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Exchange Server 2016

Microsoft Exchange Server 2016 bietet Ihnen eine optimale Lösung zur effizienten E-Mail-Kommunikation in Unternehmen jeglicher Größe. Profitieren Sie zusätzlich von mehr Sicherheit und Kontrolle für Ihre Organisation, unabhängig davon, ob Sie sich für Exchange Server 2016 im Eigenbetrieb, für Online Services in der Microsoft Cloud oder für eine hybride Lösung entscheiden.

Für die Lizenzierung der gewünschten Lösung ist entscheidend, wie Sie Exchange Server einsetzen und nutzen und welche Funktionalitäten Sie in Anspruch nehmen möchten.

Wie ist eine Exchange Server 2016-Lösung zu lizenzieren?

Exchange Server 2016-Lizenzierung

Das Lizenzmodell von Exchange Server 2016 besteht aus zwei Komponenten:

  • Zum einen werden Serverlizenzen für die Lizenzierung der Serversoftware benötigt sowie

  • Zugriffslizenzen, sogenannte Client Access Licenses (CALs), zur Lizenzierung der Zugriffe auf die Serversoftware. Diese Zugriffslizenzen können Sie entweder einem Gerät (Geräte-CAL) oder einem Nutzer (Nutzer-CAL) zuweisen.

Serverlizenz

Exchange Server 2016 gibt es in den Editionen Standard und Enterprise. Die Funktionalität von Exchange 2016 Standard und Enterprise ist identisch, die Editionen unterscheiden sich nur hinsichtlich der Skalierbarkeit, d.h. darin, wie viele Postfachdatenbanken sie unterstützen.

Die Standard Edition von Exchange Server 2016 unterstützt bis zu 5 Postfachdatenbanken, die Enterprise Edition von Exchange Server 2016 bis zu 100 Postfachdatenbanken und ist damit für größere Organisationen konzipiert.

Für jede ausgeführte Instanz von Exchange Server ist eine separate Serverlizenz erforderlich. Dies gilt unabhängig davon, ob die Instanz in der physischen Betriebssystemumgebung oder in einer virtuellen Betriebssystemumgebung ausgeführt wird. Eine Instanz gilt dann als ausgeführt, wenn die Serversoftware in den Arbeitsspeicher geladen wurde und ihre Anweisungen ausgeführt werden.

Zugriffslizenzen (Client Access License, CAL)

Zugriffe auf die Exchange Server-Software erfordern eine Exchange Server-Zugriffslizenz. Diese CAL kann entweder einem zugreifenden Gerät oder einem zugreifenden Nutzer zugewiesen werden.

  • Geräte-CAL: Eine Geräte-CAL lizenziert ein Gerät für die Verwendung durch eine beliebige Anzahl von Nutzern, die von diesem Gerät aus auf Instanzen der Serversoftware zugreifen dürfen.

  • Nutzer-CAL: Eine Nutzer-CAL berechtigt einen bestimmten Nutzer zur Verwendung einer beliebigen Anzahl von Geräten, wie z.B. Firmen-PC, privater PC, Mobiltelefon etc., von welchen er auf die Serversoftware zugreifen darf.

Zugriffslizenzen sind versionsspezifisch. Das heißt, die Version der Zugriffslizenz muss entweder identisch mit der Exchange Server-Version sein, die sich im Einsatz befindet, oder es muss sich bei der Version der Zugriffslizenz um eine Nachfolgeversion des entsprechenden Servers handeln.

Beispiel: Eine Exchange Server CAL 2013 berechtigt nicht zum Zugriff auf einen Exchange Server 2016, wohl aber berechtigt eine Exchange Server CAL 2016 zum Zugriff auf einen Exchange Server 2013.

Nutzung zusätzlicher Funktionalitäten

Ebenso wie bei der Serverlizenz gibt es auch bei den Zugriffslizenzen von Exchange Server 2016 zwei Editionen, nämlich Standard und Enterprise. Die Editionen der Serverlizenzen stehen jedoch in keinem Zusammenhang mit den Editionen der CALs. Während die Editionen der Serverlizenz sich auf die Skalierbarkeit beziehen, unterscheiden sich Exchange Server Standard CAL und Exchange Server Enterprise CAL in den Leistungsmerkmalen des zu betreibenden Exchange Server-Produkts.

Mit anderen Worten: Jede CAL-Edition berechtigt zum Zugriff auf jede Server-Edition.

  • Exchange Server 2016 Standard CAL, entweder pro Nutzer bzw. pro Gerät lizenziert, ist erforderlich für den Zugriff auf Standard-Funktionalitäten von Exchange Server 2016 wie z.B. E-Mail, Kalender und Kontakte.

  • Exchange Server 2016 Enterprise CAL, entweder pro Nutzer bzw. pro Gerät, lizenziert, ist erforderlich für den Zugriff auf Enterprise-Leistungsmerkmale von Exchange Server 2016 wie Unified Messaging mit Voicemail-Funktion, Exchange Online Protection für den erweiterten Schutz vor Viren und Spam, integrierte Archivierungsfunktionalität und Schutz vor Datenverlust.

    Enterprise CALs setzen grundsätzlich eine Standard CAL voraus und können damit nur als Add-on lizenziert werden.

Exchange Server CALs können einzeln oder als Bestandteil einer CAL Suite lizenziert werden.

In der Core CAL Suite ist u.a. eine Exchange Server Standard CAL und eine Windows Server CAL enthalten. Jede Enterprise CAL Suite beinhaltet alle Komponenten der Core CAL Suite und zusätzlich unter anderem eine Exchange Server Enterprise CAL.

Enterprise CAL Suite

Core CAL Suite

Windows Server CAL

Exchange Server Standard CAL

Skype for Business Server Standard CAL

SharePoint Server Standard CAL

System Center Config Manager CML

System Center Endpoint Protection

Windows Server AD RMS CAL

Exchange Server Enterprise CAL

Skype for Business Server Enterprise CAL

SharePoint Server Enterprise CAL

Exchange Online Archiving

Advanced Threat Analytics

Hinweis: Bei der Exchange Online-Archivierung handelt es sich um eine Cloud-basierte Archivierungslösung, mit der Sie die Herausforderungen von Archivierung, Compliance, Vorschriften und eDiscovery bewältigen können. Die Exchange Online-Archivierung wird auf weltweit verteilten, redundant ausgelegten Servern von Microsoft gehostet und mit IT-Telefonsupport rund um die Uhr angeboten.

Anstelle von Exchange Server CALs können auch nutzerbasierte Exchange Online- oder Office 365 Enterprise-Pläne für den Zugriff auf Exchange Server 2016 verwendet werden.

Outlook Desktop-Anwendung

Eine Exchange Server CAL beinhaltet kein Nutzungsrecht für die E-Mail-Desktopanwendung Microsoft Outlook. Outlook kann im Rahmen einer Office-Suite wie Office 365 ProPlus oder Office Professional Plus 2016 erworben werden.

Für die Nutzung bestimmter Enterprise-Funktionen von Exchange Server 2016 wie das persönliche Archiv ist Outlook aus Office 365 ProPlus oder Office Professional Plus erforderlich. Mit Outlook aus einer anderen Office-Suite wie Office Standard kann diese Funktionalität nicht genutzt werden.

Wie sind Zugriffe externer Nutzer zu lizenzieren?

Für die Nutzung von Standard-Funktionen durch externe Nutzer sind keine Exchange Server CALs erforderlich. Das heißt, die Zugriffsrechte auf Exchange-Standardfunktionen für externe Nutzer sind in der Exchange Server 2016-Serverlizenz enthalten.

Was ist ein externer Nutzer? Externe Nutzer sind Nutzer, die weder Angestellte des Lizenznehmers oder seiner verbundenen Unternehmen sind noch Vertragspartner oder Erfüllungsgehilfen vor Ort des Lizenznehmers oder seiner verbundenen Unternehmen.

Greift ein externer Nutzer jedoch auf Enterprise-Leistungsmerkmale wie z.B. Informationsschutz und Compliance oder Archivierung zu, so ist dieser Zugriff nicht von der Exchange Server 2016-Serverlizenz gedeckt. In diesem Fall ist eine Exchange Server Standard CAL + Exchange Server Enterprise CAL erforderlich.

Hinweis: Anders verhält es sich mit den Zugriffen auf Windows Server, die sowohl für Mitarbeiter wie auch externe Nutzer lizenziert werden müssen. Verantwortlich für den Erwerb der erforderlichen CALs für externe Nutzer ist der Lizenznehmer des Windows Servers, auf den der Zugriff erfolgt.

Wie ist Exchange in virtuellen Umgebungen zu lizenzieren?

Eine Exchange Server-Lizenz berechtigt zum Ausführen einer Instanz der Exchange Server-Software auf dem lizenzierten Server, entweder in einer physischen oder virtuellen Betriebssystemumgebung.

Die Anzahl der virtuellen Instanzen pro Server kann durch die Kumulierung der Serverlizenzen erhöht werden.

Eine Instanz gilt als ausgeführt, wenn die Serversoftware in den Arbeitsspeicher geladen wurde und ihre Anweisungen ausgeführt werden. Solange sich die Serversoftware im Arbeitsspeicher befindet, gilt die Instanz als ausgeführt.

Grundsätzlich muss jede Volumenlizenz von Exchange Server 2016 einem physischen Server zugewiesen werden und für mindestens 90 Tage zugewiesen bleiben. Auch ein Blade bzw. eine Hardware-Partition gelten dabei lizenzrechtlich als eigenständiger Server.

Lizenzmobilität - Neuzuweisung einer Lizenz innerhalb einer Serverfarm

Grundsätzlich ist eine Neuzuweisung einer Lizenz nur nach Ablauf einer Frist von 90 Tagen zulässig. Wurden die Exchange Server-Lizenzen mit Software Assurance erworben, besteht das Recht der Lizenzmobilität innerhalb einer Serverfarm. Die Lizenzen können innerhalb der Serverfarm so oft wie nötig neu zugewiesen werden.

Was ist eine Serverfarm?

Eine Serverfarm besteht aus maximal zwei Rechenzentren, die physisch folgendermaßen angeordnet sind:

  • In einer Zeitzone, die maximal vier Stunden von der örtlichen Zeitzone des anderen Rechenzentrums entfernt ist (koordinierte Weltzeit, UTC, und nicht DST), und/oder

  • Innerhalb der Europäischen Union (EU) und/oder der Europäischen Freihandelsassoziation (EFTA).

Jedes Rechenzentrum darf nur zu einer Serverfarm gehören. Sie sind berechtigt, ein Rechenzentrum von einer Serverfarm einer anderen Serverfarm neu zuzuweisen, jedoch nicht nur kurzzeitig (d. h. nicht innerhalb von 90 Tagen nach der letzten Zuweisung).

Als Alternative können Sie Exchange Server als Online Service lizenzieren.

Alternativ zur Lizenzierung von Exchange Server 2016 für den Betrieb im eigenen Rechenzentrum können Sie den Service auch als Microsoft Exchange Service lizenzieren, gehostet von Microsoft in der Microsoft Cloud.

Exchange Online wird dabei über ein Nutzer-Abonnement lizenziert, der sogenannten User Subscription License, USL. Diese berechtigt nicht nur zur Nutzung des Online Service selbst, sondern auch zum Zugriff auf äquivalente Server im Eigenbetrieb. Exchange Online ermöglicht damit hybride Szenarien und eine unkomplizierte Erweiterung der Kapazitäten des eigenen Rechenzentrums.