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Dokumentation
Offiziell verfügbar: Microsoft Agent Framework 1.0
Microsoft hat die Version 1.0 des Microsoft Agent Framework veröffentlicht. Damit erreicht das Framework, das die Grundlagen von Semantic Kernel mit den Orchestrierungsansätzen von AutoGen verbindet, den Status der allgemeinen Verfügbarkeit (General Availability). Die Version 1.0 ist für .NET und Python verfügbar und bietet stabile APIs sowie eine Zusage für langfristigen Support.
Kernfunktionen und Multi-Provider-Unterstützung
Das Framework ermöglicht die Erstellung einzelner Assistenten oder komplexer Multi-Agenten-Systeme. Es enthält native Service-Konnektoren für eine Vielzahl von Anbietern, darunter Microsoft Foundry, Azure OpenAI, OpenAI, Anthropic Claude, Amazon Bedrock, Google Gemini und Ollama. Über das Model Context Protocol (MCP) können Agenten zudem externe Tools dynamisch entdecken und nutzen. Der Agent-to-Agent-Standard (A2A) zielt auf die Zusammenarbeit zwischen Agenten ab, die in unterschiedlichen Frameworks ausgeführt werden.
Workflow-Management und Middleware
Für die Steuerung der Agenten bietet das Framework eine graphbasierte Workflow-Engine. Diese unterstützt deterministische Prozesse, Branches auf Basis von Bedingungen sowie parallele Ausführungen. Dank Checkpointing und Hydration können auch lang laufende Prozesse nach Unterbrechungen wieder aufgenommen werden. Eine Middleware-Pipeline erlaubt es, das Verhalten der Agenten durch Filter für Inhaltssicherheit, Protokollierung oder Compliance-Richtlinien zu erweitern, ohne die Prompts direkt anpassen zu müssen.
Speicherarchitektur und deklarative Definition
Das Agent Framework verfügt über eine austauschbare Speicherarchitektur. Unterstützt werden unter anderem der Foundry Agent Service, Redis, Neo4j und Mem0 für den Gesprächsverlauf sowie vektorbasierte Abfragen. Zudem können Instruktionen, Tools und die Orchestrierungstopologie deklarativ in YAML-Dateien definiert und über eine einzige API-Schnittstelle geladen werden.
Preview-Features und Migration
Zusätzlich zur stabilen Version 1.0 werden neue Funktionen als Preview bereitgestellt, darunter:
- DevUI: Ein lokaler Debugger zur Echtzeit-Visualisierung von Nachrichtenflüssen und Entscheidungen.
- Skills: Wiederverwendbare Pakete für strukturierte Domänenfähigkeiten.
- Harness-SDKs: Integrationen für GitHub Copilot und Claude Code als Agent-Harness innerhalb der Orchestrierung.
Für Teams, die bereits Semantic Kernel oder AutoGen nutzen, stehen Migrations-Assistenten zur Verfügung, die den Code analysieren und schrittweise Pläne für den Umstieg auf das Agent Framework erstellen.
Einsatz in Produktionsumgebungen
Mit der Stabilisierung der API-Oberfläche und der Unterstützung von Multi-Agenten-Mustern wie sequenziellen Abläufen, Gruppen-Chats oder Human-in-the-loop-Freigaben ist das Framework für den produktiven Unternehmenseinsatz ausgelegt.
Das Release 1.0 markiert den Wechsel von der Experimentierphase zu stabilen, abwärtskompatiblen Schnittstellen für komplexe KI-Anwendungen. Developer können nun auf eine gehärtete Basis für die Orchestrierung autonomer Systeme zurückgreifen.
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