Auf dieser SeiteModulübersichtIn diesem Modul wird die erste Phase des vierphasigen Updateverwaltungsprozesses beschrieben: die Bewertungsphase. Die Bewertungsphase befasst sich mit dem Überwachen der Software in Ihrer Produktionsumgebung, dem Evaluieren potenzieller Sicherheitsbedrohungen und Sicherheitslücken sowie dem Bewerten der vorhandenen Updateverwaltungsinfrastruktur. Ziel dieses Moduls ist eine Beschreibung der Bewertungsphase des Updateverwaltungsprozesses. Ferner werden die Aufgabentypen vorgestellt, mit deren Hilfe die Bewertung mit Microsoft Windows Server Update Services (WSUS) und Microsoft Systems Management Server (SMS) durchgeführt werden kann. Hinweis: Beta 2 der nächsten SMS-Version namens System Center Configuration Manager 2007 ist jetzt unter http://www.microsoft.com/technet/sms/2007/evaluate/download.mspx (möglicherweise in englischer Sprache) als Download verfügbar. Verbesserungen wurden vor allem in den Bereichen Einfachheit, Konfiguration, Bereitstellung und Sicherheit vorgenommen. Dadurch wurde die Systembereitstellung, die Automatisierung von Aufgaben, die Kompatibilitätsverwaltung und die richtlinienbasierte Sicherheitsverwaltung in Configuration Manager 2007 sehr vereinfacht, was Unternehmen wiederum erhöhte Flexibilität ermöglicht. Nach Lektüre dieses Moduls sind Sie in der Lage, die Planung für folgende Aufgaben durchzuführen:
Ohne einen fortlaufenden Bewertungsprozess wissen Sie nicht, über welche Computerressourcen Sie verfügen, wie Sie diese schützen können und wie Sie sicherstellen können, dass Ihre Softwareverteilungsarchitektur die Updateverwaltung unterstützt. ZielsetzungThemenbereiche:
Geltungsbereich:Die Informationen in diesem Modul gelten für folgende Produkte und Technologien:
Verwendung dieses ModulsIn diesem Modul wird die Bewertungsphase des vierphasigen Updateverwaltungsprozesses beschrieben. Es enthält eine Beschreibung der grundlegenden Aufgaben, die zur Bewertung mithilfe von Microsoft Windows Server Update Services (WSUS) und Microsoft Systems Management Server (SMS) erforderlich sind. Empfehlungen für eine erfolgreiche Arbeit mit diesem Modul:
ÜbersichtDie Bewertungsphase ist die erste wichtige Phase im Patchverwaltungsprozess, siehe Abbildung 1. ![]() Abbildung 1: Der Patchverwaltungsprozess Im Idealfall handelt es sich bei der Bewertungsphase um einen Vorgang, den Sie fortlaufend ausführen sollten, um festzustellen, über welche Computerressourcen Sie verfügen, wie Sie diese schützen können und wie Sie sicherstellen können, dass Ihre Softwareverteilungsarchitektur die Updateverwaltung unterstützt. Im verbleibenden Abschnitt werden die Anforderungen an eine fortlaufende Bewertung erläutert. Zu diesen Anforderungen gehört Folgendes:
Inventur der vorhandenen IT-RessourcenBei der Automatisierung der Updateverwaltung gibt es zwei verschiedene Ziele für die Inventur. Systeme, die mit einem Verwaltungstool wie Microsoft Windows Server Update Services (WSUS) oder Systems Management Server (SMS) verwaltet werden, zählen zur verwalteten Infrastruktur. Andere Systeme, die nicht über einen aktiven SMS-Agent oder einen Client für automatische Updates (zur Verwendung mit WSUS) verfügen, oder die absichtlich von der Automatisierung der Verwaltungsprozesse ausgeschlossen wurden, gehören zur nicht verwalteten Infrastruktur. Die nicht verwaltete Infrastruktur kann folgende Systeme einschließen:
Nicht verwaltete Ressourcen müssen dennoch in die Updateverwaltung einbezogen werden. Stellen Sie durch Überprüfen dieser Systeme sicher, dass die aktuellen Softwareupdates installiert sind. Manuelle Überprüfungen oder die Verwendung von Microsoft Update stellen bei solchen Systemen oft die effektivste Methode für die Bereitstellung von Softwareupdates dar. Das Feststellen der Updateverwaltungsanforderungen von eigenständigen Computern oder Computern, die nicht Teil einer von Ihnen überwachten Domäne sind, kann Sie vor Probleme stellen. Ohne lokale Administratorrechte für diese nicht verwalteten Clients kann es schwierig werden, weitere Systeminformationen als den Computernamen und die IP-Adresse (Internet Protocol) abzurufen. Dennoch können diese Basisinformationen als Grundlage für die Bestimmung nicht verwalteter Clients in Ihrer Umgebung dienen. Hinweis: Bei auf Microsoft Windows basierenden Systemen zeigt der Microsoft Baseline Security Analyzer (MBSA) die Namen und IP-Adressen von Computern an, die nicht überprüft werden können, weil das Benutzerkonto, von dem aus die Überprüfung gestartet wurde, nicht über Administratorrechte für den Zielcomputer verfügt. Welche Informationen müssen erfasst werden?Eine effektive Updateverwaltung erfordert genaue und aktuelle Kenntnisse darüber, welche Hardware und Software in der Produktionsumgebung bereitgestellt wurden. Ohne diese Informationen können Sie nicht feststellen, auf welchen Computern in Ihrer Umgebung ein Softwareupdate erforderlich ist. Außerdem muss festgestellt werden, wie Client-Computer mit dem Netzwerk verbunden sind. Bei Computern, die über langsame oder unzuverlässige Verbindungen oder Remotezugriff per Einwahlverfahren angeschlossen sind, unterscheidet sich die Methode zur Verteilung und Installation von Softwareupdates von der Methode bei Computern, die an ein schnelles, zuverlässiges Netzwerk angeschlossen sind. In den folgenden Abschnitten werden die Informationen aufgeführt, die für eine effektive Updateverwaltung von den Computern in der Produktionsumgebung abgerufen werden müssen. Bestimmen von Hardwaretypen und -versionenWenn Administratoren wissen, ob es sich bei einem Computer um einen Laptop (mobiler Client), Desktop oder Server handelt, können sie die Methode für die einzelnen Softwareupdates einfacher bestimmen. Wenn es beispielsweise um Updates für einen Server geht, müssen unter Umständen Wartungsfenster (bestimmte Zeiten, zu denen Änderungen und Computerneustarts zulässig sind) beachtet oder sichergestellt werden, dass der Server vor der Bereitstellung des Softwareupdates gesichert wird. SMS ermöglicht das Erstellen von Sammlungen, die Server enthalten, die in einem bestimmten Wartungsfenster aktualisiert werden können. Dadurch wird sichergestellt, dass Softwareupdates nicht während des normalen Geschäftsbetriebs installiert werden. Ausführlichere Informationen zur Verwendung von SMS in der Bewertungsphase finden Sie unter Technische Bibliothek für Systems Management Server 2003. Bestimmen von Betriebssystemtypen und -versionenAdministratoren müssen alle Betriebssystemtypen und -versionen kennen, die in der Produktionsumgebung vorhanden sind. MBSA informiert Sie über fehlende Sicherheitsupdates und Service Packs und erkennt Sicherheitslücken bei Installationen der Betriebssysteme Microsoft Windows Server™ 2003, Windows Vista, Windows XP, Windows 2000 und Windows NT 4.0. Außerdem wird berichtet, ob die Computerkonfiguration den üblichen bewährten Verfahrensweisen für die Sicherheit (z. B. starke Kennwörter) entspricht. Bestimmen von Anwendungen und MiddlewareNeben der Version des Betriebssystems und des Service Packs müssen Administratoren auch alle installierten Softwareanwendungen und Versionen kennen. Wenn Sie WSUS bereitstellen, müssen Sie MBSA 2.0.1 für die Identifizierung fehlender Sicherheitsupdates verwenden. MBSA erkennt auch falsch konfigurierte Sicherheitseinstellungen einiger Anwendungen (zum Beispiel Microsoft Office, Internet Information Services (IIS), Internet Explorer und Microsoft SQL Server™). Ausführlichere Informationen zur Verwendung von WSUS in der Bewertungsphase finden Sie unter Technische Bibliothek für Windows Server Update Services (WSUS). Wenn Sie SMS 2003 verwenden, kann der Hardwareinventurclient-Agent zum Sammeln von Informationen zu installierten Anwendungen, Service Packs und Softwareupdates eingesetzt werden, die in der Windows-Systemsteuerung unter „Software“ registriert sind. Der Softwareinventurclient-Agent von SMS 2003 kann zum Abrufen von Details zu allen installierten ausführbaren Dateien (EXE-Dateien) verwendet werden. Dies schließt selbst die Anwendungen ein, die nicht unter „Software“ registriert sind. Ausführlichere Informationen zur Verwendung von SMS in der Bewertungsphase finden Sie unter Technische Bibliothek für Systems Management Server 2003. Bestimmen von RollenEs ist äußerst wichtig, die Rolle eines Computers zu ermitteln, da Administratoren anhand dieser Informationen feststellen, welche Auswirkungen ein Neustart nach einem Softwareupdate haben kann. Beispiel:
Wenn Sie SMS 2003 verwenden, kann der Hardwareinventurclient-Agent über die auf einem bestimmten Computer ausgeführten Dienste berichten. Ausführlichere Informationen zur Verwendung von SMS in der Bewertungsphase finden Sie unter Technische Bibliothek für Systems Management Server 2003. Hinweis: Wie zuvor im Einführungsmodul erwähnt, ist Beta 2 der nächsten SMS-Version namens System Center Configuration Manager 2007 jetzt unter http://www.microsoft.com/technet/sms/2007/evaluate/download.mspx (möglicherweise in englischer Sprache) als Download verfügbar. NetzwerkkonnektivitätFür eine erfolgreiche Aktualisierung ist es wichtig, den Aufbau der betreffenden Netzwerkinfrastruktur, ihre Funktionen, Sicherheitsstufen sowie ihre Übertragungsrate und die Verbindungsverfügbarkeit zu kennen. Softwareupdates können unterschiedlich groß sein. Wenn Sie die Einschränkungen Ihrer Netzwerkinfrastruktur kennen, lassen sich Verzögerungen bei der Verteilung von Softwareupdates möglicherweise reduzieren. Darüber hinaus kann die Infrastruktur vorgeben, wie das Softwareupdate auf bestimmten Clientcomputern bereitgestellt wird. Mithilfe der SMS-Netzwerkermittlung erhalten Sie Informationen zur Netzwerktopologie und den mit dem Netzwerk verbundenen Geräten. Ausführlichere Informationen zur Verwendung von SMS in der Bewertungsphase finden Sie unter Technische Bibliothek für Systems Management Server 2003. Bestimmen installierter und fehlender SoftwareupdatesZu wissen, welche Softwareupdates auf Computern installiert sind, ist von entscheidender Bedeutung. Wenn Sie WSUS verwenden, müssen Sie mithilfe von MBSA bestimmen, welche Softwareupdates auf Servern und Arbeitsstationen im Unternehmen benötigt werden, da WSUS über keine speziellen Überwachungstools verfügt. MBSA kann jedoch nicht für alle Betriebssysteme und Softwareanwendungen feststellen, ob Softwareupdates installiert wurden. Eine vollständige Liste der Updates, die erkannt werden können, finden Sie im Microsoft Knowledge Base-Artikel 895660 „Microsoft Baseline Security Analyzer (MBSA) 2.0 verfügbar“ unter http://support.microsoft.com/kb/895660. Wenn in Ihrem Unternehmen eine umfangreiche Hardware- und Softwareüberwachung erforderlich ist und die Möglichkeit bestehen muss, installierte Anwendungen wie SQL Server 2000 zu aktualisieren und nicht sicherheitsbezogene Softwareupdates bereitzustellen, sollten Sie in Betracht ziehen, SMS zur Unterstützung der Updateverwaltung bereitzustellen. Ausführlichere Informationen zur Verwendung von WSUS in der Bewertungsphase finden Sie unter Technische Bibliothek für Windows Server Update Services (WSUS). Wenn Sie SMS 2003 verwenden, können Sie mit dem Sicherheitsupdate-Inventurprogramm und dem Inventurprogramm für Microsoft Updates (Teil der Verwaltung von Softwareupdates) die SMS-Hardwareinventur so erweitern, dass Sie über Softwareupdates informiert werden, die auf einem Satz Clients installiert werden müssen. SMS 2003-Clients vergleichen vorhandene Installationen mit einer Liste verfügbarer Softwareupdates, die im aktuellen Softwareupdatekatalog (Mssecure.cab) enthalten ist, der von der Microsoft Update-Website heruntergeladen werden kann. Obwohl dieses Tool nicht auf fehlende Service Packs hinweist, können die SMS-Hardware- und -Softwareinventurclient-Agents Ihnen das bereits installierte Service Pack anzeigen. SMS 2003 enthält darüber hinaus das Microsoft Office-Inventurprogramm für Updates, das Teil der Softwareupdateverwaltung ist. Dadurch wird die SMS-Hardwareinventur so erweitert, dass Sie über erforderliche Softwareupdates für Microsoft Office informiert werden. Ausführlichere Informationen zur Verwendung von SMS in der Bewertungsphase finden Sie unter Technische Bibliothek für Systems Management Server 2003. Durchführen der Inventur/ÜberwachungEine Überwachung bietet einem Unternehmen einen Überblick und eine präzise Darstellung seiner Produktionsumgebung, bevor die Basisrichtlinien mit den zuvor genannten Tools ermittelt werden. Die Ergebnisse der bisher erfolgten Überwachung sollten dem zentralen Repository Ihres Unternehmens hinzugefügt werden, um Informationen über die Produktionsumgebung nachzuverfolgen. Dadurch entsteht ein doppelter Referenzpunkt, durch den nicht nur gewährleistet wird, dass die Überwachung richtig ausgeführt, sondern auch, dass Ihr Repository aktualisiert wurde. Achten Sie auf Unterschiede zwischen den Überwachungsergebnissen und dem Repositorydatensatz, und geben Sie diese Informationen an Ihr Problemlösungsteam zur Überprüfung weiter. Mitglieder des Problemlösungsteams sollten versuchen, den Fehler im Datensatz zu bestimmen und bei Bedarf eine Problemumgehung zu entwickeln, um ähnliche Zwischenfälle in der Zukunft zu verhindern. Genaue und aktuelle Informationen zu den in der Umgebung vorhanden Komponenten sind für die Updateverwaltung unerlässlich. Daher müssen Administratoren überprüfen, ob eine Überwachung durchgeführt wurde, bevor sie mit der Bereitstellung von Softwareupdates mithilfe von WSUS oder SMS in der Produktionsumgebung beginnen. Wenn Sie WSUS verwenden, müssen Sie mit MBSA die installierten Anwendungen und die fehlenden Sicherheitsupdates bestimmen, um diese Anwendungen sicherer zu gestalten. Ausführlichere Informationen zur Verwendung von WSUS in der Bewertungsphase finden Sie unter Technische Bibliothek für Windows Server Update Services (WSUS). Wenn Sie SMS 2003 verwenden, muss als erster Schritt bei der Erfolgsüberprüfung der Überwachung sichergestellt werden, dass das Microsoft Office-Inventurprogramm für Updates und das Sicherheitsupdate-Inventurprogramm erfolgreich ausgeführt wurden. Überprüfen Sie dazu, ob Fehler in den Statusmeldungen aufgeführt wurden. Danach sollten Sie den Status der Hardware- und Softwareinventur für jeden SMS-Client überprüfen, indem Sie einen Webbericht erstellen, der alle SMS-Clientcomputer auflistet, bei denen die Hardware- und Softwareinventurclient-Agents nicht installiert werden konnten, oder bei denen die Agents innerhalb einer bestimmten Zeitspanne nicht ausgeführt werden konnten. Ausführlichere Informationen zur Verwendung von SMS in der Bewertungsphase finden Sie unter Technische Bibliothek für Systems Management Server 2003. Analysieren von Inventurdaten auf VollständigkeitWenn eine Überwachung durchgeführt wurde, müssen Administratoren die Ergebnisse auf Vollständigkeit überprüfen und sicherstellen, dass alle verwalteten Computer aktuelle Informationen übermittelt haben. Folgende Aktivitäten sollten durchgeführt werden:
Wenn die Analyse eine Abweichung in den zurückgegebenen Informationen findet, sollten Sie weitere Nachforschungen anstellen, um die Ursache dafür zu finden und sicherzustellen, dass von der Überwachung übergangene Systeme beim nächsten Mal darin aufgenommen sind. Festlegen der Basisrichtlinie für Ihre UmgebungEine Basisrichtlinie besteht aus einer Reihe dokumentierter Konfigurationen für ein Produkt oder ein System, die zu einem bestimmten Zeitpunkt festgelegt wurden. Basisrichtlinien setzen Standards, die Systeme der gleichen Klasse und Kategorie erfüllen müssen. Effektive IT-Betriebsabläufe verwenden Basisrichtlinien als vertrauenswürdige Ausgangspunkte für die Entwicklung und Bereitstellung von Systemen. In der Regel wird die von einer Basisrichtlinie definierte Konfiguration streng getestet und vom Lieferanten zertifiziert. Die Basisrichtline einer Anwendung oder Software liefert die für die Wiederherstellung eines bestimmten Systemzustands erforderlichen Informationen. Unter Umständen müssen Basisrichtlinien für verschiedene Softwareanwendungen, Hardwareanbieter oder Computertypen erstellt werden. Beim Einsatz von Basisrichtlinien muss eine präzise Inventur der Computer und Dienste in der Umgebung durchgeführt und gepflegt werden. Beachten Sie beim Einrichten von Basisrichtlinien für Ihre Umgebung folgende Punkte:
Bewerten von Sicherheitsrisiken und SicherheitslückenWenn Sie wissen, welche Computersysteme und Daten in Ihrer Produktionsumgebung bereitgestellt sind, sollten Sie eine fortlaufende Sicherheitsbeurteilung durchführen, um Schritte zum Schutz der Verfügbarkeit, Integrität und Vertraulichkeit von Computersystemen und Daten festzulegen. Die Sicherheitsbeurteilung sollte zumindest folgende Punkte umfassen:
Ausführlichere Informationen zur Durchführung einer Sicherheitsbewertung finden Sie im Leitfaden zum Sicherheitsrisikomanagement unter http://www.microsoft.com/technet/security/topics/complianceandpolicies/secrisk/srsgch01.mspx (möglicherweise in englischer Sprache). Bestimmen von Sicherheitsstandards und -richtlinienEine effektive Sicherheitsrichtlinie sollte die Mindestanforderungen an die Sicherheit von Computern aufzeigen und so zur Minimierung potenzieller Sicherheitslücken beitragen. Aus Effektivitätsgründen sollte die Sicherheitsrichtlinie eines Unternehmens geprüft werden, sobald Änderungen an IT-System und Software in der Produktionsumgebung vorgenommen werden. Die Überprüfung sollte zumindest folgende Punkte umfassen:
Eine Verletzung der Sicherheitsrichtlinien weist auf eine Sicherheitslücke hin, die geschlossen werden sollte. Bei Sicherheitslücken kann es sich um einen Computer handeln, auf dem bestimmte Softwareupdates fehlen oder der nicht richtig konfiguriert ist, bzw. um einen Benutzer, der keine starken Kennwörter verwendet. Die Sicherheitsrichtlinie kann Richtlinien für jede Art der Richtlinienverletzung enthalten. Anhand dieser Richtlinien kann dann der Schweregrad eines Sicherheitsvorfalls eingestuft werden. Hinweis: MBSA sucht nach Sicherheitsupdates und gängigen falschen Sicherheitskonfigurationen. Es wird nicht überprüft, ob alle Elemente den Sicherheitsrichtlinien eines Unternehmens entsprechen. Wenn Sie eine Sicherheitsrichtlinie für die Sicherheitsstandards Ihrer Computer eingerichtet und aktiviert haben, sollten Sie bei Sicherheitsverletzungen oder -lücken die im folgenden Abschnitt genannten Eskalationsstrategien anwenden. Feststellen, wie Sicherheitsrichtlinien und Standards erzwungen werden könnenDas Erzwingen von Sicherheitsrichtlinien kann durch verteilte Verwaltung und anfällige, nicht zentral verwaltete Systeme erschwert werden. Die für die Ressourcenverwaltung und die Behebung von Sicherheitslücken verantwortlichen Mitarbeiter sind eventuell nicht bekannt oder schwer aufzufinden. Vielleicht arbeiten sie in einer anderen Abteilung bzw. verfügen nicht über die zur Problemlösung erforderlichen Kenntnisse. Daher gibt es mehrere Vorgehensweisen, die beim Erzwingen von Sicherheitsrichtlinien notwendig und hilfreich sind:
Die Art einer Sicherheitslücke, z. B. das Anfälligkeitsrisiko für Angriffe und die Wiederherstellungskosten, sollten bei der Festlegung Ihrer Reaktion bei Systemen, die den Richtlinien nicht entsprechen, berücksichtigt werden. Sollte eine Sicherheitslücke nicht in der vorgegebenen Zeit geschlossen werden, können Sie zu härteren Taktiken greifen, z. B.:
Die beiden letztgenannten Taktiken führen normalerweise zu einem Anruf bei der Supportabteilung, wo die nicht beseitigte Sicherheitslücke dann erörtert und eine Lösung gefunden werden kann. Vergewissern Sie sich zunächst, ob diese Sicherheitsrichtlinie auf Führungsebene unterstützt wird, bevor Sie die Sicherheitsverletzungen weiterleiten und diese Techniken anwenden. Analysieren von Sicherheitslücken im SystemSicherheitsprobleme müssen unbedingt regelmäßig überprüft und in Berichten festgehalten werden, damit potenzielle Sicherheitslücken ermittelt und gelöst werden können. Unternehmen sollten zumindest folgende Maßnahmen ergreifen:
Die Überprüfung von Systemen auf potenzielle Sicherheitslücken sollte möglichst automatisch erfolgen und bei den meisten Systemen täglich durchgeführt werden. Die Häufigkeit richtet sich nach der für den jeweiligen Bereich verfügbaren Automatisierungsstufe, nach der Verfügbarkeit und den Kenntnissen der IT-Sicherheitsmitarbeiter und nach dem Sicherheitsbewusstsein im Unternehmen. Wenn Sie einen Angriff auf eine Sicherheitslücke feststellen, müssen Sie entsprechende Notfallgegenmaßnahmen ergreifen, um die Auswirkungen möglichst gering zu halten. Ermitteln der besten Informationsquelle für SoftwareupdatesWenn Sie wissen, welche Ressourcen in Ihrer Produktionsumgebung vorhanden sind und Sicherheitsrisiken und -lücken analysiert haben, müssen Sie die beste Informationsquelle für neue Softwareupdates ermitteln. Diese Informationen kommen in der folgenden Phase der Bestimmung von Softwareupdates zum Einsatz. Mögliche Informationsquellen für Softwareupdates sind:
Das Abonnieren der richtigen Benachrichtigungsmethoden ist für die Wartung und Aktualisierung Ihrer Betriebsbasisrichtlinien und das Implementieren eines effizienten Updateverwaltungsprozesses unerlässlich. Das Microsoft Security Response Center (MSRC) untersucht Probleme, über die Microsoft direkt informiert wird, sowie Probleme, die in bestimmten bekannten Sicherheitsnewsgroups diskutiert werden. Die Sicherheitsbulletins von Microsoft enthalten eine Zusammenfassung der Sicherheitslücken und der betroffenen Produkte. Die Bulletins enthalten auch ausführliche technische Informationen, d. h. eine Beschreibung der Sicherheitslücken, Updates und Problemumgehungen sowie Bereitstellungsinformationen und Downloadanweisungen für verfügbare Updates. Sicherheitsbulletins und dazugehörige Sicherheitsupdates werden am zweiten Dienstag jedes Monats zwischen 10 und 11 Uhr PST (Pacific Standard Time) veröffentlicht, sofern Microsoft nicht festlegt, dass für die Kunden ein anderes Veröffentlichungsdatum besser ist. Diese Richtlinie wurde aufgrund von internationalem Kundenfeedback eingeführt, um Kunden eine bessere proaktive Planung der Updateverwaltung zu ermöglichen. Eine Übersicht über alle Sicherheitsbulletins sowie weitere Informationen zur Sicherheit von Microsoft-Produkten finden Sie unter http://www.microsoft.com/technet/security/default.mspx (möglicherweise in englischer Sprache). Hier stehen auch alle Sicherheitsupdates, die in den beiden letzten Service Packs für alle derzeit unterstützten Produkte enthalten sind, zum Download zur Verfügung. Sie können sich über neue Softwareupdates per E-Mail benachrichtigen lassen. Die von Ihnen benötigten Detailinformationen sind von der Größe Ihres Unternehmens und von der gewünschten technischen Informationsebene abhängig:
Bewerten der vorhandenen SoftwareverteilungsinfrastrukturEin weiterer Schlüssel zur effektiven Updateverwaltung ist die Bewertung der Softwareverteilungsinfrastruktur. Bei der Bewertung sind folgende Fragen zu berücksichtigen:
Wenn Sie WSUS verwenden, sollten Sie einen einzelnen übergeordneten WSUS-Server so konfigurieren, dass Softwareupdates automatisch von den öffentlichen Microsoft Windows Update-Servern heruntergeladen werden. Diese Updates sollten täglich und auf Grundlage eines vorkonfigurierten Synchronisierungszeitplans erfolgen. Sobald die Updates genehmigt sind, stehen sie sofort für alle WSUS-Clients zur Verfügung. Der Download sollte zu Zeiten mit wenig Netzwerkverkehr stattfinden. Ausführlichere Informationen zur Verwendung von WSUS in der Bewertungsphase finden Sie unter Technische Bibliothek für Windows Server Update Services (WSUS). Wenn Sie SMS verwenden, sollten Sie darauf achten, dass sich die Server am selben Standort wie eine große Anzahl von Clients befinden, bzw. dort, wo Netzwerkbandbreite verwaltet oder gesteuert werden muss. An einigen Standorten benötigen Sie möglicherweise zwei SMS-Standortserver, einen für die Clients der Arbeitsstation und einen zweiten zur Unterstützung unternehmenswichtiger Computer. Weitere InformationenAusführlichere Informationen zur Verwendung von WSUS in der Bewertungsphase finden Sie unter Technische Bibliothek für Windows Server Update Services (WSUS). Ausführlichere Informationen zur Verwendung von SMS und SMS 2003 in der Bewertungsphase finden Sie unter Technische Bibliothek für Systems Management Server 2003. Bewerten der betrieblichen EffizienzEffektive IT-Betriebsabläufe sind die wahrscheinlich wichtigste Bedingung für eine effektive Updateverwaltung. Das Microsoft Operations Framework (MOF), das auf der IT Infrastructure Library (ITIL) basiert, umfasst 20 Dienstverwaltungsfunktionen (Service Management Functions, SMF). Weitere Informationen zu den SMFs, die eine direkte Auswirkung auf die Updateverwaltung haben, darunter Änderungsverwaltung, Konfigurationsverwaltung und Versionsverwaltung, finden Sie in der TechNet-Anleitung zu Microsoft-TechNet-Verwaltungslösungen unter folgender Adresse: http://www.microsoft.com/technet/itsolutions/cits/mo/default.mspx (möglicherweise in englischer Sprache). Um die betriebliche Effizienz in Bezug auf diese SMFs zu ermitteln, sollten eine Reihe von Fragen gestellt werden:
Die Updateveraltung ist nur einer von vielen Bereichen der IT-Betriebsabläufe. Unternehmen verwenden einen großen Teil ihrer IT-Budgets auf Abläufe, da die Ausgaben durch gut funktionierende Betriebsabläufe gesenkt und die Zuverlässigkeit, Verfügbarkeit, Unterstützbarkeit und Verwaltbarkeit unternehmenswichtiger Dienste verbessert werden können. Durch eine Betriebsablaufbewertung können die zuständigen Mitarbeiter deutliche Vorteile bei bestehenden oder vorgeschlagenen Betriebsabläufen erzielen. Dabei spielen weder die Größe des Unternehmens noch die Länge der Geschäftstätigkeit eine Rolle. Eine schnelle Bewertung Ihrer Geschäftsabläufe können Sie mit dem MOF (Microsoft Operations Framework) Self-Assessment Tool zur Selbsteinschätzung ausführen. Dieses finden Sie unter http://www.microsoft.com/technet/itsolutions/cits/mo/mof/moftool.mspx (möglicherweise in englischer Sprache). Weitere Informationen zur Bewertung von Geschäftsabläufen und Empfehlungen von Beratungsdiensten, die solche Bewertungen durchführen, finden Sie unter http://www.microsoft.com/services/microsoftservices/srv_mgmt_ops.mspx (möglicherweise in englischer Sprache). VerwaltungsmodellEin Unternehmen sollte auch das aktuelle Verwaltungsmodell seiner IT-Umgebung prüfen und bestimmen, wie gut die Updateverwaltung dadurch unterstützt wird. Dabei müssen u. a. folgende Punkte berücksichtigt werden:
QualifikationenAnhand der folgenden Fragen können Sie bestimmen, welche Kenntnisse für die Durchführung einer effektiven Updateverwaltung erforderlich sind.
ZusammenfassungDies sind die Kernpunkte der Bewertungsphase des Updateverwaltungsprozesses:
Übergang zur BestimmungsphaseMit der Benachrichtigung, dass ein neues Softwareupdate verfügbar ist, beginnt die Bestimmungsphase des Updateverwaltungsprozesses. Weitere Informationen zur Bestimmungsphase finden Sie im Modul Updateverwaltungsphase 2: Bestimmen. | In diesem Beitrag
|