
| Zusammenfassende Darstellung | |
| Einführung | |
| Hintergrund | |
| Von Microsoft verwendete Office-Bereitstellungstools | |
| Bereitstellung von Office System | |
| Bewährte Methoden und Erkenntnisse aus dem Projekt | |
| Schlussbemerkung |
Die Vorabversion von Microsoft® Office 2007 ermöglichte es Microsoft Information Technology (Microsoft IT), verbesserte Bereitstellungstools zu testen, die entwickelt wurden, um die Bereitstellung von Anwendungen innerhalb eines Unternehmens zu vereinfachen. Microsoft IT verwendete Microsoft-Mitarbeiter als Softwareprüfer und prüfte das System in einer alltäglichen Arbeitsumgebung, um Office 2007 System vor der Markteinführung zu verbessern. Das Team stellte fest, dass das Bereitstellen von Microsoft Office in mehreren Sprachen mithilfe eines einzigen Buildordners eine effizientere Lösung darstellte, und prüfte diese neue Bereitstellungsfunktionalität vor der Veröffentlichung von Office 2007 System.
Das Team wollte darüber hinaus die Features zur Produktivitätssteigerung der neuesten Office 2007 System-Anwendungen Benutzern innerhalb des ganzen Unternehmens zur Verfügung stellen. Der frühe Einsatz von Office 2007 System ermöglichte es Microsoft IT Feedback über das Produkt und die Bereitstellung zu sammeln und eng mit dem Office-Entwicklungsteam zusammenzuarbeiten, um künftige Produkt- und Prozessverbesserungen zu erleichtern.
Bevor Office 2007 System einer größeren Gruppe an Erstanwendern innerhalb des Unternehmens bereitgestellt wurde, stellte Microsoft IT Entwicklern von Branchenanwendungen (LOB-Anwendungen) einen Vorabcode zur Verfügung. Dadurch wurde sichergestellt, dass die bestehenden Branchenanwendungen mit Office 2007 System kompatibel waren. Dank des Vorabcodes konnten die Entwickler auch Verbesserungen an den Branchenanwendungen vornehmen, die auf den von Office 2007 System zur Verfügung gestellten neuen Features und deren Funktionalität basieren.
In diesem Whitepaper werden die von Microsoft IT bei der Bereitstellung, Installation und Anwendung der neuen Bereitstellungstools in Office 2007 System gemachten Erfahrungen beschrieben. Dieses Whitepaper wurde speziell für technische Entscheidungsträger, technische Architekten und Bereitstellungsmanager verfasst, die eine Bereitstellung von Office 2007 System auf ihren Netzwerken planen.
Das Whitepaper basiert auf den Erfahrungswerten und den Empfehlungen von Microsoft IT als Erstanwender. Dieses Whitepaper ist keine Verfahrensrichtlinie. Jedes Unternehmen verfügt über eine einzigartige IT-Umgebung. Deshalb sollten die in diesem Whitepaper beschriebenen Pläne und Aktivitäten jeweils an die spezifischen Anforderungen des Unternehmens angepasst werden.
Heutzutage möchten viele Unternehmen die Benutzer bei der Bewältigung der wachsenden Arbeitslast unterstützen und ihnen besseren Zugriff auf ihre Branchenanwendungen bieten. Microsoft Office 2007 System hilft Unternehmen, diese Ziele zu erreichen, und bietet zusätzliche Vorteile.
Microsoft Office 2007 System hat sich von einer Suite mit Produkten zur Unterstützung der persönlichen Produktivität zu einem umfassenderen und integrierten System entwickelt. Mit Office 2007 System können Unternehmen Anforderungen erfüllen, die von der Verwaltung der persönlichen Produktivität bis hin zu einem komplexen Projektmanagement reichen.
Das Herzstück von Office 2007 System sind die Microsoft Office 2007-Suites, die die Hauptdesktoptools für die Verwaltung der Produktivität liefern. Neue Features bei diesen Programmen verbessern die Art, wie Mitarbeiter miteinander, mit Partnern und mit Kunden zusammenarbeiten, und wie Unternehmen Daten erfassen und verwenden. Neben den Hauptdesktopanwendungen umfasst die Version 2007 neue Programme, Server, Dienste, Lösungen und andere Technologien, die auf den bereits vorhandenen produktiven Fertigkeiten der Mitarbeiter im Umgang mit der Software basieren, und mit denen einer Vielzahl von Geschäftsproblemen begegnet wird.
Office 2007 System bietet Unternehmen Features zur Bewältigung der Arbeitslast und für eine bessere Zusammenarbeit. Office 2007 System umfasst acht verschiedene Suites, wobei jede Suite speziell für eine bestimmte Benutzergruppe entworfen wurde.
In diesem Whitepaper liegt der Schwerpunkt auf der Bereitstellung von Microsoft Office Enterprise 2007 bei Microsoft. Allerdings können die Verfahren, die für die Bereitstellung von Office Enterprise 2007 bei Microsoft eingesetzt wurden, auch für andere Produktversionen angewendet werden, die mittelgroße und große Unternehmen unter Umständen bereitstellen möchten, z. B. Microsoft Office Standard 2007, Microsoft Office Small Business 2007, Microsoft Office Professional 2007 und Microsoft Office Professional Plus 2007. Office Enterprise 2007 ist ein neues Paket innerhalb von Office 2007 System und umfasst alle Anwendungen von Office Professional sowie Microsoft Office OneNote® 2007 und Microsoft Office Groove® 2007.
Softwaremigrationen stellten noch vor fünf oder vor sechs Jahren ein recht schwieriges Unterfangen dar und waren komplex, zeitaufwendig und teuer. Schon in der Planungsphase von Office 2007 System verpflichtete sich Microsoft, einfache Upgrades zu einem wichtigen Bestandteil des neuen Microsoft Office System zu machen. Noch bevor der neue Code geschrieben wurde, machten es sich die Entwickler von Office 2007 System zum Ziel, die Planung für die Bereitstellung von Office 2007 System einfacher zu gestalten, damit die Bereitstellung insgesamt weniger riskant, weniger zeitaufwendig, vorhersehbarer, kontrollierbarer und transparenter ist.
Bei Office 2007 System wird dementsprechend ein Teil des Upgradeprozesses automatisch ausgeführt. Durch diese Automatisierung spart das Unternehmen Zeit, Ressourcen und Geld. Setupverfahren, die vorher nur mit zahlreichen Tools und Prozessen möglichen waren, können jetzt mit einem einzigen Setupcontroller durchgeführt werden. Deshalb können Desktopadministratoren nun den gesamten Installationsvorgang von Office 2007 System mithilfe eines einzigen Tools einfach anpassen und verwalten.
Das Microsoft-Netzwerk ist eines der weltweit größten experimentellen TCP/IP-Netzwerke. Der schnelle asynchrone Übertragungsmodus (Asynchronous Transfer Mode, ATM) mit einem synchronem LWL-Netzwerk (SONET) als Rückgrat verwendet Lichtwellenleiter, Time Division Multiplexing (TDM) und Laserlicht, um eine große Menge digitaler Daten und Sprachnachrichten zu übertragen. Das globale Microsoft-Netzwerk besteht aus:
| • | Drei Unternehmensdatenzentren und neunzehn lokalen Datenzentren (RDCs) weltweit |
| • | Mehr als 8.800 Servern weltweit |
| • | Mehr als 200 WANs |
| • | Mehr als 900 LAN-Switches: 100 Mbit/s zu Servern, 10 Mbit/s zu Desktopcomputern |
| • | Mehr als 1.800 Routern |
| • | Mehr als 275 ATM-Switches |
| • | Mehr als 2.600 Networklayer-2-Switches |
| • | Mehr als 3.300 IP-Subnetzen |
| • | Mehr als 350.000 LAN-Ports |
| • | Das größte drahtlose LAN auf der Welt umfasst mehr als 24.000 drahtlose Geräte und mehr als 3.000 drahtlose Zugriffspunkte |
Microsoft IT unterstützt Server- und Desktophardware und verwaltet auch die internen Branchenanwendungen, die die täglichen Geschäftsabläufe innerhalb von Microsoft erleichtern. Außerdem verwendet Microsoft IT die große Unternehmensbasis und Benutzergemeinde von Microsoft als Testumgebung für Branchenanwendungen und Vorabversionen, bevor die Produkte weltweit auf den Markt gebracht werden. Da sich Microsoft primär auf das Entwickeln von Software konzentriert, ist der frühe Einsatz und das Testen von Vorabversionen Teil der Unternehmenskultur und -zielsetzung von Microsoft. Durch den frühen Einsatz und das unmittelbare Testen wird die Kompatibilität mit Branchenanwendungen beurteilt. Auf diese Weise kann Microsoft IT den Produktentwicklungsgruppen Feedback aus der Praxis zur Verfügung stellen, mit dem garantiert wird, dass das veröffentlichte Produkt höchste Qualitätsansprüche und die Anforderungen der Kunden erfüllt.
Das MACS-Team (Messaging and Collaboration Services) innerhalb von Microsoft IT betreibt und verwaltet die globale IT-Infrastruktur von Microsoft, einschließlich der Infrastruktur für Netzwerke, Telefone und Server. Das Team unterstützt hauptsächlich alle Tools für die Kommunikation und Zusammenarbeit innerhalb von Microsoft. Das MACS-Team ist auch für das Ausführen von mehreren Diensten innerhalb von Microsoft verantwortlich, die mit Microsoft Office-Clients, Office-Servern und Office SharePoint® Server 2007 im Zusammenhang stehen. Microsoft IT hostet und verwaltet diese Dienste auf SharePoint-Portalen innerhalb des Unternehmens.
Bei der Bereitstellung von Office 2007 System auf den Clients war eine regelmäßige Kommunikation sehr wichtig, um sicherzustellen, dass die verschiedenen beteiligten Gruppen geschlossen zusammenarbeiteten. Das MACS-Team verwendete folgende Kommunikationstechniken:
| • | Das MACS-Team kam während der Planungs- und Bereitstellungsphase alle zwei Wochen zu einer Besprechung mit dem Office-Produktentwicklungsteam zusammen. Bei diesen Besprechungen trafen die Teams die wichtigsten Entscheidungen hinsichtlich der Bereitstellung und definierten gemeinsame Ziele. |
| • | Das MACS-Team verwendete für die Kommunikation Office SharePoint-Sites. Das Team hatte einen Zeitplan für die Bereitstellung, in dem alle wichtigen Termine und Ziele für die Bereitstellung für jeden Meilenstein festgelegt waren. |
| • | In einem Projektplan waren alle gewünschten Ergebnisse definiert. Außerdem erfolgte einmal pro Monat eine Prüfung durch Führungskräfte wie Generaldirektoren und Vizepräsidenten, um leitende Direktoren von Microsoft über den Status des Projekts zu informieren und ihnen Handlungsmöglichkeiten einzuräumen. |
Microsoft Office 2007 System bietet zahlreiche Tools und Technologien, um Kunden und Lösungsanbieter bei der Planung und Bereitstellung von Office 2007 System zu unterstützen. Die Tools und Technologien wurden auch entwickelt, um die Kosten im Zusammenhang mit großen Bereitstellungsszenarios zu verringern. Mit diesen Tools wird darüber hinaus die Sicherheit verbessert, die Verwaltung vereinfacht und eine bessere Integration mit Branchenanwendungen gewährleistet.
Einige der Tools sind unter den Microsoft Office Migration Management-Technologien zusammengefasst und werden als Teil von Office 2007 System angeboten. Kunden und Partner können andere Komponenten kostenlos von der Microsoft Office Online-Website herunterladen. Microsoft IT verwendete die folgenden Tools der Microsoft Office Migration Management-Technologien:
| • | Microsoft Office Migration Planning Manager |
| • | Microsoft Office-Anpassungstool |
Als Microsoft IT begann, Office 2007 System auf Computern innerhalb des Unternehmens bereitzustellen, waren nicht alle Tools verfügbar. Sobald ein Tool zur Verfügung stand, wurde dieses vom Team getestet und verwendet.
Microsoft Office Migration Planning Manager ist eine Gruppe von Tools, die entwickelt wurden, um Administratoren bei der Planung und Prüfung der Bereitstellung von Office 2007 System zu unterstützen. Office Migration Planning Manager umfasst folgende Features:
| • | Office File Scanner: ein Befehlszeilenprogramm zum Suchen von Office-Dateien und zum Erkennen von Konvertierungsproblemen. |
| • | Eine Gruppe von Tools, die verwendet werden, um eine zentrale Office Migration Planning Manager-Datenbank zu verwalten, in der die Ergebnisse von Office File Scanner gespeichert werden. |
| • | Eine Microsoft Office Access™ 2007 basierte Berichterstellungslösung zur Analyse und Verwaltung von Konvertierungsproblemen. |
| • | Office File Converter: ein Tool zur einfachen Massenkonvertierung älterer Microsoft Office Word-, Microsoft Office Excel®- und Microsoft Office Powerpoint®-Dateien in die neuen Microsoft Office Open XML-Formate. |
| • | Das Version Extraction-Tool, mit dem Administratoren gespeicherte Versionen einer Datei in Microsoft Office Word 2003 oder älterer Versionen in verschiedene Dateien extrahieren können. |
Um eine reibungslose Bereitstellung von Office 2007 System effizient planen zu können, musste Microsoft IT herausfinden, wie viele und welche Art von Microsoft Office-Dateien von den Mitarbeitern im Microsoft-Netzwerk verwendet wurden. Microsoft IT durchsuchte mit Office Migration Planning Manager die Clientcomputer und Dateiserver, um alle Microsoft Office System-Dokumenttypen zu erfassen und ihre Eigenschaften zu bestimmen. Microsoft IT stellte dieses Tool mithilfe von Microsoft Systems Management Server (SMS) 2003 bereit. Der Scanner erzeugte XML-Protokolldateien auf den einzelnen Computern und speicherte dann die Protokolldateien in cabinet-Dateien (.cab), die einfacher transportiert werden können. Eine SMS-Sammlung rief die .cab-Dateien ab und importierte sie zur weiteren Analyse in eine Office Migration Planning Manager-Datenbank. Durch diesen Prozess waren die Teammitglieder in der Lage, bekannte Probleme zu identifizieren und zu beheben, bevor sie die Dateien öffneten oder in das neue Microsoft Office XML-Format konvertierten.
In Microsoft Office 2003 erstellte Dateien verhalten sich zum größten Teil genauso wie Dateien von Office 2007 System. Allerdings müssen unter bestimmten Umständen einige Dateien manuell bearbeitet werden, um ein konsistentes Verhalten zu garantieren. So werden z. B. einige Features aus Office 2003 nicht von Office 2007 System unterstützt. Deshalb müssen Dateien, die auf der älteren Version von Microsoft Office basieren, manuell bearbeitet oder analysiert werden.
Microsoft IT verwendete das Microsoft Office-Anpassungstool, um die Installation der Office 2007 System-Produkte und die sich daraus ergebende Benutzerfreundlichkeit anzupassen. Microsoft IT verwendete auch dieses Tool, um zusätzliche Dateien einzuschließen und zusätzliche Programme neben Office 2007 System zu installieren. Durch die Möglichkeit, die Office-Installation durch Preskripts und Postskripts anzupassen, wurde der Umfang der benutzerdefinierten Code- und Skripterstellung erheblich reduziert. Das Office-Bereitstellungsteam war daher in der Lage, das Risiko für die Bereitstellung zu verringern, das oft mit benutzerdefinierten Skripts verbunden ist.
Microsoft IT wollte auch sicherstellen, dass der Client als Teil der Office 2007 System-Installation die internen Vorlagen für die Windows®-Rechteverwaltung empfängt. Mithilfe des Microsoft Office-Anpassungstools konnte das Team ganz einfach die erforderlichen XML-Vorlagendateien der Installation hinzufügen.
Microsoft IT passte das Standardverhalten des Setupprogramms an, damit die Benutzer bei der Installation möglichst wenig eingreifen müssen. Dazu wurden möglichst viele Konfigurationsdaten wie z. B. der Produktschlüssel, die Lizenzvereinbarung und der Name des Unternehmens automatisch eingetragen. Für eine solche Anpassung verwendete das Team das Microsoft Office-Anpassungstool, um eine Setupanpassungsdatei (MSP-Datei) zu erstellen, die das Setupprogramm während der Installation aufruft.
Die MSP-Datei wurde dem Ordner „Updates“ hinzugefügt. Der Ordner „Updates“ befindet sich innerhalb des Office-Quellordners, der die Office-Quelldateien enthält. Das Office-Setupmodul verarbeitete dann die MSP-Datei während des Setups, ohne dass zusätzliche Änderungen erforderlich waren. Wenn ein Administrator die MSP-Datei in einen anderen Ordner als den Office-Quellordner stellt, muss er das Setup entweder mithilfe der Befehlszeilenoption /adminfile ausführen oder in Config.xml angeben, wo die MSP-Datei gespeichert ist. Das Office 2007 Resource Kit enthält zusätzliche Angaben dazu, wie MSP-Dateien verwendet werden. Den Link zum Office 2007 Resource Kit in Microsoft TechNet finden Sie im Abschnitt „Weitere Informationen“ am Ende dieses Dokuments.
Wenn keine der Anpassungen sprachspezifische Einstellungen enthält, gelten die Anpassungen in Office 2007 System für alle Sprachversionen des Produkts, die am Netzwerkinstallationspunkt verfügbar sind. Anpassungen an sprachspezifische Features werden automatisch ausgeführt, wenn ein Benutzer die entsprechende Sprache installiert. Andernfalls werden sie ignoriert.
In Abbildung 1 sind die verschiedenen im Microsoft Office-Anpassungstool verfügbaren Anpassungsoptionen dargestellt.

Abbildung 1. Office-Anpassungstool
In Abbildung 1 wird unter der Kategorie „Setup“ auch die Option zum Hinzufügen von Installationen und Programmen angezeigt, mit der Administratoren zusätzliche Programme vor oder nach der Installation ausführen können. Microsoft IT stellte das Microsoft Office 2007-Add-In „Microsoft – Speichern als PDF oder XPS“ auf den Clients bereit, nachdem die Installation abgeschlossen war. Durch das Bereitstellen des Add-Ins nach der Installation wurde sichergestellt, dass bei einem Neustart des Computers oder wenn das Add-In nicht normal beendet wurde, die Office-Installation nicht betroffen wird. Durch das Ausführen der Installation des Add-Ins mit dem Switch „/quiet“ garantierte Microsoft IT, dass die Endbenutzer die Installation als reibungslos (und ohne Unterbrechung) empfinden würden. Somit wurden auch mögliche Auswirkung vermieden, die bei der Microsoft Office-Hauptinstallation durch zusätzliche Installationen verursacht werden können.
Durch die Installation des Microsoft Office 2007-Add-Ins „Microsoft – Speichern als PDF oder XPS“ können Mitarbeiter Dateien aus den Microsoft Office-Programmen im Portable Document Format (PDF)- oder XML Paper Specification (XPS)-Format speichern oder exportieren. PDF und XPS sind weit verbreitete elektronische Dateiformate mit festem Layout, die die Dokumentformatierung bewahren und eine gemeinsame Verwendung von Dateien ermöglichen.
Config.xml
Bei älteren Versionen von Microsoft Office verwendete das Setupprogramm die Datei „Setup.ini“ zu Beginn des Installationsvorgangs. Um die Installation anzupassen, bearbeitete der Administrator entweder die Standard-Setup.ini-Datei, oder er erstellte eine benutzerdefinierte Initialisierungsdatei. Bei Office 2007 System hat die neue Datei „Config.xml“ die Rolle der Initialisierungsdatei übernommen. Das Office-Bereitstellungsteam bei Microsoft verwendete die Datei „Config.xml“, um die Aufgaben vor und nach der Installation anzupassen. Z. B. startete das Team eine Webseite am Ende des Office 2007 System-Installationsvorgangs, um sich bei den Benutzern für ihre Teilnahme bei der ersten versuchsweisen Verwendung von Office 2007 System zu bedanken und wichtige Angaben (z. B. zur Erstellung eines Fehlerberichts) zur Verfügung zu stellen. In Abbildung 2 sind nützliche Links und Anweisungen für die Mitarbeiter auf einer individuellen Webseite dargestellt, die nach der erfolgreichen Installation von Office 2007 System angezeigt wird.

Abbildung 2. Benutzerdefinierte Dankeschön-Webseite
Im folgenden Beispiel wird gezeigt, wie in der Datei „Config.xml“ auf eine benutzerdefinierte Webseite verwiesen wird, die nach Abschluss der Installation von Office 2007 System geöffnet wird.
<Configuration>
<Command Path="%programfiles%\Internet Explorer\IEXPLORE.exe" Args="http://intranetsite/office2007/thank_you" />
</Configuration>
Folgende Aufgaben können in der Datei „Config.xml“ oder im Office-Anpassungstool durchgeführt werden:
| • | Angabe des Produktschlüssels. |
| • | Annahme des Lizenzschlüssels. |
| • | Angabe der Videoanzeigeebene. |
| • | Anzeige eines Hinweises zum Abschluss der Installation. |
Wenn eine Setupanpassungsdatei mit dem Office-Anpassungstool erstellt wird, haben die in Config.xml definierten Anpassungen Vorrang vor den in der Anpassungsdatei definierten Anpassungen.
Bei der Bearbeitung der Datei (z. B. von Elementen und Attributen, die in der Datei Config.xml definiert sind) muss berücksichtigt werden, dass zwischen Groß- und Kleinschreibung unterschieden wird. Weitere Angaben zur Verwendung der Datei „Config.xml“ bei der Installation finden Sie im Abschnitt „Weitere Informationen“ am Ende dieses Dokuments.
Office 2007 System verwendet neue Standarddateiformate für seine Programme, wie z. B. Microsoft Office Word 2007, Microsoft Office Excel 2007 und Microsoft Office PowerPoint 2007. Die älteren Office-Versionen erkennen diese neuen Open XML-Formate nur, wenn bestimmte Produktupdates installiert wurden. Um sicherzustellen, dass Microsoft-Mitarbeiter, die Office 2007 System verwenden, mit Mitarbeitern, die Office 2003 verwenden, zusammenarbeiten und Dateien problemlos austauschen können, stellte Microsoft IT das File Format Awareness Update allen Office 2003-Clients innerhalb des Unternehmens bereit, bevor Office 2007 System bereitgestellt wurde.
Für Office 2003 müssen zwei getrennte Komponenten installiert werden, damit Anwender Dateien in den Office 2007 Open XML-Dateiformaten öffnen und speichern können.
Mit dem Office 2007 File Format Awareness Update für Office 2003 sind Office 2003-Clients in der Lage, die neuen 2007-Dateiformate als Office-Dateien zu erkennen. Wenn nach der Installation des File Format Awareness Update eine Datei aus Office 2007 System zum ersten Mal geöffnet wird, prüft Office 2003, ob das Compatibility Pack für 2007 System-Dateiformate vorhanden ist. Wenn das Compatibility Pack installiert ist, wird die Datei erfolgreich geöffnet. Wenn es nicht vorhanden ist, fordert Office den Mitarbeiter auf, es von Microsoft.com herunterzuladen. Das File Format Awareness Update ist im neuesten Satz kritischer Updates für Office 2003 enthalten. Wenn auf Computern, auf denen Office 2003-Clients ausgeführt werden, die neuesten kritischen Updates installiert sind, verfügen diese bereits über das File Format Awareness Update. Microsoft IT garantierte mit dem SMS Software Update Service, dass seine Office-Clients auf dem neuesten Stand waren. Somit wurde das File Format Awareness Update über das reguläre Verfahren für die Clientaktualisierung bei Microsoft auf den Office 2003-Clients installiert.
Das Compatibility Pack für die Office 2007 System-Dateiformate ermöglichte, dass mit Office 2003 Dateien in den neuen Office 2007 System-Dateiformaten geöffnet und gespeichert werden konnten. Für die Installation des Compatibility Pack muss das File Format Awareness Update auf dem Computer installiert sein. Das Compatibility Pack ist sprachspezifisch und wird in allen Sprachen der vorherigen Office-Versionen geliefert. Es kann kostenlos von Microsoft.com heruntergeladen werden. Microsoft IT stellte das Compatibility Pack über SMS als obligatorisches Paket bereit. Da das Compatibility Pack sprachspezifisch ist, entschloss sich Microsoft IT, nur das Compatibility Pack in englischer Sprache auf Clients bereitzustellen, die die englische Version von Office 2003 ausführten. Clients, die eine Office 2003-Version in einer anderen Sprache ausführten, wurden von Microsoft Office aufgefordert, das Compatibility Pack für die jeweilige Sprache herunterzuladen.
Die Gewissheit, dass auf der Mehrheit der Microsoft Office-Clients mit älteren Versionen das File Format Awareness Update installiert war, war für die Bereitstellung von Office 2007 System bei Microsoft ausgesprochen wichtig. Auf diese Weise wurde garantiert, dass Office 2003- und Office 2007 System-Clients problemlos mithilfe des neuen 2007 System-Dateiformats zusammenarbeiten konnten. Die Bereitstellung des Compatibility Pack war weniger kritisch, denn das File Format Awareness Update verwies Benutzer auf die Downloadseite für das Compatibility Pack unter Microsoft.com. Allerdings wird durch eine vorzeitige Bereitstellung des Compatibility Pack eine höhere Benutzerfreundlichkeit garantiert, da das Compatibility Pack bereits vorinstalliert ist und von den Anwendern nicht mehr heruntergeladen und installiert werden muss. Die Links zum File Format Awareness Update und Compatibility Pack finden Sie im Abschnitt „Weitere Informationen“ am Ende dieses Dokuments.
Microsoft IT und das Office-Bereitstellungsteam hatten für die Bereitstellung von Microsoft Office 2007 mehrere gemeinsame Ziele. Eine vorsichtige Planung und Ausführung verschiedener Phasen gingen mit der Verfügbarkeit wichtiger Versionen wie Beta 2 und Beta 2 Technical Refresh Hand in Hand. Da der Schwerpunkt auf der Prüfung von Standardbranchenanwendungen und von Anwendungen anderer Anbietern lag, konnte ein reibungsloser Übergang zum neuen Office 2007 System verwirklicht werden.
Microsoft IT folgt normalerweise einem internen Modell, ähnlich dem MOF (Microsoft Operations Framework)-Teammodell für Operationen, das Richtlinien für verschiedene Prozesse wie die Softwareentwicklung, Bereitstellung und andere Funktionen im Zusammenhang mit IT-Operationen bietet. Die Mitglieder der einzelnen Teams, die unter dem MOF-Teammodell organisiert sind, teilen sich Verantwortungsbereiche und arbeiten im Hinblick auf das Projekt eng zusammen. Obwohl die Größe und Zusammensetzung der Teams abhängig vom Umfang der Operation sehr unterschiedlich sein kann, werden die in den einzelnen Phasen erlernten bewährten Methoden und Lektionen stets in die nächste Phase übernommen. Somit wird sichergestellt, dass die Gesamtkosten für wiederholte Bereitstellungen überschaubar bleiben.
Microsoft IT verfolgte bei der Bereitstellung von Office 2007 System folgende Ziele:
| • | Die Funktionalität, Geschäftsfeatures und Bereitstellungstools prüfen. |
| • | Den Microsoft Office-Produktgruppen und der Marketingabteilung Feedback geben. |
| • | Die Branchenanwendungsentwickler in die neuen Entwicklungsfeatures von Office 2007 System einführen, damit die Entwickler Branchenanwendungen erstellen können, die diese Features nutzen. |
| • | Neue Microsoft IT-Dienste implementieren, die Schlüsselfeatures nutzen (z. B. Verwendung von Office 2007 System mit einer gehosteten Office SharePoint Server-Site, um den Workflow und die Zusammenarbeit zu verbessern). |
| • | Externen Kunden Erfahrungswerte bei der Bereitstellung bieten, um sie bei der Planung und Ausführung ihrer eigenen Bereitstellung zu unterstützen. |
Neben den oben genannten Bereitstellungszielen hatten Microsoft IT und das Microsoft Office-Entwicklungsteam folgende gemeinsame Ziele:
| • | Die Kompatibilität wichtiger Branchenanwendungen testen, die von Microsoft Office abhängen. |
| • | Alle kritischen Office-Produktprobleme beseitigen, die zum Zeitpunkt der Produktionsfreigabe von Office 2007 System noch nicht behoben waren. |
Das Erreichen dieser gemeinsamen Ziele war für die Entwicklung eines zuverlässigen, gut getesteten und geprüften Softwareprodukts, das einer eingehenden Prüfung auf Unternehmensebene gewachsen ist, bevor es auf den Markt gebracht wird, unerlässlich.
Um seine Ziele zu erreichen, teilte Microsoft IT das Client-Bereitstellungsprojekt auf und identifizierte die Hauptphasen innerhalb der Softwareveröffentlichung. Das Team definierte spezifische Bereitstellungsziele für die einzelnen Phasen.
In Tabelle 1 sind die Softwareveröffentlichungsphasen aufgelistet, die Microsoft IT für die erste Bereitstellung von Office 2007 System verwendete.
| Tabelle 1. Softwareveröffentlichungsphasen | ||
| Phase | Zusammenfassung | Ziele von Microsoft IT |
Test 4 | Im August 2005 bereitgestellt. Die erste, nur englischsprachige Bereitstellung beschränkte sich auf eine kleine Gruppe von Mitarbeitern (ca. 1.900) und basierte auf einer Vorabversion. | Überprüfung der Bereitstellungserfahrung, Machbarkeitsstudie und Überprüfung des zukünftigen Funktionsumfangs. |
Beta 1 | Im November 2005 auf 10.209 Computern bereitgestellt. Beta 1 wurde den Microsoft-Mitarbeitern nur auf sekundären Testcomputern und nicht auf ihren primären Desktopcomputern bereitgestellt. | Helpdesktraining, Prüfung von Upgrades und Ersetzung der unternehmensweiten Suche. |
Beta 1 Technical Refresh | Im März 2006 auf 12.042 Computern bereitgestellt. Für die Installation auf den primären Produktionscomputern der Mitarbeiter geeignet. Microsoft war anschließend bereit, Beta 1 Technical Refresh auf allen Computern weltweit zu installieren. | Aktualisierung der bestehenden Umgebung. Kompatibilitätsprüfung der Branchenanwendungen, Fehlererkennung und Regression. |
Beta 2 | Anfang Mai 2006 einer großen Gruppe an Erstanwendern bereitgestellt. Das Ziel war, Beta 2 auf 20.000 Computern bereitzustellen. Allerdings übertraf Microsoft dieses Ziel und im August 2006 lief Beta 2 auf 30.442 Computern des Unternehmens. | Umfangreiche Bereitstellung auf Unternehmensebene, globale Bereitstellungen und Messung der Leistung und Stabilität. Fortlaufende Kompatibilitätsprüfung der Branchenanwendungen; Fehlererkennung und Regression. |
Beta 2 Technical Refresh | Im August 2006 auf 60.329 Computern weltweit bereitgestellt. Beta 2 war für die globale Bereitstellung in fünf verschiedenen Sprachen verfügbar. Installationsquelldateien wurden auf mehr als 100 regionalen Servern repliziert. | Fortsetzung der umfangreichen Bereitstellung auf Unternehmensebene und der globalen Bereitstellung. Abschließende Kompatibilitätsprüfung der Branchenanwendungen und Freigabe. |
Produktionsfreigabe (RTM) | Die RTM-Version (Release to Manufacturing) wurde im November 2006 auf 97.242 Computern weltweit bereitgestellt. | Endgültige Version; globale Bereitstellung. |
Die anfängliche Prüfung der Funktionalität von Office 2007 System während der frühen Produktentwicklungsphase war auf eine kleine Gruppe von ungefähr 100 Mitarbeitern beschränkt, und die Bereitstellung war rein englischsprachig. Microsoft IT führte einen Pilottest der SMS-basierten Bereitstellung von Office 2007 System mit dieser Gruppe durch. Microsoft IT wiederholte die Tests auf ungefähr 200 Computern, die über die gängigsten Clientcomputerkonfigurationen verfügten und auf denen unterschiedliche Betriebssysteme installiert waren.
Nachdem die Bereitstellung von Office 2007 System bei einer kleinen Gruppe getestet wurde, wurde der Umfang vergrößert, um Office 2007 System einer zentralen Nordamerikagruppe bereitzustellen. Nachdem das Bereitstellungsteam sicher war, dass die meisten Installationen bei der zentralen Nordamerikagruppe problemlos ausgeführt wurden, gab das Team das Produkt zur allgemeinen Bereitstellung innerhalb des Unternehmens frei.
Als Beta 2 und Beta 2 Technical Refresh veröffentlicht wurden, wurde Microsoft Office 2007 System der globalen Benutzergemeinde innerhalb des Unternehmens bereitgestellt. Außerdem stand Office 2007 System bei diesen Phasen auf den Installationsservern in fünf verschiedenen Sprachen zur Verfügung. Hierdurch erhielt das Team mehr Flexibilität, um Office 2007 System in mehreren Ländern zu testen.
Die Microsoft-Mitarbeiter kannten die Downloadverfahren, um Software von Installationsservern zu installieren, da diese Methode in der Vergangenheit primär zur Softwareinstallation verwendet wurde. Microsoft IT gab die einzelnen Versionen an das Produktreplikationsteam weiter, das die Installationsquelldateien auf mehr als 100 regionalen Servern replizierte. Die Mitarbeiter wurden per E-Mail über die Verfügbarkeit der neuen Versionen Beta 2, Beta 2 Technical Refresh und RTM benachrichtigt. Die E-Mail enthielt einen Link zu einer Intranetwebseite, die wiederum auf einen Link zum Netzwerkinstallationspunkt verwies, an dem die Office-Setupdateien gespeichert waren. Außerdem wurden die Mitarbeiter auch über wichtige Upgrades informiert, z. B. über mögliche Kompatibilitätsprobleme von Anwendungen und erforderliche Hardwarekonfigurationen. Die meisten Mitarbeiter waren darüber hinaus mit einem ähnlichen Prozess für die Bereitstellung von Microsoft Office Professional Edition 2003 vertraut, sodass mit dieser Methode Zeit gespart wurde und die Installationen schnell abgeschlossen werden konnten.
Zusätzlich zu der oben beschriebenen Methode sendete Microsoft IT an alle Mitarbeiter eine SMS-Ankündigung, um ihnen die Möglichkeit zu geben, ihren Microsoft Office-Build zu aktualisieren. So konnten z. B. bei der Veröffentlichung von Beta 2 Technical Refresh alle Computer, auf denen Beta 2 ausgeführt wurde, ihre Version über SMS auf Beta 2 Technical Refresh aktualisieren. Für Mitarbeiter, die bereits einen früheren Build von Office 2007 System ausführten, war das SMS-Upgrade obligatorisch, während andere Mitarbeiter, die z. B. Office 2003 verwendeten, die Wahl hatten, ihre Version zu aktualisieren. Durch dieses Verfahren wurde sichergestellt, dass auf der Office 2007 System-Clientbasis immer der neueste verfügbare Build ausgeführt wurde.
Vor der Bereitstellung war die standardmäßig unterstützte Version von Microsoft Office bei Microsoft die Office Professional Edition 2003, die unter dem Betriebssystem Microsoft Windows XP Professional ausgeführt wurde. Neben der standardmäßig unterstützten Version wurden auch verschiedene andere Kombinationen aus Betriebssystemen und Microsoft Office-Software auf Computern innerhalb des Unternehmens ausgeführt, größtenteils auf Test-, Forschungs- und Supportcomputern.
Auf einem Teil der Microsoft-Clientbasis lief auch die Vorabversion des Betriebssystems Windows Vista™. Zunächst gab es nur eine geringe Anzahl an Computern, auf denen Windows Vista und Office 2007 System ausgeführt wurden. Diese Anzahl wuchs jedoch mit jedem neuen Build. Schon kurz nach der Bereitstellung der Produktionsfreigabeversion (RTM) wurden mehr Office 2007 System-Installationen auf Computern mit Windows Vista als auf Computern mit Windows XP ausgeführt.
Es musste keine Hardware- und Softwareinventur vorgenommen werden, da die Mindesthardwareanforderungen für Office Professional Edition 2003 und Office Professional 2007 die gleichen sind. Die Tatsache, dass keine Inventur erforderlich war, erleichterte die Bereitstellung von Office 2007 System, denn die Ausgaben für die Hardware blieben während der Bereitstellung unverändert.
Der Office 2007 System-Client ist eine 32-Bit-Anwendung, kann aber auch auf 64-Bitversionen von Windows XP, Windows Vista und Microsoft Windows Server® 2003 über Windows-on-Windows 64-Bit (WOW64) ausgeführt werden. WOW64 ist ein Subsystem, das auf allen 64-Bit-Windows-Betriebssystemen ausgeführt werden kann und eine 32-Bit-Umgebung erzeugt, damit Windows-basierte 32-Bit-Anwendungen unverändert auf einem 64-Bit-System ausgeführt werden können.
Die Microsoft Office Online-Website enthält ausführliche Angaben zu den Systemanforderungen von Office 2007 System. Den entsprechenden Link finden Sie im Abschnitt „Weitere Informationen“ am Ende dieses Dokuments.
Je nach Umgebung können Administratoren Office 2007 System mithilfe verschiedener Verfahren bereitstellen. Dazu zählen z. B.:
| • | CD-basierte Installation. |
| • | Skriptbasierte Installation. |
| • | Softwarebereitstellung über eine Gruppenrichtlinie des Active Directory®-Verzeichnisdiensts |
| • | Systems Management Server 2003. |
| • | Microsoft Solution Accelerator for Business Desktop Deployment 2007. |
Microsoft IT beschloss, SMS 2003 R2 als primäre Methode zu verwenden, um Office 2007 System Mitarbeitern und Computern innerhalb des globalen Microsoft-Netzwerks bereitzustellen. SMS ist eine effiziente Methode, um Software in großen Unternehmen bereitzustellen. Mit SMS kann flexibel gesteuert werden, wann und auf welchen Computern die Installation erfolgen soll. Mit SMS können Administratoren auch einen Eingriff durch Benutzer definieren, Neustarts steuern und das Sicherheitsniveau festlegen. Außerdem können Administratoren dank der ausführlichen Berichterstellung in SMS die erfolgreiche Bereitstellung leicht erkennen.
Software kann auf einem Windows-basierten Computer nur mit Administratorrechten installiert werden. Ein Standardbenutzer hat nur beschränkte Rechte und kann keine Ordner und Dateien im Verzeichnis „%ProgramFiles%“ erstellen oder den Abschnitt HKEY_LOCAL_MACHINE (HKLM) in der Registrierung ändern. Wenn Benutzer der lokalen Administratorengruppe hinzugefügt werden, haben sie mehr Rechte, als sie für die täglichen Anwendungen brauchen, und sie können nicht genehmigte Software installieren, was ein Sicherheitsrisiko bedeuten kann. Durch SMS 2003 R2 werden die Sicherheitsrisiken minimiert und die Unterstützung erleichtert, da die Softwareinstallation über ein spezielles Konto mit Administratorrechten erfolgt, auf das der Benutzer keinen Zugriff hat. Über dieses Konto kann der SMS-Client, administrative Aufgaben ausführen, wie z. B. Software installieren, ohne die Rechte des Benutzers zu erhöhen.
Microsoft IT verteilte den SMS-Client auf den Computern mithilfe des Anmeldeskripts, das mit dem Domänenkonto der Benutzer verknüpft ist. Die Mitarbeiter hatten zwei Wochen Zeit, die Aktualisierung von einer älteren Version von Microsoft Office auf die neuste Version hinauszuzögern. Nach dieser Periode wurden die Clients gezwungen, ihre Version zu aktualisieren. Microsoft IT machte bei bestimmten Gruppen eine Ausnahme, die ältere Versionen von Office für Entwicklungs- oder Supportzwecke ausführen mussten. Diese Gruppen wurden von der obligatorischen Aktualisierung auf Office 2007 System ausgeschlossen.
Ein Vorteil der SMS-Bereitstellung war, dass das Entfernen älterer Beta-Versionen der Produkte in Form eines Skripts in die Aktualisierung integriert werden konnte. Microsoft entwickelt keine Produkte für Szenarios, bei denen z. B. ältere Beta-Builds permanent aktualisiert werden. Deshalb müssen ältere Beta-Versionen entfernt werden. Ansonsten könnte der Zustand des Computers instabil werden.
Ein weiterer Vorteil der SMS-Bereitstellung war, dass ältere Versionen der Clients gepatcht werden konnten, damit diese Clients Dateien in den Office 2007 System-Dateiformaten öffnen und speichern konnten. Durch das Patchen wurde die Zusammenarbeit mit den Office 2007 System-Benutzern, und zwar sowohl mit Kollegen als auch mit externen Geschäftspartnern, garantiert. Dies war besonders während einer schrittweisen Bereitstellung hilfreich.
Um sicherzustellen, dass die Mitarbeiter während der Bereitstellung bei ihrer Arbeit nicht gestört wurden und die Benutzerfreundlichkeit objektiv gemessen werden konnte, musste Microsoft IT Installationsdaten wie die Gesamtanzahl der Installationen und die Anzahl der erfolgreichen und fehlgeschlagenen Installationen erfassen. Microsoft IT verwendete SMS, um diese Daten zu erfassen.
SMS verfolgte den Fortschritt der Softwarebereitstellung und hob Installationsprobleme hervor, die bei Clients auftraten. Die SMS 2003 R2-Berichte waren internetbasiert, damit auch nichtadministrative Benutzer wie Abteilungsleiter und Direktoren über den Fortschritt des Projekts und über Probleme informiert wurden.
Microsoft IT verwendete SMS 2003 R2, um Berichte zu erstellen, die angaben, ob die Software erfolgreich der Zielgruppe von Desktopcomputern bereitgestellt wurde. Microsoft verwendete auch SMS 2003 R2, um alle Computer mit gemeinsamen Features zu identifizieren, z. B. mit gleicher Hardware oder Software. Diese Daten waren wichtig, um festzustellen, auf welchen Computern Office 2007 System ausgeführt wurde, und um zu garantieren, dass sowohl Computer mit Windows XP als auch Computer mit Windows Vista getestet wurden. Mit diesen Daten konnte Microsoft IT erkennen, von welchen Abteilungen im Unternehmen und in welchen geografischen Bereichen Office 2007 System ausgeführt wurde.
Mit dem Feature Ressourcen-Explorer in SMS 2003 R2 wird das Hardware- und Softwareinventar eines bestimmten SMS-Clients erfasst. Dank dieser Daten konnte das Bereitstellungsteam prüfen, welche Komponenten von Office 2007 System auf den Clientcomputern vorhanden waren.
Während der Bereitstellungsphase musste das Bereitstellungsteam wissen, wie viele Clients verschiedene Versionen von Office 2007 System ausführten. Je größer die installierte Basis war, um so mehr Feedback erhielten das Bereitstellungsteam und die Produktentwicklern von SMS. Die Bereitstellungsberichte lieferten ausführliche Daten, die mit den gemeinsamen Zielen verglichen wurden, um sicherzustellen, dass das Projekt planmäßig durchgeführt wurde. Anhand dieser Berichte konnte das Bereitstellungsteam auch sehen, in welchen Bereichen Microsoft Office erfolgreich oder weniger erfolgreich über SMS bereitgestellt wurde. Bei Fehlern wurden spezifische Fehlercodes von den Clients gesammelt, anhand derer die Entwickler häufig auftretende Installationsfehler erkennen und beheben konnten.
Dank des sprachneutralen Designs von Office 2007 System war Microsoft IT in der Lage, die Bereitstellung von Microsoft Office-Produkten in mehreren Sprachen zu vereinfachen. Anstelle eine Reihe von Installationen zu erstellen, verwendete Microsoft IT das neue Setupprogramm, um eine einzige Installation in mehreren Sprachen zu koordinieren. Aufgrund der Möglichkeit, einen einzigen Buildordner zu erstellen, in dem eine Kopie der sprachneutralen Office 2007 System-Installationsdateien zusammen mit mehreren Sprachpaketen abgelegt wird, wird nicht nur Speicherplatz auf der Serverfestplatte gespart, sondern auch die Bereitstellung, Prüfung und Verteilung der Quelldateien vereinfacht.
Wie bereits erwähnt, stellte Microsoft IT anfänglich nur die englische Version von Office 2007 System bereit. Sobald zusätzliche Sprachversionen für die Bereitstellung verfügbar waren, kopierte das Team die zusätzlichen Sprachenordner mit den sprachspezifischen Paketen oder Bausteinen in die gleiche Stelle im Netzwerk. Beta 2 wurde z. B. in fünf verschiedenen Sprachen angeboten: Deutsch, Englisch, Französisch, Japanisch und Spanisch. Das Setupprogramm kombinierte die sprachspezifischen Ordner mit dem Kernprodukt, um ein vollständiges Produkt für diese Sprachen zu erstellen.
Wenn Setup für ein bestimmtes Microsoft Office-Produkt ausgeführt wird, erkennt das Programm, dass mehr als eine Sprache verfügbar ist und kombiniert automatisch das Kernpaket mit der Sprache, das zur Gebietsschemaeinstellung des Betriebssystems des Clients passt. Sobald die Microsoft Office-Entwickler zusätzliche Sprachversionen zur Verfügung stellten, kopierte Microsoft IT einfach die Sprachenordner in den Netzwerkinstallationspunkt, damit die Mitarbeiter die passende Version von Office 2007 System abrufen konnten. So erhielten z. B. Mitarbeiter in Frankreich automatisch die französische Version, während Mitarbeiter in Tokio die japanische Version empfingen. Die Mitarbeiter mussten nicht die für ihren Standort passende Sprache wählen, es sei denn, sie wollten diese Standardlogik außer Kraft setzen.
Ebenso wurden mehrsprachige Installationen rationalisiert. Das Bereitstellungsteam konnte eine Anpassungsdatei pro Produkt erstellen, unabhängig von der Anzahl der Sprachen, die bereitgestellt wurden. Je nach Situation, konnte das Bereitstellungsteam das Setupprogramm so konfigurieren, dass mehr als eine Sprache pro Computer installiert wurde, oder dass das Setupprogramm eine bestimmte Sprache unabhängig von der Gebietsschemaeinstellung des Mitarbeiters installierte.
Abbildung 3 zeigt neun verschiedene Sprachen, die Microsoft-Mitarbeitern verfügbar waren.

Abbildung 3. Optionen zur Sprachauswahl
Durch die Kompatibilitätsprüfung der Branchenanwendungen bei Microsoft sollte die Kompatibilität mit der neuen Microsoft-Desktopsoftware garantiert und Probleme sollten frühzeitig im Produktentwicklungszyklus gelöst werden. Dadurch werden die Auswirkungen auf interne Endbenutzer, auf Helpdesks und letzten Endes auf Microsoft-Kunden minimiert. Mit der Kompatibilitätsprüfung konnte Microsoft IT die Anwendungen und Benutzergruppen identifizieren, die von Änderungen im neuen Produkt betroffen waren. Die Kompatibilitätsprüfung ermöglichte es Microsoft IT auch, Branchenanwendungen zu korrigieren und ein Standardverfahren zur Fehlerberichterstellung zu verwenden, um Produktgruppen über Probleme zu informieren.
Die Center of Excellence (CoE)-Gruppen bei Microsoft unterstützen Geschäftsanwendungen. Zu diesen Anwendungen zählen sowohl umfassende, strategische Geschäftsverwaltungssoftware als auch intern erstellte Anwendungen, die Mitarbeiter täglich verwenden. Die CoE-Gruppen begannen im August 2005 mit dem Prüfen der Branchenanwendungen. Die Gruppen schlossen die Prüfungsendphase im November 2006 ab.
Microsoft IT verwendete die Datenbank MSApps, um alle von Mitarbeitern des Unternehmens verwendete Branchenanwendungen zu verfolgen. Diese Anwendungen umfassten alle intern entwickelten Tools und Anwendungen von Drittanbietern, die von Microsoft Office abhängig waren. So verwendet Microsoft z. B. ein Tool zur Überwachung von Ausgaben mit dem Namen „MS Expense“ und ein Formular zur Leistungsbewertung von Mitarbeitern mit dem Namen „HR Review“. Microsoft IT prüfte alle kritischen Anwendungen und ungefähr 350 einzelne Anwendungen aus einem Anwendungsbestand von ungefähr 2.200 Anwendungen, um deren Kompatibilität mit Office 2007 System zu garantieren.
Microsoft IT koordinierte die Kompatibilitätsprüfung für die Branchenanwendungen bei Microsoft und machte jede CoE-Gruppe für die Prüfung einer Reihe von Anwendungen verantwortlich, die von der jeweiligen CoE-Gruppe selbst entwickelt wurden. Dadurch dass Anwendungsbesitzer die Funktionalität prüften, konnte eine erfolgreiche Prüfung der Branchenanwendungen garantiert werden. Die einzelnen CoE-Gruppen waren auch für das Testen der von Benutzern verwendeten Standardbranchenanwendungen und Anwendungen von Drittanbietern verantwortlich. Dank dieser Strategie zur Prüfung der Branchenanwendungen wurden alle Microsoft Office-abhängigen Anwendungen während des Entwicklungszyklus getestet.
Kategorisieren und Priorisieren von Anwendungen
Um den Umfang der zu prüfenden Branchenanwendungen zu verwalten, prüfte Microsoft IT vorrangig die Branchenanwendungen, die Microsoft Office-abhängig waren. Anschließend teilte Microsoft IT diese Anwendungen in Klassen ein, die auf der Anzahl der Benutzer und der Geschäftspriorität sowie darauf basierten, ob die Anwendungen von Führungskräften verwendet wurden. Das Team identifizierte auch die Anwendungen, die nicht geprüft werden mussten.
Microsoft IT unterteilte die Branchenanwendungen in drei Kategorien, die in Abhängigkeit ihrer Wichtigkeit klassifiziert wurden. Das Team klassifizierte die Anwendungen mit der höchsten Geschäftspriorität in Tier 1, gefolgt von Tier 2 und Tier 3. Die Anwendungen konnten hochgestuft (aber nicht herabgestuft) werden, wenn eine CoE-Gruppe dies anforderte, um sie häufiger zu testen.
Tier 1: Extern kritisch oder unternehmenskritisch
Tier 1-Anwendungen sind von Führungskräften verwendete Anwendungen mit einer beliebigen Anzahl von Benutzern und einer beliebigen Geschäftspriorität sowie Anwendungen mit einer Anzahl von 1.000 bis 4.999 Benutzern und der Geschäftspriorität „extern kritisch“ oder „unternehmenskritisch“.
Microsoft IT prüfte Tier 1-Anwendung zuerst, da sie als „extern kritisch“ oder „unternehmenskritisch“ eingestuft wurden. Extern kritische Anwendungen erzeugen Umsätze und sind für die Unterstützung von Microsoft-Produkten kritisch. Diese Anwendungen werden zur Geschäftsabwicklung zwischen Unternehmen und zur Auftragserfassung verwendet und können die Geschäfte von Microsoft ernsthaft beeinträchtigen, wenn sie versagen. Anwendungen, die stark von extern kritischen Anwendungen abhängen, werden ebenfalls als extern kritisch eingestuft. Wenn extern kritische Anwendungen versagen, besteht die Möglichkeit, dass Microsoft-Kunden oder Geschäftspartner nicht mehr unterstützt und keine Umsätze mehr erzeugt werden können.
Unternehmenskritische Anwendungen sind entscheidend bei der Herstellung und Lieferung von Microsoft-Produkten und an der Umsatzberichterstellung beteiligt. Zu unternehmenskritischen Anwendungen zählen Anwendungen für die Produktentwicklung und Preisberechnung, Finanzsoftware und Infrastruktursoftware, die für die tägliche interne Geschäftsabwicklung notwendig sind. Anwendungen, die stark von unternehmenskritischen Anwendungen abhängen, werden ebenfalls als unternehmenskritisch eingestuft. Eine Anwendung ist unternehmenskritisch, wenn sie keine extern kritische Anwendung ist, aber ihr Versagen die Ausgaben erheblich steigern oder die Umsätze stark reduzieren kann und wenn sie sich bedeutend auf die Mitarbeiterfluktuation oder den Rechtsschutz von Microsoft auswirken kann.
Tier 2: Geschäftskritische, sonstige oder erforderliche Anwendungen mit 1.000 bis 4.999 Benutzern
Tier 2-Anwendungen sind geschäftskritische, sonstige oder erforderliche Branchenanwendungen mit 1.000 bis 4.999 Benutzern sowie Anwendungen mit 50 bis 999 Benutzern jeder beliebigen Geschäftspriorität. Ein Versagen von Tier 2-Anwendungen kann sich mäßig auf das Geschäft auswirken. Zu solchen Anwendungen zählen Lohnlistenanwendungen, Software zur Rechnungsverwaltung und ausgaben- und zeiterfassende Anwendungen. Anwendungen, die stark von geschäftskritischen Anwendungen abhängen, werden ebenfalls als geschäftskritisch eingestuft.
Eine Tier 2-Anwendung ist nicht extern kritisch oder unternehmenskritisch, und ihr Versagen kann zu einer mäßigen Zunahme der Ausgaben, mäßigen Abnahme der Umsätze oder mäßigen Mitarbeiterfluktuation führen. Außerdem kann der Rechtsschutz von Microsoft mäßig beeinträchtigt und eine mäßige Kundenunzufriedenheit verursacht werden.
Andere Anwendungen, die in keine der oben genannten Kategorien passen. Wenn diese Anwendungen mehr als 25 Arbeitstage nicht verfügbar sind, ist das damit zusammenhängende Risiko akzeptierbar.
Eine erforderliche Anwendung ist nicht extern kritisch oder unternehmenskritisch, hat weniger als 5.000 Benutzer, und ihr Versagen kann zu einer leichten Zunahme der Ausgaben, leichten Abnahme der Umsätze oder leichten Mitarbeiterfluktuation führen. Außerdem kann der Rechtsschutz von Microsoft leicht beeinträchtigt und eine leichte Kundenunzufriedenheit verursacht werden.
Tier 3: Geschäftsanwendungen mit 1 bis 49 Benutzern
Tier 3-Anwendungen sind Branchenanwendungen mit 1 bis 49 Benutzern jeder beliebigen Geschäftspriorität. Ein Versagen von Tier 3-Anwendungen kann sich geringfügig auf das Geschäft auswirken.
Als Teil des gesamten Bereitstellungsprojekts von Microsoft IT, Endbenutzer während des Produktzyklus zu unterstützen, erstellte das IT Productivity Education (ITPE)-Team eine Dokumentation (Benutzerhandbücher, Demos und Präsentationen) für die Microsoft-Mitarbeiter und abhängiges Personal. Als Vorbereitung für die Bereitstellung von Office 2007 System arbeitete das ITPE-Team mit dem Dienstverwaltungsteam, dem Produktentwicklungsteam und verschiedenen Dokumentveröffentlichungsteams von Microsoft IT zusammen, um den Inhalt der Office 2007 System-Dokumentation für die Microsoft-Mitarbeiter zu planen.
Microsoft IT erstellte ein Everyday Productivity Education (EPE)-Programm für seine IT-Mitarbeiter. Das EPE-Programm umfasst Arbeitshilfen, Benutzeranweisungen, Demos, bewährte Methoden usw. Kunden können die EPE-Intranetdemo als .zip-Datei herunterladen und den Inhalt an ihre eigene Umgebung und ihre eigenen Technologien anpassen. Den Link zur EPE-Startseite auf der Microsoft-Website finden Sie im Abschnitt „Weitere Informationen“ am Ende dieses Dokuments.
Um eine reibungslose Aktualisierung auf Office 2007 System zu gewährleisten, führte Microsoft IT Schulungen vor Ort durch. Die Live-Schulungen vor Ort, auch als „Ready IT“ bekannt, waren für die lokalen IT-Mitarbeiter und das IT Productivity Virtual-Team bestimmt. Ziel der Schulungen war es, den IT-Mitarbeiter vor Ort zu ermöglichen, die Bereitstellung von Meilensteinen mit geringer oder ohne jede Verspätung zu unterstützen, und Aktivitäten im Bereich Schulung und Betriebsbereitschaft vor Ort zu koordinieren.
Microsoft IT bot Mitarbeitern auch Selbsthilfeschulungen an. Jede Lektion einer Selbsthilfeschulung konzentrierte sich auf ein Feature in einem bestimmten Szenario. In diesen Schulungen lernten Mitarbeiter verschiedene Szenarios und die neue Funktionalität des Produkts kennen, um die Produktivität zu verbessern.
Die Live-Schulungen und die Selbsthilfeschulungen wurden zusätzlich zu den Materialien angeboten, die auf der Microsoft Office Online-Website verfügbar sind. Um Endbenutzer weiter zu unterstützen und um sicherzustellen, dass jeder im Unternehmen die in Office 2007 System enthaltenen neuen Features und Produkte optimal einsetzt, stellte Microsoft IT folgende Informationen auf einer Intranetwebseite bereit:
| • | Übersicht über Office 2007 System |
| • | Angaben zum Installieren von Microsoft Office 2007 System |
| • | Videos zur Verwendung der neuen Benutzeroberfläche |
| • | Live-Schulungen zur Koordination der Schulungen vor Ort |
| • | Ein Link, über den Benutzer die Verfügbarkeit von Branchenanwendungen überprüfen können, die sie normalerweise verwenden |
| • | Neue Szenarios und Features |
| • | Bekannte Probleme |
| • | Häufig gestellte Fragen (FAQs) zu Office 2007 System |
| • | Fehlerberichterstellung |
| • | Supporthinweise |
| • | Bereitstellungsindikatoren |
Microsoft IT stellte fest, dass die folgenden bewährten Methoden zu einer erfolgreicheren Bereitstellung von Office 2007 System führen:
| • | Microsoft SMS war ein nützliches Bereitstellungstool, um die Computer aller Erstanwender auf die aktuelle Version von Office 2007 System bei Microsoft zu aktualisieren. Nach Veröffentlichung eines neuen wichtigen Meilensteins durch Microsoft aktualisierten die Mitarbeiter ihre Computer auf die neuste Vorabversion, was zu einer höheren Benutzerfreundlichkeit führte. Das Microsoft Office-Team erhielt relevanteres Feedback, da die Mitarbeiter ihre Computer sobald wie möglich aktualisierten. Für Microsoft IT war SMS ein ausgezeichnetes Tool für die Bereitstellung von Office 2007 System, da Office 2007 System mit SMS auf bestimmten Computern flexibel zu bestimmten Zeitpunkten bereitgestellt werden kann. Mit SMS können Administratoren auch einen Eingriff durch Benutzer definieren. Dank der Berichterstellungsfunktion von SMS war Microsoft IT in der Lage, die erfolgreiche Bereitstellung in Echtzeit nachzuverfolgen. |
| • | Die Möglichkeit, das Microsoft Office-Setupprogramm so zu konfigurieren, dass unmittelbar nach der Installation eine Webseite geöffnet wird, war sehr nützlich, da Benutzer über Microsoft Office-verwandte Ressourcen informiert werden konnten, die ihnen zur Verfügung standen. Mithilfe des Office-Anpassungstools passte Microsoft das Setupprogramm so an, dass Windows Internet Explorer® mit einer bestimmten URL-Seite geöffnet wurde. Auf der Intranetseite bedankte sich Microsoft IT bei den Benutzern für die Installation des Produkts und stellte Links zur Verfügung, über die Benutzer Support erhielten, auf Schulungsmaterial zugreifen, Feedback zum Produkt abgeben und zusätzliche Microsoft Office-Produkte installieren konnten. |
| • | Durch die erweiterte Bereitstellung des File Format Awareness Update und des Compatibility Pack bei älteren Versionen von Office-Clients (Office 2003 oder Microsoft Office XP) vor der eigentlichen Bereitstellung von Office 2007 System wurde garantiert, dass Mitarbeiter reibungslos Dateien gemeinsam benutzen und zusammenarbeiten konnten. Ohne die Installation des File Format Awareness Update und des Compatibility Pack hätten ältere Versionen von Office-Clients die neuen Dateiformate von Office 2007 System nicht öffnen können. |
| • | Um eine Zusammenarbeit von Office 2007 System-Benutzern innerhalb und außerhalb des Unternehmens zu ermöglichen, hat Microsoft IT ältere Versionen von Office-Clients gepatcht, damit Microsoft-Benutzer Dateien in den Office 2007 System-Dateiformaten öffnen und speichern konnten. Microsoft stellte fest, dass durch das Patchen von älteren Versionen eine höhere Benutzerfreundlichkeit erreicht wird. Das Anpassen von Office 2007 System, sodass standardmäßig das Office 97-2003-Dateiformat benutzt werden kann, war demgegenüber weniger effektiv. Der Grund dafür ist, dass mithilfe des Office 2007 System-Dateiformats Benutzer die neue Funktionalität von Office 2007 System uneingeschränkt nutzen können. In vielen Fällen ist diese Funktionalität beschränkt oder gar nicht verfügbar, wenn ein Benutzer das Office 97-2003-Dateiformat verwendet. So stehen beispielsweise die größeren Arbeitsblätter von Office Excel 2007 (1.048.576 Zeilen und 16.384 Spalten) nur als Dateien im Office 2007 System-Format zur Verfügung. |
| • | Beim Bereitstellen der Office 2007 System-Produkte in mehreren Sprachen stellte es sich für Microsoft als vorteilhaft heraus, einen einzigen Buildordner zu erstellen, in dem eine Kopie der sprachneutralen Office 2007 System-Installationsdateien zusammen mit mehreren Sprachpaketen abgelegt wird. Obwohl der Client eine bestimmte Sprache auswählen konnte, wurde Office standardmäßig in der zum Gebietsschema des Betriebssystems gehörigen Sprache installiert. Wenn kein passendes Sprachpaket gefunden wurde, wurde Office 2007 System in englischer Sprache installiert. Die Mitarbeiter mussten nicht die für ihren Standort passende Sprache wählen, es sei denn, sie wollten diese Standardlogik außer Kraft setzen. |
| • | Wichtig für den Erfolg des Bereitstellungsprojekts war auch die Kommunikation mit wichtigen Entscheidungsträgern und deren Beteiligung schon vor Beginn des Bereitstellungsprojekts. Vor Beginn der Bereitstellung sollte jedes Unternehmen sicherstellen, dass alle eventuellen Anpassungen mit den wichtigsten Beteiligten überprüft wurden, damit nur die relevanten Einstellungen geändert werden. Durch die vorzeitige Überprüfung der Anpassungen zusammen mit den geeigneten Beteiligten war Microsoft IT in der Lage, eine erfolgreiche Bereitstellung zu garantieren und Verwirrung zu vermeiden. |
| • | Microsoft IT stellte fest, dass der Bearbeitung der Datei „Config.xml“ besondere Bedeutung zukam. Fehler beim Bearbeiten der Datei „Config.xml“ führen dazu, dass die Datei die Anpassungseinstellungen ignoriert. |
| • | Microsoft IT betrachtete zur Anpassung einer Bereitstellung sowohl das Office-Anpassungstool als auch die Datei „Config.xml“, um zu gewährleisten, dass die Anpassung wie beabsichtigt ausgeführt wurde. Die in der Datei „Config.xml“ definierten Anpassungseinstellungen haben Vorrang vor den Anpassungen in der Setupdatei, die vom Office-Anpassungstool erstellt wurde. |
| • | Microsoft-Mitarbeiter setzen bei ihrer täglichen Arbeit verstärkt Office OneNote 2007 und Office Groove 2007 ein. Als Teil des Office-Standardpakets wollte Microsoft IT neben den Office Professional-Anwendungen wie Microsoft Office Outlook® 2007, Office Word 2007, Office Excel 2007 und Office PowerPoint 2007 auch diese Komponenten bereitstellen. Office Enterprise 2007 bot sowohl Microsoft IT als auch den Mitarbeitern einen bedeutenden Vorteil. Aus IT-Sicht war Microsoft IT in der Lage, alle diese Anwendungen in Form eines einzigen Installationspakets bereitzustellen, ohne auf Verkettungen oder Skripts zurückgreifen zu müssen, deren Unterstützung zeit- und kostenaufwendig sein kann. Aus Sicht der Endbenutzer waren die Mitarbeiter in der Lage, alle diese Anwendungen auf einmal reibungslos zu installieren, und es mussten nicht drei separate Installationen durchgeführt werden. |
Zusätzlich zu den oben beschriebenen bewährten Methoden und Erkenntnissen aus dem Projekt erkannte Microsoft IT, dass folgende bewährte Methoden zum Erfolg bei der Kompatibilitätsprüfung der Branchenanwendungen beitrugen:
| • | Einplanen und Bereitstellen von ausreichenden Projektressourcen zum Durchführen der Prüfungsaufgaben und zur Teilnahme am Programm. |
| • | Erstellen eines Kompatibilitätsprogramms für Anwendungen, das von einem zentralen Programm-Manager verwaltet wird, um die gesamte Kompatibilitätsprüfung für Anwendungen zu rationalisieren. |
| • | Verwenden eines Systems zur Problemverfolgung, um während der Branchenanwendungsprüfung festgestellte Probleme zu überwachen. |
| • | Einrichten einer Datenbank für den Anwendungsbestand, in der technologische Abhängigkeiten von Anwendungen, Kontakte, der Zweck und die Testergebnisse der einzelnen Anwendung verfolgt werden. Durch diese Verfolgung wird ein problemloserer Übergang zu den aktualisierten Produkten garantiert. |
| • | Entwickeln von Vorlagen und Prüflisten für die Kompatibilitätsprüfung der Anwendungen, damit die Vorlagen und Prüflisten bei zukünftigen Projekten erneut verwendet werden können. |
| • | Durchführen der eigentlichen Prüfung durch die Anwendungsbesitzer, da diese am besten mit den Anwendungen am vertraut sind. Ihre Kenntnis über die Funktionalität der jeweiligen Anwendungen ist ausschlaggebend, um optimale Prüfergebnisse zu erzielen. |
| • | Erstellen eines Gesamtzeitplans für die zu testenden Softwarebuilds, der den CoE-Gruppen übergeben wird, und Entwickeln eines Prüfungszeitplans, der auf diesem Gesamtzeitplan basiert. |
| • | Erstellen einer internen Website, um die Zeitpläne für die Bereitstellung und Kompatibilitätsprüfung der Anwendungen zu übermitteln. Mithilfe der Website können genauere Angaben zu individuellen Projekten für die Kompatibilitätsprüfung von Anwendungen zur Verfügung gestellt werden. |
An der frühen Bereitstellung von Microsoft Office 2007 System waren nicht nur Microsoft IT, mehrere Produktgruppen und Microsoft Office-Entwickler beteiligt, sondern auch Microsoft-Mitarbeiter auf der ganzen Welt. Bei der Produktionsfreigabe (RTM) war Microsoft Office 2007 System auf mehr als 97.000 Computern installiert. Dank des konstruktiven Feedbacks von Microsoft-Mitarbeitern konnte das Produktteam zahlreiche Verbesserungen vornehmen und letzten Endes ein qualitativ hochwertiges Softwareprodukt herstellen.
Aufgrund der vorsichtigen Planung und der teamübergreifenden Zusammenarbeit war der frühe Einsatz von Office 2007 System ein Erfolg. Mithilfe des frühen Einsatzes konnten die Anforderungen an die Funktionalität und die Geschäftsfeatures des Produkts und die Bereitstellungstools geprüft werden. Dabei wurde auch die Kompatibilität aller Microsoft Office-abhängigen Branchenanwendungen getestet. Dank der erfolgreichen Prüfung der neuen Bereitstellungstools in einer alltäglichen Geschäftsumgebung haben IT-Kunden und Lösungspartner die Möglichkeit, die mit der Planung, Erstellung und Bereitstellung von Office 2007 System verbundenen Kosten zu senken und den gesamten Prozess zu vereinfachen.
Branchenanwendungsentwickler haben inzwischen mit dem Erstellen von neuen Tools für die interne Verwendung bei Microsoft begonnen, die auf den neuen Features von Office 2007 System basieren. Außerdem unterstützen die neuen produktivitätssteigernden Features von Office 2007 System Mitarbeiter dabei, effektiv mit Kunden zu kommunizieren und den Workflow und die Zusammenarbeit innerhalb des Unternehmens zu verbessern.
Microsoft Office 2007-Produktwebsite: http://office.microsoft.com/de-de/products/default.aspx
Microsoft Office Migration Management-Technologien: http://office.microsoft.com/en-us/default.aspx
Microsoft Office Migration Planning Manager: http://www.microsoft.com/downloads/details.aspx?familyid=13580cd7-a8bc-40ef-8281-dd2c325a5a81&displaylang=en
Add-Ins für Microsoft Office 2007 System: http://office.microsoft.com/en-us/downloads/CD101950461033.aspx
Microsoft Office 2007-Systemanforderungen: http://office.microsoft.com/en-us/products/HA101668651033.aspx.
Informationen zur Datei Config.xml in Office 2007 System: http://technet2,microsoft.com/Office/en-us/library/e16af71c-fed4-40da-a886-95e596c3999e1033.mspx?mfr=true
Verwendung von Systems Management Server 2003 zur Bereitstellung von Microsoft Office 2007 System: http://technet2,microsoft.com/Office/en-us/library/e3d7be86-d739-413f-8196-817899eceb771033.mspx?mfr=true
Everyday Productivity Education-Programm: http://www.microsoft.com/technet/itshowcase/epe.mspx
Informationen zum Office 2007-Dateiformat: http://technet2,microsoft.com/Office/en-us/library/cce79538-711f-4686-9a31-2bdc7dd999d51033.mspx
Microsoft Office Compatibility Pack: http://www.microsoft.com/downloads/details.aspx?FamilyId=941B3470-3AE9-4AEE-8F43-C6BB74CD1466&displaylang=en
Office Ressource Kit: http://technet2,microsoft.com/Office/en-us/library/9df1c7d2-30a9-47bb-a3b2-5166b394fbf51033.mspx?mfr=true.
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