2 page Case Study - Posted 2/27/2014
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PORR

Auf Wolken in die Wüste Katar

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* Entscheidend ist für uns, dass wir in diesem Bauprojekt sehr flexibel agieren. Und da ist die Cloud einzigartig, weil wir bei Bedarf innerhalb einer halben Stunde einen Server bereitstellen oder einen Mitarbeiter auf Knopfdruck mit einem Office-Paket ausstatten können. *

Harald Kriesche
CIO der PORR AG

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Beim Bau der neuen U-Bahn in Doha setzt PORR auf IT-Services aus der Cloud

Der Bau der „Greenline“, eines U-Bahn-Abschnittes in Doha, ist für die PORR AG ein Meilenstein in der Unternehmensgeschichte, auf den man mehrere Jahre hingearbeitet hat. Um Projekte dieser Größenordnung umsetzen zu können, ist man auf das gute Zusammenspiel in multinationalen Arbeitsgemeinschaften angewiesen – und auf eine IT, die so ein Projekt dynamisch, sicher und standardisiert begleiten und managen kann. Mit der Idee, dieses Projekt aus der Cloud und mit Office 365 in jeder Phase schlank und punktgenau zu servicieren, setzt die PORR auch innerhalb der Baubranche einen Meilenstein.

Wer den Zuschlag für die Planung und den Bau eines 16,6 Kilometer langen U-Bahn-Abschnitts inklusive sechs U-Bahnstationen erhält, wo in Peak-Zeiten bis zu sechs Tunnelbohrmaschinen gleichzeitig im Einsatz sein werden, der muss schon auf einige Erfahrung in diesem Metier verweisen können. Erfahrung, die die PORR AG über die letzten Jahrzehnte als Vorreiter im Tunnelbau und speziell bei den U-Bahnen in Berlin, Budapest und Wien erfolgreich sammeln konnte.

Die Herausforderung

Dazu muss gesagt werden, dass dieser Auftrag nicht nur technisch, sondern auch informationstechnologisch und kommunikativ eine große Herausforderung darstellt, wie Harald Kriesche, CIO der PORR AG, betont: „Für das Projekt in Doha wird eine eigene Firma als Joint Venture hochgezogen, mit einem Partner aus Doha und einem Partner aus Saudi-Arabien. Das heißt zum einen, dass wir bei der technischen Ausstattung des Projekts sehr unterschiedliche Kulturen zusammenbringen müssen. Zum anderen hatten wir in diesem Projekt lange Vorlaufzeiten und mussten nach dem Vertragsabschluss das Projekt in kürzester Zeit ins Laufen bekommen – mit der Ausstattung sowohl in Bezug auf Infrastruktur als auch in Bezug auf die Datenräume, die wir dazu brauchen.“

Konkret hieß das für die PORR, dass nach dem Zuschlag für dieses Megaprojekt im Juni 2013 alles sehr schnell gehen und man von gerade einmal 15 Leuten vor Ort auf 600 Leute aufstocken musste. „Das schrie förmlich nach einem neuen Ansatz – auch in Bezug auf die IT-Bereitstellung“,erinnert sich Herr Kriesche, „weil sich in so einem zugleich großen und dynamischen Projekt ganz neue Handlungsspielräume auftun, wenn wir über die Cloud bei Bedarf innerhalb einer halben Stunde einen Server bereitstellen oder einen Mitarbeiter auf Knopfdruck mit einem Office-Paket ausstatten können.“

Wohlgemerkt: Flexibilität bedeutet in diesem Projekt nicht nur, dass man schnell auf neue Anforderungen reagieren kann. Die Entscheidung wurde PORR auch dadurch erleichtert, dass Microsoft seinen Kunden bei der Cloud-Entscheidung kein starres bzw. endgültiges Entweder-Oder abverlangt, sondern, wie Christiane Nollvon Microsoft Services betont, ihnen „mit dem hybriden Ansatz jederzeit auch während des Projekts die Wahlmöglichkeit gibt, welche Daten sie lokal lassen und was sie in die Cloud nehmen.“

Wenn die Rede auf das Thema Sicherheit fällt, kann Herr Kriesche ein Schmunzeln nicht verbergen, weil es in diesem Projekt zunächst einmal darum ging, unterschiedliche Sicherheitskulturen und -ansprüche aufeinander anzupassen: „Anfangs war es in arabischen Ländern schwierig, überhaupt die Erlaubnis für ein VPN zu kriegen, weil man sich damit in dieser Kultur beinahe schon verdächtig macht. Vor diesem Hintergrund ist es neben der Abwägung im Bedarfsfall, wo wir die Daten hinlegen, auch wichtig, unter den Mitarbeitern ein Bewusstsein für dieses Thema zu schaffen.“

Die Lösung

Um vor Ort möglichst flexibel und effizient arbeiten und die Mitarbeiterfluktuation in so einem Projekt möglichst effizient managen zu können entschied man sich nach einer intensiven Testphase für Office 365 (inkl. E-Mail, Web-Conferencing, Collaboration Platform und Office-Suite) und Windows Intune aus der Microsoft Cloud. Parallel dazu können mit Windows Azure Workloads bei Bedarf ausgelagert und Testsysteme auf Herz und Nieren in der Cloud getestet werden.

Harald Kriesche sieht darin „einen Aufbruch in ein neues Zeitalter“, den Martina Grom, CEO vom Microsoft Partner atwork, folgendermaßen kommentiert: „Die klassische Herangehensweise war die, dass man eine Baustelle eröffnet und dann die Hardware anschafft bzw. installiert, damit die für das Projekt ausgewählten Leute arbeiten können. In Katar fahren wir jetzt einen Serviceorientierten Ansatz, bei dem Partner und Mitarbeiter je nach Bedarf in das Projekt ein- und aussteigen können. Das heißt, dass PORR zum einen die Infrastruktur nicht auf der Baustelle aufbauen muss und zum anderen in der Lage ist, diese Dynamik zentral und per Mausklick von Wien aus zu managen. Das setzt natürlich eine Lösung wie Office 365 voraus, die auch lizenztechnisch eine solche Dynamik unterstützt.“

Die Vorteile

Sie sehen, Flexibilität ist in diesem Projekt ein vielschichtiger Begriff. Er bezieht sich in der Ausschreibungsphase vor allem auf die Hybrid-Technologie, die es erlaubt, mit hochsensitiven Daten so umzugehen, wie es die Situation erfordert. Während er beim Projektstart vor allem Skalierbarkeit in Bezug auf Infrastruktur und Datenräume meint. Im laufenden Projekt wiederum zeigt sich die Flexibilität darin, dass man auf Knopfdruck Office-Lizenzen vergeben, über Windows Azure Serverkapazitäten bereitstellen oder mit Windows Intune sofort reagieren und den Zugriff mobiler Endgeräte sperren kann, wenn eines auf einer Baustelle verloren geht.

Dahinter steht ein ganzheitlicher Plattform-Ansatz, der dem Kunden selbst im Projekt immer neue Gestaltungsspielräume eröffnet; und es wie in diesem Fall möglich macht, dass Kommunikations- und Mobilitätsstrategien sich die Hand geben. Dazu Harald Kriesche: „Wir sind mit unserem Cloud-Konzept über Office 365 hinausgegangen und haben uns überlegt, wie wir Video-Kommunikation raus aus den Videokonferenzräumen und auf den Schreibtisch des Einzelnen bzw. direkt auf die Baustelle bekommen. Wenn ich dann vor Ort mit meinem Handy über Lync Dinge herzeigen kann, dann bringt das wirklich eine neue Qualität. Wir suchen also in unserer Mobility-Strategie ein Gerät wie das Windows Phone, das Zugang zu den Unternehmensdaten hat, höchst managebar und abzusichern und sowohl für den Vorstand als auch für den Polier auf der Baustelle geeignet ist.“

Die Standards dafür kommen aus der Microsoft Cloud. Was soviel heißt, dass es strukturell keinen Unterschied mehr gibt zwischen dem, was lokal auf einem Rechner läuft und dem, was in der Cloud läuft. Diese Ähnlichkeit schafft Freiheiten und erlaubt PORR, neue IT-Standards für die Baubranche zu setzen, wie Karl-Heinz Strauss, CEO PORR Group, programmatisch festhält: „Die Green-Line in Doha ist nicht nur für den Tunnelbau eine große Herausforderung, sondern verlangt auch eine besonders moderne IT. Die papierlose Baustelle aus der Cloud ist für uns ein wichtiger Schritt, Baustellen dieser Größenordnung reibungsfrei und ohne Schnittstellenbrüche abzuwickeln.“


Diese Fallstudie dient ausschließlich Informationszwecken. MICROSOFT GIBT IN DIESER ZUSAMMENFASSUNG KEINE AUSDRÜCKLICHEN ODER STILLSCHWEIGENDEN GARANTIEN AB.

Solution Overview



Organization Size: 3200 employees

Organization Profile
Ob Straßen, Wohnhäuser, Hotels, Büro-komplexe, Kraftwerke, Stadien oder U-Bahnen – die PORR arbeitet als Full-Service-Provider oder als Player in internationalen Arbeitsgemeinschaften wie hier in Katar, um Bauprojekte transparent und zügig umzusetzen. Und das seit dem Bau der Ringstraße, seit über 140 Jahren.

Software and Services
  • Microsoft Office 365
  • Microsoft Azure
  • Windows Intune

Vertical Industries
Heavy Construction

Country/Region
Austria

Languages
German

Partner(s)
atwork information technology GmbH

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