Barrierefreiheit

Barrierefreiheit

Microsoft möchte seine Produkte und Dienste für alle Menschen entwickeln. Dies schließt die ungefähr 1,2 Milliarden Menschen mit Behinderungen ein, die es weltweit gibt. Dank Barrierefreiheit können die Benutzer die Technologie besser sehen, hören und nutzen und sie ihren eigenen Anforderungen und Präferenzen entsprechend personalisieren.

Wir sind bestrebt, die Barrierefreiheit in jede Phase der Produktentwicklung zu integrieren, einschließlich Planung, Design, Forschung, Entwicklung und Tests. Unsere Verpflichtung orientiert sich an drei wichtigen Leitprinzipien:

  • Transparenz: Wir sind im Hinblick auf unsere Pläne offen, um sicherzustellen, dass unsere Produkte barrierefrei sind. Die Microsoft-Website zum Thema Barrierefreiheit stellt Informationen zur Barrierefreiheit von Microsoft-Produkten bereit. Microsoft kommuniziert offen über die Barrierefreiheit unserer Produkte und bezieht Beteiligte bei der Lösung von Problemen mit der Barrierefreiheit mit ein. Microsoft gibt selbst Auskunft, wie unsere Produkte und Dienste allgemeine Anforderungen im Hinblick auf die Barrierefreiheit erfüllt.
  • Inklusion: Wir möchten jede Person befähigen, nicht nur durch unsere Produkte, Dienste und Technologie, sondern innerhalb unserer Kultur bei Microsoft. Unser Ansatz zum inklusiven Design ermöglicht uns Partnerschaften mit Personen, die die verschiedensten Fähigkeiten besitzen. Wir teilen unsere Erkenntnisse weiträumig, sodass andere Unternehmen ebenfalls davon profitieren können. Unsere Website zum Thema inklusives Design stellt Ressourcen wie Videos, Fallstudien und unser Inclusive Design Toolkit bereit.
  • Verantwortlichkeit: Wir räumen dem inklusiven Design und der Verantwortlichkeit in der Entwicklung aller unserer Produkte und Dienste Priorität ein, indem wir etablierten, unternehmensweiten Standards folgen. Die Microsoft-Standards zur Barrierefreiheit sind unternehmensweite Richtlinien, die dafür sorgen, dass Überlegungen zur Barrierefreiheit in jeder Phase der Produktion, einschließlich Design, Entwicklung, Bewertung und Einführung von Produkten und Diensten, mit einfließen.

Die Microsoft-Standards für Barrierefreiheit unterstützen führende globale Standards für Barrierefreiheit, darunter:

  • EN 301 549
  • U.S. Section 508
  • WCAG 2.0 (ISO/IEC 40500)

Microsoft arbeitet außerdem mit Behörden und Organisationen weltweit zusammen, damit Menschen mit Behinderungen die Vorteile digitaler Technologien nutzen können. Beispielsweise hat Microsoft die Charta der Global Initiative for Inclusive Information and Communications Technology (G3ict) unterzeichnet, die Regierungen dazu aufruft, die digitale Inklusion ihrer Bürger zu fördern, indem sie Kriterien in Bezug auf Barrierefreiheit in ihre Beschaffungsrichtlinien integrieren.

EN 301 549

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Da die Microsoft Cloud zahlreiche Dienste umfasst, werden für spezifische Komponenten und Funktionen eigene Konformitätsberichte bereitgestellt.

  • Azure und Azure Government
  • Dynamics 365
  • Dynamics 365 U.S. Government
  • Office 365
  • Office 365 U.S. Government
  • Office 365 U.S. Government Defense
  • Visual Studio Team Services
  • Windows 10 Anniversary Update
  • Windows Server 2016

Vollständige Liste der EN 301 549-Berichte für Microsoft-Produkte anzeigen

Anforderungen an die Barrierefreiheit bei der Vergabe öffentlicher Aufträge für Produkte und Dienstleistungen im IKT-Bereich (EN 301 549)

„Anforderungen an die Barrierefreiheit bei der Vergabe öffentlicher Aufträge für Produkte und Dienstleistungen im IKT-Bereich (EN 301 549)“ stellt eine Sammlung von Standards für Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) einschließlich Websites, Software und digitaler Geräte dar. Der Standard EN 301 549 wurde 2014 vom European Telecommunications Standards Institute (ETSI) auf Verlangen der Europäischen Kommission veröffentlicht und soll in Beschaffungsverfahren von Regierungsbehörden und Organisation im öffentlichen Sektor eingesetzt werden. EN 301 549 nimmt die Webstandards zur Barrierefreiheit der WCAG 2.0 in Klausel 9.2 auf.

Der Standard EN 301 549 führt eine Reihe funktionaler Kriterien der Barrierefreiheit der IKT für folgende Bereiche auf:

  • Nutzung ohne Sehfähigkeit
  • Nutzung mit eingeschränkter Sehfähigkeit
  • Nutzung ohne Farbwahrnehmung
  • Nutzung ohne Hörvermögen
  • Nutzung mit eingeschränktem Hörvermögen
  • Nutzung ohne Sprechfähigkeit
  • Nutzung mit eingeschränkter Beweglichkeit und Kraft
  • Nutzung mit eingeschränkter Reichweite
  • Minimierung von photosensitiven Auslösern epileptischer Anfälle
  • Nutzung mit eingeschränkten kognitiven Fähigkeiten

U.S. Section 508

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Microsoft ist bestrebt, Produkte und Lösungen zu entwickeln, die Personen jeden Alters und jeder Fähigkeit ermöglichen, mit Plattformtools und -diensten zu interagieren. Microsoft weist diese Verpflichtung nach, indem das Unternehmen ausführliche VPATs für viele seiner Cloud Services anbietet, die die Funktionen für die Barrierefreiheit dieser Dienste beschreiben. Da die Microsoft Cloud zahlreiche Dienste umfasst, werden für spezifische Komponenten und Funktionen eigene VPATs bereitgestellt.

Im Jahr 1998 ergänzte der US-amerikanische Kongress den Rehabilitation Act von 1973 durch Section 508, die von US-Bundesbehörden verlangt, „körperlich behinderten Mitarbeitern und Mitgliedern der Öffentlichkeit einen Zugriff auf elektronische Informationen und Technologien bereitzustellen, der mit dem Zugriff vergleichbar ist, den andere Personen haben“. Die Behörden müssen beim Kauf oder bei der Verwendung von Informationstechnologie auch die Barrierefreiheit berücksichtigen.

Ein Voluntary Product Accessibility Template, kurz VPAT, ist ein Standardformular, das vom Information Technology Industry Council entwickelt wurde, um zu dokumentieren, ob ein Produkt die wichtigsten Bestimmungen im Rahmen von Section 508 erfüllt. Beschaffungsabteilungen von Bundesbehörden und andere Käufer können ausgefüllte Vorlagen verwenden, um die Produkte zu bewerten, die sie in Betracht ziehen.

WCAG 2.0 (ISO/IEC 40500)

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Microsoft veröffentlicht WCAG 2.0 AA-Berichte, die das gesamte Produkt oder den gesamten Dienst beschreiben. Wir erstellen im Allgemeinen keinen Bericht für einzelne Funktionen oder Komponenten. In einigen Fällen veröffentlichen wir möglicherweise eine neue Komponente für ein vorhandenes Produkt oder eine neue Version einer vorhandenen Komponente, die Benutzer getrennt installieren können. Für solche Komponenten oder Versionen veröffentlichen wir möglicherweise einen WCAG 2.0 AA-Bericht.

  • Azure und Azure Government
  • Dynamics 365
  • Dynamics 365 U.S. Government
  • Office 365
  • Office 365 U.S. Government
  • Office 365 U.S. Government Defense
  • Visual Studio Team Services
  • Windows 10
  • Windows Server 2016

Vollständige Liste der WCAG 2.0 AA-Berichte für Microsoft-Produkte anzeigen

Die Web Content Accessibility Guidelines 2.0 (WCAG 2.0) stellen ein Framework für die Entwicklung von Webinhalten bereit, das die Barrierefreiheit für Menschen mit Behinderungen sowie für Benutzer von Geräten mit eingeschränkten grafischen Fähigkeiten verbessert. WCAG 2.0 wurde 2008 vom World Wide Web Consortium (W3C) veröffentlicht, einer internationalen Organisation, die sich dem Aufstellen von Webstandards verschrieben hat. 2012 wurde WCAG 2.0 auch von der International Organization for Standardization (ISO) als ISO/IEC 40500:2012 veröffentlicht.

WCAG 2.0 beruht auf vier Prinzipien, die jeweils 12 Richtlinien umfassen. Jede Richtlinie verfügt über testbare Erfolgskriterien, die auf drei Konformitätsebenen bewertet werden. Die vier Prinzipien sind:

  • Wahrnehmbar: Informationen und Bestandteile der Benutzerschnittstelle müssen den Benutzern so präsentiert werden, dass diese sie wahrnehmen können.
  • Bedienbar: Bestandteile der Benutzerschnittstelle und Navigation müssen bedienbar sein.
  • Verständlich: Informationen und Bedienung der Benutzerschnittstelle müssen verständlich sein.
  • Robust: Inhalte müssen robust genug sein, damit sie zuverlässig von einer großen Auswahl an Benutzeragents, einschließlich assistierender Techniken, interpretiert werden können.

Die Konformitätsanforderungen für die einzelnen Richtlinien werden auf drei Ebenen gemessen: A, AA und AAA.

Empfohlene Ressourcen