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SDKs und Versionen von Windows Media DRM

Windows Media DRM ist ein End-to-End-System, das Inhaltsbesitzern und Dienstanbietern eine flexible Plattform für die sichere Verteilung digitaler Mediendateien bietet und so benutzerfreundlich ist, dass Benutzer das digitale Medienerlebnis richtig genießen können. Die Lösung für Windows Media DRM besteht aus Server- und Client-SDKs (Software Development Kits), mit denen die Entwicklung von Anwendungen möglich ist, die digitale Mediendateien schützen und wiedergeben können. Das Server-SDK wird unter dem Namen SDK für Windows Media-Rechte-Manager und das Client-SDK als Komponente des SDK für Windows Media Format lizenziert. Die neueste Version von Windows Media DRM umfasst Komponenten, die robuste Fähigkeiten zum Erwerben von und Zugreifen auf geschützte Inhalte auf tragbaren Geräten und Netzwerkgeräten bieten.

Anhand der im Folgenden zusammengestellten Informationen können Sie herausfinden, welche Technologien für Ihren Bedarf geeignet sind.



Welches SDK soll ich verwenden?

Mit dem SDK für Windows Media Format (dem Client-SDK) können Entwickler Clientanwendungen erstellen, die mit Windows Media verpackte Dateien wiedergeben können. Dieses SDK ermöglicht es Anwendungen, Lizenzen zu erwerben, zu sichern und wiederherzustellen und Sicherheitsaktualisierungen für ihre DRM-Komponenten auszustellen.

Softwareentwickler können den Windows Media-Geräte-Manager, ein weiteres Feature des SDK für Windows Media Format, verwenden, um das Übertragen verpackter Windows Media-Dateien vom Computer auf ein tragbares Gerät zu vereinfachen. Die Plattform für Windows Media DRM 10 bietet zwei neue Technologien, die die Wiedergabe auf tragbaren Geräten und Netzwerkgeräten ermöglichen. Ferner ist der Objektcode der Implementierung von Portable Device DRM, Version 1, ebenfalls ein Feature des Windows Media Embedded Product Adaptation Kit (PAK).

Funktion/ Dienst Wer Aktionen Technologien für Windows Media DRM
Verpacken von Inhalten Musikfirmen, Studios und Dienstanbieter Verschlüsseln komprimierter digitaler Medien SDK für Windows Media-Rechte-Manager
Hosten des Inhalts Händler und Dienstanbieter Hosten und Verteilen der digitalen Medieninhalte Server mit Windows Media oder Webserver
Lizenzaussteller Dienstanbieter Ausstellen von Lizenzen, Verfolgen von Transaktionen SDK für Windows Media-Rechte-Manager
Wiedergabe von Inhalten Anwendungsentwickler Wiedergabe geschützter digitaler Medien Windows Media DRM-Komponente im SDK für Windows Media Format
Wiedergabe auf tragbaren Geräten Hardwareentwickler Übertragen und Wiedergeben geschützter digitaler Medien Windows Media DRM 10 for Portable Devices, das Feature Windows Media-Geräte-Manager im SDK für Windows Media Format und Portable Device DMR, Version 1, das im Windows Media Embedded PAK lizenziert wurde
Wiedergabe auf Netzwerkgeräten Hardwareentwickler Wiedergabe digitaler Medien aus einer Remotequelle Windows Media DRM 10 for Network Devices

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Welche Version von Windows Media DRM benötige ich?

Mit einer Lizenz für die neueste Version des SDK für Windows Media-Rechte-Manager sind Sie in der Lage, die neueste Technologie zu verwenden, ohne die Möglichkeit der Abwärtskompatibilität zu verlieren. Ein Lizenznehmer für das SDK für Windows Media-Rechte-Manager 10 kann Lizenzen für alle früheren und neuen Versionen von Windows Media DRM (z. B. Version 1, Version 7, Version 7.1 und Version 9) ausstellen. Er kann ferner die neuesten Features implementieren, darunter Liveverschlüsselung und verbesserte Sicherheit.

Für Inhaltsanbieter stellt sich häufig die Frage, welche spezifische Version einer Lizenz für Windows Media DRM sie für bestimmte verpackte Inhalte ausstellen sollen. Eine Lizenz der Version 1 und eine Lizenz der Version 7 oder höher unterscheiden sich in Bezug auf den Grad des implementierbaren Schutzes und das Maß an Erreichbarkeit von Heimanwendern. Sie sollten die Kompromisse zwischen Inhaltsschutz und Erreichbarkeit (Reichweite) sorgfältig abwägen und dann entscheiden, welche Lizenz für Windows Media DRM ausgestellt werden soll:
  • Wenn Sie weiterhin mit Version 1 von Windows Media DRM arbeiten möchten, profitieren Sie von der größten Reichweite, können im Fall einer Gefährdung allerdings die zusätzlichen Schutzfunktionen Erneuerbarkeit und Sperrung nicht nutzen.

  • Wenn Sie eine erhöhtes Maß an Sicherheit wünschen und gleichzeitig eine große Bandbreite an Heimanwendern erreichen möchten, können Sie für alle Inhalte sowohl Lizenzen der Version 1 als auch der Version 9 implementieren. Allerdings wirkt sich jegliche in Version 1 offen gelegte Gefährdung auf die Sicherheit des Inhalts aus. Weitere Informationen zum Implementieren von Version 1 und Version 9 der Lizenzdienste finden Sie im folgenden Abschnitt.

  • Um das höchste Maß an Sicherheit zu erhalten, weisen Sie den Lizenzaussteller an, nur Lizenzen von Version 9 des Windows Media-Rechte-Managers auszustellen. In diesem Fall werden keine Lizenzen von Version 1 von Windows Media DRM ausgestellt. Bei dieser Maßnahme können Benutzer von Windows Media Player auf Apple Macintosh-Computern sowie auf Computern mit den Betriebssystemen Windows 95 und Windows NT 4.0 nicht auf die geschützten Inhalte zugreifen.

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Vergleich der Funktionen in verschiedenen Versionen von Windows Media DRM

  Windows Media DRM 1 Windows Media DRM 7.x und 9 Windows Media DRM 10
Veröffentlichungszeitplan April 1999 Januar 2003 2004
Betriebssysteme Windows 95, Windows 98, Windows NT 4.0, Windows 2000, Windows Millennium Edition, Windows XP und Mac OS 8.1 Windows 98, Windows 2000, Windows Millennium Edition und Windows XP Tragbare Geräte und Netzwerkgeräte, auf denen Windows XP oder ein Nicht-Windows-Betriebssystem ausgeführt wird
Unterstützung tragbarer Geräte Unterstützt SDMI-Geräte, Geräte ohne SDMI-Unterstützung und tragbare Medien Unterstützt SDMI-Geräte, Geräte ohne SDMI-Unterstützung und tragbare Medien Tragbare Audioplayer, Mobiltelefone, Settopboxen und DVD-Player, die die Wiedergabe mit Windows Media DRM unterstützen
Codecs Windows Media Audio 1, 2 und 7, Windows Media Video 7, Microsoft MPEG-4, Version 1 bis 3, ISO MPEG-4, Version 1, ACELP, Voxware, ATRAC-3 Windows Media Audio 1, 2, 7, 8, 9, 9 Professional und 9 Voice, Windows Media Video 7, 8, 9 und 9 Image, Microsoft MPEG-4, Version 1 bis 3, ISO MPEG-4, Version 1 und Windows Media Screen 7

Zusätzliche Sicherheitsfunktionen werden nur von DMO-Codecs unterstützt.
Windows Media Audio 1, 2, 7, 8, 9, 9 Professional und 9 Voice, Windows Media Video 7, 8, 9 und 9 Image, Microsoft MPEG-4, Version 1 bis 3, ISO MPEG-4, Version 1 und Windows Media Screen 7
Geschäftsregeln
  • Ablaufdatum
  • Unbegrenzte Wiedergabe
  • Übertragung an SDMI/Nicht-SDMI
  • Brennen auf CD
Wie oben, jedoch zusätzlich:
  • Ablaufdatum
  • Unbegrenzte Wiedergabe
  • Übertragung an SDMI/Nicht-SDMI
  • Brennen auf CD
  • Startzeit
  • Endzeit
  • Dauer
  • Begrenzte Operationen (Wiedergabe-, Übertragungsvorgänge)

* auf PCs unterstützt
Wie oben, jedoch zusätzlich:
  • Ablaufdatum
  • Unbegrenzte Wiedergabe
  • Brennen auf CD
  • Startzeit
  • Endzeit
  • Dauer
  • Begrenzte Operationen (Wiedergabe-, Übertragungsvorgänge)

*Alle Funktionen mit Ausnahme des Brennens auf CD werden auf tragbaren Geräten unterstützt
Benutzererlebnis Automatische Lizenzierung und Vorausübermittlung von nicht unterstützten Lizenzen. Benutzer müssen sich über die zusätzlich auszuführenden Schritte im Klaren sein.
  • Automatische Lizenzierung
  • Vorausübermittlung von Lizenzen
  • Sichern und Wiederherstellen von Lizenzen
  • Modale Dialoge in Playern
  • Lizenzverwaltung
  • Umfangreichere Gerätefunktionen
  • Übertragung abonnierter Inhalte auf Geräte
  • Beschleunigter Lizenzerwerb und schnellere Lizenzerneuerung
  • Wiedergabe geschützter Inhalte auf Netzwerkgeräten
Sicherheit Verschlüsselung der Inhalte und der Lizenz Verschlüsselung der Inhalte und der Lizenz, plus zusätzlich:
  • Individualisierung
  • Secure Audio Path (Windows Millennium Edition und Windows XP)
  • Sperrung des Players
  • Sperrung von Inhalten (Version 7.1 und höher)
  • Ausschluss des Players (Version 7.1 und höher)
  • Ausschluss der Komponente für geschützte Inhalte (Version 7.1 und höher)
Wie oben; darüber hinaus wurden die Sperrungs- und Ausschlussfunktionen auf tragbare Geräte und Netzwerkgeräte ausgeweitet.


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Wie implementiere ich sowohl Version 1 als auch Version 9 der Lizenzdienste?

Der Inhaltsheader von Version 9 kann gleichzeitig einen URL der Version 1 und einen URL der Version 9 enthalten, die den Client dann an den richtigen Lizenzserver weiterleiten. Ein früherer Player mit Version 1 des Windows Media-Rechte-Managers wird an einen Lizenzserver mit Version 1, ein Player mit Version 9 des Windows Media-Rechte-Managers dagegen an einen Lizenzserver mit Version 9 weitergeleitet, der über erweiterte Bestimmungen verfügt. Ein Inhaltsanbieter könnte stattdessen auch festlegen, dass der Benutzer seinen Player auf eine Version aktualisieren muss, die Version 9 des Windows Media-Rechte-Managers unterstützt, und den Client an die entsprechende Aktualisierungswebsite weiterleiten.

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