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Geschichte und Bilder: Microsoft’s Stück der Berliner Mauer |
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Die Geschichte und Bilder, die
dieses außergewöhnliche Geschenk der Daimler-Benz AG Deutschland an
Microsoft begleiten.
Ein kurzer historischer
Abriß
Im Jahre 1961, zu Zeiten des kalten Krieges, ließ die
ostdeutsche Regierung eine 4 m hohe Mauer errichten, die ihr
sozialistisches Paradies gegen imperialistische Agressoren schützen
sollte. Aus der ostdeutschen Perspektive gesehen, war die Mauer ein
notwendiges Element zum Schutz ihrer Wirtschaft. Eine ständig zunehmende
Anzahl von Ostdeutschen sah keine Zukunft im sozialistischen System, und
die Kontrollen, die die Regieruing über ihr Berufs- und Privatleben
verhängte, wurden ihnen unbehaglich. Sie zogen das Leben im
kapitalistischen, demokratischen Westen vor, auch wenn das hieß, alles Hab
und Gut zurücklassen zu müssen. Zu diesem Zeitpunkt war der Übergang in
den Westen noch möglich -- viele Ost-Berliner arbeiteten sogar im
Westsektor, bis die Mauer sie von ihren Arbeitsplätzen trennte.
Daimler-Benz investiert in die
Zukunft Berlins Zwischen Ende der 70er und
Anfang der 80er Jahre handelte die Daimler-Benz AG mit der Westberliner
Regierung den Ankauf eines Grundstücks von mehreren 100.000 Quadratmetern
Größe aus, direkt an der Mauer am Potsdamer Platz. Bis zum Kriegsende war
der Potsdamer Platz der belebte Mittelpunkt, sozusagen das Herzstück
Berlins. Unter ostdeutscher Herrschaft wurden Häuser, Läden und
Geschäftszentren niedergerissen und das ganze Gelände dem Erdboden
gleichgemacht. Aus der westlichen Perspektive war dies nurmehr ein
häßlicher Platz an der Mauer, "am Ende der Welt", bevölkert nur von Minen
und Wachtürmen mit Soldaten, die auf alle schießen würden, die den
Fluchtversuch von Ost nach West wagten.

Das Leben mit der
Mauer Mit der Zeit gewöhnten sich die
Westberliner an die Mauer, und junge Leute fingen an, sie als "Leinwand"
für Graffiti zu verwenden. Zwar war davon nicht die gesamte Mauer
betroffen, aber das Stück am Potsdamer Platz war besonders bekannt dafür.
So entstanden auch an dem Mauerstück, das an das Daimler-Benz-Gelände
angrenzte, einmalige und einfallsreiche Graffiti.
Nach dem Fall Nach dem Fall der Mauer bot "das Ende der Welt" plötzlich
wieder attraktive Möglichkeiten für Geldanlagen. Die Daimler-Benz AG, nun
sehr glücklich über ihre damalige Investition, traf die Entscheidung, auf
diesem Gelände ein neues Geschäftszentrum zu bauen. Die Mauer mußte aus
diesem Grund jedoch weichen, und die meisten Stücke wurden entweder
verkauft oder an Museen vergeben.
Bill Gates besucht
Daimler-Benz
Im Februar 1996 besuchte Microsoft-CEO Bill Gates den
Hauptsitz der Daimler-Benz AG zum ersten Mal. Die meisten von uns kennen
die riesige Firma natürlich des berühmten Mercedes wegen. In den 80er und
frühen 90er Jahren hatte die Daimler-Benz AG jedoch durch Erwerb von und
Zusammenschluß mit anderen Firmen ihre Geschäftstätigkeiten im
technologischen Bereich erweitert. Die Firma ist heute in vielen
Marktbereichen aktiv, wie Autos, Flugzeugen, Computern und Software.
Das außergewöhnliche
Geschenk Der Besuch von Bill Gates war also nicht nur der Tatsache
zuzuschreiben, daß die Daimler-Benz AG einer von Microsofts ältesten
Großkunden ist. Wichtig war er auch insofern, als die Daimler-Benz AG an
langzeitigen, strategischen Partnerschaften auf verschiedenen Gebieten der
Software-Technologie (insbesondere Software für Auto-Computer)
interessiert ist. Herr Mangold, Mitglied des Aufsichtsrats der
Daimler-Benz AG und Leiter der Tochterfirma DEBIS, begrüßte Herrn Gates
und überreichte das Mauerstück als Geschenk an Microsoft. Zwischen den
beiden Firmen findet weiterhin ein reger Informationsaustausch statt.
Berliner Mauer-Segment im
Seattle Center House in Seattle Washington
Ein Teil der Berliner Mauer, "Blutiger Erich" genannt,
befindet sich im Center House des Seattle Center. Ursprünglich war dieses
Segment Teil der Mauer auf dem Potsdamer Platz, in der Nähe des Checkpoint
Charlie. Die bewegende Grafik auf der Westseite der Mauer wurde nach dem
ostdeutschen Regierungschef Erich Honecker benannt. Blutig, weil Erich
Honecker den Schießbefehl erteilte bzw. aufrechterhielt, der
Fluchtversuche in den Westen vereiteln sollte.
Das circa 1,20 x 3,70 m große
Mauerstück wurde von dem Hamburger Geschäftsmann Achim Becker für
Promotionszwecke anläßlich einer Numismatikerkonferenz (American
Numismatic Association Convention) nach Seattle gebracht. Der
Stellvertretende Generalkonsul der Bundesrepublik, Hans von Beesten, sah
das Mauerstück und schlug vor, es der Stadt Seattle als Geschenk zu
übergeben. Von Beesten war zutiefst bewegt, als die Berliner Mauer 1989
fiel und die Bevölkerung von Seattle mit Freude und Mitgefühl reagierte.
Er erklärte: "Diese Mauer ist ein Geschenk von Deutschen an Amerikaner...
als Erinnerung an unsere gemeinsame Freude. Hier ist das Symbol der
Freiheit." Achim Becker stimmte zu und übergab das Mauerstück an die Stadt
Seattle zur Ausstellung im Seattle Center.
Bei einer Übergabefeier am 12.
Januar 1991 nahm der Bürgermeister von Seattle, Norm Rice, das drei Tonnen
schwere Mauerstück im Namen des Stadtrats und der Bürger von Seattle
entgegen.
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