Change Management unter Volllast

Ausgangssituation

Als sich die beiden Firmengründer Fred Jung und Matthias Willenbacher 1996 bei einem Windkraft-Projekt in der Pfalz über den Weg liefen, war es ein Treffen unter Gesinnungsgenossen. Beide träumten davon, den Energiebedarf ganzer Nationen ohne Umweltverschmutzung zu decken. Dann ging alles ganz schnell: 1996 wurde die Jung & Willenbacher Windenergie GmbH gegründet – die Urahnin der heutigen Juwi AG. Waren es anfangs noch Windkraftprojekte kam drei Jahre später der Geschäftsbereich „Photovoltaik“ hinzu. Es folgten Bioenergie, Wasserkraft und Geothermie, energieeffizientes Bauen und Stromvermarktung. 2008 bezog das rasant wachsende Unternehmen in Wörrstadt das „energie-effizienteste Bürogebäude der Welt“. Heute beschäftigt Juwi in 15 Ländern mehr als 1.500 Mitarbeiter und zählt zu den weltweit renommiertesten Projektdienstleistern für erneuerbare Energien.

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Mit Dynamics AX haben wir die Chance, in einer Phase starken Wachstums und ständiger Veränderungen, mit begrenzten Kapazitäten eine konzernweit einheitliche Unternehmenssoftware einzuführen.*

Angelika Büker
Leiterin Change Management
Juwi AG

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Anforderungen


Die enorme Marktdynamik der letzten Jahre forderte die volle Aufmerksamkeit von Management und Belegschaft. Die neuen Marktchancen vor Augen, rückten Fragen der Organisation und Verwaltung lange Zeit in den Hintergrund. Wegen der steigenden Anforderungen entwickelte sich aus der Improvisation heraus eine bunte IT-Landschaft aus Standardanwendungen, selbstentwickelten Programmen, Datenbanken und Excel-Tabellen. „Uns fehlte eine transparente, einheitliche Datenhaltung. Doppeleingaben waren keine Seltenheit und viele Berichte zogen aufwendige Konsolidierungsläufe nach sich. Entsprechend hoch war die Belastung der Mitarbeiter“, blickt Angelika Büker, Leiterin Change Management bei der Juwi AG zu-rück. Um die anhaltend starke Expansion des Unternehmens mit zeitnahen Managementinformationen zu steuern, entschied Juwi Mitte 2010 ein ERP-System einzuführen. „Unser Geschäft ändert sich ständig. Für uns kam deshalb nur eine moderne, flexible Unternehmenssoftware infrage. Da wir nur über begrenzte Ressourcen verfügen, war es wichtig, dass sich das Projekt in mehrere Phasen gliedern lässt“, erklärt Angelika Büker. Nach einem umfassenden Auswahlverfahren entschied sich Juwi für Microsoft Dynamics AX. Der Zuschlag für die Unterstützung bei der Implementierung ging an den Microsoft-Partner Rödl & Partner GbR. „Dynamics AX passte als Microsoft Produkt zur Microsoft-geprägten IT-Landschaft. Rödl & Partner überzeugte uns mit der konkreten Projekterfahrung und dem Know-how, die für ein so komplexes Projekt unverzichtbar sind“, begründet Change Management-Leiterin Büker die Wahl.

Lösung

Schritt für Schritt soll Microsoft Dynamics AX in den nächsten Jahren in den rund 25 nationalen und internationalen Juwi-Gesellschaften eingeführt werden. Im Umfeld schnell wachsender Strukturen und Prozesse entfällt ein großer Teil des Implementierungsaufwands auf die Prozessoptimierung. „Unser Ziel ist es, alle ‚Juwis‘ in effizienten Prozessen zu verbinden. Hierzu müssen ganze Prozessketten neu definiert werden, um sie dann in Dynamics AX zu überführen. In einem Unternehmen, dessen Anforderungen sich permanent ändern, ist das nicht immer ganz einfach“, erläutert Hans Levasier, Projektleiter bei Rödl & Partner. Um der Dynamik Herr zu werden, wählte man eine an „Microsoft SureStep“ angelehnte Projektmethodik.

Der Startschuss für die erste Projektphase fiel im Januar 2011. Binnen eines halben Jahres gelang es, die „IT-Inseln“ der Juwi Holding AG abzulösen und in Dynamics AX zu überführen. Zudem galt es, einheitliche Datenstrukturen – wie etwa das globale Adressbuch – aufzubauen. Hinzu kamen spezielle Schnittstellen, etwa zur Business Intelligence-Lösung „B.O.A.R.D.“ oder für den Import der Projektzeiten aus der internen Leistungsverrechnung. Gemeinsam erarbeiteten die Projektteams Lösungen für fehlende Geschäftsprozesse.

Fazit

Pünktlich zum 1. Juli 2011 wechselte die Juwi Holding AG mit 45 Mitarbeitern auf Dynamics AX. „Der pünktliche Start war für uns ein wichtiger Meilenstein. Wir haben damit bewiesen, dass wir den Fahrplan einhalten. Das gab uns Rückenwind für die weitere Projektplanung“, betont Angelika Büker. Pünktlich zum Jahreswechsel 2011/ 2012 machte mit der Juwi Bio Service & Betriebs GmbH auch die erste operative Gesellschaft Bekanntschaft mit der neuen Unternehmenssoftware. Hier gelang es, den kompletten kaufmännischen Bereich mit Warenwirtschaft, Finanzbuchhaltung und Kostenrechnung umzustellen. Im nächsten Schritt wechseln die Geschäftsbereiche Solar- und Bioenergie mit der Zeiterfassung auf Dynamics AX. Der internationale Rollout in derzeit 15 verschiedenen Ländern wird den Abschluss des Großprojekts bilden.

Auch wenn auf dem Weg zur Konzernsoftware erst ein kleines Teilstück zurückgelegt ist, profitiert die Juwi AG bereits von Dynamics AX. „In der Holding arbeiten wir jetzt mit konsistenten Daten. Bei Wareneingängen werden die Buchungen automatisch erzeugt. Das erspart uns aufwendige manuelle Datenabfragen in Excel und sorgt für korrekte Zahlen“, freut sich Change Management-Leiterin Büker. Den Beratern von Rödl & Partner stellt sie ein gutes Zeugnis aus: „Bei der Umstellung waren mehr als 56.000 Datensätze aus unterschiedlichsten Quellen zu übernehmen, die vollständig und korrekt in Dynamics AX gebucht wurden. Rödl & Partner haben uns dabei bestens unterstützt.“ Zur vollen Entfaltung kommt das neue ERP-System allerdings erst, wenn alle Gesellschaften umgestellt sind.

This case study is for informational purposes only. MICROSOFT MAKES NO WARRANTIES, EXPRESS OR IMPLIED, IN THIS SUMMARY.
客户规模: Large Organization
行业: Power & Utilities; Power & Utilities
国家或地区: Germany
解决方案:
  • Microsoft Dynamics AX 2009
  • Microsoft Dynamics AX
组织机构简介: Die Wurzeln der Juwi AG reichen bis ins Jahr 1996 zurück. Heute zählt das Unternehmen mit Sitz in Wörrstedt zu den weltweit größten Projektdienstleistern im Bereich „erneuerbare Energien“. So plant und begleitet Juwi beispielsweise große Wind- und Solarparks. 2009 lag der Umsatz bei 600 Millionen Euro.