Memory in Azure AI Foundry: Agenten, die sich wirklich erinnern
Donnerstag, 27. November 2025
Mit der neuen Memory-Funktion im Foundry Agent Service hebt Microsoft die Arbeit mit KI-Agenten auf ein neues Niveau. Bisher waren viele Agenten letztlich vergesslich: Jeder Dialog startete bei Null, selbst wenn der Nutzer dieselben Informationen schon mehrfach geteilt hatte. Das ändert sich jetzt. Foundry führt ein integriertes, langfristiges Gedächtnis ein, das direkt in den Agent Service eingebettet ist – ohne zusätzliche Datenbanken, manuelle Workarounds oder komplexes Prompt-Handling.
Ein Agent, der nicht mehr vergisst
Memory ermöglicht es deinem Agenten, dauerhaft relevante Informationen über dich und eure Interaktionen zu speichern: Vorlieben, wiederkehrende Fakten, persönliche Einstellungen oder kondensierte Gesprächszusammenfassungen. Diese Informationen stehen ihm über Geräte, Sitzungen und Workflows hinweg zur Verfügung. Das Ergebnis ist eine Interaktion, die natürlicher wirkt, weniger redundant ist und auf echte Kontinuität setzt.
Schnell starten, sauber skalieren
Du kannst Memory direkt im Foundry-Portal mit einem Klick aktivieren. Für den Prototypen reicht die Standardkonfiguration. Möchtest du später Tausende oder Millionen von Erinnerungen verwalten, wächst der Dienst mit. Foundry setzt dabei auf moderne Methoden für Extraktion, Relevanzbestimmung und Personalisierung. Die API bleibt einheitlich, unabhängig davon, ob du die vollständig gemanagte Lösung verwendest oder künftig eigene Speicher einbringst.
Wie Memory im Hintergrund arbeitet
Die Funktionsweise folgt einem klaren Ablauf:
- Wichtige Informationen erkennen: Während einer Unterhaltung extrahiert der Dienst automatisch relevante Fakten und Präferenzen.
- Zusammenführen und Aufräumen: Dopplungen werden zusammengefasst, widersprüchliche Angaben bereinigt. Ziel ist ein präziser, effizienter Speicher.
- Erinnerungen abrufen: Bei Bedarf findet der Agent per Hybrid Search die passenden Einträge. Grundlegende Informationen werden bereits zu Gesprächsbeginn bereitgestellt.
- Auf deinen Anwendungsfall zugeschnitten: Über Parameter wie user_profile_details kannst du steuern, welche Themen besonders wichtig sind.
Fokus auf Qualität
Die Memory-Funktionen wurden mit umfangreichen Evaluationsmethoden entwickelt. Dafür nutzt Microsoft gezielt kuratierte Datensätze, die verschiedene Arten von Erinnerungsleistung prüfen – von Fakten über Präferenzen bis hin zu ihrer Anwendung in neuen Situationen. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Treue gegenüber früheren Gesprächen und einem konsistenten Verständnis der Nutzer. Interne Benchmarks zeigen, dass Agenten mit Memory deutlich bessere Ergebnisse erzielen als rein „stateless“ arbeitende Modelle.
Mit Memory werden Agenten persönlicher, effizienter und verlässlicher. Sie vermeiden wiederholte Rückfragen, behalten langfristige Ziele im Blick und gestalten den Dialog deutlich natürlicher. Gerade bei komplexeren Aufgaben, etwa Empfehlungen, Assistenz-Workflows oder mehrstufigen Prozessen, entsteht dadurch ein spürbarer Mehrwert.
Memory jetzt ausprobieren
Memory im Foundry Agent Service steht ab sofort als Public Preview bereit. Du kannst direkt im Foundry-Portal loslegen oder tiefer einsteigen: Dokumentation, Beispielprojekte und Sessions von der Ignite 2025 helfen beim Einstieg in die Entwicklung eigener kontextstarker Agenten.
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