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Offiziell verfügbar: Azure Copilot Observability Agent
Komplexe Cloud-Umgebungen erschweren zunehmend manuelle Betriebsaktivitäten. Die Zusammenführung von Telemetriedaten, Infrastruktursignalen und Plattformdaten ist notwendig, um verteilte Signale in strukturierte, evidenzbasierte Untersuchungsschritte zu überführen. Engineering-, SRE-, DevOps- und Betriebsteams stehen dabei oft vor der Herausforderung, relevante Probleme aus einer hohen Anzahl von Alarmmeldungen und Telemetrierauschen herauszufiltern.
Kontextbezogene Analysen statt reiner Alarmmeldungen
Der Azure Copilot Observability Agent ist ab sofort allgemein verfügbar (General Availability). Das Tool greift auf Daten aus Azure Monitor zu, um Untersuchungsworkflows von Anwendungen, Azure Kubernetes Service (AKS)-Umgebungen, virtuellen Maschinen (VMs), Foundry-Telemetrie sowie der zugrundeliegenden Infrastruktur zu konsolidieren. Ziel ist die Verringerung der mittleren Zeit bis zur Fehlerbehebung (Time-To-Mitigate, TTM).
Der Agent ermöglicht eine Untersuchung, die auf logischer Argumentation basiert. Anstatt manuelle Abfragen in Editoren oder Dashboards zu starten, analysiert die KI die Telemetrie, den Azure-Ressourcenkontext, die erkannte Topologie sowie benutzerdefinierte Anweisungen. Anhand dieser Daten werden Korrelationen und Änderungen ermittelt sowie die zugrundeliegenden Belege dokumentiert. Anwender können mittels natürlicher Sprache mit der Untersuchung beginnen und bei Bedarf tiefer in die Rohdaten einsteigen, wobei der Argumentationspfad erhalten bleibt.
In der Praxis kann der Agent nach einem Deployment verschiedene Alarme von Anwendungen, Datenbanken und Compute-Ressourcen um den betroffenen Dienst gruppieren. Er bestimmt den Beginn einer Regression, vergleicht Infrastrukturmetriken und überführt die Ergebnisse in ein Azure Monitor Issue. Die zuständigen Techniker können diese Beweise validieren, Kontext ergänzen und über Maßnahmen wie Rollbacks oder Code-Fixes entscheiden.
Nachvollziehbarkeit des Untersuchungsworkflows
Der Ansatz basiert auf einem strukturierten Workflow, der Hypothesen formuliert, Beweise sammelt, Signale nach Zeit, Umfang sowie Typ vergleicht und schwache Erklärungen ausschließt. Folgende Kernfunktionen stehen Teams zur Verfügung:
- Untersuchung von Vorfällen über AKS-Umgebungen, VMs, Foundry-Telemetrie und Plattformdaten hinweg.
- Korrelation zusammenhängender Signale zur Rauschreduzierung.
- Exploration von Telemetriedaten über natürliche Sprache bei gleichzeitiger Transparenz der Ursprungsdaten.
- Bereitstellung eines nachvollziehbaren Argumentationspfads inklusive ausgeschlossener Ursachen.
- Ausgabe von Handlungsempfehlungen vor der Umsetzung durch den Engineer.
Dieses Modell greift auch bei spezialisierten Szenarien wie Latenzen, Token-Spikes, Tool-Call-Fehlern, Agenten-Fehlern, Halluzinationen oder API-Ausfällen, sofern die entsprechenden Logs, Metriken, Traces und Activity-Logs vorliegen.
Integration, Governance und rollenbasierte Zugriffskontrolle
Da das System nativ mit Azure Monitor integriert ist, verbleiben Untersuchungen und Workflows in der gewohnten Umgebung. Die Erfassung erfolgt unter Azure Monitor Issues, die als gemeinsame Fallakte dienen.
Das Sicherheitsmodell nutzt die Identität des angemeldeten Benutzers sowie die Azure rollenbasierte Zugriffskontrolle (RBAC). Eingegebene Prompts und generierte Antworten werden nicht für das Training von Foundation-Modellen verwendet. Der Agent besitzt keine Berechtigung, eigenständig Ressourcen neu zu starten, Konfigurationen zu ändern oder Probleme autonom zu lösen.
Hintergrund-Triage in der Public Preview
Zusätzlich zur allgemeinen Verfügbarkeit des Agenten stehen autonome Operationen ab sofort in der öffentlichen Testphase (Public Preview) bereit. In diesem Modus analysiert das System Alarme im Hintergrund, korreliert zusammenhängende Meldungen desselben Vorfalls und erstellt selbstständig Azure Monitor Issues inklusive tiefergehender Analysen. Diese automatisierte Vorbereitung soll den Triage-Aufwand reduzieren. Die Letztentscheidung, Freigabe und Modifikation der Umgebung verbleibt vollständig in der Kontrolle der zuständigen Personen.
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