Kinder im Alter zwischen 7 und 8 Jahren verfügen über einen ausgeprägten Familiensinn. In dieser Phase ihres Lebens beginnen Kinder, ein Gefühl für Moral und die geschlechtliche Identität zu entwickeln und interessieren sich für die Aktivitäten älterer Kinder, insbesondere die ihrer älteren Geschwister. Kinder in diesem Alter sind sehr vertrauensselig und stellen die Autorität anderer, insbesondere die ihrer Eltern, selten in Frage.
Kinder in diesem Alter surfen zum Vergnügen im Internet und spielen gerne interaktive Spiele. Eventuell schreiben sie schon E-Mails und experimentieren ohne die Erlaubnis ihrer Eltern mit Websites und Chaträumen.
Im Folgenden finden Sie Tipps für den sicheren Umgang Ihres 7- bis 8-jährigen Kindes mit dem Internet:
1. | Sie sollten sich darum bemühen, mit Ihren Kindern offen und mit einer positiven Einstellung zu sprechen. Unterhalten Sie sich mit ihnen über Computer, und bleiben Sie offen für ihre Fragen und ihren Wissensdurst. |
2. | Erstellen Sie zusammen mit Ihrem Kind eine Liste mit Regeln zur Internetnutzung. |
3. | Halten Sie Ihr Kind dazu an, ausschliesslich auf von Ihnen genehmigte Websites zuzugreifen. |
4. | Stellen Sie den Computer an einen Platz in Ihrer Wohnung, der häufig frequentiert wird, um die Aktivitäten Ihres Kindes beobachten zu können. |
5. | Nutzen Sie Programme zum Filtern von Webinhalten (z. B. die Jugendschutzeinstellungen in Windows Vista oder Windows Live OneCare – Sicherheit für die Familie) als Ergänzung – nicht als Ersatz – zur elterlichen Kontrolle. |
6. | Verwenden Sie kinderfreundliche Suchmaschinen (z. B. MSN Kids Suche) oder Suchmaschinen mit Jugendschutz-Funktionen. |
7. | Verwenden Sie den in Internet Explorer integrierten Popupblocker, um Ihre Kinder vor anstössigen Popupfenstern zu schützen. Mit Windows Defender können auch Popupfenster geblockt werden, die angezeigt werden, wenn Sie nicht im Internet surfen. |
8. | Kindern in diesem Alter ein eigenes E-Mail-Konto zu gestatten ist nicht empfehlenswert. Erstellen Sie stattdessen bei Ihrem Internetdienstanbieter ein gemeinsames E-Mail-Konto für die Familie. |
9. | Schärfen Sie Ihrem Kind ein, Sie zu fragen, bevor es über E-Mails, Chaträume schwarze Bretter, Registrierungsformulare und persönliche Profile Informationen preisgibt. |
10. | Verbieten Sie Ihrem Kind das Herunterladen von Software, Musik oder Dateien ohne Ihre ausdrückliche Erlaubnis. |
11. | Blockieren Sie mithilfe von E-Mail-Filtern Nachrichten bestimmter Personen oder Nachrichten, die bestimmte Wörter bzw. Ausdrücke enthalten. |
12. | Machen Sie Ihrem Kind deutlich, dass und warum es in diesem Alter noch kein Instant Messaging (IM) nutzen darf. |
13. | Bestehen Sie darauf, dass sich Ihr Kind ausschliesslich in überwachten Chaträumen aufhält und nur auf seriösen Kinderwebsites auf schwarze Bretter zugreift. |
14. | Sprechen Sie mit Ihrem Kind über seine Internetbekanntschaften und Onlineaktivitäten genauso, wie Sie mit ihm über seine „realen“ Aktivitäten und Bekanntschaften sprechen würden. |
15. | Sprechen Sie mit Ihrem Kind über Sexualität – die Wahrscheinlichkeit ist gross, dass es beim Stöbern im Internet auf Websites für Erwachsene und pornografische Seiten stösst. |
16. | Klären Sie Ihr Kind über das Thema Datenschutz auf. Wenn Ihre Kinder auf einer Website dazu aufgefordert werden, zur Personalisierung des Webinhalts ihren Namen einzugeben, helfen Sie ihnen dabei, einen Onlinespitznamen zu erfinden, der keinerlei Hinweise auf persönliche Daten enthält. |
17. | Sämtliche Familienmitglieder sollten, was die Verwendung des Internets betrifft, den Kindern ein Vorbild sein. |