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winapp: Neue CLI vereinfacht die Windows-App-Entwicklung

Montag, 02. Februar 2026

Microsoft hat mit winapp eine neue Windows App Development CLI als öffentliche Preview vorgestellt. Das Open-Source-Tool richtet sich vor allem an Developer, die außerhalb von Visual Studio oder MSBuild arbeiten und Windows-Apps mit unterschiedlichen Frameworks und Toolchains erstellen. Dazu zählen unter anderem Electron, CMake, .NET, Rust oder Dart.

Ziel von winapp ist es, typische Hürden der Windows-Entwicklung in einer zentralen Kommandozeile zusammenzuführen. Statt mehrere SDKs zu verwalten, Manifeste manuell zu pflegen, Zertifikate zu erzeugen und komplexe Packaging-Schritte abzuarbeiten, bündelt die CLI diese Aufgaben in standardisierten Befehlen. Dadurch wird es deutlich einfacher, moderne Windows-APIs wie Windows AI APIs, Sicherheitsfunktionen oder Shell-Integrationen aus beliebigen Toolchains heraus zu nutzen.

Einheitliches Setup für Entwicklungsumgebungen

Mit einem einzigen Initialisierungsschritt kann winapp eine komplette Entwicklungsumgebung aufsetzen. Dazu gehören das Herunterladen benötigter SDKs, das Erzeugen von Manifesten und Assets, die Erstellung von Entwicklungszertifikaten sowie die Konfiguration von Abhängigkeiten. Für Teams oder CI/CD-Umgebungen lassen sich identische Zustände reproduzieren, etwa über Wiederherstellungsfunktionen oder vorbereitete Actions für GitHub und Azure DevOps.

Package Identity ohne vollständiges Packaging

Viele moderne Windows-Funktionen setzen eine sogenannte Package Identity voraus. Bisher bedeutete das häufig, eine App vollständig zu paketieren und zu installieren, nur um einzelne APIs testen zu können. winapp ermöglicht es, einer bestehenden ausführbaren Datei gezielt eine Debug-Package-Identity hinzuzufügen. Dadurch lassen sich APIs mit Identitätsanforderungen testen, ohne den gewohnten Debug- und Entwicklungsablauf zu unterbrechen.

Automatisierter Umgang mit Manifesten und Zertifikaten

Die CLI vereinfacht auch den Umgang mit appxmanifest-Dateien und Entwicklungszertifikaten. Manifeste können aus bestehenden Projekten oder Executables generiert und Assets automatisch aktualisiert werden. Entwicklungszertifikate lassen sich erstellen und lokal installieren, sodass Tests und Sideloading ohne zusätzliche manuelle Konfiguration möglich sind.

Vereinfachtes MSIX-Packaging

Für die Verteilung von Anwendungen übernimmt winapp das Erstellen und Signieren von MSIX-Paketen. Aus Build-Artefakten entstehen so mit wenigen Schritten installierbare Pakete, die sowohl für den Store als auch für das Sideloading geeignet sind.

Spezielle Unterstützung für Electron

Für Electron-Projekte steht winapp auch als npm-Paket zur Verfügung. Die CLI kann native Add-ons in C++ oder C# vorbereiten, die bereits für den Zugriff auf Windows App SDK und Windows SDK konfiguriert sind. Zudem lässt sich Package Identity direkt in laufende Electron-Prozesse injizieren, was das Debugging von Windows-APIs mit Identitätsanforderungen deutlich vereinfacht. Ergänzend entstehen experimentelle Node.js-Projektionen, um ausgewählte Windows-APIs, etwa aus dem Bereich Windows AI, direkt aus JavaScript heraus zu nutzen.

winapp befindet sich noch in einer frühen Phase, deckt aber bereits zentrale Szenarien der Windows-App-Entwicklung ab. Mit der öffentlichen Preview möchte Microsoft frühes Feedback sammeln und die Weiterentwicklung an den tatsächlichen Bedürfnissen der Community ausrichten.

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