Was kann dieses Führungscockpit leisten?
Zimmermann: Es erlaubt den Gemeinden, mögliche Synergien, Abhängigkeiten und Zielkonflikte zwischen verschiedenen Vorhaben frühzeitig zu erkennen. Standardisierte und kommentierte Kennzahlen sowie vernetzte Umfeldinformationen ermöglichen neue Formen der Zusammenarbeit in und zwischen Gemeinden.
Können Sie konkrete Anwendungsbeispiele nennen?
Zimmermann: Das Gemeindecockpit liefert unter anderem Antworten zu Fragen bezüglich der Finanzperspektive, also mit welchen Steuereinnahmen, geplanten und getätigten Ausgaben zu rechnen ist oder wie hoch der Selbstfinanzierungsanteil von Verwaltungsaufgaben ist. Ebenso liefert es Zahlen zu Nettoinvestitionen, Finanzertrag, Ergebnis laufender Rechnung, Liegenschaftssteuer et cetera. Auch in puncto Bevölkerungsperspektive gibt das Führungscockpit Auskunft: Wie ist die Altersstruktur der Bevölkerung in der Gemeinde, wie hoch ist der Ausländeranteil, wie viele Zuzüge und Wegzüge gibt es? Wenn Gemeinden neue Schulhäuser rechtzeitig und am richtigen Standort planen möchten, können sie herausfinden, wie hoch die Schülerdichte pro Quartier oder Strasse ist.
Ein weiteres Anwendungsbeispiel ist die Personalperspektive: Die Gemeinden können sich die Kennzahlen zur Mitarbeiterzahl, der Frauenquote, der Fluktuationsrate oder der Anbindung an die Arbeitszeitkontrolle anzeigen lassen.
Und nicht zu vergessen: Man erhält auch Antworten zu Fragen rund um Raumordnung und Umweltperspektive: Wie hoch ist der Wasser- und Stromverbrauch pro Quartier und Strasse? Wie viel Wohneigentum gibt es und wie viele Mietwohnungen? Wie viele Arbeitsplätze sind vorhanden nach Sektoren, Gewerbe und Betriebsgrösse? Wie viele Vereine und Kulturangebote existieren?