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Codecs der Windows Media Video 9-Reihe

Windows Media Video 9 bietet Verbesserungen zwischen 15 und 50 % im Vergleich zu Windows Media Video 8. Ein verbesserter Codec zur Bildschirmaufzeichnung, der speziell für extrem niedrige Datenraten konzipiert wurde, ermöglicht Szenarien wie beispielsweise Lernprogramme. Darüber hinaus können Inhaltsanbieter mit dem bahnbrechenden Windows Media Video 9 Advanced Profile-Codec Benutzern einen vollständigen High Definition-Film (720 p) auf einer einzelnen CD zur Verfügung stellen.


  • Windows Media Video 9
    Bei Qualitätsverbesserungen zwischen 15 und 50 % (die sich vor allem bei höheren Bitraten ergeben) im Vergleich zum Windows Media Video 8-Codec bietet der Windows Media Video 9-Codec eine unvergleichliche Videoqualität bei jeder beliebigen Bitrate. Eine WMV 9-Datei (Windows Media Video) ist beispielsweise in der Regel nur halb so groß wie eine MPEG-4-Datei mit vergleichbarer Qualität.

  • Windows Media Video 9 Advanced Profile
    Hierbei handelt es sich um einen neuen Codec, der im Lieferumfang von Windows Media Player 10, dem SDK von Windows Media Format 9.5 und dem aktualisierten Codec-Installationspaket enthalten ist. Zu den wichtigsten Features von Windows Media Video 9 Advanced Profile gehören eine verbesserte Interlaceunterstützung und die Unabhängigkeit vom Transportformat. Dieser Codec bietet optimale Qualität auf Computern mit Windows Media Player 10. Der Codec kann jedoch auch auf Computern mit Windows Media Player 7 oder höher eingesetzt werden. Vor der Verwendung dieses Codecs mit der Windows Media Encoder 9-Reihe müssen Sie Windows Media Player 10 installieren. Der Advanced Profile-Codec wird dann als Option im Encoder angezeigt.

    Mit der Vorgängerversion des Videocodecs der Media Player 9-Reihe konnten Inhaltsproduzenten progressive Inhalte ohne Qualitätseinbußen mit Datenraten übertragen, die im Vergleich zu MPEG-2-Codecs nur etwa ein Drittel betrugen. Mit Windows Media Video 9 Advanced Profile können Inhaltsproduzenten und Sender eine solche Verbesserung auch bezüglich einer effizienteren Codierung von Inhalten im Interlacedmodus erreichen.

    Durch die Unabhängigkeit vom Transportformat kann Windows Media Video 9 Advanced Profile über Systeme übertragen werden, die nicht auf Windows Media basieren, beispielsweise standardbasierte Rundfunkinfrastrukturen (über systemeigene MPEG-2-Transportdatenströme), drahtlose Infrastrukturen (über RTP) oder sogar DVDs. Dieses Feature trägt dazu bei, dass Windows Media Video 9 Advanced Profile als Komprimierungstechnologie der nächsten Generation in neue Standards integriert wird, die in den entsprechenden Initiativen zu Normungsfragen (SMPTE, DVB, ATSC und DVD-Forum) vereinbart werden.

  • Windows Media Video 9 Screen
    Dieser hervorragend zum Bereitstellen von Demos oder zum Vorführen der Verwendung von Computern in Lernprogrammen geeignete Codec besticht selbst bei relativ bescheidenen Prozessoren durch einen verbesserten Umgang mit Bitmapbildern und Bildschirmbewegungen.

  • Windows Media Video 9 Image
    Mit diesem Codec können Standbilder mithilfe von Schwenk- und Zoomeffekten in Vollbildvideos (640 x 480) umgewandelt werden. Des Weiteren können Sie Überblendungen hinzufügen und somit den Effekt eines vollständig bearbeiteten Videoclips erzielen. Die Ergebnisse können bereits mit sehr niedrigen Datenraten (ab 20 KBit/s) übertragen werden. Sie können solche im CBR-Modus (Constant-Bit-Rate) mit konstanter Bitrate oder in einem Durchlauf im VBR-Modus (variable-bit-rate) mit variabler Bitrate komprimierten Dateien problemlos gemeinsam verwenden, da sie wesentlich kleiner sind als die Originalbilddateien.

  • Windows Media Video 9 Image, Version 2
    Mit diesem Codec können Standbilder mithilfe von Schwenk- und Zoomeffekten und verschiedenen Übergangseffekten in Videobilder umgewandelt werden. Durch Kombination der Übergänge mit Schwenk- und Zoomeffekten sowie Überblendungen lässt sich eine nahezu unbegrenzte Anzahl von Effekten erzeugen. Die Ergebnisse können bereits mit sehr niedrigen Datenraten (ab 20 KBit/s) übertragen werden. Sie können solche im CBR-Modus mit konstanter Bitrate oder in einem Durchlauf im VBR-Modus mit variabler Bitrate komprimierten Dateien problemlos gemeinsam verwenden, da sie wesentlich kleiner sind als die Originalbilddateien. Beachten Sie jedoch, dass Windows Media Video 9 Image, Version 2 mit der vorherigen Version des Codecs nicht kompatibel ist.

  • Windows Media Video 9, VBR-Modus
    In diesem Modus kann der Windows Media Video 9-Codec den komplexeren Abschnitten (z. B. Sequenzen mit vielen Bewegungsabläufen) mehr Bits zuordnen, um bei unterdurchschnittlich großen Dateien eine optimale Qualität zu erzielen. Windows Media Video 9 unterstützt ferner einen VBR-Modus, bei dem die maximalen Bitraten eingeschränkt werden, sodass Benutzer die maximal zulässige Bitrate festlegen können und auch bei Verbindungen mit niedriger Bitrate und auf Geräten wie DVD-Playern von den Vorteilen von VBR profitieren können.

  • Geeignet für Broadcasting
    Systemeigene Interlaceunterstützung auf Codecebene stellt bei Anwendungen für Rundfunkübertragungen (z. B. Settopboxen oder TV-Übertragung) die bestmögliche Qualität sicher.

  • Hardware-basierte Windows Media Video-Beschleunigung
    Lassen Sie sich von der verbesserten Leistung der nächsten Generation von Grafikkarten beeindrucken, die die DxVA-Technologie (DirectX Video Acceleration) unterstützen. Mit diesen Karten kann die Wiedergabe der auf Windows Media Video basierenden Inhalte vom Grafikprozessor übernommen werden. Einerseits wird dadurch eine gleichmäßigere Videowiedergabe mit höheren Auflösungen ermöglicht, andererseits steht dem Computer dadurch mehr Leistung für andere Aufgaben zur Verfügung.

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