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Szenarien für Windows Media DRM

Windows Media DRM ist eine flexible Plattform, die das Schützen und sichere Übermitteln von individuellen und abonnierten Inhalten für die Wiedergabe auf einem Computer, einem tragbaren Gerät oder einem Netzwerkgerät ermöglicht, das mit einem IP-Netzwerk verbunden ist. Die neueste Version von Windows Media DRM ermöglicht neue Szenarien für Benutzer und bietet Inhaltsbesitzern neue Absatzkanäle für Inhalte. Anhand der folgenden Beispielszenarien wird erläutert, warum diese auch bislang schon sehr robuste Plattform jetzt einen noch höheren Nutzwert bietet.



Szenarien für den Lizenzerwerb

Indirekter Lizenzerwerb

Heutzutage überträgt eine Vielzahl von Heimanwendern geschützte, auf Windows Media basierende Inhalte von ihren Computern auf tragbare Audioplayer. Dies wird als indirekter Lizenzerwerb bezeichnet, da das tragbare Gerät sowohl die Inhalte als auch die Lizenz von dem Computer erhält. Mit Windows Media DRM 10 wird dieser Prozess für Benutzer noch stärker vereinfacht.

Direkter Lizenzerwerb

Mit Windows Media DRM 10 können internetfähige Geräte, wie z. B. Mobiltelefone und Settopboxen, Inhalte und Lizenzen direkt aus dem Internet beziehen. Da die Übermittlung von Inhalten auf Geräte, bei denen es sich nicht um Computer handelt, nun weniger Schritte umfasst, kann der Benutzer nahtlos auf die Inhalte zugreifen. Zudem bieten sich für Gerätehersteller und Inhaltsanbieter neue Gelegenheiten, dem Kunden vielfältige neue Unterhaltungsmöglichkeiten bereitzustellen.

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Geschäftsszenarien

Abonnementservices

Benutzer können heutzutage gegen eine geringe monatliche Abonnementgebühr Tausende von Titeln von einer Vielzahl von Inhaltsanbietern auf ihre Computer downloaden. Bisher war es allerdings nicht möglich, diese Inhalte auf tragbare Geräte zu übertragen. Windows Media DRM 10 löst dieses Problem durch die Bereitstellung einer Plattformtechnologie, mit der Inhaltsanbieter ihre Inhalte mit erweiterten Geschäftsregeln übermitteln und Geräte mit Unterstützung für diese Geschäftsregeln ausgestattet werden können. Dies bedeutet, dass abonnierte Inhalte auch auf andere Geräte übertragen werden können und diese Abonnements somit einen echten Mehrwert für Benutzer bieten.

Benutzer können über ihr Abonnement beispielsweise eine praktisch uneingeschränkte Anzahl von Titeln downloaden, diese beliebig oft abspielen und auf jedes beliebige Gerät übertragen, das Windows Media DRM 10 unterstützt. Diese Titel sind mit zeitlich begrenzten Lizenzen verbunden. Am Ende des Abrechnungszeitraums kann der Benutzer eine Verbindung zum Inhaltsanbieter herstellen und die Lizenzen automatisch erneuern, sofern er die entsprechende Lizenzgebühr entrichtet hat. Andernfalls werden die Lizenzen ungültig.

Erwerben und Downloaden einzelner Titel

In diesem Szenario erwerben und downloaden Benutzer einzelne mit Windows Media DRM geschützte Titel von Inhaltsanbietern, d. h. sie erwerben kein volles Abonnement. Diese Verfahrensweise ist auch weiterhin sehr populär, und eine Vielzahl von Dienstanbietern verwendet Windows Media DRM zum Schützen solcher Inhalte.

Mietdienste

Viele Benutzer downloaden Filme wie bei einem Videoverleih aus dem Internet auf einen Computer. Ermöglicht wird dies durch die Unterstützung von Windows Media DRM für zeitlich begrenzte Lizenzen. Dies bedeutet, dass von solchen Videodownloaddiensten Lizenzen erstellt werden können, die den Sehgewohnheiten der Benutzer gerecht werden, gleichzeitig jedoch sicherstellen, dass die Inhalte gemäß dem vom Inhaltsbesitzer vorgeschriebenen Verwendungszweck genutzt werden. Beispielsweise wäre es denkbar, dass Benutzer einen Film ausleihen, der zu einem beliebigen Zeitpunkt innerhalb von 30 Tagen abgespielt werden kann, der jedoch nach Beginn der Wiedergabe innerhalb eines Zeitraumes von 24 Stunden angeschaut werden muss.

Windows Media DRM 10 ermöglicht die Übertragung solcher Inhalte auf tragbare Geräte, wie z. B. Geräte mit Portable Media Center, die eine Wiedergabe von Videos unterstützen.

Video-on-Demand- und Pay-per-View-Filme

Windows Media DRM unterstützt schon seit geraumer Zeit Pay-per-View-Szenarios für die Wiedergabe auf Computern. Mit Windows Media DRM 10 wird diese Funktionalität auf Settopboxen ausgeweitet, sodass Inhalte neben der Wiedergabe auf einem Computer auch über ein Kabelnetz angesehen und lizenziert werden können.

Liveverwaltung digitaler Rechte (DRM): Erleben von Konzerten und Sportveranstaltungen in Echtzeit

Mit Windows Media DRM können Inhaltsbesitzer geschützte digitale Liveinhalte, wie z. B. Nachrichten, Rockkonzerte und wichtige Sportveranstaltungen, live über das Internet übertragen, ohne dass die Inhalte zuerst komprimiert und gespeichert werden müssen. So könnte beispielsweise eine Musikfirma Heimanwendern ein anpassbares Konzertpaket mit einer Auswahl an künftigen Auftritten anbieten. Nach Abschluss der Transaktion können Kunden die geschützten Liveauftritte durch Streaming in Echtzeit über das Internet miterleben.

Vorschau auf und Erwerben von Inhalten

Mithilfe von Windows Media DRM kann eine Einzelhandelswebsite Heimanwendern die Gelegenheit geben, sich Titel vor dem Kauf zuerst anzuhören. Eine denkbare Lösung wäre z. B., dass Benutzer sich zuerst auf der Website registrieren lassen und dann einen Titel downloaden, den sie sich zwei Mal anhören können. Wenn der Benutzer den Titel zum dritten Mal abspielen möchte, wird er direkt zur Website des Händlers umgeleitet, auf der eine Anleitung zum Erwerb des Titels angezeigt wird. Mit diesem Szenario können Inhaltsbesitzer im Internet für ihre Künstler und Alben werben und dabei Marketingkosten einsparen, während die Mailingliste ständig durch die Daten der registrierten Benutzer erweitert wird.

Eine Datei, unterschiedliche Lizenzen

Mit Windows Media DRM kann eine Einzelhandelswebsite Heimanwendern beim Erwerb von Inhalten eine Auswahl an unterschiedlichen Lizenzen bieten. Benutzer können einen Titel gegen eine geringe Gebühr beispielsweise einen Monat lang anhören. Gegen eine etwas höhere Gebühr können sie den Titel für einen unbegrenzten Zeitraum wiedergeben und ihn sogar auf ein tragbares Gerät übertragen. Wenn sich die Benutzer für die zweite Möglichkeit entscheiden, stellt der Windows Media-Rechte-Manager, der Lizenzserver von Windows Media DRM, eine Lizenz ohne Ablaufdatum aus, die ferner das Recht beinhaltet, die Datei auf einem tragbaren Audiogerät wiederzugeben.

Unternehmenspräsentationen: Schützen von vertraulichem Material

Ein Unternehmen kann vertrauliche digitale Medieninhalte, wie beispielsweise aufgezeichnete Unternehmenspräsentationen, mithilfe von Windows Media DRM schützen. Mitarbeiter, die nicht an einer Firmenbesprechung teilnehmen können, können sich eine aufgezeichnete Version dieses Treffens dann zu einem späteren Zeitpunkt ansehen. Da das Unternehmen aber verhindern möchte, dass die enthaltenen Informationen einem Konkurrenten bekannt werden, hat es die gestreamten Inhalte mithilfe von Windows Media DRM geschützt. Wenn die Mitarbeiter sich die Präsentation auf ihrem Computer ansehen, wird automatisch eine Lizenz für den einmaligen Gebrauch ausgestellt und das Streaming des Videos gestartet.

Fernstudium

Eine Universität kann Videos von Vorlesungen und Diskussionsrunden speichern und sie mit Windows Media DRM verschlüsseln, damit sie nach dem Erwerb einer Lizenz auf die Computer von Studenten gestreamt oder gedownloadet werden können. Wenn sich der Student anmeldet, wird eine Lizenz an seinen Computer gesendet. Die Universität verwendet die Lizenz als Anwesenheitsnachweis sowie zu Abrechnungszwecken.

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