Auf dieser SeiteModulübersichtIn diesem Modul wird die vierte Phase des vierphasigen Updateverwaltungsprozesses beschrieben: das Bereitstellen. Die Bereitstellungsphase befasst sich mit der erfolgreichen Einführung genehmigter Softwareupdates in Ihrer Produktionsumgebung, sodass alle Anforderungen der Bereitstellung bestehenden Vereinbarungen zum Servicelevel (Service Level Agreements, SLAs) entsprechen. Ziel dieses Moduls ist eine Erläuterung der Bereitstellungsphase des Updateverwaltungsprozesses. Ferner werden die Aufgabentypen vorgestellt, mit deren Hilfe die Bereitstellung mit Microsoft Windows Server Update Services (WSUS) und Microsoft Systems Management Server (SMS) durchgeführt werden kann. Hinweis: Beta 2 der nächsten SMS-Version namens System Center Configuration Manager 2007 ist jetzt unter http://www.microsoft.com/technet/sms/2007/evaluate/download.mspx (möglicherweise in englischer Sprache) als Download verfügbar. Verbesserungen wurden vor allem in den Bereichen Einfachheit, Konfiguration, Bereitstellung und Sicherheit vorgenommen. Dadurch wurde die Systembereitstellung, die Automatisierung von Aufgaben, die Kompatibilitätsverwaltung und die richtlinienbasierte Sicherheitsverwaltung in Configuration Manager 2007 sehr vereinfacht, was Unternehmen wiederum erhöhte Flexibilität ermöglicht. Nach Lektüre dieses Moduls sind Sie in der Lage, die Planung für folgende Aufgaben durchzuführen:
Ohne die Bereitstellung steht Ihnen kein getesteter Satz von Aufgaben und Aktivitäten zur Verfügung, die Sie zum Bereitstellen eines Softwareupdates in Ihrer Produktionsumgebung oder zum Bereitstellen von erforderlichen Gegenmaßnahmen bzw. Maßnahmen zur Risikominderung benötigen. ZielsetzungThemenbereiche:
Geltungsbereich:Die Informationen in diesem Modul gelten für alle Produkte und Technologien von Microsoft. Verwendung dieses ModulsIn diesem Modul werden die grundlegenden Aufgaben für das Bereitstellen mit WSUS und SMS beschrieben. Ausführlichere Anweisungen finden Sie in den unten aufgeführten technischen Bibliotheken. Empfehlungen für eine erfolgreiche Arbeit mit diesem Modul:
ÜbersichtDie Bereitstellungsphase ist die vierte Phase des Updateverwaltungsprozesses, siehe Abbildung 1. ![]() Abbildung 1: Der Updateverwaltungsprozess Die Bereitstellungsphase umfasst die Aufgaben und Aktivitäten, die für die Bereitstellung eines Softwareupdates in der Produktionsumgebung erforderlich sind. Möglicherweise sind noch zusätzliche Aufgaben zum Bereitstellen von Gegenmaßnahmen bzw. Maßnahmen zur Risikominderung erforderlich. Zu Beginn dieser Phase wird überprüft, ob das Softwareupdate für die Bereitstellung in der Produktionsumgebung bereit ist und eine Genehmigung für die Bereitstellung vorliegt. Ziel der Bereitstellungsphase ist die erfolgreiche Einführung des genehmigten Softwareupdates und/oder der Gegenmaßnahmen in Ihrer Produktionsumgebung. Die Bereitstellung eines Softwareupdates besteht aus den folgenden Aktivitäten:
Vorbereiten der BereitstellungDie Produktionsumgebung muss für jede neue Version vorbereitet werden. Zur Vorbereitung eines Softwareupdates auf die Bereitstellung sind die folgenden Schritte erforderlich:
Weitere Informationen zur Vorbereitung der Bereitstellung in WSUS oder SMS-Umgebungen finden Sie unter Technische Bibliothek für Windows Server Update Services (WSUS) oder Technische Bibliothek für Systems Management Server 2003. Bekanntgabe des Zeitplans für die Einführung im UnternehmenEs ist wichtig, Endbenutzer und Administratoren über bevorstehende Updates zu informieren. Senden Sie eine leicht verständliche E-Mail-Nachricht an alle Benutzer und Administratoren, um das bevorstehende Update anzukündigen und Informationen zur Installation bereitzustellen. Diese E-Mail sollte zur Nachverfolgung gekennzeichnet werden, um Endbenutzer und Administratoren an die Aktionen zu erinnern, die sie bei der Implementierung vornehmen müssen. Falls Sie ein Update auf Desktopcomputern außerhalb der normalen Geschäftszeiten bereitstellen, sollten die Benutzer in der E-Mail angewiesen werden, ihre Computer am angegebenen Datum über Nacht nicht auszuschalten. Wenn diese Nachricht wie in Abbildung 2 zur Nachverfolgung gekennzeichnet ist, erhalten die Benutzer am 30. Mai 2003 um 16.30 Uhr eine Erinnerung, ihre Computer über Nacht eingeschaltet zu lassen. Abbildung 2: Dieser Screenshot zeigt, wie eine zur Nachverfolgung gekennzeichnete E-Mail zu Erinnerungszwecken verwendet werden kann. Wenn Sie WSUS verwenden, umfasst der Kommunikationsprozess noch weitere Überlegungen, die von den Richtlinieneinstellungen des WSUS-Clients für Download und Installation abhängen.
Ausführlichere Informationen zur Verwendung von WSUS in der Bereitstellungsphase finden Sie unter Technische Bibliothek für Windows Server Update Services (WSUS). Vorbereitung der Bereitstellung mit SMSWenn Sie SMS 2003 verwenden, müssen Sie beim Vorbereiten der Bereitstellung einige weitere Schritte beachten:
Ausführlichere Informationen zur Verwendung von SMS in der Bereitstellungsphase finden Sie unter Technische Bibliothek für Systems Management Server 2003. Bereitstellen des Softwareupdates auf den ZielcomputernDer Prozess, mit dem Sie das Softwareupdate in der Produktionsumgebung bereitstellen, richtet sich nach dem Typ und der Art der Version sowie der ausgewählten Veröffentlichungsmethode. Von entscheidender Bedeutung ist hierbei auch, ob es sich bei dem Softwareupdate um einen Notfall handelt. Bei sehr dringlichen Aktualisierungen verläuft die Bereitstellung etwas anders als bei regulären Updates. Diese Unterschiede werden im Laufe des Abschnitts vorgestellt. Softwareupdates sollten idealerweise in Phasen bereitgestellt werden. Dadurch werden die Auswirkungen von Fehlern oder andere nachteilige Auswirkungen, die durch die Verteilung eines Softwareupdates entstehen können, auf ein Minimum reduziert. Folgende Schritte sind für die Bereitstellung eines Softwareupdates in der Produktionsumgebung erforderlich:
Ankündigen des Softwareupdates auf den ClientcomputernWenn Sie WSUS verwenden und keine phasenbasierte Einführung erforderlich ist, muss das Update lediglich auf dem übergeordneten WSUS-Server genehmigt werden, um es den Clients verfügbar zu machen. WSUS-Clients laden dann das neu genehmigte Update herunter. Dies erfolgt entweder beim nächsten Erkennungszyklus oder auf Aufforderung durch den lokalen Administrator (wenn der Client für automatische Updates so konfiguriert ist, dass der lokale Administrator benachrichtigt wird, wenn neue Updates verfügbar sind). Wenn es sich jedoch um eine phasenbasierte Einführung handelt, sollten Sie das Update zunächst nur auf dem übergeordneten WSUS-Server genehmigen. Nachdem das Update für die von diesem Server unterstützten Clients erfolgreich bereitgestellt wurde, sollten Sie die Synchronisierung der Genehmigungsliste auf dem untergeordneten WSUS-Server aktivieren, der Clients in der nächsten Phase der Einführung unterstützt. Ausführlichere Informationen zur Verwendung von WSUS in der Bereitstellungsphase finden Sie unter Technische Bibliothek für Windows Server Update Services (WSUS). Wenn Sie SMS und den Softwareupdateverteilungs-Assistenten verwenden, wird automatisch eine wiederholte Ankündigung erstellt, die den Installations-Agent für Softwareupdates auf Computern in der Zielsammlung ausführt. Bei Bedarf können Sie den Standardwert von sieben Tagen für das Wiederholungsintervall ändern. So kann zum Beispiel eine Serversammlung den Agent einmal pro Tag ausführen. Mit demselben Paket und Programm können Sie Ankündigungen für mehrere Sammlungen erstellen, wenn verschiedene Zeitpläne für unterschiedliche Computertypen erstellt werden sollen. Bei einer gestaffelten Einführung wird die Abfrage nach jeder Phase so geändert, dass die für die nächste Phase relevanten Clients enthalten sind. Wenn Sie den Softwareupdateverteilungs-Assistenten nicht verwenden, sollte der Zeitplan einer zum Installieren eines Updates eingerichteten Ankündigung so konfiguriert werden, dass sie sich in Intervallen wiederholt. Dies sorgt für eine automatische Wiederholung fehlerhafter Installationen. Das Wiederholungsintervall für eine Ankündigung muss sorgfältig ausgewählt werden, da Clients, die das Update bereits erfolgreich installiert haben, in der Zielsammlung verbleiben, bis neue Inventurdaten gesammelt wurden (dieser Vorgang kann vom Installationsprogramm selbst ausgelöst werden), oder bis die Inventurdaten in der SMS-Datenbank aktualisiert wurden und die Sammlung neu bewertet wird. So wird das Programm u. U. auf einem Client erneut ausgeführt, auf dem das Update bereits erfolgreich installiert wurde. Aus diesem Grund sollte das Programm auf jeden Fall zunächst überprüfen, ob das Softwareupdate bereits installiert ist, und in diesem Fall sofort beendet werden. Ausführlichere Informationen zur Verwendung von SMS in der Bereitstellungsphase finden Sie unter Technische Bibliothek für Systems Management Server 2003. Notfalländerungsantrag Informationen zur Verwaltung von Notfalländerungsanträgen mithilfe von WSUS finden Sie unter Technische Bibliothek für Windows Server Update Services (WSUS), und Informationen zur Verwaltung von Notfalländerungsanträgen mithilfe von SMS unter Technische Bibliothek für Systems Management Server 2003. Überwachen und Aufzeichnen des Bereitstellungsverlaufs Fehler bei der Installation eines Updates auf einem Computer können verschiedene Ursachen haben, zum Beispiel:
Ausführlichere Informationen zur Verwendung von WSUS in der Bereitstellungsphase finden Sie unter Technische Bibliothek für Windows Server Update Services (WSUS). In SMS können Sie die erfolgreiche Veröffentlichung von Updates mit der Anzeige für den Ankündigungsstatus überwachen. Diese zeigt den Bereitstellungsstatus von Ankündigungen anhand ihrer Statusmeldungen an. Statusmeldungen geben lediglich darüber Auskunft, ob die wiederholte Ankündigung ausgeführt wurde, jedoch nicht, ob das Update installiert wurde. Für diese Information müssen Sie die Statusmeldungen analysieren und bestimmen, wann das Programm zum Installieren des Patches auf jedem Client zuletzt erfolgreich ausgeführt wurde. Wenn der Zeitraum seit der letzten Ausführung auf einem Client größer ist als der Wiederholungszeitraum, sollten Sie dies überprüfen. Bei Softwareupdates, die mithilfe des Sicherheitsupdate-Inventurprogramms, des Inventurprogramms für Microsoft Updates oder mithilfe des Microsoft Office-Inventurprogramms für Updates identifiziert wurden, können Sie anhand der integrierten Berichte überprüfen, ob die Software erfolgreich bereitgestellt wurde. So kann beispielsweise mit dem Bericht „Kompatibilitätsgrad nach Softwarekennung“ eine Übersicht aller Systeme angezeigt werden, auf denen das Update installiert wurde bzw. noch nicht vorhanden ist, sowie der Verteilungsstatus des Softwareupdates. Ausführlichere Informationen zur Verwendung von SMS in der Bereitstellungsphase finden Sie unter Technische Bibliothek für Systems Management Server 2003. Erforderliche Schritte bei einer fehlerhaften BereitstellungWenn während einer normalen Bereitstellung Ausnahmen auftreten, sollte Ihnen genügend Zeit zur Verfügung stehen, um den Vorgang anzuhalten, die Fehlerursache zu finden und die Bereitstellung erneut durchzuführen. Bei einer Notfallbereitstellung steht jedoch in der Regel viel weniger Zeit für die Fehleranalyse und das Bestimmen der Fehlerursache zur Verfügung. Es kann auch vorkommen, dass Ihr Unternehmen eine Bereitstellung als nicht erfolgreich erklärt und der Vorgang daher angehalten bzw. rückgängig gemacht werden muss. Sie müssen einen Plan bereithalten, mit dem die Einführung angehalten wird und fehlerhafte Updates deinstalliert und anschließend erneut installiert werden. In WSUS-UmgebungenWenn bei der Bereitstellung in einer WSUS-Umgebung ein Fehler auftritt, müssen Sie die Genehmigung des Updates auf dem WSUS-Server zurücknehmen, um weitere Installationen zu verhindern. Für Clients, auf denen das Update zwar bereits heruntergeladen, jedoch noch nicht installiert wurde, kann der lokale Administrator den entsprechenden Eintrag aus der Liste der zu installierenden Updates entfernen. Wenn auf einem Computer ein genehmigtes Update installiert wurde, kann es nur in der Systemsteuerung über die Funktion Software entfernt werden, vorausgesetzt, eine Deinstallation des Updates ist möglich. Ausführlichere Informationen zur Verwendung von WSUS in der Bereitstellungsphase finden Sie unter Technische Bibliothek für Windows Server Update Services (WSUS). In SMS-UmgebungenBei SMS umfasst die Behandlung fehlerhafter Bereitstellungen vier Hauptaufgaben:
Ausführlichere Informationen zur Verwendung von SMS in der Bereitstellungsphase finden Sie unter Technische Bibliothek für Systems Management Server 2003. Überprüfung nach der ImplementierungNach der Bereitstellung eines Updates sollte innerhalb von ein bis vier Wochen eine Überprüfung erfolgen, um zu bestimmen, welche Verbesserungen am Updateverwaltungsprozess vorgenommen werden sollten. Ein typischer Plan für eine Überprüfung umfasst die folgenden Punkte:
ZusammenfassungWährend der Bereitstellungsphase sollten Sie die folgenden Hauptaufgaben ausgeführt haben:
Weitere SchritteNachdem Sie das Softwareupdate bereitgestellt haben, sollten Sie zur Beurteilungsphase zurückkehren. Dort können Sie mit den folgenden Punkten fortfahren:
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