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Windows 10

Mit Windows 10 startet eine neue Generation des Windows-Betriebssystems. Unabhängig davon, ob es sich bei Ihrem Gerät um einen PC, ein Tablet, ein Smartphone, eine Xbox oder einfach nur ein intelligentes „Ding“ im Sinne von Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) handelt – das Betriebssystem ist eins.

Auch bei der Bereitstellung von Aktualisierungen geht Windows 10 neue Wege: Innovationen werden Ihnen nicht mehr im Abstand von Jahren als neue Windows-Version zur Verfügung gestellt - mit Windows 10 wandelt sich das Windows-Betriebssystem zu einem Service.

Mit Windows 10 wird das Windows-Betriebssystem zu einem Service. Das heißt, die Bereitstellung neuer Funktionalitäten erfolgt nun nicht mehr gebündelt als eigenen, neue Version, sondern sie werden dem Nutzer in kürzeren Abständen über kleiner Updates zur Verfügung gestellt.

Für die Bereitstellung (Deployment) von Windows 10 als Service gibt es drei Möglichkeiten: Current Branch, Current Branch for Business sowie Long Term Servicing Branch. Welche der drei Optionen ein Nutzer in Anspruch nehmen kann, variiert je nach Windows-Edition.

  • Current Branch (CB) für Privat- und Geschäftskunden: Neue Features werden unmittelbar und automatisch über Windows Update installiert (alle 2 bis 3 Monate), nachdem sie durch Nutzer von Windows Insider Preview Branch getestet und validiert wurden. Sicherheitsupdates und Hotfixes werden regelmäßig zur Verfügung gestellt.

  • Current Branch for Business (CBB) für Geschäftskunden: Unternehmen haben damit die Option, neue Features rund 8 Monate lang in ihrer individuellen Businessumgebung zu testen, bevor sie diese in der Produktivumgebung implementieren. Sicherheitsupdates und Hotfixes werden hingegen unmittelbar zur Verfügung gestellt. CBB-Kunden können Windows Update for Business oder Windows Server Update Service (WSUS) für eine Installation der CBB-Features nutzen und hierdurch die Updatebereitstellung im Unternehmen selbst kontrollieren.

  • Long Term Servicing Branch (LTSB) für Geschäftskunden: LTSB wurde primär für geschäftskritische Systeme (z. B. Luftfahrtkontrolle) konzipiert. Anders als bei CB und CBB wird hier nur alle 2-3 Jahre ein LTSB mit allen neuen Features von Microsoft definiert. Sie haben die Wahl, in diesem Rhythmus neue Features zu installieren oder auch einen LTSB-Aktualisierung zur Funktionserweiterung zu überspringen. Aktuelle Sicherheitsupdates und Hotfixes werden wie bei CBB unmittelbar geliefert. LTSB-Kunden erhalten neben dem 5-jährigen Mainstream-Support zusätzlich die Option auf zusätzliche 5 Jahre erweiterten Support. Die LTSB-Aktualisierung erfolgt grundsätzlich über WSUS.

Windows 10 Mobile Enterprise

Windows 10 Mobile Enterprise steht ausschließlich als Volumenlizenz zur Verfügung und bietet IT-Administratoren mehr Zeit, neue Features vor der Bereitstellung auf dem Gerät zu validieren. Updates können über Mobile Device Management (MDM) oder Windows Update for Business verwaltet werden. Geräte mit Windows Mobile Enterprise unterstützen außerdem eine unlimitierte Zahl von selbstsignierten Sideload-Apps, im Vergleich zu nur 20 bei Windows 10 Mobile-Geräten. Windows 10 Mobile Enterprise kann als eigenständige Gerätelizenz erworben werden oder als Bestandteil einer Nutzerlizenz von Windows 10 Enterprise E3/E5 in den Lizenzprogrammen Enterprise Agreement und MPSA. Diese Kunden können einen Registrierungsschlüssel herunterladen und bereitstellen, mit dem sie die zwei oben genannten Enterprise-Funktionalitäten aktivieren können.

Das Windows-Desktopbetriebssystem kann entweder als Einzelhandelspaket (Full Packaged Product, FPP), vorinstalliert auf der Hardware als OEM-Lizenz oder als Volumenlizenz erworben werden. Bei Einzelplatzlizenzen handelt es sich in der Regel um Volllizenzen, die einem Gerät zugewiesen werden.

Unter Volumenlizenzprogrammen haben Sie für eine Lizenzierung des Windows-Desktopbetriebssystem die Wahl zwischen folgenden beiden Optionen:

  • Windows-Upgradelizenz: Mit Ausnahme von Windows VDA ist das Windows-Desktop-Betriebssytem in den Volumenlizenzprogrammen nur als Upgradelizenz verfügbar. Deshalb muss grundsätzlich eine legale Basislizenz für ein qualifizierendes Desktopbetriebssystem vorliegen, auf die die Upgradelizenz aufgesetzt werden kann. Eine Liste der hierfür qualifizierenden Windows-Betriebssystemlizenzen kann den aktuellen Microsoft-Produktbestimmungen entnommen werden.

  • Virtual Desktop Access (VDA)-Abonnement: Sofern das Windows-Betriebssystem nicht lokal auf dem Gerät installiert, sondern über eine virtuelle Desktopinfrastruktur (VDI) bereitgestellt wird, besteht die Option der Lizenzierung in Form einer Abonnementlizenz. Es handelt sich dabei um Windows Virtual Desktop Access (VDA) pro Gerät. Diese Lizenz beinhaltet ein auf die Laufzeit des Abonnements befristetes Nutzungsrecht und beschränkt den Einsatz auf Bereitstellungsszenarios via VDI oder Windows To Go. Das Recht zur lokalen Installation des Windows-Betriebssystems auf dem lizenzierten Gerät wird hier also nicht gewährt.

Immer mehr Arbeitnehmer wünschen sich die Freiheit, nicht nur im Büro, sondern auch zu Hause oder unterwegs arbeiten zu können. Arbeiten mit jedem Gerät, unabhängig davon, ob es sich um einen PC, ein Tablet oder Smartphone handelt oder wem dieses Gerät gehört, ist der Schlüssel zur modernen Arbeitswelt. Nutzt ein Mitarbeiter mehr als nur ein Gerät, sollten Sie die Lizenzierung des Windows-Betriebssystems pro Nutzer in Betracht ziehen. Sie ermöglicht den Einsatz von Windows auf einer unbegrenzten Anzahl von Geräten, unabhängig davon, ob es sich hierbei um firmeneigene oder private Geräte handelt oder wo der Mitarbeiter das Gerät einsetzt.

Die Windows pro Nutzer-Lizenzierung gibt es in drei Nutzer-Abonnementvarianten (User Subscription Licenses, USLs)

Maßgebend für die Wahl der richtigen Lizenz sind folgende Aspekte:

  • Nutzt der zu lizenzierende Mitarbeiter ein dediziertes Gerät?

  • Ist er auch Hauptnutzer dieses Geräts?

  • Ist dieses Gerät bereits für Windows Professional in den Versionen 7, 8/8.1 oder 10 lizenziert?

Die Beantwortung dieser drei Fragen ist maßgebend für die Wahl der passenden Lizenz:

  • Windows 10 Enterprise E3 oder E5 pro Nutzer: Sie ist geeignet für Mitarbeiter, die Hauptnutzer eines Geräts sind, das bereits mit Windows 7, 8/8.1 bzw. 10 Pro bzw. Enterprise lizenziert ist.

  • Windows 10 Enterprise E3 oder E5 Add-On pro Nutzer: Sie ist geeignet für Mitarbeiter, die Hauptnutzer eines Geräts sind, das bereits für Windows, u.a. Virtualisierungsrechte und Microsoft Desktop Optimization Pack (MDOP) lizenziert ist.

  • Windows VDA pro Nutzer: Sie ist geeignet für Mitarbeiter, die nicht über ein dediziertes Gerät als Hauptnutzer oder über ein Gerät verfügen, das nicht bereits für Windows 7, 8/8.1 bzw. 10 Pro lizenziert ist.

Die Windows pro Nutzer-Lizenzierung ist unter den Volumenlizenzprogrammen Enterprise Agreement, und Microsoft Products & Services Agreement (MPSA) verfügbar. Windows 10 Enterprise E3/E5 pro Nutzer bietet dazu alle Software Assurance-Mehrwerte für Windows, u.a. Virtualisierungsrechte und Microsoft Desktop Optimization Pack (MDOP).

Windows 10 Enterprise E3 und Windows 10 Enterprise E5 werden automatisch mit Software Assurance lizenziert.

Software Assurance (SA) für Windows ermöglicht Ihnen den flexiblen Einsatz des Windows-Betriebssystems. Dank SA haben Sie beispielsweise die Option, bis zu vier zusätzliche virtuelle Instanzen des Betriebssystems auf dem lizenzierten Gerät zu nutzen beziehungsweise das Windows-Betriebssystem zentral über eine virtuelle Desktopinfrastruktur (VDI) bereitzustellen.

Darüber hinaus bietet die Abonnementlizenz „Windows 10 Enterprise E3/E5 pro Nutzer“ lizenzierten Nutzern das Recht, Windows 10 Enterprise von jedem beliebigen Gerät zu nutzen – innerhalb und außerhalb des Unternehmens.

Neu bei Windows 10 ist der Wandel von Microsoft Desktop Optimization Pack (MDOP) zu einem integralen Bestandteil von Software Assurance für Windows. Damit ist MDOP bereits in SA für Windows 10 Enterprise inkludiert und nicht mehr optional für Windows SA-Kunden zu lizenzieren.

Software Assurance ist auch für Windows Enterprise als Service der maßgebende Faktor. Nur Software Assurance ermöglicht den Zugriff auf neue Funktionen über die Deployment-Prozesse Current Branch, Current Branch for Business oder Long Term Servicing Branch.

Software Assurance ist exklusiv unter Volumenlizenzprogrammen verfügbar.

MehrwertBeschreibung
Zugriff auf zukünftige FeaturesDer Zugang zu den Deployment-Optionen Current Branch, Current Branch for Business und Long-Term Servicing Branch erfordert für Windows 10 Enterprise die Lizenzierung mit SA.
Windows Virtual Desktop Access (VDA)-RechteWindows Virtual Desktop Access (VDA)-Rechte ermöglichen Ihnen den Zugriff auf virtuelle Instanzen des Windows-Desktopbetriebssystems. Sie erhalten damit die Option, eine Vielzahl an Einsatzszenarios lizenzrechtlich unkompliziert abzubilden.
Windows To GoWindows To Go ist eine technische Lösung, die es ermöglicht, eine vollständige Version seines Unternehmensdesktops mit Windows 10 Enterprise-Edition über einen USB-Stick zu starten und zu nutzen. Windows To Go bietet die Möglichkeit, Windows 10 Enterprise auf lizenzierten Geräten zu nutzen, wenn diese pro Gerät bzw. pro Nutzer lizenziert sind.
Windows Thin PCBei Windows Thin PC handelt es sich um eine kleiner dimensionierte, Windows-basierte Betriebssystemlösung für Kunden, die ihre vorhandenen Windows 10-fähigen PCs zu Thin Clients umwidmen möchten, um eine Verbindung mit einem zentral bereitgestellten Windows-Desktopbetriebssystem herzustellen, ohne neue Thin Client-Hardware oder eine VDA-Lizenz erwerben zu müssen. Dieses Recht besteht exklusiv für Software Assurance-Kunden.
Microsoft Desktop Optimization Pack (MDOP)Das Microsoft Desktop Optimization Pack (MDOP) beinhaltet sechs innovative Technologien, um das Desktopmanagement beispielsweise durch Tools zur Verwaltung und Diagnose zu vereinfachen.