Beim Einleiten einer DFÜ-Verbindung können Sie die Übertragungsrate der Verbindung anhand der folgenden Faktoren bestimmen:
Mit welcher Übertragungsrate Daten letztlich übertragen werden, hängt von allen drei Übertragungsraten ab. Wenn Sie ein Modem erwerben, finden Sie Angaben zur maximalen Übertragungsrate normalerweise unter den Herstellerhinweisen. Die maximale Übertragungsrate, die unter den Telefon- und Modemoptionen eingestellt werden kann, entspricht der maximalen Übertragungsrate des lokalen Anschlusses, mit der Kommunikationsprogramme Daten an das Modem senden können. Darüber hinaus können Datenübertragungsraten auch durch die Übertragungsrate des Remoteanschlusses beschränkt werden. Beispielsweise ist es erforderlich, dass der Onlinedienstanbieter das vom Modem verwendete 56-Kbit/s-Protokoll unterstützt, damit mit einem 56-Kbit/s-Modem hohe Übertragungsraten erzielt werden können. (Siehe Erreichen hoher Übertragungsraten mit einem 56-Kbit/s-Modem).
Bei den meisten heute erhältlichen Hochgeschwindigkeitsmodems wird die Übertragungsrate des lokalen Anschlusses auf einen bestimmten Wert festgesetzt und nicht fortlaufend in Anpassung an die Verbindungsgeschwindigkeit geändert. Die Übertragungsrate des lokalen Anschlusses ist dadurch im Normalfall höher als die Übertragungsgeschwindigkeit von Daten über das Telefonnetz. Beispielsweise kann die maximale Übertragungsrate eines V.34-Modems, das 33,6 Kbit/s unterstützt, auf 115,2 Kbit/s eingestellt sein.
Durch diesen auch als Geschwindigkeitspufferung bezeichneten Unterschied scheint das Modem eine über der aktuellen Verbindungsgeschwindigkeit liegende Übertragungsrate zu erzielen. Dieser Umstand ermöglicht dem Modem, Daten zu komprimieren und eine kleinere Anzahl von Bits zu senden. Durch die niedrigere Anzahl von Bits werden diese Daten schneller übertragen als nicht komprimierte Daten. Das V.34-Modem kann daraufhin Durchsatzraten von bis zu 33,6 Kbit/s erzielen, obwohl die Anzahl der tatsächlich über die Leitung übertragenen Bits jedoch niedriger ist.