
Mit der Veranstaltung „KI kann Justiz“ hat Microsoft gemeinsam mit hochrangigen Vertreter:innen aus Politik, Justiz, Wissenschaft und Praxis einen Raum für einen offenen, fundierten Austausch zur Rolle Künstlicher Intelligenz in der Justiz geschaffen. Das Event am 10. März in München stellte rechtliche und technische Rahmenbedingungen von KI im Einsatz in der Justiz in den Fokus und beleuchtete konkrete Perspektiven für den verantwortungsvollen Einsatz.
Den Auftakt bildeten die Begrüßung & Einführung sowie die Eröffnungskeynote von Michael Dorner, Head of Legal Microsoft Germany & Austria In seinem Beitrag ordnete er den Einsatz von KI in der Justiz in den größeren Kontext von Rechtsstaatlichkeit, Vertrauen und technologischer Verantwortung ein. Dabei betonte er die Bedeutung eines kontinuierlichen Dialogs zwischen Justiz, Politik, Wissenschaft und Technologieanbietern, um Innovationen verantwortungsvoll und praxisnah voranzubringen.
In der anschließenden Keynote „KI in der Justiz – Status & Perspektiven“ gab Amtschef Winfried Brechmann aus dem bayerischen Staatsministerium der Justiz einen strategischen Überblick über den aktuellen Stand und die zukünftige Entwicklung von KI-Anwendungen im Justizbereich. Er beleuchtete, wie KI als unterstützendes Instrument zur Effizienzsteigerung beitragen kann, ohne rechtsstaatliche Grundprinzipien aus dem Blick zu verlieren, und unterstrich die Bedeutung klarer rechtlicher Leitplanken und verantwortungsvoller Umsetzung.
Praxisnahe Ausführungen zu Technik und Umsetzung von KI-Lösungen, schlugen die Brücke von der strategischen Einordnung zur konkreten Anwendung und technischen Einordnung. Die Session erläuterte insbesondere wichtige Details zu LLMs und vortrainierten Modellen, Berechtigungskonzepten und Web-Grounding.
Im Panel zu rechtlichen Rahmenbedingungen (KI‑VO, Datenschutz, Prozessrecht) stand die juristische Einordnung von KI im Mittelpunkt. Diskutiert wurden insbesondere die Anforderungen der europäischen KI‑Verordnung, datenschutzrechtliche Fragestellungen sowie prozessrechtliche Grenzen und Möglichkeiten. Die Diskussion machte deutlich, wie zentral Rechtssicherheit, klare Zuständigkeiten und ein risikobasierter Ansatz für den Einsatz von KI in der Justiz sind. Deutlich wurde auch, dass die rechtlichen Rahmenbedingungen viele Anwendungen stützen und möglich machen.
Das Panel zu den praktischen Anwendungen rückte den operativen Blickwinkel in den Vordergrund. Im Fokus standen konkrete Einsatzszenarien, Erfahrungen aus der Praxis und die Frage, wie KI-Lösungen sinnvoll in bestehende Strukturen integriert werden können und an welchen Stellen Prozesse gänzlich neu gestaltet werden können (und sollten), um Innovationen in der Justiz voranzutreiben. Besonders hervorgehoben wurde die Bedeutung von Nutzerzentrierung, Transparenz und begleitender Qualifizierung.
„KI kann Justiz“ hat eindrucksvoll gezeigt, wie groß das Interesse an einem sachlichen, lösungsorientierten Austausch zu KI in der Justiz ist. Die Veranstaltung machte deutlich, dass technologische Innovation und rechtsstaatliche Prinzipien gemeinsam gedacht werden müssen: als Grundlage für eine leistungsfähige, moderne und vertrauenswürdige Justiz.
Das ausgedehnte Networking nach der Veranstaltung gab zusätzlichen Raum für vertiefende Gespräche, Rückfragen und Vernetzung. Viele Teilnehmende nutzten die Gelegenheit, die Impulse aus den Vorträgen weiterzudenken und neue Kontakte über institutionelle und fachliche Grenzen hinweg zu knüpfen.

Richterin am Verwaltungsgericht Regensburg, Pressesprecherin und Datenschutzbeauftragte

Amtschef des bayerischen Staatsministeriums der Justiz

Head of Legal,
Microsoft Germany & Austria

Lehrstuhl für Recht und Sicherheit der Digitalisierung,
Technische Universität München

Präsidentin des Finanzgerichts des Saarlandes und Vorstandsvorsitzende des Deutschen EDV-Gerichtstags

Senior Corporate Counsel,
Microsoft Deutschland GmbH

Partner,
Baker McKenzie Rechtsanwaltsgesellschaft mbH

Vice President Legal Innovations,
stp.one

Specialist Modern Work,
Microsoft Deutschland GmbH

Leiter des Referats für Legal Tech und KI,
Bayerisches Staatsministerium der Justiz

Moderation
Leiterin Regulierungspolitik,
Microsoft Deutschland GmbH