Microsoft möchte Benutzer auf die Variante „Win32/Mywife.E@mm“ der bösartigen Software (Malware) Mywife aufmerksam machen, die in Massen-E-Mail-Sendungen versendet wird. Die Massensendungs-Malware versucht Benutzer mit Hilfe so genannter „Social-Engineering“-Praktiken zum Öffnen eines Dateianhangs in einer E-Mail zu verleiten. Wird die Datei vom Benutzer geöffnet, versendet sich die schädliche Software selbsttätig an sämtliche E-Mail-Kontakte im Adressbuch des Computers. Die Malware kann auf Systemen, auf denen kein Administratorkennwort verwendet wird, auch über Netzwerkfreigaben mit Schreibzugriff übertragen werden.
Benutzer von Windows XP Service Pack 1, Windows XP Service Pack 2, Windows Server 2003 oder Windows Server 2003 Service Pack 1 sind durch die Malware möglicherweise weniger gefährdet, da auf diesen Systemen die Netzwerkanmeldung ohne Kennwort nicht gestattet ist. In einer Umgebung mit Windows XP oder Windows Server 2003, in der die physische Sicherheit gewährleistet ist und kein Zugriff auf das entsprechende Konto über das Netzwerk erfolgen muss, ist es sicherer, das Kennwort frei zu lassen als ein unsicheres Kennwort zu verwenden. Standardmäßig kann die Anmeldung ohne Kennwort unter Windows XP und Windows Server 2003 nur lokal erfolgen.
Das Risiko einer Infektion mit Win32/Mywife.E@mm kann jedoch deutlich vermindert werden, wenn auf dem Computer aktuelle Antivirussoftware mit den neuesten Virendefinitionen installiert ist. Die Benutzer werden aufgefordert, dazu Informationen beim Hersteller ihrer Antivirussoftware einzuholen. Der schädlichen Software wurden von den verschiedenen Herstellern unterschiedliche Namen gegeben. Die Gruppe CME (Common Malware Enumeration) hat ihr die Bezeichnung ID CME-24 zugewiesen.
Auf mit Win32/Mywife@E.mm infizierten Systemen richtet die Malware am Dritten jeden Monats dauerhaften Schaden an Dateien mit verschiedenen häufig verwendeten Dokumentformaten an. Der 3. Februar 2006 ist der erste Stichtag, an dem die schädliche Software Dokumentdateien zerstört. Außerdem modifiziert oder löscht die Malware Dateien und Registrierungsschlüssel, die mit bestimmten sicherheitsrelevanten Anwendungen verknüpft sind. Die entsprechenden Sicherheitsanwendungen können dann beim Start von Windows nicht mehr ausgeführt werden. Weitere Informationen finden Sie in der Microsoft-Virenenzyklopädie.
Wie alle anderen bisher bekannten Varianten von Mywife nutzt auch diese Malware keine Sicherheitsanfälligkeit aus. Die Infektion erfordert das Öffnen eines infizierten E-Mail-Anhangs durch den Benutzer. Die Malware versucht außerdem, das Netzwerk nach anderen Systemen im Kontext des Benutzers zu durchsuchen, die infiziert werden können. Schlägt der Zugriff auf ein gefundenes System fehl, wird ein erneuter Verbindungsversuch gestartet. Dabei verwendet die Malware den Benutzernamen „Administrator“ und lässt das Kennwort frei.
Benutzer, die befürchten, dass ihr Computer mit Mywife infiziert sein könnte, sollten sich an den Hersteller ihrer Antivirussoftware wenden. Alternativ steht auf der Website Windows Live Safety Center Beta eine die Funktion „Protection Scan“ zur Verfügung, mit der das System nach Infektionen durchsucht werden kann. Englischsprachige Systeme können über die Website Windows OneCare Live Beta auf Mywife und andere Varianten dieser schädlichen Software überprüft und vor ihnen geschützt werden.
Weitere Information zur schädlichen Software Mywife, Hilfe beim Ermitteln, ob Ihr Computer mit der Software infiziert ist, sowie eine Anleitung zur Wiederherstellung des Computers im Fall einer Infektion erhalten Sie in der Microsoft-Virenenzyklopädie. Verweise auf bestimmte Themen innerhalb der Microsoft-Virenenzyklopädie erhalten Sie im Abschnitt „Übersicht“. Wir empfehlen auch weiterhin den vorsichtigen Umgang mit unbekannten E-Mail-Anlagen. Im Leitfaden „Schützen Sie Ihren PC“ finden Sie eine Anleitung zur Aktivierung einer Firewall, zum Beziehen von Softwareupdates sowie zum Installieren von Antivirussoftware. Mehr über diese drei Vorsichtsmaßnahmen erfahren Sie auf der Website Schützen Sie Ihren PC.
Ressourcen:
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| • | Technischer Support ist in den USA und Kanada über die Microsoft Support Services erhältlich. Weitere Informationen zu verfügbaren Supportoptionen finden Sie auf der Microsoft-Website „Hilfe und Support“. |
| • | Kunden außerhalb der USA erhalten Support bei ihren regionalen Microsoft-Niederlassungen. Weitere Informationen dazu, wie Sie Microsoft in Bezug auf internationale Supportfragen kontaktieren können, finden Sie auf der International Support-Website. |
| • | TechNet Sicherheit bietet weitere Informationen zur Sicherheit von Microsoft-Produkten. |
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Revisionen:
| • | 30. Januar 2006: Die Empfehlung wurde veröffentlicht. |
| • | 1. Februar 2006: Zusätzliche Information über die Anmeldung mit freigelassenem Kennwort unter Windows XP Service Pack 1, Windows XP Service Pack 2, Windows Server 2003 und Windows Server 2003 Service Pack 1. Link zu „Virus Information Alliance“-Mitglied Sophos hinzugefügt. |