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Wann gilt eine Übertragung als sicher?
Datensicherheit im Internet beinhaltet, dass Daten
nur dem richtigen Empfänger zugänglich sind (Vertraulichkeit),
während der Übertragung nicht durch Dritte manipuliert werden können (Integrität) und
eindeutig einem Absender zugeordnet werden können (Authentizität).
Dazu werden verschiedene Technologien eingesetzt, bei denen sich jeweils Standards durchgesetzt haben.

Vertraulichkeit dank Verschlüsselung
Unter Verschlüsselung versteht man das Unkenntlich-Machen oder Kodieren von Daten, so dass sie nur mit dem richtigen Schlüssel wieder lesbar gemacht werden können. Neben der einfacheren Variante, der symmetrischen Verschlüsselung, die für Ver- und Entschlüsselung den gleichen Schlüssel verwendet, hat sich die sicherere asymmetrische Verschlüsselung etabliert. Sie wird z.B. bei Datenübertragung über SSL-Verbindungen (Secure Socket Layer) verwendet.
Bei einer asymmetrischen Verschlüsselung werden von einem Programm zwei Schlüssel erzeugt: ein so genannter privater Schlüssel (private key) und ein öffentlicher Schlüssel (public key). Der öffentliche Schlüssel wird allgemein bekannt gegeben, er dient zum Verschlüsseln von Daten, die an den Besitzer dieses Schlüsselpaares geschickt werden sollen.
Der private Schlüssel bleibt auf dem Rechner des Besitzers und dient zum Entschlüsseln der Daten, die mit dem öffentlichen Schlüssel verpackt wurden.
Somit ist sicher gestellt, dass nur der rechtmässige Empfänger die gesendeten Daten lesen kann.

Funktionsweise der Verschlüsselung


Integrität dank digitalen Signaturen
Bei digitalen Signaturen wird aus den zu übermittelnden Daten ein so genannter Hash-Wert (ein "elektronischer Fingerabdruck") berechnet und mit dem privaten Schlüssel des Absenders verschlüsselt. Diesen verschlüsselten Fingerabdruck nennt man Signatur. Er wird an das zu versendende Dokument angehängt.
Der Empfänger entschlüsselt die Signatur des eingegangenen Dokumentes, berechnet selber einen Hash-Wert für das Dokument und vergleicht die beiden Werte. Da es fast unmöglich ist, ein Dokument zu manipulieren ohne den Hash-Wert zu verändern, kann bei Übereinstimmung der Hash-Werte davon ausgegangen werden, dass das Dokument vom angegebenen Absender kommt und während der Übertragung nicht manipuliert wurde. Ist der Hash-Wert verändert, wird die Signatur als ungültig gemeldet.

Funktionsweise von digitalen Signaturen
Authentizität dank Zertifikaten und Signaturen
Signaturen und Verschlüsselungen garantieren jedoch alleine noch nicht, dass ein Nutzer wirklich derjenige ist, für den er sich ausgibt (Authentizität). Deshalb wurde das Konzept des Zertifikats entwickelt.

Ein Zertifikat ist eine von einer Zertifizierungsstelle (auch "trustcenter" genannt, engl. "trust" = Vertrauen) ausgestellte Bestätigung über die Identität eines Benutzers. Bestätigt wird dabei die Zusammengehörigkeit eines elektronischen Merkmals (z.B. eines öffentlichen Schlüssels) mit der zertifizierten Person. Das Zertifikat übernimmt die Funktion eines digitalen Personalausweises.

Digitale Signaturen, die mit einem zertifizierten Schlüsselpaar erstellt wurden, garantieren also nicht nur die Integrität der übertragenen Daten, sondern auch die Authentizität des Absenders.

Funktionsweise von Zertifikaten


Die wichtigsten Standards

 FunktionSicherheit
SSL Verschlüsselung der Daten mit asymmetrischem Verschlüsselungsverfahren und automatisches Überprüfen von Zertifikaten. Wenn Sie im Internet surfen, stellt Ihr Internet-Programm (Browser) bei sicheren Seiten automatisch eine SSL-Verbindung her. Kreditkartendaten sollten Sie z.B. nur über SSL-Verbindungen verschicken. Sie erkennen dies am Kürzel https://, das in der Adresszeile am Anfang der Internet-Adresse steht. Ein weiteres Merkmal ist das kleine Vorhängeschloss in der Fusszeile des Browsers.
HTTPS HTTPS ist das Übertragungsprotokoll, das SSL verwendet (im Gegensatz zu HTTP, dem Protokoll bei normaler Übertragung).
PGP PGP steht für "Pretty good privacy" und ist der weitest verbreitete Standard für die sichere Übermittlung von E-Mails. PGP basiert ebenfalls auf einem asymmetrischen Verschlüsselungsverfahren. E-Mails mit vertraulichem Inhalt, die z.B. persönliche Daten enthalten, sollten verschlüsselt gesendet werden. So wird gewährleistet, dass nur der Empfänger die E-Mail entziffern kann.

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