Digitale Tinte

Die Eingabe per Stift wird von elektromagnetischen Digitizern gesteuert. Gegenüber traditionellen berührungssensitiven Bildschirmen (touch screens) haben sie den Vorteil, dass es nicht zu unbeabsichtigten Eingaben kommt, wenn Sie beispielsweise die Hände während des Schreibens auf den Bildschirm legen. Mit dem Stift lässt sich schreiben, markieren, ausradieren oder zeichnen, ganz wie mit einem Notizblock aus Papier und einem Bleistift. Möglich macht dies das elektromagnetische Verfahren im Zusammenspiel mit einer hochempfindlichen Sensorfläche unter dem LC-Display.

Zur Darstellung der elektronischen Tinte arbeitet das neue Betriebssystem Windows XP Tablet PC Edition mit grafischer Datenverarbeitung und rechnet die Stiftspur in so genannte Bézierkurven um. Der Vorteil dieses mathematischen Verfahrens liegt in der geringen Datenmenge. Das sorgt für eine schnelle Verarbeitung der Handschrift.

Mit der digitalen Tinte wird die Handschrift zum Dateneingabe-Tool. So werden neue Anwendungen möglich, wie etwa das handschriftliche Bearbeiten von Word-Dokumenten. Eine leistungsfähige Suchmaschine findet abgespeicherte Notizen zuverlässig wieder. Die Handschrifterkennung im Hintergrund ist für den Index besorgt. Und last but not least erfolgt die Dateneingabe fast unhörbar – so können Sie auch während eines Meetings oder unterwegs im Zug arbeiten, ohne Ihre Umgebung zu stören.

Die Freihandeingabe und -erkennung ist das Ergebnis von etwa zehn Jahren Microsoft Forschung. Das Ergebnis dieser Anstrengung ermöglicht heute beim Tablet PC einen flüssigen und gleichmässigen Schreibstil sowie die schnelle Umsetzung auf dem Bildschirm. Die Schrifterkennung ist dabei auf die jeweilige Landessprache zugeschnitten. Sie muss auch nicht erst umständlich trainiert werden, sondern ist von Anfang an vorhanden.