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Nehmen Sie sich vor falschen Viruswarnungen in Acht

Nehmen Sie sich vor falschen Viruswarnungen in Acht

Rogue-Sicherheitssoftware, auch als „Scareware“ bekannt, ist Software, die für die Sicherheit von Vorteil zu sein scheint, die jedoch tatsächlich nur einen eingeschränkten oder keinen Schutz bietet, falsche oder irreführende Warnmeldungen generiert oder versucht zu generieren, Benutzer zur Teilnahme an betrügerischen Transaktionen zu verleiten.

Wie gelangt Rogue-Sicherheitssoftware auf meinen Computer?

Designer von Rogue-Sicherheitssoftware erstellen legitim aussehende Popup-Fenster, die für Sicherheits-Update-Software werben. Diese Fenster können auf Ihrem Bildschirm angezeigt werden, während Sie im Internet surfen.

Die „Updates“ oder „Warnmeldungen“ in den Popup-Fenstern fordern Sie dazu auf, eine bestimmte Aktion durchzuführen, wie beispielsweise das Klicken zum Installieren der Software, das Akzeptieren empfohlener Updates oder das Entfernen unerwünschter Viren oder Spyware. Wenn Sie dem Zustimmen, wird die Rogue-Sicherheitssoftware auf Ihren Computer heruntergeladen.

Rogue-Sicherheitssoftware kann auch in der Liste der Suchergebnisse angezeigt werden, wenn Sie nach vertrauenswürdigen AntiSpyware-Programmen suchen, daher ist es wichtig, Ihren Computer zu schützen.

Welchen Schaden richtet die Rogue-Sicherheitssoftware an?

Rogue-Sicherheitssoftware ist in der Lage einen Virus zu melden, selbst wenn Ihr Computer eigentlich frei von Viren ist. Oder die Software verhindert Virusmeldungen, obgleich Ihr Computer infiziert ist. Stattdessen installiert heruntergeladene Rogue-Sicherheitssoftwaregelegentlich einen Virus oder Schadsoftware auf Ihrem Computer, welche dann von der Software gemeldet werden können.

Bestimmte Rogue-Sicherheitssoftware kann zudem folgende Auswirkungen haben:

  • Sie verleitet Sie zu einer betrügerischen Transaktion (beispielsweise ein Upgrade auf eine nicht existente kostenpflichtige Version eines Programms).

  • Sie nutzt Social Engineering, um Ihre persönlichen Daten zu stehlen.

  • Sie installiert Schadsoftware, die Ihre Daten stiehlt und dabei unerkannt bleibt.

  • Sie blendet Popup-Fenster mit falschen oder irreführenden Warnmeldungen ein.

  • Sie verlangsamt Ihren Computer oder zerstört Dateien.

  • Sie deaktiviert Windows-Updates oder deaktiviert Updates für legitime Antivirenprogramme.

  • Sie verhindert, dass Sie die Internetseiten von Anbietern von Antivirenprogrammen aufsuchen können.

Rogue-Sicherheitssoftware kann zudem versuchen, den Microsoft-Sicherheitsupdate-Prozess zu fälschen. Es folgt ein Beispiel zu Rogue-Sicherheitssoftware, die als eine Microsoft-Warnmeldung getarnt ist, jedoch nicht von Microsoft stammt.

Beispiel einer Warnmeldung von einem Rogue-Sicherheitsprogramm - AntivirusXP

Beispiel einer Warnmeldung von einem Rogue-Sicherheitsprogramm - AntivirusXP.

Weitere Informationen zu dieser Bedrohung, einschließlich der Analyse, Vorbeugung und Wiederherstellung, erhalten Sie unter dem Eintrag Trojan:Win32/Antivirusxp in der Enzyklopädie des Microsoft Center zum Schutz vor Malware.

Es folgt das legitime Microsoft Windows-Sicherheitscenter:

Screenshot des legitimen Microsoft Windows Security Centers

Screenshot des legitimen Microsoft Windows-Sicherheitscenter.

So schützen Sie sich vor Rogue-Sicherheitssoftware:

  • Installieren Sie eine Firewall und lassen Sie diese aktiviert.

  • Die Firewall verwendet Automatische Updates, um ihr Betriebssystem und Ihre Software auf dem Laufenden zu halten.

  • Installieren Sie Antiviren- und AntiSpyware-Programme, wie beispielsweise Microsoft Security Essentials und halten Sie diese auf dem neuesten Stand. Links zu anderen Antivirenprogrammen, die unter Microsoft funktionieren, siehe auch Microsoft-Hilfe und Support-Liste der Anbieter von Antivirenprogrammen.

  • Falls Ihr Antivirenprogramm keine AntiSpyware-Software umfasst, sollten Sie ein separates AntiSpyware-Programm installieren, wie beispielsweise Windows Defender, und dieses auf dem neuesten Stand halten. (Windows Defender ist als kostenloser Download für Windows XP erhältlich und in Windows Vista inbegriffen.)

  • Klicken Sie Links in E-Mails oder auf den Internetseiten von sozialen Netzwerken nur mit Vorsicht an.

  • Verwenden Sie ein Standard-Benutzerkonto anstatt eines Administratorkontos.

  • Machen Sie sich vertraut mit gängigen Phishing-Betrügereien.

Das Vorgehen beim Verdacht von Rogue-Sicherheitssoftware auf Ihrem Computer:

Scannen Sie Ihren Computer. Verwenden Sie Ihr Antivirenprogramm oder scannen Sie kostenlos mit dem Microsoft Safety Scanner. Der Safety Scanner überprüft Ihren Computer auf Viren sowie unbenutzte Elemente auf Ihrer Festplatte, entfernt diese, und verbessert die Leistung Ihres PCs.

Überprüfen Sie Ihre Konten. Sollten Sie der Meinung sein, dass Sie wichtige Informationen wie Kreditkartennummern oder Kennwörter in ein Popup-Fenster oder auf einer Rogue-Sicherheitssoftware-Webseite eingegeben haben, sollten Sie die entsprechenden Konten im Auge behalten. Weitere Informationen dazu finden Sie unter E-Mail- und Internetbetrügereien: So schützen Sie sich.

Falls Sie den Verdacht hegen, dass Ihr Computer mit Rogue-Sicherheitssoftware infiziert ist und von Microsoft-Sicherheitslösungen nicht erkannt wurde, können Sie dies Microsoft über das Malware Protection Center mit Hilfe des Übermittlungsformulars mitteilen.