Microsoft wurde auf eine neue Variante des Wurms Sober aufmerksam gemacht, der für E-Mail-Massensendungen verantwortlich ist. Sie trägt den Namen Win32/Sober.Z@mm. Der Wurm versucht den Benutzer durch so genanntes „Social Engineering“ dazu zu verleiten, auf ein ausführbares Element in einer manipulierten E-Mail zu klicken oder einen Dateianhang zu öffnen. Wird die Datei bzw. das ausführbare Element vom Benutzer geöffnet, versendet sich der Wurm selbsttätig an sämtliche E-Mail-Kontakte im Adressbuch des Computers. Das Risiko einer Infektion mit Win32/Sober.Z@mm ist jedoch deutlich vermindert, wenn auf dem Computer aktuelle Antivirussoftware mit den neuesten Virendefinitionen installiert ist.
Auf Systemen, die mit Win32/Sober.Z@mm infiziert sind, lädt das Programm ab dem 6. Januar 2006 schädliche Dateien von bestimmten Webdomänen herunter und führt diese aus. Im Abstand von zwei Wochen lädt der Wurm dann weitere schädliche Dateien von anderen Websites innerhalb derselben Domäne herunter.
Wie alle anderen bisher bekannten Varianten von Sober nutzt auch dieser Wurm keine Sicherheitsanfälligkeit aus. Die Infektion erfordert die Ausführung eines infizierten E-Mail-Anhangs durch den Benutzer.
Das Sicherheitsupdate vom Dezember 2005 für das Tool zum Entfernen bösartiger Software und das Windows Live Safety Center enthalten bereits eine Erkennungsfunktion für die neuesten Varianten von Sober.
Benutzern, die befürchten, dass ihr Computer mit Sober infiziert ist, wird Folgendes empfohlen: Rufen Sie die Website Safety.live.com auf, und wählen Sie dort die Option „Protection Scan“, oder führen Sie die neueste Version des Tools zum Entfernen bösartiger Software aus, um sicherzustellen, dass auf dem Computer keine Infektion vorliegt. Sie erhalten das Tool über Microsoft Update oder Windows Update. Sichere Erkennung von und Schutz vor Sober und seinen bisher bekannten Varianten erhalten Sie zudem bei Windows OneCare von Microsoft.
Am 10. Januar 2006 wird Microsoft eine aktualisierte Version des Tools zum Entfernen bösartiger Software herausgeben, die weitere Unterstützung bei der Erkennung und Entfernung von schädlichen Programmen wie Sober und seinen Varianten bietet. Im Microsoft Knowledge Base-Artikel 891716 erhalten Sie weitere Informationen zur Bereitstellung des Tools zum Entfernen bösartiger Software mit den neuesten Definitionen, damit Sie sich besser gegen schädliche Programme schützen können.
Weitere Information zu Sober, Hilfe beim Ermitteln, ob Ihr Computer mit dem Wurm infiziert ist, sowie eine Anleitung zur Wiederherstellung des Computers im Fall einer Infektion erhalten Sie in der Microsoft-Virenenzyklopädie. Verweise auf bestimmte Themen innerhalb der Microsoft-Virenenzyklopädie erhalten Sie im Abschnitt „Übersicht“. Wir empfehlen auch weiterhin den vorsichtigen Umgang mit unbekannten E-Mail-Anlagen. Im Leitfaden „Schützen Sie Ihren PC“ finden Sie eine Anleitung zur Aktivierung einer Firewall, zum Beziehen von Softwareupdates sowie zum Installieren von Antivirussoftware. Mehr über diese drei Vorsichtsmaßnahmen erfahren Sie auf der Website Schützen Sie Ihren PC.
Schadensbegrenzende Faktoren:
| • | Damit der Wurm den Computer infizieren kann, muss der Benutzer einen E-Mail-Anhang öffnen. |
Ressourcen:
| • | Sie können uns über das Formular auf folgender Website Ihr Feedback zukommen lassen. |
| • | Technischer Support ist in den USA und Kanada über die Microsoft Support Services erhältlich. Weitere Informationen zu verfügbaren Supportoptionen finden Sie auf der Microsoft-Website „Hilfe und Support“. |
| • | Kunden außerhalb der USA erhalten Support bei ihren regionalen Microsoft-Niederlassungen. Weitere Informationen dazu, wie Sie Microsoft in Bezug auf internationale Supportfragen kontaktieren können, finden Sie auf der International Support-Website. |
| • | Das Microsoft TechNet Sicherheits-Portal bietet weitere Informationen zur Sicherheit von Microsoft-Produkten. |
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Revisionen:
| • | 3. Januar 2006: Die Empfehlung wurde veröffentlicht. |