Wenn Sie ein 33,6-Kbit/s-Modem (V.34-Protokoll) verwenden und konstante Übertragungsraten von 26 Kbit/s oder höher erzielen, oder wenn Sie ein 56-Kbit/s-Modem (V.90-, K56flex- oder X2-Protokoll) verwenden und von Ihrem Internetdienstanbieter oder Onlinedienstanbieter regelmäßig Daten mit einer Übertragungsrate von 40.000 bit/s oder höher empfangen, sind nahezu alle Optimierungsmöglichkeiten ausgeschöpft. Höhere Übertragungsraten werden von den meisten Telefonnetzen nicht unterstützt. Die nominalen Modemraten werden nur bei einer nahezu optimalen Verbindungsqualität erreicht.
Wenn Sie ständig Verbindungen mit niedrigeren Übertragungsraten (24 Kbit/s oder weniger bei einem 33,6-Kbit/s-Modem oder weniger als 40 Kbit/s bei einem 56-Kbit/s-Modem) herstellen, können Sie Folgendes versuchen:
- Prüfen Sie, ob unter Telefon- und Modemoptionen der richtige Hersteller und das richtige Modell für das Modem aufgeführt sind. Wenn das Modem nicht korrekt aufgeführt wird, probieren Sie zur Installation des richtigen Modems die Schritte unter So installieren Sie ein nicht unterstütztes Modem aus.
- Prüfen Sie, ob vom Hersteller ein neuer Installationsdatenträger oder eine INF-Datei erhältlich ist. Entsprechende Dateien können häufig von der Website oder vom Bulletinboard eines Herstellers gedownloadet werden.
- Stellen Sie bei einem 33,6-Kbit/s-Modem sicher, dass die Maximale Übertragungsrate auf 38.400 bit/s oder höher (57.600 bit/s empfohlen) eingestellt ist. Bei einem 56-Kbit/s-Modem sollte die Übertragungsrate 115.200 bit/s lauten. Weitere Hinweise finden Sie unter So ändern Sie die maximale Modemübertragungsrate
- Prüfen Sie, ob das Modem bei der richtigen Umgebungstemperatur verwendet wird. Die meisten Modems funktionieren besser, wenn die Umgebungstemperatur weder zu heiss noch zu kalt ist. Blockieren Sie nicht die Luftzirkulation, indem Sie Gegenstände auf, unter oder um das Modem oder den Computer herum ablegen.
- Probieren Sie eine Verbindung zu Nummern aus, von denen Sie wissen, dass sie eine bestimmte Geschwindigkeit unterstützen. Auf diese Weise können Sie feststellen, ob das Problem auf Ihrer Seite oder auf der Seite des anderen Teilnehmers liegt.
- Stellen Sie sicher, dass es sich tatsächlich um ein Ortsgespräch handelt, wenn Sie eine örtliche Rufnummer eingeben. Viele Onlinedienstanbieter leiten Ortsgespräche an einen entfernten Standort weiter, um einen örtlichen Anrufdienst bereitzustellen. Auch wenn dies bei einer Übertragungsrate von 14.400 bit/s gut funktioniert, können dadurch die Signalübertragung verschlechtert und höhere Übertragungsraten beeinträchtigt werden.
- Wenn die Telefonleitung mit einem Überspannungsableiter ausgestattet ist, können Sie versuchen, das Modem ohne ihn zu verwenden. In diesem Fall müssen Sie jedoch auch auf den Schutz verzichten, den der Überspannungabsleiter für Ihre Ausstattung bietet.
- Lassen Sie die Leitungen zwischen dem Anschluss der Telefongesellschaft und dem Computer von einem Fernmeldetechniker prüfen. Fehlerhafte Leitungen oder Lötverbindungen, über große Entfernungen verlegte Kabel, qualitativ minderwertige Ausstattungen (Telefone, Faxgeräte oder auch andere Modems) können zu einer Verschlechterung der Signalübertragung führen. Um zu unterscheiden, ob Probleme mit der lokalen Verkabelung oder der Telefonleitung vorliegen, sollten Sie die Sprachqualität unter zwei Voraussetzungen prüfen: während die lokalen Kabel angeschlossen sind und für die Telefonleitung, während die lokalen Kabel nicht angeschlossen sind. Die meisten Telefongesellschaften stellen für die Nutzung ihrer Dienste einen modularen Stecker bereit. Um den oben beschriebenen Test durchzuführen, kann der Benutzer diesen Stecker abziehen.
Normalerweise wird von Telefongesellschaften keine bestimmte Datendurchsatzleistung zugesichert. Wenn Sie die Telefongesellschaft bitten, ein Rauschen in der Leitung zu unterdrücken, erhalten Sie möglicherweise die Auskunft, dass Sie eine Datenleitung oder einen angepassten Sprechkreis benötigen. Dies stellt in der Regel eine teure Lösung dar. Die Modemleistung ist mit einem qualitativ hochwertigen Sprechkreis normalerweise zufriedenstellend. Im Idealfall lassen Sie Ihr System mit einem hochentwickelten Leitungsprüfprogramm (einem Prüfprogramm für die Bitfehlerhäufigkeit oder einem Datentestset) anstatt mit einem normalen Leitungsprüfgerät testen. Sie können die Telefongesellschaft auch bitten, Sie von der Zentrale aus auf ein anderes Kabelpaar umzuschalten. Gelegentlich lässt sich dieses Problem durch Beantragen einer anderen Telefonnummer beheben.
Weitere Informationen finden Sie unter Erreichen hoher Übertragungsraten mit einem 56-Kbit/s-Modem, Datenübertragungsrate und Optimieren der Datenübertragungsrate