Multi-Agenten-Entwicklung: Neue Möglichkeiten in Visual Studio Code
Montag, 09. Februar 2026
Mit der Version 1.109 baut Visual Studio Code seine Unterstützung für KI-Agenten deutlich aus. Der Fokus liegt darauf, dir eine einheitliche Umgebung zu bieten, in der du unterschiedliche Agenten parallel einsetzen und je nach Aufgabe flexibel steuern kannst.
Zentrale Steuerung aller Agenten
Im Zentrum steht die überarbeitete Ansicht für Agenten-Sessions. Dort siehst du alle laufenden Prozesse gebündelt, egal ob ein Agent direkt auf deinem Rechner arbeitet, im Hintergrund Aufgaben ausführt oder in der Cloud läuft. So kannst du zwischen interaktiver Zusammenarbeit und asynchronen, unbeaufsichtigten Aufgaben wechseln, ohne den Kontext zu verlieren. Während ein Agent beispielsweise eigenständig eine klar definierte Änderung umsetzt, kannst du mit einem anderen weiter explorativ am Code arbeiten oder Ergebnisse prüfen.
Mehr Auswahl bei den Agenten
Neu ist außerdem die direkte Nutzung von Claude- und Codex-Agenten neben GitHub Copilot. Beide lassen sich lokal oder – je nach Abo – auch als Cloud-Agenten betreiben. Claude basiert auf dem offiziellen Agenten-Framework von Anthropic, Codex ist bereits länger als lokaler Agent verfügbar. Alle Agententypen erscheinen in derselben Session-Übersicht. Dadurch kannst du Aufgaben gezielt delegieren, Ergebnisse vergleichen und abhängig von Arbeitsstil, Laufzeit und gewünschter Isolation entscheiden, welcher Agent gerade am besten passt.
Parallele Arbeit mit Subagenten
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Zusammenarbeit mehrerer Agenten untereinander. Subagenten übernehmen klar abgegrenzte Teilaufgaben, arbeiten in getrennten Kontexten und liefern nur ihre Resultate zurück. Das verhindert, dass eine einzelne Sitzung mit zu viel Zwischenwissen überladen wird. Neu ist, dass mehrere dieser Subagenten parallel laufen können. Du startest verschiedene Recherchen, Analysen oder Prüfungen gleichzeitig und bekommst schneller verwertbare Ergebnisse. Gleichzeitig erhältst du mehr Einblick darin, welche Teilaufgabe gerade von welchem Agenten bearbeitet wird.
Spezialisierte Rollen für Agenten
Ergänzt wird das durch die Möglichkeit, Agenten gezielt zu spezialisieren. Für unterschiedliche Rollen – etwa Recherche, Implementierung oder Sicherheitsprüfung – lassen sich eigene Konfigurationen mit passenden Werkzeugen und Anweisungen definieren. Über festgelegte Übergaben können daraus mehrstufige Abläufe entstehen, bei denen Ergebnisse systematisch von einem Agenten zum nächsten weitergereicht werden.
Offene Standards als Grundlage
Technisch öffnet sich VS Code dabei stärker für Standards. Mit MCP Apps können Werkzeuge nicht nur Text zurückgeben, sondern interaktive Oberflächen direkt im Chat darstellen, etwa Formulare oder visuelle Auswertungen. Zusätzlich stehen sogenannte Agent Skills zur Verfügung. Dabei handelt es sich um standardisierte, wiederverwendbare Fähigkeiten für bestimmte Fachgebiete wie Teststrategien oder API-Design, die über Erweiterungen verteilt werden können.
Eine Umgebung für dein Multi-Agenten-Setup
Insgesamt entwickelt sich VS Code damit zu einer zentralen Arbeitsumgebung für Multi-Agenten-Setups. Du kombinierst unterschiedliche Agententypen, lässt Teilaufgaben parallel bearbeiten, behältst alle Sessions im Blick und passt das Verhalten der Agenten über Erweiterungen und Standards an deinen Workflow an.
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