Was sind Viren, Würmer und Trojanische Pferde?

Veröffentlicht: 9. März 2004
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In letzter Zeit haben sich Sicherheitsangriffe, wie z. B. MyDoom, über E-Mails verbreitet, die sich als vertraut wirkende E-Mail-Fehlermeldungen getarnt haben. Die angehängte Datei sah dabei so wie der Text einer Nachricht aus, die Sie an eine falsche Adresse gesendet haben. Sobald man die Anlage geöffnet hat, wurde der Computer mit dem Virus infiziert. Egal, wie echt eine E-Mail aussieht: Vergewissern Sie sich in jedem Fall, dass Sie wissen, was sich in der Anlage befindet, bevor Sie sie öffnen.

Helfen Sie mit, sich vor Viren, Würmern und Trojanischen Pferden zu schützen

Viren, Würmer und Trojanische Pferde unterscheiden sich zwar in ihren Merkmalen, es gibt aber einige ganz wichtige Schritte, mit denen Sie sich selbst gegen diese Gefahren schützen können.

Schritt 1: Öffnen Sie niemals E-Mail-Anlagen von Fremden.

Schritt 2: Öffnen Sie niemals E-Mail-Anlagen von Personen, die Sie kennen, ohne dass Sie den Inhalt der Anlagen kennen.

Schritt 3: Halten Sie Ihre Antivirussoftware immer auf dem neuesten Stand.

Schritt 4: Aktualisieren Sie Ihre Microsoft-Software regelmässig. Nutzen Sie dazu die folgenden Onlineressourcen:

Microsoft Windows Update (für Windows und Internet Explorer)
 

Microsoft Office Update (für Office-Produkte, wie z. B. Microsoft Word, Excel und PowerPoint) 

Illustration eines Virus, eines Wurms und eines Trojanischen Pferdes

Viren, Würmer und Trojanische Pferde (fälschlicherweise häufig auch „Trojaner“ genannt) sind bösartige Programme, die Ihrem Computer und den darauf gespeicherten Daten Schaden zufügen können. Sie können auch das Internet verlangsamen und sogar Ihren Computer nutzen, um sich selbst weiterzuverbreiten – an Freunde, Familienmitglieder, Mitarbeiter und den Rest des Webs. Sie können jedoch etwas tun: Mit einigen wenigen Vorsichtsmassnahmen und einem bisschen gesunden Menschenverstand lässt sich das Risiko, selbst zum Opfer solcher Bedrohungen zu werden, durchaus verringern.

Lesen Sie im Folgenden, was Viren, Würmer und Trojanische Pferde sind und wie sie sich voneinander unterscheiden.

Auf dieser Seite
Was ist ein Virus?Was ist ein Virus?
Was ist ein Wurm?Was ist ein Wurm?
Was ist ein Trojanisches Pferd?Was ist ein Trojanisches Pferd?
Wie breiten sich Würmer und andere Viren aus?Wie breiten sich Würmer und andere Viren aus?
Wie kann ich feststellen, ob mein Computer mit einem Wurm oder einem anderen Virus infiziert ist?Wie kann ich feststellen, ob mein Computer mit einem Wurm oder einem anderen Virus infiziert ist?
Nächste Schritte: Senken Sie das VirenrisikoNächste Schritte: Senken Sie das Virenrisiko

Was ist ein Virus?

Illustration eines Virus

Ein Virus ist ein Stück Computercode, der sich selbst an ein Programm oder eine Datei anhängt und auf diese Weise von Computer zu Computer ausbreitet. Er infiziert Computer, indem er sich verbreitet. Viren können Ihre Software, Ihre Hardware und Ihre Dateien beschädigen.

Virus Programmcode, der mit dem Ziel geschrieben wurde, sich selbst zu replizieren. Hängt sich selbst an ein Hostprogramm an und versucht dann, sich von Computer zu Computer zu verbreiten. Kann zu Schäden an Hardware, Software und Daten führen.

Aus der Medizin wissen wir, dass Viren unterschiedlich gefährlich sind. Wie Viren, die lediglich grippale Infekte verursachen, gibt es auch bei Computern Viren, die einfach nur lästig sind. Daneben sind aber auch solche Viren anzutreffen, die wie der Ebola-Virus in der Medizin, äusserst zerstörerisch wirken. Aber: Ein echter Virus verbreitet sich nicht ohne menschliches Zutun. Er kann sich nur ausbreiten, wenn jemand eine Datei für die Nutzung durch andere freigibt (bzw. weiterleitet) oder eine E-Mail sendet.

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Was ist ein Wurm?

Illustration eines Wurms

Ein Computerwurm ist, wie ein Virus, darauf ausgerichtet, sich von einem Computer auf einen anderen zu kopieren, tut dies jedoch automatisch. Zuerst übernimmt er die Kontrolle über Funktionen auf dem Computer, die Dateien oder Daten transportieren können. Sobald ein Wurm in Ihr System gelangt ist, kann er sich allein ausbreiten. Würmer sind nicht zuletzt deshalb so gefährlich, weil sie sich unkontrollierbar vermehren. So kann ein Wurm z. B. Kopien seiner selbst an alle Adressen in Ihrem E-Mail-Adressbuch versenden. Auf den so befallenen Computern passiert dann dasselbe usw. Durch dieses Schneeballprinzip entsteht so starker Netzwerkverkehr, dass Unternehmensnetzwerke und sogar das Internet merklich langsamer werden können. Wenn neue Würmer in den Verkehr kommen, breiten sie sich rasend schnell aus. Sie verstopfen Netzwerke und führen möglicherweise dazu, dass Sie (und alle anderen) lange warten müssen, bis sich Webseiten im Internet aufbauen.

Wurm Unterklasse der Viren. Würmer breiten sich normalerweise ohne das Zutun der Benutzer aus und verteilen vollständige Kopieren von sich (möglicherweise in modifizierter Form) in Netzwerken. Würmer können Arbeitsspeicher oder Netzwerkbandbreite belegen, wodurch es zu Computerabstürzen kommen kann.

Da Würmer kein „Hostprogramm“ bzw. keine „Hostdatei“ zum Ausbreiten benötigen, können sie sich auch in Ihr System einschleichen und es damit anderen Benutzern ermöglichen, Ihren Computer fernzusteuern. Beispiele für Würmer aus der jüngeren Vergangenheit sind der Sasser-Wurm und der Blaster-Wurm.

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Was ist ein Trojanisches Pferd?

Illustration eines Trojanischen Pferdes

Das Trojanische Pferd, wie Sie es aus der Mythologie kennen, wurde als Geschenk ausgegeben, entpuppte sich jedoch als Transportmittel für griechische Soldaten, die auf diese Weise die Stadt Troja eroberten. Die Trojanischen Pferde unserer Tage sind Computerprogramme, die sich selbst den Anschein sinnvoller Software geben, stattdessen aber Ihre Sicherheit gefährden und viel Schaden anrichten können. So gab es in jüngster Zeit ein Trojanisches Pferd, das die Form einer E-Mail mit Anlagen hatte, die angeblich Microsoft-Sicherheitsupdates enthielt. Dabei handelte es sich aber um Viren, die versucht haben, Antivirus- und Firewallsoftware zu deaktivieren.

Trojanisches Pferd (auch Trojaner genannt) Computerprogramm, das aussieht, wie eine nützliche Software, tatsächlich aber Schäden anrichtet.

Trojanische Pferde breiten sich aus, wenn Benutzer dazu gebracht werden, Programme zu öffnen, weil sie denken, dass diese Programme aus einer legitimen Quelle stammen. Zum besseren Schutz der Benutzer versendet Microsoft zwar häufig Sicherheitsbulletins per E-Mail, diese E-Mails enthalten aber auf keinen Fall Anlagen. Ausserdem veröffentlichen wir alle unsere Sicherheitswarnungen auch auf unserer Sicherheit-Website, bevor wir sie per E-Mail an unsere Kunden senden.

Trojanische Pferde können auch in Softwareprogrammen enthalten sein, die kostenlos zum Download bereitgestellt werden. Laden Sie daher niemals Softwareprogramme von Quellen herunter, die Sie nicht als vertrauenswürdig einschätzen. Laden Sie Microsoft-Updates und -Patches grundsätzlich nur von den Websites Microsoft Windows Update und Microsoft Office Update herunter.

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Wie breiten sich Würmer und andere Viren aus?

Praktisch alle Viren und viele Würmer können sich nur ausbreiten, wenn Sie ein infiziertes Programm öffnen oder ausführen.

Viele der gefährlichsten Viren haben sich zunächst über E-Mail-Anlagen verbreitet, also über Dateien, die zusammen mit einer E-Mail-Nachricht gesendet wurden. E-Mails mit Anlagen sind normalerweise am Büroklammersymbol zu erkennen. Neben dem Büroklammersymbol wird auch der Name der Anlage angezeigt. Fotos, in Microsoft Word geschriebene Briefe und sogar Excel-Tabellen sind nur einige Beispiele für Dateitypen, die Sie vielleicht tagtäglich per E-Mail erhalten. Zu einem Virusbefall kommt es, wenn Sie eine infizierte Datei, die Sie als Anlage erhalten haben, öffnen (normalerweise geschieht dies durch Doppelklicken auf die Anlage).

Tipp

Tipp:  Öffnen Sie Anlagen nur, wenn Sie sie erwartet haben und wenn Sie den genauen Inhalt der entsprechenden Datei kennen.

Wenn Sie von jemandem, den Sie nicht kennen, eine E-Mail mit einer Anlage erhalten, löschen Sie diese E-Mail sofort. Leider sind auch nicht alle Anlagen sicher, die von Personen gesendet wurden, die Sie kennen. Viren und Würmer besitzen die Fähigkeit, Informationen aus E-Mail-Programmen abzuschöpfen und sich selbst an alle im Adressbuch eingetragenen Kontakte zu versenden. Wenn Sie also eine E-Mail von jemandem erhalten und Sie die darin enthaltene Nachricht nicht verstehen bzw. die angehängte Datei nicht erwartet haben, kontaktieren Sie immer zuerst den angeblichen Absender, und fragen Sie nach dem Inhalt der Anlage, bevor Sie sie öffnen.

Andere Viren können sich über Programme ausbreiten, die Sie aus dem Internet herunterladen oder die Sie von virusinfizierten Datenträgern laden, die Sie sich bei Freunden geliehen oder vielleicht sogar in einem Geschäft gekauft haben. Diese Form des Infizierens tritt aber nicht so häufig auf. Die meisten Benutzer infizieren ihren Computer durch Öffnen und Ausführen unbekannter E-Mail-Anlagen.

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Wie kann ich feststellen, ob mein Computer mit einem Wurm oder einem anderen Virus infiziert ist?

Vielleicht merken Sie beim Öffnen und Ausführen eines infizierten Programms gar nicht, dass Sie sich einen Virus eingefangen haben. Es könnte aber auch sein, dass Ihr Computer langsamer arbeitet oder immer wieder abstürzt und neu startet. Manchmal greifen Viren auch die Dateien an, die zum Starten eines Computers benötigt werden. In solch einem Fall würde nach dem Drücken der Einschalttaste des Computers überhaupt nichts mehr passieren.

Alle diese Symptome können darauf hindeuten, dass Ihr Computer von einem Virus befallen ist. Es könnte aber auch sein, dass Probleme bei der Hardware oder Software vorliegen, die in keinem Zusammenhang mit Viren stehen.

Achten Sie auf Nachrichten, in denen Sie informiert werden, dass Sie mit Viren verseuchte E-Mails gesendet haben. Das könnte bedeuten, dass der Virus Ihre E-Mail-Adresse als Absender verwendet hat, um sich zu tarnen, was aber wiederum nicht unbedingt heissen muss, dass Ihr Computer mit einem Virus infiziert ist. Einige Viren sind in der Lage, die Absenderangaben in den E-Mails zu fälschen, über die sie sich verbreiten.

Die einzige Möglichkeit, mit Sicherheit sagen zu können, „Mein Computer ist virenfrei“, besteht darin, ein Antivirusprogramm auf Ihrem Computer zu installieren und dieses immer auf dem neuesten Stand zu halten. Wenn Sie kein aktuelles Antivirusprogramm besitzen oder wenn Sie ein Antivirusprogramm eines anderen Herstellers installieren möchten, finden Sie entsprechende Hinweise auf unserer Seite Sicherheitssoftware: Downloads und Testversionen.

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Nächste Schritte: Senken Sie das Virenrisiko

Es gibt keine hundertprozentige Sicherheit für Ihren Computer. Sie können aber die Sicherheit Ihres Computers erhöhen, indem Sie Ihre Software aktuell halten und ein Antivirusprogramm installieren und immer auf dem neuesten Stand halten.

Weitere Informationen dazu finden Sie auf den folgenden Seiten:

Aktuelle Sicherheitsvorfälle

Computerfirewall – warum?

Updates für Ihre Microsoft-Software

Schützen Sie Ihren PC: 3 wichtige Schritte um Ihren PC zu schützen


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