Cloudnative Sicherheit hat mehrere zentrale Elemente, die zusammenarbeiten, um Anwendungen und Infrastrukturen zu schützen:
Container und Kubernetes-Sicherheit. Container verpacken Anwendungen und ihre Abhängigkeiten und ermöglichen so Portabilität und Skalierbarkeit von Anwendungen. Kubernetes orchestriert diese Container und verwaltet Bereitstellung und Skalierung. Die Sicherheit für Container und Kubernetes umfasst Imageprüfungen, Laufzeitüberwachung und den Schutz von Steuerungsebenen. Falsch konfigurierte Kubernetes-Cluster sind ein häufiger Angriffsvektor. Daher ist die Konfigurationsverwaltung entscheidend ist.
API-Sicherheit. Microservices kommunizieren über APIs, die geschützt werden müssen, um unbefugten Zugriff zu verhindern. API-Sicherheit umfasst Authentifizierung, Autorisierung und Ratenbegrenzung. API-Gateways bieten zentrale Steuerung und Überwachung und reduzieren so das Risiko der Offenlegung von Daten.
CNAPPs. CNAPP-Lösungen vereinen mehrere Sicherheitsfunktionen, einschließlich Cloud Security Posture Management (CSPM). Diese einheitlichen Plattformen bieten durchgängige Transparenz im gesamten Anwendungslebenszyklus und ermöglichen risikobasierte Priorisierung, konsistente Richtliniendurchsetzung sowie schnellere Erkennung auf Bedrohungen und entsprechende Reaktionen.
Compliance und Governance. Organisationen müssen sich an Standards zur
Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen wie die Datenschutz-Grundverordnung (
GDPR), den Health Insurance Portability and Accountability Act (HIPAA) und den Payment Card Industry Data Security Standard (PCI-DSS) halten. Automatisierte Compliance-Prüfungen und Berichte helfen dabei, die Übereinstimmung mit Standards sicherzustellen und das Risiko rechtlicher Strafen zu verringern.
KI-Workloads. KI-Modelle und -Datenpipelines bringen besondere Herausforderungen für die Cloudsicherheit mit sich. Der Schutz von Trainingsdaten, das Verhindern von Modellmanipulation und die Sicherstellung ethischer KI-Praktiken sind entscheidend. Sicherheitsmaßnahmen müssen sowohl die Vertraulichkeit als auch die Integrität von KI-Systemen berücksichtigen.
Clouddatensicherheit. Daten sind ein primäres Ziel für Angreifer. Verschlüsselung, Maskierung und Zugriffskontrollen schützen vertrauliche Informationen. Zur Datenbanksicherheit gehört, auf nicht autorisierte Abfragen zu überwachen und die richtige Konfiguration sicherzustellen.
Identitätsberechtigungen. Zu weitreichende Berechtigungen erhöhen das Risiko einer Kompromittierung. Tools für die Identitätsgovernance helfen dabei, das Prinzip der geringsten Rechte durchzusetzen und auf Anomalien zu überwachen. Angriffe durch Rechteausweitung sind in Cloudumgebungen üblich und machen die Identitätssicherheit zu einer Priorität.
Konsistenz des Multicloud-Sicherheitsstatus. Multicloud-Sicherheit ist für Organisationen relevant, die mehrere Cloudanbieter mit jeweils eigenen Tools und Konfigurationen für die Sicherheit nutzen. Konsistente Richtlinien in allen Umgebungen reduzieren die Komplexität und die Risiken.
Cloudnative Containersicherheit. Dies umfasst das Schützen von Containerregistrierungen, das Implementieren von Laufzeitsteuerungen und das Überwachen auf Sicherheitsrisiken in Containerimages.
Schutz von Cloudworkloads (CWPP). CWPP-Lösungen bieten Transparenz und Bedrohungserkennung für Workloads in verschiedenen Umgebungen, einschließlich virtueller Computer, Container und serverloser Funktionen.
Ein weiteres wichtiges Konzept sind die „vier C“ der cloudnativen Sicherheit. Jedes „C“ steht für eine der Ebenen, die abgesichert werden müssen, um einen Defense-in-Depth-Ansatz zu gewährleisten:
- Code – Anwendungscode und Infrastructure as Code (IaC), einschließlich Open-Source-Abhängigkeiten.
- Container – Containerimages und -laufzeiten.
- Cluster – Orchestrierungsplattformen wie Kubernetes.
- Cloud – die zugrunde liegende Cloudinfrastruktur, z. B. Netzwerke, virtuelle Computer, Speicher, Identitäten und Konfigurationen.
Microsoft Security folgen