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Microsoft Foundry: Neuerungen im Februar 2026
Der Februar 2026 bringt signifikante Erweiterungen für das Microsoft Foundry-Ökosystem. Im Fokus stehen die Integration neuer Frontier-Modelle, die Konsolidierung der Developer Tools durch den Release Candidate des Microsoft Agent Frameworks sowie die allgemeine Verfügbarkeit der zentralen REST-Schnittstelle.
Erweiterung des Modell-Portfolios
Das Angebot an verfügbaren Modellen wurde um spezialisierte Lösungen für Reasoning, Audio und Design erweitert:
- Claude 4.6 (Opus & Sonnet): Anthropic-Modelle sind nun als First-Party-Deployments verfügbar. Sie bieten ein Kontextfenster von 1 Million Token (Beta), adaptives Denken und automatische Kontext-Kompaktierung für lange Sessions.
- GPT-Realtime-1.5 & GPT-Audio-1.5: Diese Modelle zielen auf latenzarme Audio-Anwendungen ab. Sie bieten verbesserte Ausführung von Anweisungen sowie eine gesteigerte Genauigkeit bei alphanumerischen Transkriptionen.
- Grok 4.0 & 4.1 Fast: Während Grok 4.0 nun allgemein verfügbar (GA) ist, bietet die Variante 4.1 Fast in der Preview eine kosteneffiziente Lösung für hohen Durchsatz ohne Reasoning-Anforderungen.
- FLUX.2 Flex: Ein spezialisiertes Modell für textintensive Bilderzeugungen, optimiert für UI-Prototyping und Typografie.
Fortschritte im Agent Framework und Orchestrierung
Das Microsoft Agent Framework hat für Python den Status 1.0.0rc1 erreicht. Developer müssen beachten, dass dieser Release Candidate signifikante Änderungen umfasst, insbesondere bei der Handhabung von Credentials (Umstellung auf Azure Identity) und der Session-Verwaltung.
Neu eingeführt wurde die Durable Agent Orchestration. Durch die Kopplung von Azure Durable Functions mit SignalR können Agenten-Workflows erstellt werden, die über Tage hinweg auf menschliche Freigaben (Human-in-the-Loop) warten und Neustarts des Prozesses überdauern.
Plattform und Infrastruktur
Für Umgebungen mit strengen Anforderungen an die Datensouveränität steht nun Foundry Local zur Verfügung. Damit lassen sich große multimodale Modelle vollständig getrennt von der Cloud auf lokaler NVIDIA-Hardware betreiben, wobei die APIs konsistent zur Cloud-Oberfläche bleiben.
Zudem ist die Foundry REST API v1 nun allgemein verfügbar (GA). Dies umfasst Endpunkte für Chat-Completions, Embeddings, Dateien und Vektorspeicher. Die SDKs für Python, .NET, JS/TS und Java wurden in neuen Vorabversionen auf diese stabile REST-Basis umgestellt.
Tooling und Dokumentation
Das AI Toolkit für VS Code (v0.30.0) führt einen Tool-Katalog und den Agent Inspector ein, der End-to-End-Debugging mit Breakpoints und Echtzeit-Visualisierung ermöglicht. Die Dokumentation wurde um über 100 Artikel erweitert, unter anderem zu Themen wie Model Context Protocol (MCP) und Computer Use.
Mit der offiziellen Verfügbarkeit der REST-API v1 und dem Release Candidate des Agent Frameworks ist die technische Basis für den produktiven Einsatz von KI-Agenten und komplexen Workflows in Microsoft Foundry finalisiert. Entwickler sollten zeitnah auf die konsolidierten SDK-Versionen (2.0.0-beta/rc) migrieren, um von der stabilen API-Struktur zu profitieren.
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