Häufig gestellte Fragen zu Microsoft Virtual Server 2005 R2

Veröffentlicht: 12. November 2004 | Geändert am: 15. November 2005
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Technische InformationenTechnische Informationen

Virtuelle Maschinen

F.Was sind virtuelle Maschinen (VM)?
A.

Mit VMs können mehrere Betriebssysteme gleichzeitig auf einer einzelnen Maschine (bzw. auf einem Computer) ausgeführt werden - dies ist zum Beispiel mit den Microsoft Virtual PC-Produkten möglich. Inzwischen unterstützen Virtual PC 2004 und Virtual Server 2005 eine große Anzahl an x86-basierten Betriebssystemen. Mit Virtual PC für Mac können virtuelle Maschinen außerdem auch unter dem Macintosh-Betriebssystem ausgeführt werden. So können auch diese Benutzer ein Windows-Betriebssystem und Windows-Anwendungen auf einem Macintosh nutzen.

F.Wozu können virtuelle Maschinen genutzt werden?
A.

Die VM-Technologie kann für viele Zwecke eingesetzt werden. Da mehrere Betriebssysteme auf einem Computer ausgeführt werden können, ermöglicht sie zum Beispiel eine Hardwarekonsolidierung und eine plattformübergreifende Integration. Mögliche Einsatzgebiete:

Konsolidierung von Entwicklungs- und Testumgebungen. Jede VM arbeitet als separate Umgebung - so werden mögliche Risiken verringert. Entwicklern steht ein schneller und einfacher Zugriff auf unterschiedliche Betriebssystemkonfigurationen zu Verfügung. Damit haben Entwickler zum Beispiel die Möglichkeit unterschiedliche Versionen ihrer Anwendungen für unterschiedliche Betriebssystemen miteinander zu vergleichen. Außerdem kann ein Entwickler gefahrlos ältere Versionen seiner Anwendungen in einer VM testen.

Hosten von älteren Anwendungen. Ältere Betriebssysteme und Anwendungen können zusammen mit neueren Betriebssystemen und Anwendungen auf aktueller Hardware ausgeführt werden.

Serverkonsolidierung. Wenn mehrere Server Anwendungen ausführen, die jeweils nur einen Teil der verfügbaren Ressourcen nutzen, können diese Anwendungen mit VMs auf einem einzigen Server ausgeführt werden - und zwar auch dann, wenn die Anwendungen unterschiedliche Betriebssystemversionen benötigen oder andere voneinander abweichende Anforderungen haben.

Demonstration von Software. Mit der VM-Technologie können die Benutzer schnell auf eine saubere Betriebssystemkonfiguration oder Systemkonfiguration zurückgreifen oder diese wiederherstellen.

F.
A.

Produktübersicht

F.Was ist Virtual Server 2005 R2?
A.

Virtual Server 2005 R2 ist die Nachfolgerversion des am 1. Oktober 2004 veröffentlichten Virtual Server 2005 und ist als kostenloser Download verfügbar. Virtual Server 2005 R2 bietet Kunden unter anderem Verbesserungen in den Bereichen Leistung, Verfügbarkeit und Skalierbarkeit. Damit kann ein noch effizienterer Betrieb bei Serverkonsolidierungen, der Migration von Anwendungen auf andere Plattformen, bei Disaster Recovery and Softwaretests und -entwicklung erreicht werden.

F.Wird es lokalisierte Versionen von Virtual Server 2005 R2 geben?
A.

Ja. Virtual Server 2005 R2 ist in Englisch, Deutsch, Chinesisch, Französisch, Italienisch, Japanisch, Koreanisch und Spanisch verfügbar.

F.Wie kann ich Virtual Server 2005 R2 erwerben?
A.

Virtual Server 2005 R2 ist als kostenloser Download verfügbar.

F.Wird Virtual Server über Enterprise Licensing Agreements vertrieben?
A.

Virtual Server 2005 R2 ist kostenlos und kann als Download bezogen werden. Besuchen Sie unsere Webseiten zu Lizenzen und Software Asset Management, um weitere Informationen über verfügbare Volumenlizenzprogramme zu erhalten.

F.
A.

Technische Informationen

F.Wie viele virtuelle Maschinen können pro Prozessor ausgeführt werden?
A.

Die Zahl der virtuellen Maschinen auf einem Host hängt von mehreren Dingen ab - zum Beispiel vom physikalischen Arbeitsspeicher, dem Prozessor und von der Auslastung innerhalb der VMs. Sie legen mit Virtual Server 2005 den in jeder VM verfügbaren virtuellen Speicher fest. Die Menge des zugewiesenen Speichers sollte sich nach den Anforderungen der jeweiligen virtuellen Maschine richten.

Weitere Informationen finden Sie im folgenden Dokument: Virtual Server 2005 Technical Overview White Paper.

F.Welche Betriebssysteme können als Host für Virtual Server 2005 R2 genutzt werden?
A.

Die folgenden Betriebssysteme können als Host für Virtual Server 2005 verwendet werden:

32-Bit-Betriebssysteme:

Windows Server 2003 Standard Edition oder höher

Windows Server 2003 Enterprise Edition oder höher

Windows Server 2003 Datacenter Edition oder höher

Windows Small Business Server 2003 Standard Edition oder höher

Windows Small Business Server 2003 Premium Edition oder höher

Windows XP Professional (nicht für Produktivumgebungen)

64-Bit-Betriebssysteme:

Windows Server 2003 Standard x64 Edition oder höher

Windows Server 2003 Enterprise x64 Edition oder höher

Windows Server 2003 Datacenter x64 Edition oder höher

Windows XP Professional x64 (nicht für Produktivumgebungen)

F.Unterstützt Virtual Server 2005 Nicht-Microsoft Betriebssysteme innerhalb von virtuellen Maschinen?
A.

Es ist zwar möglich, den Großteil aller x86-basierten Betriebssysteme auszuführen, der Microsoft Product Support Service unterstützt für VMs jedoch nur die folgenden Betriebssysteme (im Rahmen des Microsoft Support Lifecycle):

Windows Server 2003 Standard Edition (Windows Server SP1-Unterstützung nur in Virtual Server 2005 R2)

Windows Server 2003 Enterprise Edition oder höher

Windows Server 2003 Web Edition oder höher

Windows Small Business Server 2003 Standard Edition oder höher

Windows Small Business Server 2003 Premium Edition oder höher

Windows 2000 Server

Windows 2000 Advanced Server

Windows NT Server 4.0 mit Service Pack 6a

Windows XP SP2 (nur Virtual Server 2005 R2)

Im April 2005 hat Microsoft angekündigt, mit Virtual Server 2005 R2 auch Betriebssysteme von Drittanbietern zu unterstützen. Nähere Informationen hierzu werden wir Ihnen zu einem späteren Zeitpunkt bekannt geben.

F.Unterstützt Virtual Server 2005 64-Bit-Prozessoren?
A.

Virtual Server 2005 R2 kann sowohl auf 32-Bit- als auch auf 64-Bit (x64)-Betriebssystemen ausgeführt werden. Es werden AMD64- and Intel IA-32e/EM64T (x64)-Prozessoren unterstützt, nicht jedoch Intel Itanium (IA-64)-Prozessoren. Frühere Versionen von Virtual Server 2005 können zwar auf x64-basierter Hardware ausgeführt werden, jedoch nur dann, wenn eine 32-Bit-Version eines der unterstützten Hostbetriebssysteme installiert ist.

F.Unterstützt Virtual Server 2005 R2 SMP (Symmetric Multiprocessing) in der VM-Umgebung?
A.

Virtual Server 2005 R2 emuliert in den VMs eine Einzelprozessor-Konfiguration. Eine Multiprozessor-Unterstützung ist erst für zukünftige Versionen geplant.

F.Bietet Microsoft ein Tool an, mit dem echte Maschinen auf virtuelle Maschinen übertragen werden können (Physical Machine-to-Virtual Machine - P2V)?
A.

Ja. Das Virtual Server Migration Toolkit (VSMT) steht zum Download zur Verfügung. Es vereinfacht Ihnen die Migration eins Betriebssystems und seiner Applikationen von einem physikalischen Server auf eine virtuelle Maschine innerhalb des Virtual Server 2005.

F.Sind virtuelle Maschinen auf einem Hostserver unter Windows Server 2003 besser geschützt? Wie werden Patches auf die virtuellen Maschinen angewandt?
A.

VMs sind in einer virtualisierten Umgebung nicht besser geschützt als unter anderen Betriebssystemen. Jede virtuelle Maschine ist eine eigene Entität und muss individuell gepatcht werden.

F.Wie viele virtuelle Netzwerkadapter werden in virtuellen Maschinen unterstützt?
A.

Vier.

F.Unterstützen virtuelle Maschinen unter Virtual Server 2005 R2 PXE-Bootumgebungen?
A.

Ja, in Virtual Server 2005 R2 wurde das VM-Netzwerkadapter um PXE-Bootunterstützung erweitert. Das heißt, dass man bei geeigneter Netzwerkinfrastruktur keine PXE-Bootdisketten benötigt, um ein Gastbetriebssystem über das Netzwerk zu installieren.

F.Wie viele virtuelle Maschinen können unter Virtual Server 2005 R2 eingerichtet werden?
A.

So viele, wie es die Hardware zulässt – dies ist von RAM, Festplatte und anderen Systemressourcen abhängig. Das Maximum liegt allerdings bei 64 virtuellen Maschinen.

F.Kann ich virtuelle Maschinen in Verbindung mit einem SAN (Storage Area Network) nutzen?
A.

Virtual Hard Disks (VHD) können in einem SAN gespeichert werden. Ein Hostbetriebssystem betrachtet ein SAN-Volumen als lokales Volumen. Daher ist in diesem Fall keine spezielle Konfiguration notwendig. Weitere Informationen finden Sie unter dem Stichwort "SAN" im "Virtual Server Administrator's Guide".

F.Unterstützen virtuelle Maschinen unter Virtual Server 2005 R2 die USB-Technologie?
A.

Virtual Server unterstützt im Moment keine USB-Hardware - einzige Ausnahme sind Standard-USB-Eingabegeräte wie zum Beispiel Tastaturen und Mäuse.

F.Wie viel RAM kann in einer virtuellen Maschine genutzt werden?
A.

Jeder virtuellen Maschine kann bis zu 3,6 GB RAM zugewiesen werden.

F.Wie viel RAM kann Virtual Server 2005 R2 nutzen?
A.

Virtual Server 2005 kann bis zu 64 GB RAM nutzen. Zur Unterstützung von großen Speichermengen ist die Aktivierung von PAE (Physical Addressing Extensions) für das Hostbetriebssystem erforderlich.

F.Wo finde ich weitere Informationen zu Virtual Server 2005 und dem entsprechenden SDK (Software Development Kit)?
A.

Informationen hierzu finden Sie im "Virtual Server 2005 Administrator's Guide" und im "Virtual Server 2005 Programmer's Guide". Diese beiden Dokumente finden Sie nach der Installation von Virtual Server im Startmenü.

F.Welche Tools stehen zur Verwaltung der virtuellen Maschinen zur Verfügung?
A.

Microsoft entwickelt neue Tools, zum Beispiel die Virtual Server Administration Website (eine Komponente von Virtual Server 2005), und erweitert die Funktionalität bestehender Produkte wie zum Beispiel MOM 2005 und SMS 2003. So wird eine umfassende Verwaltung von virtuellen Maschinen möglich. Ihnen stehen zum Beispiel die folgenden Tools und Möglichkeiten zur Verfügung:

MOM 2005 Virtual Server Management Pack (engl.)

Einfache Verwaltung von Hostmaschinen und virtuellen Maschinen

Statusüberwachung und Konfigurationsänderungen

Vollständige Automatisierung für Skripte und die Virtual Server COM-API

SMS 2003 SP2

Virtual Server 2005 wird im Hardwareinventar angezeigt

Ein neuer Knoten mit der Bezeichnung "Virtual Machine" in der SMS-Aministrationskonsole

Erkennung der Beziehung zwischen Hosts und virtuellen Maschinen

Automatische Bereitstellung

Virtual Server Migration Toolkit

Kommandozeilentools zur Automatisierung der Übertragung von VMs auf andere VMs oder von physikalischen Maschinen auf VMs

F.Sind unter Virtual PC erstellte virtuelle Maschinen mit Virtual Server kompatibel und gilt dies auch umgekehrt?
A.

Ja, die virtuellen Maschinen beider Produkte sind kompatibel. Wenn Sie Virtual Server und Virtual PC zusammen benutzen, sollten Sie jedoch einige Punkte berücksichtigen:

Soundkarten: Virtual Server stellt in den virtuellen Maschinen keine Soundkarten zur Verfügung. Wenn Sie eine VM sowohl unter Virtual Server als auch unter Virtual PC nutzen, dann sollten Sie die Soundkarte in Virtual PC deaktivieren. So verhindern Sie die Plug-and-Play-Erkennung der Soundkarte und Probleme mit virtuellen Maschinen, die Sie unter Virtual Server erstellt haben.

SCSI-Unterstützung: Virtual Server bietet eine SCSI-Unterstützung - Virtual PC nicht. Wenn Sie virtuelle Maschinen mit SCSI-Festplatten unter Virtual Server erstellen, werden diese Festplatten unter Virtual PC ignoriert. Die kann zu Problemen führen - zum Beispiel, wenn sich die Auslagerungsdatei der virtuellen Maschine auf einer solchen SCSI-Festplatte befindet oder wenn es sich um den Startdatenträger handelt. Wenn Sie virtuelle Festplatten regelmäßig zwischen Virtual PC und Virtual Server austauschen möchten, dann sollten Sie unter Virtual Server nur IDE-Festplatten nutzen.

Statussicherung: Die Statussicherungsdateien (.vsv) von Virtual PC und Virtual Server sind inkompatibel. Wenn Sie virtuelle Maschinen zwischen den beiden Produkten austauschen, dann fahren Sie das Betriebssystem in der virtuellen Maschine herunter.

CD-Laufwerke: Virtual Server ermöglicht zwar VMs mit mehreren CD-Laufwerken - Virtual PC jedoch nicht. Wenn Sie virtuelle Maschinen zwischen den beiden Produkten austauschen möchten, dann konfigurieren Sie nur ein CD-Laufwerk. Verbinden Sie dies mit dem Secondary Channel 0 (Standardeinstellung).

F.
A.
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