Failover Clustering mit Windows Server 2008

Veröffentlicht: 26. Sep 2007

Die in Windows Server 2008 enthaltenen Verbesserungen für Failover-Cluster erlauben einen einfachen Einsatz von Clustern, steigern ihre Sicherheit und verbessern die Stabilität.

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Neues Windows Server 2008-Tool zur Cluster-ValidierungNeues Windows Server 2008-Tool zur Cluster-Validierung
Verbesserungen bei Setup und MigrationVerbesserungen bei Setup und Migration
Verbesserungen bei Verwaltungs- und operativen AufgabenVerbesserungen bei Verwaltungs- und operativen Aufgaben
Verbesserungen bei der Cluster-Infrastruktur zur Maximierung der VerfügbarkeitVerbesserungen bei der Cluster-Infrastruktur zur Maximierung der Verfügbarkeit
Verbesserungen bei der Storage-NutzungVerbesserungen bei der Storage-Nutzung
Netzwerk- und SicherheitsverbesserungenNetzwerk- und Sicherheitsverbesserungen

Neues Windows Server 2008-Tool zur Cluster-Validierung

Durch die Verwendung des neuen Cluster-Validierungs-Tools für Failover-Cluster können Sie anhand von Test ermitteln lassen, ob Ihre System-, Storage- und Netzwerkkonfiguration Cluster-geeignet ist. Folgende Tests bietet der Assistent:

Knotentests: Diese Tests analysieren, ob die angegebenen Server die Cluster-spezifischen Anforderungen erfüllen – beispielsweise die Voraussetzung, dass die Server dasselbe Betriebssystem und dieselben Software-Updates verwenden.

Netzwerktests: Diese Tests untersuchen, ob die geplanten Cluster-Netzwerke die Cluster-spezifischen Anforderungen erfüllen – zum Beispiel die Voraussetzung, dass es zur Netzwerkredundanz mindestens zwei separate Subnetze gibt.

Storage-Tests: Bei diesen Tests wird geprüft, ob die Cluster-spezifischen Storage-Voraussetzungen erfüllt sind. Beispielsweise muss die Storage-Konfiguration Small Computer System Interface (SCSI) -Befehle korrekt unterstützen und mit simulierten Cluster-Aktionen richtig zurechtkommen.

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Verbesserungen bei Setup und Migration

Bei Failover-Clustern von Windows Server 2008 können Administratoren folgende Setup- und Migrationsvorgänge leichter als in früheren Releases durchführen:

Validierung der Konfiguration vor der Cluster-Installation: Administratoren können mit Hilfe der während der Cluster-Einrichtung durchgeführten Tests herausfinden, ob ihre System-, Storage- und Netzwerkkonfiguration Cluster-geeignet ist.

Cluster-Einrichtung: Der Assistent zur Cluster-Einrichtung wurde vereinfacht. Aufgrund dessen richten Administratoren einen Cluster nun in einem einzigen Schritt ein. Darüber hinaus ist die Cluster-Einrichtung vollständig skriptbar, sodass Administratoren die Cluster-Bereitstellung automatisieren können.

Migration der Cluster-Konfigurationsinformation von einem zu einem anderen Cluster: Die Einstellungen eines Cluster können erfasst und dann auf einen anderen Cluster angewandt werden.

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Verbesserungen bei Verwaltungs- und operativen Aufgaben

Mit Failover-Clustern von Windows Server 2008 können Administratoren die folgenden Verwaltungs- und operativen Aufgaben leichter als in früheren Releases durchführen:

Cluster-Ressourcen schnell zur Netzwerkkonfiguration hinzufügen: Die Schnittstelle zur Cluster-Verwaltung ist einfacher und intuitiver geworden. Dies erleichtert die Durchführung von Aufgaben – etwa, um einen gemeinsam verfügbaren Ordner mit Hochverfügbarkeit zu versehen. Administratoren können sich auf die Verwaltung ihrer Anwendungen anstatt des Clusters fokussieren.

Verwendung der Befehlszeile oder der Windows Management Instrumentation (WMI) zur Arbeit mit einem Cluster: Administratoren können wahlweise die Befehlszeile oder WMI nutzen, um darüber noch mehr Aufgaben als in früheren Versionen zu erledigen.

Cluster-Fehlersuche: Anstatt ausschließlich mit dem Cluster-Protokoll arbeiten zu müssen, können Administratoren die Ereignisverfolgung für Windows dazu verwenden, Informationen über die im Cluster aufgetretenen Ereignisse zu erfassen, zu verwalten und in Berichte aufzunehmen.

Verwendung des Datenträger-Schattenkopiedienstes zur Erfassung von Datensicherung: Die vollständige Integration in den Datenträger-Schattenkopiedienst erleichtert es, die Cluster-Konfiguration zu sichern und wiederherzustellen.

Steuerung, auf welche Weise Administratoren gemeinsam verwendete Ordner betrachten, die geclustert sind: Administratoren können ihre Sicht auf gemeinsam verwendete Ordner steuern oder "eingrenzen". Dadurch ist leicht erkennbar, welche gemeinsamen Ordner geclustert sind und welcher Cluster einen gemeinsamen Ordner zur Verfügung stellt.

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Verbesserungen bei der Cluster-Infrastruktur zur Maximierung der Verfügbarkeit

Die Failover-Cluster von Windows Server 2008 unterstützen Administratoren durch Verbesserungen bei der Cluster-Infrastruktur dabei, die Verfügbarkeit von Diensten zu steigern, die Benutzern bereitgestellt werden. Administratoren können:

Einen Cluster so konfigurieren, dass die Quorum-Ressource keinen "Single-Point-of-Failure" darstellt: Durch die Verbesserungen bei Failover-Clustern können Administratoren sowohl eine der beiden bisher existierenden Cluster-Modelle – das Quorum-Ressourcen-Modell und das Majority-Node-Set-Modell – oder eine Hybrid-Forum aus beiden verwenden.

Höhere Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit durch Verbesserungen an der Cluster-Infrastruktur erzielen: Die Cluster-Infrastruktur wurde verbessert, um Administratoren dabei zu unterstützen, mit Failover-Clustern eine höhere Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit zu erzielen. Beispielsweise werden Dynamic-Link-Libraries (DLLs), die Handlungen inkorrekt durchführen, von der Software-Infrastruktur isoliert, die geclusterte Ressourcen behandelt. Dies minimiert die Auswirkungen auf den Cluster. Des Weiteren benutzt der Cluster erweiterte Methoden, um die Konsistenz zwischen Kopien der Cluster-Konfigurationsdatenbank sicherzustellen.

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Verbesserungen bei der Storage-Nutzung

Mit den Storage-Verbesserungen beim Failover-Clustering von Windows Server 2008 können Administratoren eine höhere Performance erreichen, als es mit früheren Releases möglich war. Administratoren können:

Zusätzliche Festplatten im Cluster verfügbar machen, während Anwendungen online sind: Administratoren können Ressourcen-Abhängigkeiten verändern, während die Ressourcen online sind. Das bedeutet, dass Administratoren eine zusätzliche Festplatte zur Verfügung stellen können, ohne den Zugriff auf die Anwendung zu unterbrechen, die diese nutzen soll.

Höhere Storage-Performance und -Stabilität: Kommuniziert ein Failover-Cluster mit einem Storage Area Network (SAN) oder mit direkt angeschlossenem Storage (Direct Attached Storage, DAS), werden die am wenigsten disruptiven Befehle verwendet und SCSI-Bus-Resets vermieden. Festplatten bleiben niemals in einem ungeschützten Zustand, was das Risiko einer Datenträgerbeschädigung verringert. Failover-Cluster unterstützen außerdem verbesserte Methoden zur Festplattenerkennung und -wiederherstellung.

Verwendung von GUID-Partition-Table (GPT) -Festplatten für mehr Speicherplatz und Robustheit: GPT-Festplatten können Partitionen besitzen, die größer als 2 Terabyte sind. Im Gegensatz zu Master-Boot-Record (MBR) -Festplatten ist ebenfalls eine Redundanz für die Speicherung von Partitionsinformationen eingebaut. Mit Failover-Clustern können Administratoren jeden dieser beiden Festplatten-Typen verwenden.

Leichtere Festplatten-Verwaltung: Der "Wartungsmodus" wurde verbessert, daher können Administratoren Tools zur Überprüfung, Berichtigung, Sicherung oder Wiederherstellung von Festplatten einfacher und mit weniger Beeinträchtigung des Clusters laufen lassen.

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Netzwerk- und Sicherheitsverbesserungen

Bei den Failover-Clustern von Windows Server 2008 wurde die Netzwerkperformance und Sicherheit gegenüber früheren Releases verbessert. Administratoren können:

Das Internet Protocol Version 6 (IPv6) verwenden, das vollständig in Failover-Cluster integriert ist: Failover-Cluster unterstützen vollständig IPv6, sowohl für die Knoten-zu-Knoten- als auch die Knoten-zu-Client-Kommunikation.

Domain Name System (DNS) ohne NetBIOS-Abhängigkeiten verwenden: Dies vereinfacht den Transport von Server Message Block (SMB) -Informationen und ermöglicht es, dass Administratoren weder Windows Internet Naming Service (WINS) noch eine NetBIOS-Broadcast-Namensauflösung konfigurieren brauchen.

Höhere Zuverlässigkeit durch weitere Netzwerkverbesserungen erzielen: Administratoren profitieren von weiteren Netzwerkverbesserungen. Beispielsweise können sie die Abhängigkeiten zwischen einem Netzwerknamen und zugehörigen IP-Adressen feinabstimmen, sodass der Netzwerkname auch dann zur Verfügung steht, wenn nur einer der beiden IP-Adressen aktiv ist (und nicht beide aktiv sind).

Erhöhte Sicherheit durch Sicherheitsverbesserungen und die Überwachung von Cluster-Zugriffen: Sicherheitsverbesserungen bei Failover-Clustern – wie die Unterstützung für IPSec (Internet Protocol Security) – erweitern die Authentifizierung und Verschlüsselung. Zusätzlich können Administratoren die Überwachungsfunktion von Windows Server 2008 dazu verwenden, um zu ermitteln, wer wann auf den Cluster zugegriffen hat.


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