Aus Daten Wettbewerbsvorteile gewinnen

Um die richtigen Entscheidungen in Ihrem Unternehmen zu treffen, benötigen Sie rechtzeitige Informationen, denen Sie vertrauen können. In den letzten Jahren stiegen aber die Datenmengen ins Unermessliche. Da stellt sich ganz schnell die Frage, wie man sich in dieser Datenflut und den daraus resultierenden endlosen, verwirrenden und zum Teil widersprüchlichen Informationen zurechtfindet. Denn gleichzeitig gilt, dass unzuverlässige Informationen zu falschen Entscheidungen und zu teilweise hohen Folgekosten führen können.

Als Lösung für dieses Dilemma wird immer wieder der Begriff „Business Intelligence“ (BI) in den Raum geworfen. Aber was verbirgt sich hinter BI und anderen in diesem Zusammenhang verwendeten Schlagworten? Wem nützt BI? Und was sollten BI-Systeme leisten können? Lesen Sie hier die Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Thema „Business Intelligence“.








Was ist Business Intelligence (BI)?

Betriebswirtschaftlich gesehen ist Business Intelligence nichts Neues. Schon immer haben Unternehmen Rückschlüsse aus ihren Geschäftsdaten gezogen. So ist bereits jeder Stundenzettel, jede Notiz über Vertriebsdaten oder Produktionszahlen Teil von BI. Die explosionsartige Zunahme von Geschäftsdaten erfordert jedoch immer flexiblere und umfangreichere Reporting- und Analysemöglichkeiten. Der Begriff „Business Intelligence“ beschreibt im Grunde also alle Verfahren und Prozesse zur systematischen Analyse (Sammlung, Auswertung und Darstellung) von Unternehmensdaten in elektronischer Form. Das Ziel von BI ist die Gewinnung von Erkenntnissen, die in Hinsicht auf die Unternehmensziele bessere operative oder strategische Entscheidungen ermöglichen. Dies geschieht mit Hilfe analytischer Konzepte und IT-Systeme, die Daten über das eigene Unternehmen, die Mitbewerber oder Marktentwicklung im Hinblick auf den gewünschten Erkenntnisgewinn auswerten. Mit den gewonnenen Erkenntnissen können Unternehmen ihre Geschäftsabläufe, Kunden- und Lieferantenbeziehungen profitabler machen, Kosten senken, Risiken minimieren und die Wertschöpfung vergrößern.

Der englische Ausdruck „intelligence“ bedeutet in diesem Kontext nicht „Intelligenz“, sondern die aus dem Sammeln und Aufbereiten erworbener Informationen gewonnenen Erkenntnisse.

Warum überhaupt Business Intelligence?

Sobald ein Unternehmen zu arbeiten beginnt, produziert es auch Daten. Zum Beispiel Verkaufszahlen, Buchhaltungszahlen, Produktionsdaten, Lagerbewegungen, Transport- und Logistikdaten, Personaldaten. Zusätzlich existieren riesige Datenvolumina, die für das Unternehmen wichtig sind, aber nicht direkt durch die Unternehmensaktivitäten erzeugt werden, wie beispielsweise Marktdaten, Wettbewerbsdaten, Ausschreibungs- und Angebotsdaten, Gesetzesvorschriften, Rohmaterialpreise. Für sich genommen ist keine der oben erwähnten Informationen für das Unternehmensmanagement hilfreich bei Entscheidungsprozessen. Dabei ist offensichtlich, dass die Informationen tatsächlich kritisch für die Unternehmung sind.

An diesem Punkt kommt BI ins Spiel. Mit Hilfe von BI-Anwendungen können Einzeldaten so aufbereitet und in einen Zusammenhang gebracht werden, dass sie zu wichtigen Informationen für das Unternehmensmanagement werden. BI verwandelt Daten in Informationen für Manager und Entscheidungsträger und ganz allgemein für alle, die in einem Unternehmen Entscheidungen zu treffen haben.

Was leistet BI?

Mittels BI werden Daten unterschiedlicher Bereiche einer Organisation zusammengeführt. Durch intelligente Vernetzung dieser Daten über Status, Potenziale und Perspektiven zu definierten Themengebieten entsteht Wissen in Ihrer Organisation. Dieses Wissen ist unverzichtbar für den Erfolg komplexer Organisationen. Um die täglichen Entscheidungsprozesse effektiv mit den entsprechenden Daten zu unterstützen, müssen Informationen intelligent, präzise, integrativ und verknüpft aufbereitet werden. Ein durchdachtes und auf die Organisation abgestimmtes Managementinformationskonzept bildet deshalb die Grundlage eines erfolgreichen Business Intelligence-Systems. Strategien, Prozesse und Technologien der Verwaltung sind in Zukunft nicht mehr länger unvernetzt, sondern werden intelligent zusammengeführt.

  • Führungsunterstützung durch verbesserte Entscheidungsgrundlagen für die operative und strategische Entscheidungsebene;

  • mehr Übersicht durch effiziente Bereitstellung von Informationen;

  • Reduktion von Komplexität;

  • relevante Zusammenhänge und Muster werden erkennbar gemacht;

  • Hilfestellung zur Kommunikation und Nutzung gewonnener Erkenntnisse zur Umsetzung erforderlicher Maßnahmen;

  • Zeitersparnis durch Standardisierung der Informationsgewinnung;

  • Reduktion des manuellen Aufwands in der Datenaufbereitung bzw. im Reporting;

  • Qualitätssicherung und -steigerung im Reporting.



Wie funktioniert ein BI-System?

Business Intelligence beschreibt analytische Prozesse. Über diese Prozesse werden quantitative und qualitative Daten bereitgestellt, relevante Zusammenhänge identifiziert und die Kommunikation der gewonnenen Erkenntnisse zur Entscheidungsunterstützung gesteuert. Das bedeutet im Detail:

  • BI Anwendungen ermöglichen eine einfache Sicht auf komplexe Zusammenhänge mittels Datenintegration: Die in unterschiedlichen Systemen anfallenden Daten werden in einem einheitlichen Berichtssystem verknüpft und können dadurch schnell, einfach und flexibel ausgewertet werden.

  • BI Anwendungen helfen dabei zielgruppen- und bedarfsgerechte Reports und Analysen zu entwickeln.

  • BI Anwendungen sind ein Werkzeug zur Berichtserstellung für technisch-orientierte Anwender und Entwickler.



Für wen ist BI?

Zielgruppe sind alle Unternehmen, die große Mengen an elektronischen Unternehmensdaten vorhalten, und die die intelligente Entscheidungsfindung im gesamten Unternehmen fördern wollen. So ermöglichen die „SQL Server 2005 Reporting Services“ Berichtslösungen für kleine Arbeitsgruppen oder Abteilungen zu erstellen. Und durch den „Microsoft Office SharePoint Server 2007“ sind Abfragen und Analysen in Verbindung mit Excel Services möglich. Diese Kombination machen jedem Benutzer webbasierte Abfrage- und Analysefunktionen zugänglich, die zentral gesichert und verwaltet werden können.


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