenn in dem gerade beschriebenen Fall die Medien für den dem Dateiserver zugewiesenen Scratchpool zur Neige gehen, können dem Dateiserverpool Medien aus einem anderen Scratchpool logisch neu zugewiesen werden.

Folgende Verfahren werden unter " Scratch Pools " der englischsprachigen Onlinehilfe beschrieben:

Erstellen eines Scratchpools

Anzeigen beziehungsweise Ändern der Eigenschaften eines Scratchpools

Anzeigen der Inventur eines Scratchpools

Importieren von Medien in einen Scratchpool

Verschieben eines bestimmten Mediums von einem Scratchpool in einen anderen

Verschieben mehrerer nicht bestimmter Medien von einem Scratchpool in einen anderen

Löschen eines bestimmten Mediums aus einem Scratchpool

Exportieren eines bestimmten Mediums aus einem Scratchpool

Löschen eines Scratchpools

Mithilfe von Galaxy können Sie eine Untergrenze für jeden Scratchpool festgelegen. Durch diesen Parameter wird die Mindestanzahl der Medien festgelegt, die permanent in einem Scratchpool verfügbar sein müssen. Sinkt die Anzahl der verfügbaren Medien unter diese Grenze, wird von Galaxy eine Nachricht an das Ereignisprotokoll gesendet und dem Scratchpoolbericht ein entsprechender Eintrag hinzugefügt.

Beachten Sie beim Festlegen einer Untergrenze die Medienanforderungen aller Vorgänge, die vom Scratchpool abhängig sind (zum Beispiel Sicherungskopien, Zusatzkopien und synthetische vollständige Sicherungen). Die Untergrenze sollte hoch genug eingestellt und damit sichergestellt werden, dass im Bedarfsfall immer noch genug Medien zum Abschließen der auszuführenden Vorgänge verfügbar sind. Wenn beispielsweise von Vorgängen, die auf einen bestimmten Scratchpool zugreifen, regelmäßig zwei Medien pro Woche verwendet werden, sollten Sie die untere Grenze bei drei festlegen. So werden Sie jede Woche von Galaxy aufgefordert, dem Scratchpool neue Medien hinzuzufügen, während weiterhin genug Medien zum Ausführen des normalen Vorgangvolumens zur Verfügung stehen.

Informationen zu Mediengruppen, Speicherrichtlinienkopien und anderen Galaxy-Einheiten, durch die das Medienvolumen für einen bestimmten Scratchpool festgelegt werden, finden Sie im englischsprachigen Galaxy Client Administration Guide .

Mediengruppe Assigned

Die Mediengruppe Assigned ist ein Repository für von Galaxy verwendete Medien. Die für eine Sicherung, eine synthetische vollständige Kopie oder eine Zusatzkopie benötigten neuen Medien werden durch das System aus dem Scratchpool entnommen und der Mediengruppe Assigned hinzugefügt. Der Status eines Mediums wird bei seiner Verwendung sofort als "aktiv" angezeigt. Wenn ein Medium voll oder als voll gekennzeichnet ist, wird sein Status als "voll" angezeigt. Von Galaxy wird nicht mehr auf das Medium geschrieben, da ein als "voll" gekennzeichnetes Medium lediglich zur Wiederherstellung von Daten verwendet werden kann.

Reinigungsmedienpool

Der Reinigungsmedienpool ist das logische Repository für die Reinigungsmedien. Bei der ersten Konfiguration einer Bibliothek wird vom System für jede Bibliothek ein Reinigungsmedienpool erstellt.

Wenn für eine Bibliothek die automatische Laufwerkreinigung nicht verfügbar ist, werden von Galaxy die katalogisierten Reinigungsmedien für den Reinigungsvorgang der Laufwerke verwendet.

Wenn ein Medium nicht als Reinigungsmedium identifiziert wird, geht Galaxy von einem regulären Medium aus. Galaxy versucht nun, entweder das Laufwerk zu überprüfen oder beim Ausführen einer Sicherung auf das Medium zu schreiben. Ein solcher Versuch würde fehlschlagen. Durch das Identifizieren der Reinigungsmedien wird sichergestellt, dass diese nicht für Überprüfungs- und Sicherungsvorgänge verwendet werden.

Hinweis: Wenn durch den Hersteller einer Bibliothek spezielle Barcode-Etiketten für Reinigungsmedien bereitgestellt werden, sollten diese verwendet werden. So beginnen beispielsweise die Etiketten der Reinigungsmedien für einige Bibliotheken mit den Buchstaben CLN. Da durch den Wechselmediendienst die automatische Laufwerkreinigungsfunktion unterstützt wird, werden von Galaxy für durch den Wechselmediendienst gesteuerte Bibliotheken keine laufwerkbezogenen Vorgänge erfordert. Die Option "Laufwerkreinigung" ist für eigenständige Laufwerke nicht verfügbar.

Folgende Verfahren werden unter " Cleaning Media Pool " der englischsprachigen Onlinehilfe beschrieben:

Importieren von Reinigungsmedien in den Reinigungsmedienpool

Erkennen von Reinigungsmedien in einer Bibliothek

Verschieben von Reinigungsmedien aus dem Scratchpool in den Reinigungsmedienpool

Exportieren von Reinigungsmedien aus dem Reinigungsmedienpool

Löschen von Reinigungsmedien

Mediengruppe Exported

Bei jedem Exportieren von Medien (dazu gehören Reservemedien, verwendete Medien oder Reinigungsmedien) aus der Bibliothek werden diese in der Mediengruppe Exported aufgelistet. Alle in eigenständigen Laufwerken verwendeten Medien werden in der Mediengruppe Exported aufgelistet.

Mediengruppe Unidentified

Die Mediengruppe Unidentified ist ein logisches Repository für Medien in einer Bibliothek, die vom Galaxy-System nicht verwendet werden können. Bei der ersten Konfiguration einer Bibliothek wird durch das System für jede Bibliothek eine Mediengruppe Unidentified erstellt.

Ein Medium kann aus folgenden Gründen in die Mediengruppe Unidentified verschoben werden:

Das Medium enthält Daten und wurde von anderen Anwendungen verwendet.

Beim Erkennen des Mediums ist im System ein Fehler aufgetreten.

Beim Initialisieren des Mediums ist im System ein Fehler aufgetreten (zum Beispiel war das Medium beschädigt oder schreibgeschützt).

Folgende Verfahren werden unter " Unidentified Media Group " der englischsprachigen Onlinehilfe beschrieben:

Anzeigen der Eigenschaften der Mediengruppe Unidentified

Verschieben von Medien aus einer Mediengruppe Unidentified in einen Scratchpool

Verschieben mehrerer Medien aus einer Mediengruppe Unidentified in einen Scratchpool

Exportieren aller Medien aus einer Mediengruppe Unidentified

Vorgänge mit eigenständigen Laufwerken

Eine eigenständige Bibliothek ist eine aus einem Laufwerk bestehende Speichereinheit, die über keine Medienspeicherfunktion, keinen Medienwechsler und keinen Barcodeleser verfügt.

Hinweis: Da eigenständige Laufwerken verwendete Medien nicht ablegen kann, sollten Sie, alle verwendeten Medien mit entsprechenden Etiketten versehen und an einem sicheren und zugreifbaren Ort lagern. Jedes eigenständige Laufwerk sollte physisch mit einem Etikett mit dem im Konfigurationsfenster angezeigten Bibliotheksnamen versehen werden. Wenn von Galaxy ein neues Medium für ein Laufwerk gefordert wird, kann auf diese Weise das richtige Laufwerk leichter gefunden werden.

Folgende Verfahren werden unter " Stand-Alone Drive Operations " der englischsprachigen Onlinehilfe beschrieben:

Anzeigen beziehungsweise Ändern der Eigenschaften einer eigenständigen Bibliothek

Anzeigen beziehungsweise Ändern der Eigenschaften eines Laufwerkpools

Anzeigen beziehungsweise Ändern der Eigenschaften eines eigenständigen Laufwerks

Anzeigen beziehungsweise Ändern der Eigenschaften eines Mediums

Online- beziehungsweise Offlinestellen einer eigenständigen Bibliothek

Überschreiben von Bändern in eigenständigen Laufwerken

Medienvorgänge in eigenständigen Laufwerken

Eigenständige Bibliotheken verfügen über keine ursprüngliche Liste von Reservemedien. Sie werden dazu aufgefordert, ein neues Medium einzulegen, wenn dies erforderlich ist. Beim ersten Einlegen eines Mediums in eine eigenständige Bibliothek, wird durch Galaxy wird für dieses durch ein On Media Label (OML) eine eindeutige interne Kennung erstellt. Anschließend können Sie eine eigene eindeutige Kennung für das Medium wählen. Bei jedem Einlegen eines neuen Mediums werden Sie von Galaxy aufgefordert, eine eindeutige Kennung und den Speicherort für das Medium einzugeben. Diese Aufforderung wird als PopUp-Meldung angzeigt.

Zum Ausführen von Sicherungs- beziehungsweise Wiederherstellungsvorgängen auf einem eigenständigen Laufwerk gehen Sie folgendermaßen vor:

Legen Sie vor dem Starten eines Vorgangs das richtige Medium in das eigenständige Laufwerk ein. Das Medium wird von Galaxy mithilfe des OML identifiziert, und der Vorgang wird fortgesetzt. Wenn von Galaxy im eigenständigen Laufwerk das ordnungsgemäße Medium gefunden wird, werden keine Meldungen oder Aufforderungen angezeigt.

Lassen Sie das Laufwerk leer, und warten Sie, bis von Galaxy die Aufforderung angezeigt wird, ein neues Medium einzulegen. Nach dem Einlegen des Mediums wird dieses von Galaxy mithilfe des OML identifiziert. Wenn das richtige Medium gefunden wurde, wird der Vorgang fortgesetzt.

Einlegen eines nicht ordnungsgemäßen Mediums in das eigenständige Laufwerk. Nach dem Einlegen des Mediums wird dieses von Galaxy mithilfe des OML identifiziert. Wenn das richtige Medium gefunden wurde, wird der Vorgang fortgesetzt.

Hinweis: Wenn zum Einlegen der Medien in das eigenständige Laufwerk kein Operator zur Verfügung steht, sollten keine Aufgaben geplant werden, für die unterschiedliche Speicherrichtlinien verwendet werden. Bei der Planung von Aufträgen in einem eigenständigen Laufwerk ist darauf zu achten, dass alle Aufträge die gleiche Speicherrichtlinie verwenden. Wenn von einem geplanten Auftrag eine andere als die zum Medium im Laufwerk gehörende Speicherrichtlinie verwendet wird, kann der Auftrag erst gestartet werden, wenn das Medium durch ein anderes ersetzt wird. Dadurch kann die Planung eines Auftrags hinfällig werden.

Sämtliche in einem eigenständigen Laufwerk verfügbaren Medien werden im CommCell Browser unter Exported Media Pool angezeigt. Davon ausgenommen ist das aktuell verwendete Medium, dass unter dem eigenständigen Laufwerk angezeigt wird.

PopUp-Meldungen

Bei jedem Vorgang im eigenständigen Laufwerk wird von Galaxy eine PopUp-Meldung angezeigt. Die von Galaxy für eigenständige Laufwerke erzeugten PopUp-Meldungen können ignoriert werden. Diese Meldungen werden vier Minuten lang angezeigt und dann automatisch ausgeblendet.

Bei jedem Einlegen eines neuen Mediums wird von Galaxy die PopUp-Meldung angezeigt, in der Sie aufgefordert werden, eine eindeutige Kennung und den Speicherort für das Medium einzugeben. Hier gibt mehrere Optionen:

Geben Sie die Informationen ein, und klicken Sie auf OK .

Klicken Sie auf OK , ohne die Informationen einzugeben.

Machen Sie nichts. Die Meldung wird vier Minuten lang angezeigt und dann automatisch ausgeblendet.

Die Informationen können jedoch auch im CommCell Browser im Dialogfeld Media Properties eingegeben werden. Wenn Sie keine Informationen eingeben, wird die PopUp-Meldung bei jedem erneuten Einlegen des Mediums angezeigt, bis für das Medium eine eindeutige Kennung festgelegt wird.

Bei Sicherungs- oder Wiederherstellungsvorgängen wird von Galaxy eine PopUp-Meldung angezeigt, wenn das eigenständige Laufwerk entweder leer ist oder kein ordnungsgemäßes Medium enthält.

Diese Meldungen werden von Galaxy auf dem MediaAgent-Computer, dem das eigenständige Laufwerk zugewiesen ist, angezeigt sowie auf allen Computern, auf denen die CommCell-Konsole (MMC und/oder Java GUI) geöffnet ist. Wenn auf dem MediaAgent-Computer beispielsweise die Java GUI und MMC geöffnet sind, werden drei PopUp-Meldungen gleichen Inhalts angezeigt. Sie können in allen diesen Meldungen auf OK klicken. Wirksam ist jedoch nur die Antwort auf dem MediaAgent-Computer. Wenn Sie die Meldung ignorieren, wird diese vier Minuten lang angezeigt und dann automatisch ausgeblendet. Die Nachricht wird erneut angezeigt, wenn durch den Job Manager der Auftrag erneut ausgeführt werden soll und das erforderliche Medium nicht gefunden wird.

Migrieren einer magnetischen Bibliothek

Mit dem CommCell Browser können die Eigenschaften von magnetischen Bibliotheken und Bereitstellungspfaden angezeigt, diese Einheiten online und offline gestellt und Warnmeldungen (E-Mail-Benachrichtigung) für die magnetische Bibliothek konfiguriert werden. Eine ausführliche Beschreibung der Galaxy-Warnmeldungen finden Sie im englischsprachigen Galaxy CommServe Administration Guide . Eine magnetische Bibliothek kann durch einen Benutzer auf einen anderen MediaAgent migriert werden. Dies empfiehlt sich besonders, wenn der Benutzer den MediaAgent für Zwecke freigeben möchte, die nicht mit Sicherungen in Zusammenhang stehen. Migration ist ein logischer und kein physischer Vorgang.

Zum Verwenden dieser Funktion muss der MediaAgent, auf den migriert werden soll, auf denselben Bereitstellungspfad zugreifen können, wie der MediaAgent, von dem migriert wird. Daher sollte sichergestellt werden, dass für die MediaAgents im Sicherungssystem des Benutzers eine Spiegelung vorliegt. Durch eine Spiegelung kann ein MediaAgent (zum Beispiel blau) mit den gleichen Einstellungen versehen werden wie ein anderer MediaAgent (zum Beispiel grün). In diesem Beispiel könnten von "blau", als Spiegelung von "grün", die gleichen MediaAgent-Funktionen ausgeführt werden wie von "grün".

Die Migration von magnetischen Bibliotheken auf andere MediaAgents wird für UNC-Pfade und für lokale Pfade in Windows- und Unix-Dateisystemen unterstützt. Wenn keine Spiegelung möglich ist, muss der Benutzer über Bereitstellungspfade verfügen, in denen UNC-Pfade für Windows oder das bereitgestellte Netzwerkdateisystem (NFS - Network File System) für UNIX enthalten sind. Darüber hinaus sollte vor dem Ausführen von Vorgängen sichergestellt werden, dass alle Bereitstellungspfade online beziehungsweise verfügbar sind.

Migrationen über Plattformen hinweg sind nicht möglich (das heißt dass eine magnetische Bibliothek nicht von einem MediaAgent für Windows auf einen UNIX-MediaAgent, oder umgekehrt, migriert werden kann).

Folgende Verfahren werden unter " Magnetic Disk Library Administration Procedures " der englischsprachigen Onlinehilfe beschrieben:

Anzeigen beziehungsweise Ändern der Eigenschaften von magnetischen Bibliotheken

Anzeigen beziehungsweise Ändern der Eigenschaften von Bereitstellungspfaden

Migrieren einer magnetischen Bibliothek

Client-Auftragsergebnisse

Auftragsergebnisse können mit den Funktionen Backup History und Restore History angezeigt werden. Sie können das Verzeichnis für Auftragsergebnisse festlegen, in das die Ergebnisse der Sicherungs- und Wiederherstellungsaufträge auf dem Clientcomputer geschrieben werden. Zur Verwaltung des Auftragsergebnisverzeichnisses sind bei Galaxy im Dialogfeld Properties für den Subclient folgende Optionen verfügbar.

Ändern des Speicherorts für Auftragsergebnisse. Wenn der Speicherpfad für Auftragsergebnisse geändert wird, werden von Galaxy auch sämtliche bestehende Arbeitsergebnisse in den neuen Pfad kopiert.

Festlegen eines Speicherzeitraums für Auftragsergebnisse. Für die Aufbewahrungsdauer der Auftragsergebnisse von Sicherungs- und Wiederherstellungsvorgängen kann ein bestimmter Zeitraum (in Tagen) festgelegt werden.

Angeben eines Schwellenwerts für die Laufwerkkapazität, bei dessen Überschreitung Auftragsergebnisse gelöscht werden. Sie können einen Schwellenwert für die Laufwerkkapazität festlegen, bei dessen Überschreitung von Galaxy Auftragsergebnisse gelöscht werden. Die disk ist die Festplatte, auf der die Auftragsergebnisse des Clientcomputers gespeichert werden (wahrscheinlich ein lokales Laufwerk). Beachten Sie, dass sich der Kapazitätsverbrauch auf die gesamte kombinierte Laufwerkverwendung durch alle Daten (einschließlich Anwendungen) bezieht und nicht lediglich auf den für Auftragsergebnisse verwendeten Teil.

Hinweis: Das Verzeichnis für Auftragsergebnisse darf nicht in ein Verzeichnis auf einem komprimierten Laufwerk gespeichert oder verschoben werden.

Verwenden von Pipelinepaaren zum Konfigurieren mehrerer Netzwerkschnittstellen

Viele Unternehmen möchten vermeiden, dass ihr Produktionsnetzwerk mit Sicherungskopien überlastet wird. Die Lösung besteht in einem zweiten, Hochgeschwindigkeits-Netzwerk auf den Servern, das nur zum Sichern und Wiederherstellen von Daten verwendet wird. In einigen Fällen können der Datensicherung auch mehrere Netzwerke zugewiesen werden. Mit Pipelinepaaren können die Galaxy-Subclients für diese zusätzlichen Netzwerke konfiguriert werden.

Pipelinepaare werden auf Ebene der Subclients konfiguriert.

So konfigurieren Sie Pipelinepaare

1.

Öffnen Sie für den Subclient das Dialogfeld Properties , und klicken Sie auf die Registerkarte Storage Device .

2.

Klicken Sie auf Advanced , und löschen Sie die Pipelinepaare in der unteren Hälfte des Fensters, beziehungsweise fügen Sie diese hinzu. Wenn Sie auf Add klicken, wird jede verfügbare Netzwerkverbindung zwischen dem MediaAgent und dem Client in einer Reihe von Dropdownlistenfeldern angezeigt.

3.

Wählen Sie zum Erstellen eines Pipelinepaars eine Kombination aus.

Verschieben von Daten innerhalb von Pipelinepaaren

Sofern keine Pipelinepaare hinzugefügt wurden, werden die Sicherungs- beziehungsweise Wiederherstellungsdaten über die Standardnetzwerkverbindung verschoben. Wenn Sie Pipelinepaare hinzufügen, stuft sich die Standardnetzwerkverbindung selbst zurück und behandelt nur den Datenaustausch für die Koordination zwischen CommServer, MediaAgent und Client. Alle Datenverschiebungen zur Sicherung beziehungsweise Wiederherstellung zwischen Client und MediaAgent erfolgen über die hinzugefügten Pipelinepaare.

Falls mehr als zwei Netzwerkverbindungen zwischen MediaAgent und Client verfügbar sind, können weitere Pipelinepaare hinzugefügt werden. Beispiel: Für die Kombination aus Client und MediaAgent sind drei Netzwerkverbindungen insgesamt verfügbar. In diesem Fall können Sie die Standardverbindung sowie zwei Pipelinepaare nutzen. Die Pipelinepaare werden von jedem Sicherungs- beziehungsweise Wiederherstellungsdatenstrom zwischen Client und MediaAgent abwechselnd der Reihe nach verwendet. Datenstrom 1 verwendet das erste Paar, Datenstrom 2 verwendet das zweite, Datenstrom 3 das erste usw. Beachten Sie, dass ein Datenstrom nicht auf zwei verschiedene Pipelinepaare aufgeteilt werden kann.

Damit Pipelinepaare verwendet werden können, müssen sowohl der MediaAgent als auch der Client über mehrere installierte und ordnungsgemäß konfigurierte Adapter verfügen. Die Verbindungen dürfen nicht denselben Datenpfad (zum Beispiel Router) gemeinsam nutzen, um die Vorteile der zusätzlichen Bandbreite voll ausschöpfen zu können. Außerdem müssen Sie über eine korrekte IP-Adressen-/Namensauflösung verfügen, bevor Sie Pipelinepaare hinzufügen können.

Konfigurieren mehrerer Adapter

Bei einem mehrfach vernetzten Computer handelt es sich um einen Computer, der über mindestens zwei Netzwerkschnittstellenkarten (NIC, Network Interface Card) verfügt. Sie müssen jede NIC im DNS (Domain Name System) eindeutig benennen, um eine ordnungsgemäße Namens-/IP-Adressauflösung in Galaxy sicherzustellen. Als Beispiel hierfür dient ein Computer mit dem Namen amber , der über die vollqualifizierten Hostnamen amber1.nwtraders.com und amber2.nwtraders.com sowie zwei NICs mit den folgenden IP-Adressen verfügt:

Erste NIC: 150.128.4.78

Zweite NIC: 150.128.6.32

Um sicherzustellen, dass beide Schnittstellen aufgelöst werden können, müssen Sie eindeutige Namen im DNS definieren, zum Beispiel:

amber1.nwtraders.com 150.128.4.78

amber2.nwtraders.com 150.128.6.32

Unter Windows 2000 können Sie auf der Registerkarte DNS nur einen eindeutigen Domänennamen zuweisen. Dies liegt darin begründet, dass die jeweilige Netzwerkverbindung eindeutig bezeichnet werden sollte, indem an den Computernamen eindeutige Domänennamen angefügt werden. Auf der Registerkarte DNS können Sie mit dem DNS-Suffix für diesen Verbindungswert einen eindeutigen Domänennamen definieren. Wenn Sie dieser Konvention folgen, dürfen Sie das Kontrollkästchen Adressen dieser Verbindung in DNS registrieren nicht aktivieren. Aufgrund eines Features im DNS von Windows 2000 erhalten Sie zwei identische Namenseinträge unter derselben primären Forward-Lookupzone in der DNS-Datenbank, unabhängig davon, welcher Domäne der zweite Adapter zugewiesen wurde. Wenn dies der Fall ist, werden alle Pipelinepaare von Galaxy als identisch angesehen. Um dies zu vermeiden, müssen Sie die Host- und die Zeigereinträge manuell in die entsprechenden Forward- und Reverse-Lookupzonen auf dem DNS-Server eingeben.

Der DNS-Auflösungsdienst von Windows 2000-Clients speichert die von einem DNS-Server empfangenen positiven und negativen Antworten im Cache. Vorgenommene Änderungen an der DNS-Serverdatenbank oder an der Hostdatei, mit denen Abhilfe für negative Antworten geschaffen werden soll, wirken sich unter Umständen nicht positiv aus, da der DNS-Client seine Antwort weiterhin aus dem Cache abruft. Wenn Sie mit DNS-Änderungen und einem Windows 2000-System arbeiten, müssen Sie auf dem Client immer ipconfig /flushdns ausführen, um den lokalen DNS-Cache zu leeren. Außerdem muss unbedingt beachtet werden, dass die Datei für lokale Hosts bei Windows NT und Windows 2000 immer als Voreinstellung in den DNS-Cache geladen wird und daher bei der Namensauflösung zuerst überprüft wird.

iDataAgents

Das Galaxy-System beinhaltet iDataAgents für Windows 2000, Exchange 2000 und SQL Server 2000 sowie Subclients für jeden Sicherungssatz.

Verwalten von Subclients

Mit Subclients werden verschiedene Bereiche des Dateisystems auf einem Clientcomputer gesichert. Anfangs wird im Galaxy-System für jeden Sicherungssatz ein Standardsubclient definiert. Zu diesem Zeitpunkt enthält der Standardsubclient das gesamte Dateisystem und den Systemstatus. Wenn Sie weitere Subclients in demselben Sicherungssatz definieren, enthält der Standardsubclient das gesamte Dateisystem mit Ausnahme der Teile, die den anderen Subclients zugewiesen wurden.

Voraussetzungen zum Definieren eines Subclients:

Angeben eines Subclientnamens.

Definieren des Inhalts für den Subclient.

Zuordnen einer Speicherrichtlinie für den Subclient.

Sie können diese Informationen im Dialogfeld Subclient Properties eingeben. Diese Informationen sind zwar für die Definition eines Subclients ausreichend, Sie können jedoch noch weitere Subclienteigenschaften einrichten. Es folgen einige Beispiele:

Erstellen eines Sicherungsfilters.

Auswählen des Datenkomprimierungsschemas für den Subclient.

Festlegen von bei Sicherungen ausgelösten Prozessen.

So erstellen Sie einen neuen Subclient in einem Sicherungssatz

Sie dürfen keinen Subclient erstellen, während eine Sicherung für den übergeordneten Sicherungssatz oder einen gleichgeordneten Subclient durchgeführt wird.

1.

Klicken Sie mit der rechten Maustaste im CommCell Browser auf den Sicherungssatz, für den der Subclient erstellt werden soll, und klicken Sie anschließend im Kontextmenü auf New Subclient .

2.

Geben Sie im Dialogfeld Subclient Properties auf der Registerkarte General den Namen des zu erstellenden Subclients ein (bis zu 32 Zeichen). Die Systemstatussicherung wird nur beim Standardsubclient ausgelöst. (Der Standardsubclient sichert immer den Systemstatus. Dies ist nicht optional.)

3.

Geben Sie auf der Registerkarte Contents im Feld Enter New Content den Inhalt für den Subclient ein. Wahlweise können Sie auch die Schaltfläche Browse verwenden, um den Inhalt einzugeben.

4.

Wenn Sie einen UNC-Pfad angeben, klicken Sie auf As User , und geben Sie die Benutzerkontoinformationen für den Domänenbenutzer mit Berechtigungen für diesen Pfad ein.

5.

Wählen Sie im Dialogfeld Subclient Properties auf der Registerkarte Storage Device aus dem Speicherrichtlinienmenü eine Speicherrichtlinie aus, die diesem Subclient zugeordnet werden soll.

6.

Klicken Sie auf Add . Optional können Sie weitere Subclienteigenschaften einrichten. Dazu zählen zum Beispiel das Erstellen eines Sicherungsfilters, das Deklarieren von Prozessen, die durch die Sicherung ausgelöst werden, oder das Auswählen eines Datenkomprimierungsschemas und die Pipelinekonfiguration für den Subclient.

7.

Klicken Sie auf OK .

Umbenennen eines Subclients

Alle benutzerdefinierten Subclients können jederzeit umbenannt werden. Die Namen von Standardsubclients können jedoch nicht geändert werden. Benennen Sie keinen Subclient um, für den gegenwärtig eine Sicherung ausgeführt wird.

So benennen Sie einen Subclient um

1.

Klicken Sie mit der rechten Maustaste im CommCell Browser auf den umzubenennenden Subclient, und klicken Sie anschließend im Kontextmenü auf Properties .

2.

Geben Sie im Dialogfeld Subclient Properties auf der Registerkarte Storage Device im Namensfeld Subclient den neuen Namen ein, und klicken Sie dann auf OK . Der Subclient wird im CommCell Browser mit dem neuen Namen aktualisiert.

Ändern des Inhalts eines Subclients

Der einem Subclient zugewiesene Teil eines Dateisystems wird als Inhalt des Subclients bezeichnet. Sie können den Inhalt eines beliebigen Subclients im Dialogfeld Subclient Properties anzeigen und ändern.

Ändern Sie die Anfangseinstellung für den Inhalt des Standardsubclients (" \ ") nicht. Durch diese Einstellung wird sichergestellt, dass der Inhalt des Subclients alle Teile des Dateisystems enthält, die nicht in anderen Subclients enthalten sind. Wenn Sie die Einstellung in einen Pfad unterhalb des Stamms ändern, sichert der Standardsubclient nur die Daten im betreffenden Pfad. Das Dateisystem in seiner Gesamtheit wird von den Subclients im Sicherungssatz nicht mehr gesichert. Ändern Sie nicht den Inhalt eines Subclients, für den gegenwärtig eine Sicherung ausgeführt wird.

So ändern Sie den Inhalt eines Subclients

1.

Klicken Sie mit der rechten Maustaste im CommCell Browser auf den Subclient, dessen Inhalt geändert werden soll, und klicken Sie anschließend im Kontextmenü auf Eigenschaften .

2.

Klicken Sie im Dialogfeld Subclient Properties auf die Registerkarte Contents .

3.

Zum Einschließen einer Datei oder eines Ordners in den Inhalt des Subclients führen Sie eine der folgenden Aktionen aus:

Geben Sie im Feld Enter New Content den Pfad der hinzuzufügenden Datei oder des hinzuzufügenden Ordners (einschließlich des Laufwerkbuchstabens) manuell ein, und klicken Sie dann auf Add . Wiederholen Sie diesen Schritt, wenn Sie mehrere Dateien oder Ordner zum Inhalt hinzufügen möchten.

Wählen Sie durch Klicken auf Browse den gewünschten Pfad aus. Doppelklicken Sie im Dialogfeld Browse auf das Dateisystem des Clientcomputers, klicken Sie auf die einzuschließende Datei oder den einzuschließenden Ordner, und klicken Sie dann auf Add . Wiederholen Sie diesen Schritt für jeden weiteren Eintrag.

Wenn Sie einen UNC-Pfad angeben, klicken Sie auf As User , und geben Sie die Benutzerkontoinformationen für den Domänenbenutzer mit Berechtigungen für diesen Pfad ein.

4.

Klicken Sie zum Speichern der Inhaltsänderungen auf der Registerkarte Content im Dialogfeld Subclient Properties auf OK .

Verwenden von Sicherungen bei Bedarf

Mithilfe von Sicherungen bei Bedarf können Sie die Daten und den Systemstatus sofort sichern, ohne dass Sie auf den geplanten Sicherungszeitpunkt warten müssen. Diese Funktion ist in folgenden Fällen von Nutzen:

Besonders wichtige Daten müssen sofort gesichert werden.

Es liegt kein Zeitplan zur regelmäßigen Sicherung der Daten vor, die Daten sollen dennoch gesichert werden.

Bei der Verwendung von Sicherungen bei Bedarf können vollständige, inkrementelle und differenzielle Sicherungen ausgelöst werden. Eine Sicherung bei Bedarf kann auf den folgenden Ebenen gestartet werden:

Ausgewählter Subclient

Ausgewählter Sicherungssatz

Standardsicherungssatz

Bei Auswahl eines Sicherungssatzes wird das gesamte Dateisystem auf dem Clientcomputer gesichert. Bei Auswahl eines Subclients wird nur der Teil des Dateisystems gesichert, der diesem Subclient zugeordnet wurde.

Beim Starten einer Sicherung für einen Sicherungssatz werden einzelne Sicherungen für jeden darin enthaltenen Subclient gestartet. Falls den Subclients dieselbe Speicherrichtlinie zugeordnet wurde, werden deren Sicherungen nacheinander ausgeführt, sofern die Speicherrichtlinie nicht für mehrere Datenströme konfiguriert wurde.

Die Sicherung des Windows 2000-Systemstatus wird vom Standardsubclient im Sicherungssatz initiiert. Der Systemstatus wird immer mit einer vollständigen Sicherung gesichert, selbst wenn dieser Subclient für den im Dateisystem gespeicherten Datenteil eine andere Art der Sicherung ausführt.

So starten Sie eine Sicherung bei Bedarf für einen ausgewählten Subclient

1.

Klicken Sie im CommCell Browser mit der rechten Maustaste auf den zu sichernden Subclient, und klicken Sie dann im Kontextmenü auf Backup .

2.

Wählen Sie im Fenster die Art der einzuleitenden Sicherung aus.

3.

Klicken Sie nach Auswahl der Sicherungsart und ggf. erweiterter Optionen auf OK . Im Fenster Job Controller können Sie den Fortschritt des Sicherungsvorgangs verfolgen.

So starten Sie eine Sicherung bei Bedarf für einen ausgewählten Sicherungssatz

1.

Klicken Sie mit der rechten Maustaste im CommCell Browser auf den zu sichernden Sicherungssatz, und klicken Sie anschließend im Kontextmenü auf Back up All Subclients . In einer entsprechenden Meldung werden Sie dazu aufgefordert, die Sicherung aller Subclients im ausgewählten Sicherungssatz zu bestätigen. Klicken Sie auf OK , um den Vorgang fortzusetzen.

2.

Wählen Sie im Fenster die Art der einzuleitenden Sicherung aus. Wählen Sie nicht Synthetic Full aus. Dies ist eine spezielle Sicherungsart.

3.

Klicken Sie nach Auswahl der Sicherungsart und ggf. erweiterter Optionen auf OK . Im Fenster Job Controller können Sie den Fortschritt des Sicherungsvorgangs verfolgen.

So starten Sie eine Sicherung bei Bedarf für den Standardsicherungssatz

1.

Klicken Sie mit der rechten Maustaste im CommCell Browser auf das Symbol File System , das dem zu sichernden Clientcomputer entspricht, und klicken Sie anschließend im Kontextmenü auf Back up Default Backup set .

2.

In einer entsprechenden Meldung werden Sie dazu aufgefordert, die Sicherung aller Subclients im Sicherungssatz zu bestätigen. Klicken Sie auf OK , um den Vorgang fortzusetzen.

3.

Klicken Sie nach Auswahl der Sicherungsart und ggf. erweiterter Optionen auf OK . Der Sicherungsvorgang wird gestartet. Im Fenster Job Controller können Sie den Fortschritt des Sicherungsvorgangs verfolgen. Nach Abschluss des Sicherungsvorgangs wird eine entsprechende Bestätigungsmeldung angezeigt.

iDataAgent für Windows 2000: Durchsuchen und Wiederherstellen

Sie können die für einen Clientcomputer gesicherten Daten durchsuchen und anzeigen, ohne sie tatsächlich wiederherzustellen.

Beim Wiederherstellen rufen Sie die Daten von den Sicherungsmedien ab und speichern sie an einem angegebenen Speicherort. Obwohl Sie Daten wiederherstellen können, ohne sie zuvor zu durchsuchen, gehen diese beiden Vorgänge in der Praxis häufig Hand in Hand.

Mit den Optionen zum Durchsuchen und Wiederherstellen können Sie Folgendes ausführen:

Wiederherstellen einer Version oder aller Versionen einer Datei.

Wiederherstellen von Daten auf einem verbundenen Netzlaufwerk.

Wiederherstellen von Daten ohne vorheriges Durchsuchen.

So durchsuchen Sie Dateisystemdaten und stellen sie auf einem Clientcomputer wieder her

1.

Klicken Sie mit der rechten Maustaste im CommCell Browser auf den Sicherungssatz, dessen Daten Sie durchsuchen möchten, und klicken Sie anschließend im Kontextmenü auf Browse Backup Data .

2.

Wählen Sie im Dialogfeld Browse Options die gewünschten Optionen für das Durchsuchen aus.

3.

Wählen Sie im Dialogfeld Advanced Browse Options zusätzliche Optionen zum Durchsuchen aus.

4.

Öffnen Sie im Dialogfeld Browse in der Strukturansicht File System die Struktur des Dateisystems.

5.

Wählen Sie im Dialogfeld Browse die wiederherzustellenden Dateien beziehungsweise Verzeichnisse aus, und klicken Sie dann auf Restore All Selected .

6.

Wählen Sie im Dialogfeld Restore Options die gewünschten Wiederherstellungsoptionen aus.

7.

Wenn Sie zusätzliche Wiederherstellungsoptionen auswählen möchten, klicken Sie auf Advanced und wählen die gewünschten Optionen aus.

8.

Nach Auswahl der Wiederherstellungsoptionen wird die Statusanzeige angezeigt, und die Wiederherstellung der Daten wird gestartet. Beobachten Sie die Statusanzeige, um den Wiederherstellungsvorgang zu überwachen. Wenn Sie denselben Sicherungssatz noch einmal durchsuchen möchten, möglicherweise unter Verwendung anderer Schwellenwerte für die Suchzeit, klicken Sie im Dialogfeld Browse auf New Browse .

Wiederherstellen von Systemdatenbanken

Der Systemstatus wird immer in seiner Gesamtheit mit einer vollständigen Sicherung gesichert, unabhängig von der Art der ausgeführten Dateisicherung. Beispielsweise wird bei einer inkrementellen Sicherung des Standardsubclients eine inkrementelle Sicherung des Dateisystems und eine vollständige Sicherung des Systemstatus ausgeführt. Die Systemstatus-Sicherungsdaten umfassen mehrere andere Datenbanken. Da es sich bei diesen anderen Datenbanken um separate Elemente handelt, können sie einzeln ausgewählt und wiederhergestellt werden, ohne dass dazu eine vollständige Wiederherstellung des Systemstatus ausgeführt werden muss. Es folgt eine Aufstellung der Datenbankelemente:

Ereignisprotokolle

Datenbank für den Wechselmediendienst

Terminalserver-Datenbank

Kontingentinformationen

Inhaltsindexkataloge

Wenn Sie eine Wiederherstellung der Systemdatenbanken durchführen, können Sie auswählen, welche dieser Elemente wiederhergestellt werden sollen. Diese Datenbanken stehen nur für eine Wiederherstellung zur Verfügung, wenn sie zuvor installiert und gesichert wurden.

So stellen Sie die Systemdatenbanken wieder her

1.

Klicken Sie mit der rechten Maustaste im CommCell Browser auf den Sicherungssatz, der die wiederherzustellenden Systemdatenbanken enthält, und klicken Sie anschließend auf Restore System Databases .

2.

Übernehmen Sie im Dialogfeld Restore System Databases Options die Standardeinstellungen, oder ändern Sie die Optionsauswahl.

3.

Klicken Sie auf OK . Der Auftrag zum Wiederherstellen des Systemstatus wird initiiert. Einige Dienste werden möglicherweise unterbrochen, während die Datenbanken wiederhergestellt werden. Stellen Sie nach Abschluss des Wiederherstellungsvorgangs sicher, dass die Dienste wieder in den Onlinestatus versetzt werden.

Durchsuchen und Wiederherstellen von Dateiversionen

Im Dialogfeld Browse/Restore können Sie verschiedene gesicherte Versionen derselben Datei durchsuchen und eine beliebige Version der Datei oder alle Versionen der Datei wiederherstellen. Wenn Sie alle Dateiversionen gleichzeitig wiederherstellen, fügt Galaxy jeweils eine unterschiedliche Zahl an den Dateinamen an, so dass jede Version eindeutig bleibt.

Bevor Sie mit dem Durchsuchen und Wiederherstellen von Dateiversionen beginnen, sollten Sie Folgendes beachten:

Wenn Sie planen, mehrere Versionen derselben Datei einzeln wiederherzustellen, müssen Sie diese an verschiedenen Speicherorten wiederherstellen, um ein Überschreiben der Dateien zu verhindern.

Wenn die vollständige Sicherungstransparenz aktiviert ist, werden beim Durchsuchen alle Versionen der ausgewählten Dateien zurückgegeben. In der Standardeinstellung werden jedoch beim Durchsuchen nur die Dateien zurückgegeben, die noch Teil der letzten vollständigen Sicherung sind (vollständige Sicherungstransparenz ist deaktiviert). Wenn Sie ältere Versionen abrufen möchten, müssen Sie das Datum im Feld Browse To für das Durchsuchen auf ein Datum vor der letzten vollständigen Sicherung festlegen.

Windows 2000 enthält ein Verzeichnis mit der Bezeichnung Tombstone Lifetime , das den Verzeichnisdienst Active Directory verwendet und eine Standardeinstellung von 60 Tagen aufweist. Wenn Sie Active Directory-Daten wiederherzustellen versuchen, nachdem dieses Datum verstrichen ist, werden die Daten vom System abgelehnt. Stellen Sie keine Daten wieder her, deren Lebensdauer überschritten ist.

So stellen Sie eine Version einer Datei wieder her

1.

Klicken Sie mit der rechten Maustaste im CommCell Browser auf den Sicherungssatz, der die zu durchsuchenden Dateien enthält, und klicken Sie anschließend im Kontextmenü auf Browse Backup Data .

2.

Wählen Sie im Dialogfeld Browse Options die gewünschten Optionen für das Durchsuchen aus.

3.

Wählen Sie im Dialogfeld Advanced Browse Options zusätzliche Optionen zum Durchsuchen aus.

4.

Öffnen Sie im Dialogfeld Browse in der Strukturansicht File System die Struktur des Dateisystems.

5.

Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Datei, deren Versionen Sie durchsuchen möchten, und klicken Sie dann auf View All Versions .

6.

Klicken Sie im angezeigten Fenster auf die wiederherzustellende Dateiversion, und klicken Sie dann auf Restore .

7.

Wählen Sie im Dialogfeld Restore Options die gewünschten Wiederherstellungsoptionen aus.

8.

Wenn Sie zusätzliche Wiederherstellungsoptionen auswählen möchten, klicken Sie auf Advanced und wählen die gewünschten Optionen aus.

9.

Nach Auswahl der Wiederherstellungsoptionen wird die Statusanzeige angezeigt, und die Wiederherstellung der Daten wird gestartet. Beobachten Sie die Statusanzeige, um den Wiederherstellungsvorgang zu überwachen.

Wenn Sie eine andere Version derselben Datei wiederherstellen möchten, wiederholen Sie diesen Vorgang beginnend mit Schritt 6. Wenn Sie die Versionen anderer Dateien durchsuchen möchten, wiederholen Sie den gesamten Vorgang.

So stellen Sie alle Versionen einer Datei wieder her

1.

Klicken Sie mit der rechten Maustaste im CommCell Browser auf den Sicherungssatz, der die zu durchsuchenden Dateien enthält, und klicken Sie anschließend im Kontextmenü auf Browse Backup Data .

2.

Wählen Sie im Dialogfeld Browse Options die gewünschten Optionen zum Durchsuchen aus, und klicken Sie auf OK .

3.

Wählen Sie im Dialogfeld Advanced Browse Options zusätzliche Optionen zum Durchsuchen aus.

4.

Öffnen Sie im Dialogfeld Browse in der Strukturansicht File System die Struktur des Dateisystems.

5.

Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Datei, deren Versionen Sie wiederherstellen möchten, und klicken Sie dann auf Restore All Versions .

6.

Wählen Sie im Dialogfeld Restore Options die gewünschten Wiederherstellungsoptionen aus.

7.

Wenn Sie zusätzliche Wiederherstellungsoptionen auswählen möchten, klicken Sie auf Advanced und wählen die gewünschten Optionen aus.

8.

Nach Auswahl der Wiederherstellungsoptionen wird die Statusanzeige angezeigt, und die Wiederherstellung der Daten wird gestartet. Beobachten Sie die Statusanzeige, um den Wiederherstellungsvorgang zu überwachen.

Wiederherstellen von Daten auf einem verbundenen Netzlaufwerk

Mit Galaxy können Sie Daten auf den verbundenen Netzlaufwerken eines Clientcomputers wiederherstellen. Die wiederhergestellten Daten nehmen die Zugriffseigenschaften der Zielfreigabe an.

Vor Beginn müssen Sie sich darüber im Klaren sein, dass es sich bei verbundenen Netzlaufwerken um Freigabeverzeichnisse in Windows handelt (das heißt um Freigaben), die sich auf einem anderen Computer im Netzwerk befinden. Aus Gründen der Datensicherheit verfügen diese Freigaben über Zugriffsrechte, durch die festgelegt wird, welche Benutzer und Dienste auf die Freigabe zugreifen können und mit welchen Rechten der Zugriff gewährt wird. Wenn Ihr Windows-Konto nicht über die Rechte zum Schreiben von Daten auf der Freigabe verfügt, müssen Sie den Benutzernamen und das Kennwort eines Windows-Kontos angeben können, das über diese Rechte verfügt. Außerdem müssen Sie sicherstellen, dass die Windows-Freigabe, auf der die Daten wiederhergestellt werden sollen, als verbundenes Netzlaufwerk vom Zielcomputer aus zugänglich ist.

So stellen Sie Daten auf einem verbundenen Netzlaufwerk wieder her

1.

Klicken Sie mit der rechten Maustaste im CommCell Browser auf den Sicherungssatz, dessen Daten Sie durchsuchen möchten, und klicken Sie anschließend im Kontextmenü auf Browse Backup Data .

2.

Wählen Sie im Dialogfeld Browse Options die gewünschten Optionen für das Durchsuchen aus.

3.

Wählen Sie im Dialogfeld Advanced Browse Options zusätzliche Optionen zum Durchsuchen aus.

4.

Öffnen Sie im Dialogfeld Browse in der Strukturansicht File System die Struktur des Dateisystems.

5.

Wählen Sie im Dialogfeld Browse die wiederherzustellenden Dateien beziehungsweise Verzeichnisse aus, und klicken Sie dann auf Restore All Selected .

6.

Wählen Sie im Dialogfeld Restore Options die gewünschten Wiederherstellungsoptionen aus.

7.

Stellen Sie sicher, dass es sich bei dem Zielcomputer um den Computer handelt, der über das verbundene Laufwerk verfügt, und nicht um den Computer, der über die Freigabe verfügt. Wenn die Daten nicht ursprünglich vom verbundenen Laufwerk stammen, müssen Sie außerdem im Feld Restore to Same Paths den Zielpfad eingeben. Beginnen Sie dabei mit dem Laufwerkbuchstaben des verbundenen Laufwerks, zum Beispiel: H:\Verkauf\Monatsberichte .

8.

Wenn Sie zusätzliche Wiederherstellungsoptionen auswählen möchten, klicken Sie auf Advanced und wählen die gewünschten Optionen aus.

9.

Wenn Sie über keine Änderungsberechtigungen für die Freigabe verfügen, auf der die Daten wiederhergestellt werden sollen, müssen Sie zum Dialogfeld Advanced Restore Option wechseln, die Option Impersonate NT User auswählen und den Anmeldenamen sowie das Kennwort eines Windows-Kontos angeben, das über diese Berechtigungen verfügt. Ohne diese Berechtigungen können die Daten nicht auf der ausgewählten Freigabe wiederhergestellt werden. Wenn Sie auf der Freigabe eine Datei kopieren oder erstellen können, können Sie in der Regel auch Daten auf der Freigabe wiederherstellen, ohne diese Option auswählen zu müssen.

Hinweis: Wenn das Benutzerkonto als Domänenbenutzerkonto eingerichtet wurde, müssen Sie einen vollqualifizierten Benutzernamen (zum Beispiel Domänenname \ Benutzername , wobei Domänenname der Name der Domäne ist und Benutzername der Name des Benutzers) sowie ein Kennwort eingeben.

10.

Nach Auswahl der Wiederherstellungsoptionen wird die Statusanzeige angezeigt, und die Wiederherstellung der Daten wird gestartet. Beobachten Sie die Statusanzeige, um den Wiederherstellungsvorgang zu überwachen.

Wiederherstellen von Daten ohne vorheriges Durchsuchen

Wenn Ihnen der Pfad der wiederherzustellenden Daten bekannt ist, können Sie sie ohne vorheriges Durchsuchen wiederherstellen. Dieses Verfahren eignet sich besonders, wenn Sie Daten aus einem einzelnen Pfad wiederherstellen möchten. Wenn Sie Daten aus mehreren Pfaden wiederherstellen möchten, müssen Sie sie im Fenster Browse auswählen.

So stellen Sie Daten ohne vorheriges Durchsuchen wieder her

1.

Klicken Sie mit der rechten Maustaste im CommCell Browser auf den Sicherungssatz, der die wiederherzustellenden Daten enthält, und klicken Sie anschließend auf Restore .

2.

Geben Sie im Dialogfeld Restore den Pfad der wiederherzustellenden Daten ein. Beachten Sie, dass Galaxy nicht mehrere Kopien von bereitgestellten Daten wiederherstellt. Falls eine Sicherung mehr als einen Bereitstellungspunkt für dasselbe Laufwerk enthält, werden die Daten von Galaxy nur einmal gesichert. Um Daten auf bereitgestellten Datenträgern wiederherzustellen, müssen Sie den Pfad des ersten Punktes angeben, der für das Laufwerk bereitgestellt wurde.

3.

Wählen Sie im Dialogfeld Restore Options die gewünschten Wiederherstellungsoptionen aus.

4.

Wenn Sie zusätzliche Wiederherstellungsoptionen auswählen möchten, klicken Sie auf Advanced , und wählen Sie im Dialogfeld die gewünschten Optionen aus.

5.

Nach Auswahl der Wiederherstellungsoptionen wird die Statusanzeige angezeigt, und die Wiederherstellung der Daten wird gestartet.

Suchen einer Datei oder eines Verzeichnisses

Sie können in den Sicherungsarchiven nach einem beliebigen Datei- oder Verzeichnisnamen oder einem Namensmuster suchen. Suchen und Durchsuchen sind ähnliche Vorgänge. Bei einem Suchvorgang können Sie mithilfe des Systems Dateien oder Verzeichnisse mit bestimmten Namen oder Benennungsmuster auffinden.

Bei der Suche werden eine Reihe von Platzhalterzeichen unterstützt (zum Beispiel "*" und "?"), mit denen der Suchbereich erweitert oder eingeschränkt werden kann. Die unterstützten Platzhalterzeichen werden später in diesem Modul unter "Verwenden von Platzhalterausdrücken beim Wiederherstellen von Daten" aufgeführt und erläutert.

So suchen Sie eine Datei oder ein Verzeichnis

1.

Klicken Sie mit der rechten Maustaste im CommCell Browser auf den Sicherungssatz, der die zu suchenden Daten enthält, und klicken Sie anschließend auf Browse Backup Data .

2.

Wählen Sie im Dialogfeld Browse Options die gewünschten Optionen für das Durchsuchen aus.

3.

Wählen Sie im Dialogfeld Advanced Browse Options zusätzliche Optionen zum Durchsuchen aus.

4.

Klicken Sie im Dialogfeld Browse mit der rechten Maustaste auf den Sicherungssatz, und klicken Sie anschließend auf Find .

5.

Geben Sie im Dialogfeld Find den Namen oder das Platzhaltermuster für die zu suchende Datei oder das zu suchende Verzeichnis an. In der Standardeinstellung wird im Feld Look In der in Schritt 1 ausgewählte Sicherungssatz angegeben. Wenn die Sicherungen eines anderen Sicherungssatzes auf demselben Clientcomputer durchsucht werden sollen, können Sie in diesem Feld einen anderen Sicherungssatz auswählen.

6.

Um weitere Funktionen anzuwenden, klicken Sie auf die Registerkarte Time Range . Auf dieser Registerkarte können Sie folgende Optionen auswählen:

Search from the latest backup data
Wenn diese Option ausgewählt ist, durchsucht Galaxy alle Sicherungen bis zur aktuellsten Sicherung nach den angegebenen Daten. (Diese Option ist in der Standardeinstellung ausgewählt.) Wenn sie deaktiviert ist, durchsucht Galaxy alle Sicherungen bis zum angegebenen Zeitpunkt nach den angegebenen Daten.

Image Browsing
Wenn diese Option ausgewählt ist, sucht Galaxy nach den angegebenen Daten auf Grundlage des Datenabbilds, das zu den angegebenen Durchsuchungszeiten vorhanden war. Wenn sie deaktiviert ist, sucht Galaxy nach den angegebenen Daten auf Grundlage aller jemals gesicherten Daten ab den angegebenen Durchsuchungszeiten. Dies wird als abbildloses Durchsuchen bezeichnet.

Advanced
Bietet Zugriff auf das Dialogfeld Advanced Browse Options , in dem Sie den Bereich für den Suchvorgang einschränken können.

7.

Nachdem Sie die Suchoptionen ausgewählt haben, klicken Sie auf Find Now .

8.

Wenn die Dateien oder Verzeichnisse angezeigt werden, die mit dem angegebenen Namen oder Muster übereinstimmen, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den gewünschten Datei- oder Verzeichnisnamen, und führen Sie einen der folgenden Vorgänge aus:

Restore - Wiederherstellen der Datei oder des Verzeichnisses.

View all Versions - Anzeigen aller Versionen der ausgewählten Datei (nicht verfügbar für Verzeichnisse).

Restore all Versions - Wiederherstellen aller Versionen der ausgewählten Datei (nicht verfügbar für Verzeichnisse).

Filtern von Daten aus Wiederherstellungen

Im Dialogfeld Advanced Restore Operations können Sie Dateien, Verzeichnisse und Dateinamenmuster angeben, die Sie aus den Wiederherstellungsdaten filtern möchten.

So filtern Sie Daten einer Wiederherstellung

1.

Das Dialogfeld Restore Option wird geöffnet, wenn Sie einen Sicherungssatz durchsuchen oder wiederherstellen.

2.

Klicken Sie im Dialogfeld Restore Option auf Advanced .

3.

Geben Sie im Fenster im Bereich Filter Paths die Dateien, Verzeichnisse und Dateinamenmuster ein, nach denen Sie filtern möchten. Klicken Sie auf Add , um die Filtereinträge hinzuzufügen. Jeder Eintrag muss als vollständiger Pfad angegeben werden und ein untergeordnetes Objekt des Bereichs für Quellpfade sein. Einträge mit Platzhaltern müssen als vollständige Pfade angegeben werden (zum Beispiel C:\Test\*.dll ).

4.

Der Wiederherstellungsfilter unterstützt folgende Platzhalterzeichen. Um mehr Ergebnisse zu erhalten, können Sie ein Sternchen ("*") oder ein Fragezeichen ("?") verwenden. Das Sternchen steht für eine beliebige Anzahl an Zeichen und das Fragezeichen für genau ein beliebiges Zeichen. Sie können in einem Ausdruck auch eine Kombination von Platzhaltern verwenden (zum Beispiel access?.h* ).

Verwenden von Platzhalterausdrücken beim Wiederherstellen von Daten

In Galaxy können Sie bei einer Wiederherstellung von Daten Platzhalterausdrücke verwenden. Sie können die Daten direkt wiederherstellen oder sie zuerst durchsuchen und anschließend wiederherstellen. Diese Funktion ermöglicht, Dateien und/oder Verzeichnisse wiederherzustellen, die einer allgemeinen Namenskonvention folgen (zum Beispiel Msde2.doc und Msj4j.doc ). In Tabelle 20 werden die unterstützten Platzhalterzeichen aufgelistet.

Tabelle 20: Unterstützte Platzhalterzeichen

Platzhalter Bedeutung

*

Eine beliebige Anzahl beliebiger Zeichen (zum Beispiel *.doc)
Jeder Dateiname mit der Erweiterung ".doc" (zum Beispiel status.doc , mission.doc ).
Jeder Dateiname, der mit dem Buchstaben "a" beginnt und die Erweiterung ".dll" hat (zum Beispiel alsvc.dll , advdcc.dll ).

?

Ein beliebiges Zeichen (zum Beispiel access?).
Jeder Dateiname, der mit dem Wort "access" beginnt und dem ein beliebiges Zeichen folgt (zum Beispiel access1 , access5 ).

[ ]

Ein Zeichenbereich.(zum Beispiel [ei]nsure.doc)
Jeder Dateiname, der mit dem Ausdruck "nsure.doc" endet und mit einem der Buchstaben "e" oder "i" beginnt (zum Beispiel ensure.doc , insure.doc ). [a-m].doc
Jeder Dateiname, der die Erweiterung ".doc" hat und mit einem Buchstaben aus dem Bereich von "a" bis "m" beginnt.

[! ]

Die Umkehrung eines Zeichenbereichs (zum Beispiel [!ei]nsure.doc)
Jeder Dateiname, der mit dem Ausdruck "nsure.doc" endet, jedoch nicht mit einem der Buchstaben "e" oder "i" beginnt (zum Beispiel unsure.doc ).

**

Jede beliebige Verzeichnisebene (zum Beispiel C:\**\Move.cpp ).
Die Datei Move.cpp , die sich in einer beliebigen Verzeichnisebene auf Laufwerk C: (zum Beispiel C:\info\com\Move.cpp ) befindet.

Wenn Sie den Ausdruck ohne Pfad angeben (zum Beispiel *.doc ), sucht Galaxy nach allen Daten des Sicherungssatzes, die den Ausdruck erfüllen, und gibt diese zurück. Indem Sie dem Ausdruck einen Pfad voranstellen, können Sie den Bereich der wiederherzustellenden Daten eingrenzen. Wenn Sie beispielsweise C:\Eigene Dateien\*.doc angeben, werden nur die Dateien und Verzeichnisse wiederhergestellt, die sich im Verzeichnis C:\Eigene Dateien befinden und die Erweiterung .doc haben.

Wenn Sie bei der Wiederherstellung von Verzeichnissen ein Platzhaltermuster angeben, das dem Namen eines Verzeichnisses entspricht, stellt Galaxy das Verzeichnis wieder her, jedoch nicht den Verzeichnisinhalt. Wenn Ihre Platzhalterzeichenfolge für die Wiederherstellung tem? lautet, stellt Galaxy alle Daten wieder her, deren Name aus einer vier Zeichen langen Zeichenfolge besteht, die mit den Buchstaben "t", "e" und "m" beginnt. Wenn es ein Verzeichnis gibt, dessen Name diesem Kriterium entspricht (zum Beispiel C:\Temp ), wird nur das Verzeichnis wiederhergestellt. Es werden keine in C:\Temp enthaltenen Dateien oder Unterverzeichnisse wiederhergestellt.

In Galaxy können Sie, neben der Auswahl von Daten mithilfe von Platzhalterausdrücken, bestimmte Daten für eine Wiederherstellung auswählen. Dieses Vorgehen wird als Wiederherstellung im gemischten Modus bezeichnet. Im Allgemeinen führt eine Wiederherstellung im gemischten Modus dazu, dass Galaxy sowohl die ausgewählten Daten als auch solche Daten wiederherstellt, die den Platzhalterausdrücken entsprechen, mit einer wichtigen Ausnahme: Alle wiederherzustellenden Verzeichnisse, unabhängig davon, ob sie direkt angegeben beziehungsweise ausgewählt wurden oder lediglich einem Platzhalterausdruck entsprechen, werden ohne ihre Inhalte wiederhergestellt (das heißt jedes wiederherzustellendes Verzeichnis wird auf die gleiche Weise behandelt, als ob das Verzeichnis als Ergebnis eines Platzhalterausdrucks wiederhergestellt wird).

Verwenden von Platzhaltern beim direkten Wiederherstellen von Daten

Mit dieser Methode können Sie die Daten am schnellsten wiederherstellen, da Sie die Sicherungsdaten nicht erst durchsuchen müssen. Sie benötigen jedoch genaue Kenntnisse über die Organisation der Daten, die Sie wiederherstellen möchten.

So stellen Sie Daten mit Platzhaltern direkt wieder her

1.

Klicken Sie mit der rechten Maustaste im CommCell Browser auf den Sicherungssatz, der die wiederherzustellenden Daten enthält, und klicken Sie anschließend auf Restore .

2.

Geben Sie im Dialogfeld Restore den Platzhalterausdruck ein, der den wiederherzustellenden Daten entspricht. Geben Sie für die umfangreichste Wiederherstellung keinen Pfad an. Um den Bereich einer Wiederherstellung einzugrenzen, sollten Sie dem Ausdruck einen Pfad voranstellen.

3.

Wählen Sie im Dialogfeld Restore Options die gewünschten Wiederherstellungsoptionen aus.

4.

Optional können Sie auf Advanced klicken, um das Dialogfeld zum Aktivieren zusätzlicher Funktionen zu öffnen (zum Beispiel um einen weiteren Platzhalterausdruck oder einen bestimmten Pfad für die Wiederherstellung anzugeben). Wenn Sie bestimmte Datenpfade und Platzhalterausdrücke angeben (Wiederherstellung im gemischten Modus), informiert Sie Galaxy, dass alle in diesem Vorgang wiederhergestellten Verzeichnisse leer wiederhergestellt werden.

5.

Nach Auswahl der Wiederherstellungsoptionen wird die Statusanzeige angezeigt, und die Wiederherstellung der Daten wird gestartet.

Verwenden von Platzhaltern beim Durchsuchen und Wiederherstellen von Daten

Diese Methode der Datenwiederherstellung verwendet die Funktion zum Durchsuchen von Daten. Diese Funktion kann hilfreich sein, wenn Ihnen genaue Kenntnisse über die Organisation der Daten fehlen, die Sie wiederherstellen möchten.

So durchsuchen Sie Daten mit Platzhaltern und stellen diese wieder her

1.

Klicken Sie mit der rechten Maustaste im CommCell Browser auf den Sicherungssatz, der die wiederherzustellenden Daten enthält, und klicken Sie anschließend auf Browse Backup Data .

2.

Wählen Sie im Dialogfeld Browse Options die gewünschten Optionen zum Durchsuchen aus. In diesem Vorgang ist das Feld Client Computer nicht verfügbar, da es bereits im ersten Schritt bei der Auswahl des Sicherungssatzes festgelegt wurde.

3.

Wählen Sie im Dialogfeld Advanced Browse Options zusätzliche Optionen zum Durchsuchen aus.

4.

Öffnen Sie im Dialogfeld Browse in der Strukturansicht File System die Struktur des Dateisystems.

5.

Wählen Sie im Dialogfeld Browse die wiederherzustellenden Daten aus, und klicken Sie dann auf Restore All Selected . Sie müssen Daten im Dialogfeld Browse auswählen, auch wenn Sie Daten nur mit einem Platzhalterausdruck wiederherstellen möchten. Wenn Sie keine Daten (keine einzige Datei) auswählen, wird das Dialogfeld Advanced Restore Option nicht geöffnet, und Sie können keinen Platzhalterausdruck eingeben. Sie haben immer die Möglichkeit, die Datenauswahl zu löschen, wie weiter unten in diesem Verfahren beschrieben.

6.

Wählen Sie im Dialogfeld Restore Options die gewünschten Wiederherstellungsoptionen aus, und klicken Sie dann auf Advanced . Im Dialogfeld Advanced Restore Option wird im Bereich Source Paths der Pfad der in Schritt 5 ausgewählten Daten angezeigt.

7.

Führen Sie im Dialogfeld Advanced Restore Option einen oder beide folgenden Schritte aus:

Um die von Ihnen im Dialogfeld Browse vorgenommene Datenauswahl zu löschen, wählen Sie im Bereich Source Paths den betreffenden Eintrag aus und klicken auf Delete .

Um einen Platzhalterausdruck für die Wiederherstellung oder einen bestimmten Pfad anzugeben, klicken Sie im Bereich Source Paths auf Add . Geben Sie im Dialogfeld Enter Path den Ausdruck oder Pfad ein, und klicken Sie anschließend auf OK .

Wiederholen Sie diese Schritte, um weitere Platzhalterausdrücke einzugeben.

8.

Wählen Sie im Dialogfeld Advanced Restore Option die gewünschten erweiterten Wiederherstellungsoptionen aus, und klicken Sie auf OK . Wenn Sie bestimmte Datenpfade und Platzhalterausdrücke angeben (Wiederherstellung im gemischten Modus), informiert Sie Galaxy, dass alle in diesem Vorgang wiederhergestellten Verzeichnisse leer wiederhergestellt werden.

9.

Klicken Sie im Dialogfeld auf OK .

10.

Nach Auswahl der Wiederherstellungsoptionen wird die Statusanzeige angezeigt, und die Wiederherstellung der Daten wird gestartet. Beobachten Sie die Statusanzeige, um den Wiederherstellungsvorgang zu überwachen.

iDataAgent für Datenbanken für Exchange 2000 Server

Mit dem iDataAgent für Exchange 2000 Server können Daten auf verschiedene Arten gesichert und wiederhergestellt werden.

Verwenden von Subclients zum Einrichten von parallelen Sicherungen

Sie können eine vollständige Instanz schneller sichern, indem Sie einen Zeitplan mit mehreren Subclients für die gleichzeitige Sicherung erstellen, so dass die Sicherungen parallel ablaufen und weniger Zeit in Anspruch nehmen als ohne Aufteilung des Instanzclients in getrennte Subclients. Um die Sicherungen auf den Subclients jedoch parallel ausführen zu können, müssen sie so konfiguriert sein, dass sie entweder verschiedene Speicherrichtlinien oder eine Speicherrichtlinie verwenden, die so konfiguriert ist, dass sie mindestens über die Anzahl an Datenströmen verfügt, die insgesamt für alle parallel zu sichernden Subclients erforderlich ist. Wenn für verschiedene Subclients dieselbe Speicherrichtlinie angegeben ist und in dieser nicht genügend Datenströme eingerichtet sind, treten Ressourcenkonflikte bei den Mediengruppen auf, und die Sicherung der konkurrierenden Subclients wird seriell ausgeführt.

Wiederherstellungen

Wiederherstellungen zählen zu den Hauptfunktionen des Galaxy-Systems. Galaxy bietet zwei allgemeine Vorgänge, die Sie beim Abrufen gesicherter Daten unterstützen: Durchsuchen und Wiederherstellen. Beim Durchsuchen wird Ihnen vor der Wiederherstellung der Daten ermöglicht, die Datenbankelemente anzuzeigen, die für einen Exchange 2000 ausführenden Clientcomputer gesichert wurden. So können Sie die wiederherzustellenden Elemente auf einfache Weise identifizieren. Bei der Wiederherstellung werden die Datenbankelemente anschließend vom Sicherungsmedium abgerufen und wiederhergestellt.

Durchsuchen von Daten

Beim Durchsuchen erhalten Sie eine Momentaufnahme der Datenbanken, die von iDataAgent für Exchange 2000 Server gesichert wurden. Hierzu werden die Indexdateien der entsprechenden Subclients abgerufen. Die Ergebnisse werden an die CommCell-Konsole zurückgegeben, die die Datenbanken auf dem ausgewählten gesicherten Subclient anzeigt. Sie können in der Anzeige der CommCell-Konsole einige oder alle Daten auswählen und anschließend wiederherstellen.

Wiederherstellen von Daten

Bei der Wiederherstellung werden die Daten abgerufen, die Sie in der CommCell-Konsole ausgewählt haben. Das Galaxy-System stellt leistungsfähige Wiederherstellungsoptionen bereit, mit denen Sie die Wiederherstellung auf ausgewählte Daten eingrenzen können. Um die Daten richtig angeben zu können, ist ein grundlegendes Verständnis der Vorgänge während einer Datenbankwiederherstellung erforderlich. Die verschiedenen Umstände, unter denen die Wiederherstellung stattfinden kann, werden in den folgenden Absätzen beschrieben.

Durchsuchungs- und Wiederherstellungsszenarien

Der iDataAgent für Datenbanken für Exchange 2000 Server ermöglicht Ihnen, den Inhalt und die Organisation der Daten zu durchsuchen und wiederherzustellen, die durch Standardsicherungsvorgänge gesichert wurden. Beim Durchsuchen werden alle Datenbanksicherungen von iDataAgent aus einem angegebenen Zeitraum angezeigt. Bei einer Wiederherstellung werden einige oder alle der ausgewählten Datenbanken wiederhergestellt.

Datenbankabruf

Wenn Sie Daten durchsuchen oder wiederherstellen, gibt das System in der Standardeinstellung die gewünschten Daten auf Grundlage der neuesten verfügbaren Sicherungen zurück. Im Normalfall sind das die vom Benutzer gewünschten Informationen. Das System verwendet als gültiges Datum das aktuelle Datum und die aktuelle Uhrzeit.

Einschränkungen durch die Standardeinstellungen der Vorgänge Durchsuchen und Wiederherstellen

Die Standardeinstellungen für die Wiederherstellung (also die Wiederherstellung von Daten aus dem aktuellen vollständigen Sicherungszyklus) sind möglicherweise nicht immer ausreichend. Mit diesen Einstellungen kann nur die neueste Version einer Datenbank wiederhergestellt werden. Weiterhin ist zu beachten, dass Daten, die vor der letzten vollständigen Sicherung gelöscht wurden, im Standardmodus nicht wiederhergestellt werden können.

Das Galaxy-System bietet verschiedene Wiederherstellungsoptionen, die die Wiederherstellungsfunktionen erweitern und eine Steuerung der Such- und Abrufvorgänge gestatten. Diese Optionen werden in den folgenden Abschnitten behandelt.

Steuern des Intervalls der Durchsuchungszeit

Beim Durchsuchen steht Ihnen die Option To zur Verfügung, die es Ihnen ermöglicht, den Ausgangspunkt des Datenabrufs zu steuern. Bei der Suche werden alle Daten vor dem unter To angegebenen Zeitpunkt durchsucht. Diese Funktion kann zum Wiederherstellen der folgenden Objekte nützlich sein:

Eine vorherige Version einer Datenbank

Die Inhalte einer Datenbank zu einem früheren Datum

Daten, die vor der letzten Sicherung gelöscht wurden

Angabe der Tageszeit

Unter To kann nicht nur das Datum, sondern auch eine genaue Tageszeit angegeben werden. Sie sollten die Uhrzeit angeben, um eine Sicherung zu isolieren, die an einem Tag mit mehreren Sicherungen stattgefunden hat. Dieser Zustand kann auch vorliegen, wenn ein Zeitplan mit nur einer Sicherung pro Tag erstellt wurde. Beispielsweise könnte eine Person, zusätzlich zur Sicherung nach Zeitplan, eine Sicherung bei Bedarf gestartet haben. Außerdem kann eine Sicherung, je nach Größe und der geplanten Startzeit, vor Mitternacht begonnen und erst am nächsten Tag beendet worden sein. Das Galaxy-System richtet sich bei der Aufnahme von Sicherungen in eine Suche nach der Uhrzeit, zu der eine Sicherung abgeschlossen wurde. Mit der Option To wird das Galaxy-System veranlasst, die Datensuche mit der letzten Sicherung zu beginnen, die vor dem angegeben Datum und der angegeben Uhrzeit abgeschlossen wurde.

Wiederherstellungen nach Zeitplan

Wenn Sie Daten wiederherstellen, benötigen Sie die Daten meist sofort. Es kann jedoch auch vorkommen, dass Sie die Daten nicht sofort benötigen.

Durch das Einrichten eines Zeitplanes können Sie Wiederherstellungen planen. Wie bei einer Sicherung nach Zeitplan müssen auch geplante Wiederherstellungen nicht manuell gestartet werden. Diese Funktion ist besonders dann sinnvoll, wenn Sie eine große Datenmenge wiederherstellen möchten, dies jedoch bevorzugt zu einer Zeit, zu der der Clientcomputer (der Exchange 2000 Server) nicht verwendet wird oder der Netzwerkverkehr gering ist (wenn die Daten werden über ein Netzwerk übertragen werden).

Wiederherstellen von Daten in Exchange 2000 Server

Stellen Sie vor dem Starten von Wiederherstellungen sicher, dass die folgenden Anforderungen erfüllt sind und die genanten Betriebsverfahren durchgeführt wurden.

Systemstatus zuerst wiederherstellen

Wenn Sie die Eigenschaften eines Exchange 2000-Objekts löschen oder ändern, das sich auf Active Directory bezieht, müssen Sie zuerst den Systemstatus wiederherstellen, bevor Sie Daten der Exchange 2000-Datenbank wiederherstellen und das Abrufen des Containers abschließen können. Führen Sie eine nicht autorisierte Wiederherstellung durch. Dadurch wird verhindert, dass die Wiederherstellung die Daten des aktuellen Systemstatus überschreibt. (Bei der Wiederherstellung des Systemstatus werden Exchange-Komponenten und -Informationen in Active Directory wiederhergestellt.)

Sichern nach einer Wiederherstellung

Nachdem Sie eine Wiederherstellung der Exchange 2000-Datenbank durchgeführt haben, ist zuerst eine vollständige Sicherung erforderlich, bevor eine Sicherung nach Zeitplan (inkrementell oder differenziell) erfolgreich durchgeführt werden kann.

So durchsuchen Sie Daten von Exchange 2000 und stellen diese wieder her

1.

Klicken Sie mit der rechten Maustaste im CommCell Browser auf den Exchange 2000-Datenbanksubclient, der die zu durchsuchenden Daten enthält, und klicken Sie anschließend auf Browse Backup Data .

2.

Wählen Sie im Dialogfeld Browse Options die gewünschten Optionen zum Durchsuchen aus.

3.

Wenn Sie einen Zeitraum angeben möchten, klicken Sie zum Anzeigen des Dialogfelds auf Advanced .

4.

Doppelklicken Sie im Dialogfeld Browse/Restore auf Microsoft Information Store , und wählen Sie die Speichergruppen oder Informationsspeicher aus, die Sie wiederherstellen möchten.

5.

Wenn Sie die Auswahl der wiederherzustellenden Objekte abgeschlossen haben, klicken Sie auf Restore All Selected . (Klicken Sie auf New Browse , um die Auswahl für das Durchsuchen zu bearbeiten.)

6.

Wählen Sie im Dialogfeld Restore Options die gewünschten Wiederherstellungsoptionen aus.

7.

Klicken Sie auf Advanced , wenn Sie die Wiederherstellung mit einer ausgewählten Kopiepriorität durchführen möchten. Dadurch wird das Dialogfeld Advanced Restore Options angezeigt.

8.

Nah dem Wiederherstellen der Daten wird eine Bestätigungsmeldung angezeigt. Klicken Sie im Bestätigungsfenster auf OK . Sie können auf Detail klicken, um Informationen zur Wiederherstellung anzuzeigen.

9.

Führen Sie eine vollständige Sicherung der Datenbank durch. Das ist erforderlich, bevor eine erneute Sicherung nach Zeitplan (inkrementell oder differenziell) durchgeführt werden kann.

iDataAgent für Postfächer für Exchange 2000 Server: Wiederherstellungen

Galaxy unterstützt zwei allgemeine Vorgänge zum Abrufen gesicherter Daten: Durchsuchen und Wiederherstellen . Diese Vorgänge werden auf der Sicherungssatzebene durchgeführt. Dadurch wird es Ihnen ermöglicht, Exchange 2000-Daten für einen gesamten Server zu durchsuchen und wiederherzustellen. Der iDataAgent für Postfächer für Exchange 2000 Server bietet Ihnen die Möglichkeit, vollständige Postfächer und einzelne Nachrichten zu durchsuchen und wiederherzustellen.

Durchsuchen von Daten

Beim Durchsuchen erhalten Sie eine Ansicht der Daten, die für einen Client gesichert wurden. Hierzu werden die Indexdateien der entsprechenden Subclients abgerufen. Die Ergebnisse werden an die CommCell-Konsole zurückgegeben, die die gesicherten Postfächer im ausgewählten Sicherungssatz anzeigt. In dieser Strukturansicht können Sie einen Postfachordner auswählen und einzelne gesicherte Nachrichten durchsuchen. Sie können in der Anzeige der CommCell-Konsole einige oder alle Daten auswählen und anschließend wiederherstellen.

Wiederherstellen von Daten

Bei der Wiederherstellung werden die Daten abgerufen, die Sie in der CommCell-Konsole ausgewählt haben. Für den iDataAgent für Postfächer für Exchange 2000 Server ist es nicht erforderlich, die Daten zuerst zu durchsuchen, wenn Sie ein vollständiges Postfach wiederherstellen möchten. Wenn Ihnen der Pfad des Postfachs bekannt ist, das Sie wiederherstellen möchten, können Sie ihn im Dialogfeld Restore eingeben und die Wiederherstellung direkt durchführen.

Das Galaxy-System stellt leistungsfähige Wiederherstellungsoptionen bereit, mit denen Sie die Wiederherstellung auf ausgewählte Daten eingrenzen können. Um die Daten richtig angeben zu können, ist ein grundlegendes Verständnis der Vorgänge erforderlich, die beim Wiederherstellen von Postfächer und Nachrichten durchgeführt werden. In den folgenden Abschnitten wird der Wiederherstellungsvorgang unter verschiedenen Umständen beschrieben.

Durchsuchungs- und Wiederherstellungsszenarien

Beim Durchsuchen und Wiederherstellen werden in der Standardeinstellung Datenabbilder durchsucht. Ein Abbild bezieht sich auf den Inhalt und die Organisation von Exchange 2000-Postfachdaten, die durch Standardsicherungsvorgänge gesichert wurden. Beim Durchsuchen von Abbildern wird die Exchange 2000-Postfachstruktur angezeigt, die zu einem angegebenen Zeitpunkt vorhanden war. Bei einer Abbildwiederherstellung werden Exchange 2000-Postfachdaten oder ein angegebener Teil davon wiederhergestellt.

Sie können die Postfächer in einem Sicherungssatz, die Ordner in einem Postfach oder die Nachrichten in einem Ordner durchsuchen:

Für vollständige Postfachwiederherstellungen werden bei einer Durchsuchung die Postfachsicherungen angezeigt, die ab einem angegebenen Zeitpunkt für den Sicherungssatz vorhanden sind, und die Wiederherstellung stellt einige oder alle Postfächer des Sicherungssatzes wieder her.

Für Ordnerwiederherstellungen werden bei einer Durchsuchung die Ordnersicherungen angezeigt, die ab einem angegebenen Zeitpunkt für ein Postfach vorhanden sind, und die Wiederherstellung stellt einige oder alle Postfachordner wieder her.

Für Nachrichtenwiederherstellungen werden bei einer Durchsuchung die Nachrichtensicherungen angezeigt, die ab einem angegebenen Zeitpunkt in dem Ordner vorhanden sind, und die Wiederherstellung stellt einige oder alle Nachrichten des Ordners wieder her.

Wenn Sie Daten durchsuchen oder wiederherstellen, gibt das System in der Standardeinstellung die gewünschten Daten auf Grundlage der neuesten verfügbaren Sicherungen zurück. Das System verwendet als gültiges Datum das aktuelle Datum und die aktuelle Uhrzeit. In den folgenden Beispielen wird gezeigt, wie einzelne Postfächer, Ordner und Nachrichten wiederhergestellt werden.

Abrufen eines Postfachs

Nehmen Sie an, dass Sie an einem bestimmten Tag die aktuellste Version eines Postfachs (das entspricht der Standardeinstellung) anfordern möchten. Daraufhin ruft Galaxy die aktuellste Indexdatei ab. Der Index wird nach der aktuellsten Version des Postfachs durchsucht, und das Postfach wird vom Sicherungsmedium abgerufen und auf dem Clientcomputer wiederhergestellt.

Abrufen eines Ordners

Nehmen Sie an, dass Sie an einem bestimmten Tag die Wiederherstellung eines gesamten Postfachs anfordern, wie es in seinem aktuellsten Zustand vorhanden war (das entspricht der Standardeinstellung). Galaxy ruft anhand der aktuellen Indexdatei die zurzeit gültige Kopie jedes Ordners ab, bis alle Ordner wiederhergestellt wurden.

Abrufen von Nachrichten

Nehmen Sie an, dass Sie an einem bestimmten Tag die aktuellste Version einer Nachricht anfordern. Daraufhin ruft Galaxy die aktuellste Indexdatei ab, sucht im Index die aktuellste Version der Nachricht, ruft die Nachricht vom Sicherungsmedium ab und stellt sie auf dem Clientcomputer wieder her.

Einschränkungen durch die Standardeinstellungen der Vorgänge Durchsuchen und Wiederherstellen

Die Standardeinstellungen für die Wiederherstellung (also die Wiederherstellung von Daten aus dem aktuellen vollständigen Sicherungszyklus) sind möglicherweise nicht immer ausreichend. Mit diesen Einstellungen kann nur die neueste Version eines Postfachs, eines Ordners oder einer Nachricht wiederhergestellt werden. Weiterhin ist zu beachten, dass Daten, die vor der letzten vollständigen Sicherung gelöscht wurden, im Standardmodus nicht wiederhergestellt werden können.

Das Galaxy-System bietet verschiedene Wiederherstellungsoptionen, die die Wiederherstellungsfunktionen erweitern und eine Steuerung der Such- und Abrufvorgänge gestatten. Diese Optionen werden in den folgenden Abschnitten behandelt.

Steuern des Intervalls der Durchsuchungszeit

Beim Durchsuchen steht Ihnen die Option To zur Verfügung, die es Ihnen ermöglicht, den Ausgangspunkt des Datenabrufs zu steuern. (Beachten Sie, dass bei der Suche alle Daten vor dem unter To angegebenen Zeitpunkt durchsucht werden.) Diese Funktion kann zum Wiederherstellen der folgenden Objekte nützlich sein:

Eine vorherige Version einer Datenbank

Die Inhalte einer Datenbank zu einem früheren Datum

Daten, die vor der letzten Sicherung gelöscht wurden

Angabe der Tageszeit

Unter To können sowohl das Datum als auch die genaue Tageszeit angegeben werden. Die Angabe der Uhrzeit ist erforderlich, wenn Sie eine Sicherung isolieren möchten, die an einem Tag mit mehreren Sicherungen stattgefunden hat. (Beachten Sie, dass dieser Zustand auch vorliegen kann, wenn ein Zeitplan mit nur einer Sicherung pro Tag erstellt wurde. Beispielsweise könnte eine Person, zusätzlich zur Sicherung nach Zeitplan, eine Sicherung bei Bedarf gestartet haben. Außerdem kann eine Sicherung, je nach ihrer Größe und der geplanten Startzeit, vor Mitternacht begonnen und erst am nächsten Tag beendet worden sein.) Das Galaxy-System richtet sich bei der Aufnahme von Sicherungen in eine Suche nach der Uhrzeit, zu der eine Sicherung abgeschlossen wurde. Mit der Option To wird das Galaxy-System veranlasst, die Datensuche mit der letzten Sicherung zu beginnen, die vor dem angegeben Datum und der angegeben Uhrzeit abgeschlossen wurde.

Durchsuchen von Daten, die vor der aktuellsten vollständigen Sicherung gesichert wurden

Bei den bisher beschriebenen Durchsuchungen wurde die Datensuche durch die aktuellste vollständige Sicherung begrenzt. Es kann jedoch vorkommen, dass Sie Daten durchsuchen möchten, die älter als die aktuellste vollständige Sicherung sind. Sie können auf diese Daten zugreifen, indem Sie unter To ein Datum angeben, das vor dem der vollständigen Sicherung liegt. Beachten Sie, dass mit dem unter To angegebenen Datum der Anfangspunkt für die Datensuche festgelegt wird. Folglich wird die Datensuche im vorherigen vollständigen Sicherungszyklus begonnen, wenn Sie unter To ein Datum angeben, das vor dem der aktuellsten vollständigen Sicherung liegt. Das ist nur zulässig, wenn die Daten in diesem vollständigen Sicherungszyklus nicht abgelaufen sind.

Clientübergreifende Wiederherstellung

In der Standardeinstellung werden Daten von Galaxy auf dem Clientcomputer (Exchange 2000 Server) wiederhergestellt, von dem sie stammen. Bei Bedarf können Sie die Daten auch auf einem anderen Clientcomputer wiederherstellen, sofern auf dem Zielsystem der iDataAgent für Postfächer für Exchange 2000 Server installiert ist. Dies wird Clientübergreifende Wiederherstellung genannt.

Das Wiederherstellungsziel muss auf einem anderen Server liegen, auf dem Exchange 2000 ausgeführt wird und auf dem der iDataAgent für Postfächer für Exchange 2000 installiert ist und ausgeführt wird.

Der Zielserver muss sich in derselben CommCell befinden wie der Server, der gesichert wurde.

Das Postfach muss auf dem Exchange 2000 ausführenden Zielserver vorhanden sein oder erstellt werden, bevor die Wiederherstellung gestartet wird.

Um eine computerübergreifende Wiederherstellung durchzuführen, müssen Sie auf dem Quell- und Zielcomputer über Benutzerverwaltungsrechte für Galaxy-Wiederherstellungen verfügen.

Wenn Sie eine clientübergreifende Wiederherstellung durchführen, werden für die wiederhergestellten Daten die ursprünglichen Exchange 2000-Berechtigungen und die Windows NT-Sicherheitsattribute (Berechtigungen) des übergeordneten Verzeichnisses übernommen.

Wiederherstellungen nach Zeitplan

Wenn Sie Daten wiederherstellen, benötigen Sie die Daten meist sofort. Es kann jedoch auch vorkommen, dass Sie die Daten nicht sofort benötigen.

Durch das Einrichten eines Zeitplanes können Sie Wiederherstellungen planen. Wie bei einer Sicherung nach Zeitplan müssen auch geplante Wiederherstellungen nicht manuell gestartet werden. Diese Funktion ist besonders dann sinnvoll, wenn Sie eine große Datenmenge wiederherstellen möchten, dies jedoch bevorzugt zu einer Zeit, zu der der Clientcomputer (der Exchange 2000 Server) nicht verwendet wird oder der Netzwerkverkehr gering ist (wenn die Daten werden über ein Netzwerk übertragen werden).

Wiederherstellen von Postfachdaten in Exchange 2000

Wiederherstellungen zählen zu den Hauptfunktionen des Galaxy-Systems.

Sie können die Sicherungsdaten (auf den Ebenen Sicherungssatz und Subclient) durchsuchen und so auf die Exchange 2000-Postfächer zugreifen. Die wiederherzustellenden Postfächer, Ordner und Nachrichten können auf diese Weise schnell identifiziert werden.

Das Fenster Browse/Restore ist das Hauptfenster zum Durchsuchen und Wiederherstellen von Daten. Beim Wiederherstellen rufen Sie die Daten von den Sicherungsmedien ab und speichern sie am gewünschten Speicherort.

Die Funktion zum Suchen von Nachrichten stellt ein leistungsstarkes Suchwerkzeug dar, mit dem Sie die Sicherungsarchive nach allen Nachrichten durchsuchen können, die dem angegeben Suchmuster entsprechen. Der Suchvorgang ermöglicht Ihnen das Auffinden von Nachrichten mit bestimmten Benennungsmustern.

Stellen Sie vor dem Starten von Wiederherstellungen sicher, dass die folgenden Anforderungen erfüllt sind und die genannten Betriebsverfahren durchgeführt wurden:

Verwalten von Wiederherstellungsfehlern
Wenn eine Wiederherstellung fehlschlägt und in der Wiederherstellungsliste Einträge vorhanden sind, können im GalaxyAdmin-Postfach (das dem erforderlichen GalaxyAdmin-Profil auf dem Exchange 2000 Server zugeordnet ist) Elemente verbleiben. Öffnen Sie in diesem Fall das GalaxyAdmin-Postfach, und entfernen Sie alle verbliebenen Postfächer, Ordner oder Nachrichten. Achten Sie darauf, dass währenddessen keine Wiederherstellungen durchgeführt oder nach Zeitplan gestartet werden.

Deaktivieren von Speichergrenzen
Stellen Sie vor der Wiederherstellung eines Postfachs, eines Postfachordners oder einer Postfachnachricht sicher, dass keine Speichergrenzen aktiv sind. Andernfalls verhindern die Speichergrenzen ggf. die Wiederherstellung der gesamten Objektliste, auch wenn der Wiederherstellungsauftrag eine erfolgreiche Durchführung meldet.

Im folgenden Verfahren wird beschrieben, wie Sie Speichergrenzen entfernen oder deaktivieren, bevor Sie eine Wiederherstellung durchführen.

So deaktivieren Sie Speichergrenzen

1.

Klicken Sie mit der rechten Maustaste in der Softwarehierarchie von Exchange 2000 Server unter dem Exchange ausführenden Server auf einen Postfach- oder öffentlichen Speicher, und klicken Sie anschließend auf Eigenschaften .

2.

Entfernen oder deaktivieren Sie auf der Registerkarte Grenzwerte alle Speichergrenzen.

Hinweis: Speichergrenzen können für ein einzelnes Postfach gesetzt sein oder den Wert im Dialogfeld Eigenschaften von Speicher verwenden. Deaktivieren Sie auch ggf. für einzelne Postfächer gesetzte Speichergrenzen.

Für diesen Vorgang müssen Sie auf dem Galaxy-System über Benutzerverwaltungsrechte verfügen. Um eine computerübergreifende Wiederherstellung durchzuführen, sind auf dem Quell- und Zielcomputer Benutzerverwaltungsrechte für Galaxy-Wiederherstellungen erforderlich.

So durchsuchen Sie Postfachdaten und stellen diese wieder her

Wenn Sie versuchen, eine große Datenmenge wiederherzustellen (so dass das Sichern des Subclients länger dauert als im Zeitfenster für die Sicherung angegeben), sollten Sie die Wiederherstellung in mehrere kleinere Wiederherstellungen unterteilen oder eine Wiederherstellung der Exchange Server-Datenbank durchführen.

1.

Klicken Sie mit der rechten Maustaste im CommCell Browser auf den Sicherungssatz, dessen Daten Sie durchsuchen möchten, und klicken Sie anschließend auf Browse Backup Data .

2.

Wählen Sie im Dialogfeld die gewünschten Anzeigeoptionen aus.

3.

Wenn Sie einen Zeitraum angeben möchten, klicken Sie auf Advanced , um das Fenster Advanced Options zu öffnen.

4.

Öffnen Sie im Dialogfeld Browse in der Struktur für Postfächer und Ordner die Exchange 2000 Server-Struktur. Wählen Sie die wiederherzustellenden Postfächer, Ordner und/oder Nachrichten aus. Zeigen Sie weitere Seiten oder einzelne Ordnerobjekte an, indem Sie auf Next oder Previous klicken. (Die Anzahl der Objekte pro Seite können Sie im Dialogfeld Browse unter Page Size festlegen.)

5.

Wenn Sie die Auswahl der wiederherzustellenden Objekte abgeschlossen haben, klicken Sie auf Restore All Selected .

6.

Klicken Sie auf New Browse , um das Dialogfeld Browse erneut mit Standardeinstellungen aufzurufen. Verwenden Sie nach Bedarf neue Einstellungen für das Durchsuchen. Anweisungen für die Suche nach bestimmten Objekten finden Sie weiter unten in diesem Modul unter "Suchen und Wiederherstellen eines Objekts in Exchange 2000".

7.

Es wird ein Fenster angezeigt. Wählen Sie die gewünschten Optionen aus, und klicken Sie zum Fortfahren auf OK .

8.

Nach der vollständigen Wiederherstellung der Daten wird eine entsprechende Bestätigungsmeldung angezeigt. Klicken Sie auf OK , um das Meldungsfenster zu schließen, oder klicken Sie auf Detail , um Informationen über die Wiederherstellung anzuzeigen.

Suchen und Wiederherstellen eines Objekts in Exchange 2000

Die Suchfunktion kann zum Suchen von E-Mail-Nachrichten oder anderen Exchange 2000 Server-Objekten (zum Beispiel Kontakten) verwendet werden.

1.

Stellen Sie für das Durchsuchen (wie weiter oben in diesem Modul unter "Wiederherstellen von Postfachdaten in Exchange 2000" beschrieben) die gewünschten Optionen ein.

2.

Klicken Sie im Dialogfeld Browse mit der rechten Maustaste auf den Sicherungssatz, und klicken Sie anschließend auf Find . Sie können den Suchvorgang auch von einem beliebigem Postfach oder Ordner aus starten.

3.

Geben Sie im Dialogfeld Find in den Feldern Subject , From und To die Suchkriterien ein (und aktivieren Sie das Kontrollkästchen neben dem entsprechenden Feld).

4.

Um weitere Funktionen anzuwenden, klicken Sie auf die Registerkarte Time Range .

5.

Wenn Sie die Suchoptionen eingegeben haben, klicken Sie auf Find Now . Während des Suchvorgangs wird von Galaxy eine Suchmeldung unten im Fenster angezeigt. Schließlich werden alle Elemente, die dem angegebenen Namen oder Muster entsprechen, im unteren Bereich des Fensters Find angezeigt.

6.

Klicken Sie in der Liste Find Results mit der rechten Maustaste auf das gewünschte Objekt und anschließend auf Restore .

iDataAgent für SQL Server

iDataAgent für SQL Server 2000 arbeitet auf dieselbe Weise wie die anderen iDataAgents, jedoch mit einigen Ausnahmen.

Datenbanken und Subclients

Für den iDataAgent für SQL Server sind sich Datenbanken und Subclients in der Weise ähnlich, dass es für jede Datenbank einen Subclient gibt. Jede Datenbank enthält einen Standardsubclient. Da jede Datenbank einen Subclient enthält, sind diese beiden Ebenen der Struktur ähnlich. Die Hauptunterschiede liegen in der Funktionalität auf den verschiedenen Ebenen und den Konfigurationsoptionen für die untergeordneten Ebenen. Die Konfigurationsoptionen können im Dialogfeld Properties für die einzelnen Ebenen aufgerufen werden.

Installationsstandards

Bei der Installation werden die drei Systemdatenbanken von Galaxy automatisch konfiguriert: master , msdb und model . Während der Installation können Sie außerdem benutzerdefinierte Datenbanken zum Konfigurieren auswählen. Für jede konfigurierte Datenbank wird im CommCell Browser ein Datenbanksymbol erstellt. Jede Datenbank enthält einen Subclient namens Default .

Außerdem wird bei der Installation für jede Datenbank ein Subclient erstellt. Der Subclient sichert sämtliche Daten aus einzelnen SQL Server-Datenbanken, die durch Galaxy gesichert und durch das Datenbanksymbol angezeigt werden. Das bedeutet, dass Sie mit minimalem Konfigurationsaufwand Sicherungen durchführen können, die die gesamten zu sichernden Daten umfassen. Durch den Subclient erhält die Datenbank Informationen darüber, welche Speicherrichtlinie angewendet werden soll. Es gibt eine Datenbank pro Subclient. Sie können eine Sicherungskopie für eine Datenbank in einer anderen Bibliothek speichern, indem Sie die zugehörige Speicherrichtlinie ändern. Das ist sinnvoll, wenn Sie Sicherungskopien an einem anderen Ort speichern möchten.

Auch die Anzahl der für die Sicherungsvorgänge zu verwendenden Datenströme wird im Subclient angegeben.

Strukturebenen von iDataAgent für SQL Server

In der Strukturansicht von CommCell Browser gibt es für jeden Clientcomputer und jeden iDataAgent auf den einzelnen Clientcomputern einen Knoten. Unterhalb dieser Ebene von iDataAgent befindet sich die Instanzebene. Die Konfigurationseinstellungen auf jeder Ebene wirken sich auf sämtliche untergeordneten Ebenen aus. Das bedeutet, dass die Konfigurationseinstellungen auf iDataAgent-Ebene sich auf die Instanzebene auswirken, und dass Konfigurationseinstellungen auf Instanzebene alle Datenbanken unterhalb der Instanzebene beeinflussen.

Unterstützung für mehrere Instanzen von SQL Server 2000

SQL Server 2000 unterstützt mehrere Instanzen von SQL Server auf einem Clientcomputer.

iDataAgent für SQL Server unterstützt Konfigurationen mit Microsoft SQL Server 7.0 und SQL Server 2000 auf demselben Clientcomputer. Mehrfache Instanzen von SQL Server 2000 auf demselben Clientcomputer (mit oder ohne SQL Server 7.0) werden ebenfalls unterstützt. Eine Instanz von SQL Server 7.0 wird durch ein Symbol für eine Instanz von SQL Server unterhalb des Symbols für iDataAgent im CommCell Browser angezeigt. Jede Instanz von SQL Server 2000 wird durch ein Instanzsymbol unterhalb des Symbols für iDataAgent im CommCell Browser angezeigt. In Abbildung 15 sind diese Symbole dargestellt.

Instanzsymbole von iDataAgent für SQL Server

Abbildung 15
Instanzsymbole von iDataAgent für SQL Server

Verwenden von Subclients zum Einrichten von parallelen Sicherungen

Sie können eine vollständige Instanz schneller sichern, indem Sie mehrere Subclients für die gleichzeitige Sicherung einplanen, so dass die Sicherungen parallel ablaufen und weniger lange dauern als ohne Aufteilung des Instanzclients in getrennte Subclients.

Damit die Subclientsicherungen parallel ablaufen können, müssen sie jedoch für die Verwendung unterschiedlicher Speicherrichtlinien konfiguriert werden, oder für die Speicherrichtlinie müssen mindestens so viele Datenströme wie die erforderliche Gesamtzahl für die Sicherung aller Subclients angegeben werden. Wenn für verschiedene Subclients dieselbe Speicherrichtlinie gültig ist und für diese nicht genügend Datenströme eingestellt sind, treten Konflikte bezüglich der Mediengruppenressourcen auf, und die Sicherungen der konkurrierenden Subclients werden nacheinander ausgeführt.

Regeln zum Löschen von Archiven für iDataAgent für SQL Server

Die Galaxy-Software stellt einen Aufbewahrungszeitraum für Daten bereit. Wenn Daten über die Kopie einer Speicherrichtlinie gesichert werden, bleibt diese entsprechend den Kriterien des zugehörigen Aufbewahrungszeitraums über einen gewissen Zeitraum gültig. Wenn die Schwellenwerte für die Aufbewahrung überschritten sind, können die Daten vom Dienstprogramm zum Löschen des Archivs gelöscht werden.

Durch das Galaxy-Dienstprogramm zum Löschen des Archivs wird die Einhaltung des Aufbewahrungszeitraums für alle Daten in der CommCell sichergestellt. Ihren Angaben entsprechend (entweder geplant oder manuell ausgelöst) werden vom Dienstprogramm zum Löschen des Archivs alle Daten auf die festgelegten Aufbewahrungszeiträume hin überprüft. Wenn Sie das Dienstprogramm zum Löschen des Archivs nicht ausführen, wird die Einhaltung der Aufbewahrungszeiträume nicht durchgesetzt, und die Sicherungsdaten bleiben unbegrenzt gültig. (Die Verwaltung des Dienstprogramms zum Löschen des Archivs wird ausführlich im englischen Handbuch Galaxy CommCell Media Management Administration Guide beschrieben.)

Durch das Löschen von Daten kann die Galaxy-Software die Sicherungsmedien automatisch wiederverwerten. Wenn alle Daten auf einem bestimmten Sicherungsmedium gelöscht wurden, wird das Medium vom Dienstprogramm zum Löschen des Archivs dem angegebenen Zeitplan entsprechend zur späteren Wiederverwendung einem Scratchpool zugewiesen.

Bei SQL Server-Subclients wird der Aufbewahrungszeitraum mit zwei Parametern angegeben:

Der Zeitraum, über den die Daten aufbewahrt werden sollen.

Die Anzahl der vollständigen Sicherheitszyklen. (Ein vollständiger Sicherungszyklus beginnt mit einer vollständigen Sicherung und enthält alle anderen Sicherungen bis zur nächsten vollständigen Sicherung, diese ist jedoch nicht eingeschlossen.)

Daten werden nur dann zum Löschen vorgesehen, wenn beide dieser Schwellen für alle Sicherungen in einem vollständigen Sicherungszyklus überschritten sind. Das bedeutet, dass Daten nur nach vollständigen Sicherungszyklen gelöscht werden, nicht auf Basis einzelner Sicherungsvorgänge.

In den folgenden Szenarien steht F für vollständige, D für differenzielle und L für Transaktionsprotokollsicherungen. P steht für die Ausführung des Dienstprogramms zum Löschen des Archivs. Eine gestrichelte diagonale Linie über einer Sicherung bedeutet, dass die Sicherungsdaten beim Löschen des Archivs gelöscht werden.

Szenario 1

Abbildung 16
Szenario 1

In diesem Szenario werden Daten über einen Zeitraum von zwei Tagen in zwei Zyklen gesichert. Das Dienstprogramm zum Löschen des Archivs löscht F1 und L1. Die Zyklen F2 und L2 werden beibehalten.

Szenario 2

Abbildung 17
Szenario 2

Angenommen, Sie führen eine vollständige Sicherung und eine Transaktionsprotokollsicherung als ersten Sicherungszyklus aus, dann eine weitere vollständige Sicherung und eine weitere Transaktionsprotokollsicherung als zweiten Sicherungszyklus. Weiterhin stellen Sie die Sicherungskopie des Transaktionsprotokolls wieder her, die zum ersten Sicherungszyklus gehört. An diesem Punkt werden F1 und L1 vom Dienstprogramm zum Löschen des Archivs ebenfalls gelöscht, auch wenn Sie L1 wiederhergestellt haben.

Szenario 3

Abbildung 18
Szenario 3

Von Szenario 2 ausgehend müssen Sie nach der Wiederherstellung eine Transaktionsprotokollsicherung oder eine differenzielle Sicherung durchführen, um den ersten Sicherungszyklus F1 wieder zu aktivieren, so dass diese Daten vom Dienstprogramm zum Löschen des Archivs nicht gelöscht werden. Mit anderen Worten, wenn Sie die F1-Daten behalten möchten, führen Sie eine Transaktionsprotokollsicherung oder eine differenzielle Sicherung vor dem Löschen des Archivs durch.

Szenario 4

Abbildung 19
Szenario 4

Dieses Szenario enthält vier Sicherungszyklen. Wenn Sie L2 wiederherstellen und anschließend eine Transaktionsprotokollsicherung durchführen, wird der F2-Zyklus der aktuelle Zyklus. Das Dienstprogramm zum Löschen des Archivs löscht nur die Zyklen F1, F3 und F4. Wenn Sie den Zyklus F4 beibehalten möchten, müssen Sie einen Aufbewahrungszeitraum von mindestens zwei Zyklen angeben.

Szenario 5

Abbildung 20
Szenario 5

Wird eine vollständige Sicherung nach der Wiederherstellung eines vorhergehenden Sicherungszyklus durchgeführt, wird die neue vollständige Sicherung zum aktuellen Sicherungszyklus, und ältere Sicherungszyklen werden gelöscht.

In einem weiteren Szenario wird eine Datenbank aus Galaxy gelöscht. Bei der nächsten Ausführung des Dienstprogramms zum Löschen des Archivs werden vorhandene Sicherungssätze unabhängig von ihren Aufbewahrungszeiträumen gelöscht.

Durchsuchen und Wiederherstellen

Das Galaxy-System bietet zwei Vorgehensweisen zum Wiederherstellen gesicherter Datenbanken: Durchsuchen und Wiederherstellen. Das Durchsuchen kann auf dem Clientcomputer mit iDataAgent und Instanzebenen durchgeführt werden. Wiederherstellungsvorgänge erfolgen auf den Instanz- oder Datenbankebenen. Mit dem Durchsuchen und Wiederherstellen auf Instanzebene und dem Durchsuchen auf Anwendungsebene können Sie alle zur gleichen Zeit gesicherten Datenbanken in einer SQL Server-Instanz durchsuchen und wiederherstellen.

Durchsuchen von Daten

Beim Durchsuchen erhalten Sie eine Liste der Datenbanken, die zu einer bestimmten Durchsuchungszeit gesichert wurden. Über diese Anzeige können Sie einige oder alle Datenbanken auswählen und wiederherstellen.

Die Wiederherstellung von Datenbanken wird durch zwei Hauptparameter gesteuert:

Intervall der Durchsuchungszeit

Wiederherstellungstyp

Steuern des Intervalls der Durchsuchungszeit

Beim Durchsuchen können Sie die neuesten Sicherungsdaten oder Daten aus einem festgelegten Zeitraum durchsuchen. Die Option Browse the Latest Backup Data ist in der Standardeinstellung aktiviert. Bei dieser Option wird eine Liste von Datenbanken ausgegeben, die vor dem Zeitpunkt gesichert wurden, an dem der Befehl Browse zuletzt ausgeführt wurde.

Sie können den Durchsuchungszeitraum angeben, indem Sie im Dialogfeld Browse To eine Zeit eingeben. Die ausgegebene Liste der Datenbanken im Dialogfeld Browse enthält alle Datenbanken, die vor der unter Browse To angegebenen Zeit gesichert wurden. Außerdem ist die Option Browse From verfügbar. In diesem Zusammenhang kann sie jedoch nicht sinnvoll eingesetzt werden.

Wiederherstellen von Daten

Bei der Wiederherstellung werden die Daten abgerufen, die Sie im Dialogfeld Browse ausgewählt haben. Galaxy verfügt über eine Vielzahl von Wiederherstellungsoptionen, ohne dass zuerst ein Durchsuchen der Daten erforderlich ist. Sie können mit der rechten Maustaste auf die Datenbank oder die SQL Server-Instanz klicken, die Sie wiederherstellen möchten, die Option Restore wählen und die Wiederherstellung direkt durchführen.

Wiederherstellen der Datenbanken master und msdb

Beim Wiederherstellen der Datenbank master muss der SQL Server-Dienst angehalten und im Einzelbenutzermodus neu gestartet werden. Sie erhalten von Galaxy eine Benachrichtigung mit der Möglichkeit zum Fortfahren (das heißt den SQL Server-Dienst an diesem Punkt anhalten und neu starten) oder zum Abbrechen der Wiederherstellung. Wenn Sie die Wiederherstellung fortsetzen, wird der SQL Server-Dienst von Galaxy als Teil der Wiederherstellung angehalten und im Einzelbenutzermodus neu gestartet.

Bei der Wiederherstellung der Datenbank msdb auf einem SQL-Server wird von Galaxy eine Nachricht angezeigt, dass der SQLAgent-Dienst während der Wiederherstellung nicht ausgeführt werden kann. Um SQLAgent zu beenden und dann fortzufahren, klicken Sie auf Yes . Um den Vorgang abzubrechen, klicken Sie auf Cancel . Um den Vorgang fortzusetzen, ohne den Dienst SQLAgent zu beenden, klicken Sie auf No . Wenn Sie auf No klicken und der Dienst SQLAgent ausgeführt wird, schlägt der Auftrag fehl. Wenn der Dienst nicht ausgeführt wird, kann der Auftrag normal fortgesetzt werden. In einer Clusterumgebung sollte der Dienst SQLAgent über das Dialogfeld Cluster Administrator angehalten werden.

Clientübergreifende Wiederherstellung

In der Standardeinstellung werden von Galaxy Daten auf dem Clientcomputer wiederhergestellt, von dem sie stammen. Sie können Datenbanken jedoch auch auf einem anderen SQL Server-Computer wiederherstellen, auf dem der iDataAgent für SQL Server installiert ist. Dies wird Clientübergreifende Wiederherstellung genannt. Durch Ändern des SQL-Servers im Dialogfeld Restore Options der SQL-Datenbank wird eine clientübergreifende Wiederherstellung ausgelöst.

Hot-Server-Wiederherstellung

Galaxy ermöglicht Hot-Server-Wiederherstellungen jeder gesicherten Datenbank auf dem SQL-Server. Durch diese Funktion können bei Ausfall des hauptsächlichen SQL Server-Computers auf einfache Weise Hot-Server-Kopien von einer oder mehreren Datenbanken beibehalten werden. Außerdem können Sie einen Zeitplan für Hot-Server-Wiederherstellungen erstellen, so dass diese in den angegebenen Zeitabständen automatisch durchgeführt werden. Wenn Sie den Zeitplan für Hot-Server-Wiederherstellungen an den Sicherungszeitplan für die Quelldatenbank anpassen, werden Ihre Hot-Server-Datenbanken automatisch aktualisiert. Eine vollständige Beschreibung der Hot-Server-Wiederherstellung finden Sie in der Onlinehilfe.

Wiederherstellungen nach Zeitplan

Wenn Sie Daten wiederherstellen, benötigen Sie die Daten meist sofort. Es kann jedoch auch vorkommen, dass Sie die Daten zu einer bestimmten Zeit benötigen, wenn auch nicht gleich. Durch das Einrichten eines Zeitplanes können Sie Wiederherstellungen planen. Wie bei einer Sicherung nach Zeitplan müssen auch geplante Wiederherstellungen nicht manuell gestartet werden. Diese Funktion ist besonders dann sinnvoll, wenn Sie eine große Datenmenge wiederherstellen möchten, dies jedoch bevorzugt zu einer Zeit, zu der entweder der Clientcomputer nicht verwendet oder der Netzwerkverkehr schwach ist (wenn die Daten werden über ein Netzwerk übertragen werden).

Wiederherstellungsoptionen

Während die Vorgänge des Durchsuchens und Wiederherstellens oftmals ineinander übergehen, kann eine Wiederherstellung nach Bedarf durchgeführt werden. Im vorhergehenden Abschnitt wurden das Dialogfeld Browse und die dort verfügbaren Suchoptionen beschrieben. In diesem Abschnitt werden die verfügbaren Optionen für die Wiederherstellung erläutert.

Bei einer Wiederherstellung werden die gewünschten Daten abgerufen und am gewünschten Ort wiederhergestellt. Das Galaxy-System bietet verschiedene Wiederherstellungsoptionen, mit denen Sie steuern können, wie die Daten wiederhergestellt werden.

Hinweis: Versuchen Sie nicht, Sicherungen- oder Wiederherstellungen der Datenbanken master oder CommServe auf dem Galaxy CommServe-Computer durchzuführen. Die Galaxy-Dienste sind von den SQL Server-Diensten abhängig und können nicht ausgeführt werden, wenn SQL Server heruntergefahren wird.

Die im Dialogfeld SQL Database Restore Option verfügbaren Optionen können leicht voneinander abweichen, je nachdem, ob die Wiederherstellung für eine einzelne oder mehrere Datenbanken ausgeführt wird. Die Wiederherstellungsoptionen für mehrere Datenbanken werden auch bei Wiederherstellung einer ganzen Instanz verwendet.

Mit SQL Server können keine Datenbanken wiederhergestellt werden, die zurzeit verwendet werden. Daher sollten Sie vor dem Ausführen einer Wiederherstellung sicherstellen, dass keine der Datenbanken, die Sie wiederherstellen möchten, gegenwärtig verwendet wird.

Wenn Sie die Datenbank msdb wiederherstellen, muss der Dienst SQLAgent angehalten werden. Wenn Sie versuchen, eine dieser Datenbanken wiederherzustellen, wird von Galaxy eine Bestätigungsmeldung angezeigt. Klicken Sie auf OK , um den Dienst anzuhalten und die Wiederherstellung fortzusetzen, oder klicken Sie auf Cancel , um den Vorgang abzubrechen.

So durchsuchen Sie Daten und stellen sie wieder her

1.

Klicken Sie im CommCell Browser mit der rechten Maustaste auf die Instanz von SQL Server, deren Daten Sie durchsuchen möchten, und klicken Sie auf Browse SQL Server .

2.

Wählen Sie im Dialogfeld Browse Options die gewünschten Optionen zum Durchsuchen aus.

3.

Wenn Sie eine Zeitraum angeben möchten, klicken Sie auf Advanced .

4.

Wählen Sie im Dialogfeld Browse/Restore die wiederherzustellenden Datenbanken aus, und klicken Sie auf Restore All Selected .

Hinweis: Wenn die Datenbank master oder alle verfügbaren Datenbanken im Fenster Browse ausgewählt sind, wird beim Klicken auf Restore All Selected von Galaxy die Meldung angezeigt, dass die Datenbank master zur Wiederherstellung ausgewählt wurde und dass SQL Server beendet und im Einzelbenutzermodus neu gestartet wird. Klicken Sie auf Yes , wenn Sie die Wiederherstellung fortsetzen möchten oder auf No , um den Vorgang ohne Beenden des Servers abzubrechen.

5.

Wählen Sie im Dialogfeld Restore Options die gewünschten Wiederherstellungsoptionen aus. Wenn Sie die Datenbank auf einem anderen SQL-Server wiederherstellen möchten, wählen Sie diesen im Dropdownmenü SQL Server aus.

6.

Klicken Sie auf Advanced , wenn Sie eine Datenbank kopieren oder verschieben möchten.

7.

Klicken Sie nach Wiederherstellung der Daten im Bestätigungsfenster auf OK . Sie können auf Detail klicken, um Informationen zur Wiederherstellung anzuzeigen.

Nach einer zeitpunktgenauen oder diskreten Wiederherstellung oder nach Wiederherstellung von einer Zusatzkopie sollten Sie eine vollständige Sicherung durchführen.

So stellen Sie eine Datenbank ohne vorheriges Durchsuchen wieder her

Sie können eine Datenbank oder eine Instanz auch ohne vorheriges Durchsuchen wiederherstellen. Dieses Verfahren ist das angemessenste, wenn Sie die zuletzt gesicherte Version wiederherstellen möchten.

1.

Klicken Sie im CommCell Browser mit der rechten Maustaste auf die Datenbank, die Sie wiederherstellen möchten und anschließend auf Restore Database .

2.

Wählen Sie im Dialogfeld Restore Options die gewünschten Wiederherstellungsoptionen aus.

3.

Wählen Sie im Menü Restore Time die Sicherungskopie aus, die wiederhergestellt werden soll. Alle erforderlichen Sicherungskopien werden von Galaxy, Ihrer Angabe unter Restore Time entsprechend, automatisch wiederhergestellt.

4.

Wenn Sie zusätzliche Wiederherstellungsoptionen auswählen möchten, klicken Sie auf Advanced , und wählen im Dialogfeld die gewünschten Optionen aus.

5.

Wenn Sie die gewünschten Wiederherstellungsoptionen ausgewählt haben, klicken Sie auf OK . Es wird eine Statusanzeige eingeblendet, und die Wiederherstellung beginnt.

So stellen Sie eine Instanz von SQL Server ohne vorheriges Durchsuchen wieder her

1.

Klicken Sie im CommCell Browser mit der rechten Maustaste auf die Instanz und anschließend auf Restore SQL Server .

2.

Wählen Sie im Dialogfeld Restore Options die gewünschten Wiederherstellungsoptionen aus.

3.

Wenn Sie zusätzliche Wiederherstellungsoptionen auswählen möchten, klicken Sie auf Advanced , und wählen im Dialogfeld die gewünschten Optionen aus.

4.

Wenn Sie die gewünschten Wiederherstellungsoptionen ausgewählt haben, klicken Sie auf OK . Es wird eine Statusanzeige eingeblendet, und die Wiederherstellung beginnt.

Verwalten der Notfallwiederherstellung

In diesem Abschnitt werden verschiedene Optionen für die Wiederherstellung des gesamten Systems beschrieben, unter anderem:

Wiederherstellen eines Windows 2000-Computers

Wiederherstellen eines Servers mit Exchange Server

Wiederherstellen eines Server mit SQL Server

Wenn Sie eine Wiederherstellung nach einem das gesamte Unternehmen betreffenden Ausfall durchführen müssen, lesen Sie die folgenden Hinweise. Um eine schrittweise Anleitung zur Wiederherstellung eines Servers unter Windows 2000 zu erhalten, beginnen Sie bei "Verfahren zur vollständigen Systemwiederherstellung".

Wiederherstellung bei Totalausfall - Übersicht

Im Fall eines Totalausfalls im Unternehmen spielt die Reihenfolge, in der Sie die Wiederherstellung durchführen, eine wichtige Rolle. Im Allgemeinen ist die richtige Reihenfolge diese:

1.

Bereitstellen der CommServe- und MediaAgent-Server.

2.

Wiederherstellen von CommServe und MediaAgent nach dem Verfahren zur Wiederherstellung von CommServe beziehungsweise MediaAgent, wie es im englischen Handbuch CommServe Administration Guide beschrieben wird.

Da die Domänencontroller vor der Wiederherstellung nicht funktionsfähig sind, können die Unternehmenscomputer, die keine Domänencontroller sind, der Domäne nicht hinzugefügt werden, und sie werden stattdessen automatisch als Arbeitsgruppenmitglieder bereitgestellt. Aus diesem Grund müssen die Domänencontroller vor den anderen Computern wie folgt bereit- und wiederhergestellt werden:

1.

Bereitstellen der Domänencontroller. Die Domänencontroller werden mit Galaxy Disaster Recovery Phase erstellt. Damit werden die Domänencontroller-Computer zur Vorbereitung auf die Wiederherstellung als voll funktionsfähige Domänencontroller aus der Sicherungskopie als Arbeitsgruppenmitglieder erstellt.

2.

Wiederherstellen der Domänencontroller.

3.

Bereitstellen der übrigen Unternehmenscomputer (die nun der Domäne hinzugefügt werden können).

4.

Wiederherstellen der Unternehmensumgebung.

Wiederherstellung bei Totalausfall - Schritte

Stellen Sie zuerst CommServe wieder her. Gehen Sie hierzu nach den Verfahren vor, die im Abschnitt "Wiederherstellung von CommServe" in diesem Modul und im Abschnitt "CommServe Recovery Procedures" in Anhang A des englischen Handbuchs Galaxy CommServe Administration Guide beschrieben werden. Hierzu gehört auch die Vorgehensweise zur Wiederherstellung des MediaAgents.

Wenn CommServe und MediaAgent wiederhergestellt sind, können Sie mit der Bereitstellung und Wiederherstellung aller Galaxy-Clients im Unternehmen beginnen. Gehen Sie in der folgenden Reihenfolge vor:

1.

Die Domänencontroller (Active Directory und DNS) müssen zuerst wiederhergestellt werden, um die richtigen Verbindungsmöglichkeiten für das gesamte Unternehmen einzurichten:

Da vor der Wiederherstellung des Domänencontrollers keine Namensauflösung möglich ist, muss der Name des Domänencontrollers den Hostdateien von CommServe und MediaAgent hinzugefügt werden. Die Namen von CommServe und MediaAgent müssen außerdem der Hostdatei für diesen Domänencontroller hinzugefügt werden. Der Eintrag sollte mit dem übereinstimmen, der im DNS wiederhergestellt wird: IP-Adresse, vollqualifizierter Domänenname (FQDN), Kurzname. Diese Einträge werden überschrieben, nachdem eine vollständige Systemwiederherstellung auf den einzelnen Computern durchgeführt wurde.

Wählen Sie im Dialogfeld Windows Full iDataAgent Restore Options die Option Primary , um den ersten Domänencontroller wiederherzustellen. Alle anderen vollständigen Wiederherstellungsvorgänge des iDataAgent für Windows im Unternehmen können durch Akzeptieren der Standardeinstellungen erfolgen.

Die Domänencontroller werden als Arbeitsgruppenmitglieder installiert, um Konflikte mit der Sicherheits-ID (SID) zu vermeiden. Diese vollqualifizierten Domänennamen (FQDN) werden von Galaxy als Domänencontroller wiederhergestellt, doch kommt es zu einem Konflikt bei der Namensauflösung wenn bei der Wiederherstellung der Name vom Kurznamen in den vollqualifizierten Domänennamen geändert wird. Daher muss der vollqualifizierte Domänenname den Computereigenschaften hinzugefügt werden, bevor die Wiederherstellung implementiert wird.

2.

Im nächsten Schritt müssen SQL-Cluster und SQL Server wiederhergestellt werden, so dass die von ihnen abhängigen Server gestartet werden können:

Stellen Sie die Clusterknoten bereit, und folgen Sie den Anweisungen in der Dokumentation zu Internet Data Center, um den EMC-Speicher zu konfigurieren und den Clusterdienst zu installieren.

Lesen Sie die im Abschnitt "Wiederherstellen eines Clusterserverknotens" weiter unten in diesem Modul beschriebenen Schritte.

3.

Stellen Sie die übrigen Computer im Unternehmen bereit, und stellen Sie sie wieder her. Wenn es andere Server gibt, von denen weitere Server abhängig sind (zum Beispiel Microsoft Commerce Server 2000 oder Microsoft SQL Analysis-Server), sollten diese im Anschluss wiederhergestellt werden. Soll beispielsweise ein Verkaufsstandort wiederhergestellt werden, müssen SQL Server-Clusterdatenbanken verfügbar sein, bevor Commerce Server gestartet werden kann. Auf Commerce Server wird gewöhnlich auch der Microsoft SQL Analysis-Server ausgeführt. In diesem Szenario müssten Sie sicherstellen, dass diese beiden Dienste wiederhergestellt sind und ausgeführt werden, bevor Sie die Webserver wiederherstellen können.

Die Anzahl der wiederherzustellenden Clients nach Wiederherstellung der Basis ist von der Anzahl verfügbarer Laufwerke in der Bandbibliothek abhängig. Da Wiederherstellungsvorgänge nicht unterbrochen werden können, können Sie zu diesem Zeitpunkt die verbleibenden vollständigen Wiederherstellungsvorgänge von iDataAgent für das Unternehmen aufrufen. Diese Aufträge werden in die Warteschlange eingereiht und ausgeführt, sobald ein Laufwerk verfügbar ist.

Wiederherstellen eines Windows 2000-Computers

Zur Wiederherstellung eines Computers unter Windows 2000 sind verschiedene Arbeitsschritte erforderlich. Dazu gehören die Vorgehensweisen für bestimmte Serverrollen wie Domänencontroller oder Webserver.

Wiederherstellung von iDataAgent für Windows 2000:

Ein vollständiger Wiederherstellungsvorgang mit iDataAgent umfasst die volle Wiederherstellung von Dateisystem und Systemstatus eines Galaxy-Clients. Vollständige Wiederherstellungsvorgänge mit iDataAgent können je nach Situation sinnvoll oder auch notwendig sein. Im Folgenden einige Beispiele:

Erstellen eines Computers, der Daten und Konfiguration eines anderen Computers dupliziert

Neueinrichten der Daten und der Konfiguration eines Computers nach einem katastrophalen Systemausfall

Der Unterschied zwischen einer vollständigen Wiederherstellung mit iDataAgent und einer gewöhnlichen Wiederherstellung besteht im Typ der Daten, die wiederhergestellt werden sollen. Bei einer vollständigen Wiederherstellung mit iDataAgent werden nicht nur normale Dateien und Verzeichnisse an den ursprünglichen Orten wiederhergestellt, sondern auch der Systemstatus (falls erforderlich). Das Dateisystem und der Systemstatus können zur gleichen Zeit wiederhergestellt werden, ohne dass zwischendurch ein Neustart erforderlich ist.

In der Standardeinstellung werden bei der vollständigen Wiederherstellung von Dateisystemdaten mit iDataAgent alle Daten vom Galaxy-System wiederhergestellt, indem die entsprechenden Dateien auf dem einzurichtenden System bedingungslos überschrieben werden. Galaxy verfügt darüber hinaus über zahlreiche Optionen zum Replizieren der wiederhergestellten Daten in der gesamten Domäne.

Durch die Wiederherstellung des Systemstatus kann die Hardware des Zielcomputers Vorrang gegenüber den gesicherten Hardwareeinstellungen erhalten. Daher ist es wichtig, die richtige Konfiguration der Hardware des Zielcomputers vor dem Wiederherstellen zu überprüfen.

Welche Daten wiederhergestellt werden sollten

Bei einer vollständigen Wiederherstellung mit iDataAgent können Sie beliebige oder alle der folgenden Optionen wählen:

Wiederherstellung des Dateisystems

Wiederherstellung des Systemstatus

Wiederherstellung der Systemdatenbanken

Wiederherstellung des Dateisystems

Dateien und Verzeichnisse werden am selben Ort wiederhergestellt. Sind jedoch zurzeit der Wiederherstellung Dateien gesperrt, wird jede gesperrte Datei vom Galaxy-System automatisch unter anderem Dateinamen in dasselbe Verzeichnis geschrieben, und die Instanz wird in der Registrierung von Windows 2000 aufgezeichnet. Bei einer vollständigen Wiederherstellung mit iDataAgent wird das System einmal neu gestartet, so dass die Registrierung wiederhergestellt und die gesperrten Dateien überschrieben werden können.

Wiederherstellung des Systemstatus

Der Systemstatus besteht aus Komponenten, die als Einheit gesichert werden können. Sie können dann einzeln oder als Einheit wiederhergestellt werden. Der Systemstatus wird vom Standardsubclient automatisch gesichert, der auch selbst häufig gesichert werden sollte.

Es können unterschiedliche Verfahren zur Wiederherstellung des Systemstatus verwendet werden, abhängig davon, ob Sie einen Domänencontroller wiederherstellen. Bei der Wiederherstellung eines Domänencontrollers muss dieser im Modus Verzeichnisdienste wiederherstellen gestartet werden, damit bestimmte Datenbankobjekte wie Active Directory wiederhergestellt werden können. Während der Wiederherstellung des Systemstatus auf einem Computer, der kein Domänencontroller ist, müssen keine Datenbanken offline sein. Daher ist es auch nicht notwendig, in einem besonderen Modus zu starten, um eine Wiederherstellung des Systemstatus auf einem solchen Computer durchzuführen.

Wiederherstellung der Systemdatenbanken

Die Systemdatenbanken werden bei der Systemsicherung auf dem Standardsubclient gesichert. Diese Datenbanken können als Teil der vollständigen Wiederherstellung mit iDataAgent wiederhergestellt werden. Es kann auch eine bestimmte Systemdatenbank wiederhergestellt werden. Die der wiederhergestellten Datenbank zugeordneten Dienste müssen jedoch installiert und funktionsfähig sein.

Wiederherstellungstypen für Domänencontroller

Domänencontroller kommunizieren über das Netzwerk und replizieren Daten sowie Netzwerkinformationen. Diese Replikation wird automatisch nach dem Zeitplan ausgeführt, den Sie bei der Installation von Windows eingerichtet haben. Bei der Wiederherstellung des Systems auf einem Domänencontroller haben Sie mit Galaxy die Möglichkeit, zu entscheiden, wie die wiederhergestellten Daten in der Domäne repliziert werden. Die Wiederherstellungstypen sind: Nonauthoritative , Authoritative und Primary .

Die Wiederherstellung von Active Directory oder des Systemdatenträgers (SYSVOL) auf einem Domänencontroller erfolgt in der Standardeinstellung nicht autorisierend. Anschließend werden neuere Daten im Netzwerk auf den wiederhergestellten Computer übertragen, um diesen mit vorhandenen neueren Informationen zu aktualisieren.

Wenn die wiederhergestellten Daten Vorrang vor den Daten auf anderen Domänencontrollern haben, sollte die Wiederherstellung im autorisierenden Modus durchgeführt werden. In diesem Fall werden die auf dem Domänencontroller wiederhergestellten Daten auf die anderen Domänencontroller übertragen, und vorhandene neuere Daten auf diesen Computern werden überschrieben. Der autorisierende Modus wird verwendet, wenn wichtige Systemdatenträger- oder Active Directory-Daten gelöscht wurden und die Löschung auf die gesamte Domäne übertragen worden ist.

Hinweis: Eine autorisierende Wiederherstellung muss mit Sorgfalt durchgeführt werden, da der Systemstatus auf den Zustand zum Zeitpunkt der Sicherung zurückgesetzt wird, so dass es möglicherweise zum Verlust von Daten kommt, die nicht wiederhergestellt werden können, da sie überschrieben wurden.

Bei einer primären Wiederherstellung werden die wiederhergestellten Daten als primäre Daten für alle Replikate in der Domäne gekennzeichnet. Dabei wird eine neue Datenbank für den Dateireplikationsdienst erstellt, und die replizierten Systemdatenträgerdaten werden auf alle Domänencontroller übertragen, die dem Replikationssystem hinzugefügt werden.

Hinweis: Eine primäre Wiederherstellung sollte nur dann verwendet werden, wenn alle anderen Domänencontroller nicht funktionsfähig sind und die Domäne aus der letzten Sicherungskopie neu erstellt werden soll. Führen Sie keine primäre Wiederherstellung durch, wenn ein anderer Domänencontroller aus dieser Domäne verfügbar ist.

Wiederherstellungsoptionen für Systemstatusdaten

Bei einer Wiederherstellung des Systemstatus werden zahlreiche Objekte wiederhergestellt, einschließlich SYSVOL und Active Directory. Die zur Wiederherstellung dieser Systemstatusobjekte verfügbaren Optionen werden im Folgenden beschrieben.

SYSVOL-Wiederherstellung

Der Typ der SYSVOL-Wiederherstellung kann im Dialogfeld Full iDataAgent Restore Options direkt ausgewählt werden. Die folgenden Wiederherstellungstypen werden für SYSVOL unterstützt:

Authoritative

Nonauthoritative

Primary

Der gewählte Wiederherstellungstyp für SYSVOL gilt ausschließlich für die Wiederherstellung von SYSVOL und hat keine Auswirkungen auf die Wiederherstellungsvorgänge anderer Komponenten der Domänencontroller. Wenn Sie beispielsweise eine autorisierende Wiederherstellung für SYSVOL auswählen, wird Active Directory standardmäßig nicht autorisierend wiederhergestellt.

Active Directory-Wiederherstellung

Galaxy führt in der Standardeinstellung eine nicht autorisierende Wiederherstellung von Active Directory durch. Um eine autorisierende Wiederherstellung zu erzwingen, führen Sie das Dienstprogramm ntdsutil aus, nachdem Sie eine vollständige iDataAgent-Wiederherstellung mit Galaxy durchgeführt haben.

Wiederherstellung von Clusterdatenbanken

Die Clusterdienst- und Quorumdatenbanken werden bei der Wiederherstellung des Systemstatus des physischen Knotens wiederhergestellt, dem die Quorumdatenbanken angehören. Programmdateien werden zusammen mit dem Dateisystem wiederhergestellt. Bei der Wiederherstellung des Systemstatus und des Dateisystems werden die Dateien des physischen Knotens und die Clusterdatenbanken in einem temporären Verzeichnis wiederhergestellt. Um die Wiederherstellung der Clusterdatenbanken abzuschließen, geben Sie Folgendes ein: authorutil -cluster . Weitere Informationen zur Wiederherstellung von Clusterdatenbanken finden Sie weiter unten in diesem Modul im Abschnitt "Wiederherstellen des Clusterservers".

Spezifische Startmodi

Bei der Wiederherstellung von SYSVOL, Active Directory oder Systemdatenbanken auf einem Domänencontroller müssen Sie den Computer im Modus Verzeichnisdienste wiederherstellen neu starten. Drücken Sie beim Neustart des Computers F8 , und wählen Sie Verzeichnisdienste wiederherstellen .

Dateisystemdaten können auch auf einem Domänencontroller wiederhergestellt werden, der sich im Modus Verzeichnisdienste wiederherstellen befindet. Bei der Wiederherstellung werden die Systemstatusdaten und die Dateisystemdaten gleichzeitig wiederhergestellt. Ist der Vorgang abgeschlossen, muss der Computer neu gestartet werden, um den Betrieb im normalen Modus wieder aufzunehmen.

Wenn der Computer kein Domänencontroller ist, muss dieser nicht im Modus Verzeichnisdienste wiederherstellen neu gestartet werden, da kein Active Directory vorhanden ist. Alle Komponenten können während eines Vorgangs vollständig wiederhergestellt werden.

Durchführen einer vollständigen Wiederherstellung mit iDataAgent

Tabelle 21 enthält einen allgemeinen Überblick über die Komponenten und Informationen, die zum vollständigen Wiederherstellen eines Windows 2000-basierten Computers erforderlich sind.

Während der Neuerstellung des Systems werden Sie in Abhängigkeit von der Systeminstallation aufgefordert, die entsprechenden Systeminformationen einzugeben. Da auf den Computer während der Neuerstellung nicht zugegriffen werden kann, sind Sie nicht in der Lage, die benötigten Systeminformationen abzurufen. Deshalb ist es besonders wichtig diese Informationen aufzuzeichnen, bevor es zu einem Notfall kommt.

Tabelle 21:Installationskomponenten für die Neuerstellung des Systems

Komponente Beschreibung

Software

Windows 2000-Installationsdisketten beziehungsweise -CD-ROMs sowie die erforderlichen Service Packs,
iDataAgent für Windows 2000.

Laufwerke

Verwenden Sie das Dienstprogramm zur Datenträgerverwaltung, um die Anzahl und Größe der logischen Datenträger auf den im System befindlichen Festplattenlaufwerken zu notieren. Diese Angaben sind erforderlich, um die Datenträgerkonfiguration im Falle eines Festplattenausfalls wiederherstellen zu können. Die Festplattenlaufwerke müssen vor dem Wiederherstellen des Systemstatus oder der Dateisystemdaten konfiguriert werden.

Computername

Verwenden Sie denselben Computernamen, und vermeiden Sie es, andere Konfigurationseinstellungen zu ändern.

TCP/IP

Notieren Sie den vollqualifizierten Netzwerknamen sowie die IP-Adresse, wenn eine statische IP-Adresse verwendet wird.
Subnetzmaske des Netzwerks
IP-Adresse des vom Clientcomputer verwendeten Netzwerkrouters
TCP/IP-Domänenname des Netzwerks (zum Beispiel ad01.nwtraders.com)
IP-Adresse des DNS-Servers

Videoeinstellungen

Notieren Sie die Videoeinstellungen, wenn die Grafikauflösung und die Farbtiefe von Bedeutung sind.

Domäneninformationen

Notieren Sie die Domäne, in der sich dieser Computer befindet, und richten Sie ein neues Computerkonto ein.

Kennwort des lokalen Administrators

Notieren Sie diese Angabe, oder Sie können sich nach der Wiederherstellung nicht mehr am Computer anmelden.

Installationsverzeichnis von Galaxy

Notieren Sie das Verzeichnis, in dem Galaxy installiert wurde.

Der Wiederherstellungsvorgang wird auf Sicherungssatzebene durchgeführt. Wenn der Clientcomputer über mindestens zwei Sicherungssätze verfügt, müssen Sie während des Wiederherstellungsvorgangs den Sicherungssatz angeben, dessen Daten wiederhergestellt werden sollen. (Im Allgemeinen enthalten die Sicherungssätze eines bestimmten Clientcomputers das gesamte Dateisystem. Durch Sicherungsfilter, die unter Umständen nur für einen Sicherungssatz gelten, kann es jedoch zu Unterschieden kommen.)

Verfahren zur vollständigen Systemwiederherstellung

Wenn das Betriebssystem des Windows 2000-basierten Clients beschädigt ist, führen Sie das nachstehende Verfahren manuell durch, oder verwenden Sie Bereitstellungsskripts, um das gesamte System wiederherzustellen.

Erneutes Erstellen des Betriebssystems

1.

Stellen Sie bei Bedarf die Systemhardwarekonfiguration wieder her.

2.

Installieren Sie das Betriebssystem Windows 2000. Windows 2000 muss im selben Verzeichnis wie auf dem ursprünglichen Computer installiert werden. Achten Sie darauf, die richtige Uhrzeit und die entsprechende Zeitzone einzustellen. Sie sollten den Server weiterhin in einer Arbeitsgruppe führen und nicht in die Domäne aufnehmen.

3.

Installieren Sie die erforderlichen Service Packs. In den Anmerkungen zur Version von iDataAgent für Windows 2000 ist aufgeführt, welche Service Packs benötigt werden.

4.

Konfigurieren Sie die Hardwaregeräte (zum Beispiel Laufwerkgruppen), und vergewissern Sie sich, dass alle Laufwerke richtig angeschlossen sind.

5.

Überprüfen Sie die Verbindung mit den wiederherzustellenden Clients für CommServe, MediaAgent und Galaxy (mithilfe von Forward- und Reverse-DNS-Lookup oder Ping). Alle Computer müssen über funktionierende TCP/IP-Verbindungen mit CommServe verfügen.

6.

Wenn DNS nicht verfügbar ist, fügen Sie der Hostdatei von CommServe alle Computernamen hinzu. Verwenden Sie folgendes Format: <Adresse> <vollqualifizierter Domänenname> <kurzer Name beziehungsweise Alias>, zum Beispiel 192.168.123.123 ad01.nwtraders.com ad01 .

7.

Web-Tier-Server müssen die Backend-Netzwerkkarten zuerst einbinden.

8.

Web-Tier-Server, CommServe und MediaAgents müssen für Galaxy aktiviert sein, um Datenverkehr durch den Firewall zu ermöglichen. Das bedeutet, die Firewall-Konfigurationsdateien von Galaxy müssen entsprechend eingerichtet sein.

9.

Clusterserver müssen die öffentliche Netzwerkkarte vor der privaten Netzwerkkarte einbinden.

10.

Auf alle Knoten eines Clusterservers muss der Microsoft Hotfix 19425 GetHostByAddress (in Service Pack 3 enthalten) angewendet sein. Wenden Sie sich an den Microsoft-Produktsupport, um diesen Patch zu erhalten.

11.

Für Clusterserver müssen alle Laufwerkgruppengeräte mit Zugriff auf die gemeinsam verwendete Gruppe konfiguriert werden. Die Clustersoftware muss installiert sein und ausgeführt werden.

12.

iDataAgent für Windows 2000 muss auf allen Galaxy-Clients im Unternehmen installiert sein. Client- und Schnittstellennamen müssen mit denselben Angaben wie bei der ursprünglichen Installation für CommServe installiert werden. Auf dem Computer muss nur iDataAgent für Windows 2000 installiert werden. Nach der Wiederherstellung des Dateisystems werden weitere iDataAgents (zum Beispiel iDataAgent für SQL Server) aus den Sicherungsdaten wiederhergestellt und sind dann für CommServe verfügbar. Ausführliche Informationen zum Installieren von iDataAgent für Windows 2000 finden Sie im Modul "Sichern und Wiederherstellen von Windows 2000-Datenzentren".

13.

Wenden Sie die Galaxy-Patches an. Für Domänencontroller sind Galaxy 3.1 GSP1-Patches 4, 11 und 23 erforderlich. Wenden Sie zum Installieren von iDataAgent für SQL Server den Galaxy 3.1 GSP1-Patch 28 an.

14.

Fahren Sie den Windows 2000-basierten Computer herunter, und starten Sie ihn neu, damit die Änderungen übernommen werden.

15.

Öffnen Sie nach Abschluss der Installation die CommCell-Konsole .

16.

Vergewissern Sie sich, dass Sicherungsaufträge für den Clientcomputer deaktiviert sind, den Sie wiederherstellen möchten. Auf diese Weise wird verhindert, dass für den Clientcomputer zuvor geplante Sicherungen gestartet werden, während die Wiederherstellung durchgeführt wird.

Wiederherstellen eines Domänencontrollers

Vorbereitung:

Vergewissern Sie sich, dass Sie alle Schritte durchgeführt haben, die weiter oben in diesem Modul unter "Erneutes Erstellen des Betriebssystems" aufgeführt sind.

Stellen Sie sicher, dass für den als Domänencontroller wiederherzustellenden Computer der richtige, vollqualifizierte Domänenname konfiguriert ist.

Tragen Sie beim Wiederherstellen eines DNS-Servers die Namen für CommServe, MediaAgent und CommClient sowie die entsprechenden IP-Adressen in die Hostdateien des Clients und von CommServe ein, um die Namensauflösung zu gewährleisten, bis der DNS-Server wiederhergestellt ist.

Aktivieren und konfigurieren Sie die TCP/IP-Unterstützung. Konfigurieren Sie die Netzwerkkarte(n) für die Verbindung mit CommServe.

Implementieren Sie Compaq-Teaming, wenn der Computer in einer Teamkonfiguration gesichert wurde.

Wenden Sie die Galaxy 3.1 GSP1-Patches 4, 11 und 23 an (für Domänencontroller erforderlich).

Hinweis: Für Domänencontroller ist es erforderlich, die Galaxy 3.1 GSP1-Patches 4, 11 und 23 anzuwenden. Möglicherweise wird während der Patchinstallation die Fehlermeldung angezeigt, dass der Client keine Kommunikation mit CommServe herstellen konnte. Dieser Fehler kann auftreten, wenn der Pfad zum Galaxy-Installationsverzeichnis nicht in den Umgebungsvariablen deklariert ist. Sie können den Fehler beheben, indem Sie den Pfad den Umgebungsvariablen (Arbeitsplatz\Eigenschaften\Erweitert\Umgebungsvariablen\Systemvariablen) hinzufügen und die Galaxy-Dienste neu starten. Sie können den Fehler jedoch auch ignorieren und mit der Patchinstallation fortfahren. Der Patch wird dennoch auf den Clientcomputer angewendet. Dies ist bekanntes Problem in Galaxy 3.1 GSP1 und wurde bereits korrigiert.

So führen Sie die Wiederherstellung eines Domänencontrollers durch

1.

Zum Wiederherstellen der Systemstatusdaten muss sich der Domänencontroller im Modus Verzeichnisdienste wiederherstellen befinden. Während dieses Vorgangs können auch die Dateisystemdaten und die Systemdatenbanken ausgewählt werden. Führen Sie dazu die nachstehenden Schritte durch:

1.

Starten Sie den Computer neu.

2.

Beim Neustart wird folgende Meldung angezeigt: " Problembehebung und erweiterte Windows-Startoptionen: F8-TASTE drücken ".

3.

Drücken Sie F8. Wählen Sie dann die Option Verzeichnisdienste wiederherstellen .

Das System startet im Modus Verzeichnisdienste wiederherstellen und in den vier Bildschirmecken wird Abgesicherter Modus angezeigt.

2.

Starten Sie auf dem Sicherungsserver den CommCell Browser .

3.

Erweitern Sie Client Computers . Es wird eine Liste der Clientcomputer angezeigt.

4.

Wählen Sie den wiederherzustellenden Client aus, und erweitern Sie den entsprechenden Eintrag. Eine Liste der auf dem Clientcomputer installierten iDataAgents wird angezeigt.

5.

Erweitern Sie den iDataAgent für das Dateisystem. Wenn der Client für mehr als einen Sicherungssatz konfiguriert wurde, wird eine Liste der Sicherungssätze angezeigt. Die Liste enthält mindestens einen Eintrag. Der Name des Standardsicherungssatzes lautet defaultbackupset .

6.

Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Sicherungssatz, der die wiederherzustellenden Daten enthält. Klicken Sie im Menü auf Full iDataAgent Restore .

7.

Sie werden aufgefordert, die Auswahl zu bestätigen. Klicken Sie zum Fortfahren auf OK .

8.

Wählen Sie im Dialogfeld Full iDataAgent Restore Options in Abhängigkeit davon, ob Sie einen eigenständigen oder nicht eigenständigen Domänencontroller wiederherstellen, die geeigneten Optionen aus.

Klicken Sie auf Exclude Files/Folders , und fügen Sie dann den Pfad zum Verzeichnis SYSVOL hinzu. Zusammen mit dem Systemstatus wird der Inhalt von SYSVOL wiederhergestellt. Filtern Sie dieses Verzeichnis aus der Wiederherstellung. Auf diese Weise wird verhindert, dass im Dateisystem eine zusätzliche Version des Verzeichnisses SYSVOL wiederhergestellt wird. (Bei Computern, die per MSA-Skript bereitgestellt wurden, lautet der Standardpfad C:\Ad\Sysvol . Andernfalls wird als Standardpfad C:\WINNT\Sysvol verwendet.)

Wählen Sie für einen eigenständigen beziehungsweise für den ersten im Unternehmen wiederhergestellten Domänencontroller im Dialogfeld die Option primary aus.

Wählen Sie für einen Domänencontroller im Netzwerk beziehungsweise für weitere im Unternehmen wiederhergestellte Domänencontroller die gewünschte Wiederherstellungsoption für das Verzeichnis SYSVOL aus.

Legen Sie im Feld SYSVOL für die Option Restore den Wert Non-Authoritative fest, damit der Domänencontroller wieder den Betrieb aufnimmt, ohne ggf. erfolgte Änderungen auf die anderen Domänencontroller im Netzwerk zu replizieren.

Wenn der Domänencontroller wieder den Betrieb aufnehmen und die wiederhergestellten Daten auf die anderen Domänencontroller im Netzwerk replizieren soll, legen Sie im Feld SYSVOL für die Option Restore den Wert Authoritative fest. Schließen Sie nach dem Ende des Vorgangs die Wiederherstellung ab, indem Sie das NTDS-Wiederherstellungsprogramm (ntdsutil) von der Befehlszeile ausführen.

9.

Klicken Sie zum Starten des Wiederherstellungsvorgangs auf OK . Während der Wiederherstellung wird der Fortschritt des Vorgangs in einer Statusanzeige dargestellt. Möglicherweise dauert es einige Minuten, bis die Statusanzeige sichtbar wird.

10.

Sie werden benachrichtigt, dass die Wiederherstellung erfolgreich abgeschlossen wurde. Klicken Sie auf OK .

11.

Sie werden aufgefordert, den Computer neu zu starten.

1.

Klicken Sie beim Durchführen einer primären oder nicht autorisierenden Wiederherstellung auf OK , und starten Sie den Computer im normalen Modus neu.

2.

Wenn Sie eine autorisierende Wiederherstellung des Verzeichnisses SYSVOL und von Active Directory durchführen, klicken Sie auf OK , starten Sie den Computer jedoch im Modus Verzeichnisdienste wiederherstellen neu, um mit den autorisierenden Wiederherstellungsverfahren fortzufahren.

Führen Sie eine Wiederherstellung von Active Directory mithilfe der autorisierenden Wiederherstellung durch:

1.

Klicken Sie auf Start , zeigen Sie auf Programme , klicken Sie auf Zubehör und dann auf Eingabeaufforderung .

2.

Geben Sie in der Eingabeaufforderung ntdsutil ein.

3.

Geben Sie in der Eingabeaufforderung von ntdsutil die Zeichenfolge Authoritative Restore ein.

4.

Geben Sie in der Eingabeaufforderung Authoritative Restore die Zeichenfolge Restore Database ein.

5.

Klicken Sie zum Wiederherstellen der Datenbank auf Yes .

6.

Wenn der Vorgang abgeschlossen ist, beenden Sie das Programm Authoritative Restore durch Eingabe von quit und anschließend durch erneute Eingabe von quit das Programm ntdsutil. Beenden Sie die Eingabeaufforderung durch Eingabe der Zeichenfolge exit .

7.

Starten Sie den Computer neu. Warten Sie dann, bis die Replikation abgeschlossen ist.

8.

Um SYSVOL in einem autorisierenden Vorgang wiederherzustellen, kopieren Sie manuell die Daten aus dem Verzeichnis \WINNT\Temp in das vorhandene Verzeichnis SYSVOL (im nachstehenden Beispiel das Verzeichnis \WINNT\SYSVOL ). (Auf diese Weise werden die wiederhergestellten Informationen des Verzeichnisses SYSVOL aus \WINNT\Temp in das vorhandene Verzeichnis SYSVOL verschoben).

Kopieren Sie \WINNT\Temp\Sysvol\Domain Scripts nach \WINNT\SYSVOL\Sysvol\Domain\Scripts und \WINNT\Temp\Sysvol\Domain\Policies nach \WINNT\SYSVOL\Sysvol\Domain\Policies

12.

Vergewissern Sie sich bei installierten Microsoft Zertifikatdiensten, dass die Zertifikatdienste nach dem letzten Wiederherstellungsschritt wieder online sind. Die Zertifikatdienste nehmen keine Zertifikatsanforderungen entgegen, bis die Wiederherstellung abgeschlossen ist.

Wiederherstellen eines nicht als Domänencontroller eingesetzten Computers oder Mitgliedsservers

Verwenden Sie das nachstehende Verfahren, wenn Sie einen nicht als Domänencontroller eingesetzten Computer wiederherstellen. Zuerst müssen alle Schritte durchgeführt sein, die weiter oben in diesem Modul unter "Erneutes Erstellen des Betriebssystems" aufgeführt sind.

Wenn Sie mehrere Computer wiederherstellen, lesen Sie den Abschnitt "Wiederherstellung bei Totalausfall - Schritte" weiter oben in diesem Modul, und ziehen Sie alle Abhängigkeiten in Betracht, die die Reihenfolge der Computerwiederherstellungsvorgänge beeinflussen können. Lesen Sie bei einer Wiederherstellung eines Clusterservers oder Clusterknotens die entsprechenden Informationen weiter unten in diesem Modul.

So führen Sie die Wiederherstellung eines nicht als Domänencontroller eingesetzten Computers oder Mitgliedsservers durch

1.

Starten Sie CommCell Browser .

2.

Erweitern Sie Client Computers . Es wird eine Liste der Clientcomputer angezeigt.

3.

Wählen Sie den wiederherzustellenden Client aus, und erweitern Sie den entsprechenden Eintrag. Eine Liste der auf dem Clientcomputer installierten iDataAgents wird angezeigt.

4.

Erweitern Sie den iDataAgent für das Dateisystem. Wenn der Client für mehr als einen Sicherungssatz konfiguriert wurde, wird eine Liste der Sicherungssätze angezeigt. Die Liste enthält mindestens einen Eintrag. Der Name des Standardsicherungssatzes lautet defaultbackupset .

5.

Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Sicherungssatz, der die wiederherzustellenden Daten enthält. Klicken Sie im Menü auf Full iDataAgent Restore .

6.

Sie werden aufgefordert, die Auswahl zu bestätigen. Klicken Sie zum Fortfahren auf OK .

7.

Wählen Sie im Dialogfeld Full iDataAgent Restore Options die gewünschten Wiederherstellungsoptionen aus.

8.

Deaktivieren Sie die Option System State .

9.

Klicken Sie zum Starten des Wiederherstellungsvorgangs auf OK . Während der Wiederherstellung wird der Fortschritt des Vorgangs in einer Statusanzeige dargestellt.

10.

Sie werden benachrichtigt, dass die Wiederherstellung erfolgreich abgeschlossen wurde. Klicken Sie auf OK .

11.

Sie werden aufgefordert, den Computer neu zu starten. Klicken Sie auf Cancel . Starten Sie den Computer nicht neu.

12.

Wiederholen Sie die Schritte 5 bis 9, und aktivieren Sie diesmal die Option System State . Deaktivieren Sie alle anderen in der Standardeinstellung aktivierten Optionen.

13.

Klicken Sie zum Starten des Wiederherstellungsvorgangs auf OK . Während der Wiederherstellung wird der Fortschritt des Vorgangs in einer Statusanzeige dargestellt.

14.

Die Meldung Windows 2000 file system restore for Clientname completed partially. " wird angezeigt. Dies bedeutet, dass diese Phase der Wiederherstellung erfolgreich abgeschlossen wurde. Klicken Sie auf OK .

15.

Es wird folgende Meldung angezeigt: " To perform an authoritative restore of Active Directory, please run ntdsutil. To complete the authoritative restore of sysvol, please copy over the contents of sysvol from the temporary restore directory ". Klicken Sie auf OK. Diese Meldung dient zur Information und ist für Sie nur von Bedeutung, wenn Sie die autorisierende Wiederherstellung eines Domänencontrollers durchführen. Wenn der wiederherzustellende Computer Teil eines Clusters ist, enthält die oben angegebene Meldung den Hinweis " To complete the restored cluster database, please run clustrest ". Ignorieren Sie diese Meldung, und lesen die Informationen zu Clustern weiter unten in diesem Modul.

16.

Sie werden aufgefordert, den Computer neu zu starten. Klicken Sie dazu auf OK .

Nach einer vollständigen Wiederherstellung mit iDataAgent stimmt die Windows 2000-SID des wiederhergestellten Systems möglicherweise nicht mit der zugehörigen SID auf dem primären Domänencontroller überein. Entfernen Sie das System zum Lösen dieses Konflikts aus der Windows 2000-Domäne, indem Sie sich lokal anmelden und einer Arbeitsgruppe beitreten. Fügen Sie dann das neu erstellte System wieder der Windows 2000-Domäne hinzu, indem Sie der Domäne beitreten.

Bei einer vollständigen Wiederherstellung mit iDataAgent werden nur Zertifikate wiederhergestellt, die vor der letzten Sicherung ausgestellt wurden. Sie können die verbleibenden Zertifikate verwaist lassen, sie widerrufen oder erneut ausstellen.

Wiederherstellen von Commerce Server

Weiter oben in diesem Modul sind unter "Wiederherstellen eines nicht als Domänencontroller eingesetzten Computers oder Mitgliedsservers" vorläufige Informationen verfügbar. Für Server mit SQL Server ist auch eine SQL Server-Datenbankwiederherstellung erforderlich, wie sie unter "Wiederherstellen von SQL Server 2000" weiter unten in diesem Modul beschrieben wird.

Beim Wiederherstellen des Servers, auf dem SQL Server und Commerce Server 2000 ausgeführt werden, müssen Sie den Commerce Server 2000-Dienst beenden.

Wiederherstellen von Application Center

Weiter oben in diesem Modul sind unter "Wiederherstellen eines nicht als Domänencontroller eingesetzten Computers oder Mitgliedsservers" vorläufige Informationen verfügbar. Entfernen Sie den Knoten aus dem Cluster, bevor Sie einen Mitgliedsserver wiederherstellen. Treten Sie dem Cluster nach Abschluss der Wiederherstellung wieder bei.

Wiederherstellen von Internetinformationsdienste (IIS)

Weiter oben in diesem Modul sind unter "Wiederherstellen eines nicht als Domänencontroller eingesetzten Computers oder Mitgliedsservers" vorläufige Informationen verfügbar.

Wiederherstellen des Clusterservers

Zuerst müssen Sie sicherstellen, dass alle Schritte durchgeführt wurden, die weiter oben in diesem Modul unter "Erneutes Erstellen des Betriebssystems" aufgeführt sind.

Bei einem Totalausfall des Clusters ist die nachstehende Vorgehensweise am effektivsten. Sie umfasst eine SQL Server-Wiederherstellung, wie sie unter "Wiederherstellen von SQL Server 2000" weiter unten in diesem Modul beschrieben wird. Der Clusterdienst und der SQL Server-Dienst müssen ausgeführt werden, bevor Sie SQL Server wiederherstellen.

So führen Sie die Wiederherstellung des Clusterservers durch

1.

Installieren Sie auf beiden physischen Knoten das Betriebssystem Windows 2000.

2.

Installieren Sie den Microsoft-Patch WINSE19425 (in Service Pack 3 enthalten).

3.

Fahren Sie Knoten 2 herunter.

4.

Konfigurieren Sie auf Knoten 1 die EMC-Laufwerke, und ändern Sie die Laufwerkbuchstaben sowie die Emulex-Einstellungen. (Weitere Informationen finden Sie in TechNet in der Dokumentation zu Internet Data Center.) Wenn Sie zum Neustart des Computers aufgefordert werden, klicken Sie auf Ja .

5.

Nach dem Neustart des Computers wird die Hardwareerkennung durchgeführt. Anschließend werden Sie wieder aufgefordert, den Computer neu zu starten. Klicken Sie auf Nein . Treten Sie der Domäne bei, starten Sie dann den Computer neu, und melden Sie sich bei der Domäne an.

6.

Installieren Sie die Clustersoftware auf Knoten 1 als primären Knoten des Clusters, starten Sie den Computer jedoch nicht neu. Fahren Sie Knoten 1 nach Abschluss der Clustersoftwareinstallation herunter.

7.

Schalten Sie Knoten 2 ein.

8.

Konfigurieren Sie auf Knoten 2 die EMC-Laufwerke, und ändern Sie die Laufwerkbuchstaben sowie die Emulex-Einstellungen. (Weitere Informationen finden Sie in TechNet in der Dokumentation zu Internet Data Center.) Wenn Sie zum Neustart des Computers aufgefordert werden, klicken Sie auf Ja .

9.

Nach dem Neustart des Computers wird die Hardwareerkennung durchgeführt. Anschließend werden Sie wieder aufgefordert, den Computer neu zu starten. Klicken Sie auf Nein . Treten Sie der Domäne bei, starten Sie den Computer jedoch nicht neu. Fahren Sie Knoten 2 herunter.

10.

Schalten Sie Knoten 1 ein, und melden Sie sich bei der Domäne an.

11.

Schalten Sie Knoten 2 ein, und melden Sie sich bei der Domäne an.

12.

Installieren Sie die Clustersoftware auf Knoten 2 als sekundären Knoten des Clusters.

13.

Konfigurieren Sie im Dialogfeld Clusterverwaltung die Datenträgergruppen. (Weitere Information finden Sie in TechNet in der Dokumentation zu Internet Data Center.) Die Clustergruppe sollte Eigentümer des Quorumdatenträgers sein. Aktivieren Sie in den Datenträgergruppeneigenschaften die Option Failback zulassen .

14.

Installieren Sie auf beiden SQL Server 2000-Instanzen SQL Server 2000 und Service Pack 1. Die Server- und Instanznamen müssen mit den bei der vorhergehenden Installation verwendeten Namen identisch sein. Wenn diese nicht wurden, können Sie mit dem CommCell Browser den Computer durchsuchen, den Sie wiederherstellen möchten. Der Name der SQL Server-Instanz ist in der Commcell-Konsole unter SQL iDataAgent aufgeführt. Sie können sich den Speicherort der Daten und der Verzeichnisse für die Protokolldateien anzeigen lassen, indem Sie die Informationen zu iDataAgent für Windows 2000 anzeigen.

15.

Installieren Sie Galaxy im selben Speicherort wie bei der vorhergehenden Installation. Installieren Sie iDataAgent für Windows 2000 auf beiden physischen SQL Server-Knoten. Installieren Sie anschließend iDataAgent für Windows 2000 auf den virtuellen Servern. Geben Sie bei der Installation auf einem virtuellen Server in das Ordnerfenster den vollständigen Pfad einschließlich des Laufwerkbuchstaben für die Installation von Galaxy ein. Wenn dieser nicht wurde, können Sie mit dem CommCell Browser den virtuellen Server durchsuchen, den Sie wiederherstellen möchten. Sie können sich den vorherigen Speicherort des Installationsverzeichnisses von Galaxy anzeigen lassen, indem Sie die Informationen zu iDataAgent für Windows 2000 anzeigen.

16.

Installieren Sie auf die virtuellen Server iDataAgent für SQL Server mit Patch 28. Die iDataAgents der einzelnen virtuellen Server müssen von dem Knoten aus installiert werden, der zu diesem Zeitpunkt Eigentümer der Ressourcen des virtuellen Servers ist.

17.

Führen Sie auf beiden virtuellen Servern eine Wiederherstellung des Servers mit SQL Server durch, indem Sie die Anweisungen unter "Wiederherstellen von SQL Server 2000" weiter unten in diesem Modul befolgen.

18.

Führen Sie auf den virtuellen Servern die Wiederherstellung aller gewünschten Dateien durch, die nicht zur Datenbank gehören.

Die Wiederherstellung des SQL Server-Clusters ist damit abgeschlossen.

Wiederherstellen eines Clusterserverknotens

Wenn der Clusterserver in einem Failovermodus betrieben wird und nur einer der beiden Clusterknoten betriebsbereit ist, können Sie den ausgefallenen Knoten wiederherstellen, indem Sie die unter "Wiederherstellen eines nicht als Domänencontroller eingesetzten Computers oder Mitgliedsservers" beschriebenen Anweisungen befolgen. Vor dem Start des Wiederherstellungsvorgangs muss auf dem wiederherzustellenden Knoten der Clusterdienst ausgeführt werden.

1.

Bei der Wiederherstellung eines einzelnen Clusterknotens müssen Sie den Knoten vor der Neuerstellung aus der Clusterverwaltung entfernen. Markieren Sie in der Clusterverwaltung den ausgefallenen Knoten, klicken Sie mit der rechten Maustaste darauf, und wählen Sie die Option Knoten entfernen .

2.

Erstellen Sie das Betriebssystem neu. Vergewissern Sie sich, dass Sie alle Schritte durchgeführt haben, die weiter oben in diesem Modul unter "Erneutes Erstellen des Betriebssystems" aufgeführt sind.

3.

Konfigurieren Sie TCP/IP für Schnittstellenkarten für private und öffentliche Netzwerke.

4.

Vergewissern Sie sich, dass die Schnittstellenkarte für öffentliche Netzwerke vor der für private Netzwerke eingebunden wird.

5.

Treten Sie der Domäne bei, starten Sie den Computer jedoch noch nicht neu.

6.

Konfigurieren Sie im Geräte-Manager die EMC-Laufwerke, und ändern Sie die Laufwerkbuchstaben sowie die Emulex-Einstellungen. Weitere Information finden Sie in TechNet in der Dokumentation zu Internet Data Center.

7.

Starten Sie den Computer im abgesicherten Modus neu, indem Sie beim Neustart F8 drücken. Wenden Sie den Microsoft-Patch WINSW 19425 (in Service Pack 3 enthalten) an, und starten Sie den Computer im normalen Modus neu.

8.

Installieren Sie die Clustersoftware von Microsoft, und konfigurieren Sie sie als sekundären Knoten.

9.

Installieren Sie iDataAgent für Windows 2000 auf dem physischen Knoten.

10.

Führen Sie eine vollständige Systemwiederherstellung eines nicht als Domänencontroller eingesetzten Computers mit iDataAgent durch. Weitere Informationen finden Sie weiter oben in diesem Modul unter "Wiederherstellen eines nicht als Domänencontroller eingesetzten Computers oder Mitgliedsservers".

11.

Vergewissern Sie sich, dass für jede im Dialogfeld Clusterverwaltung auf der Registerkarte Allgemeine Eigenschaften angegebene Microsoft-Ressource beide Knoten als verfügbar aufgeführt sind. Beim Entfernen eines Clusterknotens wird dieser Knoten für alle Microsoft-Clusterressourcen aus der Liste der verfügbaren Knoten entfernt. Doppelklicken Sie in der Clusterverwaltung auf alle Microsoft-Clusterressourcen, um jeweils die Registerkarte Allgemeine Eigenschaften anzuzeigen. Wenn keiner der Knoten als möglicher Eigentümer aufgeführt ist, klicken Sie auf Ändern , verschieben Sie den entsprechenden Knoten vom linken Anzeigebereich ("Verfügbar") zum rechten Anzeigebereich ("Möglich"), und klicken Sie dann auf OK . Damit für eine Gruppe ein Failover zum gewünschten Knoten erfolgt, muss dieser für jede Ressource der Gruppe als möglicher Eigentümer aufgeführt sein.

12.

Überprüfen Sie die Failover- und Failbackfunktion.

Wiederherstellen der Clusterdatenbanken

Clusterdatenbanken müssen nur wiederhergestellt werden, wenn die vorhandenen Datenbanken beschädigt sind beziehungsweise Clusterressourceninformationen fehlen, die aus den Sicherungsdaten abgerufen werden können. Die Clusterdienst- und Quorumdatenbanken werden zusammen mit dem Systemstatus wiederhergestellt. Die Programmdateien werden zusammen mit dem Dateisystem wiederhergestellt. Durch das Wiederherstellen des Systemstatus und des Dateisystems werden die Clusterinformationen wiederhergestellt. Die Quorumdatenbanken werden jedoch stets im autorisierenden Modus wiederhergestellt und erfordern einen manuellen, nicht autorisierenden Wiederherstellungsvorgang.

Bei einer Wiederherstellung des Systemstatus werden die Quorumdatenbanken (Laufwerksdatenbanken) in einem temporären Speicherort wiederhergestellt: \WINNT\Temp . Bei Verlust oder Beschädigung des Quorumdatenträgers können die Daten mithilfe des Dienstprogramms für die autorisierende Wiederherstellung (authorutil) wiederhergestellt werden. Die Clusterdienste müssen während der autorisierenden Wiederherstellung online sein. Wenn die vorhandenen Quorumdaten beschädigt sind, können die Clusterdienste nicht gestartet werden. Vor dem Ausführen von authorutil -cluster müssen Sie den Clusterdienst deinstallieren und erneut installieren (oder den Clusterdienst vor dem Wiederherstellungsvorgang installieren).

So führen Sie eine Wiederherstellung der Clusterdatenbank durch

1.

Geben Sie in der Eingabeaufforderung des Knotens, der Eigentümer der Quorumdatenbank ist, folgenden Befehl ein: authorutil -cluster .

2.

Beenden Sie den Clusterdienst auf allen außer dem Knoten, auf dem die Wiederherstellung durchgeführt wird. Sie müssen die Wiederherstellung auf dem Knoten durchführen, der während Sicherungsvorgängen Eigentümer der Clustergruppe/Quorumdatenbank ist. (Wenn Sie diese Vorgehensweise nicht beachten und ein anderer Knoten mit einer aktuelleren Datenbank Eigentümer des Quorumdatenträgers wird, bevor Sie die Datenbank vom wiederhergestellten Knoten aktualisieren können, schlägt die Wiederherstellung fehl.)

3.

Bei einer erfolgreichen Wiederherstellung werden Sie aufgefordert, die Dienste auf den angehaltenen Knoten neu zu starten.

4.

Starten Sie die anderen Knoten neu, wenn der Vorgang abgeschlossen ist und der Clusterdienst auf dem wiederhergestellten Server erfolgreich gestartet wurde. Wenn clusdb nicht wiederhergestellt wurde, führen Sie das Verfahren durch, das im englischen Microsoft Knowledge Base-Artikel 224999, "How to Use the Cluster TMP File to Replace a Damaged Clusdb File" unter: http://support.microsoft.com/default.aspx?scid=kb;en-us;224999 .

Sie können mit Clusterdienstbefehlen eine Problembehandlung beziehungsweise ein Debuggen des Clusterdienstes über die Eingabeaufforderung durchführen. Die Eingabeaufforderung des Clusterdienstes kann nur lokal im Clusterverzeichnis ausgeführt werden: systemroot \cluster .

Der Befehl clussvc sollte unter normalen Umständen nicht verwendet werden. Er darf nur als temporäres Diagnosewerkzeug verwendet werden, wenn der Clusterdienst nicht gestartet wird (zum Beispiel nach einem systembedingten Fehler).

Beim Eingeben von Befehlen in der Eingabeaufforderung gelten folgende Regeln:

Beim Eingeben von Befehlen in der Eingabeaufforderung können Sie pro Befehlszeile mehrere Optionen angeben. Der Befehl Clussvc.exe verarbeitet Optionen von links nach rechts. Beim Fehlschlagen einer Option stoppt der Befehl an dieser Option.

Um die Clusterdienstbefehle verwenden zu können, müssen Sie mit Administratorrechten angemeldet sein.

Drücken Sie zum Beenden des Clusterdienstes in der Eingabeaufforderung STRG+C.

Die Syntax des Befehls zum Starten des Clusterdienstes in der Eingabeaufforderung lautet:

clussvc -debug [ Befehl ]

Mögliche Werte für Befehl :

fixquorum

Mit dieser Option wird der Clusterdienst auch gestartet, wenn Probleme mit dem Quorumgerät auftreten.

resetquorumlog

Wenn die Quorumprotokolldatei nicht gefunden wird oder beschädigt ist, wird eine neue Quorumprotokolldatei erstellt. Diese Protokolldatei beruht auf den Informationen in der Clusterdatenbankdatei für den lokalen Knoten. Wenn die Quorumprotokolldatei gefunden wird und nicht beschädigt ist, hat dieser Befehl keine Auswirkungen.

Der Clusterdienst wird im Fenster der Eingabeaufforderung ausgeführt. Alle im Clusterprotokoll aufgezeichneten Ausgaben werden in diesem Fenster angezeigt.

Andere Wiederherstellungsszenarien

Die vollständige Wiederherstellung mit iDataAgent kann in folgenden Situationen auch zur Notfallwiederherstellung verwendet werden.

Bei der Wiederherstellung eines neu eingerichteten oder neuen Systems:

Stellen Sie sicher, dass der Zielcomputer dem Originalcomputer so ähnlich wie möglich ist.

Stellen Sie sicher, dass der Zielcomputer denselben vollständig qualifizierten Netzwerknamen wie der Originalcomputer hat.

Versuchen Sie, die allgemeine Hardwarekonfiguration (IDE, SCSI) des Zielcomputers soweit wie möglich mit derjenigen des Originalcomputers in Übereinstimmung zu bringen.

Passen Sie die Konfiguration des lokalen Festplattenlaufwerks so an, dass sie derjenigen des wiederherzustellenden Clients so weit wie möglich entspricht.

Stellen Sie sicher, dass die Festplatte des Computers über eine ausreichende Kapazität verfügt, um die Menge der wiederhergestellten Daten aufzunehmen.

Verwenden Sie nach Möglichkeit dieselbe Netzwerkkarte wie beim ursprünglichen Client.

Wenn Sie eine vollständige Wiederherstellung mit iDataAgent auf einem Computer mit anderer Hardwarekonfiguration (zum Beispiel Netzwerkkarte, Grafikkarte) als beim gesicherten Client durchführen, gehen Sie folgendermaßen vor.

So führen Sie mit iDataAgent eine vollständige Wiederherstellung auf einem Computer mit anderer Hardwarekonfiguration als beim gesicherten Client durch

1.

Führen Sie eine vollständige Wiederherstellung mit iDataAgent durch, wie im Abschnitt " Durchführen einer vollständigen Wiederherstellung mit iDataAgent " weiter oben in diesem Modul beschrieben. Dabei muss die Option unconditional overwrite deaktiviert sein.

2.

Überprüfen Sie die TCP/IP- und die Grafikkonfiguration. Falls diese nicht korrekt sind, führen Sie die folgenden Schritte aus:

1.

Installieren Sie die entsprechenden Netzwerkkartentreiber neu.

2.

Deinstallieren Sie die Netzwerk- und Grafikkarten (mit dem Hardware-Assistenten oder im Windows Geräte-Manager ).

3.

Starten Sie bei der entsprechenden Aufforderung den Computer neu.

4.

Die Hardware wird nun von Windows neu erkannt, und die entsprechenden Treiber werden wiederhergestellt.

3.

Konfigurieren Sie die Einstellungen für TCP/IP und Grafikkarte neu.

Windows 2000 unterstützt Basisdatenträger und dynamische Datenträger. Wenn Sie eine vollständige Wiederherstellung mit iDataAgent durchführen, sollte die Zielfestplatte als dynamischer Datenträger konfiguriert werden, sofern die gesicherte Festplatte ebenfalls als solcher konfiguriert war.

Hinweis: Wenn die Datenträgertypen bei der Wiederherstellung nicht übereinstimmen, wird der neu erstellte Datenträger als fremd gekennzeichnet, und auf die wiederhergestellten Daten kann nicht zugegriffen werden. Falls dies geschieht, muss der Datenträger über die Datenträgerverwaltung von Windows 2000 zunächst von einem fremden in einen Basisdatenträger und dann in einen dynamischen Datenträger konvertiert werden. Die Wiederherstellung muss anschließend erneut durchgeführt werden.

Zum Durchführen der vollständigen Neuerstellung eines Domänencontrollers mit iDataAgent muss sich das Installationsverzeichnis von Galaxy auf dem Zielcomputer auf demselben Laufwerk befinden wie bei den gesicherten Daten. Darüber hinaus sollte sichergestellt sein, dass sich das Verzeichnis auf dem Zielcomputer am selben Speicherort befindet wie bei der Sicherungskopie.

Bei jeder Wiederherstellung von NTDS und SYSVOL werden die Daten in ein temporäres Verzeichnis verschoben. Für den temporären Pfad wird der Pfad des Installationsverzeichnisses von Galaxy aus den gesicherten Daten verwendet, und es wird versucht, die Daten an derselben Stelle auf dem Zielcomputer abzulegen.

Wenn Sie vorhaben, einen Domänencontroller wiederherzustellen und der Speicherort des Installationsverzeichnisses von Galaxy auf dem Zielcomputer ein anderer ist als in der Sicherungskopie, benennen Sie den folgenden Datenpfad vor dem Neustart um:

D:\GalaxyNew\iDataAgent\FileSystemAgent\2\2\RESTORE\GALAXY\iDataAgent\FileSystemAgent\2

Der erste Teil des Pfads, beginnend mit GalaxyNew , bezeichnet das aktuelle Installationsverzeichnis von Galaxy auf dem Zielcomputer. Der zweite Teil, beginnend mit GALAXY , bezeichnet das Installationsverzeichnis von Galaxy in der Sicherungskopie.

Ändern Sie den zweiten Pfad vor dem Neustart so, dass er dem ersten entspricht. Auf diese Weise können die erforderlichen wiederhergestellten Daten aus dem temporären Verzeichnis in das neue Installationsverzeichnis von Galaxy auf dem Zielcomputer verschoben werden.

Fenster Full iDataAgent Restore Options

Für eine vollständige Systemwiederherstellung müssen Sie auswählen, welche Optionen im Fenster für die vollständige Systemwiederherstellung angezeigt werden sollen. In den folgenden Tabellen werden die für dieses Fenster verfügbaren Optionen beschrieben.

Tabelle 22: Optionen für die Wiederherstellungszeit

Option Beschreibung

Restore from the Latest Backup

Wiederherstellung des Clientcomputers unter Verwendung der letzten aktuellen Sicherungsdaten

Restore from a Backup That Occurred Before This Date

Ermöglicht, den Clientcomputer über eine Sicherungskopie wiederherzustellen, die an einem bestimmten Datum und zu einer bestimmten Uhrzeit erstellt wurde.
Hiermit kann die Wiederherstellung eines Dateisystems mit entsprechenden Optionen ausgeführt werden, die in der folgenden Tabelle beschrieben werden.

Tabelle 23: Optionen für die Wiederherstellung eines Dateisystems

Option Beschreibung

File System

Dies betrifft die Wiederherstellung von Dateisystemdaten mit den Optionen, die in dieser Tabelle beschrieben werden.
Hinweis: Wenn Sie einen Domänencontroller wiederherstellen und den Computer im Modus Verzeichnisdienste wiederherstellen gestartet haben, können Sie die Dateisystemdaten auch an diesem Punkt wiederherstellen.

Restore Deleted Files/ Folders (no-image)

Wenn diese Option deaktiviert ist:
Galaxy stellt den Computer wieder her, indem das Abbild der Daten mit dem angegebenen Sicherungszeitpunkt verwendet wird. Wenn diese Option aktiviert ist:
Galaxy stellt den Clientcomputer mit sämtlichen Daten wieder her, die bis zum angegebenen Sicherungszeitpunkt gesichert wurden. Dies wird als "Durchsuchen ohne Abbild" bezeichnet.

Unconditional Overwrite

Wenn diese Option aktiviert ist:
Alle wiederhergestellten Daten werden ohne Auswahlmöglichkeit an die angegebenen Speicherorte geschrieben.
Wenn diese Option deaktiviert ist:
Dateien und Verzeichnisse, deren Namen mit denjenigen im Wiederherstellungspfad übereinstimmen und bei denen die gesicherten Daten genauso alt oder älter sind als diejenigen im Wiederherstellungspfad, werden nicht wiederhergestellt.

Dateien und Verzeichnisse, deren Namen mit denjenigen im Wiederherstellungspfad übereinstimmen und bei denen die gesicherten Daten neuer sind als diejenigen im Wiederherstellungspfad, werden wiederhergestellt.

Dateien und Verzeichnisse, deren Namen anders lauten als diejenigen im Wiederherstellungspfad, werden wiederhergestellt.

Restore ACLs

Wenn diese Option aktiviert ist:
Für alle wiedergestellten Daten werden die ursprünglichen Zugriffssteuerungslisten (ACL, Access Control List) und damit auch die ursprünglichen Sicherheitsattribute beibehalten.
Die Daten werden ohne Zugriffssteuerungslisten wiederhergestellt. Infolgedessen werden die Zugriffssteuerungslisten des übergeordneten Verzeichnisses für die wiederhergestellten Daten übernommen.

Recreate Mount Points

Wenn diese Option aktiviert ist:
Alle gelöschten Bereitstellungspunkte und solche, deren Konfiguration geändert wurde, werden bei der Wiederherstellung neu erstellt.
Wenn diese Option deaktiviert ist:
Gelöschte Bereitstellungspunkte oder solche mit geänderter Konfiguration werden nicht wiederhergestellt.

Exclude Files/FoldersButton

Ermöglicht die Angabe von Dateien und Ordnern, die von der Wiederherstellung ausgeschlossen werden sollen. Zum Hinzufügen einer Datei oder eines Ordners zum Filter verwenden Sie die Schaltfläche Add . Zum Löschen einer Datei oder eines Ordners aus dem Filter markieren Sie den Pfad im Fenster und klicken auf Delete .

Tabelle 24: Optionen für die Wiederherstellung des Systemstatus

Option Beschreibung

System State

Dies betrifft die Wiederherstellung des Systemstatus mit den entsprechenden Optionen, die weiter unten beschrieben werden.
Die Wiederherstellung des Systemstatus umfasst mehrere Objekte. Galaxy bietet die Möglichkeit, einen Wiederherstellungstyp ausschließlich für SYSVOL zu wählen. Für Active Directory wird von Galaxy eine nicht autorisierende Wiederherstellung durchgeführt, ohne dass ein Wiederherstellungstyp gewählt werden kann. Um eine autorisierende Wiederherstellung von Active Directory zu erzwingen, müssen Sie das Dienstprogramm ntdsutil verwenden.

Primary

Bei einer primären Wiederherstellung werden die wiederhergestellten Daten als primäre Daten für alle Replikate in der Domäne gekennzeichnet. Dabei wird eine neue Datenbank für den Dateireplikationsdienst erstellt, und die replizierten Systemstatusdaten werden auf alle Domänencontroller übertragen, die dem Replikationssystem hinzugefügt wurden.
Hinweis: Eine primäre Wiederherstellung sollte nur dann verwendet werden, wenn alle anderen Domänencontroller nicht funktionsfähig sind und die Domäne aus der letzten Sicherungskopie neu erstellt werden soll. Führen Sie keine primäre Wiederherstellung durch, wenn ein anderer Domänencontroller aus dieser Domäne verfügbar ist.

Authoritative

Wenn die wiederhergestellten Daten Vorrang vor den Daten auf anderen Domänencontrollern haben, sollte die Wiederherstellung im autorisierenden Modus durchgeführt werden. In diesem Fall werden die auf dem Domänencontroller wiederhergestellten Daten auf die anderen Domänencontroller übertragen, und vorhandene neuere Daten auf diesen Computern werden überschrieben. Der autorisierende Modus ist dann sinnvoll, wenn wichtige Systemstatusdaten gelöscht wurden und die Löschung auf andere Server übertragen worden ist.
Hinweis: Eine autorisierende Wiederherstellung muss mit Sorgfalt durchgeführt werden, da der Systemstatus auf den Zustand zur Zeit der Sicherung zurückgesetzt wird, so dass es möglicherweise zum Verlust von Daten kommen kann, die nicht wiederhergestellt werden können, da sie überschrieben wurden.

Non-Authoritative(default)

Die Wiederherstellung von Systemstatusdaten auf einem Domänencontroller erfolgt standardmäßig nicht autorisierend. Nachdem der Systemstatus im nicht autorisierenden Modus wiederhergestellt wurde, werden neuere Daten im Netzwerk auf den wiederhergestellten Computer übertragen, um die Daten zu aktualisieren.

Tabelle 25: Optionen für die Systemdatenbank

Option Beschreibung

System Databases

Dies betrifft die Wiederherstellung von Systemdatenbanken mit entsprechenden Optionen, die in dieser Tabelle beschrieben werden.

Event Logs

Bei Auswahl werden die Ereignisprotokolle des Systems wiederhergestellt.

RSM Database

Bei Auswahl wird die Datenbank für den Wechselmediendienst wiederhergestellt.

Terminal Server Database

Bei Auswahl wird die Datenbank für die Terminaldienste wiederhergestellt.

Quota Information

Bei Auswahl werden Kontingentinformationen wiederhergestellt.

Content Indexing Catalogs

Bei Auswahl werden die Inhaltsindexkataloge wiederhergestellt.

Advanced Option

Zeigt das Fenster Choose Copy Precedence an, in dem Sie eine Reihenfolge für die Kopien angeben können, von denen Sie Daten wiederherstellen möchten. In der Standardeinstellung werden die Daten von Galaxy von der Kopie wiederhergestellt, die die höchste Priorität hat und die erforderlichen Daten enthält. Üblicherweise ist dies die primäre Kopie (Priorität 1). Falls die Daten jedoch auf mehrere Kopien ausgegeben wurden (mit der Funktion Auxiliary Copy ), deren Aufbewahrungszeiten länger als die der primären Kopie sind, werden die Daten (wenn sie aus einer älteren Sicherungskopie stammen) von einer sekundären Kopie wiederhergestellt.

Beachten Sie, dass Wiederherstellungsvorgänge auf Sicherungssatzebene durchgeführt werden und daher den Subclientbereich überschreiten. Wenn die wiederhergestellten Daten von verschiedenen Subclients gesichert wurden, die unterschiedlichen Speicherrichtlinien zugeordnet waren, werden diese Daten von den Kopien wiederhergestellt, deren Priorität dem angegebenen entspricht.

Wenn die angegebene Kopie für einen bestimmten Subclient nicht verfügbar ist, kann die Wiederherstellung nicht erfolgreich abgeschlossen werden.

Wiederherstellen von Exchange 2000 Server

In bestimmten Fällen kann eine Exchange 2000-Datenbank beschädigt werden. In diesem Fall muss Exchange 2000 Server vor der Wiederherstellung der Datenbank neu installiert werden. In diesem Abschnitt wird das Verfahren für diese Art von Neuerstellung beschrieben.

Überlegungen zur Wiederherstellung des gesamten Computers

Der Systemstatus oder das Dateisystem muss auf dem Computer wiederhergestellt werden, auf dem Exchange 2000 Server installiert ist. Eine Anleitung hierzu finden Sie im Galaxy Client Administration Guide (Windows 2000 Server Family) .

Wenn der Computer betriebsbereit ist, folgen Sie den Anweisungen im Abschnitt "So stellen Sie eine einzelne oder mehrere Exchange-Datenbanken wieder her" weiter unten in diesem Modul. Für den Computer ist möglicherweise eine vollständige Neuerstellung des Systems einschließlich des Systemstatus und des Dateisystems erforderlich, bevor Exchange 2000 Server wiederhergestellt werden kann.

Active Directory ist beschädigt und auf dem Exchange 2000 Server installiert.
Eine Anleitung hierzu finden Sie im Galaxy Client Administration Guide (Windows 2000 Server Family), (Full System Restore Procedures) . Wenn Exchange 2000 Server das einzige fehlende oder beschädigte Objekt in Active Directory ist, folgen Sie den Anweisungen im Abschnitt "So führen Sie eine Wiederherstellung von Exchange 2000 Server durch" weiter unten in diesem Modul.

Active Directory ist beschädigt und nicht auf dem Exchange 2000 Server installiert.
Informationen zur Neuerstellung des Domänencontrollers, auf dem Active Directory installiert ist, finden Sie im Galaxy Client Administration Guide (Windows 2000 Server Family), (Full System Restore Procedures) . Wenn Exchange 2000 Server das einzige fehlende oder beschädigte Objekt in Active Directory ist, können Sie die Objekte von Exchange 2000 Server durch eine nicht autorisierende Wiederherstellung des Systemstatus wiederherstellen.

Exchange 2000 Server erfordert die Wiederherstellung einer Schlüsselverwaltungsdatenbank.
Der Standortreplikationsdienst (SRS, Site Replication Service) muss funktionsfähig sein, bevor die Datenbank wiederhergestellt wird. Der Standortreplikationsdienst wird als Teil des Systemstatus gesichert. Weitere Informationen hierzu finden Sie im Galaxy Client Administration Guide (Windows 2000 Server Family) .

Exchange 2000 Server erfordert die Wiederherstellung einer Schlüsselverwaltungsdatenbank.
Weitere Informationen zur Wiederherstellung von Dateisystem und Systemstatus finden Sie im Galaxy Client Administration Guide (Windows 2000 Server Family), Full System Restore Procedures . Wenn Exchange 2000 Server die Zertifizierungsstelle war, werden diese Daten bei der Wiederherstellung des Systemstatus zusammen mit dem Schlüsselverwaltungssystem (KMS, Key Management System) wiederhergestellt. Wenn die Anwendungsdaten des Schlüsselverwaltungssystems fehlen oder beschädigt sind, wird dies bei der Wiederherstellung der Dateisystemdaten behoben. Der Standardspeicherort der Programmdaten ist \Programme\Exchsrvr\KMS\Data .

Exchange 2000 Server ist auf einem Clusterserver installiert, und dieser Clusterserver ist beschädigt.
Informationen hierzu finden Sie im Galaxy Client Administration Guide (Windows 2000 Server Family), (Full System Restore Procedures).

Der Clusterserver ist funktionsfähig, nur Exchange 2000 Server erfordert eine Wiederherstellung.
In diesem Fall gehen Sie wie im Folgenden beschrieben vor.

So führen Sie eine Wiederherstellung von Exchange 2000 Server durch

1.

Lesen Sie den Abschnitt "Überlegungen zur Wiederherstellung des gesamten Computers" weiter oben in diesem Modul, um festzustellen, ob eine vollständige Wiederherstellung des Systemstatus und Dateisystems von Windows 2000 erforderlich ist. Eine Anleitung und weitere Informationen hierzu finden Sie im Galaxy Client Administration Guide (Windows 2000 Server Family) .

2.

Wenn Active Directory die Exchange 2000 Server-Objekte enthält, führen Sie das Setup von Exchange im Notfallwiederherstellungsmodus (setup/disaster recovery) aus. Wenn die Exchange 2000 Server-Objekte nicht in Active Directory vorhanden sind, lesen Sie den Abschnitt "Systemstatus zuerst wiederherstellen" weiter oben in diesem Modul. Sie können Exchange 2000 Server bei Bedarf neu installieren, müssen dabei jedoch dieselbe Datenstruktur und -hierarchie verwenden wie bei der ursprünglichen Installation von Exchange 2000 Server. In jedem Fall muss Exchange 2000 Server am selben Speicherort installiert werden, an dem sich die ursprüngliche Installation befand. Wenn Sie die Installation im Notfallwiederherstellungsmodus durchführen möchten, starten Sie den Computer nach Abschluss des Setups nicht neu. Fahren Sie mit dem nächsten Schritt fort.

3.

Überprüfen Sie, dass Umlaufprotokollierung für alle Speichergruppen deaktiviert ist.

4.

Wenn gegenwärtig Software auf dem Server ausgeführt wird, die versuchen könnte, auf die Exchange 2000-Datenbank zuzugreifen, zum Beispiel ein Virensuchprogramm, deaktivieren Sie diese jetzt.

5.

Führen Sie eine vollständige Wiederherstellung der Exchange 2000-Datenbank durch, indem Sie alle Exchange 2000-Datenbanken auswählen, bei denen eine Wiederherstellung erforderlich ist.

6.

An diesem Punkt kann zuvor deaktivierte Software wieder aktiviert werden.

7.

Überprüfen Sie, ob der Server betriebsbereit ist.

8.

Führen Sie eine vollständige Wiederherstellung der Exchange 2000-Datenbank durch, um sicherzustellen, dass ein aktuelles Archiv vorhanden ist.

So stellen Sie eine einzelne oder mehrere Exchange-Datenbanken wieder her

Im Folgenden wird beschrieben, wie Exchange 2000 Server-Datenbanken wiederhergestellt werden. Wenden Sie dieses Verfahren nur dann an, wenn Sie die vorhandene Exchange 2000 Server-Datenbank tatsächlich mit der gesicherten Version überschreiben möchten.

1.

Heben Sie die Bereitstellung aller wiederherzustellenden Datenbanken auf. Wenn Sie Exchange 2000 Server vollständig wiederherstellen möchten, heben Sie die Bereitstellung aller Datenbankspeicher auf.

2.

Stellen Sie bei der Wiederherstellung der KMS-Datenbank sicher, dass das Serverdatenverzeichnis für die Schlüsselverwaltung leer ist (üblicherweise \Programme\Exchsrvr\Kmsdata ), und stellen Sie sicher, dass das Schlüsselverwaltungssystem von Microsoft Exchange gestartet wurde.

3.

Überprüfen Sie bei der Wiederherstellung der Datenbank für den Standortreplikationsdienst, dass sich keine Dateien mit den Endungen .ebd , .log oder .chk im Ordner Exchsrvr/Srsdata befinden, und stellen Sie sicher, dass der Standortreplikationsdienst von Microsoft Exchange gestartet wurde.

4.

Klicken Sie auf Start , zeigen Sie auf Programme , klicken Sie auf Galaxy und dann auf Galaxy CommCell Console .

5.

Melden Sie sich über das CommCell-Anmeldefenster an, indem Sie Ihren Galaxy-Benutzernamen und das Kennwort eingeben. Das Fenster CommCell Console wird angezeigt.

6.

Doppelklicken Sie im CommCell Browser auf den Client.

7.

Klicken Sie mit der rechten Maustaste im CommCell Browser auf das Symbol für Exchange Database iDataAgent , und klicken Sie anschließend auf Browse Backup Data .

8.

Klicken Sie im Dialogfeld Browse Options auf OK (sofern die Standardeinstellungen verwendet werden sollen).

9.

Das Dialogfeld Browse wird geöffnet, in dem die Exchange 2000 Server-Datenbanken angezeigt werden.

10.

Wählen Sie im Dialogfeld Browse die Datenbanken aus, die wiederhergestellt werden sollen.

11.

Klicken Sie auf die Schaltfläche Restore All Selected .

12.

Überprüfen Sie den Inhalt des Dialogfelds Restore Summary .

13.

Um die Datenbankspeicher nach der Wiederherstellung automatisch bereitzustellen, aktivieren Sie die Option Mount database after restore . Beachten Sie, dass diese Option deaktiviert ist, wenn nur KMS- oder SRS-Datenbanken für die Wiederherstellung ausgewählt wurden.

14.

Klicken Sie auf OK .

15.

Die vollständige Wiederherstellung der ausgewählten Elemente wird von Galaxy gestartet. Wenn die Daten vollständig wiederhergestellt sind, wird eine Bestätigungsmeldung angezeigt. Klicken Sie zum Bestätigen auf OK .

16.

Wenn Sie eine KMS-Datenbank wiederhergestellt haben, müssen Sie das Schlüsselverwaltungssystem anhalten und neu starten, sobald die Wiederherstellung erfolgreich abgeschlossen wurde.

17.

Wenn Sie eine SRS-Datenbank wiederhergestellt haben, müssen Sie den Standortreplikationsdienst anhalten und neu starten, sobald die Wiederherstellung erfolgreich abgeschlossen wurde.

Wiederherstellen von SQL Server 2000

Dieser Abschnitt enthält Informationen und Anweisungen für die vollständige Wiederherstellung von SQL Server und zugehörigen Datenbanken, die von Galaxy gesichert wurden.

Durchführen einer vollständigen Wiederherstellung

Bei einer vollständigen Systemwiederherstellung werden alle Dateien (einschließlich des Betriebssystems) und die SQL Server-Datenbanken auf einem Clientcomputer nach einem schweren Ausfall wiederhergestellt.

Bevor Sie mit der Wiederherstellung von SQL-Datenbanken beginnen, sollten Sie überprüfen, ob eine vollständige Wiederherstellung des Systemstatus und Dateisystems von Windows 2000 erforderlich ist. Eine Anleitung und weitere Informationen hierzu finden Sie im Galaxy Client Administration Guide (Windows 2000 Server Family) .

Eine vollständige Wiederherstellung des Systems erfolgt in zwei Schritten:

1.

Der Computer muss voll funktionsfähig sein, und Microsoft SQL Server muss installiert sein. Zu diesem Zweck können Sie eine vollständige Wiederherstellung mit iDataAgent durchführen. Wenn eine vollständige Wiederherstellung des Systems erfolgt ist, deinstallieren Sie nach der vollständigen Neuerstellung des Systems Microsoft SQL Server vom Computer und installieren es dann neu. Deinstallieren und installieren Sie Microsoft SQL Server 2000 und Service Pack 1 neu. Die Namen des Servers und der Instanz sollten mit denjenigen der vorhergehenden Installation übereinstimmen. Wenn diese Informationen nicht verfügbar sind, können Sie mit dem CommCell Browser den Computer durchsuchen, den Sie wiederherstellen möchten. Der Name der SQL Server-Instanz ist in der Commcell-Konsole unter SQL iDataAgent aufgeführt. Sie können sich den Speicherort der Daten und der Verzeichnisse für die Protokolldateien anzeigen lassen, indem Sie in iDataAgent das Dateisystem durchsuchen.

2.

Die SQL Server-Datenbanken müssen wiederhergestellt werden. Folgen Sie den Anweisungen im Abschnitt "Durchführen einer vollständigen Wiederherstellung einer SQL Server-Instanz" weiter unten in diesem Modul. Wenn Sie den SQL Server wiederherstellen und Commerce Server 2000 installiert ist, sollten die Commerce Server 2000-Dienste angehalten werden, bevor Sie mit der Wiederherstellung beginnen.

Durchführen einer vollständigen Wiederherstellung von SQL Server

Bei einer vollständigen Wiederherstellung einer SQL Server-Instanz werden alle Datenbanken der SQL Server-Instanz vollständig wiederhergestellt, entweder auf demselben oder auf einem anderen Computer. Die vollständige Wiederherstellung einer SQL Server-Instanz kann je nach Situation sinnvoll oder auch notwendig sein. Im Folgenden einige Beispiele:

Erstellen eines Servers unter SQL Server, der Daten und Konfiguration eines anderen Servers unter SQL Server dupliziert.

Neueinrichten der Datenbanken einer SQL Server-Instanz nach einem schweren Systemausfall.

Wiederherstellung des gesamten Computers

Wenn der Systemstatus oder das Dateisystem auf dem System wiederhergestellt werden müssen, auf dem SQL Server installiert ist, lesen Sie die Anweisungen im Abschnitt "Wiederherstellen eines nicht als Domänencontroller eingesetzten Computers oder Mitgliedsservers" weiter oben in diesem Modul. Wenn der Computer funktionsfähig ist, fahren Sie mit dem Abschnitt "Durchführen einer vollständigen Wiederherstellung einer SQL Server-Instanz" weiter unten in diesem Modul fort. Möglicherweise muss das System auf dem Computer vollständig neu erstellt werden, bevor der SQL Server wiederhergestellt werden kann. Welche Schritte im Einzelnen für die Wiederherstellung erforderlich sind, richtet sich nach dem Zustand des Computers, auf dem SQL Server installiert ist:

Der Computer wurde neu erstellt und durch eine vollständige Wiederherstellung des Dateisystems mit iDataAgent wiederhergestellt.
Deinstallieren und installieren Sie SQL Server auf dem Computer neu, nachdem Sie die vollständige Neuerstellung des Systems durchgeführt haben. Die Namen des Servers und der Instanz sollten die gleichen sein wie bei der vorherigen Installation von SQL Server. Wenn diese Informationen nicht verfügbar sind, können Sie mit dem CommCell Browser den Computer durchsuchen, den Sie wiederherstellen möchten. Der Name der SQL Server-Instanz ist in der Commcell-Konsole unter SQL iDataAgent aufgeführt. Nachdem die Wiederherstellung abgeschlossen ist, müssen Sie auch eine Wiederherstellung von SQL Server auf Servern durchführen, auf denen SQL Server ausgeführt wird. Informationen hierzu finden Sie im Abschnitt "Wiederherstellen von SQL Server 2000" weiter oben in diesem Modul.

Der SQL Server befindet sich in einem Cluster.
Zum Wiederherstellen von SQL Server in einem Cluster müssen die Microsoft Clusterdienste und SQL Server funktionsfähig sein, bevor die Wiederherstellung durchgeführt wird. Installieren Sie ggf. die Microsoft Clustersoftware und Microsoft SQL Server 2000 mit Service Pack 1.

Daten oder Registrierungsinformationen im physischen Knoten fehlen.
Führen Sie eine vollständige Systemwiederherstellung mit iDataAgent auf dem physischen Knoten durch; deinstallieren und installieren Sie Microsoft SQL Server anschließend auf dem virtuellen Server neu.

Clusterdatenbank-Informationen, zum Beispiel SQL-Clusterressourcen, fehlen.
Führen Sie authorutil -cluster aus, nachdem Sie eine vollständige Wiederherstellung des Systems mit iDataAgent auf dem physischen Knoten durchgeführt haben, dem die Clustergruppe beziehungsweise das Quorumlaufwerk angehören.

Es fehlen Programmdateien auf dem virtuellen Laufwerk.
Führen Sie eine Wiederherstellung des Dateisystems für den virtuellen Server durch, dem das Programmlaufwerk angehört.

Durchführen einer vollständigen Wiederherstellung einer SQL Server-Instanz

Wenn Sie eine vollständige Wiederherstellung einer SQL Server-Instanz durchführen, müssen Sie im Dialogfeld SQL Server Restore Options die Option Unconditionally overwrite existing databases or files auswählen.

Es gibt zwei Methoden zum Durchführen einer Wiederherstellung einer SQL Server-Instanz. Die erste Methode wird empfohlen.

Bei Methode 1 können Sie die Systemdatenbanken ( master , model und msdb ) in einem Vorgang wiederherstellen und anschließend die benutzerdefinierten Datenbanken einzeln wiederherstellen. Wenn Sie Methode 1 verwenden, ist die Instanz betriebsbereit, bevor Sie mit der Wiederherstellung der Benutzerdatenbanken beginnen. Mit dieser Methode können Sie außerdem die Reihenfolge festlegen, in der die Datenbanken wiederhergestellt werden. Es können sogar Benutzerdatenbanken parallel wiederhergestellt werden, wenn die Datenbanken richtig konfiguriert sind.

Bei Methode 2 können Sie die gesamte Instanz in einem Vorgang wiederherstellen, sowohl das System als auch die benutzerdefinierten Datenbanken.

Methode 1: So stellen Sie SQL Server-Instanzen vollständig wieder her

1.

Der SQL Server-Dienst muss ausgeführt werden. Wenn SQL Server bereits gestartet wurde, fahren Sie mit Schritt 2 fort. Sollte SQL Server nicht starten, lesen Sie den Abschnitt "Neuerstellen der master-Datenbank (Dienstprogramm Rebuild Master)" weiter unten in diesem Modul.

2.

Führen Sie eine Wiederherstellung der Systemdatenbanken ( master , model und msdb ) für einzelne oder mehrere Datenbanken durch.

3.

Wenn Sie die Datenbanken auf einem anderen SQL-Server wiederherstellen, müssen die SQL Server-Systemdatenbanken ( master , msdb und model ) auf beiden SQL Server-Computern in demselben Datenverzeichnis abgelegt werden.

4.

Stellen Sie die Benutzerdatenbanken in beliebiger Reihenfolge wieder her.

5.

Wenn die master-Datenbank auf einem anderen SQL-Server wiederhergestellt wurde, führen Sie die folgenden gespeicherten Prozeduren auf dem neuen SQL-Hostserver aus:

sp_dropserver ` oldservername ' sp_addserver ` newservername ', `LOCAL'

Methode 2: So stellen Sie SQL Server-Instanzen vollständig wieder her

1.

Der SQL Server-Dienst muss ausgeführt werden. Wenn SQL Server bereits gestartet wurde, fahren Sie mit Schritt 2 fort. Sollte SQL Server nicht starten, lesen Sie den Abschnitt "Neuerstellen der master-Datenbank (Dienstprogramm Rebuild Master)" weiter unten in diesem Modul.

2.

Klicken Sie im CommCell Browser mit der rechten Maustaste auf die Instanz von SQL Server, die Sie wiederherstellen möchten, und wählen Sie Restore SQL Server .

3.

Wählen Sie im Dialogfeld SQL Server Restore Options die Option Overwrite existing databases and files und die gewünschten Wiederherstellungsoptionen aus.

4.

Wenn Sie die Datenbanken auf einem anderen SQL-Server wiederherstellen, müssen die SQL Server-Systemdatenbanken ( master , msdb und model ) auf beiden SQL Server-Computern in demselben Datenverzeichnis abgelegt werden.

5.

Klicken Sie auf OK .

6.

Wenn die master-Datenbank auf einem anderen SQL-Server wiederhergestellt wurde, führen Sie die folgenden gespeicherten Prozeduren auf dem neuen SQL-Hostserver aus:

sp_dropserver ` oldservername ' sp_addserver ` newservername ', `LOCAL'

Neuerstellen der master-Datenbank (Dienstprogramm Rebuild Master)

Wenn SQL Server nicht startet, führen Sie das SQL Server-Dienstprogramm Rebuildm.exe (an der Eingabeaufforderung) aus, um die master-Datenbank neu zu erstellen. Mit diesem Dienstprogramm werden die Systemdatenbanken ( master , msdb und model ) und die Standarddatenbanken ( pubs und northwind ) im SQL Server-Datenverzeichnis neu erstellt, so dass der SQL Server-Dienst gestartet werden kann.

So erstellen Sie die master-Datenbank neu

1.

Beenden Sie Microsoft SQL Server 2000, und führen Sie dann Rebuildm.exe aus. Dieses Programm finden Sie im Verzeichnis Programme\Microsoft SQL Server\80\Tools\Bin .

Wenn Sie die Installations-CD von SQL Server verwenden, kopieren Sie alle Dateien von der CD auf eine lokale Festplatte. Löschen Sie das Attribut schreibgeschützt der Dateien, nachdem Sie diese auf die Festplatte kopiert haben. Weitere Informationen finden Sie im englischen Microsoft Knowledge Base-Artikel 273572, "BUG: Rebuildm.exe Utility Stops Responding When Source Directory is on a CD", unter: http://support.microsoft.com/default.aspx?scid=kb;EN-US;q273572 . Anschließend führen Sie Rebuildm.exe entweder mit den ursprünglichen freigegebenen Installationsdateien oder mit den Dateien aus, die Sie von der CD auf die lokale Festplatte kopiert haben.

2.

Klicken Sie im Dialogfeld Rebuild Master auf Browse .

3.

Wählen Sie im Dialogfeld Browse for Folder den Ordner \Data auf der SQL Server 2000-CD oder im freigegebenen Netzwerkverzeichnis aus, von dem SQL Server 2000 installiert wurde, und klicken Sie dann auf OK .

4.

Klicken Sie auf Settings . Überprüfen ändern Sie ggf im Dialogfeld Collation Settings die für die master-Datenbank und alle anderen Datenbanken verwendeten Einstellungen.

5.

Es werden zunächst die Standardeinstellungen für die Sortierung angezeigt, die jedoch von der bei der Installation verwendeten Sortierung abweichen können. Sie können die bei der Installation angegebenen Einstellungen verwenden oder neue Einstellungen für die Sortierung angeben. Klicken Sie anschließend auf OK .

6.

Klicken Sie im Dialogfeld Rebuild Master auf Rebuild , um den Vorgang zu starten. Die master-Datenbank wird vom Dienstprogramm Rebuild Master neu erstellt. Um diesen Vorgang auszuführen, muss eventuell ein Server angehalten werden, der auf diesem Computer ausgeführt wird.

Neuerstellen der master-Datenbank auf einem virtuellen SQL Server 2000-Server (Clusterserver)

Um die master-Datenbank von SQL Server 2000 neu zu erstellen, gehen Sie folgendermaßen vor:

1.

Stellen Sie sicher, dass die SQL Server-Ressourcen von dem Knoten gesteuert werden, auf dem Sie Rebuildm.exe ausführen.

2.

2. Verwenden Sie den Dienst-Manager von SQL Server, um den virtuellen Server von SQL Server offline zu schalten.

3.

Stellen Sie sicher, dass die ursprünglichen freigegebenen Installationsdateien verfügbar sind, oder halten Sie die Installations-CD von SQL Server bereit. Wenn Sie die Installations-CD von SQL Server verwenden, kopieren Sie alle Dateien von der CD auf eine lokale Festplatte. Löschen Sie das Attribut schreibgeschützt der Dateien, nachdem Sie diese auf die Festplatte kopiert haben. Weitere Informationen finden Sie im englischen Microsoft Knowledge Base-Artikel 273572, "BUG: Rebuildm.exe Utility Stops Responding When Source Directory is on a CD", unter: http://support.microsoft.com/default.aspx?scid=kb;EN-US;q273572 . Führen Sie Rebuildm.exe entweder mit den ursprünglichen freigegebenen Installationsdateien oder mit den Dateien aus, die Sie von der CD auf die lokale Festplatte kopiert haben.

4.

Wählen Sie Windows Collation oder SQL Collation .

5.

Wenn das Programm Rebuildm.exe abgeschlossen ist, stellen Sie sicher, dass die Ressourcen online geschaltet werden können und ein Failover durchgeführt wird.

6.

Führen Sie die gespeicherte Prozedur sp_helpsort aus, um die Sortierung zu überprüfen.

Hinweis: Das beschriebene Verfahren enthält nicht die zur Neuerstellung von Benutzerdatenbanken erforderlichen Schritte. Wenn Sie über eine aktuelle Sicherungskopie der master-Datenbank verfügen, können Sie sie an diesem Punkt wiederherstellen. Andernfalls müssen Sie die Benutzerdatenbanken wiederherstellen oder hinzufügen.

Zusammenfassung

In diesem Kapitel werden die erweiterten Funktionen des Galaxy-Systems ausführlich beschrieben. Es werden Verfahren zur Konfiguration von Galaxy-Komponenten und Netzwerk sowie die Durchführung einer Notfallwiederherstellung erläutert.


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