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SharePoint Server 2016

Microsoft SharePoint Server 2016 bietet Ihnen eine optimale Collaboration-Lösung mit u.a. effizientem Dokumentenmanagement — und dies unabhängig davon, ob Sie sich für SharePoint Server 2016 im Eigenbetrieb, als Onlineservice in der Microsoft Cloud oder für eine hybride Lösung entscheiden.

Für die Lizenzierung der gewünschten Lösung ist entscheidend, wie Sie SharePoint Server einsetzen und nutzen und welche Funktionalitäten Sie in Anspruch nehmen möchten.

Wie ist eine SharePoint Server 2016-Lösung zu lizenzieren?

SharePoint Server 2016-Lizenzierung

Das Lizenzmodell von SharePoint Server 2016 besteht aus zwei Komponenten:

  • Serverlizenzen für die Lizenzierung der Serversoftware sowie

  • Zugriffslizenzen, sogenannte Client Access Licenses (CALs), zur Lizenzierung der Zugriffe auf die Serversoftware.

Serverlizenz

Für jede ausgeführte Instanz von SharePoint Server ist eine separate Serverlizenz erforderlich. Dies gilt unabhängig davon, ob die Instanz in der physischen Betriebssystemumgebung oder in einer virtuellen Betriebssystemumgebung ausgeführt wird. Eine Instanz gilt dann als ausgeführt, wenn die Serversoftware in den Arbeitsspeicher geladen wurde und ihre Anweisungen ausgeführt werden.

Zugriffslizenz (Client Access License, CAL)

Zugriffe auf die SharePoint Server Software erfordern eine SharePoint Server-Zugriffslizenz. Diese Zugriffslizenz kann entweder einem zugreifenden Gerät oder einem zugreifenden Nutzer zugewiesen werden.

Geräte-CAL: Eine Geräte-CAL lizenziert ein Gerät für die Verwendung durch eine beliebige Anzahl von Nutzern, die von diesem Gerät aus auf Instanzen der Serversoftware zugreifen dürfen.

Nutzer-CAL: Eine Nutzer-CAL berechtigt einen bestimmten Nutzer zur Verwendung einer beliebigen Anzahl von Geräten, wie z.B. Firmen-PC, privater PC, Mobiltelefon etc., von welchen er auf die Serversoftware zugreifen darf.


Zugriffslizenzen sind versionsspezifisch. Das heißt, die Version der Zugriffslizenz muss entweder identisch mit der SharePoint Server-Version sein, die sich im Einsatz befindet oder es muss sich bei der Version der Zugriffslizenz um eine Nachfolgeversion des entsprechenden Servers handeln.

Beispiel: Eine SharePoint Server CAL 2013 berechtigt nicht zum Zugriff auf einen SharePoint Server 2016, wohl aber berechtigt eine SharePoint Server CAL 2016 zum Zugriff auf einen SharePoint Server 2013.

Nutzung zusätzlicher Leistungsmerkmale

Für den Zugriff auf SharePoint Server 2016 gibt es Standard und Enterprise CALs. Die Unterscheidung erfolgt nach den Funktionalitäten, auf die zugegriffen wird.

Standard CALs können alleine erworben werden, während Enterprise CALs immer nur zusätzlich zu einer Standard CAL erworben werden können.

  • SharePoint Server 2016 Standard CAL , entweder pro Nutzer bzw. pro Gerät lizenziert, ist erforderlich für den Zugriff auf Standardfunktionen von SharePoint Server 2016 wie Team- und Geschäftswebsites oder Suche nach Inhalten und Personen.

  • SharePoint Server 2016 Enterprise CAL , entweder pro Nutzer bzw. pro Gerät, lizenziert, ist erforderlich für den Zugriff auf Enterprisefunktionen von SharePoint Server 2016, wie Business Solutions inkl. Access Services und InfoPath Services sowie Business Intelligence-Funktionen inkl. Power View, PerformancePoint Services, Excel Services und Visio Services.

SharePoint Server CALs können einzeln oder als Bestandteil einer CAL-Suite lizenziert werden.

In der Core CAL Suite sind u. a. eine SharePoint Server Standard CAL und eine Windows Server CAL enthalten. Jede Enterprise CAL Suite beinhaltet alle Komponenten der Core CAL Suite und zusätzlich unter anderem eine SharePoint Server Enterprise CAL. Auch die Core CAL und Enterprise CAL Suite können pro Gerät oder pro Nutzer lizenziert werden.

Enterprise CAL Suite

Core CAL Suite

Windows Server CAL

Exchange Server Standard CAL

Lync Server Standard CAL

SharePoint Server Standard CAL

System Center Config Manager CML

System Center Endpoint Protection

Windows Server AD RMS CAL

Exchange Server Enterprise CAL

Lync Server Enterprise CAL

SharePoint Server Enterprise CAL

System Center Client Management Suite

Exchange Online Archiving

Wie sind Zugriffe externer Nutzer zu lizenzieren?

Im Gegensatz zu Mitarbeitern benötigen externe Benutzer für den Zugriff auf SharePoint Server 2016 keine CALs.
Zugriffe externer Nutzer sind mit der Serverlizenz SharePoint Server 2016 lizenziert. SharePoint Server CALs sind also nicht erforderlich, um externen Nutzern z.B. Zugriff auf eine Teamwebsite zu gewähren.

Was ist aber externer Nutzer?

Externe Nutzer sind Nutzer, die weder Angestellte des Lizenznehmers oder seiner verbundenen Unternehmen sind noch Vertragspartner oder Erfüllungsgehilfen vor Ort des Lizenznehmers oder seiner verbundenen Unternehmen.
Der Zugriff externer Nutzer auf die Unternehmensserver darf ausschließlich zugunsten des Lizenznehmers erfolgen, also z.B. für den Fall, dass ein externer Nutzer Zugriff auf Informationen und Inhalte erhält, die auf einer Teamwebsite zugänglich gemacht werden.

Hinweis: Anders verhält es sich mit den Zugriffen auf Windows Server, die sowohl für Mitarbeiter wie auch externe Nutzer lizenziert werden müssen. Verantwortlich für den Erwerb der erforderlichen CALs für externe Nutzer ist der Lizenznehmer des Windows Servers, auf den der Zugriff erfolgt. Alternativ zum Erwerb einzelner CALs pro Nutzer bzw. pro Gerät ist der Erwerb von Windows Server External Connector möglich, der eine beliebige Anzahl externer Nutzer pro physischem Server lizenziert.

Wie ist SharePoint Server 2016 in virtuellen Umgebungen zu lizenzieren?

Für jede ausgeführte Instanz von SharePoint Server 2016 ist eine separate Serverlizenz erforderlich. Das gilt unabhängig davon, ob die Instanz in der physischen Betriebssystemumgebung oder in einer virtuellen Betriebssystemumgebung ausgeführt wird.

Die Anzahl der virtuellen Instanzen pro Server kann durch die Kumulierung der Serverlizenzen erhöht werden.

Eine Instanz gilt als ausgeführt, wenn die Serversoftware in den Arbeitsspeicher geladen wurde und ihre Anweisungen ausgeführt werden. Solange sich die Serversoftware im Arbeitsspeicher befindet, gilt die Instanz als ausgeführt.

Grundsätzlich muss jede Volumenlizenz von SharePoint Server 2016 einem physischen Server zugewiesen werden und für mindestens 90 Tage zugewiesen bleiben. Auch ein Blade bzw. eine Hardware-Partition gelten dabei lizenzrechtlich als eigenständiger Server.

In bestimmten Szenarien wie zum Beispiel der optimierten Ressourcenauslastungen in virtualisierten Umgebungen kann es jedoch erforderlich sein, eine Lizenz häufiger zwischen Servern zu verschieben. Eine Lösung hierfür ist die sogenannte Lizenzmobilität.

Lizenzmobilität - Neuzuweisung einer Lizenz innerhalb einer Serverfarm

Grundsätzlich ist eine Neuzuweisung einer Lizenz nur nach Ablauf einer Frist von 90 Tagen zulässig. Wurden die SharePoint Server-Lizenzen mit Software Assurance erworben, besteht das Recht der Lizenzmobilität innerhalb einer Serverfarm. Das heißt, die Lizenzen können innerhalb der Serverfarm so oft wie nötig neu zugewiesen werden.

Was ist eine Serverfarm?

Eine Serverfarm besteht aus maximal zwei Rechenzentren, die physisch folgendermaßen angeordnet sind:

  • in einer Zeitzone, die maximal vier Stunden von der örtlichen Zeitzone des anderen Rechenzentrums entfernt ist (koordinierte Weltzeit, UTC, und nicht DST), und/oder

  • innerhalb der Europäischen Union (EU) und/oder der Europäischen Freihandelsassoziation (EFTA).

Jedes Rechenzentrum darf nur zu einer Serverfarm gehören. Sie sind berechtigt, ein Rechenzentrum von einer Serverfarm einer anderen Serverfarm neu zuzuweisen, jedoch nicht nur kurzzeitig (d. h. nicht innerhalb von 90 Tagen nach der letzten Zuweisung).

Die Vorteile der Cloud nutzen

Alternativ zur Lizenzierung von SharePoint Server 2016 für den Betrieb im eigenen Rechenzentrum können Sie den Service auch als Microsoft SharePoint Onlineservice lizenzieren, gehostet von Microsoft in der Microsoft Cloud.

SharePoint Online wird dabei über ein Nutzer-Abonnement lizenziert, der sogenannten User Subscription License, USL. Diese berechtigt nicht nur zur Nutzung des Service selbst, sondern auch zum Zugriff auf äquivalente Server im Eigenbetrieb. SharePoint Online ermöglicht damit eine unkomplizierte Erweiterung der Kapazitäten des eigenen Rechenzentrums oder eine SharePoint-Lösung nur für einen bestimmten Zeitraum, etwa um Projektgruppen aufzusetzen.

SharePoint Online kann gesondert oder zusammen mit Exchange Online und Skype for Business Online sowie Office 365 Pro Plus als Office 365 Suite lizenziert werden.