Wenn Unternehmen ihr System skalieren wollen, müssen sie auf die großen Unterschiede zwischen lokalen und Cloudlösungen achten. Auf diese Fakten kommt es an:
Lokal
Wenn die lokale Infrastruktur die wachsende Arbeitslast nicht mehr bewältigen kann, ist es Zeit für eine Skalierung. Dabei werden Ressourcen wie neue Hardware und Software hinzugefügt sowie Arbeitsspeicher und Rechenleistung erweitert. Die Erweiterung der Rechenressourcen setzt Geld, Arbeit, Fachwissen, Neuanschaffungen, Hardware, Software, Überwachungssysteme und einen hohen Zeitaufwand voraus. Wenn Nachfragespitzen zudem nur von kurzer Dauer sind, machen sich die Ausgaben nicht bezahlt.
Cloud
Beim Cloudspeicher müssen keine vollbeladenen Serverracks bereitgestellt werden. In der Cloud können Unternehmen Workloads bedarfsgerecht auf der Basis bestimmter Kennzahlen skalieren und dabei auf integrierte Funktionen zurückgreifen. Einige Klicks genügen schon. Mit dieser Option lassen sich Workloads vertikal, horizontal und sogar automatisch skalieren. Dank der Flexibilität gehen die Gemeinkosten, die durch die manuelle Überwachung und Skalierung von Ressourcen verursacht werden, drastisch zurück.
5. Zuverlässigkeit
Der Serverzugriff muss vor allem schnell und zuverlässig erfolgen und gleichzeitig ein positives Nutzererlebnis bieten. Wie zuverlässig lokaler bzw. cloudbasierter Speicher ist, hängt von diesen Überlegungen ab:
Lokal
Einigen Unternehmen gefällt die lokale Lösung, weil die Mitarbeiter vor Ort keine Internetverbindung für den Speicherzugriff benötigen. Der Speicher ist vollständig verfügbar, ohne dass sich Unternehmen Sorgen um die Verbindungsqualität machen müssen. Aber: Wenn alle Daten auf dem lokalen Server gespeichert sind, haben nur Mitarbeiter im Büro Zugriff darauf. Das schließt die vielen Remotearbeitskräfte in diesen Zeiten aus. Darüber hinaus verbraucht eine lokale Lösung Strom und benötigt eine Notstromversorgung (z. B. einen Generator) sowie ein Speichersicherungssystem. Es kommen also weitere Kosten hinzu.
Cloud
Beim Cloudspeicher kommt es auf eine schnelle und stabile Internetverbindung an. Wenn keine Verbindung besteht, ist kein Datenzugriff möglich, und eine langsame Verbindung kann frustrierend sein. Ein Verbindungsausfall kann den Geschäftsbetrieb verlangsamen und zu Produktivitätseinbrüchen führen. Vor dem Umstieg auf Cloudspeicher muss also erst die Qualität der Internetverbindung sichergestellt sein. Viele entscheiden sich für eine Reserve-Internetverbindung, wenn alle (oder der Großteil) der Workloads in der Cloud liegen.
6. Datensicherung
Die Notfallwiederherstellung kann zum schlimmsten Albtraum eines Unternehmens werden. Wie eine Studie zeigt, ist etwa die Hälfe aller Unternehmen nicht auf eine Notfallwiederherstellung vorbereitet. Hier sehen wir, wie die lokale Lösung im Vergleich zur Cloudlösung abschneidet:
Lokal
Bei lokalen Speichersystemen werden die Daten auf einem internen Server gespeichert. Das bedeutet, dass Unternehmen einem größeren Risiko von Datenverlusten ausgesetzt sind. Dennoch bleiben viele Unternehmen bei ihrem lokalen Speicher, buchen jedoch zum Schutz vor Datenverlusten einen externen Sicherungsdienst hinzu. 80 % der Unternehmen, die lokale Server einsetzen, setzen zumindest einen Teil ihrer Datenschutzstrategie mithilfe der Cloud um (siehe Punkt 9).
Cloud
Ein zuverlässiger Cloudspeicheranbieter bietet Unternehmen viele Funktionen zur Vermeidung von Datenverlusten, einschließlich integrierter Redundanz, Failover, Sicherung, automatische Protokollierung und Überwachung. So verkürzt sich auch die Wiederherstellungszeit im Vergleich zu lokalen Lösungen.
7. Ortsunabhängiger Zugriff (über die App für Mobilgeräte, Browser oder PC)
Wie Unternehmen den Remotezugriff und den Zugriff per Mobilgerät bereitstellen wollen, ist entscheidend für die Wahl der passenden Option. Hier finden Sie einige Überlegungen für den cloudbasierten bzw. lokalen Zugriff auf Informationen:
Lokal
Wenn die meisten Benutzenden im selben Büro und nur selten von unterwegs arbeiten, könnte ein lokaler Server eine gute Wahl sein, da der ortsunabhängige Zugriff über die Cloud eher keine Rolle spielt. Auch wer häufig mit großen Dateien oder Videos arbeitet, kann sie vor Ort aufbewahren, um die Upload- und Downloadzeiten kurz zu halten. (Beim Einsatz eines VPNs ist aber zu beachten, dass unvorhergesehene Ereignisse, wie z. B. Naturkatastrophen oder COVID-19, einen plötzlichen Umstieg auf Remotearbeit nach sich ziehen können. Dann wäre das VPN-System überfordert.)
Cloud
Der Cloudspeicher bietet Konzepte wie den virtuellen Desktop. Dabei können die Mitarbeiter über einen Cloudserver auf alle Büroprozesse zugreifen, solange eine Internetverbindung besteht. Diese praktische Erwägung macht die Cloud zu einer guten Wahl für Mitarbeiter, die häufig von zu Hause oder unterwegs arbeiten, da sie nicht mehr auf ein VPN angewiesen sind.
Cloudserver eignen sich auch sehr gut für den Betrieb von Anwendungen, die immer verfügbar sein müssen. Darüber hinaus ermöglicht die Cloud die einfache Dateifreigabe, Zusammenarbeit in Echtzeit und einfache Versionskontrolle. Hinzu kommt die differenzielle Synchronisierung, die von einigen Cloudspeicheranbietenden bereitgestellt wird. Bei der Bearbeitung großer Dateien lassen sich damit die Uploadzeiten und die verbrauchte Bandbreite drastisch senken.
8. Integration von Apps und älteren Systemen
Viele Unternehmen, die sich nach Speicherlösungen umschauen, verfügen über Anwendungsformate, die nicht ohne Weiteres auf andere Systeme übertragbar sind. Aus diesem Grund geben 84 % der befragten Unternehmen an, dass die Integration bei der Modernisierung ihrer Anwendungen an erster Stelle steht. Manche wollen bestimmte Daten vollständig intern hosten, während andere auf die Cloud setzen. Was ist die beste Lösung? Das hängt von der Situation im Unternehmen ab:
Lokal
Wenn ältere Branchenanwendungen verwendet werden, die direkt auf den lokalen Dateiserver zugreifen, und Unternehmen noch nicht ohne diese Software auskommen können oder wollen, müssen diese Altsysteme vorerst lokal weiterbetrieben werden – zumindest ein Teil davon (siehe Punkt 9, Hybridoption).
Cloud
Wenn Sie bereit für die Modernisierung der gesamten Infrastruktur sind, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, die reine Dateispeicherung hinter sich zu lassen und auf cloudbasierte Anwendungen umzusteigen. In diesem Fall trägt der Anbieter und nicht der Kunde die Kosten für Wartung, Implementierung und den Softwaresupport. Diese skalierbare und auf Mobilgeräte ausgerichtete Lösung bietet auch eine insgesamt bessere Nutzung der Ressourcen.
9. Eine Hybridlösung
Die Möglichkeit für Unternehmen, sowohl die Public Cloud als auch lokale Daten zu nutzen, kann die IT-Agilität verbessern und die Effizienz maximieren. In einer Hybridlösung können Daten und Anwendungen zwischen lokalen Servern und Public Clouds verschoben werden. Dadurch steigt die Flexibilität, und die Kunden erhalten weitere Bereitstellungsoptionen. Das bedeutet, dass die von Branchensoftware verwendeten Dateien lokal gehostet werden können, während die übrigen Dateien und Dokumente in die Cloud umziehen. Weitere Vorteile:
- Steuern: Unternehmen können eine private Infrastruktur für vertrauliche Ressourcen betreiben
- Flexibilität: Die zusätzlichen Ressourcen in der Public Cloud stehen bei Bedarf zur Verfügung
- Kosteneffizienz: Mit der Möglichkeit zur Skalierung in die Public Cloud können Si zusätzliche Rechenleistung nach Bedarf hinzukaufen
- Einfachheit: Der Umstieg in die Cloud muss niemanden überfordern, da die Migration der einzelnen Workloads stufenweise über einen längeren Zeitraum erfolgen kann
Während eine Hybridlösung für einige Unternehmen das „Beste aus beiden Welten“ zu sein scheint, eignet sie sich in Wirklichkeit aber nur als vorübergehende Lösung. Heute betreiben kleine und mittelständische Unternehmen bereits 43 % ihrer Workloads in der Public Cloud – Tendenz steigend. Angesichts dieser Zahlen kommen kleine und mittelständische Unternehmen mit unterbesetzten und überlasteten IT-Abteilungen kaum an den Vorteilen vorbei, die ihnen die vollständige Migration in die Cloud bieten würde.
Erfahren Sie mehr über Hybrid Cloud-Optionen für Unternehmen sowie über Komplettlösungen in der Public Cloud.
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